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Isaac Haber

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BEITRÄGE : 720
ALTER :
JUNG GENUG, UM WIE 26 AUSZUSEHEN.

HERKUNFT : DAS, WAS EINER HEIMAT AM NÄHSTEN KÄME, IST UND BLEIBT LONDON IM LAND DER QUEEN.
BERUF : ALS BEREITER NEIGT MAN BEINAHE DAZU, GRAUE HAARE ZU BEKOMMEN.

BeitragThema: Re: Reitplatz   So 10 Mai 2015 - 21:23

Jetzt, wo sie sich so gegenüberstanden, hatte Wasabi zum ersten Mal die Gelegenheit näheren Kontakt mit Willow aufzunehmen und diese Gelegenheit ließ sich der 6-Jährige natürlich auch nicht entgehen. Mit spitz aufgestellten Ohren machte er den Hals lang, streckte die Nase vor und pustete vorsichtig in Willows Nüstern, der ihn die ganze Zeit über skeptisch beäugte. Kurz zuckte der Paint unter einem leichten Quieken zurück, einfach, weil er ein kleiner Angstahase war, der befürchtete von Wasabi angefallen zu werden. Verblüfft über diese Reaktion sah der Braune den Älteren an und schien sichtlich verwundert zu sein, welch hohe Töne dieser von sich geben konnte. Nachdem sich Willow jedoch wieder einbekommen hatte, wagte es der Jüngere noch einmal und stupste ihn diesmal leicht an den Hals, was dieser mit einem kritischen Blick quittierte und ihn schließlich etwas boshafter anstieß. Doch der Warmblüter war glücklicherweise kein Pferd, dass diese Boshaftigkeit ernsthaft wahrnahm und so blieb er in seiner jugendlichen Naivität glücklich und zufrieden mit sich und der Welt, dass der Geselle ihn nun doch wahrgenommen hatte.
"Willow so findest du nie Freunde", schalte Isaac, der das Schauspiel beobachtet hatte, seinen einstigen Zögling, der ihn etwas perplex ansah. Der Brite konnte sich ein leises Lachen nciht verkneifen, lehnte sich zu dem Zweifarbigen runter und wuschelte ihm einmal durch die Mähne, ehe sie sich Seite an Seite in Bewegung setzten und den Weg Richtung Wald einschlugen. Egal wo sie hinwollte, ob zum Strand oder zu den Wiesen, mussten sie erstmal ihren Weg durch die Baumstämme machen. "Na ins Gelände dachte ich!" Schalkhaft blitzten die grauen Augen Ciara an, die ihm die Frage nach dem Weg gestellt hatte. Im Wald jedoch mussten sie dann hintereinander reiten, sodass Isaac mit dem etwas flotteren Snapshot die Führung übernahm. "Mich hätte ja die Vielseitigkeitsstrecke gereizt, aber Springen mit Willow ist alles andere als eine gute Idee." Zu gut erinnerte er sich noch an seinen letzten Sprung mit dem Pinto, bei dem er anschließend im Krankenhaus und Willow beim Tierarzt gelandet war. Somit viel dieses Vorhaben also flach, auch wenn es Wasabi sicherlich Spaß gemacht hätte. Aber da Isaac um die Ausdauer seine ehemaligen Gesellens wusste, hatte er schon eine andere Route im Kopf. "Ich denke wir nehmen die Fetzstrecke über die Wiesen und machen den Rückweg am Strand entlang." Kaum hatte er dies gesagt, lichtete sich der Wald auch schon und er trat mit seinem jüngsten Pferd auf die freien Wiesen, die sich vor ihnen erstreckten. Ein paar Biegungen später konnten sie schließlich ihre erste Trabeinheit hinlegen, um die Pferde auf den bevorstehenden Gallopp einen Hügel hinauf vorzubereiten.
"Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, wenn wir dir und deinem hohen Ross im Gallopp den Vortritt streitig machen." Im Leichttraben blickte er zu Ciara hinüber, die noch neben ihm ritt, aber er wusste, dass Wasabi - so lieb und feinfühlig er auch war - spätestens im Gallopp niemanden mehr neben sich duldete. Er teilte sich die Koppel mit Oxygen, was wollte man also erwarten? Er war ohnehin noch erstaunlich tolerant.


{-> WIESEN}
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Ciara Rothwood

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BEITRÄGE : 959
ALTER : Man wird ja nicht jünger, aber bestimmt wird man mit den Jahren noch weißer. Mit meinen 29 Jahren bin ich das noch nicht wirklich.
HERKUNFT : Geboren und aufgewachsen im schönen New Orleans.
BERUF : Neben meiner Abreit als Pferdepflegerin und Azubidompteur, arbeite ich noch als Barkeeperin.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 19 Mai 2015 - 20:30

Ciara beobachtete den jungen Hengst. „Lass ihn, junge Hengste die einem in die Nüstern prusten können einem gut und gerne suspekt sein“ meinte Ciara mit einem breiten Grinsen und strich Willow den Hals. Er war viel ruhiger geworden und sie hatte ihm schon etwas Western bei gebracht. Die beiden standen am Anfang, doch sie hoffte, dass sie ihm noch einiges bei bringen konnte. Im Pleasure schien er ein Naturtalent zu sein, jedoch hatte sie noch nicht viel Zeit in die Ausbildung in eine Richtung investiert und meinst Arbeitete sie am vertrauen und daran ihn zu sensibilisieren, was ganz gut lief, allerdings gab es auch hin und wieder den ein oder anderen Rückschlag. Jedoch ließ sich die Pferdepflegerin davon nicht in ihrem Vorhaben einschränken und sie nahm diese Rückschläge als Herausforderung es das nächste Mal besser zu machen. Die braunen Augen sahen zu Isaac, dem mal wieder der Schalk im Nacken saß. Jeder andere wäre der Bereiter wahrscheinlich irgendwann zu anstrengend, da er seine ganz eigene Art hatte, doch Ciara war das egal, sie mochte ihn und es war jedes Mal interessant, die Zeit mit ihm zu verbringen. Auch wenn es Menschen gab, die dies nicht so gerne sahen. Ihr war es schnurz egal, ob Shana ein Problem mit ihr hatte oder nicht. Wenn es ihr nicht passte, dass sie so dicke mit Isaac war, konnte sie dies gerne kund tun, doch Ciara würde das wahrscheinlich am Arsch vorbei gehen. Sie scherte sich schon lange nicht mehr um die Meinung anderer Menschen.
Sie beobachtete das Treiben der beiden Pferde. Der jüngere Schien etwas perplex das sein älterer Artgenosse so hohe Töne von sich gab. Ciara quittierte das Ganze nur mit einem breiten grinsen. Manche hatten die Meinung, dass die Pferdepflegerin ein eiskaltes Misstück war, das keinerlei Gefühle kannte. Doch dem war nicht so, jedoch gab es nur wenig Menschen auf dem Hof, die ein anderes Bild von ihr hatten und mit denen sie wirklich befreundet war. Sie hatte nicht wirklich geglaubt, dass aus ihr uns Isaac Freunde werden könnten, so wie sie am Anfang auf einander los gegangen sind. Mit einem grinsen erinnerte sie sich an die Zeit zurück. Sie wusste nicht wirklich woran es lag, dass sie mittlerweile so unbeschwert miteinander umgehen konnte. Ob es etwas mit der einen Nacht zu tun hatte, konnte sie nicht genau sagen, aber im Nachhinein war es eigentlich auch egal, woran es lag, dass sie sich so gut verstanden. „Du Witzbold, das hätte ich jetzt nicht gedacht“ meinte sie mit einem leicht sarkastischen Unterton. Bei Isaac hatte sie immer das Gefühl, das sie sich nicht verstellen brauchte, den egal wie giftig oder zickig sie auch reagierte oder welchen dummen Spruch sie ihm an den Kopf war, Isaac konnte immer irgendwas erwidern und mit ihrer Art sehr gut um gehen.

Sie ritten durch den Wald, hier und da blitzte die Sonne durch, wodurch ein Schattenspiel auf ihrer dunklen Haut entstand. Ciara hatte noch nie Probleme mit der Sonne gehabt und jeder Beneidete sie um ihre Hautfarbe und ihre dunklen Haare. Es war kaum zu glauben, das hinter ihrer doch so schönen Fassade ein so mieser Charakter Steckte. Zumindest sagten ihr das immer viele. Sie interessierte das doch nicht, was andere über sie Dachten. Isaacs Worte holten sie wieder in die Gegenwart, raus aus ihren Gedanken. „Wie großzügig von dir. Ich will mir ja nichts brechen, bei dem Versuch mit Willow über eine Stange zu kommen“ meinte sie mit einem leichten Lächeln auf den Lippen, jedoch hatten ihre Worte einen leicht ironischen Unterton, den wahrscheinlich nicht jeder herausgehört hätte. Doch so, wie sie Isaac kannte, werden ihre Worte nicht unkommentiert bleiben. Aber sie mochte den Schlagabtausch mit dem Briten. Es wurde irgendwie nie langweilig. „Das ist wirklich eine gute Idee“ meinte sie nur zu seiner Ausführung über die Reitstrecke die sie nehmen wollten.
Als bald lichtete sich der Wald und man konnte sie Wiese erblicken. „Du solltest dich nicht immer so Maßlos überschätzen. Aber ich verkrafte eine Niederlage. So ein zartes Pflänzchen bin ich jetzt auch wieder nicht“ meinte sie mit einem breiten grinsen und trieb Willow in den Galopp. Sie wusste, dass sie nicht viel Chansen auf einen Sieg hatte, doch versuchen konnte man es ja mal. Ein leichtes jauchzen verließ ihre Lippen, während es so schien, als würden sie über die Wiesen fliegen.


-->Wiesen
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Lawrence McKinley
Admin
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 2 Jun 2015 - 17:55


PLOT 6

Neues Jahr, neues Glück

1 ½ Monate der freien, unbeschwingten Zeit liegt hinter Lehrern, Schülern und Pferden. Wochen, in denen die Tiere die Freiheit auf den Wiesen genossen und nur die Privatpferde bewegt wurden. Wochen, in denen kein Schüler zu den Büchern greifen und sich dahinter verstecken musste. Wochen, in denen keine Trainingsstunde geplant und Leistungsschreiben angefertigt werden mussten. Allen hatte diese Zeit gut getan. Viele haben sie für einen Urlaub genutzt. Entweder in der Heimat oder fern ab an einem anderen schönen Landstrich dieser Erde.
Pünktlich, zwei Wochen bevor das neue Lehrjahr startet, sind dann alle wieder zurück auf dem Hof. In den ersten beiden Augustwochen sind schon die neuen Azubis auf dem Hof eingezogen und mit ihnen neue Privat- und auch das ein oder andere Reitschulpferd. Für besonderes Aufsehen sorgte zweifelsohne die Hochzeit von Lawrence McKinley und Rebecca Lacroix, die eine großartige Feier auf dem Hof war. Doch auch dieses Fest ist vorbei und so begann einige Tage später, am 01. September, auch schon wieder das neue Lehrjahr. Für die einen geht es in die zweite Runde, für die anderen ist es das erste Jahr auf dem Hof und ganz gespannt sind alle natürlich nur auf eins: die neuen Pflegepferde. Wer wird in diesem Jahr ihr vierbeiniger Begleiter durch dick und dünn? An wen wurde das Lieblingstier verteilt? Und hat man selbst vielleicht den geheimen Wunschkandidaten zugeteilt bekommen? Nun endlich hat das Warten ein Ende. Und nach einer Woche Theorieunterricht startet schließlich am 09. September der praktische Teil der Ausbildung in Form der ersten Stunde auf den neuen Pflegepferden. Für alle Beteiligten ist es eine aufregende Sache, denn sowohl die Pferde bekommen neue Reiter, als auch die Azubis, die neuen Partner bekommen und die Lehrer, die sich auf die neuen Paare einstellen müssen.
Inzwischen ist die erste Stunde in vollem Gang und das erste Betasten ist größtenteils überstanden. Die Unterrichtseinheit geht schon in die Schlusseinheiten und danach wartet dann doch ein wenig freie Zeit bis es ins Bett geht.

> Mittwoch, 09. September (->Geburtstagsliste)
> Nachmittags, 15.10 Uhr
> ein noch relativ warmer Tag, sonnig, ca. 25°
> ein paar Wolken zeigen sich schon am Himmel und lassen auf ein abendliches Sommergewitter schließen

Da wir mit der ersten Unterrichtseinheit beginnen, sind die Postingpartner schon festgelegt. Es findet Gruppenunterricht statt. Dabei erfolgt die Verteilung auf das Gelände folgendermaßen:

Dressurreiter (Dressurplatz)
Lawrence McKinley – William Cavanaugh
Guillén Jozé – Raven Blackwater&Joana Collins
Springreiter (Springplatz)
Rebecca Lacroix – Ava Reed&Miranda Gillingham
Vielseitigkeitsreiter (Vielseitigkeitsstrecke)
Daniel McHale – Mai-Lin Cheng&Lillian Adams
Jockeys (Rennbahn)
Alex Salas – Sophie Ferall&Noah Shoemaker
Westernreiter (Reitplatz)
Darian O’Donneil – Patrick Murray
Bereiter (Reithalle)
Isaac Haber – Shana McCormick&Noriko Cromwyll&Aaron Harris
Pferdepfleger (Hengststall)
Ciara Rothwood – Dorothea Kaiser
Tierärzte (Stuten-&Wallachstall)
Josephine Bernard – Emma Carter&Carolin von Meeden

Nach dem Unterricht steht die restliche Zeit des Tages allen frei zur Verfügung und neue Postingpaare können gebildet werden.
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Darian O´Donneil

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BEITRÄGE : 718
ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 2 Jun 2015 - 20:41

Darian hatte seine freie Zeit auf dem Hof verbracht, hatte seine Pferde bewegt, hier und da war er mit dem ein oder anderen Kollegen einen trinken gewesen, doch der Hof war so gut wie ausgestorben gewesen. Es war ein ruhiges gelassenes Arbeiten. Hier und da ein gemütlicher Wanderritt mit Zerberus der wieder ruhig und sicher unterm Sattel ging. Am Anfang hatte er wirklich keine großen Hoffnungen mehr gehegt doch er hatte viel mit dem Hengst gearbeitet und nun hatte er ihn wieder unter Kontrolle. Zu Zeit genoss der Buckskinhengst das Leben auf der Weide und als Darian ihn kurz besuchte hob er Kopf und schweif und richtete den Blick auf ihn, graste dann aber friedlich weiter. Er Atmete einmal tief durch und wandte sich dann wieder ab. Nun würde die harte Arbeit wieder beginnen und er durfte sich wieder mit seinem Lieblingsazubi herum schlagen. Patrick war ein netter Kerl aber manchmal konnte er einem wirklich den letzten Nerv Rauben. Ein leichtes kläffen riss den Cowboy aus seinen Gedanken und er sah gehen Boden zu seinem Australien Shepherd Rüden. Ein leichtes lächeln umspielte die Lippen des Cowboys und er lehnte sich gegen das Holz der Koppelumzäunung und ließ die Gedanken etwas schweifen.

Am Morgen war es noch klar, aber es wurde Mittag und die ersten Wolken überzogen den Himmel. Darian rückte den Hut zurecht, ehe er sich nochmals die Unterlagen an sah, sie dann aber auf dem Schreibtisch in seinem Zimmer liegen ließ. Grob hatte er alles im Kopf, da brauchte er keine Notizen, außerdem waren diese beim Unterricht auf dem Platz eher hinderlich als Nützlich. Mit einem leisen Pfiff erregte er Baskets Aufmerksamkeit und gemeinsam verließen sie das Zimmer. Es war gerade mal 15 Uhr und er wusste jetzt schon, dass sich Patrick wohl wieder verspäten würde. Er hatte es dem Iren immer noch nicht austreiben können, mit der Pünktlichkeit hatte er es wirklich nicht sonderlich. Innerlich schüttelte der Amerikaner jetzt schon den Kopf doch er blieb gelassen.

Pünktlich um zehn nach drei Mittags stand Darian auf dem Platz, von dem Iren der auf den Namen Patrik hörte fehlte noch jede Spur. Eigentlich war es unnötig, den Patrick durfte sich weiter um das Pärchen der Westernpferde kümmern, sie mussten sich nicht neu kennen lernen, aber etwas vertrauensarbeit schadete nie, fand Darian. Nochmals ließ er den Blick schweifen und entschied sich dann, wieder zur Platzumzäunung zu gehen und sich dagegen zu lehnen. Basket hatte es sich nicht nehmen lassen, sich in das Weiche gras zu legen, welches den Platz umgab um ja nichts zu verpassen. Darian verschränkte die Arme vor der Brust und ließ den Blick schweifen, er hoffte wirklich, dass er nicht alt zu lange auf den Iren warten musste.

[Rückblick | Zimmer/Notizen | Reitplatz | warttet auf Patrick]
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Patrick Murray
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 353
ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 2 Jun 2015 - 21:18

Veränderungen über Veränderungen, aber immerhin eine Konstante. Die Sommerferien waren vorbei, seine Beziehung zu Joana war vorbei und das erste Lehrjahr war ebenfalls vorbei. Letztlich waren die letzten Monate wohl eine Zeit voller Enden gewesen und doch schien es Patrick an diesem Tag, als er wieder oder eher immer noch mit zwei Pferden im Schlepptau über den Hof marschierte, gar nicht so schlimm zu sein. Natürlich schmerzte ihn die Erinnerung an Joana, an ihre Gespräche, die Berührungen, doch so war es besser. Wenigstens konnte er das jetzt so sehen, doch Avas abgekaute Ohren und die Erinnerung an einige üble Kater nach langen Pubbesuchen sprachen eine andere Sprache. Es hatte ihn hart getroffen, dass Jo Schluss gemacht hatte. Verdammt hart. Und gleichzeitig war da eine leise Stimme gewesen, die ihm gesagt hatte, dass er selbst daran Schuld gewesen war. Er war nicht ehrlich zu ihr gewesen und hatte sie gedrängt, ohne bereit zu sein, das Selbe für sie zu tun. Nein, wirklich überraschend und aus heiterem Himmel war das Ende nicht gekommen, aber das bedeutete nicht, dass er keine Konsequenzen daraus gezogen hätte. Hänge dein Herz nicht mehr an Leute, die es nicht wert sind!
Wenigstes – und das war ein großes Wenigstens – hatte das Schicksal mit den Pflegepferden ein Einsehen. Nachdem er das Kaufangebot von Amy hatte ablehnen müssen, hatte er noch schlechter geschlafen als wegen der Trennung. Man hätte ihm die beiden abnehmen können, an irgendeine andere Person verscherbeln können, die die besondere Beziehung der beiden Pferde nicht verstanden und nicht geschätzt hätte!
So blieben sie aber bei ihm, wohlbehütet, geliebt und mit Karotten überfüttert. Und noch etwas war geblieben: sein geliebter Ausbilder, der sich gerade wohl wieder graue Haare ärgerte, weil er fünf Minuten zu spät war. Immerhin tauchte der Reitplatz schon vor ihm aus und die Hufe von Cowboy und Amy klapperten über das gepflasterte Stück Weg.
„Freuen Sie sich auch so, mich zu sehen, Big Boss!“, rief Patrick seinem Ausbilder über den Platz hinweg zu und grinste breit, ehe er Amy am Platzrand anband und Cowboy nachgurtete, um sich im nächsten Moment auf den Rücken seines Wallachs zu schwingen. Same procedure as last Year, dachte er und ritt den Fuchs entspannt auf seinen Ausbilder zu.

Ja, letztlich war es so wie im letzten Jahr auch, nur dass O'Donneil die Zügel straffer genommen hatte und Paddy und Cowboy verschwitzt waren, als sie schließlich wieder in den Schritt durchparrierten. Der Atem des jungen Mannes ging heftiger und in seinen Ohren hörte er die Stimmen seiner wesentlich sportlicheren, weiblichen Freunde, die ihn in den Ferien mehrfach aufgefordert hatten, statt in den Pub in den Wald Joggen zu gehen.


[Erinnerung / Ankunft auf dem Platz / Ende der Stunde]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 2 Jun 2015 - 22:13

Bei der Stimme wollte Darian schon wieder die Augen verdrehen, doch er Atmete einmal tief durch und würde sich nicht gleich bei der ersten Stunde die Haare raufen. „Eigentlich habe ich die ruhigen Minuten ohne dich gut rum gebracht“ meinte Darian und knirschte leicht mit den Zähnen. Was hatte Lewis sich nur dabei gedacht, ihm jemanden wie Patrick Murray unter zu schieben. Naja, er würde die Zeit schon rum kriegen und dann sehen was noch so auf ihn zu kommt. „Nun schwing dich auf Cowboy damit ich dich über den Platz scheuchen kann“ meinte Darian mit einem breiten grinsen auf den Lippen. Ein seltener Anblick, aber manchmal konnte selbst er sich ein kleines schmunzeln nicht verkneifen.

Darian hatte gemerkt, dass der junge Ire mit seinen Gedanken ganz wo anders war. Er rief im immer wieder zu, das er sich mehr konzentrieren solle und sich nicht so gehen lassen sollte. Ja Darian war hart, aber das musste er auch, schließlich wollte er, dass Patrick einen guten Abschluss bekam und gute Plätze bei Westernturnieren erlangte. Der Cowboy hatte schon früh gelernt, das man sich bei der Arbeit zu konzentrieren hatte sonst unterliefen Fehler.

Darian stand neben Amy und strich ihr beruhigend den Hals während er Patrick im Auge behielt. Der Übergang zwischen Roul Back und Galopp war etwas holprig und beim Sliding Stop setzte Cowboy etwas nach. Darian Atmete schwer durch und Patrick sah sichtlich geschafft aus, aber genau das wollte er erreichen. Wenn man eine gewisse Grenze erreicht war dachte man nicht mehr „Was ist los mit dir, du bist noch unkonzentrierter als sonst“ meinte Darian leicht angesäuert, als er Patrick zum ixten mal eine Drehung erklärte. „Reit ihn ein paar Runden im Schritt, damit ihr beiden wieder zu Atem kommt“ wies Darian den Iren an. Es konnte ja nicht so schwer sein, sich ein paar Stunden auf das Training zu konzentrieren.

[Cowboy & Patrick | Gespräch/Anweisungen | Training]
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Patrick Murray
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BeitragThema: Re: Reitplatz   Do 4 Jun 2015 - 19:18

Reining! Verdammt nochmal, es gab etwa hundert Westernübungen und Disziplinen, die er lieber machte und besser Konnte und dieser hier jeder Zeit vorziehen würde! O'Donneils Kommentare vom Rand des Platzes à la „Konzentrier dich!“ halfen da wirklich weiter, musste man schon sagen. Ja, klar. Eben nicht. Er hatte kein Konzentrationsproblem, er hatte ein Keine-Lust auf die Hektik-Problem.
Patrick wusste, dass er sich nicht ewig mit dem Trail und Barrel Race aufhalten konnte, zumal er beides eigentlich recht gut konnte und seine Pferde ja sowieso. Amy war der ungeschlagene Trail-Profi auf dem Hof und immerhin hatte er auch nicht den letzten Platz beim Turnier belegt, also konnten sie beide im Rennen um die Fässer auch keine schlechte Figur gemacht haben. Ihm war auch vollkommen klar, dass er als angehender Reitlehrer auch das Reinig beherrschen musste, aber hatte heute schlicht und einfach keine Lust.
Cowboy spürte das als aufmerksames Traumpferd natürlich und bemühte sich auch nicht mehr wirklich, es seinem Reiter recht zu machen. Und das wiederum rief einen weiteren Aufruf zur Konzentration bei O'Donneil hervor. Gefolgt von einer Erklärung zu einer Drehung.

Patrick seufzte ergeben, als er und sein Wallach sich mehr oder minder gut drehten und er endlich durchparieren konnte. Er war geschwitzt, Cowboy ebenfalls und er war eigentlich auch nicht bereit, seinem Ausbilder irgendetwas über sein Leben oder seine Gedanken zu erzählen, obwohl er es sicherlich verdient hätte, dass er sich nicht gegen ihn sperrte. In der Hinsicht beneidete er jeden Azubi, der zu seinem Ausbilder ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut hatte. Ihm wollte genau das einfach nicht gelingen und er wusste, dass es gleichermaßen an ihm und an O'Donneil lag. Es machte ihm Spaß, letzteren zu reizen und ein bisschen auf den Arm zu nehmen, aber manchmal zahlte er es ihm auch einfach heim. Mit Stunden wie dieser.
„Ganz ehrlich, hätten Sie mich auch so rangenommen, hätte ich die beiden nicht behalten dürfen?“, stellte Patrick die Gegenfrage, statt auf den Vorwurf zu reagieren. Seine Stimme war noch leichthin, ein wenig spöttisch vielleicht. Auf keinen Fall merkte man ihm an, wie viel lieber er das schöne Wetter mit einer entspannten Runde auf dem Platz oder draußen genießen wollte, statt direkt so rangenommen zu werden.


[Reitstunde / Gegenfrage]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Reitplatz   Fr 5 Jun 2015 - 12:50

Den Cowboyhut hatte er weiter nach hinten geschoben. Die Arme hatte er um die Umzäunung gelegt und unter gehabt, sodass er nun scheinbar lässig am Zaun stand, jedoch trügt dieser Eindruck. Der Westernreitlehrer war voll konzentriert und beobachtete Patrick. Darian wusste, das Patrick am ersten Tag keine Lust auf so viel Stress hatte, aber der Ire konnte nicht die ganze Zeit beim Barrel Race und Trail bleiben. Er musste im Raining deutlich besser werden. Denn auch wenn es dabei auf Speed ankommt, war das nicht alles, es ging auch darum, die Übungen, wie die Spins und den Roule Back sauber aus zu führen und sie zu konzentrieren, was Patrick heute ziemlich schwer zu fallen schien, oder hatte mal wieder einfach keine Lust auf Raining. Darian konnte nur den Kopf schütteln über diesen sturen Iren. Manchmal beneidete er seine Kollegen, die mit deutlich einfacheren und lernwilligeren Charakteren zu tun hatten. Darian Atmete tief durch und dachte darüber nach, Zerberus mal wieder über den Platz zu scheuchen. Der Hengst stand in letzter Zeit einfach viel zu oft nur auf der Weide und etwas Gehirnarbeit würde dem Buckskin wirklich nicht schlecht tun. Ein leichtes lächeln umspielte die Lippen des Cowboys, doch als Patrick auf ihn zu ritt verschwand es wieder und ein ernsterer Ausdruck erschien auf den Zügen des Westernreitlehrers.

Darian hob über Patricks frage nur eine Augenbraue. „Vielleicht erst nachdem du deinen neuen Partner besser kennen gelernt hättest, aber ja ich hätte dich genauso hart ran genommen“ meinte Darian. Für ihn war es keine Frage, ob man das Pferd schon kannte oder sich erst ‚Beschnuppern‘ musste. Bei ihm konnte es sein, dass man schon nach ein paar Minuten auf dem Pferd quer über den Platz gehetzt wurde. Das kam wohl von seiner Arbeit auf der Ranch. Da hatte er viele verschiedene Pferde besessen und manchmal musst er sich innerhalb von Minuten auf ein fremdes Pferd einstellen um die Arbeit schnell ausführen zu können. Auch wenn er wusste, dass Patrick das nicht musste, so machte das für den Cowboy keinen Unterschied. Es war wichtig, sich schnell auf unterschiedliche Charaktere einstellen zu können, auch wenn das für manche schier unmöglich erschien.

Er stieß sich leicht vom Koppelzaun ab und sah zu Patrick auf. "Du kannst Cowboy anbinden und dann Amy etwas warmreiten, ich würde gern noch ein paar Trailübungen sehen, dann sind wir für heute Fertig„ meinte Darian zu Patrick und ohne auf eine Antwort zu warten, machte er sich an die Arbeit mit den Standen ein paar Übungen des Trails auf zu Bauen. Danach stellte er sich wieder an die Umzäunung und wies Patrick an, jetzt die Übungen ein paar Mal zu reiten, dann würde er ihn in seinen wohlverdienten Feierabend entlassen. Patrick war manchmal sehr erleichtert endlich Feierabend zu haben. Das lag aber wohl auch etwas an Darians Art und an der Art wie er den Unterricht hielt. Ja er war streng, aber das musste er ja wohl auf sein, bei einem Schüler wie Patrick. Doch genauso wie er den Iren manchmal erwürgen möchte, so war er doch der Überzeugung, dass er ein guter Mensch und ein guter Reiter war und später einmal auch ein guter Lehrer sein würde.

[Gedanken/überlegung | Patrick | Trail aufbau | Anweisungen]
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Patrick Murray
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BeitragThema: Re: Reitplatz   Fr 5 Jun 2015 - 19:19

„Wenn Ihnen die Arbeit hier irgendwann zu langweilig wird, können Sie bestimmt in einem Bootcamp unterkommen....“, erwiderte Patrick leicht grummelnd, aber auch mit einem Schmunzeln in den Mundwinkeln auf die Antwort seines Ausbilders. Wenigstens war der ehrlich, was das anging und Patrick konnte sich lebhaft vorstellen, wie ein Neuzugang unter den Westernazubis schwitzen würde, wenn er zum ersten Mal in den Genuss einer Reitstunde à la Darian O'Donneil kam. Er war immerhin seit einem Jahr daran gewöhnt, gescheucht zu werden und Wortgefechte mit dem Cowboy auszufechten, wenn er mal wieder irgendeinen Fehler gemacht hatte und selbigen nicht kommentarlos übergehen wollte. Wie das bei den westernreitenden Neuzugängen aussah, kam wohl auf deren Nervenstärke an, sollten sie sich in einem Anflug von übersteigertem Ehrgeiz in die Hände des Texaners begeben.
„Aber ich bin neugierig: ist das wirklich sinnvoll? Wenn ich jetzt einen Schüler bekomme, den ich nicht kenne und ihm ein Pferd zu teilen soll, fange ich doch am besten klein an. Bahnfiguren, Übergänge und so weiter. Das hier grade war härter als die letzte Stunde im ersten Jahr“ Übertreibung, aber wen kümmerte das schon? „Wahrscheinlich kommt es da auch drauf an, wie gut man den Schüler kennt, oder etwa nicht?“
Wenn ihn das jetzt mal nicht umhauen würde! So viel Interesse an der Ausbildung war zwar nicht neu, aber nach der Stunde doch etwas ungewöhnlich. Allerdings half es Patrick die Gereiztheit zurückzudrängen, die sich in ihm breitgemacht hatte. Außerdem war es schlicht und einfach wichtig, so etwas zu wissen. Gerade, weil er später keine Turniere reiten oder Pferde bereiten würde. Eine kleine, schnucklige Reitschule mit motivierten jungen Leuten wäre genau das Richtige für ihn, also musste er die Basics kennen. Und die kannte O'Donneil nun mal am besten.

Es war ja auch absolut typisch, dass O'Donneil seine Anweisungen hab und es für selbstverständlich hielt, dass sie ausgeführt wurden. Patrick klopfte den starken Hals seinen Wallachs, ehe er er ihn neben Amy anhielt. Sogleich näherten sich die Pferdenüstern, als haben sie sich ein ganzes Jahr oder länger nicht gesehen und die fürchterliche Stunde war vergessen. Er hätte gar keine ruhige Kugel wegen eines anderen Pferdes schieben wollen. Die beiden waren perfekt, auch wenn sie immer noch McKinley gehörten. Irgendwann, wenn er denn einmal gelernt hätte, mit Geld umzugehen, würde er sie vielleicht selbst kaufen können, auch wenn das unwahrscheinlich war. Aber einen kleinen Traum konnte er sich leisten, nachdem der mit Joana so endgültig zerbrochen war, dass sie sogar vom Hof gezogen war. Dabei war er es, der normalerweise davon rannte....
Ein Schütteln des Quaterhorsekörpers riss ihn zurück ins Hier und Jetzt. Patrick ließ sich aus dem Sattel gleiten, zupfte die Zügel nach vorn und machte sich dran, den Platz zu verlassen. Bei Amy angekommen – diesmal von der anderen Seite aus – lockerte er den Sattelgurt ein wenig und trenste Cowboy ab. Schließlich hängte er den Zaum um den Sattelknauf, nachdem er ihm ein mitgebrachtes Halfter übergestreift hatte. Wer mit zwei Pferden unterwegs war, lernte vorbereitet zu sein! Zumindest manchmal.
Eine ähnliche, nur umgekehrte Umziehprozedur wurde mit Amy vollführt, die er jedoch schon außerhalb des Platzes bestieg, um sie direkt etwas warmzureiten. Entspannt begann die weiße Stute auf ihrem Gebiss zu kauen, kaum dass sie die erste Runde beendet hatten und er wieder nachgurten konnte. Das liebte er an seiner Herzensdame. Neben hundert anderen Eigenschaften.


[Antwort / Frage / Pferdewechsel]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Reitplatz   Sa 6 Jun 2015 - 0:00

Patricks Bemerkung überhörte der Cowboy einfach mal geflissentlich. Manchmal war es besser nichts zu sagen, als irgendwas Falsches zu sagen. Das war manchmal eine sehr gute Devise, mit der Darian schon eine ganze Weile gut gefahren ist. Bei dem Iren brauchte man manchmal wirklich starke Nerven und eigentlich besaß der Texaner diese auch zu genüge, doch Patrick wusste viel zu oft, was er sagen musste um ihn auf die Palme zu bringen. Natürlich würde er niemanden in der ersten Stunde so hart ran nehmen, schließlich musste er sich erst einmal ein Bild von seinem Schüler machen, was er bei Patrick am Anfang auch getan hatte. Aber da er Patrick nun schon ein Jahr lang kannte und wusste, was er drauf hatte und auch Cowboy und Amy kannte und wusste, was die beiden konnten, hielt er es für keine so schlechte Idee, den jungen Iren mal so richtig über den Platz zu scheuchen und ihm zu zeigen, das er anders konnte und nicht nur der nettem ruhige Cowboy von nebenan war.

Es überraschte ihn nicht wirklich, dass Patrick etwas über das Ausbilden wissen wollte, da er später selbst einmal Unterrichten wollte. Er traute es dem jungen Mann schon zu, jedoch konnte er sich das momentan noch nicht so recht vorstellen. Musternd sah er ihn an, überdachte die Worte, ehe er sie aussprach. „Natürlich schaue ich mir erst einmal in einer ruhigen Runde an, was der Schüler kann. Ob er schon mal etwas mit Western zu tun hatte um ihm dann das richtige Pferd an zu vertrauen“ fuhr Darian an „Wenn man den Schüler dann kennt und auch weiß, was das Pferd kann, dann kann man auch schon mal ein paar härter Stunde fahren“ das hatte er auch früher auf seiner Ranch gelehrt. Damals hatte er meist mit Touristen und Stadtmenschen zu tun, die Pferde nur aus dem Fernsehen kannten und unbedingt mal echtes Cowboyfealing erleben wollten. Die hatte Darian niemals so hart ran genommen. Das hatte er nur mal bei einer Schülerin getan, bei ihr war es manchmal aber auch durchaus notwendig, da sie oft ein ziemlicher Wildfang war und er sie so wieder runter bekommen hatte. „Es ist immer wichtig seine Schüler zu kennen, wissen, was sie können und wie sie mit den Pferden umgehen und natürlich ist es auch wichtig, seine Pferde zu kennen, wissen, was man ihnen zumuten kann“ Stimmte Darian Patrick zu. „Ich weiß z.B. dass du ein sehr guter Reiter bist und dass man sich auf Cowboy immer zu 100 % verlassen kann. Du hättest dich bestimmt schnell auf ein anderes Pferd ein gelassen und da hätte ich keine großen Bedenken gehabt, dich so über den Platz zu scheuchen. Bei einem neuen Schüler, hätte ich das natürlich nie gemacht.“ Meinte Darian, ein ganz schön großes Lob für den sonst so strengen Westernreitlehrer. Patrick sollte sich von schreiben, so etwas von ihm zu hören. Schließlich kam es selten genug vor, das Darian etwas so nettes über den Iren zu sagen hatte.

Darian hatte sich, nachdem er die Stangen auf dem Boden platziert hatte, an den Rand zurück gezogen. „Wenn sie warm genug ist, kannst du anfangen die Trailübungen zu reiten“ wies der Westernreitlehrer seinen Schüler an. Es waren leichte Übungen, denn nachdem er Patrick mit Cowboy über den Platz gescheucht hatte, durfte er sich jetzt mit Konzentrationsarbeit abmühen. Patrick würde ihn sicherlich wieder verfluchen, aber das war Darian gerade egal. Wenn man seinen Feierabend genießen wollte, konnte man ruhig etwas dafür tun. Eine Devise, die jeden Tag auf seiner Ranch gegolten hatte. Schließlich saß er im Frühjahr und im Herbst lange genug im Sattel und auch sonst hatte er viel zu tun gehabt. Wer arbeitete hatte weniger Zeit sich irgendwelche Flausen aus zu denken. Er hoffte, dass diese Tack tick auch bei Patrick irgendwann auf Fruchtbaren Boden traf. Wobei er sich in dem einen Jahr, dass er schon unter Darians Fittichen Stand etwas gemausert hatte. Ein leichtes Schmunzeln überzog die Lippen des 36 Jährigen und er behielt Patrick und Amy die ganze Zeit im Auge.

[Gedanken | Erläuterung/Lob | Gedanken/beobachtet]
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Patrick Murray
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ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Reitplatz   So 7 Jun 2015 - 20:08

Die Ausführungen von O'Donneil überraschten ihn nicht wirklich. Eigentlich war es ja selbstverständlich, dass man sich erst ein Bild von Pferd und Reiter verschaffen musste. Wahrscheinlich sprachen die Ausbilder auf der Ranch auch deshalb erst einmal mit ihren zukünftigen Azubis und wahrscheinlich hatte der Westernausbilder auch schon persönlich auf allen Schulpferden gesessen, um sich über deren Leistung und Unarten ein Bild zu machen. Wahrscheinlich müsste er das später auch machen, obwohl er bezweifelte, dass er je einmal auf einer Ranch wie den Heaven Meadows unterrichten würde. Am liebsten wäre es ihm ja, wenn er in einem Stall unterkommen würde, wie dem, in dem man ihm die Liebe zu Pferden und einen Sinn im Leben gegeben hatte. Es käme seinem vorherigen Berufswunsch nahe, doch könnte er die Türen schließen, wenn die Pferde abgesattelt und die Schüler gegangen wäre. In den letzten fünfundzwanzig Jahren hatte er viel Erfahrung darin, Negatives auszublenden, auch wenn die Gedanken trotzdem aufzukommen drohten. Meistens geschah das in der Dunkelheit, wenn er es zuließ. Deshalb ging er abends weg, redete so lange mit Freunden, bis ihm die Augen zuzufallen drohten oder arbeitete tatsächlich mal etwas angestrengter mit seinen Pferden, damit die Erinnerung abends nicht hinter jeder Ecke auf ihn lauern konnte. Tagsüber hatte er es gut im Griff und je mehr Abstand er zu seinem alten Lotterleben und dem Studium gewann, desto seltener griff die Nacht nach seinem Herz und seinen Gedanken. Obwohl Joanas Weggang ihn zurückgeworfen hatte, doch darüber wollte und konnte er nun nicht nachdenken, ohne dass Cowboy seine Gedanken merkte und entweder unruhig oder noch gemütlicher wurde.

„.... seine Pferde zu kennen, wissen, was man ihnen zumuten kann. Ich weiß zum Beispiel, dass du ein sehr guter Reiter bist und dass man sich auf Cowboy immer zu 100 % verlassen kann.“

Wow! Patrick konnte nichts dagegen tun, dass er Cowboy unbewusst bremste und sich zu O'Donneil umdrehen musste. Wann zur Hölle hatte er ihn zum letzten Mal gelobt? Hatte er ihm überhaupt schon einmal einmal so gelobt? Er erinnerte sich an kleine „Gut gemacht“'s, aber niemals hatte sein Ausbilder ihn als einen guten Reiter bezeichnet. Jeder negative Gedanke war in dem Moment purer Ungläubigkeit gewischen. Und jede Wortgewandtheit versickerte im Reitplatzsand.
„Ähm. Wow. Ähm.... danke.“ Super tolle Sätze, Patrick Murray! Aber mehr brachte er tatsächlich nicht hervor, zumal O'Donneil auch gleich wieder zum Alltag überging, als sei ihr nicht gerade ein Meilenstein an Ausbilder-Auszubildenen-Interaktion geschehen.

Die Stangen auf dem Boden verrieten ihm schließlich, dass es jetzt weniger schnell, aber dafür umso konzentrierter zugehen würde. Zur Aufforderung nickte Patrick kurz und trabte Amy in der nächsten Ecke an, um sich den ersten Stangen zu nähern. Seine Stute spitzte die Ohren, als sie die bunten Stangen auf dem Boden erblickte. So sehr sie auch beim Barrel Race loslegen konnte, so konzentriert war sie beim Trail. Und obwohl Patrick noch etwas verwirrt über das Lob war, versuchte er sich zusammenzureißen und ritt immerhin die einfachen Übungen recht sauber, obwohl er wusste, dass er das ebenso sehr Amy wie der Übung des letzten Jahres zu verdanken hatte.


[Gedanken / Lob & Reaktion / Trail]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 9 Jun 2015 - 21:43

Was das verteilen von Lob an ging, so konnte man ihn schon fast mit dem Berittausbilder Isaac Haber vergleichen. Auch wenn Darian sonst ein eher ruhiger Charakter war und nicht so mit Sarkasmus umher warf wir der Bereiter, so war das, was er an Lob zu verteilen hatte genauso rar wie bei seinem Kollegen. Ein gelegentliches 'Gut gemacht' viel Mal ab, aber das war´s dann auch mal. Ein Kompliment, wie das, welches er Patrick gerade gemacht hatte, kam bei ihm wirklich selten rüber, aber sein Gespür und seine Menschenkenntnis sagten ihm, das er das gerade gut gebrauchen konnte. ‚Seine Devise war ja, lass deine persönlichen Probleme zu Hause und konzentrier dich auf die Arbeit' Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und musste sich ein Lachen verkneifen. Trotzdem erschien ein Schmunzeln auf seinen Lippen. Er hatte den jungen Iren noch nie sprachlos oder verlegen gesehen. Doch das Bild jetzt würde ihm wohl auf ewig im Gedächtnis bleiben. „Jetzt guck nicht so wie ein Fisch. Ich darf meinem Azubi ja auch mal ein Kompliment machen“ meinte Darian, mit so viel coolnes in der Stimme wie ihm gelang. „Außerdem, hast du gewirkt als bräuchtest du etwas Aufmunterung und da kam das gerade richtig“ meinte Darian.

Der Westernausbilder hatte sich wieder gegen die Umzäunung gelehnt. Die Arme vor der Brust verschränkte und beobachtete Patrick und Amy. Hier und da gab er ihm ein paar Verbesserungsvorschläge. Auch wenn Patrick unkonzentriert sein sollte, auf Amy konnte man sich immer verlassen. Sie war ein Top Train Pferd. Man konnte ihr immer etwas beibringen und sie hatte Spaß dabei. „Auch wenn Amy den Trail alleine Reiten könnte, ein bisschen Konzentration seitens des Reiters ist nie verkehrt“ meinte Darian. Ja da war er wieder der Strenge Ausbilder. Aber was sollte man sagen. Nur wegen einem Lob musste er ja nicht seine gesamten Ausbildungsmaßnahmen über Bord werfen. Ein schmunzeln umspielte die Lippen und er hör schon fast förmlich Patricks bissige Antwort, das war ihm jedoch herzlich egal, schließlich war er darauf vor bereitet.

[Gespräch | Anweisungen | Patrick & Amy]
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Patrick Murray
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BeitragThema: Re: Reitplatz   Mi 10 Jun 2015 - 19:54

Was er bräuchte, wäre eine gute Dusche, ein gutes Buch und ein Tonbandaufnahmegerät, um O'Donneil vorzuspielen, wie nett er sich anhören konnte, wenn er wollte. Wahlweise auch eine Zeitmaschine oder ein kühles seinetwegen auch alkoholfreies Bier und einen schönen Feierabend mit einer guten CD. Aber das Aufnahmegerät wäre ihm grade wirklich am liebsten. Immerhin kam es wirklich, wirklich nicht oft vor, dass sein Ausbilder so etwas von sich hören ließ! Aber es war ja klar, dass es nicht so bleiben konnte. Natürlich musste der Westernreiter nachlegen und den ganzen guten Eindruck wieder zunichte machen.
Wenigstens half das Paddy aber dabei, wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Mit einem etwas nervigen, strengen Darian O'Donneil kam er immerhin klar. Mit einem netten, der auch noch Komplimente machte, nicht.
„Fallen Sie nicht wieder zurück in Ihre alte Form!“, erwiderte Patrick schließlich, obwohl es ihm noch nicht so ganz gelang, den überraschten Ausdruck aus seinen Zügen zu verbannen. Aber, bei allen irischen Wagenpferden, es war ja auch eine Ausnahme!
Kaum, dass er und Cowboy O'Donneil wieder den Rücken zugedreht hatten, genehmigte er sich aber ein breites Grinsen. Da kam man ja fast in Versuchung, den alten Herrn ein bisschen netter zu behandeln. Aber wirklich nur fast. So ein klitzekleines bisschen.
Doch da war noch etwas anderes, etwas, das Patrick so nicht wirklich kannte. Das Gefühl, dass jemand stolz auf ihn war. Zuletzt hatte er das bei Joana gehabt, als sie ihm nach dem Turnier gratuliert hatte. Aber das war vorbei, sie blieb nicht. Wenn er sich jetzt allerdings ein bisschen mehr Mühe mit dem Reining und der Arbeit gab, dann könnte dieses Empfinden bleiben, dass er etwas gut gemacht hatte, etwas geleistet hatte. Einen Augenblick lang senkte Patrick den Blick, musste sogar schlucken. Am liebsten hätte er einen Blick zu dem Texaner geworfen, doch er fürchtete, dass er seine Gefühle nicht unter Kontrolle hatte und man ihm die Rührung und die Verwirrung ansehen könne. Also blickte er auf den rotbraunen Hals des Wallachs und zur Halle hin, ehe er so leise, dass O'Donneil es auf keinen Fall hören konnte, ein „Danke.“ murmelte. Und damit bedankte er sich nicht nur für das Kompliment.

Ein kleines Seufzen entwich der Kehle des Iren. Wer wollte sich da denn konzentrieren an diesem Tag? In dieser aktuellen Zeit? Ganz genau, eigentlich niemand, der noch alle Sinne beisammen hatte. Oder nur die. Wie auch immer, er bemühte sich wenigstens, auch wenn es bei Amy einfach verlockend war, sich zurückzulehnen und sie in ihrem Tun schlicht nicht zu behindern. Trotzdem nickte er knapp, schnalzte ihr zu, ehe es in einem schleichend langsamen Trab erneut über die Stangen ging und er sich darum bemühte, die Schimmelstute so gut es ging zu unterstützen, was sie ihm mit einem etwas höheren Heben der Hufe und genaueren Tempowechseln dankte.


[Gedanken & Antwort / Übung]
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Emma Carter
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BeitragThema: Re: Reitplatz   So 14 Jun 2015 - 16:02

Glücklicherweise war die Stunde von Ms Bernard nun doch relativ schnell beendet worden, sodass emma die verbliebenen fünf Minuten, die sie zu früh erlöst worden war, nutzte, um möglichst schnell den Stall zu verlassen. Draußen auf dem Hof trieb sich jedoch niemand herum, denn das Training befand sich bei vielen noch in vollem Gange oder zumindest in der Endphase. Somit schlenderte die Rotblonde über den Hof und kam schließlich am Reitplatz vorbei, wo die Australierin stehen blieb und mit einem Schmunzeln auf den Zügen die restliche Stunde von O'Donneil und Patrick beobachtete, der dort auf Amy saß und von seinem Lehrer ganz schön gefordert wurde. Sie konnte nicht anders, als stehen zu bleiben und zuzusehen, zumal sie einige Kniffe zu sehen bekam, die sie unbedingt einmal mit Willow ausprobieren wollte. Bisher hatte sie sich noch nicht in den Sattel ihres Pflegepferdes gewagt, das doch ein wenig zwielichtig erschien. Der zweifarbige Wallach war keines der Ranchpferde, die sie sonst geritten war. Er war schreckhaft, schüchtern und vor Allem ein Sensibelchen. Erstaunlicherweise hatte die Bodenarbeit, die sie bisher mit ihm gemacht hatte, aber doch Spaß gemacht, sodass sie Lust hatte mit dem Paint einmal einen Geländeparcour mit Wippe, etc. an der Hand zu bestreiten. Jetzt allerdings gesellte sie sich ersteinmal zu Cowboy, der sie schon neugierig anlugte. Die Geschichte von Côte d'Amour und Cowboy kannte wohl jeder auf dem Hof, auch wenn er nichts mit den Westernpferden zu schaffen hatte. Sie war aber auch zu niedlich und als Cowboy sie anstupste konnte Emma nicht anders udn legte ihm kumpelhaft den Arm über den Hals, ehe sie beide das Training der beiden "Cowboys" verfolgten. Der Fuchs mit der Laterne wurde letztendlich noch ihr bester Kumpel auf dem Hof und bei diesem Gedanken musste Emma breit grinsen. Bis jetzt hatte sie tatsächlich nicht viele Freunde, was ihr etwas befremdlich war. Mit Patrick jedoch hatte sie bereits einige Zeit verbracht und so wusste sie auch um sein besonderes Verhältnis zu den Pferden und wie glücklich er gewesen war, als er vor ein paar Tagen seinen eigenen Namen unter dem von Amy und Cowboy gesehen hatte.
{<-STUTEN-WALLACHSTALL | Patrick&Darian | Cowboy}
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Reitplatz   Mo 15 Jun 2015 - 12:40

Schallend lachte Darian los und die Pferde sahen ihn kurz an. Auf dem Hof gab es wohl nicht viele, die den Cowboy schon Mal so herzhaft Lachen gehört hatte. Doch es war ihm in diesem Moment einfach egal, denn er konnte nicht anders bei den Worten des Iren. „Ach, wo bliebe den dann der Spaß wenn ich nur noch nett währe und mit Komplimenten um mich werfe als wäre es Konfetti“ konterte Darian und musste immer noch etwas glucksen. Der Moment war viel zu schnell wieder verstrichen und man hätte meinen können, sich das ganze nur eingebildet zu haben. Jedoch lag immer noch ein leichtes lächeln auf den Lippen des Cowboys als er zu Patrick sah, der Cowboy anband und dann Amy fertig machte. Auch wenn er es nicht hörte, so konnte er doch sehr gut Gestik und Mimik interpretieren und ein mildes lächeln umspielte Darians Lippen. Man konnte von ihm sagen was man wollte, aber er hatte immer ein Händchen davor, im richtigen Moment das richtige zu tun oder zu sagen und er wusste, das es Patrick mit stolz erfüllte so etwas von seinem sonst so strengen Lehrer zu hören.

Nun ritten Patrick und Amy in einem leichten Trab über den Platz und führten die Übungen unter Darians strengem Blick nochmals aus. Der Cowboy behielt seinen Schützling im Auge. Bei Amy war es immer verlockend sich einfach treiben zu lassen, aber ein treiben lassen war bei dem Westernreitlehrer und gestandenen Cowboy einfach nicht drin, sonst hätte er wohl nicht so viel erreicht, wie er bis jetzt erreicht hatte und als Lehrer hatte er sich bis jetzt gut gemacht. Sonst währen wohl nicht so viele Stadtmenschen auf seine Ranch gekommen um etwas Frischluft zu Schnuppern und das Reiten von einem echten Cowboy zu lernen, schließlich sah man solch einen nur noch selten. Auch wenn ihm die Rancharbeit und das Ausbilden der Ranchpferde fehlte, so war es doch ein recht angenehmes Leben. Er hatte ein geregeltes einkommen, musste sich nicht jeden Tag Gedanken machen, was der nächste Tag brachte und er konnte hin und wieder Urlaub machen. Man mochte meinen, dass die braunen Augen des Cowboys nur auf Patrick und Amy lagen, der irrte sich, den im Augenwinkel erblickte er Emma. Sie war eine der neuen Azubis auf den Hof. Viel hatte er noch nicht über die erfahren, jedoch wusste er, das sie nur auf drängen ihrer Eltern hier war. Lewis hatte ihr Willow zugeteilt und er hoffte, dass die Australierin durch ihn die liebe zu Pferden entdecken würde. Schließlich hatte der Wallach seinen ganz eigenen Charme.

„Ich hoffe du hast dich schon etwas eingewöhnt“ meinte Darian zu Emma ohne die an zu sehen. Manche fragten sich wohl, ob Darian einen sechsten Sinn oder so besaß. Die erklärung darauf hätte wohl den ganzen Zauber zerstört, den Darian behielt seine Umgebung aufmerksam im Auge. Noch ein überbleibsel von der Arbeit auf der Ranch. Wenn man Tagelang unterwegs war, mit einer Herde Rinder musste man steht’s ein wachsames Auge haben. Überall konnten Kojoten, Wölfe oder auch Schlangen lauern und er hatte wirklich keine Lust gehabt, auch nur eins seiner kostbaren Rinder zu verlieren. Wieder rief er Patrick ein paar Anweisungen zu und Blickte dann, scheinbar unscheinbar auf die Uhr an seinem Handgelenk „Noch 5 Minuten, dann kannst du Amy trocken reiten“ meinte Darian. Dass das nun die Stunde beendete musste er wohl nicht noch extra erwähnen.

[lacht | Gegenargument | Beobachtet Patrick & Amy | Rückblick | Bemerkt Emma | frage]
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BeitragThema: Re: Reitplatz   Mo 15 Jun 2015 - 21:00

Aus dem Augenwinkel heraus nahm Patrick eine Bewegung wahr. Schnell wandte er den Kopf, nur um den unverwechselbaren, rotblonden Schopf von Emma Carter zu erblicken, die sich neben Cowboy und damit auch in die Nähe seines Ausbilders gestellt hatte. Aha, also waren die Stunden der anderen schon vorbei. Gut zu wissen, dass er hier wirklich doppelt schuften musste. Aber immerhin hatte er auch Lob einheimsen können, obwohl O'Donneil es recht klar gemacht hatte, dass das nicht zur Regel werden würde. Trotzdem versuchte sich Patrick daran zu halten, was der Texaner ihm gesagt hatte: Er war ein guter Reiter und das nicht nur, weil seine Pferde alte Hasen im Business waren. Das hörte er gern, obwohl seine Fähigkeiten im Sattel etwas war, dessen er sich wirklich sicher war. So viel Übel und Leid er gesehen und erlebt haben mochte, so viel in seinem Leben schief gegangen war, auf die Pferde hatte er sich immer verlassen können. Auch wenn er die Zügel manchmal etwas lockerer ließ als es für einen ehrgeizigen Mann möglich gewesen wäre. Doch das galt eben nicht für Patrick.
So war es auch wenig verwunderlich, dass er seine Aufmerksamkeit kurz von den Übungen nahm – als würde Amy auf diesem Trainingsniveau nicht sowieso alles allein können – und auf Emma richtete. Ihre Abneigung gegen das Studium hier spiegelte sich heute definitiv in ihrem Outfit, obwohl er ein bisschen neidisch auf die kurzen Sachen war. Allerdings würde er seine Pferde erst zur Koppel bringen können, ehe er auch nur an eine Dusche denken konnte. Es sei denn natürlich, er würde zum Waschplatz gehen und sich eine Dusche mit seinen Pferden teilen. Das wiederum würde ihm wahrscheinlich nur komische Blicke und Abkühlung verschaffen...

„Noch 5 Minuten, dann kannst du Amy trocken reiten.“

Patrick atmete innerlich auf. Jetzt, da er Publikum hatte, wollte er sich von seiner besseren Seite zeigen, aber sein Training war alles andere als locker gewesen und er sehnte sich danach, das Ganze entspannt ausklingen zu lassen. Trotzdem ließ er seine Schimmeldame noch einmal durch die vorgegebenen Übungen laufen, ehe er sie durchparierte und entspannt zum Rand des Platzes lenkte. Er winkte Emma kurz zu, ehe er zu einer weiteren Runde aufbrach, damit sich Ross und Reiter ein wenig entspannen konnten. Patrick streckte sich im Sattel ein wenig nach hinten, genoss eine leichte Brise, die die Blätter rauschen ließ. Eine weitere Runde später hielt er wieder bei Cowboy, der sogleich zu grummeln begann. Mit einem Lächeln ließ sich Patrick aus dem Sattel gleiten, nachdem er Amy ordentlich gelobt hatte.
„Wir sehen uns dann zur nächsten Stunde“, verabschiedete er sich von O'Donneil, bevor er sich mit einem Grinsen an Emma wandte. „Zuschauen kosten, das ist dir klar, oder? Mindestens einen Kaffee. Kannst du Cowboy nehmen?“
Erst dann öffnete Patrick das Gatter und ließ es auch offen. Immerhin wollte er seinen Ausbilder nicht einsperren. Also heute nicht und nicht auf einem Platz, bei dem das überhaupt nichts brachte. Wieder fuhr er sich durch das noch nicht wirklich getrocknete Haar und stieß Emma dann ein wenigmit der Seite an, als sie sich auf den Rückweg zum Stall machten.
„Erste Stunde gut überstanden?“, erkundigte er sich schließlich, nachdem das angenehme Gefühl eines sauberen, wohlriechenden Körpers neben sich. Überhaupt war das etwas, das er an Emma besonders gern mochte. Sie roch wahnsinnig gut und so ganz anderes als Joana oder die Frauen aus der Stadt. Und sie hatten einander gut getan, an dem Abend im Cottage.


[bemerkt Emma / Stunde / Abgang tbc. Koppeln ]
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Emma Carter
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BeitragThema: Re: Reitplatz   Di 16 Jun 2015 - 21:16

Reiterpaare strahlten schon immer eine besondere Aura aus und vor Allem harmonierten so wortlos und einstimmig, dass es faszinierend war, welche Kräfte hier wirken mochten. Tatsächlich war dies etwas, das Emma schon von klein auf interessiert hatte: Wie konnten Mensch und Tier zu so einer Einheit werden wie beim Reiten? Bei keinem anderen Tier war da sin solch einem Ausmaß möglich wie beim Pferd. Selbst der Hund, der als bester Freund des Menschen galt, hatte es über die Jahrhunderte nie wirklich geschafft, eine derartig stumme Verständigungsebene zum Menschen aufzubauen, wie es das Pferd geschafft hatte. Was allerdings noch viel faszinierender war, war dass ein Pferd einen Menschen mühelos hätte ernsthaften Schaden zufügen können. Doch diese sanftmütigen Tiere verschwendeten niemals einen Gedanken daran, sich ihrem Reiter wirklich zu widersetzen. Natürlich wusste Emma nicht genau wie das bei der Jungpferdeausbildung aussah und hatte keinerlei Vorstellung welche Methoden dort angewendet wurden. In ihrer kurzen Zeit auf dem Hof hatte sie jedoch einige Male Isaac Haber bei seiner Arbeit mit den Pferden gesehen und das, was sich ihr dort gezeigt hatte, war keineswegs eine gewaltvolle Einwirkung auf das Tier, sondern vielmehr eine höfliche Einladung zum Mitarbeiten gewesen. Vielleicht hier und da mit ein paar Korrekturmaßnahmen, doch grobes Handeln hatte sie bei dem Bereiter gegenüber den Pferden noch nie gesehen. Dafür aber gegenüber Menschen und doch hatte der Mittzwanziger ihre Aufmerksamkeit geweckt. Selbstverständlich war er auch in Australien durch diverse Modelkampagnen bekannt und so hatte sie sein Gesicht schnell wieder erkannt und - ja - vermutlich bewunderte sie es sogar etwas dafür, dass es so perfekt war.
Ein weiteres perfektes Gesicht war das von Cowboy. Der Fuchs, dem man sein Alter schon ein wenig ansah, war einer der Senioren im Stall, aber irgendwie gefiel Emma dieses Pferd auf eine sonderbare Art und Weise. Auch wenn die großen Tiere nicht ihre Lieblingstiere waren, so hatte sie wie eine Art Frieden mit ihnen geschlossen, seitdem Patrick ihr das erste Mal einfach so Cowboys Führstrick in die Hand gedrückt hatte. Als der Wallach sie an diesem Tag aus seinen dunklen, tiefgründigen Augen angesehen hatte, hatte sie das Gefühl gehabt, als würde sie direkt in seine Seele blicken. Vielleicht hatte sie auch mit ihm eine Art Freundschaft geschlossen, wer wusste das schon. Nach Cowboy war es nun Darian O'Donneil, der sie bermerkte und ihr eine Frage und Feststellung zugleich stellte.
"Nun mehr oder weniger." Wie immer hörte man den australischen Akzent in Emma's wohlklingender Stimme und selbst, wenn einige ihn wohl nicht mochten, viele empfanden den Akzent der Australier als äußerst angenehm, charmant und sympathisch. Was Patrick davon hielt wusste sie nicht, doch sie erwiderte seinen Gruß mit einem Kopfnicken, als er ihr zuwinkte und sich dann wieder auf Amy konzentrierte, die aussah, als könne sie jede einzelne Aufgabe ohne die Hilfe ihres Reiters lösen.

Es dauerte nicht mehr lange, dann waren die letzten fünf Minuten der offiziellen Stundenlaufzeit auch schon vorbei und Patrick ritt die Stute trocken, ehe er den Platz verließ und zu ihr und Cowboy kam. Die beiden Pferde steckten augenblicklich die Nasen zusammen, als müssten sie sofort die neuesten Geschehnisse der vergangenen Minuten austauschen. Sie waren wirklich zu niedlich zusammen. "Sicher, dass du bei diesem Wetter noch auf heiße Nummern stehst?" Ein Lachen entkam Emma's Mund, als sie auch schon Cowboy losband und mit ihm an der Seite Patrick und Amy folgte. "Ich wäre für einen Eistee." Im Gegensatz zu den handelsüblichen Eistees wurde der Eistee des Hofes selbst gemacht und besaß deutlich weniger Zucker und vermutlich keinerlei chemische Zusätze. Wie genau das Geheimrezept für das Getränk lautete wusste wohl niemand außer der "Küchenfee" Doro, doch zweifelsfrei liebte jeder auf dem Hof das kühle Erfrischungsgetränk, dass es jeden Tag in einer anderen Geschmacksrichtung gab. Ohne weiter Zeit in die gedankliche Erforschung des Eisteegeheimnisses legen zu können, fragte Patrick auch schon nach der ersten Unterrichtsstunde. "Fast so scheußlich wie erwartet. Ms Bernard hat schon ihren Liebling gefunden und der bin sicherlich nicht ich. Carolin ist fürchterlich strebsam und vorbildlich, dass man sich fast als Höllenmonster fühlen könnte, wenn man es nicht besser wüsste. Nein, ehrlich, sie ist eine der Personen, die in jeder normalen Schule als 'Streber' gehänselt werden würde und sie versteht es definitiv mit ihrer ach so lieben Art Bernard in den Arsch zu kriechen. Abgesehen von ihrer dauerhaften Klugscheißerei hätte die Stunde ganz ok werden können, wenn Bernard nicht beschlossen hätte, uns über das Exterieur des Pferdes auszufragen. Es war also langweilig wie erwartet. Und bei dir? Ihr scheint ordentlich rangenommen worden zu sein." Wieder lachte sie leise, als sie auf die drei nassen Körper neben und hinter sich sah. Patrick war eine unglaublich angenehme Gesellschaft und ja, er sah auch nicht ganz schlecht aus. Bereits einmal hatte sie mit dem Iren eine Nacht verbracht und manchmal fragte sie sich, ob es vielleicht besser gewesen wäre, wenn sie beschlossen hätte, zu ihm näheren Kontakt zu suchen, anstatt zu Noah. Andererseits konnte man dies ja auch immer noch ändern...
{Reiter&Pferd | Darian | Patrick | Gespräch | Gedanken | ->KOPPELN}
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BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Reitplatz   So 10 Jan 2016 - 21:33


PLOT 7

Kommt Zeit, kommt Rat…?!

Kaum dagewesen sind sie nun auch schon wieder vorbei. Die Weihnachtstage, die Silvesterfeiern und die Neujahrsspringen. Stattdessen ist wieder einmal die Zeit der Lernphase angebrochen und so rauchen in jedem auffindbaren Azubicottage die Köpfe über den theoretischen Aufzeichnungen. Die Tage sind vollgepackt mit Lernen und man weiß kaum noch, wie man regelmäßig die Pferde versorgen soll, ohne die wichtige Lernzeit zu verlieren. Wie üblich gibt es auch auf den HMS Frühstarter und Spätbeginner. Somit können manche entspannt der Prüfungsphase entgegensehen, während sich andere in drückender Zeitnot wiederfinden und die Nächte durchpauken.
Das praktische Training ist offiziell seit einem Tag beendet und die Azubis müssen ihre Trainer nun direkt um zusätzliche Trainingseinheiten bitten, wenn sie welche haben möchten. Doch auch die haben nicht den ganzen Tag Zeit und da nach den theoretischen Prüfungen eine einzige praktische Durchlässigkeitsprüfung zur Zwischenbilanz ansteht, entsteht im Prüfungsstress auch noch eine Kabbelei um Trainingseinheiten. Passend zur Stimmung ist auch das Wetter, das ganz in grau gekleidet jegliche gute Stimmung zu unterbinden versucht. Einzig und allein der vor zwei Tagen gefallene Schnee, der über Nacht durch Neuschnee aufgefrischt wurde, lädt zum ausgelassenen Herumtoben ein. Aber wer hat dafür schon Zeit, wenn die Arbeit ruft? Einige versuchen sich mühsam ihren Frohsinn zu bewahren, während andere in eine kleine Winterdepression verfallen, doch mit der Zeit sollte auch Rat kommen oder? Und eigentlich ist doch immer jemand da, der einem irgendwie weiterhelfen kann. Sei es nur mit einer Tasse Kakao und einem offenen Ohr.

> Donnerstag, 04. Februar
> nach dem Mittagessen, ca. 13.30
> kalter Tag, ca. -7°
> gute 20cm Schnee auf ungeräumten Strecken, stellenweise Glätte, grauer Himmel

Der Tagesplan ist euch freigestellt. Die Straßen sind geräumt, sodass eure Charaktere problemlos in die Stadt gelangen können, nur auf dem Hof sind ausschließlich die Hauptwege geräumt, sodass sich an einigen Stellen Eis gebildet hat.
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BeitragThema: Re: Reitplatz   So 20 Nov 2016 - 16:30


Plot 8
Spaß ist der wichtigste Baustein des Lebens



Was wir mal wieder brauchen ist ein bisschen Party.
Nach den Prüfungen ist bekanntlich vor den Prüfungen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der wird vorerst etwas versüßt. Und zwar durch ein hofinternes Frühlingsfest. Die Sorgen der letzten Wochen und Tage fallen am Tag der Ergebnisbekanntgabe von den Schultern aller. Niemand ist in den theoretischen Prüfungen durchgefallen und sieht die Vollendung des Lehrjahres gefährdet. Somit gibt es einen Anlass zum Feiern, denn auch die Lehrer sind erleichtert, dass ihre Schützlinge eine weitere Etappe in ihrer Laufbahn genommen haben. Deswegen hat die Hofleitung in dem letzten Monat beinahe Tag und Nacht an ihrerm Vorhaben gefeilt, ein Fest auszurichten, bei dem jeder mit anpacken kann. Es soll allen Voran Spaß bringen und jedem ist es freigestellt, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Doch was wäre so ein Fest ohne engagierte Leute? Bei zahlreichen Mitmach-Aktionen kommt jeder auf seine Kosten und kann die Gedanken an die Ausbildung und den Leistungsdruck getrost von sich schieben.
Auf den weitläufigen Wiesen, die direkt hinter dem Hauptgebäude der HMS angrenzen, sind Bierbänke und Tische aufgestellt, es gibt einen Grillstand, sowie eine Kuchenausgabe mit angrenzendem Beilagenbuffet und "alkoholfreier" Bowle (in die irgendwie doch ein ordentlicher Schuss gelangt ist) und eine Tombola mit allerhand reiterlichem und fußballerischem Equipment als Gewinn. Auf dem Fußballplatz wird ein kleines Turnier ausgetragen bei dem es heißt: Lehrer gegen Azubis. Und auf dem großen Reitplatz ist ein kleiner Trailpark für Ponyspiele aufgebaut. Es wird also allerhand geboten, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist und der Spaß nicht zu kurz kommt.

> Samstag, 26. April
> Startzeit: 18.00
> ca. 20°
> ein kalifornischer Frühlingsabend mit einem wundervollen Sonnenuntergang


Tragt euch bitte für die entsprechenden Aktivitäten im dafür vorgesehenen Thread ein.
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Alex Salas

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ALTER : Wer hat mit 29 denn noch Angst vorm schwarzen Mann?
HERKUNFT : In KENTUCKY | USA hat der Rennsport einen seiner größten Standorte.
BERUF : Warum bin ich nochmal JOCKEYTRAINER geworden? Mir ist es glatt entfallen.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Mi 21 Dez 2016 - 17:04

In der letzten Zeit war es schon beinahe etwas auffällig geworden, wie viele Attraktionen sich die McKinleys für den Hof ausdachten. Alex nahm diese Angebote jedoch mit Kusshand an, denn wenn er eines nicht mochte, dann war es Langeweile. Wobei man nicht behaupten konnte, dass die aktuell bei ihm reichlich vertreten war. Eher im Gegenteil. Seitdem Ciara ihm von ihrer Schwangerschaft erzählt hatte, kamen die beiden selten zur Ruhe, denn entweder wollte irgendjemand etwas nach wie vor von ihnen, oder sich verloren sich in Zukunftsplänen. So ein Kind wollte schließlich auch ausgestattet werden. Wobei sie sich relativ bald entschieden hatten, sich nur das Nötigste anzuschaffen, einerseits des Geldes wegen und andererseits, weil sie beide keine Freunde von SchnickSchnack waren. Der oder die Kleine würde noch früh genug mit den Verlockungen dieser Welt in Berührung kommen und ihnen in den Ohren liegen, was er oder sie alles haben wollte. Ein Lächeln überzog die Lippen des Jockeytrainers, während er in Richtung des Reitplatzes schlenderte, wo die Reiterspiele stattfinden würden, und diese Gedanken hatte. Was ihn ein wenig mehr mit Sorge erfüllte war dagegen die Tatsache, dass Ciara sich nicht davon hatte abbringen lassen, an den Spielen teilzunehmen. Zwar war Hidalgo ein kluges Pferd, noch dazu eines, dem Alex vertraute, aber er blieb immer noch ein Tier und folglich ein Stück weit unberechenbar. Es konnte so vieles passieren und er wollte sich nicht ausmalen, welche Folgen ein Sturz haben könnte. Blieb nur zu hoffen, dass die McKinleys den Parcour nicht allzu schwer oder risikoreich entworfen hatten. Manchmal fragte er sich auch selbst, ob er vielleicht überreagierte, aber Ciara erschien ihm zeitweise auch etwas leichtsinnig. Der Wanderrit vor etwas mehr als einer Woche war die eine Sache gewesen. Reiterspiele waren noch einmal eine ganz andere Nummer. Seitdem Daniel weg war, wusste Alex auch nicht so recht, mit wem er darüber sprechen sollte. Jem hatte noch genug mit dem Verlust Mikes zu kämpfen und Isaac war definitiv kein geeigneter Ansprechpartner bei diesem Thema. Zumal er das Risiko liebte und vermutlich an seinem eigenen Leben nicht einmal sonderlich hing, wenngleich man meinen mochte, er wurde durch Shana ein besserer Mensch. Aber er blieb immer noch Isaac.
Also kam er doch meist auf Jem zurück und es tat ihm fast selbst ein wenig Leid, aber vielleicht war es für den Westernreiter auch eine willkommene Abwechslung.

An den Holzzaun des Platzes gelehnt wartete der Dunkelhaarige auf den Start. Immer mehr Reiter trudelten mit ihren Pferden ein und die Uhr zeigte auch schon fast Viertel nach an. Es würde nicht mehr lange dauern, bis das Startsignal ertönte und die Spiele begannen. In dem ganzen Gewusel versuchte Alex Ciara ausfindig zu machen, doch scheiterte grandios. Es blieb ihm wohl kaum etwas anderes übrig, als einfach abzuwarten und zu hoffen, dass an diesem Tage nichts Schlimmes geschehen würde. Dass ein Arzt in Form von Christian vor Ort war, war nur ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, was er zu verlieren hatte. Wo steckte Chris überhaupt? Wollte er bei den Spielen nicht anwesend sein?
{Gedanken | Angst | Reitplatz | ANSPIELBAR}
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Do 22 Dez 2016 - 20:46

-LASSET DIE SPIELE BEGINNEN-

18:15 - Reiterspiele
Alle Reiter, die an den Spielen teilnehmen, sollten sich nun am Reitplatz einfinden, wo bereits der Parcour aufgebaut ist, der im Folgenden von jedem EINZELN durchlaufen werden muss. Dieser setzt sich aus 6 Teilaufgaben zusammen, wobei am Ende einzig und allein die Zeit auf der Stoppuhr zählt. Dennoch soll natürlich der Spaß und das pferdegerechte Miteinander im Vordergrund stehen.

Die Teilaufgaben:
  • 3 Ringe von 3 Tonnen einsammeln, indem jeder Ring einzeln auf einem bereitgestellten Stuhl abgelegt wird
  • Flattervorhang: von einer Eisenstange hängt rot-weißes Absperrband herunter, durch das das Pferd hindurchgeritten werden muss
  • Slalom um sieben Stangen (mindestens im Trab)
  • Über eine Holzbrücke traben
  • Zwei Cavalettis hintereinander springen (Abstand ein Galoppsprung)
  • Ringestechen (herabhängene Ringe müssen mit einem Stab „aufgespießt“ werden; der Stab steckt zu Beginn der Ringe im Boden und kann auch am Ende wieder in den Boden gestochen werden)
  • Balancieren auf einem Holzbalken und das Pferden nebendran führen
  • Endsprint ins Ziel


Startreihenfolge:
  • Shana McCormick {Unique Rembrandt}
  • Camille Breaker {Champagne Showers}
  • Terésa Rodriguez {Capt'n Jack}
  • Krisztiná Rádvanyi {Platinum Shadow Edition}
  • Lillian Adams {Shawty Got Moves}
  • Sophie Ferall {Mockingjay}
  • Ciara Rothwood {Hidalgo}
  • Francesca di Attiglio {Mercy Falls in Summer and Spring}

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Dr. Christian Ackles

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ALTER : Die ersten leichten grauen Haare zeigen sich bei dem 37 Jährigen
HERKUNFT : Trotz multikulturellen Eltern ist er ein waschechter Amerikaner
BERUF : Chris ist der Arzt an der HMS und mit Leib und Seele Vater

BeitragThema: Re: Reitplatz   Do 29 Dez 2016 - 17:40

Seit der Trennung von Dana warf Christian sich in Arbeit. Besonders wenn Joy nicht bei ihm war und da für dieses Wochenende das Frühlingsfest mit Turnier angesagt war, war die kleine bei ihrer Mutter. Christian selber war für die Reiterspiele eingetragen. Immerhin konnte jederzeit etwas passieren. Chris würde also zwischen dem Reit- und dem Fußballplatz hin und her pendeln um beide Bereiche abzusichern. Jedoch hoffte er seinen Koffer den ganze Abend zu lassen zu können, aber man wusste ja nie.
Frisch geduscht und mit dem dunkelblauem Poloshirt der HMS, welches er bei Spielen der Mannschaft oder wenn er die Reiter auf Turniere begleitet trug, hatte er mit einer beigen Hose kombiniert. Seine Haare waren ordentlich gegeelt.
Den Morgen hatte er mit Damian in der Klinik verbracht. Der Pferdetrainer hatte in letzter Zeit vermehrt Probleme mit seinem Sprunggelenk welches er sich damals bei seinem Sturz mit Abraxxas luxiert hatte und Chris hatte festgestellt, dass die eine Schraube leicht verrutscht war. In einer kleineren Op würde er diese entfernen, so hatte er es mit dem dunkelhaarigem besprochen. Lediglich eine Woche würde Damian damit im Stall ausfallen.
Begeistert war der Spanier nicht gewesen, aber ändern konnte er es nicht. Chris würde mit Lawrence noch besprechen müssen, wann er am besten auf Damian verzichten konnte.
Langsam schlenderte der Blonde über den Rasen rüber zum Reitplatz an dessen Umzäunung er eine bekannte Personen stehen sah.
Die Tasche ließ er ins Gras fallen und einen Fuß stellte er auf die unterste Latte ehe er sich mit den Armen auf der obersten Abstützte.
"Was machst du schon wieder für ein besorgtes Gesicht Alex?; "fragte er seinen Freund neben sich und ließ dann den Blick über den Platz gleiten. Die einen oder anderen ritten bereits ihre Pferde warm. Ciara konnte er noch nicht entdecken.
"Ciara packt das schon. Sie kennt ihren Körper ziemlich gut und weiß was sie sich und dem Kind zutrauen kann. Außerdem ist Hidalgo dich ein zuverlässiges Pferd.", versuchte er Alex zu beruhigen und klopfte ihm beruhigend auf die Schulter.


(Rückblick/ Reitplatz/ Alex)
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Shana McCormick
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ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Reitplatz   So 8 Jan 2017 - 16:27

Remo schritt in fleißigem Trab unter ihr voran. Er stand gut am Zügel heute und das musste er auch, wenn sie den Parcours vernünftig und zügig reiten wollten. Shana glaubte, einen großen Vorteil zu haben. Schließlich war sie sowohl Dressur als auch Springreiterin. Sie beherrschte ihr Pferd in engen Wendungen und hatte das können, es genau so zu steuern, wie sie es musste. Einige andere Teilnehmer könnten damit mehr Probleme haben. Das einzige Problem war der Charakter ihres Pferdes, der ihren Vorteil wahrscheinlich auch wieder wett machte. Er war doch manchmal etwas skeptisch bei Dingen, die er nicht kannte. Genau deshalb hatte die Schottin mit ihm auch schon einige Dinge ausprobiert, um ihn generell auf besondere Ereignisse vorzubereiten und ihm die Angst zu nehmen. So war es in letzter Zeit öfter vorgekommen, dass sie mit Plastiktüten, Raschelsäcken und Flatterband über den Hof gelaufen war.
Jetzt war es allerdings so weit. Sie wurden aufgerufen und mussten als erste Starter den Parcours durchreiten. Dadurch entstand ihnen ein weiterer Nachteil, denn so konnten sich die anderen durchaus noch etwas bei ihr abschauen.
Als die Startglocke ertönte galoppierte Shana ihren schwarzen Hengst aus dem Stand heraus an. Eine Übung, die er perfekt beherrschte. In zügigem Tempo ging es zu den Tonnen. Im langsamen Trab konnte sie perfekt die Ringe aufsammeln, legte diese dann jedoch vorsichtshalber im Schritt auf den Stühlen ab.
Und weiter ging es durch den Flattervorhang. Flatterband war zum Glück nichts Neues für Rembrandt und so durchritten sie diesen ohne Probleme im Galopp. Darauf folgte der Slalom – ebenfalls im Galopp. Wer kann, der kann. Zwar musste Shana ihr Pferd ziemlich versammeln, um die Wendungen reiten zu können, doch durch einige Übung ging ihnen auch dies leicht von der Hand.
Auf den Slalom folgte eine Holzbrücke. Mit einer Parade fiel Remo in den Trab. Sie ließ ihm ein wenig Kopffreiheit, damit er sich das vor ihm liegende Hindernis vernünftig ansehen konnte. Der Hengst spitzte neugierig die Ohren, seine Nüstern blähten sich leicht. Seine Schritte verlangsamten sich merklich, als er unsicher wurde. Einige Meter vor der Brücke beschloss Shana schließlich, ihn wieder an den Zügel zu nehmen und ein wenig bestimmter nachzutreiben. Sie gab ihm die nötige Sicherheit und den leichten Druck, den er brauchte, um über die Holzbrücke zu laufen. Bei dem ersten Klackern seiner Hufe auf dem Holz zuckte er kurz zusammen und machte einen Schritt zur Seite. Nach der ersten Unsicherheit konnten sie aber auch dieses Hindernis hinter ihnen lassen.
Die zwei Cavaletti nahm Remo natürlich mit Leichtigkeit beinahe allein. Nun ging es jedoch an die Aufgaben, wo seine Reiterin Geschick beweisen musste. Beherzt griff Shana nach dem Stab und lenkte ihr Pferd im Trab in Richtung der Ringe. Den ersten erwischte sie noch, der zweite entwischte ihr. Kurzerhand wendete sie und schnappte ihn sich schließlich doch. Die nächsten Ringe holte sie sich dann doch lieber im Schritt, erwischte sie dafür aber auf Anhieb.
Der Weg zum Holzbalken wurde wieder im Galopp zurückgelegt. Noch nicht ganz zum stehen gekommen sprang sie von Remos Rücken, schnappte sich seine Zügel und balancierte über den Balken. Der Welshhengst sah sie zwar ein wenig verständnislos an, so als fragte er sich, was sein Mensch da machte, kam aber artig mit. Vom Ende des Balkens aus, sprang sie dann auch noch wieder auf seinen Rücken. Mit pefekter Hilfe galoppierte sie ihn an, gab ihm den Zügel hin und ließ ihn einfach im gestreckten Galopp ins Ziel laufen. Hinter der Ziellinie war dann noch ein kleiner Freudenbuckler drin, ehe sie den Rappen wieder in einen ruhigen Trab parierte und vom Platz ritt.
“Gut gemacht, mein Dicker.“, lobte sie ihn, klopfte ihm lobend das schwarze Fell und machte sich dann langsam auf den Weg in Richtung der Stallungen, um ihr Pferd abzugeben und rechtzeitig zur Siegerehrung und zum Auftritt der „Band“ wieder da zu sein.

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Camille Breaker
2. Lehrjahr
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ALTER : Ich zähle die Jahre, seit ich auf der Erde wandle, bis jetzt sind es 23 Jahre.
HERKUNFT : Geboren und Aufgewachsen im schönen Long Beach in LA, in den schönen USA.
AUSBILDUNG : Man glaubt es kaum und im Fußball muss man sich gegen ziemlich viele Vorurteile der männlichen Kameraden wehren.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Do 12 Jan 2017 - 13:35

Mille war schon den ganzen Tag über nervös. Sie wusste, dass das Fußballspiel kein Problem für sie darstellen würde, doch vor den reiterspielen hatte sie doch etwas schiss, schließlich war sie nicht die Superreiterin wie die anderen die teilnahmen. Sie stand bei Cham und bereitete sie vor. Nach dem Putzen und Hufe aus kratzen, sattelte und trenste sie auf. Sie legte sogar Gamaschen an. „Wir packen das schon, meine Süße“ sprach sie auf die Stute ein und auch um sich etwas Mut zuzusprechen. Sie Atmete tief durch, ehe sie aus dem Stall trat und sich zum Reitplatz aufmachte. Dort angekommen gurtete sie nochmals nach und schwang sich dann auf den Rücken der Stute, um sie etwas warm zu reiten. Sie beobachtete Shana, wie sie den Parcour meisterte und sie bekam jetzt schon bammel, dass sie es nicht schaffen würde. Sie Klopfte Cham nochmals den Hals und versuchte nicht zu hyperventilieren.

Sie ritt Cham an den Startpunkt, Atmete tief durch und dann ertönte die Starkglocke. Etwas zu übereifrig ritt sie die Stute an und wäre fast gegen die erste Tonne geknallt, hätte sie die Stute nicht im letzten Moment noch in einen ruhigen Galopp gebracht. Gekonnt sammelte sie die Ringe von den Tonnen, lege sie dann im Schritt auf den Stühlen ab. Weiter ging es zum Flatterband. Durch das Schrecktraining das sie mit Cham hin und wieder übte hatte die Stute damit kein Problem und sie Galoppierten ohne weiteres hindurch. Je länger Mille auf Cham ritt desto lockerer wurde sie und sie glaubte ohne weitere Schwierigkeiten den Parcour durchreiten zu können.

Sie ritt auf den Slalom zu. Sie versammelte die Stute, gab ihr eine halbe Parade und ritt dann im Trab um die Stangen herum. Mit Leichtigkeit absolvierte Cham den Slalom und weiter ging es für die beiden über die Holzbrücke. Vorsichtig aber immer noch im Trab ging Cham über die Brücke, danach Klopfte Mille der Stute den Hals, denn die Stute hatte dies wirklich gut gemeistert, ging es Mille durch den Kopf. Dann trieb sie die Stute wieder in den Galopp und ritt auf die Cavalettis zu. Mit Leichtigkeit übersprach die Stute diese und es ging gleich weiter zu den Ringen.

Mille fasste den Stab und zog ihn mit einem Rück aus dem Boden. Kein leichtes Unterfangen, da Cham immer noch Galoppierte, doch Mille hatte Übung mit Schwierigen Situationen und meisterte die Übung, auch die Ringe durchstieß sie alle ohne Probleme. Am Ende stieß sie den Stab wieder in die Erde, sie hatte Angst das er umfallen würde doch er blieb stecke. Sie parierte die Stute durch und blieb zwischen dem Ende der Ringe und dem Balken über den sie Balancieren sollte stehen und stieg ab. Sie nahm die Zügel vom Hals der Stute und bestieg den Balken ohne Probleme, auch das Balancieren klappte Problemlos. Der Sprint danach war eine ihrer leichtesten Übungen und auch Cham machte problemlos mit und trabte neben ihr her. Sie kam durchs Ziel und die Glocke bestätigte das Ende. Ausgiebig lobte sie ihre Stute und verließ den Platz um der nächsten Starterin Platz zu machen. Sie führte Cham noch ein paar Runden, damit sie etwas trocken wurde.


Vorbereitung | Warmreiten | Absolviert den Parcour | trockenreiten
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Terésa Rodriguez
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 64
ALTER : Inzwischen ist sie schon 20 JAHRE alt - bald darf sie sogar legal trinken, dann ist sie wahrlich erwachsen.
HERKUNFT : Geboren noch in Spanien, ist Terésa allerdings in TEXAS aufgewachsen, was sie zu einem wahren Cowgirl macht.
AUSBILDUNG : Nach Jahren des Westernreitens hat sie dann doch die DRESSUR für sich entdeckt, und will nun irgendwann Profi werden.

BeitragThema: Re: Reitplatz   Fr 13 Jan 2017 - 11:03

Jack war schon locker, bevor Terésa ihn überhaupt richtig warm geritten hatte. Der Fuchsschecke ließ sich leicht drehen und wenden, und führte alle Maneuver elegant und fein aus. Er war vielleicht kein Smartie, aber sie könnte sich definitiv dran gewöhnen, ihn zu reiten. Nicht, dass die Hofleitung das erlauben würde – nicht nur, dass sie schon zwei eigene Pferde mitgebracht hatte, sie war auch noch als Dressurreiterin eingeschrieben. Das war, was sie gewollt hatte, und auch, wenn sie das Westernreiten niemals aufgeben würde, war sie nun eine wahre Dressurreiterin. Das sah man nur nicht, als sie mit ihrem Leihpferd über den Platz peste.
Nachdem Camille mit ihrem Pferd den Parcours vollständig bewältigt hatte, wurde Terry von den Betreuern auf den Platz gerufen. Jack kaute entspannt auf seinem Gebiss rum, war konzentriert und neugierig, was passieren könnte. Terésa wartete auf das Startsignal, machte die Beine zu und trieb Jack schnell in einen flachen, schnellen Galopp. Um die Tonnen rum war das kleinste Problem, und durch ihren einhändigen Reitstil bekam sie die Ringe auch sicher zu fangen und konnte sie ohne großes Abbremsen auf den Stuhl legen. Vor dem Flattervorhang bremste sie zum Trab ab, und während Jack doch ein bisschen den Kopf hochnahm, um den mal zu inspizieren, ging er durch, als hätte er nie was getan. Ein fantastisches Pferd, dachte Terésa bei sich, er hatte es verdient, einen festen Reiter zu bekommen.
Dann kamen die Stangen. Für ein so gut ausgebildetes Pferd wie Jack war das kein Problem. Er war flach, schief, trittsicher, und Terésa musste ihn kaum lenken, weil er ganz genau wusste, was er zu tun hatte. Danach ging es auf die Holzbrücke zu – und da eröffnete sich das Problem. Jack erschreckte sich vor den Geräuschen, die seine Hufe machten, und wollte angaloppieren. Sie schaffte es, ihn zurückzuhalten, und trotzdem hoppelte er mehr drüber, als wäre er ein Hase, als in einem wirklich versammelten Trab. Vermutlich würde sie für den einen kleinen Hopser Abzüge bekommen. Kaum, hatten seine Hufe wieder Sand berührt, galoppierte er los, und war kaum zu zügeln vor den Cavaletti – darüber gingen sie auch alles, nur nicht elegant. Dann schaffte sie es, ihn abzubremsen, und konnte die Ringe in aller Ruhe aufstechen, während sie in einem versammelten Galopp daran vorbei ritt.
Direkt vor dem Balancierstück zügelte sie aus dem Galopp, sprang ab, und tänzelte problemlos über den Balken – Jack ging neben ihr her, wohl einzig und allein aus der Motivation, dass es dann fast zu Ende wäre. Aus dem Lauf sprang sie wieder in den Sattel und preschte, ohne auch nur die Steigbügel zu finden, durchs Ziel. Sie hatte durch die Spinnerei an der Brücke und über die Cavaletti etwas Zeit verloren, aber nicht so viel.
Im Schritt ging sie zurück zum Abreiteplatz – Jack war nun nassgeschwitzt, und schäumte etwas, aber das lag vermutlich mehr daran, dass er immer noch auf dem Gebiss kaute, als dass sie ihn zu sehr gefördert hatte. Terésa war durchaus zufrieden mit der Leistung, die die beiden gebracht hatte, und ließ sich somit Zeit beim Abreiten, bevor sie den Paintwallach wieder zurück in den Stall brachte.
{ cf.: Stall # Pferdespiele # tbc.: Stall }
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