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 Boxen

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AutorNachricht
Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 7 Aug 2015 - 21:28

Als Mai-Lin auf dem Innenhof ankam, war Charming Boy zwar definitiv noch nicht am Ende seiner Kräfte, doch sie spürte, dass ihn das Training doch angestrengt hatte. Den Abend auf der Koppel hatte er sich redlich verdient, so gut wie er mitgearbeitet hatte. In der Sonne glänzte sein Fell wie flüssiges Gold und einige Strähnen der Mähne hatten sich auf die andere Seite verirrt, sodass sie ihm diese wieder ordentlich strich, ehe sie ihm den Hals tätschelte und sich langsam aus dem Sattel gleiten ließ. Der Falbe zappelte ein wenig, doch davon ließ sich Maili nicht beeindrucken. Schon nach dieser verhältnismäßig kurzen Trainingseinheit hatte sie den Wallach ins Herz geschlossen und freute sich königlich auf die morgige Stunde auf dem Springplatz. Im Gelände gab es unzählig viele Dinge, auf die sie achten musste. Gerade bei einem jungen Pferd, das sich noch leicht erschrecken konnte, war es wichtig, dass sie trotz der Anspannung, ein neues Tier unterm Sattel zu haben und Daniel beeindrucken zu wollen, ruhig und bestimmt blieb. Und aufmerksam. Natürlich galten all diese Dinge auch auf dem Springplatz, doch dieser setzte Charming nicht der Gefahr raschelnder Blätter und Kleintieren aus. Davon abgesehen konnte sie sich so ein Bild von der Sprungkraft und dem Herangehen des jungen Pferdes an Hindernisse machen. All das war wichtig auf Turnieren und wichtig, damit die beiden zusammenwüchsen.

Mai-Lin streifte Charming die Zügel über den Kopf, löste die Hilfszügel und führte ihn in den Stall hinein. Augenblicklich veränderte sich die Luft und das Licht um sie herum. Charms Ohren zuckten ein wenig, doch die Gegenwart der anderen Pferde schien ihn zu beruhigen. Schnaubend senkte er den Kopf und trottete an den anderen Boxen vorbei an.
Im hinteren Bereich der Stallgasse konnte die Schwarzhaarige zwei Gestalten erkennen. Noah und Isaac. Das brachte sie ein wenig zum Lächeln. Die beiden hätten sich sicherlich gesucht und gefunden. Die Arroganz des einen stand der des anderen in nichts nach. Und sie sahen gut aus. Wäre sie an dem Jockey ernsthafter interessiert gewesen und wäre Shanas und Isaacs Beziehung nicht geheimer als die Area 51, hätte es sicherlich interessante Doppeldates gegeben. So jedoch konnte das eine Paar nur auf einige sehr vergnügliche Stunden im Bett zurückblicken und das andere wohl kaum offiziell auf Dates gehen. Und trotzdem reizte es Mai-Lin schrecklich, zu den beiden zu gehen, um zu sehen, wie die beiden sich verstanden und was es zu reden gab.
Und das könnte ihr sogar gelingen, wie ihr bewusst wurde, während sie Charming Boy abtrenste und ihm das Halfter überstreifte. Ihr Neuer sollte auf die Koppel und Herbsttänzer müsste bewegt werden. Herby stand näher an Clound und damit Isaac und Noah.
Ein verschmitztes Grinsen überzog ihr Gesicht und sie beeilte sich ein wenig beim Absatteln, ohne hektisch zu werden. Die jahrelange Routine war ihr dabei von größtem Vorteil, sodass sie wenig später vollbeladen mit Sattel, Trense und Gamaschen durch die Sattelgasse stiefeln konnte. An den Jungs vorbei.
„Hey, ihr zwei“, grüßte sie die beiden mit einem breiten Grinsen, hielt sich aber nicht bei beiden auf. Irgendetwas lag da in der Luft und das lud sie nicht zum Verweilen ein. Trotzdem warf sie Noah noch einen Blick über die Schulter hinweg zu – er war gut im Bett, so jemanden ignorierte man nicht leichtfertig. Oder eher nur dann, wenn er das als Antrieb brauchte.
Charmings Utensilien waren schnell in der Sattelkammer verstaut, der Putzkasten von ihm und Herby noch schneller geholt. Ihren Schwarzen wollte sie auf jeden Fall ein wenig verwöhnen, auch wenn sie mit ihm nur spazieren gehen würde.
Diesmal so beladen, schlängelte sie sich an den beiden Schönlingen vorbei, hielt sich von einem Stirnrunzeln ab. Wunderbar, dass man ihr heute so viel Aufmerksamkeit schenkte! Mister Ich-interessiere-mich-nicht-für-Auszubildende-McHale, der Freund ihrer besten Freundin und ihre Affäre. Was war denn los mit ihnen?! Früher hatte sie einen Raum betreten und alle Blicke waren zu ihr gewandert, selbst an Bad-Hair-Days! Hatte sie zwanzig Kilo zugenommen, ohne es zu bemerken? Pickel bekommen? Klebte an ihrem Rücken das Schild Ignoriere mich!? Es war frustrierend. Dass sie für Noah nur ein Intermezzo gewesen war, wusste sie. Aber gab es sonst denn keine Männer auf dem Hof, die ihr ein bisschen schmeicheln wollten?
Ein kleines Kopfschütteln genehmigte sie sich dann doch, während sie die Putzbox neben Herbys Box stellte, bevor sie endgültig zu Charming zurückkehrte.


[cf. Vielseitigkeitsstrecke | Ankunft | Charming in Box | Noah und Isaac (Gruß) | Charming & Gedanken]
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Boxen   So 9 Aug 2015 - 22:28

Einstiegspost:

Damian war jetzt schon seit einigen Wochen im Stall, die Hochzeit lag hinter ihnen und er hatte schon die einen oder anderen Bekanntschaften geknüpft. Darian hatte ihm sehr geholfen indem er ihm einige Fragen bereits auf der Hochzeit beantwortet hatte und auch jetzt war der Cowboy sich nie zu schade, wenn Damian mal wieder Hilfe brauchte. Auch Daniel, den Vielseitigkeitsreitlehrer hatte er inzwischen kennen und schätzen gelernt.
Diamant und Abraxxas hatten sich gut eingelebt und er selbst kannte inzwischen seine Schulpferde, mit denen er arbeiten musste, auch wenn er noch nicht alle unterm Sattel gehabt hatte, so doch wenigstens mit Namen.
Auch Nanuk hatte sich eingelebt und war inzwischen bei den Meisten im Stall bekannt. Der bekloppte Aussie versuchte immer wieder was fressbares abzustauben oder sich seine Streicheleinheiten einzufordern. Man konnte fast meinen, Damian würde ihn nie füttern und gekuschelt wurde mit dem Schwarzen schon dreimal nicht.
Gerade jedoch lag er friedlich schlafend in Fakirs Box, denn Damian hatte sich den Fuchs zum arbeiten aus der Box geholt.
Da die Auszubildenden Unterricht gehabt hatten, war Damian mit dem Roten im Gelände gewesen und hatte sich von der Geländetauglichkeit und trittsicherheit des Vollbluts überzeugt.
Den einen oder anderen Buckler hatte er aussitzen müssen, doch die Schnelligkeit und Sprungkraft des Wallachs hatten ihn beeindruckt. Er freute sich bereits richtig darauf mit diesem Pferd arbeiten zu dürfen.
Zufrieden betrat er jetzt die Stallungen und grüßte Isaac und Noah im vorbeigehen. Die Beiden schienen eine hitzige Diskussion zu führe, doch da würde der Halbspanier sich ganz sicher nicht einmischen.

Er lief an Charming Boy vorbei und grüßte kurz die junge Frau die zu ihm lief.
Vor der Box des Roten brachte er diesen zum stehen und öffnete Trense und Sattelgurt.
Schnell wurde Trense gegen Stallhalfter, getauscht und Fakir angebunden.
Die Trense hängte Damian sich über die Schulter und nahm dem Araber dann den Sattel ab.
Auf dem Weg in die Sattelkammer warf er Isaac kurz einen Blick zu, eher er durch den Türrahmen verschwand und Fakirs Sattel verstaute. Das Gebiss wusch er gründlich aus und hängte sie dann ordentlich weg eher er sich mit Putzkasten für Fakir und Gamaschen für Abraxxas auf den Rückweg machte.
Die Gamaschen legte er vor der Box des Rappen ab und begann dann Fakir über zu bürsten. Viel geschwitzt hatte der Fuchs nicht, immerhin wollte Damian ihn nur kennen lernen.
Mit gleichmäßigen Strichen fuhr er mit der Bürste über das glänzende Fell und überlegte sich wie er seinen weiteren Tag planen sollte, dabei fiel sein Blick zwischendrin unbewusst immer wieder zu der jungen Frau.

Nachdem Fakir blitz blank war und Damian die Hufe kontrolliert hatte, brachte er den Fuchs in seine Box und holte gleichzeitig Nanuk aus genau dieser.
Freudig sprang der schwarze zweimal an seinem besitzer hoch, ehe er zurecht gewiesen wurde und sich brav hinsetzte.
Kurz kraulte Damian Fakir noch am Stirnschopf, ehe er die Box verließ und verschloss.
"Komm Großer, wir schauen mal nach dem andern Schwatten!", grinste Damian seinen Hund an und lief zu Abraxxas Box. Sofort erschien der Kopf des Pferdes und ein snftes Schnauben war zu hören.
"Na du, wie bist du heute drauf?", sprach Damian sein Pferd an und öffnete die Box.
Routiniert tastete er die Beine des Rappen ab und als er nichts feststellen konnte, legte er Abraxxas sein Halfter an, holte ihn aus der Box und begann ihn zu putzen.

(Einstieg/ kommt vom Ausritt mit Fakir zurück/ Versorgung des Pferdes/ schaut immer wieder zu Maili/ holt Abraxxas aus der Box)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Boxen   Mo 10 Aug 2015 - 19:58

Gerade, als Mai-Lin die dunkelblaue Putzbox neben Charming Boys Box stellte, betrat ein weiterer Mann den Stall und grüßte sie knapp. Die Augen der Schwarzhaarigen folgten diesem Exemplar beinahe augenblicklich. Irgendetwas konnte mit diesem Hof nicht wirklich stimmen; die Zahl an gutaussehenden Männern war ungewöhnlich hoch. Selbst Maili musste das bemerken, obwohl sie in der Welt der Reichen und Schönen aufgewachsen war.

Die Welt ließ sich in Klassen einteilen, das hatte ihr ihr Vater sehr früh beigebracht. Sie war immer ein bildschönes Kind gewesen, hatte selbst in der Teenagerzeit keine wirklich schlimmen Phasen, von hellbraun gefärbten Haaren einmal abgesehen, durchgemacht und kaum, dass sie die Volljährigkeit erlangt hatte, hatte sie ihre Schwanenflügel entfaltet, war über Rote Teppiche geschwebt und hatte bei Charity Veranstaltungen an der Seite ihres Vaters in Kameras gelächelt. Sie war in einer Welt der schier unbegrenzten Möglichkeiten aufgewachsen. Was es für Geld zu kaufen gab, hatte sie bekommen, auch wenn manches an Bedingungen geknüpft war, wie der Kauf von Alkestis Z mit ihrer Ausbildung hier Hand in Hand ging. Wer Geld hatte präsentierte sich auch so und damit meinte Mai-Lin auch, dass man sich pflegte und darauf achtete, dass die anderen wussten, wer man war und was man repräsentierte. Schönheit musste nicht mit Macht Hand in Hand gehen, doch wer einen einzigen Blick nach Hollywood geworfen hatte, wusste, dass Schönheit ein Schlüssel zur Macht war. Ja, die Schwarzhaarige war an schöne Menschen gewöhnt und trotzdem fesselte der Mann, der einfach nur an ihr vorbeigegangen war, ihren Blick.

Wahrscheinlich wusste er, dass er gut aussah. Diese Art von Mann wusste es meistens und hatte allen Grund dazu. Zerzaustes schwarzes Haar – bewusst zerzaust oder von Natur so? – bedeckte seinen Kopf, das Kreuz war breit, wahrscheinlich muskulös und der Hintern in den Reithosen verteufelt knackig. Es gab wenig Schlimmeres, als unansehnliche Pos in die falschen Reithosen zu stecken. Man musste sich ja nur die ein oder andere Frau hier im Stall ansehen beziehungsweise sich glücklich schätzen, dass anderer sich eher in Jeans in den Sattel schwang. Doch bei diesem Exemplar schlug der Zeiger auf der Modesündenskala nicht in den negativen Bereich, zumindest soweit es die erste Musterung erkennen ließ.

Ein feines Lächeln umspielte Mai-Lins Mundwinkel, als sie begann, Schweiß und Staub aus Charming Boys Fell zu bürsten. Wie schon beim Fertigmachen für die Unterrichtsstunde ging sie systematisch vor, achtete eher auf die Reihenfolge als sie es bei Herby oder Alkestis tat. Wahrscheinlich war das nicht nötig gewesen – im Stall war der Achal Tekkiner entspannt, wie sich an der lockeren Körperhaltung und den halb geschlossenen Augen zeigte – doch Maili wusste, dass Routinen wichtig waren, um Vertrauen zu stärken und Verlässlichkeit zu zeigen. Bei ihrem Pferd im Internat war sie ebenso vorgegangen und die Schleifen an der heimischen Zimmerwand zeugten vom Erfolg ihres Vorgehens.
Doch vollständig bei der Sache war sie nicht. Es kitzelte in ihrem Nacken und, als sie den Kopf wandte, sah sie, wie sich der Schwarzhaarige gerade wieder seinem Pferd widmete. Einem wunderschönen Rappen, der in der Nähe ihres Schwarzen stand. Nun, vielleicht sollte sie ihrem Ego die Chance geben, ein paar Streicheleinheiten zu bekommen, indem sie dem Mann die Gelegenheit gab, sie anzusprechen. Man konnte ja nie wissen. Vielleicht war es ja ein neuer Azubi oder ein Lehrender. Wer wusste das schon?

Mit dem Auskratzen der Hufe schloss Mai-Lin die Versorgung ihres Pflegepferds ab, ließ ihn noch kurz in der Box stehen. Wenn er und Herby sich dulden würden, würde sie die beiden gleich gemeinsam auf die Koppel führen. Bis sie ihr Pony jedoch geputzt hatte, würde Charm noch etwas warten müssen.
Sie schloss die Putzbox und nahm sie mit zu Herbsttänzer. Der kleine Rappe schob den Kopf über die Boxentür und schnaubte warm.
„Na, mein Kleiner?“, grüßte seine Reiterin ihn und fuhr ihm über die Stirn. Dann öffnete sie die Box, langte nach dem Halfter des Kleinen und streifte es ihm über, um ihn in die Stallgasse führen zu können. Allmählich merkte sie, dass die Anstrengung der Unterrichtsstunde ihren Tribut zollte. Sich auszuruhen, etwas Kühles zu trinken und dann weiterzumachen, wäre vernünftig gewesen, doch Vernunft war noch nie etwas für Maili gewesen. Daher schüttelte sie nur kurz den Kopf und band Herby vor seiner Box an, wobei sie dem Mann ein kleines Lächeln schenkte, als dieser sie bemerkte.


[bemerkt Damian / Gedanken / versorgt Charming Boy / zu Herbsttänzer / lächelt Damian an]
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Boxen   Di 11 Aug 2015 - 8:35

Damian konzentrierte sich ganz auf den Wallach vor ihm, redete immer wieder leise mit ihm und kraulte ihn auch zwischen durch. Sie waaren das perfekte Paar gewesen und Fakir heute unterm Sattel zu haben, hatte ihn daran eriinnert, wie es mit Braxxi gewesen war und es frustrierte und betrübte den jungen Mann, dass Abraxxas im Gelände zum Nervenbündel wurde.
Ein leises Seufzen entfuhr seinen Lippen, was den Rappen sofort dazu brachte den Kopf zu seinen Besitzer zu drehen und ihn anzusehen. Damian lachte leise. "Alles gut mein Großer. Wir bekommen dass schon wieder hin und dann räumen wir wieder alles ab!", grinste der junge Mann und fuhr dem Rappen über den Nasenrücken.
Als hätte Braxxi ihn verstanden, schnaubte er und drehte den Kopf nach vorne.
Mit einem grinsen auf den Lippen schüttelte Damian den Kopf und sah über den Rücken hinweg zu der jungen Frau, die ihr Pferd gerade wieder in seine Box brachte.
Als er gerade an ihr vorbei gelaufen war, hatte er sie nur kurz gemustert, dabei jedoch sehr wohl festgestellt, wie gut sie aussah, doch jetzt nutze er die knappe gelegenheit und ließ seinen Blick über ihren Körper gleiten.
Lange schwarze Haare, die sie zu einem Pferdeschwanz zusammen gefasst hatte, am Kopf leicht zerzaust vom Reithelm, irgendwie süß...
Die Haare fielen weit über ihren Rücken, was seinen Blick zu ihrer schlanken Taillie und ihrem knackigem Po gleiten lies. Er liebte Frauenär...e in Reithosen, besonders wenn sie aussahen wie dieser. Auch auf Entfernung konnte Damian erkennen, dass ihre Sachen nur das Beste vom Besten waren und sein grinsen wurde breiter. Davon gab es hier wohl einige, so war das eben im Reitergeschäft.
Als sie aus der Box zurück kam konnte er auch ihre Vorderseite betrachten. Er war sich sicher das sich ein perfekter Body mit schönen Brüsten unter ihrem Outfit verbarg. Ihre Asiatischen Gesichtszüge waren fein geschwungen, ihre Augen von einem tollen Braun und iihre vollen Lippen zierte ein leichtes Lächeln.
Damian war noch ganz ins beobachten vertieft, merkte dabei nicht, dass er aufgehört hatte zu bürsten und bekam dies zu spüren, als Abraxxas mit einem Huf stampfte und diesen dabei unsanft auf seinem Fuß abstellte.
"Au, was zum... spinnst du?", fluchte er schwarzhaarige leise und rieb sich den Fuß. "Ist ja gut, hör auf eifersüchtig zu sein!"
Mit pochendem Fuß striegelte er den Rappen weiter, bis man sich in dessen Fell spiegeln konnte.

Er kam gerade vom Hufeauskratzenn wieder hoch, als Maili an ihm vorbei lief, automatisch folgte sein Blick ihr und er runzelte leicht die Stirn. Sie war etwas blass und sah ziemlich fertig aus. Er empfand die Temperaturen draußen als angenehm, war aber auch nur locker ausgeritten. Sie schien eine anstrengende Unterrichtseinheit hinter sich zu haben.
Er ging zu seiner Putzbox und holte seine Flasche daraus. Noch war sie kühl und er selber hatte bisher auch noch nichts getrunken. Mit der flasche in der Hand und einem kurzen Zeichen zu Nanuk, dass er liegen bleiben sollte, ging er zu der dunkelhaarigen Schönheit rüber.
"Hi, du siehst aus als könntest du was zu Trinken vertragen!", grinste er sie an und reichte ihr die Flasche.
Vom nahen sah sie noch besser aus als aus der Ferne.
"Ich bin Damian!", stellte er sich dann noch vor und setzte sein typisches Grnsen auf.
Nein, der typische Macho war er nicht, er wusste zwar genau wie er an Frauen ran kam, aber besonders wenn ihm eine wirklich gefiel, war er oft noch nervös, doch zum Glück konnte er das verbergen.


(Putzt Braxxi/ beobachtet Maili/ bietet ihr was zu Trinken an/ stellt sich vor/)
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Lillian Adams
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 374
ALTER : Die "Kleine" ist schon stolze, mutige 22 Jahre alt - wie die Zeit rast!
HERKUNFT : California girls are undeniable ...
AUSBILDUNG : Lillian hat es zwar schon geschafft, sich als Reiterin in der Branche einen Namen zu machen, doch jetzt will sie auch die Ausbildung zur Vielseitigkeitstrainerin hinter sich bringen.

BeitragThema: Re: Boxen   Mi 12 Aug 2015 - 15:20

An sich konnte Lillian mit Shawty durchaus zufrieden sein. Der Wallach war nicht so groß - etwas, das sie zugegeben an Pferden auch schätzen konnte, weil sie endlich mal keinen Anlauf und keinen Tritt brauchte, um auf ihren Reitpartner raufzukommen - und charakterlich einwandfrei. Er hatte zwar jede Menge Energie und war springgeiler als Gunshot zu seinen besten Zeiten; aber das war ja eigentlich etwas, das sie an ihren Begleitern schätzte. Sie konnte sich ehrlich vorstellen, mit Shawty manchen Erfolg feiern zu können. Vielleicht sollte sie mal mit McKinley reden, ob sie Shawty nicht doch in dem einen oder anderen extracurriculären Turnier würde vorstellen dürfen. Denn er war deutlich einfacher als Apokalypse, mit ihm würde sie deutlich besser klar kommen. Sie würde zwar ihren dicken Tigerschecken ziemlich vermissen, aber er war ja nicht aus der Welt. Jeder Bereiter war dankbar für ein Reitschulpferd, das bewegt wurde, obwohl es nicht zugeteilt war. Hoffte sie.
Doch trotz der gut verlaufenen ersten Reitstunde - in der sie zugegeben Spaß gehabt hatte, obwohl nicht viel Spektakuläres passiert war -, war ihre Laune nicht unbedingt die Beste. Jetzt, wo sie von Shawtys Rücken runter war (der übrigens komplett entspannt war, jetzt, wo er keine Hindernisse mehr vor der Nase hatte), kamen die Gedanken sofort wieder - wie könnte es auch anders sein? Leon. Immer und immer wieder war Leonardo Fabbri der Grund für die Scheiße, die in Lillys Leben passierte. Seit fünf Jahren war das so - sogar dann, wenn sie keinen Kontakt zu einander gehabt hatten, hatte er sie noch beeinflussen können. Und jetzt waren sie zusammen, sie waren glücklich, und mit ihm gingen mal wieder die Pferde durch.
Es war ja nicht so, als gönnte Lilly ihm seine Freundschaft nicht. Natürlich wollte sie, dass er auch Zeit mit anderen verbrachte - sie wollte nicht so ein Pärchen werden, die nur noch zusammenhingen und ansonsten keine Freunde mehr hatten. Aber konnte er nicht verstehen, dass sie wollte, dass er mit ihr redete? War das zu viel verlangt? Vermutlich wäre sie dann nichtmal so ausgerastet, wie sie es getan hatte. Ja, klar, sie wäre keineswegs begeistert gewesen. Aber aus dritter Hand zu erfahren, dass Leon sich immer noch mit diesem ekelerregenden Mädchen traf, das ihn damals im Club angebaggert hatte? Das war zu viel. Lilly wusste nicht, woran es lag. Aber es war zu viel. Das war schlimmer als die gesamte Geschichte mit Ava im letzten Jahr. (Immerhin war die keine Bedrohung mehr. Lilly hatte die Geschichte mit Raven durchaus bemerkt.)
Dementsprechend gedankenverloren war die Dunkelhaarige, als sie Shawty fertig machte. Sie streifte ihm das Halfter über den Kopf, trenste ihn ab, machte das Halfter ordentlich dran, hängte die Trense an einen Haken, um sie dann wegzubringen, setzte dann aber erstmal den Helm ab und richtete ihren Zopf, atmete einmal tief durch. Die letzten Tage drehten sich ihre Gedanken immer wieder um das gleiche Thema - und sie war zum ersten Mal zugegeben erleichtert, dass Leon und sie offiziell noch getrennte Zimmer hatten. So konnte sie ihm aus dem Weg gehen, ihre Gedanken sortieren; auch, wenn das einfach nicht funktionieren wollte. Ihre Finger arbeiteten im Automodus, als sie den Sattelgurt löste und den Sattel vom Rücken des Standardbreds zog. Sie schlug den Gurt ordentlich über, packte sich die Trense, und machte sich auf zur Sattelkammer; Shawty blieb ganz entspannt stehen, wartete darauf, dass sie zurückkehrte, um ihn zu putzen, bevor er zurück in die Box kam.
Er würde wohl etwas länger warten müssen; denn genau in dem Moment, in dem Lilly in die Sattelkammer trat, wollte jemand anders rausgehen, und sie lief einfach, weil sie nicht auf irgendwas achtete, ungebremst in diese andere Person rein - beide konnten sich und das, was sie festhielten, noch aufrecht halten, aber peinlich genug war es schon. "Oh mein Gott, das tut mir so leid!", entfuhr es Lilly, als sie den anderen anblickte - und wer war das nochmal? Sie kannte das Gesicht, aber der Name wollte ihr nicht einfallen. "Ich hab nicht drauf geachtet, wo ich hingehe, und dann - shit, das tut mir so verdammt leid!"


{cf. Geländestrecke | Shawty | Gedanken | Absatteln | stößt mit FINNIAN zusammen }
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http://horizonranch.forumieren.com/
Noah Shoemaker
1. Lehrjahr


BEITRÄGE : 118
ALTER :
I've been on this world TWENTY-THREE YEARS - and it feels like it's been too long.

HERKUNFT :
They told me I'm AUSTRALIAN - but I found out there's something else there, too.

AUSBILDUNG :
I've been a JOCKEY all my life - now I'm fighting for my US license.


BeitragThema: Re: Boxen   Mi 12 Aug 2015 - 16:21

Noah hatte absolut keine Ahnung, was er hier gerade eigentlich tat. Er wusste ja nichtmal, was er vorhatte. An sich hatte er ja noch nicht einmal vorgehabt, so lange zu verharren. Er hatte ja nur mal kurz dieses Elitepferd, das so viele große Siege eingeheimst hatte, angucken wollen; dieses Pferd, das seinem Bruder gehörte. Er wusste nicht, was mit ihm loswar, dass er dort stehen blieb, wie angewurzelt - als hätte er nichts besseres zu tun -, bis er von besagtem Bruder erwischt wurde. Problem: Isaac wusste nichts von ihm. Isaac wusste nichts von Noah, wusste nicht, dass sie eigentlich verwandt waren. Verdammt, Noah wusste ja nichtmal, ob Isaac wusste, dass er adoptiert war. Was sollte er machen, wenn er das nicht wusste?
Das Problem war, Noah liebte Kontrolle. Noah brauchte Kontrolle. Es ging nicht so weit, dass er ein Kontrollfreak war, der lieber Sachen selbst machte, anstatt sie abzugeben .. aber eigentlich war es doch genau das. Er vertraute anderen Menschen nicht - sie hatten keine Disziplin, nicht die gleichen Kentnisse oder Ansichten wie er; und alles, was er wollte, war Perfektion. Deswegen liebte er den Rennsport - komplette Kontrolle über eine tickende Zeitbombe. Deswegen trainierte er immer so hart; nicht etwa, weil er Angst hatte, dass er nicht mehr fit genug sein würde, wenn er es etwas schleifen ließ, sondern weil er dann die Kontrolle spürte, die er über sich hatte. Es gab ihm keinen Kick, sondern Ruhe; es war ein bisschen wie Routine. Routine und Kontrolle waren die Sachen, die Noah in seinem Leben brauchte.
Momentan hatte er weder das eine noch das andere, und es war beängstigend. Egal, was er anpackte, er wusste einfach nicht, was er mit sich anstellen sollte. Emma, rothaarig und temperamentvoll und wunderschön, warf ihn aus dem Gleichgewicht; dann war da die Sache, dass seine Familie nicht seine Familie war, und die Tatsache, dass dieser Mann, der ihm da gegenüberstand, seine Familie war - sein sollte; das warf ihn so aus der Bahn, dass er sogar die Kontrolle über seine Pferde verlor, wenn er mit ihnen auf der Bahn war. Es war scheiße. Alles stand Kopf, und Noah wusste nicht mehr, was er machen sollte. Er hasste dieses Gefühl. Er hasste es. Genau deswegen war er auch nie gern in Karussells gefahren.
"Die Person, die hinter beidem steht?", versuchte Noah es schließlich. Noch immer hatte er absolut keine Ahnung, was er sagen sollte. Was sollte er sagen? Er konnte ja wohl kaum einfach mit der Wahrheit rausplatzen. Ja, hi, Isaac, ich wollte dir nur schnell sagen, eigentlich sind wir Brüder. Das ist auch schon alles, bye. Unmöglich. "Meine Familie ist im gesamten Spitzensport vertreten, nicht nur im Rennen. Da interessiert man sich schonmal für. Außerdem bin ich als Teenager häufiger hobbymäßig gesprungen." Unnötige Information, so viel unnötige Information. Noah atmete tief durch, und blickte Isaac direkt ins Gesicht, sodass seine blauen Augen ihn geradezu anblitzten. "Mal davon abgesehen war ich immer schon ein großer Fan von Reitern, die Eleganz und Geschwindigkeit mit Perfektion verbinden."
{ Unwohlsein | ISAAC }
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Mai-Lin Cheng
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ALTER : 23 Jahre jung
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AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Boxen   Do 13 Aug 2015 - 22:31

"Hi, du siehst aus als könntest du was zu Trinken vertragen!"
Irritiert hob Mai-Lin den Blick von ihrem Pferd und begegnete den schokoladigsten Augen außerhalb einer Milka-Kuh. Wow! Ihr stockte einen kleinen Moment lang der Atem, nahm die dichten Wimper wahr, die makellose Iris mit ihrer warmen Farbe und dem freundlichen, beinahe etwas unsicheren Ausdruck in den Augen. Dann erst sah sie den Rest des Gesichts, der vielleicht weniger fesselnd als diese Schoko-Augen war, aber dennoch nicht zum Wegsehen einlud. Ein starkes Kinn, von einem Dreitagebart überschattet. Ein generell männliches Gesicht. Atmen, Maili!, rief sie sich zu und genau in dem Moment beschloss Herby, dass er es überhaupt nicht gut fand, wenn sie sich mit einem anderen Schwarzhaarigen abgab. Sein Kopf drückte sich kurz, aber heftig gegen ihren Po, sodass sie vielleicht nach vorn gestolpert wäre, hätte sie nicht so nahe an den Stäben des Box gestanden. So konnte sie sich immerhin von den Schokoladenaugen lösen, um ihr Pony böse anzufunkeln. Eifersüchtiger kleiner Mann! Seinem Ego würde es doch jetzt wirklich nicht schaden, wenn sie sich wieder.... ja, wie hieß er überhaupt?... widmete!
Das Namensproblem löste sich innerhalb der nächsten paar Sekunden. Der Schwarzhaarige stellte sich als Damian vor. Es war nicht gerade Mai-Lins Lieblingsname, aber da er für diese Oberflächlichkeit nichts konnte, würde sie großzügig darüber hinweg sehen. Allerdings meldete sich sogleich ihre innere Shana zu Wort, wie ein kleiner Teufel auf ihrer Schulter. Damian. Kein Lehrer. Für einen Azubi ist er zu alt. Also muss er ein Stallbursche sein.
Mai-Lin beschloss, die shana'sche Einflüsterung von ihrer Schulter zu fegen und zu lächeln. Als hätte sie bei dem ganzen Training mit Alkestis mitbekommen, ob es nicht noch einen neuen Ausbilder auf der Ranch gab! Trotzdem war sie keine Jungfer in Nöten!
„Danke, ich hab in der Sattelkammer selbst noch Wasser“, antwortete sie, milderte die Schnippischkeit ihrer Worte jedoch durch ein leises Lächeln. „Ich bin Mai-Lin Cheng, Vielseitigkeitsazubine. Ist das dein Pferd?“ Wow, Maili! Langsam. Atmen. Nicht plappern!, ermahnte sie sich. Doch dazu war es längst zu spät. Auch gut, obwohl es ihr gar nicht passte, dass sie dieser Fremde in ein Schulmädchen zurückverwandeln konnte.


[Damian]
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 14 Aug 2015 - 9:20

Das Maili ihn, wenn auch nur kurzzeitig so anstarrte war dem Halbspanier fast schon peinlich, doch dann löste ihr Pony zum Glück das Problem und Damian grinste und hielt dem Frechdachs seine Hand hin, damit dieser daran schnuppern konnte.
Als Maili ihm dann mehr als schnippisch antwortete, zog er eine Augenbraue hoch. Hoppla, Prinzessin! Schoss es ihm nur durch den Kopf und er zuckte mit den Schultern. Auf sowas konnte er verzichten. Jahrelang hatte er sich mit solchen Tussies rumschlagen müssen und Zicken und eingebildete Tussen hatte er definitiv satt. Immerhin war er hier kein Stallbursche mehr sondern Pferdetrainer.
"Dann nicht!", meinte er und nahm selber einen Schluck.
Vielseitigkeitsazubi war sie also, dann musste sie eine von Danils Schülerinnen sein. Kurz fiel sein Blick wieder aufs Pony und er verbiss sich den Kommentar, den er auf den Lippen hatte. Sie schien zur Zeit ja den Tekkinger zu reiten, immerhin hatte sie ihn gerade versorgt.
Als sie ihn auf Abraxxas ansprach nickte er. "Ja, der eine, der Andere steht im Hengststall drüben!", antwortete er knapp. Braxxi und auch Nanuk standen, bzw saßen da und starrten in ihre Richtung. Damian lachte und Braxxi begann in dem Moment mit dem Kopf zu nicken, als wolle er sagen: Ja, der gehört zu uns. Beklopptes Pferd eben.
"Na gut, du scheinst ja bestens Versorgt zu sein!", meinte Damian nach einem Räuspern. Irgendwie kam er sich blöd vor. Immerhin hatte er nur nett sein wollen und das war schon ein deftiger Korb gewesen, auch wenn sie die Frage nach Braxxi hinterher geworfen hatte und sich ebenfalls vorstellte. So groß war sein Ego dann doch noch nicht, dass er sich daraus nichts machte, aber dafür war nunmal seine Vergangenheit zuständig.
Plötzlich fühlte er eine kalte Schnautze an seiner Hand und sah zu seinem Aussie runter, der neben ihm stand und ihn aus treuen Augen ansah.
"Du solltest doch beim Dicken bleiben!", tadelte der Trainer seinen Hund und strich ihm übern Kopf, woraufhin sich Nanuk einfach neben ihn setzte und die Streicheleinheit genoss.
Kurz ging sein Blick wieder zu Isaac und Noah rüber, ehe er Maili wieder ansah.
"Is der kleine deins? Hasst du außer ihm denn noch ein Pferd? Vielseitigkeit stell ich mir mit ihm etwas schwer vor!", grinste er. Jetzt hatte er es doch gesagt. Auch wenn das Pony schick war, einen tollen Exterieur hatte, so war es nicht für die Vielseitigkeit in den Klassen, in denen hier ausgebildet wurde, gemacht.


(Maili)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 14 Aug 2015 - 10:28

Das war nicht gerade der Start, den sich Mai-Lin erhofft hatte. Dafür war es sehr wohl so, dass sie ihn provoziert hatte. Sie hätte sich für ihre Dummheit ohrfeigen können, aber da es keine Zeitreisen gab, was die Chance darauf, den Satz nie geäußert zu haben, zunichte machte, schluckte sie das Bedürfnis, leise zu fluchen, herunter. Okay. Gut. Dann hatte sie eben eine höfliche Geste eines durchaus gutaussehenden, aber wahrscheinlich unter ihrer Klasse stehenden Mannes ausgeschlagen und bekam die Quittung dafür. Fein. Verdammt!
Eigentlich hatte sie ihn auf die Probe stellen wollen: fürsorglicher Kerl, der sich aber zu sehr einmischte, oder leicht beleidigter Kerl. Offenbar traf letzteres zu. Nur war sie eben – trotz Erschöpfung von einem wirklich anstrengenden Tag, der schon mit Joggen vor der Schule begonnen hatte – niemand, den man retten musste. Sie wusste, dass ihr Trainingsplan die Grenze zum Wahnsinn streifte, aber sie wusste auch, dass sie sich keinen Müßiggang erlauben konnte. Zum einen war da Alkestis, bei der sie sich sicher war, dass sie ihre Grenzen weiter austesten würde. Da brauchte sie körperliche und geistige Fitness! Und Charming Boy war jung und unerfahren. Ihn musste sie auch noch bei Gelegenheiten genaustens anleiten, die ihre Braune selbst einschätzen und meistern konnte. Lediglich Herbsttänzer hinter ihr war ein Pferd, bei dem sie sich entspannen konnte, allein aus dem Grund, dass er sich einfach nicht überanstrengen durfte – Anweisung der schlechtest gekleideten, aber äußerst kompetenten Tierärztin.
Außerdem wusste Mai-Lin allmählich, wie viel sie sich zutrauen konnte und ihre Pferde gingen vor. Wenn sie die Putzkästen in die Spints zurückstellte, würde sie etwas trinken und einen Energieriegel essen und ihre beiden Schätze auf die Koppel bringen, wobei sie Alkestis zurück in den Stall nehmen würde, um sie Abends an die Doppellonge zu nehmen. Und danach würde sie schlafen wie ein Stein, ohne sich über Noah, Daniel oder jetzt Damian Gedanken machen zu müssen.
Von letzterem konnte und würde sie sich aber jetzt noch nicht abwenden. Immerhin hatte sie ihren Worten durch die Mimik ein wenig der Schärfe nehmen wollen, was bei dem Schwarzhaarigen offenbar nicht angekommen war.
Mai-Lin sah zu seinem einen Pferd, das bestätigend nickte. Sie musste lächeln. Manche Tiere schienen wirklich eine Verbindung zu ihren Besitzern zu haben. Scheinbar traf das auch auf den Rappen zu. Und auf den Hund sowieso. Hunde waren schließlich dafür bekannt, sprichwörtlich treu-doof zu sein. Vielleicht entspannte das bunte Tier auch die Situation, als es sein Herrchen anstubste und einen leichten, aber liebevollen Tadel bekam.
Die Auszubildende fühlte sich in dem Moment noch dämlicher. Damian schien ein netter Kerl zu sein, kein Vollidiot wie Isaac und Noah, die sich immer noch worüber auch immer unterhielten, und sie gab sich zickiger als eine Ziege während ihrer Periode. Sie seufzte leise, was mehr sich als allem anderen galt und wollte gerade zu einer Erwiderung, vielleicht sogar Entschuldigung ansetzen, als Damian offenbar beschloss, dass sein Ego doch nicht so angekratzt war, um nur mit salvenartig knappen Antworten zu kommunizieren. Der Konter auf ihre Art folgte sogleich und das Grinsen war schon ein wenig frech, erfüllte aber seinen Zweck. Mai-Lin fühlte sich angestachelt. Die Tochter von Bailong Cheng ließ doch keinen Spott über ihr Pferd zu und sich erst recht nicht unterbuttern!
„Oh, ich kann dir gern die Auszeichnungen zeigen, die Herby mir eingebracht hat“, antwortete sie mit einem herausfordernden Grinsen. „Nur sind sie, zugegeben, alle etwas älter. Er ist mein erstes Pferd, obwohl ich ihn inzwischen nicht mehr auf dem Niveau reiten kann, auf dem er ausgebildet wurde. Meine Stute steht im Moment auf der Koppel. Wenn du dich von deren Fähigkeiten überzeugen willst, kannst du mich gern begleiten. Ich bring den Kleinen hier und Charming Boy eh dorthin.“ Sie machte eine kleine Pause und fügte leise und sehr schnell hinzu: „Und entschuldige den Anfang grade....“


[Damian / Vorschlag]
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 14 Aug 2015 - 18:26

Soso, die Dame kann also doch recht nett und freundlich sein. Damian entschloss sich ihr noch eine Chance zu geben und trat neben Herbsttänzer und ließ seine Hand über dessen Kuppe wandern. Er war trainiert, schien jedoch im Ruhezustand, denn ein Pferd, das im Turniertraining stand, sah anders aus. Er erinnerte ihn an Abraxxas, denn der Rappe kam nach dem Unfall nur langsam wieder in Form und das Gelände war nach wie vor ein riesen Problem.
"Ich glaub dir, dass er dir früher geholfen hat Schleifen zu holen. Aber für deinen jetzigen Stand... nicht böse gemeint, er scheint ein toller Kerl zu sein, aber er ist etwas aus der Übung oder irre ich mich da?", fragte er und sah Maili an.
"Das erste Pferd hängt einem immer besonders am Herzen.. ich kenn das. Braxxi ist auch mein erster eigener und ich häng an ihm.", sagte Damian und sah wieder zu dem Rappen rüber.
Als sie ihm anbot ihn auf die Koppel zu begleiten und ihre Stute zu holen, nickte er. "Braxxi soll auch noch etwas auf die Koppel."
Er ging wieder zum Rappen und beendete das Putzen und legte ihm dessen Gamaschen an. Ebenso zog er ihm noch das Fliegennetz über den Kopf, denn der Schwarze hasste Fliegen.
"Willst du denn noch mit deiner Stute arbeiten? Wenn ja, was willst du machen? Diamant müsste auch noch bewegt werden. Vielleicht können wir ja zusammen ausreiten.", schlug er vor. Er hatte heute bereits 10 Pferde bewegt und einfach keine Lust mehr mit Diamant noch richtig zu arbeiten.
Der Hengst sollte sich langsam an das Gelände gewöhnen und dort nicht immer so hibbelig werden, deshalb würde Damian mit ihm eine Entspannte Runde drehen, ohne Hindernisse oder Gallopp... so der Plan... ob es wirklich entspannt werden würde, hing vom Diamant ab.
Fragend sah er zu Maili rüber.
"Charming ist demnach dein Pflegepferd?", erkundigte er sich noch. Auch wenn der Wallach zur Zeit nicht von ihm bewegt werden musste, so wollte er doch gerne mal in dessen Sattel steigen. Es interessierte ihn wie unterschiedlich die verschiedenen Schulpferde waren. Fakir hatte er heute definitiv zu einen seiner Favoriten erklärt. Der kleine Fuchs war ein Powerpaket, genauso wie er es gerne hatte und er freute sich bereits riesig auf weiteres Arbeiten mit ihm. Noch hatte er nicht alle Pferde die ihm zugeteilt waren unterm Sattel gehabt, doch er musste gestehen, dass es im Stall nur Toppferde gab. Das eine oder andere Pferd hatte zwar seine Macken, aber Damian sah das eher als Herausforderung.
Mit dem Fuß kickte er jetzt die Putzbox zu und sah zu Maili.
"Ich wäre dann so weit!", grinste er und band den Wallach los. Nanuk sprang auf und flitzte ums Eck. Verwundert sah Damian seinem Hund nach, der kurz darauf schon wieder zurück kam, mit einem Ball im Maul.
"Alter Balljunkie... dann nimm ihn halt mit!", gestand er seinem Hund zu, der freudig mit dem schwanz wedelte. Ja der HUnd war ein absoluter Balljunkie und nutzte jede Gelegenheit aus um jemanden dazu zu bringen ihm den Ball zu werfen und auf dem Weg zur Koppel oder eben zurück war sicher die eine oder andere Gelegenheit dazu. Da war der Hund sich sicher.

tbc Koppeln


( Gespräch mit Maili/ Abraxxas für die Koppel fertig gemacht)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Boxen   Sa 15 Aug 2015 - 15:00

Herby spitzte die Ohren und drehte sich zu dem ihm unbekannten Mann um, als dieser über dessen Kuppe strich, doch blieb er ruhig, stieß nur sanft mit der Nase gegen die Hosentasche von Damian. Mai-Lin wandte sich ebenfalls wieder dem Pony zu und zupfte einen Knoten aus der rauen Mähne. Die Worte des Schwarzhaarigen trafen voll ins Schwarze und die Wortwahl bestätigte sie in ihrer Meinung, dass er wohl kein übler Mensch sein konnte. Sympathisch. Und offensichtlich geneigt, ihr die Zickerei zu verzeihen.

„Etwas?“, echote sie mit dem Hauch eines traurigen Lachens. Das war untertrieben. Seinen Zustand mochte man ihm nicht ansehen, doch er hatte sich während des ersten Jahres hier nicht gerade gebessert. Eher im Gegenteil. Am liebsten hätte sie ihn in Watte gepackt und in ihr Regal gestellt, weil sie Angst hatte, dass ihm irgendetwas passieren könnte. Von seiner früheren Ausdauer war nichts mehr übrig und Stress bekam ihm erst recht nicht mehr. Miss Bernard war trotzdem zuversichtlich, dass er noch eine Weile durchhalten würde – nur wie lange, dazu sagte sie nichts.
„Er hat ein Herzproblem, also reite ich ihn praktisch nicht mehr. Manchmal noch bis zur Koppel, aber mehr auch nicht mehr“, berichtete sie Damian, der zurück zu 'Braxxi' gegangen war. „Aber ja. Am ersten eigenen Pferd hängt man und hier hat er den Luxus, dass die Tierärztin praktisch nebenan wohnt.“
Für ihren Vater wäre es wohl kaum in Frage gekommen, einen Tierarzt auf rufbereitschaft zu bezahlen, obwohl es am Geld nicht liegen würde. Aber Herbsttänzer brachte keine Leistung mehr. So gesehen war er nicht mehr als Zierde, ein nettes Beipferd für Alkestis. Doch damit war sein Nutzen eben auch schon erfüllt; für Bailong Cheng wäre das eigentlich der Moment gewesen, ihm Adieu zu sagen. Auch in der Hinsicht hatte sich die Ranch also als Glücksgriff bewiesen und Mai-Lin sich immerhin durchgesetzt.

Eine kleine Weile putzten sie ihre Pferde fertig und da Mai-Lin in der Hinsicht weniger zu tun hatte, schloss sie die Putzkästen als erste und verstaute sie wieder in der Sattelkammer, wo sie sich schließlich an ihrer Wasserflasche und besagter Zwischenmahlzeit bediente, den Pferdeschwanz neu band und einen Staubfleck von ihrer Reithose wischte. Sie widerstand dem Drang, zum WC zu gehen, um im Spiegel den Zustand ihrer Wimperntusche zu überprüfen. Es war eine gute Marke und bislang hatte sie auch härteres Training ohne Schaden überstanden.... der Widerstand bröckelte. Es wäre ihr einfach schrecklich peinlich gewesen, im Indianerlook – nichts gegen Indian oder deren Muster! Auf Tuniken hatten die einen ganz eigenen Charme, wie Shana und sie neulich bemerkt hatten – zu Damian zurückzugehen.

So trat sie eine Minute später als gedacht zurück zu den beiden Rappen und wurde sogleich nach ihren weiteren Plänen gefragt. Schön! Da wollte doch tatsächlich mal wieder jemand Zeit mit ihr verbringen, nachdem auch ihre beste Freundin nirgends zu sehen war.
„Ich wollte sie eigentlich nach dem Abendessen longieren oder vielleicht auch an ihrem Trab arbeiten. Aber ich wäre bereit, die Halle zu teilen“, antwortete sie mit einem Zwinkern und band Herby los. Dieser schnaubte sofort zustimmend und stupse Mai-Lin gegen den Oberschenkel, als wolle er sie fragen, was um alles in der Welt denn so lange gedauert haben könnte. Auf Fliegenschutz oder Gamaschen verzichtete sie. Normalerweise stand er auf der Koppel sowieso bei Philharmonika herum und die beiden waren ruhige Genossen.
„Genau“, stimmte sie zu und in dem Moment fiel ihr auch wieder ein, dass sie den Goldenen ebenfalls zur Koppel bringen wollte. „Und der hat seinen Feierabend jetzt auch verdient!“ Mit diesen Worten führte sie Herby zu Charming Boys Box hin, ließ sich die beiden kurze beschnuppern, bevor sie die Tür aufmachte und den Führstrick des Achal Tekkiners in dessen Halfter hakte. Wie erwartet fand Charm es unglaublich aufregend, dem Pony zu begegnen, aber wenigstens im positiven Sinn. Es gab keine Anfeindungen – von Herbsttänzers Seite aus sowieso nicht. Immerhin war der andere kein Schimmel.
"Ich wäre dann so weit!"“, teilte Damian ihr mit und Maili nickte. „Ich auch.“
Dann jedoch viel ihr Blick auf den Hund und den Ball.
„Dein Hund trägt den Ball bis zur Koppel, oder? Ich weiß nämlich nicht, wie Charming Boy auf Apportieren reagiert. Er ist ein wenig schreckhaft.“


[Damian / Pferdeversorgung / Aufbruch / Bedenken ---> Koppeln]
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Finnian McAllen
1. Lehrjahr


BEITRÄGE : 168
ALTER :
Beruflich habe ich mit 23 noch einiges vor.

HERKUNFT : Mein Ursprung liegt in den unberührten Weiten NEUSEELANDS, dort wo Natur noch Natur ist.
AUSBILDUNG : Wahrscheinlich ist PFERDEPFLEGER nicht mein endgültiger Beruf, aber er ist eine Bereicherung.

BeitragThema: Re: Boxen   Sa 15 Aug 2015 - 18:18

Bereit für den Neuanfang? Nein. Fertig für Amerika? Ja. Aufgeregt? Weshalb? Jetzt war es also so weit, dass er seine Ausbildung auf den Heaven Meadows Stables begann und dabei vollkommen außer Acht ließ, dass er bereits eine Doktorarbeit geschrieben hatte. Es zählte nicht mehr das, was einmal gewesen war, sondern das, was kommen würde. Und da konnte man sich wohl sicher sein, dass dies eine Menge war, wenn man sich nur einmal die Umstände ansah. Der Flug war lange gewesen und in dieser langen Zeit waren die Gedanken umhergeflogen wie die Wolken unter ihm. Über den Wolken sollte die Freiheit doch grenzenlos sein und doch wurde der Neuseeländer die Befangenheit nicht so ganz los. War das hier wirklich die richtige Entscheidung? Beständig fragte er sich, wie Finnick gerade den Flug empfand und am liebsten wäre er zu seinem guten Freund in den Frachtraum gegangen, aber das war wohl ebenso ein Ding der Unmöglichkeit wie eine allumfassenede Gleichung für das Universum aufzustellen. Die Physik war komplexer und mit ihr das Leben. Jene Komplexität, die so begeistern und zugleich verstören konnte. Die Gut und Böse zugleich war und die über die Vorstellungskraft der Menschen hinausreichte. Dagegen war die Ankunft auf dem McKinley-Anwesen beinahe eine Ernüchterung gewesen, hatte man doch feststellen müssen, dass hier jegliche mathematische Komplexität gemieden wurde. Somit hatten sie nur die Quartiere bezogen, begonnen, sich einzurichten und fast ein wenig zwanghaft versucht, die Haltung zu wahren. Wirklichen Zugang fand man nur schwer zu den Menschen. Insbesondere dann, wenn man Finnian McAllen war.
Der blonde Neuling machte sich nicht viel aus Frauen, Partys und Action. Das Leben auf dem Hof tat ihm gut, das merkte er schon nach wenigen Tagen. Hier hatte er Gelegenheit sich zurückzuziehen, sich an seine Theorien zu setzen und an ihnen zu basteln. Zugleich fand er aber ein breites Spektrum an Trainingsmöglichkeiten für sich und seinen Braunen. Der impulsive Finnick hatte sich hier vom ersten Tag an wohl gefühlt, allen Pferden im Stall seine Ankunft mit einem hellen Wiehern verkündet und auch sonst nicht an der Eigenpräsentation gespart.

Es war der Tag, an dem es losgehen sollte. Nach einer Woche theoretischen unterrichts war die Zeit gekommen, sich nun am Pferd zu versuchen. Vor den Aushängezetteln im Flur des Hauptgebäudes hatte sich eine richtige Traube gebildet, die unbedingt erfahren wollte, wer in diesem Jahr ihre Lehrmeister zweibeiniger und vierbeiniger Art sein würden. Finnian war froh, ein Frühaufsteher zu sein, sodass er schon vor allen anderen einen Eindruck von seinen Mentoren gewonnen hatte. Zumindest namentlich. Jeremy Henderson klang in jedem Fall amerikanisch, konnte jedoch auf keine herausragende sportliche Karriere verweisen wie etwa eine Juliena Grossworth. Offenkundig war er Westernreiter, das wusste Finnian von der Hochzeitszeremonie für dessen Spalierstehen er Henderson oftmals auf einem Friesen hatte trainieren sehen, der wohl nicht ihm gehörte, sondern dem Jockeytrainer, der wohl auch im Dressursport beheimatet war. Keineswegs schien sich Henderson dumm anzustellen, doch was dem Blonden ein wenig Sorgen bereitete, war die plappernde Art seines künftigen Lehrers, die ihm, Finnian, beim Arbeiten sicherlich auf die Nerven gehen würde. Blieb also zu hoffen, der Amerikaner wahrte sich ein wenig mehr Ernsthaftigkeit bei der Ausbildung, auch wenn man meinen sollte, dass man bei der Pferdepflege als Pferdebesitzer nicht allzuviel falsch machen sollte. Sein zweiter Lehrmeister, war Fakir. Der Name klang nach einem östlichen Land (wenn man die Welt von diesem kontinent aus betrachtete), sodass Finnian auf ein Pferd der indischen Halbinsel schloss. Etwas, das Urblut in sich trug. Ein Araber oder ein Berber vielleicht. Beides sicherlich eine interesannte Herausforderung für das kommende Jahr und ein umso schönerer Kontrast zu seinem eigenen Sportpferd.
Kurz und schmerzlos, war wohl das Motto mit der man die erste Stunde bei Henderson bezeichnen konnte. Wie erwartet plapperte der Ausbilder eine Menge und schien alles richtig machen zu wollen. Er war übereifrig, genau und verhaspelte sich noch gelegentlich. Alles Dinge, die Finnian mit seiner gewohnt ruhigen Haltung ertrug und mit keinem einzigen Anzeichen kommentierte. Er hatte aufmerksam seinem Lehrer gefolgt, wenngleich die Aufgaben, die dieser ihm stellte keine großen Herausforderungen waren. Schon ein wenig vor dem eigentlichen Stundenende hatten sie sich dann voneinander verabschiedet und würden sich schon früh am nächsten Morgen zum misten treffen. Offenbar die Art Henderon's ihn ein wenig auszuhorchen, aber auch das würde vorübergehen, wenn ersteinmal der Anfang jeglicher Beziehung überstanden war. Infolgedessen hatte sich Finnian also auf den Weg in den anderen Stalltrakt gemacht, wo sein dunkler Wallach stand. Dieser hatte sich bei den Boxen zwischen Pilgrim und Blue Girl eingereiht und reckte schon gespannt den Kopf, als Finnian kam, zumal reges Treiben auf der Stallgasse herrschte. Das Stundenende brachte alle trainierten Pferde zurück und führte zu diesem Aufruhr, was sowohl dem Neuseeländer als auch seinem Pferd Gelegenheit gab, die Mitmenschen zu studieren und zu analysieren. Bei der Box Fakir's stand noch der ansässige Pferdetrainer Masen, der an diesem Tag den Wallach, der sich als Fuchsaraber herausstellte, trainiert hatte. Ein hübsches Pferd mit klugen Augen und einem wohl ebenso cleveren Kopf wie ihn Finnick besaß. Grüßend und dankend zugleich ging Finnian an Masen vorbei, der an diesem Tag den Fuchs hatte trainieren sollen, damit er selbst nachmittags noch Zeit für Finnick hatte. Ab morgen würde er sich wohl selbst um den Araber kümmern, was ihn schon mit Spannung und Vorfreude erfüllte. Da der Pferdetrainer aber mit einer anderen Azubine, Mai-Lin Cheng, der schönen, reichen Asiatin, die der Ansicht war, jeder müsse ihr nachsehen, weil sie einen reichen Vater hatte, der ihr Geld zuschob, beschäftigt war, ging er weiter. Mit Mai-Lin hatte er zwar noch nciht gesprochen, dennoch grüßte er auch sie im Vorbeigehen, egal, ob dies erwidert werden würde, oder ob ihre erträumte Adleigkeit sie davin abhielt.
Kurz hielt er bei Finnick inne, strich dem Dunkelbraunen über die Stirn und begab sich dann zur Sattelkammer, wo er Putzkasten, Bandagen und Trense holte. Gerade wollte er wieder die Stallgasse betreten, da kam eine junge Frau um die Ecke geschossen. Zwar gelang es ihm noch, vor dem nächsten Schritt inne zuhalten, aber die Schwarzhaarige war offensichtlich so in Gedanken versunken, dass sie gar nciht wahrnahm, dass weitere Menschen in diesem Stall wandelte. Exzellent rannte sie in ihn hinein, was Finnian ein leichtes Murren entlockte. Sie war jedoch keine dieser hochnäsigen, besserwisserischen, reichen Mädchen und entschuldigte sich sofort mehrmals. Ihre Sprache war vulgär, aber nicht allzu abwertend, sodass Finnian daraus kein Urteilsspruch fällen wollte. Er hob die Bandagen wieder auf, die er zuvor verloren hatte und blickte dann in ihre unglaublich blauen Augen. "Es ist ja noch alles gut gegangen. Beim nächsten Mal denke am Besten nicht zu stark an die Gewohnheiten deines Liebsten, der keine Gelegenheit auslässt, deinem Kopf etwas zum arbeiten zu geben." Jeder andere hätte vielleicht lächelnd gezwinkert, aber Finnian beließ es bei einem eindringlichen Blick, der Fragen aufwarf, wie er auf diese Schlussfolgerung kam, kannte er sein Gegenüber doch gar nicht. Die Realität sah jedoch anders aus, denn Fakt war, Finnian wusste durchaus wer da vor ihm stand. Lillian Adams, Vielseitigkeitsazubine und seit heute Reiterin von Shawty got moves. Einem Pferd, das Finnian am ersten Tag ins Auge gefallen war und auf dessen Pflegebeteiligung er eigentlich gehofft hatte. Die Namen seiner Mitazubis hatte der Neuseeländer sich gut eingeprägt und es viel ihm auch nicht schwer, Namen Gesichter zuzuordnen, sodass er Lillian mit ihrer kleineren, zierlichen Statur und dem schwarzen Haar sofort wiedererkannt hatte. Zumal sie in der Vielseitigkeitsszene nicht ganz unbekannt war, weswegen auch Finnian ihren Namen schon des Öfteren gehört hatte. "Finnian McAllen, angenehm Sie kennenzulernen, Ms Adams." Höflich und wie üblich gentlemanlike stellte er sich vor, achtete auf die Wortwahl und stellte nun den Putzkasten ab, um eine Hand frei zu haben, die er ihr zum Gruß reichen konnte. War er vielleicht doch nicht ganz so sozialunverträglich wie alle immer behaupteten? Schottete das Genie in ihm, ihn vielleicht doch nicht so sehr ab, wie man meinte? Bisher schlug er sich doch gar nicht mal so schlecht! - Fand jedenfalls Finnian selbst.


{Einstieg | Rückblick | Damian&Mai-Lin | Finnick | Sattelkammer | Zusammenstoß mit Lillian}
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Isaac Haber



BEITRÄGE : 652
ALTER :
JUNG GENUG, UM WIE 26 AUSZUSEHEN.

HERKUNFT : DAS, WAS EINER HEIMAT AM NÄHSTEN KÄME, IST UND BLEIBT LONDON IM LAND DER QUEEN.
BERUF : ALS BEREITER NEIGT MAN BEINAHE DAZU, GRAUE HAARE ZU BEKOMMEN.

BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 18:11

Wenn man durch die Boxenreihe sah, hätte man wohl nicht mit hunderprozentiger Sicherheit sagen können, welcher ihrer Bewohner nun ein Elitesportler war und wer nicht. Zumindest nicht, wenn man ein Laie war und die gab es erstaunlicherweise selbst hier auf dem Hof zur Genüge. Somit hätte man Cloud Atlas Sextet nicht zwingend von den anderen Tieren abgrenzen können, wenn man ihre Züge nicht genau kannte. Immerhin dies, taten doch nahezu alle hier, was fast schon wieder verwunderlich war, wenn man von der sonstigen elitären Unbildung ausging. Es war also naheliegend, dass Noah doch nicht ganz so uninformiert war wie Isaac anfangs angenommen hatte, denn immerhin hatte er Cloud unter den Stallbewohnern ausfindog gemacht. Andererseits hatte er mit keinem Wort ihren namen erwähnt, was das genaue Gegenteil bedeuten konnte, von dem Isaac aber nun einmal nicht ausgehen wollte. Der Tag konnte ohnehin nur besser werden, denn den absoluten Tiefpunkt hatte er heute schon erreicht und wenn er an die erste Unterrichtsstunde zurückdachte, dann kam erneut Gram und Missmut in ihm auf, die nur schwer zu zügeln waren. Wahrscheinlich standen ihm und Shana einsame Nächte bevor, doch noch war sein Stolz zu groß, als dass er ihn vollkommen links liegen lassen konnte. Und ein wenig Ehre besaß er trotz Allem noch, sodass er wahrlich noch genug Durchhaltevermögen aufbringen würde, um nicht einzuknicken und zu Shana zu gehen. Diesmal nicht. Sollte es doch darauf hinauslaufen, dass er von morgens bis abends nur arbeitete und sich keine Auszeit gönnte. Aktuell war ihm alles recht, nur um ihr nicht über den Weg zu laufen und sich wieder mit ihrem teenagermäßigen Verhalten auseinanderzusetzen. Dass sie sich auf seinen Geburtstag gefreut, oder gar etwas vorbereitet hatte, glaubte er ihr ohnehin nicht mehr. Wer sich so benahm, dem konnte nicht viel an diesem widerwärtigen Tag liegen.
Während er über dies nachdachte, fand Noah seine Sprache wieder. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Minuten. Hatte der Junge Sprachstörungen oder warum brauchte er immer so lange für eine Antwort? Lediglich das Kreischen und die Schnappatmung fehlten, dann wäre er als Fangirl durchgegangen. So jedoch konnte Isaac ihn weiterhin nur schwer einschätzen, was nicht gerade zu seinem Wohlwollen beitrug. Die wohl eher rhetorisch gemeinte Frage des Azubis quittierte der Bereiter mit einem kaum merklichen Hochziehen der Augenbraue, ehe sein Blick etwas mehr Interesse zeigte, als Noah von seiner Familie zu sprechen begann. "Und deine Familie trägt welchen Namen?" Möglicherweise handelte es sich sogar um Bekannte, wenn die Familienmitglieder denn so vielseitig im Reitsport unterwegs waren wie Noah erzählte. Dennoch würde es Isaac nicht wundern, wenn der Jüngere jetzt einen Rückzug machte und beichtete, dass es doch eher kleine Turniere waren, auf denen sie ritten. So war es doch zu oft, wie Isaac immer wieder feststellen durfte. "Reiter, die Eleganz und Geschwindigkeit mit Perfektion verbinden. So so." Ein wenig spöttisch klang das eigentliche Model schon, als seine grauen Augen fast ein wneig amüsiert aufblitzten, ehe sie sich von Noah abwandten, das Halfter neben der Box ergriffen und dann das Tor zu eben jener aufschoben. Oxygen Masquerade hob augenblicklich den Kopf und begrüßte ihren Reiter mit einem Schnauben. Bereitwillig ließ sich die Rappstute das Halfter anlegen und vor der Box anbinden, jedoch schenkte sie Noah einen misstrauischen Seitenblick und tänzelte wie immer divenhaft herum, was Cloud dazu brachte auf der anderen Seite der Stallgasse die Ohren anzulegen und die Zähne zu zeigen, ehe sie genervt auf den paddock entschwand.
"Und du wolltest nun was? Cloud betrachten, einmal ein Spitzenpferd berühren, um Reitstunden fragen, einen Hufabdruck bekommen?" Trotz ihrer Herumhampelei gelang es Isaac die Hufe der Selle Francais Stute auszukratzen, ohne dabei von ihr über den Haufen geworfen zu werden. Wahrscheinlich stimmte es sogar, dass Oxygen nicht nur bei den Pferden, sondern auch bei den Menschen das unbeliebteste Wesen im Stall war, doch den Briten schien das weder zu stören, noch irgendwelche Probleme zu bereiten. Er liebte Pferde mit starkem Charakter und Oxygen war genau das, wenngleich sie regelmäßig furchteinflößend wirkte, wie jetzt, wenn sie sich aufbaute und herablassend auf ihr Gegenüber hinabschaute. Mit einem Kopfschütteln löste Isaac den Strick von der Boxenwand und wartete noch Noahs Reaktion ab. Wie viel Respekt würde dieser vor einem Pferd wie Oxygen haben? Und vielmehr: was wollte er eigentlich genau?


{Noah}
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 18:49

Durchaus hätte die Stunde mit William und Red Ball besser verlaufen können, als sie verlaufen war. Denn beide hatten genug Talent, um mehr zu zeigen, als das was sie heute gezeigt hatten. Aber es gab eben auch für jedermann schlechte Tage im Leben und ein solcher war heute offenbar für das neue Team gewesen. Natürlich hatte Lawrence hierbei Verständnis dafür, dass sich Pferd und Reiter ersteinmal aufeinander einstellen und zueinander finden mussten, doch ihre heutigen Versuche waren schon nahezu kläglich gewesen. Dennoch wollte er hier niemandem einen Vorwurf machen; mit der Zeit würden sich diese Startschwierigkeiten sicherlich von selbst erledigen, denn William hatte ein Händchen für Pferde und war daher mit Lewandje und Red Ball gut bedient. Zwar war es einerseits schade, dass der intelligente Lipizzaner den Reitschulbetrieb verlassen hatte, aber zugleich freute sich Lewis auch für ihn und Will, dass sie nun eine gemeinsame Zukunft hatten. Sie hatten sich im letzten jahr so toll entwickelt, dass er und Becca einfach nicht anders konnten, als William Lewi - wie er ihn so liebevoll nannte - zum Verkauf zu stellen. Bedauerlch war dabei nur, dass William Stella dafür abgeben musste, was sicherlich nicht die Absicht der Hofleiter gewesen war. Aber die Eltern des Azubis hatten es so gewollt, wenngleich ihr Sohn unter der Trennung zu leiden schien.
Da sich sein einstiger Kollege Guillén Jozé nach dem letzten Lehrjahr abgemeldet hatte, war ebenfalls ein Verlust für den Hof. Somit hatte Lawrence jetzt auch noch dessen Schüler Raven Blackwater zu unterrichten, der zwar ähnlich verschiwegen und schüchtern wie William war, aber weitaus weniger Selbstzweifel zu haben schien. In diesem Jahr hatte der Hofleiter also alle Hände voll zu tun, sodass er nun Zuflucht im Stall bei seiner Stute suchte, die ihm immer ein Fels in der Brandung war. Er wollte ausreiten gehen, um mal wieder den Kopf frei zu bekommen und auch insbesondere nach den aufregenden Tagen der Hochzeit und der Lehrjahresplanung wieder etwas Ruhe und Zeit für sich finden. Und wo ging das besser als auf dem Rücken eines Pferdes in der Natur? Glücklicherweise war er ohnehin schon im Reitoutfit unterwegs, denn auch wenn er Stunden gab, trug er stets Hosen und Stiefeletten, die er nun gegen seine Freizeitstiefel eingetauscht hatte. Butterfly hatte ihn fröhlich wie immer begrüßt und ihre Putzmassage genossen, sodass sie jetzt noch immer halb dösend da stand, während Lewis ihr die Gamaschen umlegte.
Im Stall war noch reger Betrieb, denn viele kamen gerade von der Stunde zurück und schnappten sich nun ihre eigenen Pferde, um diese noch zu bewegen. Deshalb würden auch die Plätze und die Halle jetzt voll sein, weswegen eine Runde im Gelände weitaus mehr Zweisamkeit versprach, als ein ordentliches Training. Zumal seine Stute in den letzten Tagen hart genug trainiert worden war. Er hatte schließlich noch die freie Zeit gehabt, die nun für den Unterricht drauf ging.
Voller Vorfreude auf den bevorstehenden Ausritt merkte der Hofleiter gar nicht, dass sich ein wohlbekanntes Gesicht näherte und vor der Box stehen blieb. Butterflys Ohren stellten sich augenblicklich auf und sie hob müde eines ihrer Lider. Als sie erkannte, um wen es sich bei dem Besucher handelte, schloss die lammfromme Stute das Lid wieder und döste weiter, während ihr Reiter noch an ihrem Beinschutz herumhantierte und keine Notiz von seinem besten Freund nahm.


{<-DRESSURVIERECK | Butterfly | Gedanken | bemerkt Chris nicht}
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http://heavenmeadowsstable.forumieren.com
Dr. Christian Ackles



BEITRÄGE : 68
ALTER : Die ersten leichten grauen Haare zeigen sich bei dem 37 Jährigen
HERKUNFT : Trotz multikulturellen Eltern ist er ein waschechter Amerikaner
BERUF : Chris ist der Arzt an der HMS und mit Leib und Seele Vater

BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 19:18

Drei Wochen lang waren Chris, Dana und ihre gemeinsame Tochter Joy unterwegs gewesen. Neben den Pflichtbesuchen bei den Eltern und Geschwistern, einer Klettertour mit seinem Bruder und einer Woche Strandurlaub mit seinen beiden Mädels, hatte inzwischen der Alltag Einzug erhalten.
In der Klinik war reger Betrieb und fast machte es den Anschein, als hätten alle Patienten nur darauf gewartet, dass Dr. Ackles aus seinem Urlaub zurück kam, den die Erholung war längst hinüber.
Auch Dana war wieder voll im Arbeitsmodus und für die kleine Joy hatte ihr zweites Kindergartenjahr begonnen. Zum Glück ging die kleine Maus gerne dort hin und machte ihren Eltern was das anging keine Probleme.
Die Nachmittage waren noch für den jungen Mediziner reinste Erholung denn es standen nur hier und da ein paar Gesundheitschecks bei den Ballsportlern an und den einen oder anderem schüler hatte er bereits eine Impfung verpasst oder das eine oder andere Wehwechen versorgt.
Ansonsten verbrachte Christian seine Tage damit sich räumlich auf das Jahr vorzubereiten und die neuen schüler kennen zu lernen.
Auch mit Charlie hatte er bereits Bekanntschaft gemacht. Immerhin würde er besonders mit dem Fußballtrainer zusammen arbeiten.
Die Hochzeit seines besten Freundes hatte er natürlich nicht verpasst.
Der Tag war wunderschön gewesen und hatte Chris und seine Dana wieder an ihre Trauung erinnert und erneut war ihm von seiner Frau vorgeworfen worden, dass sie zwar standesamtlich geheiratet hatten und anschließend im Kreise der Familie und mit den engsten Freunden gefeiert hatten, aber das sie doch gerne noch irgendwann mal, eine kirchliche Trauung haben wolle.
Chris hatte sich das gerede angehört, genickt und verdrängt... denn daran glaubte er nicht mehr so wirklich. Zeitlich waren beide sehr eingespannt und Joy nahm die restliche Zeit in anspruch.
So ähnlich war auch der heutige Tag verlaufen.
Chris hatte Joy auf dem Weg ins Krankenhaus in der Kita abgesetzt und auf dem Rückweg abgeholt. Schnell was zu Essen für sich, Dana und die Kleine gemacht und dann wars raus gegangen. Zwei Schüler hatten sich zum Impfen angemeldet, ein Sportcheck war angestanden, bei dem Joy ihm ganz toll assistiert hatte und schon war der Nachmittag fast wieder rum und Dana übernahm die Kleine.
Kurz hatte Chris überlegt joggen zu gehen, doch dann hatte er sich dazu entschieden mal wieder die Reitklamotten auszupacken und seinen besten Freund aufzusuchen.
Vielleicht würde Lewis ihm ja Gesellschaft leisten, bei einer gemütlichen Runde und wenn nicht, so hoffte er doch wenigstens ein braves Pferdchen zu bekommen.
Entspannt schlenderte Chris also durch den Stall, grüßte Isaac im Vorbeigehen und blieb schließlich vor Butterflys Box stehen und lehnte sich an.
Mit einem breiten Grinsen im Gesicht beobachtete er seinen Freund, wie dieser die Gamaschen an den Beinen seiner Stute befestigte.
"Wenn du so weiter machst, dann kann ich dich demnächst wegen Rückenprobleme behandeln mein Lieber. Rückenschonend sieht anders aus!", tadelte Chris leicht und lachte dann.
Wirklich viele Gelegenheiten zum Quatschen hatten er und Lewis seit der Hochzeit nicht gehabt.
"Willst du trainieren oder bummelst du mit mir etwas durchs Gelände? Wenn ein Pferd frei ist versteht sich!", fragte er und hielt der Stute seine Hand hin ehe er ihr snaft über die Stirn streichelte.


(Einsteigspost/ Rückblick/ Spricht Lewis an)
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Lawrence McKinley
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BEITRÄGE : 924
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 19:39

Zeitweise war es gar nicht so einfach, alles unter einen Hut zu bekommen, wenn man neben Job und Hobby auch noch versuchte, eine Wohnung fertig einzurichten. Zwar war Lewis' Job zugleich siene Berufung und relativ eng mit seinem Hobby verknüpft, aber dennoch hatte er jeden Tag zu arbeiten, ehe er sich wohlverdient auf den Rücken seines Pferdes schwingen konnte. Mit dem Einrichten der gemeinsamen Wohnung hatten er und Rebecca schon begonnen, als nahezu alle Azubis und Kollegen im Urlaub gewesen waren, doch der Feinschliff fehlte noch und die letzten Kartons wollten ebenfalls ausgepackt werden. So hatten sie er am Tag zuvor einen ersten kleinen Krach gehabt, weil Becca unbedingt eine neue Teekanne kaufen wollte, obwohl sie davon schon mehr als genug besaßen, wie Lawrence fand. Seine Frau war da aber ganz anderer Ansichten und hatte unbedingt diese Kanne haben wollen, sodass sie sich ein wenig in die Wolle bekommen hatte, weil keiner von seinem Standpunkt abrücken wollte. Eigentlich fanden sie immer einen Kompromiss, aber aufgrund des Stress' in letzter Zeit lagen die Nerven etwas blank und man wollte seine Meinungen nur ungern noch einmal überdenken.
Derartige Streitigkeiten konnte wohl sein bester Freund am Besten nachvollziehen, denn er und Dana hatten schon einige Ehejahre hinter sich und hatten auch an der Hochzeit wieder überglücklich gewirkt. Aber Lewis wusste, dass es auch bei ihnen mal krachte, was jedoch nie Anlass zu einem Großkrieg war. Besagter Freund stand nun unmittelbar vor seiner Box, wurde freundlich von Butterfly angesabbert, die sich inzwischen aus ihrer Schlaflethargie befreit hatte und meckerte auch zugleich an lewis' Körperhaltung herum. Mit einem Grinsen tat der Hofleiter dies ab, denn Ratschläge wie diese, ließ Chris bei jeder erdenklichen Gelegenheit verlauten. "Darfst du zuhause wieder nicht mehr meckern, dass dich Dana zu mir geschickt hat, oder wie? Ich bin 51 Jahre und habe noch keine Beschwerden mit meinem Bewegungsapparat." Die Worte kamen unter einem Lachen hervor und kurzerhand trat er zu dem Freund und Kollegen und begrüßte ihn per Handschlag und knapper Umarmung. "Tatsächlich wollte ich auch eine Runde im Freien drehen, die Dame hier hat die letzten Tage genug gearbeitet, sodass du uns gerne ein wenig Gesellschaft leisten kannst." Der Brünette trat aus der Box und blickte die Stallgasse hinunter, ehe er sich wieder Chris zuwandte, als sich seine Vermutung bestätigt hatte. "Die Hofpferde sind alle draußen auf den Koppeln. Ich kann dir ohnehin nur die anbieten, die nicht vermittelt sind, aber ich denke dein Anforderungsprofil ist noch immer das Gleiche?! Nicht zu klein, trittsicher und entspannt im Umgang. Godspeed, Philharmonika oder Elvis sind weder vermittelt noch heute bewegt worden, soweit ich weiß. Damien hat sich heute ersteinmal die Vielseitigkeitspferde vorgenommen. Such dir einen der drei aus; die Namen kannst du hoffentlich alle zuordnen. Wir treffen uns dann am Springplatz, ok?" Damit klopfte er Chris noch einmal freundschaftlich auf die Schulter und wartete seine Antwort ab, bevor er in Richtung Sattelkammer entschwand. Manchmal mochte man gar nicht glauben, dass dieser energiegeladene mann schon über 50 war...


{Gedanken an Becca | bemerkt Chris | GEspräch | Verabredung}
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Dr. Christian Ackles



BEITRÄGE : 68
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HERKUNFT : Trotz multikulturellen Eltern ist er ein waschechter Amerikaner
BERUF : Chris ist der Arzt an der HMS und mit Leib und Seele Vater

BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 20:01

Chris schnaubte leicht, als Lewis ihn neckte, erwiederte dann aber den Handschlag und hatte sein Grinsen schnell wieder gefunden.
"Ne, ich hab nur Joy freie Zeit und die wollte ich mit meinem besten Freund verbringen!"; lachte Chris. "Aber mal im Ernst mein Guter, du wirst auch nicht jünger und nur weil du mir fast 20 Jahre voraus hast, heißt dass noch lange nicht, dass da nichts mehr kommt! Sonst muss ich da mal mit Becca reden!", drohte Chris lachend. Ernst gemeint waren die Neckereien zwischen den beiden nie.
Ab und an tat es einfach mal gut, nur unter Männern zu sein.
Kurz ließ Chris sich die Namen durch den Kopf gehe, ehe er nickte. "Klar, dann nehm ich Elvis!", entschied er spotan. Mit dem Wallach war er letztes Schuljahr ebenfalls des öfteren im Gelände unterwegs gewesen und ganz gut damit klar gekommen. Etwas sensibel der gute, aber ansonsten ein tolles Pferd, was einen Hobbyreiter wie Chris sicher durchs Gelände brachte.
"Damian? Der neue Trainer oder? Dana hat von ihm erzählt. Klar, dann nehm ich Elvis und wir treffen uns gleich da. Ich beeil mich, damit die Dame und der alte Herr nicht warten müssen!"
Grinsend verschwand Chris zur Koppel und holte Elvis ab.
Nach einer kleinen Leckerchen Bestechung blieb der Wallach brav stehen und ließ sich putzen und satteln.
Chris sah kurz zu Lewis und schüttelte amüsiert den Kopf. Fast 20 Jahre lagen zwischen den beiden und trotzdem verstanden sie sich so gut. Lewis stand ihn immer mit Rat und Tat zur Seite und hatte immer ein offenes Ohr, wenn es doch mal, zwar selten, aber ab und an krachte. Joy liebte Lewis ebenfalls sehr und sah ihm besonders gerne beim reiten zu.
Das die Beiden sich gerade mal knapp 4 Jahre kannten glaubte auch keiner, denn inzwischen konnten sie sich Blicke zuwerfen, besonders wenn die beiden Frauen mit am Tisch saßen und der Andere verstand zu 100% was der gegenüber dachte.
Chris grinste in sich hinein und legte die Gamaschen an. Dana hatte bei ihm ganze Arbeit geleistet. Er saß seit fast 20 Jahren im Sattel, wenn auch unregelmäßig und inzwischen konnte er doch so einiges.
Als Elvis fertig gesattelt und getrenst war, setzte Chris sich den Helm auf und führte das Pferd aus dem Stall, wo er nachgurtete, aufsaß und zum Springplatz rüber ritt.


(Gespräch mit Lewis/ Elvis/ Reitet zum Springplatz)


Zuletzt von Dr. Christian Ackles am So 13 Sep 2015 - 21:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Finnian McAllen
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Beruflich habe ich mit 23 noch einiges vor.

HERKUNFT : Mein Ursprung liegt in den unberührten Weiten NEUSEELANDS, dort wo Natur noch Natur ist.
AUSBILDUNG : Wahrscheinlich ist PFERDEPFLEGER nicht mein endgültiger Beruf, aber er ist eine Bereicherung.

BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 21:11

[die Reitschulpferde stehen doch alle auf Koppel und nicht in der Box, wei Lewis Chris in meinem letzten Post mitgeteilt hat Wink]
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Dr. Christian Ackles



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BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 21:20

Habs geändert xD
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
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BeitragThema: Re: Boxen   So 13 Sep 2015 - 21:42

Tadelnd war der Blick, der Chris strafte, als dieser anbrachte, er würde einmal mit Becca reden müssen, wenn Lewis nicht auf seine Gesundheit achtete. Dabei konnte man dem schon etwas älteren mann wahrlich nicht vorwerfen, dass er keine Acht auf seine Gesundheit gab. Er würde sie niemals aufs Spiel setzen, er stellte sie lediglich gerne hintenan, wenn es wichtigere Dinge zu erledigen gab. "Jetzt muss ich mir schon Ratschläge von meinen Untertanen geben lassen, die mir dann auch noch drohen." Er meinte diese Worte nicht ernst, denn mit Chris neckte er sich gerne einmal und gemeinsam schienen die beiden vollkommen andere Menschen zu sein, einfach weil sie viel lockerer miteinander umgingen. Sonst waren beide Männer doch eher ernst und seriös und nicht zwingend die Spaßvögel auf dem Hof, oder gar Personen, auf deren Kosten man Witze reißen sollte. Aber zusammen gab es kein Halten mehr und da wurde der andere auch schon mal ordentlich auf's Korn genommen. Ohne, dass man ein schlechtes Gewissen haben musste.
Grinsend trat Lewis zu Butterfly in die Box, während Chris sich entfernte, um Elvis zu holen. Den Lusitano Wallach war er bereits im zuvorigen Jahr einige Male geritten und schien einen Narren an dem Falben gefunden zu haben, der durch seine Statur und Fellfarbe zu sehr an die legendäre Dreamworksfigur Spirit erinnerte. Leider hatte sich auch dieses Jahr kein Azubi für den einfühligen Wallach gefunden, was wiederum Glück für Chris war, dem sein Lieblingspferd noch ein wenig erhalten blieb. Noch im Gehen erkundigte sich der Arzt nach dem neuen Pferdetrainer, woraufhin Lawrence noch einmal kurz den Kopf aus der Box streckte. "Ganz genau. Deine Frau ist ja bestens informiert. Das haben diese Geschöpfe wohl so an sich." Erneut mit einem tadelnden Blick fügte er hinzu: "Der alte Herr lässt dich gleich alleine ausreiten." Dann war sein Kopf auch schon wieder verschwunden, nur um wenige Minuten später wieder aufzutauchen, als er in Richtung Sattelkammer ging und sich dort Sattel und Trense holte. Seine Bayerstute wartete schon, als er zu ihr kam, behutsam den Sattel auf ihren kurzen Rücken legte und sie dann auftrenste. Draußen vor dem Stalltor stieg der Hofleiter dann auf, jedoch nicht, ohne vorher in seine Reithandschuhe zu schlüpfen und den Helm aufzusetzen. Man wollte doch ein Vorbild sein und auch wenn er seine Stute kannte, so blieb sie immer noch ein Pferd und Pferde waren Fluchttiere, die immer erschrecken konnten.

Im Schritt ging es anschließend zum Springplatz, wo er nachgurtete, während er auf Chris wartete, der gar nicht mal so lange brauchte wie vermutet. Elvis stolzierte schon dahin wie man es von ihm kannte und begrüßte Butterfly mit einem kurzen Nasenschnobern. Die beiden verstanden sich glücklicherweise prächtig, zumal sie sehr umgängliche Pferde waren, die nahezu mit jedem klarkamen. Aber ein paar Ausnahmen gab es ja immer. "Irgendwelche bestimmten Routenwünsche, mein Jungspund?" War es nicht immer am Besten jemand mit den eigenen Waffen zu schlagen?


{Chris | macht Butterfly fertig | ->Wald}
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Lillian Adams
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ALTER : Die "Kleine" ist schon stolze, mutige 22 Jahre alt - wie die Zeit rast!
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AUSBILDUNG : Lillian hat es zwar schon geschafft, sich als Reiterin in der Branche einen Namen zu machen, doch jetzt will sie auch die Ausbildung zur Vielseitigkeitstrainerin hinter sich bringen.

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 2 Okt 2015 - 9:31

Lillian war schon als Kind und als Jugendliche für ihre Tollpatschigkeit bekannt. Sie hatte immer schon unglaublich viel Energie besessen, die auch scheinbar nicht enden wollte. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen ihrem unglaublichen Maß an Neugierde und Wissbegierigkeit hatte sie keine sonderlich lange Aufmerksamkeitsspanne. Okay, das war nicht richtig - aber sie ließ sich schnell und gern von etwas ablenken, das interessanter war. Zum Beispiel guckte sie seltenst dorthin, wo sie langgehen wollte - und das hatte besonders früher dafür gesorgt, dass sie oft mit der Nase zuerst in irgendwas reinlief, über Zeug stolperte oder sich einfach mal ungebremst aufs Maul legte. Und natürlich war das mit der Zeit besser geworden; aber an Tagen wie heute, wo die Gedanken einfach zu laut waren, um damit klarkommen zu können, war es einfach vorprogrammiert, dass so etwas passierte.
Sie hätte damit rechnen müssen.
Aber das hatte Lilly nicht, und deswegen musste dieser arme Mensch, dem sie gerade gegenüber stand, jetzt leiden. Sie wusste ja, dass nichts passiert war, aber peinlich war es ihr schon. Immerhin waren sie beide voll beladen mit irgendwelchem Pferdezeug, und das hätte ordentlich in die Hose gehen können, wenn der junge Mann, in den sie reingerannt war, nicht aufgepasst hatte. Zum Glück hatte er aufgepasst - und zum Glück war er ihr nicht böse. Klar, sie hatte sich sofort entschuldigt. Aber ein paar der Menschen, die hier rumkurvten, waren garantiert nicht so freundlich. Hier liefen ein paar Schreckschrauben rum, die Lilly längst so klein mit Hut gemacht hätten.
Was allerdings komisch war, war die Tatsache, dass der Mann, der sich einen Atemzug später als Finnian McAllen vorstellte, mit seiner Aussage, worauf sie in Zukunft achten sollte, so ins Schwarze traf - und ihren Namen kannte er auch noch! Zugegeben, das brachte sie zum Stutzen. Klar, sie hatte sich ihren Namen erkämpft; aber noch war sie keine der so großen Reiterinnen, dass man sie schon hier und da und überall erkannte. Außer man las die Fußballklatschblätter, in denen man sie schon öfter an Leons Seite abgelichtet hatte ... was war sie froh, dass er sein Privatleben größtenteils da raus ließ. Aber das tat ja gerade nichts zur Sache; was sie eher interessierte war, warum der Mann, dessen Hand sie nun ergriff, um sie zu schütteln, so viel über sie zu wissen schien.
"Lillian Adams, freut mich - aber das wissen Sie ja schon? Woher, überhaupt? Kennen wir uns?", fragte sie, offensichtlich perplex. Für den Moment war die Angelegenheit mit Leon mal wieder in den Hintergrund gerückt. Finnian bot ihr gerade ein viel interessanteres Futter. "Lillian reicht übrigens, bevor da irgendwas anderes kommt. So alt bin ich auch wieder nicht - auch wenn ich gedankenverloren wie eine alte Frau bin."

{ Zusammenkunft mit FINNIAN }
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Noah Shoemaker
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I've been a JOCKEY all my life - now I'm fighting for my US license.


BeitragThema: Re: Boxen   Fr 2 Okt 2015 - 12:42

Eigentlich war Noah kein Mensch, der viel herumdruckste. Er konnte nicht anders als klare Fragen zu stellen und klare Antworten zu geben. Eigentlich war er ein Mensch, der sich nicht mit irgendwas aufhielt, das ihm kostbare Zeit raubte - weswegen er auch nur allzu oft als arrogant und herablassend, gar rücksichtslos bezeichnet wurde. Ja, er sagte halt gerade heraus was er dachte, auch, wenn das sein Gegenüber durchaus verletzen könnte. Und er war halt so ein Biest und gab sich nicht mit Menschen ab, die ihn nicht interessierten, machte da keinen Hehl raus. Er verstand nicht, wie Menschen sich mit sowas aufhalten konnten.
Und trotzdem stand er jetzt hier, und bekam einfach nicht das raus, was er sagen wollte. Er wusste nicht, was ihn an Isaac so einschüchterte. Eigentlich war er an unfreundliche, reiche Arschlöcher gewöhnt, die einen behandelten, als wäre man minderwertig - er war selbst ein solcher Drecksack, er kannte das Verhalten nur zu gut. Selbst wenn er es nicht selbst wäre, war er darüber hinaus in einer solchen Society aufgewachsen; spätestens da hätte er gelernt, wie man damit umzugehen hatte. Ihn schüchterte sowas nicht mehr ein. Was also war es? Isaac war nur ein stinknormaler hochnäsiger Spitzensportler ... bis auf die Tatsache, dass er Noahs Bruder war.
"Shoemaker", antwortete Noah sofort - er war es gewohnt, nach seiner Fami- Adoptivfamilie gefragt zu werden, und so kam die Antwort wie von selbst. "In der australischen Sportszene recht weit verbreitet." Ihre Pferde waren Markenzeichen, ihr Name ein Symbol für Kraft und Können - nicht nur bei den Pferden, sondern auch zu Pferde. Dass Noah trotz der fehlenden Blutsverwandtschaft da rein passte, war ein halbes Wunder.
Die nächste Frage warf ihn wieder etwas aus der Bahn. Was wollte er hier? Das war eine gute Frage. Er wusste selbst nicht, was er wollte - wusste nicht, ob er bereit war, die Karten offen zu legen. Isaac Haber war nur ein Fremder für ihn, nur ein Name, der in vielen Zeitungen und hinter den Namen von ein paar Spitzenpferden hier im Stall stand. Noah wusste nichtmal, ob er wirklich bereit war, die Tatsache zu akzeptieren, dass er einen Bruder hatte; und dann auch noch Isaac als Bruder. Es war weit verbreitet, dass er ein ganz schönes Ekelpaket sein konnte. Andererseits, was hatte Noah zu verlieren? Das einzige, was passieren konnte, war, dass Isaac ihn für verrückt erklärte, weil er keinen Bruder hatte oder von keinem wusste. Aber dann könnte Noah vielleicht zumindest wieder ruhig schlafen, weil er es zumindest versucht hatte.
"Eigentlich wollte ich ja nichts vom Pferd, sondern viel eher vom Reiter.", sagte er also, und die Worte kamen ziemlich schnell zum Vorschein - Noah war überrascht, dass er keinen Knoten in der Zunge hatte. Und wenn er nicht so nervös gewesen wäre, wäre ihm sicher peinlich gewesen, wie nervös er klang; wie ein kleiner, unwissender Fan. Aber das bemerkte er nur am Rande. Immerhin ging es jetzt gerade um die Wurst. Oder um den Bruder. "Es gibt da etwas, das du wissen solltest."
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{ Gespräch mit ISAAC }
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Isaac Haber



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JUNG GENUG, UM WIE 26 AUSZUSEHEN.

HERKUNFT : DAS, WAS EINER HEIMAT AM NÄHSTEN KÄME, IST UND BLEIBT LONDON IM LAND DER QUEEN.
BERUF : ALS BEREITER NEIGT MAN BEINAHE DAZU, GRAUE HAARE ZU BEKOMMEN.

BeitragThema: Re: Boxen   Sa 3 Okt 2015 - 18:25

Brausend stob das impulsive Schnauben aus den schwarzen Nüstern, als der junge Mann gegenüber des Rappstutenreiters eine Bewegung machte. Die Schwarze tänzelte, riss den Kopf in die Höhe und man mochte meinen, sie hätte sich im Genick verworfen, so wie sie umhersprang. Anstatt aber einzugreifen, ließ Isaac die Stute gewähren, betrachtete sie mit ernstem Blick und schien sie beinahe wie ein Beutetier zu fixieren, was nicht zwingend zu einem ruhigeren Pferd führte. Jeder, der einmal mit Oxygen Masquerade gearbeitet oder mehr zu tun gehabt hatte, als nur eine knappe Begrüßung, wusste jedoch, dass die Selle Francais Dame sich auch durch beruhigende Worte nicht beruhigen ließ. Es sei denn, sie wollte beruhigt werden. Zugegeben, war die Schwarze ein regelrechtes Miststück, das liebend gerne alles kurz und klein gehauen hätte, hätte es die Möglichkeit dazu gehabt. Deswegen war es wohl weitaus weniger verwunderlich, dass Haber ihr Reiter war, gab er sich selbst nur selten freundlicher als es seine Stute zu tun pflegte. Somit erschienen die beiden als das perfekte Team und doch hatten die Weltspitze noch nicht aus den Händen Scott Brash's entwenden können, was bedauerlich und anspornend zugleich war. Dies ließ dafür keinerlei Zweifel offen, dass die beiden bereit waren und dem Landsmann und seinem Hello Sanctos den Kampf ansagten, den Haber selbst vor einiger Zeit mit Cloud noch gewonnen hatte. Aber wie so vieles, hatte auch dieser Kampf eine zweite Runde und die würde wohl spätestens bei Olympia in vollem Gang sein.
Bevor jedoch sonderlich viele Gedanken an besagten Medaillenkampf gerichtet werden konnten, galt es ersteinmal, diesen Jungen irgendwie abzuschütteln. Noah erwies sich als hartnäckig und war vermutlich einer der Fans, die niemals locker ließen. Zudem ging von ihm eine unglaubliche Unruhe aus, die sich auf Oxygen regelrecht zu übertragen schien, sodass die Stute abermals heftig am Strick ruckte, dem Griff ihres Besitzers aber auch jetzt nicht entkam, wenngleich sie jedes Mal auch einen heftigen Ruck durch Isaac's Körper sandte. "Shoemaker...ich glaube ich habe schon davon gehört. Auf dem australischen Kontinent bin ich selten unterwegs. Zu wenig hoch angesehene Turniere. Aber schön, wenn sich deine Familie dort etablieren konnte. Für mich zählt leider der europäische und amerikanische Turniermarkt weitaus mehr. Er ist einfach lukrativer und anspruchsvoller." Der etwas überspitzte Ton in der Stimme des 26-Jährigen war keineswegs zu überhören, doch konnte man dies ebenso seinem britischen Gemüt zuordnen wie seiner Arroganz. Wenn er auch Recht haben mochte, mit dem, was er sagte. Shoemaker war ihm zwar ein Begriff, sonderlich viel konnte er aber mit dem Namen dennoch nicht anfangen. Sie waren weitaus mehr für ihre flinken Rennpferde bekannt und weniger in der Spring- oder Vielseitigkeitsszene zu finden, in der Isaac die Wettkämpfe aufmischte. Aber das Gespräch über die Herkunft des Jockeys war auch rasch wieder beendet, indem er das Thema wechselte. Eigentlich hatte Isaac gehofft, ihn nun endlich loszuwerden, aber der Brünette führte offenbar gerne Smalltalk mit vermeintlichen Idolen, was Isaac innerlich die Augen rollen ließ. So kam Oxygen nie aufs Gras, wenn das so weiterging...
"Aha", kam es trocken über die schmalen Lippen des Bereiters, dessen unangenehmer Blick zunehmend härter wurde, während Noah sich wie ein Fangirl benahm. Zwar fand er jetzt schneller seine Sprache, doch das bedeutete noch lange nicht, dass er sich besser im Griff hatte. Nun wollte er ihm also auch noch etwas sagen! Warum tat er das nicht einfach, sondern musste es erst noch groß ankündigen? Und vor Allem, was sollte er, Isaac Haber, schon wissen müssen, was Noah Shoemaker ihm sagen wollte? Vielleicht welch unglaublich ergebener Fan vor ihm stand? Er hatte bei Weitem Wichtigeres zu tun und räusperte sich auffordernd, damit Noah zügig mit der Sprache herausrückte. Konnte das denn so schwer sein?


{Oxygen | Gespräch mit Noah}
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Luke Colins
1. Lehrjahr


BEITRÄGE : 84
ALTER : Ich bin noch junge 24 Jahre alt
HERKUNFT : Durch und durch ein Amerikaner
AUSBILDUNG : Ich bin der Capitan des Fußballteams der HMS

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 9 Okt 2015 - 21:20

Jetzt war Luke schon eine ganze Weile an der HMS und er und Bacardi hatten sich eingelebt. Die Möglichkeiten, sie sich hier boten waren einfach unglaublich, sowohl Fußballtechnisch, als auch fürs Dressurreiten. Das Meer war vor Ort und Möglichkeiten zum Ausreiten gab es hier in hülle und fülle.
Das heutige Fußballtraining war rum und wieder mal hatte Luke sich wahnsnnig über Camille ärgern müssen. Er blieb eben einfach bei der Meinung, das Frauen nicht beim Fußball verloren hatten und schon gar nicht in einer Männermannschaft mitspielen sollten. Leider waren sowohl Charlie, als auch Mister McKinley anscheinend anderer Meinung.
Luke würde also die Saiison mit einer Frau im Team bestreiten müssen. Da würde noch einiges auf den Kapitän zukommen. Ansonsten war das Team wirklich gut, sie hatten einige sehr begabte Spieler in ihrer Mannschaft und Charlie war ein wahnsinnig guter Trainer, der seine Mannschaft im Griff hatte.
Luke selber hatte sich inzwischen wirklich einen Ruf in der Mannschaft erarbeitet und bis auf Camille nahmen ihn alle Ernst und sahen in ihm wirklich den Leitwolf des Teams.

Gedankenverloren schlenderte er durch die Stallungen, vorbei an einigen ihm unbekannten Gesichtern, hin zum einzigen weiblichen Wesen, welches wohl je wirklich sein Herz berührte. Bacardis wunderschöner Kopf erschien über den Boxentür und leise schnaubte sie ihrem Besitzer zu.
"Hallo mein Mädchen!"; begrüßte er sie leise und hielt ihr ein Leckerchen hin, welches sie vorsichtig von seiner Hand nahm.
Er öffnete die Boxentür und nachdem er der Stute Halfter und Strick angelegt hatte, holte er sie aus der Box. Bacardi hatte heute ihren freie Tag und durfte nachher noch eine weile auf die Koppel, vorher wollte Luke sie aber ausgiebig putzen und danach vielleicht noch ihr Sattelzeug sauber machen. Das war mal wieder dringend nötig.
Schnell holte er ihr Putzzeug und begann dann mit einer weichen Bürste das schwarze Fell der Stute von Staub und Schmutz zu entfernen. Bacardi genoss diese Behanldung sichtbar, denn sie entlastete ein Bein, der Kopf hing und die Augen waren entspannt geschlossen. Nur ab und an schlug sie mit dem Schweif um die lästigen Fliegen los zu werden.
Luke konzentrierte sich so sehr auf sein Pferd, das er gar nicht bemerkte, wie sich der Stallmeister näherte.


(Einstiegspost/ Putzt Bacardi, bermerkt Eric nicht)


Zuletzt von Luke Colins am Fr 9 Okt 2015 - 22:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Leonardo Fabbri
Admin


BEITRÄGE : 830
ALTER : IN DER BLÜTE DES LEBENS IST MAN DOCH MIT 24
HERKUNFT : DIE MENSCHHEIT HAT NUR EINEN URSPRUNG, DAS IST KLAR. DER LIEGT IN ROM AUCH DAS IST WAHR.
BERUF : VON UNTEN NACH GANZ OBEN: ALS PROFIFUSSBALLER LÄSST ES SICH DURCHAUS LEBEN.

BeitragThema: Re: Boxen   Fr 9 Okt 2015 - 21:40

Kurze Anmerkung: Fabbri trainiert nicht mit den Azubis, sondern seperat Wink er ist ja schon Profi
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