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 Round-Pen

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Lawrence McKinley
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BEITRÄGE : 981
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Round-Pen   Mi 22 Jan 2014 - 20:36


Im Round-Pen kann man mit dem Pferd Bodenarbeit betreiben, oder es aber auch mal ein paar Runden auch einfach nur "fetzen" lassen. Vor Allem junge Pferde werden hier in der Anfangsphase trainiert, ehe sie mit ihrem Reiter auf den Platz dürfen. Natürlich steht das Round-Pen jederzeit zum Longieren offen, doch sollte zur Sicherheit aller beachtet werden, dass nie mehrere Pferde auf einmal trainiert werden, insbesondere wenn diese sich nicht kennen.
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 8 März 2014 - 14:39


PLOT 3

Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Es ist so weit! Nachdem das erste Quartal des Ausbildungsjahres für die Azubis geschafft ist, steht nun das erste große Turnier an. Hier werden erstmals die Leistungen der Auszubildenden von international anerkannten Richtern beurteilt und bewertet. Dass das relativ bekannte Drei-tägige-Februar-Turnier dieses Jahr auf den Heaven Meadows Anwesen ausgetragen wird, gibt natürlich einen zusätzlichen Push, lastet jetzt auch noch der Druck der Erwartungen der Hofleitung auf den jungen Menschen.
Die Reitlehrer sind dennoch zuversichtlich, dass ihre Schützlinge gut abschneiden werden, obwohl die Konkurrenz groß ist. Aus der gesamten Umgebung und auch aus anderen Teilen des Landes, kommen viele Reiter an die Westküste nach Kalifornien, um sich hier unter Beweis zu stellen. Dabei sind ebenso nationale wie auch internationale Reiter vertreten, wenn Letztere sicherlich auch in der Unterzahl sind, so verfolgen sie doch alle dasselbe Ziel: in der gewählten Disziplin den begehrten Siegerpokal abzuräumen.

Während nun also erfahrene Hasen des Sportgeschäfts das Ganze relativ gelassen angehen, weil sie den Stress und die Hektik eines solchen Turniers gewohnt sind, ist besonders für die Neueinsteiger und die unerfahrenen Turnierreiter die Aufregung groß.
Wenige Minuten vor dem ersten Start liegen die Nerven blank, die Pferde sind auf Hochglanz poliert, einige tummeln sich schon auf dem Aufwärmplatz, andere kontrollieren noch ein letztes mal nervös, ob die Kleidung auch ja sauber und das Pferd richtig eingeflochten ist. Niemand will hier enttäuschen oder gar versagen, fließt die Bewertung der Jury heute ja auch mit in die Endjahrespunktzahl der Azubis ein.
Auf dem ganzen Hof herrscht reges Treiben, Reiter in schwarzen Jacket und weißer Turnierhose schreiten den Parcour ab, das Orga-Team wuselt über die Plätze, damit beim Start auch alles in Ordnung ist. Die Tierärzte kontrollieren bereits einige Pferde auf Doping - und die Azubis?
Für die ist es nun erstmals an der Zeit, dass sie ihre reiterlichen Fähigkeiten vor Publikum unter Beweis stellen müssen. Am heutigen Tag finden vormittags die Springen in den Klassen E-S und nachmittags die Dressur E-M statt. Am darauffolgenden Tag kommt es dann morgens zum Gallopprennen über 3400m, mittags findet der Distanzritt statt und ab 15.00 Uhr beginnen die Reiterspiele an denen jeder Azubi VERPFLICHTEND mit dem jeweiligen Pflegepferd teilnimmt. Am letzten Turniertag findet um 10.00 Uhr das Westernturnier und ab 16 Uhr sind dann alle herzlich zur Siegerehrung eingeladen.
Es stehen also drei aufregende Tage bevor. Für den gesamten Hof. Also, worauf wartet ihr noch? Letzter Kontrollcheck und dann rauf aufs Pferd oder die Tribüne. Lasset die Spiele beginnen!

> Mittwoch, 24. Februar
> Vormittags, 9.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 11°
> es wird jedoch langsam wärmer und verspricht ein angenehmer Tag mit vereinzeltem Sonnenschein zu werden

ALLE, DIE AM SPRINGEN teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz; in einer halben Stunde beginnt das Springen! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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Shana McCormick
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ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Round-Pen   Do 1 Mai 2014 - 22:46



Liebe war ein komisches Wort und ein komisches Gefühl, denn sie war so vielfältig. Es war als würde man alle Schmetterlinge nur mit dem Namen „Schmetterling“ betiteln und jegliche unterschiedliche Schönheit völlig vergessen. Es gab so viele Arten von Liebe. Es gab die flüchtige Liebe, die Liebe, die nie verging, die freundschaftliche Liebe, die nur dem besten Freund gehörte. Und dann gab es die Liebe zu einem Pferd, die doch viel mehr war als nur freundschaftlich. Sie war innig und erwidert. Sie war vertraut und gab Kraft. Es gab kein Tier, das sie hätte mehr lieben können. Und am liebsten mochte sie die, deren Charakter etwas aussagte. So wie Royal, so wie Phantom und so wie Mercy.
Die Ponystute war ihr ziemlich ans Herz gewachsen, so divenhaft sie auch war.  Sie konnte widerspenstig und absolut unausstehlich sein, doch gab zum Ausgleich so viel. Talentiert mit erstklassigen Grundgangarten und unheimlich engagiert. So schritt sie auch nun an der Longe im Kreis um die junge Schottin herum. Heute war Turniertag und die Gute würde später keinen Auslauf mehr bekommen, also sollte sie nun am Morgen noch einmal ein bisschen an der Longe laufen. Mit einem Schnalzen und einem leichten Heben der Peitsche trabte Shana die Schimmelstute an, die eifrig mit schwingenden, raumgreifenden Tritten vorwärts lief. Nach kurzer Zeit schon nahm sie den Kopf herunter und schnaubte ab. Dieser Anblick beruhigte Shana auf eine angenehme Weise, wie es sonst nur Royal vermochte. Aber nicht heute, denn heute war ihr schöner Wallach genauso aufgeregt wie sie. Turniere waren nichts Neues, doch es ging hier auch darum, sich ein wenig zu präsentieren – unter anderem vor Isaac, dem sie beweisen wollte, dass ihr Kleiner dazugelernt hatte. Zwar hatten sie schon zusammen trainiert, aber sie war eben kein Turnier gegangen und das war etwas vollkommen anderes.
Kaum merkte Shana, dass sie zu summen begann und schließlich leise „Into the West“ zu singen. Ihre Stimme war fest und sie wusste Töne zu halten – der Gesangsunterricht all die Jahre war gewiss nicht für die Katz gewesen und ein wenig Talent hatte sie natürlich auch. “Lay down your sweet and weary head. Night is falling, you have come to journey’s end. Sleep now, dream of the ones who came before. They are calling from across a distant shore. Why do you weep? What are this tears upon your face? Soon you will see, all of your fears will pass away.” Leise und melodisch wanderten die Worte über ihre Lippen und klangen in der kühlen Luft nach. Mercy schnaubte und spitzte die Ohren, hielt jedoch in ihrem Trab nicht inne, ehe ihre Pflegerin ihr Lied mit einem kurzen “Brrr.“ unterbrach und sie wieder zum Schritt parierte. Dann nahm sie ihr Lied wieder auf, ohne darauf zu achten, ob ihr vielleicht jemand zuhörte. Sollten sie ihr doch zuhören, es war schließlich nicht peinlich zu singen, wenn man singen konnte.
Und während die Worte in einer Melodie hinausdrangen, legte sich die Dunkelhaarige bereits einen Plan zurecht. Ihre Pferde waren schon eingeflochten, vielleicht kontrollierte sie dies noch einmal. Bald musste sie auch schon gehen und Royal fertigmachen, damit sie mit ihm auf den Abreiteplatz konnte. Sie war den ganzen Tag beschäftigt und deswegen war es gut, dass Mercy bereits heute Morgen, selbst wenn es eine ungewöhnliche Zeit für sie war, ein wenig Dampf ablassen konnte, wenn sie schon den ganzen restlichen Tag stehen würde.
longiert Mercy xx singt *klick mich*
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Darian O´Donneil

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BEITRÄGE : 716
ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Round-Pen   So 4 Mai 2014 - 12:17

Es war noch früh am Morgen und doch hatte der 35 jährige seine Pferde schon versorgt und hatte sie auf die Weide gebracht. Zerberus hatte heute wieder einen eher schlechten Tag, da er ziemliche Zicken gemacht hatte, bis er den falben vom Paddock auf die Weide gebracht hatte und nachdem er dies bewerkstelligt hatte, hatte er sich Sheitona zu gewandt und nachdem er sie aus der Bock auf die Weide gebracht hatte, hatte er ihr noch etwas zu geschaut. Bei seinem ganzen tun hatte er Basket nicht wirklich beachtete, aber er wusste, dass der Rüde immer in seiner Nähe war und so war er nicht überrascht darüber, das der braune Rüde neben ihm im Gras lag, den Kopf auf den Pfoten gebettet. Ein leichtes lächeln überflog die sonst so harten Züge des Cowboys, dies passierte meistens, wenn er die Stille eines neuen Tages genoss. Es war doch ein seltenes Glück dies zu tun, da er normalerweise mehr zu tun hatte, als ihm lieb war, aber er mochte die harte Arbeit und so beschwerte er sich nie darüber, wenn er etwas zu tun hatte, schließlich hielt es auch immer trübe Gedanken in Schach über die er eher ungern nachdachte.

Darian nahm seinen Hut vom Zaunpfahl, strich die Haare zurück und setzte den Hut auf und drehte der Koppel den Rücken zu. Basket sah kurz zu seinem Herrn und wollte eigentlich im Gras liegen bleiben doch als er sah, dass er sich in Bewegung setzte, folge er ihm wie so oft. Gedanken verloren Schritt Darian über den Hof und ohne es bewusst entschieden zu haben, ging er zum Round-Pen. Von dort vernahm er eine Melodie und eine Stimme die Sang. Man konnte hören, das die Person die Sangt Unterricht erhalten hatte und doch interessierte es ihn eher weniger, da er eher weniger auf Gesang legte und doch konnte man ihn hin und wieder hören, wie er selbst musizierte, aber das war eher nebensächlich.

Er blieb am Eingang zum Round-Pen stehen und verschränkte die Arme vor der Brust. Die graublauen Augen auf die junge Frau und ihr Pony gerichtet beobachtete er das tun der Beiden und konnte nicht viel daran aus setzten. Aber das lag auch daran, dass die Arbeit wohl mehr darauf ausgelegt war das Pony zu bewegen und es etwas aus zu Powern, was er immer gut hieß, da Pferde Bewegung Brauchten, rein ihrer Natur wegen. Er zog den Hut zu Recht ehe er die Hand sinken ließ und den braunen Rüden neben sich kurz am Kopf graulte, ehe er sie wieder hinauf nahm und ihn mit dem anderen Arm wieder vor der Brust verschränkte. Sein Blick immer noch aufmerksam auf die junge Frau gerichtet, war er doch nur ein Stiller zu schauer ohne sich groß bemerkbar zu machen und es würde wohl eher Glück zu zuschreiben gewesen, wenn sie ihn wahrnehmen würde und doch war es ihm eher gleich ob dies passieren würde oder nicht. Er hatte heute nicht mehr wirklich etwas zu tun, da er erst in ein paar Tagen am Westernturnier teilnehmen würde und an den Tagen davor war er nur stiller Zuschauer.
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 4 Mai 2014 - 14:23

Freja zupfte ihre blaue Jacke runter und an ihrem Schal herum. Ein bisschen nervös war sie ja schon. Ausgelaugt sowieso. Die letzten Wochen waren unglaublich stressig gewesen, weil sie neben dem normalen Stoff für ihr Studium, bei dem mal wieder Prüfungen vor der Tür standen, auch noch die Einführung in die Tätigkeit einer Turniertierärztin erhalten hatte, was sich besonders, was die ganze Bestimmungen und juristischen Eigenarten anging, als ziemlich zeitintensiv und anstrengend entpuppt hatte. Eigentlich freue es sie auch immer, wenn man ihr zutraute, offizielle Aufgaben allein übernehmen zu können, aber mit der Zeit waren die Wege von ihrem Schreibtisch, zu Mr. McKinley, zu ihren Ausbildern, zu den Pferden und wieder zurück zu ihrem Schreibtisch ihr immer länger erschienen. Eigentlich hatte sie gehofft, auch die Zeit zu finden, um selbst am Turnier teilzunehmen, aber das war einfach nicht möglich gewesen, ohne auf regelmäßige Mahlzeiten und Schlaf zu verzichten. Aber gut. Sie war ja auch nicht hier, um Turniere zu reiten, sie war hier, um zur Tierärztin ausgebildet zu werden. Und da war es sinnvoller, wenn sie am Rand blieb, Pferde kontrollierte und – das Highlight des Tages, so schräg es auch klingen mochte – die Vierbeiner auf Doping zu überprüfen.
Nachdem diese vorbereitenden Aufgaben abgeschlossen, die Prüfungen geschrieben waren und sie rein theoretisch und offiziell frei hatte, abgesehen eben vom genauen Beobachten des Ablaufs und einer Art Rufbereitschaft, sollte eine halbwegs kundige Hand gebraucht werden, hatte sie eigentlich geglaubt, mit Emil, der es absolut unerfreulich fand, angeleint zu sein, über das Gelände schlendern zu können, und den anderen bei ihren Prüfungen zu zu sehen. Dem war nicht so. Kaum, dass sie das Cottage verlassen hatte, um Sleipner auf die Koppel zu bringen, hatte man sie gebeten, sich Phantom, das Pferd ihrer heiß geliebten Mitbewohnerin Shana, noch mal anzusehen. Das braune Dressurpferd hatte vor etwa einer Woche gelahmt, was sie aber eigentlich schnell und ohne Medikamente in den Griff bekommen hatten. Dennoch musste jemand überprüfen, ob der Wallach auch wirklich topfit war. Und diese eigentliche Routineaufgabe blieb dann an Freja hängen.
Alles in allem war das ja auch gar kein Problem. Vortraben lassen, ansehen, Beine überprüfen, abnicken oder eben nicht. Bei normalen Pferden mit normalen, netten Besitzerinnen kein Problem. Aber weder Phantom noch Shana waren unproblematisch. Prinzipiell hätten sich die beiden ja vielleicht sogar verstehen können. Wäre da nicht das Problem, dass Freja, die schwedische Bauerntochter, eben genau das war: eine schwedische Bauerntochter, die absolut nicht auf der gleichen gesellschaftlichen Ebene wie die schottische Gutsbesitzerin. Schweigsamkeit und Pferdeverstand überbrückten diese Distanz irgendwie nicht wirklich.
Aber gut. Freja hatte sich einen Job ausgesucht, bei dem sie mit Mensch und Pferd klarkommen musste und deshalb würde sie mit Mensch und Pferd klarkommen. Egal mit welchen.
Zielstrebig stapfte sie nun über den Hof, auf der Suche nach eben jener Schottin. Im Stall war sie nicht gewesen, ihr Pony aber auch nicht. Da die beiden aber auch nicht fürs Turnier gemeldet waren und man ihnen klargemacht hatte, dass Ausritte an einem Turniertag nun nicht das Gelbe vom Ei waren, ging sie davon aus, dass sie die Stute entweder bewegte oder auf die Koppel brachte. Daher war die Schwedin entschlossen, zunächst dem Round Pen einen Besuch abzustatten, bevor sie sich den Weiden zuwandte.
Emil trottete an ihrer Seite und wirkte ein wenig missgelaunt. „Ach komm schon“, redete Freja in ihrer Muttersprache auf ihn ein. „So schlimm ist die Leine nun wirklich nicht!“ Sie wusste, dass der Rüde sie nicht mochte, aber er kannte einfach keine Hemmungen, auf andere seiner Artgenossen zuzugehen und bei den Gästen, die teilweise auch Hunde dabei hatten, wollte sie keine Keilerei riskieren. Als Freja in Sichtweite des Round Pens kam, spitzte der Schäferhund die Ohren. Fragend blickte sie ihn an und seufzte erkennend auf, als sie Stimme und Lied erkannte. Der Weg zu den Koppeln blieb ihr also erspart.
Emil hatte allerdings noch etwas anderes bemerkt. Basket, den freundlichen Australian Shepard, und seinen Besitzer. Sogleich kehrten die Lebensgeister in Emil zurück und seine weiße Rute peitschte gegen Frejas Beine. Sie selbst musste ebenfalls lächeln und öffnete, nachdem sie sich umgesehen und festgestellt hatte, dass sonst keiner hier war, den Verschluss der Leine. Die Hunde kannten und mochten sich schließlich und Emil ließ sich auch problemlos wieder zurückpfeifen. Emil hätte wohl siegesgewiss gegrinst, wäre er ein Mensch. So begnügte er sich damit schwanzwedelnd zu dem anderen Hund hinzutänzeln.
Immer noch mit strammen Schritten überbrückte Freja dann selbst die letzte Distanz zu dem Cowboy, betrachtete Shana und das Pony einen Moment lang, bevor sie sich leise räuspernd bemerkbar machte. „Hej. Wie geht’s?“ Sie zögerte einen Moment. „Denkst du, sie braucht noch lange? Ich will sie ungern unterbrechen und davon abhalten, das Pony zu bewegen, aber... Wir müssen nochmal sicherstellen, dass bei Phantom wirklich alles klar ist.“



/Geht zum Round-Pen// Gedanken // lässt Emil laufen // grüßt Darian/


Zuletzt von Freja Björnsdottir am So 4 Mai 2014 - 18:44 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Shana McCormick
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 4 Mai 2014 - 18:16


Unaufmerksamkeit und fehlende Konzentration konnte man sich im Umgang mit Pferden nicht leisten. Da war es egal, wie das Pferd gelaunt war. Egal, was man tat, Aufmerksamkeit war wichtig. Und so blickte Shana auch nur kurz zu dem schweigsamen Neuankömmling, hielt aber auch nicht in ihrem Gesang inne. Was sie einmal angefangen hatte, beendete sie auch. Wenn es jemanden störte, konnte er ja gehen – schien aber nicht der Fall zu sein. Der Cowboy an der Tür war ihr nur flüchtig bekannt, sie wusste nicht einmal seinen Namen, denn es interessierte sie nicht. Wäre Isaac nicht ihr Ausbilder, es hätte vermutlich gebraucht, bis sie den Namen drauf gehabt hätte.
Nun gab sie eine leichte Parade, hob die Peitsche etwas an. “Galopp, meine Dicke!“ Die klaren Worte in der kühlen Luft reichten, um die Ponystute einen ersten Galoppsprung machen zu lassen. Der zweite folgte und sie kam in einen flüssigen Galopp. Die weit greifenden filigranen Beine flogen geradezu über den Boden, doch sie war ruhig und bockte nicht. Ein bisschen Bocken hätte die Schottin ihr nicht übel genommen, doch so musste sie sich wenigstens nicht gegen den Zug stemmen, der ihr sonst vermutlich die Longe aus der Hand ziehen würde. So ließ die angehende Bereiterin die Stute galoppieren bis sie beinahe drohte auszufallen. Noch einmal hob sie die Peitsche leicht an und trieb die Stute in ein ordentliches Tempo, dann ließ sie sie sinken und ein leises, beruhigendes “Terab.“ drang über ihre Lippen an die Ohren der Stute. Sofort fiel sie in einen wippenden Trab und warf die Beine vor, wie man es von ihr gewohnt war. Gerade einmal eine Runde ließ Shana sie noch locker austraben, dann parierte sie sie zum Schritt. Kaum hatte sie ihr Pony durchpariert drang eine Stimme an ihr Ohr. Der Bauerntrampel…, seufzte sie innerlich und verzog kurz genervt das Gesicht – zum Glück sah das niemand. Sie respektierte Freja durchaus. Was blieb ihr auch anderes übrig? Sie war nunmal ihre Mitbewohnerin in dem Cottage und ein schlechter Mensch war sie auf jeden Fall nicht. Trotzdem war sie einfach nicht… auf ihrem Level. Ihre Eltern besaßen einen Bauernhof irgendwo in Schweden oder so. Das war nicht wirklich das, was ihre Freundschaft verdiente. Und dennoch versuchte sie, nicht allzu abweisend zu ihr zu sein, was mehr schlecht als recht gelang.
Doch von der puren Anwesenheit der Rothaarigen ließ Shana sich nicht stressen. Ganz gemächlich parierte sie die Schimmelstute zum Steh. Langsam ging sie auf die Stute zu und wickelte die Longe auf, die Peitsche hatte sie mit dem Ende nach hinten unter ihren Arm geklemmt. Liebevoll legte sie die behandschuhte Hand an ihren schneeweißen Hals. “Brave Kleine.“, lobte sie mit sanftem Ton und einem liebevollen Lächeln auf den Lippen. Entspannt schnaubte Mercy und schnobberte dann an ihrer Westentasche, in der sich tatsächlich Leckerlies befanden. “Gleich in der Box, Süße.“ Ihr Lächeln wich einem belustigten Grinsen, als sie den Kopf hoch nahm. Beinahe war es, als hätte sie verstanden. Dann löste sie die Dreieckszügel und band sie um den Hals der Ponystute fest. Dann war es jetzt wohl Zeit sich dem Landei zu stellen. Sie wollte sicher nochmal nach Phantom schauen, doch schon jetzt konnte Shana sagen, dass er wieder ganz normal ging. Gestern nach einem normalen Training am Vortag war alles in Ordnung gewesen und nachdem er noch einen Tag lang geschont worden war, würde er heute wieder so laufen wie immer.
“Hi, Freja. Ich nehme an, du willst dir Phantom nochmal anschauen?“ Shana begrüßte die Schwedin in bemüht freundlichem Ton, doch der arrogante Unterton war noch immer deutlich zu hören. Den Cowboy ignorierte sie einfach, er war absolut nicht wichtig und schien auch keine Bekanntschaft wert zu sein. Während sie sprach, öffnete die Tür des Round Pens und wenn die beiden und ihre räudigen Hund jetzt noch ein wenig Platz machten, dann konnte sie auch hinausgehen.
longiert Mercy xx Freja & Darian xx beendet longieren xx begrüßt Freja xx öffnet Tür
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Darian O´Donneil

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ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 4 Mai 2014 - 23:08

Darian hob eine Augenbrau als er Angesprochen wurde, sein Blick wanderte zu der Person und er erkannte die angehende Ärztin und auch wenn sie für ihn zu jung war so hatte er sie doch gern, auch wenn sie noch nicht viel mit einander zu tun hatte, aber er besaß eine gute Menschenkenntnis, daher schätze er sie als eine liebenswerte Persönlichkeit ein. „Hey auch Freja. Mir geht es gut und selbst?“ meinte er mit einem freundlichen Ton, die Regung auf seinem Gesicht blieb jedoch aus. „Ich denke nicht, dass sie noch lange brauchen wird“ fügte er dann hinzu und beobachtete die andere aus dem Augenwinkel. Wie sie das Pferd erst an trieb und dann wieder herunter holte. Die beiden Hunde beachtete er nicht weiter, da er wusste, dass sie sich gut verstanden und er vertraute Basket, da er mit allem und jedem verträglich war und seine ruhige Art übertrug sich eigentlich auf alle Tiere, mit denen er zu tun hatte und das zeigte sich auch recht schnell, da sich die zwei etwas von ihnen entfernten um mit einander zu spielen. Bei diesem Anblick musste der sonst so harte Cowboy doch etwas schmunzeln.

Darian war es egal, von wem er gemocht wurde und von wem nicht, er war vorwiegend zur Arbeit hier und zum Unterrichten und er musste nicht mit jedem auf Tuchfühlung gehen. Mit einem musternden Blick bedachte er die junge Frau mit dem Pferd, hatte schon einiges über sie gehört, es aber meist mit einem Achselzucke abgetan, jedoch überdachte er dies jetzt doch noch einmal. Eigebildete schickimicki Tussen hatte er noch nie leiden können, aber solche gab es wohl immer und überall. Dachte er bei sich ehe er aus der Tür trat und sich etwas abseits gegen die Umzäunung des Round-Pens lehnte und die zwei Frauen alleine ließ, die beiden Hunde jedoch hatte er weiterhin im Blick, bei manchen konnte man nicht wissen, was sie anstellen könnten und so wie er es wusste, hatte Frejas Hund ein paar Probleme mit fremden Artgenossen.

Er Atmete einmal tief durch, stemmte das eine Bein gegen die Umzäunung, während das andere Fest auf dem Untergrund stand. Den Cowboyhut hatte er weiter ins Gesicht gezogen, seine Hände ruhten in den Taschen seiner verwaschenen etwas zerrissenen Bluejeans. Er war in letzter Zeit eher selten zum Waschen gekommen und die einzigen Hosen die ihm im Moment noch zur Verfügung standen, waren ziemlich ab gegriffen, was ihm jedoch egal war, sie waren immer noch Funktionabel und recht in Ordnung, auch wenn ihn dies ziemlich schäbig aussehen ließ und auf manche eher einen Ungepflegten Eindruck machte und er daher von manchen eher missachtet wurde, so wie von Shana, aber das war ihm, wie schon erwähnt recht egal. Er würde abwarten, vielleicht würde ja Freja nachher noch etwas Zeit mit ihm verbringen, wenn nicht würde er sich das Turnier anschauen und danach noch etwas mit seinen Pferden Arbeiten und sich dann wieder die halbe Nacht um die Ohren schlagen, weil er sich um sein Motorrad kümmern würde. Aber so war das nun einmal, wenn man alle seine Leidenschaften unter einen Hut bringen wollte und bis jetzt war ihm das sehr gut gelungen.


erkennt und redet mit Freja | Freja und Shana | zieht sich zurück
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Mi 7 Mai 2014 - 14:58

Frejas Lächeln vertiefte sich, als sie die Erkenntnis in Darians Augen aufblitzen sah. Bislang hatte sie mit dem Cowboy nicht so viel zu tun gehabt, aber wenn sie aufeinandergetroffen waren, hatte sie seine ruhige Art stets als sehr angenehm empfunden. Sowohl seine als auch die Ruhe seines Hundes übertrugen sich meistens auf die Pferde, sodass diese den Tierärzten keine Probleme mehr bereiteten. Auch die Tatsache, dass er keine Vorurteile zu haben schien, mochte die Schwedin.
„Aufgeregt bin ich“, lachte sie auf, als sie seine Frage beantwortete. „Aber sonst gut.“
Dann wandte auch sie den Blick wieder zu Shana und dem Pony, dessen Namen ihr entfallen war. Zumindest was ihre Arbeit mit den Pferden anbelangte, konnte man ihr Selbstbewusstsein ja nachvollziehen. Ein bisschen mehr Bescheidenheit täte ihr allerdings dennoch besser und Freja mutmaßte, dass ihre Arroganz nicht allein ihren Fähigkeiten, sondern auch ihrer Herkunft geschuldet war. Und das war nun etwas, das sie absolut nicht gutheißen oder leiden konnte. Sollte es nicht vollkommen egal sein, welchen Beruf die Eltern ausübten?
Das Pony hatte gute Bewegungen, kraftvoll und elegant, von denen man glauben konnte, dass sie sich der Melodie des Liedes anpassten. Es entsprach nicht Frejas Musikgeschmack, aber es war auch nicht schlecht.
Leise seufzte wandte Freja den Blick ab und musterte die Hunde, die friedlich spielten. „Ja, sie scheinen fertig zu sein“, antwortete sie mit einiger Verzögerung. Das war das Schöne an dem Cowboy. Man konnte neben ihm stehen und schweigen, wenn man nicht reden wollte. Sie hatte ein absolut schlechtes Gewissen, weil sie ihre beiden Schützlinge in der letzten Woche nicht so gefordert hatte, wie sie es sonst tat. Vielleicht sollte sie später einfach hierher zurückkehren, wo sie niemanden störte und die beiden ein bisschen rennen lassen oder longieren.
Shana könnte sich ja wirklich ein bisschen beeilen. Genau deshalb mochte es Freja nicht, auf andere Menschen angewiesen zu sein. Wenn sie sonst nichts taten, neigten sie dazu, alles in die Länge zu ziehen. Andererseits ist sie auf diese Kooperation sicherlich genauso wenig erpicht wie ich, überlegte die Rothaarige und musste leise Schmunzeln unterdrücken, während die Schottin und ihr Schimmel zum Tor schritten.
„Hallo“, erwiderte sie die Begrüßung kühl ob der Arroganz in Shanas Stimme, besann sich dann aber auf ihre Lektionen zum Umgang mit Pferdebesitzern und fügte hinzu: „Ja genau. Es sollte ja alles okay sein, aber es ist besser nochmal nachzusehen.“
Warum nur war sie sich ihres Akzentes immer dann bewusst, wenn sie mit ihrer Mitbewohnerin sprach? Nun gut, das war keine Frage, der sie jetzt unbedingt nachgehen musste. Sie verschränkte die Arme, verscheuchte den Gedanken, dass sie ja schon froh sein könne, dass die Schottin sich um einen freundlichen Umgang bemühte, und runzelte die Stirn darüber, dass Darian nicht mal eines Grußes gewürdigt wurde. Der Lehrer hatte sich zurückgezogen, aber die Schwedin konnte sich nicht vorstellen, dass es ihm wirklich so gar nichts ausmachte, nicht beachtet zu werden, obwohl er derjenige war, bei dem sie sich am ehsten vorstellen konnte, dass er wochenlang durch die Einsamkeit mit seinen Pferden und seinem Hund zog, ohne dass er Menschen ernsthaft vermisste. Betont langsam trat nun auch Freja vom Tor weg, pfiff Emil herbei, bedeutete ihm aber sogleich, drei Meter von ihnen entfernt liegen zu bleiben. Der Hund legte den Kopf schief, gehorchte aber.
„Am besten gehst du schon mal vor, dann kannst du die Kleine hier in die Box bringen und Phantom rausholen“, schlug die Studentin freundlich vor und rechnete schon mit einer hochgezogenen Augenbraue oder einem abfälligen Kommentar. Sollte sie nur. „Ich komme dann nach.“
Dann gab sie den Weg vollends frei, ging zu Emil und beugte sich zu ihm herunter, dessen Schwanz abwechseln rechts und links auf dem Boden aufschlug. Er hechelte leicht, als sie ihn wieder anleinte und ihm den Kopf kraulte. „Braver Junge.“
Wie immer, wenn sie sich mit einem Tier beschäftigte, verflog ihre Nervosität schlagartig. Ganz langsam erhob sich die Schwedin wieder, straffte ihre Schultern und verschränkte die Finger in einander, um sie zu lockern. Während dieser Übung lächelte sie dem Westerreitlehrer nochmals zu. „Sehen wir uns nachher bei den Tribünen?“


//redet mit Darian / beobachtet Shana / redet mit Shana / beschäftigt sich mit Emil / fragt Darian//
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Shana McCormick
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Fr 9 Mai 2014 - 17:23


Unabsichtlich scannten die hellen Augen den Körper der Schwedin. Sie schien nicht am Turnier teilzunehmen, eigentlich kein Wunder bei ihrem Pferd. Es war ein Norweger, den Shana viel eher als Freizeitpferd einschätzte. Natürlich konnten auch solche Pferde elegante Gänge haben, doch ihre Mitbewohnerin war wohl auch keine besonders ambitionierte Turnierreiterin. Deshalb studierte sie ja auch Tiermedizin und nicht Beritt. Aber so war es hier eben, es gab viele verschiedene Ausbildungsrichtungen und diese hatten eben nicht alle mit praktischem Reiten zu tun, sondern beschäftigten sich viel mehr mit der Gesundheit der Tiere, wie eben die Ausbildung zum Schmied oder zum Tierarzt. Aber auch das war eben wichtig und die Schottin rechnete es ihr hoch an, dass sie diesen Weg gewählt hatte. Nur der Rest ihrer selbst war ihr ein wenig… zu wider. Sie war eben ein Mädchen von einem Bauernhof, was sollte man da erwarten?
Sobald der Cowboy und die Hunde den Weg frei machten trat Shana mit der Schimmelstute aus dem Round-Pen, stellte dabei die Peitsche weg und zog dann kurz ihr Handy aus der Westentasche. Es war schon ziemlich spät, also musste das hier schnell über die Bühne gehen. Darum nickte sie kurz und blickte dann erneut Freja an. “Aber beeil‘ dich bitte mit dem Nachkommen und lass‘ dir hier mit deinem Cowboy nicht noch ewig Zeit.“ Ihre Stimme war kühl und schroffer war ihr Ton als zuvor. Ihre Abneigung gegen beide hier Anwesenden konnte sie nicht viel weiter unterdrücken. Immerhin hatte der Typ mit Hut keinen Kommentar gelassen. Er war Ausbilder, ja, aber das musste noch lange nicht heißen, dass sie ihn voller Respekt und Demut behandelte – er war schließlich nicht ihr Ausbilder. Und die Tatsache, dass sie Roy noch fertigmachen und warmreiten musste machte sie auch nicht gerade freundlicher. Mit diesen Worten zog sie dann aber auch ab, ohne noch auf eine Reaktion der Rothaarigen oder des Cowboys zu warten. Zielstrebig schritt zu mit Mercy neben sich über den Hof in Richtung der Ställe.
Freja (&Darian) xx denkt nach xx tritt aus dem Round-Pen xx Abgang

Tbc in „Stuten- und Wallachstall“
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Darian O´Donneil

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BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 10 Mai 2014 - 19:27

Darian hielt sich weiterhin im Hintergrund, da er die beiden Frauen nicht weiter behelligen wollte, ging es ihn doch nicht wirklich etwas an, was die beiden zu besprechen hatten, es war eine Sache zwischen Tierärztin, ihrem Patient und dessen Besitzer. „Können wir machen. Vielleicht kann ich dir auch noch ein paar westernkniffe Zeigen“ meinte er zu Freja, er mochte die junge Schwedin, auch wenn sie sehr zurückhalten war und ihre Art etwas gewöhnungsbedürftig war und doch war sie eine angenehme Gesellschaft, zu mahl er sich niemandem auf drängte und er für sie wiederum ein angenehmer Zeitgenosse war. Ein leichtes lächeln lag auf seinen Zügen. Shana beachtete er nicht weiter, da sie ihn ja genauso wenig beachtete, was ihm aber nicht das geringste aus machte, da sie, zu seinem Glück nicht zu seinen Schülern zählte, was ihm ganz recht so war. Er hob allerdings bei ihren Worten tadelnd eine Augenbraue, äußerte sich aber nicht weiter dazu, manche Sachen überhörte man besser ohne dass man etwas dazu sagte.

Da er nun wieder nichts zu tun hatte beschäftigte er sich erst einmal mit seinem Rüden, würde aber beim Round-Pen auf Freja warten, schließlich hatte er ihr eine Option gelassen, was sie tun würde, wenn sie zurück kommen würde. Ihr Fjordpferd war mehr ein treuer Begleiter, aber man konnte fast jedem Pferd ein paar Westernlektionen bei bringen und wenn das Pferd lernwillig ist, dann macht es diesem auch Spaß, etwas neues zu lernen, es war aber auch ganz nett, sich das Turnier an zu sehen, ihm war es gleich, was sie machen würde, wenn sie wieder da war.
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 11 Mai 2014 - 11:06

Zimtzicke! Manchmal reichte eben einfach ein einziges Wort, um jemanden zu beschreiben. Freja konnte sich gerade noch davon abhalten, die Arme vor der Brust zu verschränken und ihr einen Blick zu zu werfen, der ihrem Ton in Geringschätzung nicht nachstand. Stattdessen begnügte sie sich mit einem zuckersüßen: „Ich kann Phantom doch nicht warten lassen.“
Seine Besitzerin allerdings schon, liebend gern sogar, allerdings traf es auf die beiden voll und ganz zu, dass sich Besitzer und Tiere einander angleichen. Sådan herre sådan tjänare – Wie der Herr, so das Gescherr. In diesem Fall war an manchen Tagen mit beiden nicht gut Kirschen essen.
Die Schwedin versuchte sich ins Gedächtnis zu rufen, dass sogar Shana ein bisschen Nervosität zugestanden werden sollte. Immerhin war das hier das erste Turnier in den Heaven Meadow Stables und sie nahm ja daran teil, obwohl es auf gar keinen Fall ihr erstes Turnier war. Aber vielleicht war es ja etwas anderes, jetzt, wo es nicht mehr um schulische Leistungen ging. Freja glaubte sich daran zu erinnern, dass die Schottin auch auf einem Reitinternat gewesen war, war sich dessen aber nicht mehr sicher, schließlich saßen die beiden eher selten, um es euphemistisch auszudrücken, bei einem netten Plausch zusammen und erzählten sich von ihrer Lebensgeschichte. Aber andererseits ist das auch noch lange, lange, lange kein Grund, andere wie Dreck zu behandeln, flüsterte eine kleine Stimme in ihrem Kopf, die sie allerdings kopfschüttelnd vertrieb.
Seufzend blickte sie der Brünetten nach. Warum waren Pferde und Hunde nur so viel einfacher? Emil blickte fragend zu ihr auf und ein Teil von ihr wünschte sich, dass dieser Blick so viel bedeutete wie: Mach dir nichts draus. Viel wahrscheinlicher war es allerdings, dass es dem Rüden langsam zu langweilig wurde und er nicht verstand, warum er schon wieder angeleint sein musste, wenn ein wunderbarer Spielgefährte doch quasi nur darauf wartete, dass er, Emil, der schönste, beste, freundlichste Hund der ganzen Welt, sich erbarmte mit ihm zu spielen.
Kopfschüttelnd über sich selbst und ihre Phantasie kehrte sie ins hier und jetzt zurück. Die Bemerkung des Cowboys, der seine Gedanken wahrscheinlich besser im Griff hatte als sie, nahm sie zunächst mit einem Nicken, dann aber mit einem Strahlen auf. „Liebend gern! Sleipner würde sich bestimmt auch mal wieder freuen, etwas Neues zu lernen. Und da kommen wir beide sicher eher auf unsere Kosten, als wenn ich ihn nur ein bisschen rennen lasse...“ Sie dachte einen Moment lang nach. „Ich denke, ich schau mir das Springen noch an. Darüber hatten wir im Unterricht auch am meisten geredet, also sollte ich mir nicht die Blöße geben und das verpassen. Außerdem kann ich da vielleicht bei der Nachkontrolle den Profis über die Schulter schauen. Aber so... ab vierzehn Uhr würde ich mir dann tatsächlich frei nehmen. Ginge das bei dir?“ Freja ließ ihren Blick wieder in Richtung Ställe gleiten. Sie müsste wirklich gleich los, sonst würden ihr wohl gleich zwei Augen fehlen. Ausgekratzt wegen übermäßig langer Wartezeit. Und es war ja auch unhöflich, das Pferd so lange warten zu lassen. „Wir sehen uns ja bestimmt nochmal. Wenn nicht, sind mein Dicker und ich um zwei auf jeden Fall hier. Ich muss jetzt allerdings wirklich los. Sonst reißt mir Miss Perfekt noch den Kopf ab.“ Sie lächelte schief, wartete noch kurz die Erwiderung des Ausbilders ab und machte sich dann, nach einem letzten Winken zum Abschied ebenfalls auf den Weg zum Stall.


[Gedanken // antwortet Shana // nimmt Darians Angebot an // folgt Shana in den Stall]


Tbc in „Stuten- und Wallachstall“
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ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Do 15 Mai 2014 - 13:39

„Dann treffen wir uns um 2 wieder hier.“ Meinte er noch zu der Schwedin, ehe diese ihren Hund schnappte und Shana in den Stall folgte. Dem hatte er dann doch nichts mehr hin zu zufügen und er war irgendwie froh darüber, manche Menschen wahren sehr nervenaufreibend. Er dehnte einmal seinen Nacken um sich dann in Bewegung Richtung Stuten-und Wallachweide zu bewegen. Er wollte Sheitona etwas bewegen und das konnte er tun, bis Freja wieder auftauchen würde. Der Westernreitlehrer hatte eh nichts mehr zu tun und konnte sich somit etwas um die Stute kümmern, die in letzter Zeit etwas zu kurz kam, was ihm leid tat. Das Basket ihm folgte, war ihm wohl bewusst und strich dem Rüden im laufen über den Rücken.

Bei der Koppel angekommen, beobachtete er eine weile die ruhe der Pferde, ehe er Basket bedeutete draußen zu warten. Er nahm den Führstrick den er um einen der Pfosten gewickelt hatte und schlüpfte durch die Latten. Ein kurzer Pfiff durchschnitt die Stille und ein feiner, schwarz-weißer Kopf erhob sich in die Höhe. Die Ohren zuckten kurz, ehe die Stute die Nüstern blähte. Mit langen, zielstrebigen Schritten überwand der Cowboy die Distanz zwischen sich und der Stute. Er hackte den Führstrick ein und strich der Stute ein paar Mal über den Nasenrücken, ehe er voran die Weide verließ und den Round-Pen ansteuerte, jedoch nicht ohne Basket zu bedeuten, dass er ihm wieder folgen durfte.

Es war ein relativ kurzer Marsch von den Koppeln bis zum Round-Pen, von daher hatte Shei den Kopf leicht gesenkt und Schritt, leicht mit dem Schweif schlagend hinter Darian her. Nur kurz blieb er stehen, um das Round-Pen zu öffnen und hinter sich wieder zu Schließen. Anschließend löste er den Führstrick vom Halfter und schnalzte mit der Zunge und trieb sie mit den Armen voran. Shei wölbte den Hals, machte einen Buckler und galoppierte eine Runde, ehe sie sich in einen leichten Trab fallen ließ, den Schweif leicht erhoben, behielt sie den Mann der sie Antrieb immer im Auge. Mit Zeichen und Körpersprache dirigierte Darian die Stute dahin, wo er sie haben wollte, bis er sie irgendwann an hielt und seitlich auf die zu ging um sie dann zu graulen und zu liebkosen.


[Verabschiedet sich von Freja | Stall/Koppel | Holt Sheitona und Arbeitet mit ihr]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Fr 16 Mai 2014 - 18:23

Cf. Wallach- und Stutenstall

Unbewusst war Freja zurück zum Round-Pen gewandert. Dort war es immer noch so ruhig und vor allem menschenleer wie heute morgen, als sie sich auf der Suche nach Shana befunden hatte. Die Stille tat ihr gut, klärte ihre Gedanken und sorgte dafür, dass sie die immer wieder aufwallenden Gefühlsströme endlich besiegen konnte.
Dennoch war ihre Laune im Keller und ihr seit der Teenagerzeit bestehendes Gefühl, dass mit Menschen nicht besonders viel anzufangen war, mal wieder bestätigt. Wenn man etwas tun sollte, dann allein. Auf ordentliche Mithilfe sollte man erst gar nicht hoffen! So einfach war das. Diese Erkenntnis besserte ihr Befinden aber auch nur unmerklich.
Schon aus einiger Entfernung sah sie, dass der Round-Pen immer noch nicht leer war. Darian war noch hier und liebkoste gerade ausgiebig eines seiner Pferde. Leise trat die Rothaarige näher, lehnte sich an das Gatter und beobachtete die Szene. Kurz überlegte sie, ob sie Sleipner nicht jetzt schon holen sollte, doch diesen Gedanken verwarf sie schnell. Dem Stall würde sie sich erst wieder nähern, wenn sie sicher sein konnte, dass Royal und Reiterin nicht mehr dort waren.
Seufzend rieb sie sich übers Gesicht, wobei sei die Augen, die sie leicht mit Kajal und Mascara geschminkt hatte, ausließ. Wenn Darian sie bemerkte, war es okay, wenn nicht auch.


[Kommt an // Gedanken // beobachtet Darian und Sheitona]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 13:23

Darian war vertieft in die Liebkosungen mit seiner Stute, die ihren Kopf an ihm rieb, ein leichtes lächeln lag auf den sonst so harten Zügen des Westernreitlehrers und doch schien ihm seine Umgebung nie ganz abhanden zu kommen und so war es nicht verwunderlich, dass er mit bekam wie Freja den Weg zurück zum Round-Pen fand. Er fuhr seiner Stute nochmals über die fein gearbeiteten Nüstern, ehe er mit der Zunge schnalzte und die Stute den Kopf hob, den Hals wölbte und ihn fragend ansah. Kurz schüttelte der Texaner den Kopf über seine Stute und ging dann auf Freja zu. Er sah über die Bretter, die den Round-Pen umgaben und mustere die junge Frau einen Moment. „Welche Laus ist dir den über die Leber gelaufen?“ fragend hob er eine Augenbrau, die Paint Horse Stute blieb neben ihm stehen.

Kurz wandte er sich der Stute zu, hob beide Arme und mit einem „Hey“ trieb er sie aus dem Stand in den Galopp an. Er drehte sich nochmals kurz zu der Finnin um ehe er seine Aufmerksamkeit wieder Tony zu wandte, die in einem leichten Galopp eine Runde drehte. Ein tiefes brummen gefolgt von einem „Houw“ verließ seine Lippen. Die Stute kam leicht schlitternd zum stehen wobei sie etwas Staub aufwirbelte und dann den Blick auf ihren Herrn richtete, dieser senkte leicht den Kopf und drehte sich um ihr zu zeigen, das sie wieder zu ihm treten sollte. Gehorsam setzte sich die gescheckte Stute in Bewegung und kam vor ihm zum stehen. Nun drehte er sich wieder zur zu der jungen Finnin um „Wenn du magst, darfst du gerne dazu kommen“ meinte er, denn er wusste, Tony war zahm und würde keiner Fliege etwas zu leide tun, ganz anders wie Zerb, er war ein anderes Kaliber und manchmal fragte er sich, warum er diesen sturen Kerl überhaupt gerettet hatte, aber er war ein gutes Pferd, ein Pferd mit Charakter und das schätze er an ihm, sie wahren nun einmal ein Herz und eine Seele auch wenn er sonst niemanden an sich heran ließ. Er fand es immer wieder Faszinierend, wie viele unterschiedliche Charaktere es gab und doch fand er es spannend mit diesen unterschiedlichen Charakteren zu tun zu haben.


[Liebkost Sheitona | bemerkt und Spricht mit Freja | Arbeit mit Sheitona]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 15:03

Emil hatte sich neben Freja ins Gras gelegt, den Kopf zwischen den Pfoten, die Augen jedoch nicht geschlossen und die Ohren waren auch noch aufmerksam. Allerdings hatte sie ihn nicht nochmal abgeleint, da sie die gescheckte Stute nicht gut genug kannte, um wissen zu können, ob sie sich vor ihrem aufgeweckten Hund nicht ängstigte. Würde der Schäferhund nur etwas besser allein bleiben können! Eigentlich reichte es, wenn er irgendjemand in seiner Nähe wusste, weshalb sie ihn problemlos im Cottage lassen konnte, wenn Sophie oder sogar Shana dort blieben, und morgens schien er zu wissen, dass sie wiederkommen würde, um sich eine Zeit lang nur mit ihm zu beschäftigen. Aber heute hätte er wahrscheinlich den Bau abgerissen, spürte er doch, dass es kein Tag wie jeder andere war.
Als sich Darian ihnen näherte, hob der Hund den Kopf, blieb aber ruhig. Klar, hier hatte er ja kein Publikum, vor dem er sich hätte aufspielen können. Blöder Köter!, dachte Freja finster, versuchte sich aber an einem Lächeln, um dem Westernreitlehrer zu zeigen, dass eigentlich alles okay war.
„Shana“, seufzte sie schließlich als Antwort, während das Lächeln verrutschte. „Ich komme mit ihrer Art nicht gut zurecht und sie mit meiner anscheinend auch nicht. Wir... haben uns gestritten.“ Sie verschwieg ihm ganz bewusst, dass sie fürchtete, deshalb vielleicht einen Fehler bei Phantoms Begutachtung gemacht zu haben. Darüber sollte sie später mit ihrem Ausbilder reden, falls sie denn tatsächlich einen Fehler gemacht hatte.
„Und Emil meinte, den Beschützer markieren zu müssen, als mir ein Mann mit ziemlich vielen Flaschen in der Hand entgegen gekommen ist“, fügte sie noch hinzu, den weißen Hund erneut mit einem tadelnden Blick strafend, der ihn – wie sollte es auch anders sein? – kalt ließ. Während sie das sagte, dachte sie nochmals an den Springreiter. Nur gut, dass der sein Pferd unter Kontrolle hatte halten können. Nicht auszudenken, wenn sie auch noch für ein durchgehendes Pferd verantwortlich wäre! Oder für einen Sturz...
Die Paintstute drehte währenddessen ihre Runden durch die Bahn, ihre Aufmerksamkeit aber immer bei ihrem Besitzer. Es faszinierte Freja, zuzusehen, wie sie sich nur mit wenigen Worten oder eher Geräuschen beherrschen ließ. Selbst der Stopp erinnerte sie an eine Lektion aus dem Westernreiten und sie wunderte sich, dass sie diesen Befehl auch ohne Reiter auf dem Rücken ausführte.
Nickend kam sie dem Angebot des Cowboys nach, sobald sie Emils Leine an einem Pfosten festgemacht hatte und ihm mit einem „Bleib“ und einem geworfenen Leckerli zufrieden gestellt hatte.
„Sie ist wunderschön“, teilte die Schwedin Darian mit, senkte den Blick leicht und hob ganz langsam die Hand, um sie am Hals zu berühren. „An welchen Disziplinen nimmst du mit ihr denn teil?“


[Emil / redet mit Darian / Beobachtet Sheitona / fragt Darian]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 15:53

„Manche Menschen verstecken sich gerne hinter einer Fassade, vor allem, wenn sie zu viel Geld haben um es ausgeben zu können“ meinte er, während er den Hals der Stute klopfte, die Schnaubte leicht und schlug mit dem feinen Schweif. Anders konnte er sich das Verhalten von Shana nicht erklären. „Gib ihr Zeit, vielleicht wird das zwischen euch ja doch noch etwas“ meinte er beruhigend zu Freja und ein feines Lächeln zeichnete sich auf seinen Zügen ab. Er hatte das Gefühl, das die junge Schwedin leicht zu verunsichern war und das verstimmte ihn etwas, da sie dafür gar keinen Grund hatte, aber daran konnte er wohl nichts ändern, der Charakter eines Menschen war nun einmal vielschichtig. „Und wegen deinem Hund, vielleicht braucht er manchmal eine festere Hand, dann wird das auch“ meinte er und sah sie freundlich an. Ja der sonst so harte Cowboy hatte durchaus auch eine Weiche Seite, auch wenn diese nur selten durch schlug, aber er wusste genau, wann ein Mensch einen weichen Menschen brauchte und wann nicht und Freja brauchte gerade durchaus einen Menschen, der auf sie ein ging und sie wieder auf baute. „Na, sag das mal nicht zu laut, sonst wird sie wieder eitel“ meinte Darian mit einem bellenden Lachen, woraufhin die gescheckte Stute mit den Ohren spielte und missbilligend Schnaubte. Er meinte es ja nicht ernst, aber manchmal konnte die gute ganz schön eitel sein, aber sie war ein gutes Pferd und das wussten sie beide.

Während Darian Tony über den Hals strich sah er Freja an. „Mit Sheitona am Reining und mit Zerberus am Western Riding“ meinte er zu ihr. Seine beiden Pferde waren nur im Western aus gebildet, aber für ihn war das genug. Er war ein grober Mann und da passte das Westernreiten am besten zu ihm und da war es wohl kein Wunder, das sein Pferde im Western ausgebildet waren, wobei sie das meiste bei der Arbeit auf der Ranch gelernt hatten und er es nur noch verfeinert hatte. „Und nimmst du am Turnier teil?“ fragend sah er sie an, er wusste das sie eine Ausbildung zur Tierärztin machte, aber er wusste recht wenig über sie und ihr Pferd, aber sie hatten auch noch nicht viel Zeit mit einander verbracht, da war es wohl kaum verwunderlich, dass er so wenig wusste. Was er aber nicht sonderlich schlimm fande, denn was nicht wahr konnte immer werden und schließlich fand man Freunde auch nicht über Nacht. Wieder schlich sich ein feines Lächeln auf seine Lippen und er graulte die Scheckstute hinter einem ihrer wohl geformten Ohren.


[spricht mit Freja | liebkost Sheitona]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 18:46

Wie unendlich gut es tat, einfach mit jemandem reden zu können! Auch wenn Freja Darians Optimismus nicht teilte. Shana und sie hatten es probiert, waren sogar in der Anfangsphase ganz gut miteinander ausgekommen, allerdings war die Schottin so sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, dass jeder, der nicht bei Prada einkaufte, sofort als unwürdig abgestempelt wurde.
„Ich hoffe, dass noch ein wirklicher Charakter hinter ihrem Auftreten steckt“, erwiderte die Rothaarige leise. „Irgendwann wird sie lernen, dass es so nicht gehen kann, dass man Menschen nicht wie Dreck behandeln darf, bloß weil sie nicht so wohlhabend sind.“ Sie fuhr sich durchs Haar, entwirrte vorsichtig mit den Fingern einige Knoten. „Ich weiß aber nicht, ob das unser Verhältnis kitten wird. Und Emil... oh ja, das sollte ich. Er hört ja auf mich, aber so ein paar Macken sind geblieben.“
Jetzt schlich sich tatsächlich ein Lächeln auf Frejas Lippen. Ihren Tieren konnte sie nie lange zürnen und sie war sich sehr sicher, dass Emils Beschützerinstinkt durchaus nützlich sein könnte, wenn sie allein und im Dunklen unterwegs war. Das war insgeheim auch einer der Gründe gewesen, warum sie sich überhaupt einen so großen Hund zugelegt hatte. Allerdings würde sie das auf keinen Fall zugeben.
Das Schnauben der Stute klang beinahe beleidigt, was dann auch der Schwedin ein Lachen entlockte, wenn auch ein zarteres, leiseres. Ihre Miene glättete sich und sie begann sich wieder zu entspannen, während ihre Finger kraulend über den Hals des Pferdes fuhren.
„Ein bisschen Eitelkeit stünde ihr aber schon zu“, antwortete sie verschmitzt lächelnd, bevor sie wieder von dem Paint abließ, die Arme verschränkte.
Sie hatte von den Westerndisziplinen gehört, aber sie hatte noch keine solche Veranstaltung beobachten können. Ihr rudimentäres Wissen darüber stammte aus den Lehrbüchern. „Das sind die anspruchsvolleren Disziplinen, oder? Ich hab davon leider wenig Ahnung.“ Entschuldigend zuckte sie mit den Schultern, nagte kurz an ihrer Unterlippe, lockerte ihre Körperhaltung dann aber auch sofort wieder. So war es eben, wenn man selbst nur Englisch reiten gelernt hat. Allerdings mochte sie die entspannte Zügelführung der Cowboys und war zu tiefst beeindruckt vom stabilen Körperbau der Paintstute.
„Ich hatte gar keine Zeit für ein intensives Training. Klausuren, praktische Turniervorbereitung... da blieb kaum Zeit, um intensiv mit Sleipner oder Mony zu arbeiten. Gerade für Mony tut es mir aber leid. Sie ist so gut ausgebildet, dass sogar mein 'Freizeitreitstil' im Dressurviereck ganz gut ausgesehen hätte. Also ich nehme als Beobachter des Tierärztlichen und Zuschauer teil“, schloss sie immer noch lächelnd. „Beim nächsten schwing ich mich dann auf Philharmonika und fege in der M-Dressur über den Platz.“ Was für eine atemberaubende Vorstellung, auf der wunderschönen schwarz-weißen Tinkerstute über den Platz zu schweben. Allerdings hatten ihre Veterinärkenntnisse Vorrang und prinzipiell reichte es ihr, entspannt ausreiten zu können.


[redet mit Darian / Gedanken]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 20:58

„Frauen verdienen wohl ihr gewisses Maß an Eitelkeit“ meinte er mit einem Lachen und boxte Freja leicht gegen die Schulter. So gelassen sah man den Cowboy nur selten, aber er mochte die junge Schwedin, sie war eine ruhige und nicht sehr aufdringliche Zeitgenossin und man konnte sich, wie er nun merkte, gut mit ihr unterhalten und das konnte man von den wenigsten Menschen behaupten, dachte er im Stillen bei sich. Er lauschte ihrer zarten Stimme, während er Tony weiter durch das gescheckte Fell strich, seine Gedanken ein wirbelnder Strom aus Vergangenheit und Zukunft. „Ja, es fordert ein gutes Zusammenspiel von Pferd und Reiter und beide müssen sich sehr Konzentrieren, man konnte es wohl mit der Dressur im Englischen vergleichen“ meinte er und sah sie leicht an, es wunderte ihn nicht, das sie davon wenig Ahnung hatte, schien sie sich doch mit so ganz anderen Dingen zu beschäftigen als mit dem Western reiten. „Man muss ja auch nicht an jedem Turnier teil nehmen“ meinte er verschmitzt grinsend zu ihr. „Jeder hat so seine Macken, egal ob Mensch oder Tier“ meinte er und das entsprach voll und ganz der Wahrheit, auch wenn man es bei manchen weniger war nahm als bei andere. Das beste Beispiel dafür waren wohl seine beiden Pferde. Tony schien keine Sichtbahren Macken zu haben und immer das wohl erzogene Pferd zu sein, was man von Zerb nicht immer sagen konnte, an schlechten Tagen, sah man welche Macken er hatte und dann ließ er auch Darian nur wiederwillig an sich heran. Bei diesen Gedanken musste er leicht Schmunzeln. „Es ist ja auch wichtig, sich auf seinen späteren Beruf vor zu bereiten“ meinte er zu Freja „Wie kommt man eigentlich dazu Tierärztin zu werden?“ fügte er dann noch leicht nachdenklich an. Seine grauen Augen musternd auf sie gerichtete. Er hatte sich noch nicht viel mit dem Veterinäramt aus einander gesetzt und einen Tierarzt konsultierte er eher selten, da er die meisten Leiden seiner treuen Vierbeiner selbst beheben konnte, was wohl auch nicht jeder von sich behaupten konnte. Was aber auch wohl das Leben auf einer Ranch so mit sich brachte, wenn weit und breit keine Menschenseele war außer man selbst und die Menschen die man gerade Unterichtete und die hatten meist recht wenig Ahnung von einem gebrochenen Bein oder einer Kolik oder wenn eine Stute ein Fohlen zur Welt brachte. Das war aber soweit auch alles was er wusste, die grobe Anatomie eines Pferdes und was er bei welcher Krankheit zu tun hatte, aber wahrscheinlich hatte Freja, wenn sie fertig mit ihrem Studium war mehr Ahnung davon als er, aber das war ihm auch recht, schließlich brauchte man immer mal einen Tierarzt.

[Streichelt Sheitona | unterhält sich mit Freja]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 21:42

Der freundschaftliche Knuff in die Seite kam so überraschend, dass Freja sicherlich ihr Gleichgewicht verloren hätte, hätte sie sich nicht mit der Zeit einen sicheren Stand angewöhnt. Doch auch sie stimmte in das Lachen des Mannes ein.
„Na, da fühlt sich die Zeit vorm Spiegel doch schon gleich weniger vergeudet an!“, lachte sie auf, was die Stute mit einem Zucken der Ohren in ihre Richtung quittierte. Dass der Mann derartig zu Scherzen aufgelegt war, hätte sie ihm nicht zugetraut. Darian wirkte oftmals etwas kühl, schweigsam und eben wie so ein Klischeecowboy der Neuzeit. Auch seine vielen Tattoos trugen ihren Teil zu dieser dann ja anscheinend doch falschen Einschätzung bei. Sie ließen ihn einfach unnahbar wirken. Oder war das nur ihre Einschätzung, weil sie eine sorgsam von ihrer Mutter anerzogene Abneigung gegen diesen Körperschmuck besaß? Wie auch immer, Vorurteile waren generell ja schon verdammt dumm und dieses würde sie ab jetzt voll und ganz ablegen.
„Dann bin ich da mal ziemlich gespannt drauf, das zu sehen.“ Sie überlegte einen Augenblick lang, was sie darüber gelesen hatte und tatsächlich fiel ihr noch etwas ein: „Deshalb hat es auch so gestaubt, als Sheitona – so heißt die Süße hier doch, oder?“ Ihr Namensgedächtnis war miserabel, so richtig miserabel. „vorhin aus dem Galopp durchpariert ist, oder? Wegen dieser speziellen Hufeisen...“
Gerade diese hatten die Schwedin anfangs erstaunt. Es musste für ein Pferd doch unglaublich ungewohnt sein, plötzlich auszurutschen, wenn man halten sollte. Aber das ist wohl auch so eine Gewöhnungssache, dachte sie dann und ließ ihren Blick kurz über den Round-Pen streifen. Er war eine der Ungewöhnlichkeiten, die sie auf der Ranch begrüßt hatten. In Schweden hatte sie eine ebene Koppel zum Reiten gehabt und war schon froh gewesen, dass ihr Vater das Geld ausgegeben hatte, um Sleipner wirklich ausbilden zu lassen. An die verschiedensten Hallen, unterschiedlichen Bodenbeläge, Größen und was es hier sonst noch alles gab, hatte damals niemand einen Gedanken verschwendet. Da hatte es nur gezählt, von einem Hof zum nächsten zu kommen, besonders, wenn dort auch Reitpferde und Reiter waren, oder an den langen Sommerabenden durchs Gelände zum Strand zu reiten.
„Nein, es gibt wirklich Anderes als nur von Turnier zu Turnier zu fahren...“, stimmte sie gedankenverloren zu, verspürte wegen ihrer vorherigen Erinnerungen ein plötzliches Heimweh nach dem Fjord und sogar ihren Eltern. Dort war es jetzt noch düster, wenn auch nicht so sehr wie im Norden des Landes, aber man verspürte gerade wegen der langen Wintermonate doch ein ganz anderes Gefühl der Zusammengehörigkeit... schnell schüttelte sie die Gedanken von sich, beschloss aber, Abends noch ihren Eltern eine Mail zu schreiben. Einfach, um zu hören, dass die Idylle Zuhause noch bestand.
„Wie kommt man eigentlich dazu Tierärztin zu werden?“, riss Darian sie aus ihren Gedanken. Ein bisschen schuldbewusst blinzelte sie, weil sie sich zuvor so leicht hatte ablenken lassen und die vorherigen Worte daher nur als Rauschen und daher vollkommen unverständlich an sie herangedrungen waren.
„Meine Eltern haben eine Farm, die etwas abseits von Dörfern oder sogar Städten liegt“, begann sie zu erzählen, den Blick in eine Vergangenheit gerichtet, die nur sie zu kennen schien. „Und ich fand es schon als Kind wirklich ganz und gar unglaublich, mit den Tieren zu arbeiten. Dass die Kühle mehrere Mägen haben, war mindestens so interessant, wie ein Röhrenbein von einem Huhn zu begutachten. Aber ich wollte kein einfacher Landwirt wie meine Eltern werden. Dazu mochte ich die Naturwissenschaften zu sehr und auch dieses ganze Medizinische.“ Bei ihrer Rede hatte sie ganz natürlich die Hände zur Untermalung eingesetzt, um Worte zu unterstreichen, abzumildern oder anderes darzustellen. Freja musste grinsen. „Und dann war ich dabei, als mein Dicker auf die Welt kam. Und ich wusste, dass ich dieses große Ganze einfach erfahren muss. Warum wird ein Pferd so geboren? Was kann man tun, damit sich eine Wunde nicht entzündet? Welche natürlichen Mittel unterstützen was? Was ist ein Antibiotikum, wie wirkt es? Deshalb kam gar nichts anderes in Frage, als Tiermedizin zu studieren“, schloss sie schließlich lächelnd und mit vor Begeisterung blitzenden Augen. Nichts von der Begeisterung hatte sie seit Studienbeginn verloren.


[redet mit Darian / Erinnerungen / berichtet von Gründen für Studium]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Round-Pen   Sa 24 Mai 2014 - 22:09

Ein feines Grinsen stahl sich auf Darians Gesicht, als Freja nach dem Namen seiner Paint Horse Stute suchte und stimmte ihr dann mit einem knappen Nicken zu. „Ja Sheitona heißt die Süße, sie hört aber auch auf Shei oder Tony“ meint er mit einem breiten Grinsen und zur Bestätigung zuckte die Stute mit den Ohren, rieb ihren wohl Geformten Kopf an Darian. „Ja, das kommt durch die Eisen, dass es so staubt“ pflichte er ihr bei, „Man muss das Pferd langsam daran gewöhnen und es dauert seine Zeit, bis ein Pferd das verinnerlicht hat. Ein starkes Vertrauen zwischen Pferd und Reiter ist dabei unabdingbar“ fügte er dann noch hinzu und Klopfte seiner Stute dann leicht Nachdenklich den Hals. Da er schon sein ganzes Leben lang Western ritt, viel ihm das gar nicht mehr so auf, wie es auf andere Wirkte, wenn es beim Stoppen so staubt, aber Freja hatte recht, das hatte etwas mit dem Beschlag des Pferdes zu tun. Dann schob er seine Überlegungen bei Seite und lauschte Frejas Worten. Er mochte gute Geschichten und er hörte anderen Gerne dabei zu, wie sie über ihre Vergangenheit sprachen. Darian hingegen verschloss sich eher, wenn es um seine Vergangenheit ging, auch wenn es meistens schöne Erinnerungen waren, aber wie er fand, gehörte sie ihm und diese musste er nicht mit jedem Teilen.

„Na, das hört sich wirklich gut an und es ist schön, das es dir Spaß macht“ meinte er dann leicht Nachdenklich. „Ich kenn mich auch etwas in der Medizin aus, aber mir liegt dann doch das Westernreiten mehr und das Unterrichten“ meinte er zu Freja. Es war wohl ein Zugeständnis, das er dies anvertraute, aber es war wohl ein Geben und ein Nehmen, wenn sie ihm schon etwas aus ihrer Vergangenheit erzählte, so konnte er ihr im Gegenzug auch etwas aus seiner Vergangenheit erzählen. Auch wenn es nicht viel war, so wusste sie schon mehr, als die meisten Menschen mit denen er sonst zu tun hatte und sie hatte Seiten von ihm gesehen, die sonst nur seine Tiere sahen, was durchaus mal eine nette Abwechslung war, wie er fand. Denn es war immer eine willkommene Abwechslung, wenn man einem Menschen eine andere Fassette zeigen konnte, den die meisten hatten ja doch einige Vorurteile gegenüber tätowierten Menschen und wenn man dann noch ein Cowboy war, war man in einer Schublade aus der man so schnell nicht mehr heraus kam, das wusste er nur zu gut, den das hatte er mehr als einmal mit bekommen.


[redet mit Freja | schwelgt in Erinnerungen]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 25 Mai 2014 - 11:44

Interessiert nickte Freja bei Darians Erklärungen, wobei etliche Lexikonartikel in ihrem Kopf hervorkrochen wie Pop-Up-Fenster in einem Browser. Sie liebte es, wenn sie ihr Wissen auch im Alltag anwenden konnte oder etwas fand, das sich damit verbinden ließ. Gerade deshalb unterhielt sie sich auch gern mit den Ausbildern, deren Wissensschatz so viel größer war und die ihre Erfahrungen in der Regel auch gern teilten.
Als er vom Vertrauen sprach, musste sie leise lächeln. Denn das ließ sich zwischen Sheitona und dem Cowboy definitiv erkennen. Sahen sie und Sleipner auch so aus? Oder war ihr Verhalten eher kollegial-partnerschaftlich? Wahrscheinlich letzteres. Das Fjordpferd ließ sich zwar auch gern putzen und kraulen, hatte eine Engelsgeduld und war durch nichts zu erschüttern, aber so fast verliebt sah er sie eigentlich nur an, wenn sie frische Karotten brachte. Andererseits wollte sie das auch nicht. Solange sie einander blind vertrauen konnten, mussten sie sich nicht gegenseitig anschmachten.
„Wie kommt es denn, dass du dich mit Medizin auskennst?“, erkundigte sich Freja dann frei heraus. Nach diesem Gespräch schien es nicht mehr so wichtig zu sein, sich bei jeder Frage zu versichern, ob sie sie überhaupt fragen durfte. Außerdem interessierte es sie wirklich. Über die Vergangenheit Darians wusste sie kaum etwas, da es dazu bislang auch kaum einen Grund gegeben hatte, ihn darüber auszufragen. Oder eine Gelegenheit. Da er dazu aber schon ansetzte, schien es okay zu sein. „Und wie kamst du zum Unterrichten?“


[Gedanken // fragt nach Darians Vergangenheit]
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Darian O´Donneil

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BEITRÄGE : 716
ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Round-Pen   So 25 Mai 2014 - 12:33

Irgendwie fand er es schon fast süß, die Fragen von Freja zu hören, auch wenn es in seinem Bauch einen unangenehmen Knoten verursachte, schließlich waren es Fragen zu seinem Wissen und dazu, wie er zum Unterrichten gekommen ist und das war eine Geschichte, die er gerne weiter gab, schließlich waren es schöne Erinnerungen an alte Zeiten. „Naja, wenn man vorwiegend alleine oder zusammen mit grünschnäbeligen Großstädtern auf einer Ranch lebt, sollte man die einen oder anderen Dinge wissen. Was mache ich wenn eine Stute ihr Fohlen bekommt, wie verbinde ich ein gebrochenes oder geprelltes Bein, was muss ich bei einer Kolik beachten….solche Dinge halt“ meinte er und fuhr sich kurz durch die Haare, denn der sonst so geliebte Cowboyhut lag auf einem der Pfosten des Round-Pen, was für ihn eher ungewöhnlich war, da er diesen so gut wie nie ablegte, aber manchmal war ihm nun einmal danach, so wie heute, beim Training mit Tony. „Nun, ich habe schon früher Unterrichtet. Es hat mir schon immer Freude bereitet anderen etwas bei zu bringen oder Menschen zu helfen, das Vertrauen in Pferde wieder zu erlangen und da ich das Westernreiten schon immer liebe und es sich auch gut mit der Arbeit auf der Ranch vereinen ließ, bin ich wohl Westernreitlehrer geworden“ schloss er seine Erklärung und sah Freja dann an. Auch wenn es keine Welt bewegende oder verwegene Geschichte war, so war sie doch etwas verträumt und vielleicht war er das auch damals gewesen. Damals als er wirklich noch Farmer war und sich nur mit dem hier und jetzt befassen musste und das Morgen in weiter Ferne lag. Leicht verträumt blickte er in die Vergangenheit, die sogenannten rosigen Zeiten seines Lebens. Doch diese Zeiten waren vorbei und nun musste er hart Arbeiten für das, was früher so selbstverständlich war. Innerlich schüttelte er leicht den Kopf, schüttelte sich, wie ein nasser Hund um die letzten Spuren der Vergangenheit ab zu legen und wieder den Weg ins hier und jetzt zu Finden. Das hier und jetzt wo er sich mit einer jungen Schwedin unterhielt, die ein paar Gemeinsamkeiten mit ihm aufwies. Manchmal war es wohl egal, ob man in der Abgeschiedenheit von Nevada oder der Abgeschiedenheit Schwedens Wohnte. Manche Sachen waren da doch gleicher als man dachte.


[gibt Freja Erklärung ab | schwelgt in der Vergangenheit]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 25 Mai 2014 - 13:32

„Oh ja!“, erwiderte Freja, fingerte einen Haargummi aus ihrer Hosentasche und band ihre Haare zu einem hohen Pferdeschwanz zusammen. Das laue Lüftchen hatte ihre Strähnen durcheinander gewirbelt und inzwischen nervte es sie. „Wir haben auch nie Tierärzte rufen können, außer es stand wirklich schlimm. Aber zu Hause bin ich eher mit Kühen in Kontakt gekommen. Elsa, Sleipners Mutter, war das einzige Pferd, das wir hatten. Und Sleipner verdanke ich auch nur einem kaputten Koppelzaun.“ Sie lachte leise beim Gedanken an den Hengst von der Anderson-Farm. „Außerdem gab es da noch Flipp, den Esel. Deine Geschichte zeugt übrigens auch davon, dass du gut geeigent für den Job bist.“
Die Geschichte war schön und Freja überhaupt schon immer der Überzeugung, dass man dann am besten in einer Tätigkeit war, wenn man sie seit der Jugend machte und Leidenschaft dafür empfand. So ähnlich war es immerhin schon bei ihr gewesen. Mit ihren Freundinnen hatte sie liebend gern Ärztin gespielt, deren Katzen, Hunde und Hasen mit imaginären Medikamenten in Form von Leckerli kurriert und Sleipner hatte wohl schon öfter Übungsverbände als Gamaschen getragen. Mit Philharmonika war sie soweit noch nicht gekommen. Sie war sowieso eher wie eine Tänzerin fürs Dressurviereck als eine Übungspuppe.
Der Blick der kleinen Schwedin wanderte langsam wieder Richtung Ranch. Bald würden wohl die ersten Starter von den Stables beim Springen antreten. Auch auf die Gefahr hin, Shana erneut über den Weg zu laufen, wollte sie doch hingehen und die anderen ein bisschen anfeuern.
„Wollen wir langsam zu den Tribünen gehen? Oder willst du lieber mit Tony noch ein bisschen arbeiten?“


[redet mit Darian / Erinnerungen / Frage]
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Darian O´Donneil

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ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Round-Pen   So 25 Mai 2014 - 15:28

„Kühe gab es bei mir auf der Farm auch, wobei man sie eher als Rinder bezeichnet und Schafe besaß ich auch, jedoch nur eine kleine Herde“ meinte er zu Freja. Voll freudiger Erwartung war er morgens auf gestanden, hatte Basket gefüttert und hatte sich dann um die Rinder gekümmert und dem Australien Shepherd hatte es riesen Spaß gemacht die Herden zusammen zu treiben wenn es darum ging sie auf neues Land zu führen oder neue Kälber zu Brandmarken und zu Impfen oder die Schafe zusammen zu treiben um sie zu scheren, das war ein Leben, doch das war nun leider seine Vergangenheit und jedes Mal wurde sein Herz schwer, wenn er an die vergangene Zeit dachte, die nie wieder die seine sein würde. Er schob diese Gedanken bei Seite und konzentrierte sich wieder auf Freja. „Ich denke ich werde Tony auf die Weide bringen, dann kann sie noch etwas mit anderen Pferden toben, bevor sie heute Abend wieder in den Stall kommt“ meinte er leicht und obwohl Tony missbilligend schnaubte und tätschelte er ihr doch den Hals, denn er wusste, dass sie heute gut war und es ja auch eine Art Belohnung für sie war. „Dann können wir ja weiter zu den Tribünen gehen“ fügte er an, wobei er sich leicht unschlüssig war ob es Ratsam war die beiden Hunde mit zu nehme „Eine andere Frage ist allerdings ob es gut ist die beiden Hunde mit zu nehmen“ sprach er seine Gedanken aus. Während er dies Tat ging er zu dem Posten, wo er seinen Hut und den Führstrick deponiert hatte und kam dann mit beidem zurück zu Tony und Freja. Ohne hin zu sehen, strich er sich die Haare zurück und setzte den Hut auf, danach Hackte er den Führstrick in Tony´s Halfter um sie besser führen zu können. Abwartend sah er dann zu Freja.

[schwelgt in Erinnerungen | spricht mit Freja | bereitet sich auf den Abgang vor]
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BeitragThema: Re: Round-Pen   So 25 Mai 2014 - 20:21

„Manchmal vermisse ich es, das Leben auf dem Hof“, murmelte Freja leise, mehr zu sich selbst gewandt als zu Darian. Dann jedoch schüttelte sie den Kopf, bemühte sich um ein Lächeln.
Dass sie eigentlich zurück nach Schweden wollte und das lieber heute als morgen, war ein wohl behütetes Geheimnis, von dem nur Emil und Sleipner wussten. Das Heimweh überfiel sie nicht dauerhaft, an manchen Tagen genoss sie es auch einfach, dass sie diese Chance hatte und ihre Ausbildung hier war gerade zu perfekt. Nicht mal in Stockholm hätte sie diese Möglichkeiten gehabt. Aber auch dieses Wissen verhinderte nicht, dass sie an manchen Abenden auf ihrem Bett saß, die Knie an den Körper angezogen und sich nichts sehnlichster wünschte, als in ein Flugzeug steigen zu können, um zurück zufliegen. Wann immer das geschah, spürte sie die Sehnsucht sogar körperlich. In Embryonalstellung zusammengekauert lag sie dann auf dem Bett, kämpfte gegen die Tränen ebenso an, wie gegen den Impuls zu Hause anzurufen und ihre Eltern zu bitten, ihr das nötige Geld zu schicken. Doch das war ganz und gar unmöglich. Sobald sie ihre Abschlussprüfungen in der Hand hatte, würde sie zurückkehren. Triumphierend und mit der Gewissheit, ihren Traum erfüllt zu haben.
Auf Darians Antwort hin, nickte Freja zustimmend. „Ich hoffe, die Chance für eine kleine Westernlektion für den Dicken hab ich noch“, meinte sie lächelnd und eigentlich nur für ihre eigene Versicherung. Sie hatte sich jetzt so gut mit dem Ausbilder verstanden, dass sie nicht mehr befürchtete, dass er es sich noch anders überlegen könnte. Abgesehen davon, dass er wohl jemand war, der zu seinen Worten stand.
Was die Hunde betraf, war das wohl wirklich eine ausgezeichnete Frage. Freja wandte den Blick zu der Stelle, wo Emil immer noch recht entspannt lag. Eigentlich hatte sie vorgehabt, ihn mitzunehmen, aber die Erinnerung an die Szene von vorhin war noch zu frisch und bei den nervösen Sportpferden wusste man ja auch nie wirklich, wie sie auf kläffende Schäferhunde reagieren würden. Na, da wird er sich freuen, wenn er nicht mit darf, dachte die Schwedin voller Sarkasmus, nickte dann aber leicht resigniert, sobald Darian mit Hut und Führstrick wieder zu ihr und der entspannten Stute zurückgekehrt war. Sheitona hatte ihr zwar nicht die gleichen Liebkostungen zugestanden, die für ihren Besitzer reserviert waren, aber es erfreute sie, dass sie bei ihr blieb. „Ich wollte ihn eigentlich mitnehmen, aber nach der Geschichte... Würde Basket mit mir mitgehen? Dann könnte ich die Hunde nehmen und in deine Wohnung beziehungsweise mein Cottage bringen, während du Tony auf die Koppeln bringst. Also natürlich nur, wenn das okay für dich wäre“, fügte sie rasch hinzu, als ihr bewusst wurde, welchen Vertrauensbeweis sie von dem Man verlangte. Sie selbst würde ihren Schlüssel nicht herausrücken, nicht einmal bei einem solchen Angebot. Eine zarte Röte kroch in ihre Wangen, als ihr das vollends bewusst wurde. Wie töricht! Was mochte er jetzt von ihr denken? Verlegen trat Freja von einem Fuß auf den anderen, unsicher, was als nächstes passieren würde. Sie wollte auf keinen Fall einen falschen Eindruck vermitteln!


[Gedanken / fragt nochmal nach Westernstunde / macht Vorschlag]
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