THESE ARE THE GLORY DAYS FROM NOW UNTIL FOREVER WE'VE COME ALONG WAY AND THE ROAD IS CLEAR FOR ANOTHER HUNDRED YEARS
 
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 Wiesen und Felder

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AutorNachricht
Patrick Murray
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 399
ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 27 Apr 2018 - 17:25

Patrick hasste es, wenn ein Buch oder ein Film traurig endete. Er hasste es, wenn ein Protagonist starb oder unglücklich auf der letzten Seite zurückblieb. Wahrscheinlich lag es daran, dass er keinen Teil seiner eigenen Geschichte wirklich glücklich hatte abschließen können. Seine Kindheit war mit einem brutalen Schlag vorbei gewesen, als die Polizisten an seiner Tür geklingelt hatten und er plötzlich allein war, ohne Mutter, ohne Vater und ohne irgendjemanden, zu dem er hätte gehen können. Seine Pubertät war geprägt gewesen von unsäglicher, unnötiger Wut, bis er zum ersten Mal geritten war. Das war der Moment gewesen, an dem alles so ausgesehen hatte, als könnte er ein Happy End bekommen. Als würde sich alles zum Guten wenden. Dann war jene Nacht im Studium gekommen, die immer noch die schlimmste in seinem Leben war – auch wenn es sich gerade jetzt in diesem Moment, in dem Emma zögerte und dann von Noah sprach, so anfühlte, als könne sie ernsthaft Konkurrenz bekommen – und dann wieder ein Lichtblick, nämlich dieser Hof. Er hatte Joana getroffen, er hatte die erste wirklich ernsthafte Beziehung führen wollen, seit er zwanzig war. Joana war gegangen. Emma war gekommen und mit ihr all die Wünsche, vor denen er sich so lange versperrt hatte. Verdammt, er war noch nie so verliebt gewesen. Und dann musste es sich als verdammte Dreiecksbeziehung entpuppen, die dazu verdammt war, ihnen allen jegliche Freude zu nehmen. Bei Noah war ihm das sogar noch egal, aber bei sich und Emma doch nicht. Patrick wollte doch einfach nur glücklich werden. Er wollte nichts mehr. Keinen Reichtum, nicht einmal viel Besitz. Nur einmal im Leben von sich behaupten zu können, wirklich glücklich zu sein.

Doch mit jedem Wort, das Emma sagte, zerbrach für ihn ein Teil dieser Chance. Er hatte geglaubt, dass er das Richtige tat, wenn er ihr heute Abend sagte, dass er sie liebte. Und bis gerade eben hatte es doch noch so gut ausgesehen. Sie wollte seine Freundin sein. Sie hatte gesagt, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Doch das reichte nicht. Natürlich nicht.
Bitterkeit mischte sich in sein Inneres und mit einem Mal brannten seine Augen verräterisch. Wenn er jetzt zu heulen anfing, würde er sich im See ertränken. Oder in Whiskey. Vielleicht auch in beidem, in variabler Reihenfolge. Er könnte weglaufen. Und Emma in ihr Verderben laufen lassen, denn genau das war es, was sie ihm beschrieb. In Patricks Innerem tobten die Gefühle durcheinander, ergriffen nacheinander die Herrschaft und konnten sich doch nicht für einen Anführer entscheiden. Da war Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, immer noch der Wunsch, Emma zu beschützen – jetzt vor sich selbst. Man konnte keine zwei Menschen auf einmal lieben, egal was die Polyamoristen sagen mochten. Und das, was sie über Noah sagte, war keine Liebe. Das war maximal ein Stockholmsyndrom.
Patrick stand ganz still da, nur seine Augenbrauen zogen sich zusammen und gemeinsam mit Emma blickte er kurz zur Festwiese, konnte jedoch keine einzelnen Personen erkennen. Er presste seine Kiefermuskeln zusammen, wusste nicht, ob er das, was ihm unzusammenhängend durch den Kopf schoss sagen sollte. Emma anzusehen, schaffte er nicht. Als könne er Noah durch bloßes Starren auf das Fest ausfindig machen und durch einen Gedanken zum Abhauen bringen, starrte er auf die Feiernden, sah doch nichts. Wieder brannten seine Augen. Ihm war schlecht.
Und dann war da ein Körper, der ihm so viel vertrauter schien als sein eigener, an seiner Brust.
Sein erster Impuls war es, die Arme um Emma zu schlingen und sie zu halten, sich zu sagen, dass es egal war, wie ihre Beziehung hieß, solange es Momente gab, in denen nur sie beide zählten. Dass er eben die Stelle einer Affäre einnehmen würde, wenn er sie dafür nur hatte. Aber es ging nicht. Nicht mehr. Sie war ehrlich zu ihm gewesen. Dann konnte er sich und sie nicht länger belügen, indem er diese Geschichte in ihrer aktuellen Art beibehielt.
Sanft drückte er Emma von sich, obwohl ihn allein diese Geste schmerzte.
„Ich…“ Seine Stimme klang rau und belegt, gar nicht nach ihm. Am Telefon würde er sich selbst nicht erkennen. „danke dir für deine Ehrlichkeit. Aber… was du von ihm sagst, wird dich unglücklich machen. Ich weiß das, Emma. Glaub mir. Bevor ich vom College gegangen bin, war ich in einem Heim im Praktikum, in dem Frauen waren, die von ihren Scheißkerlen genau das gleiche gesagt haben. ‚Ich kann ihn nicht verlassen, obwohl er mich geschlagen hat, weil er sich sonst was antut‘. Originalton. Mach nicht den gleichen Fehler. Du… bist nicht für ihn verantwortlich. Was er dann braucht, ist einen guten Psychologen.“ Patrick legte ihr den rauen Daumen unters Kinn, sah ihr in die braunen Augen. Die nächsten Worte fühlten sich an wie Eiswasser in seinem Magen und er stolperte über den Anfang und setzte erneut an. „Versprich mir, dass du nicht den Fehler machst. Ich… lass dich gehen, Emma. Du musst dich nicht entscheiden. Aber bitte, mach nicht diesen Fehler. Mach dich nicht für Dinge verantwortlich, für die du nicht verantwortlich bist. Das wird dich kaputt machen.“


[Emma]
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Leonardo Fabbri
Admin
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BEITRÄGE : 958
ALTER : IN DER BLÜTE DES LEBENS IST MAN DOCH MIT 24
HERKUNFT : DIE MENSCHHEIT HAT NUR EINEN URSPRUNG, DAS IST KLAR. DER LIEGT IN ROM AUCH DAS IST WAHR.
BERUF : VON UNTEN NACH GANZ OBEN: ALS PROFIFUSSBALLER LÄSST ES SICH DURCHAUS LEBEN.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 2 Mai 2018 - 14:26

Ob sie jemals ganz ernsthaft sein würden? Sich unterhalten wir Erwachsene und dabei jeder in seiner Sphäre bleiben? Leon glaubte nicht, dass das möglich war und da sprach sicherlich nicht das Kind in ihm, sondern eher der Teil, der Jonathan als Bruder ansah. Sie hatten mehr gemeinsam durchlebt, als sie in Worte fassen konnten, hatte Orte besucht, an die sie gar nicht gewollt hatten, hatten Frauen geliebt, an die sie sich nicht mehr erinnerten, hatten Menschen verletzt und es danach nicht bedauert, hatten um sich geschlagen, ohne Rücksicht zu nehmen und waren am Ende doch immer lebendig davongekommen. Sie mit Bonnie und Clyde zu vergleichen würde zumindest ihren Zusammenhalt beschreiben, denn bevor einer in den Knast ging, gingen sie wohl eher zusammen. Sie konnten sich monatelang nicht sehen und wenn sie sich dann trafen war alles wie immer. Vielleicht war genau dieses Verhältnis für sie beide das einzig Konstante in ihrem Leben.
Verächtlich schnaubte Leon als Johnny ihm Weisheit ab-, aber Alterserscheinungen zusprach. Natürlich war das nicht ernst gemeint, aber sie würden sich nun einmal nicht wie Erwachsene unterhalten, ganz gleich was die Zahl in ihrem Ausweis per Definition besagte. Hinter das Fußballspiel würde Leon einen Haken machen müssen – es hatte keinen Sinn sich darüber zu echauffieren. Immerhin war es nur irgendein unbedeutendes Spiel einer schlechten Dorfmannschaft, die nur eine minimale Idee von dem wirklichen Fußballbusiness hatten. Doch das Erschreckende war, dass je länger Leon auf diesem Hof und bei Lilly verweilte, desto mehr fragte er sich, wie es einmal mit ihm weitergehen sollte. Er hatte keine zweite Ausbildung, kein Studium – er konnte lediglich Fußball spielen. Doch wenn er zurückging nach Francisco, dann ließ er auch all das hier zurück. Dass Johnny blieb, daran zweifelte er nicht. Sie hatten Schlimmeres überstanden. Aber Lilly? Mit ihr eine Fernbeziehung führen – würde das funktionieren, wenn sie beide so beschäftigt waren?
„Es ist ein Wunder, dass du das geschafft hast. Grenzt ja fast an Überarbeitung.“ Er rollte die Augen und warf Johnny einen vielsagenden Seitenblick zu. Sarkasmus konnte er auch, doch mit einem Schmunzeln musste er dann doch mit seinem Kumpel anstoßen. Nein, sie würden niemals erwachsen miteinander umgehen.

Offenbar war Jonathan Leons Reaktion auf Pennys Ankunft nicht entgangen und wie es seine Art war, fragte er direkt nach. Hatte er wohl nicht schnell genug reagiert und den Blick abgewandt, aber wer konnte auch ahnen, dass die Italienerin hier urplötzlich auftauchte. Vielleicht würde er mal ein Wort mit Lilly reden, sie hätte ihn zumindest vorwarnen können, damit er Johnny irgendwie darauf vorbereitete. Aber Frauen liebten ja bekanntlich Überraschungen, wobei er sich fragte, ob diese hier so positiv war.
Was sollte er Johnny nun sagen? Abstreiten konnte er es nicht, dass hatte der Halbbrasilianer mehr als betont. Rasch suchte sein Blick die Wiese ab, um irgendetwas zu finden, dass er Johnny aufbinden konnte. Aber nichts war glaubhaft. Sein bester Kumpel kannte ihn und würde es ihm nicht abkaufen, dass ein heruntergefallenes Bratwurstbrötchen solche Reaktionen in ihm hervorrief. Ein neuer Hund war auch keine Erklärung, denn es waren keine neuen Azubis angekommen, sodass irgendjemand einen neuen Hund mitbringen konnte. Außer eben solche, die mitten im Jahr so hereinplatzten. „Das  -wird dir nicht gefallen, aber – wir haben unverhofft Besuch bekommen.“ Insgeheim zu Gott und Mutter Maria betend (an die er beide nicht glaubte, seine Oma würde ihn rügen) hoffte er, dass Jonathan nicht ausflippen würde, als er mit einer Kopfbewegung in Lillys und Pennys Richtung deutete. Wenn es einen Gott gab, war das der geeignete Zeitpunkt ihm beizustehen.
{Jonathan}
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Damian Masen

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BEITRÄGE : 447
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 7 Mai 2018 - 22:37

cf Stallungen - Boxen

Absolut befriedigt und zufrieden, einen Arm locker um die Hüften seiner Freundin gelegt, kehrte Damian mit Maili zurück auf den Festplatz.
Nach einem letzten liebevollen Kuss entließ er sie, damit sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten konnte.
"Du wirst dich nicht verspielen!", murmelte er ihr leise ins Ohr, bevor er sie los ließ und sich zurück zum Stand der Tombola begab.
Tja Mailis Frage war berechtigt gewesen, doch da sein Chef und dessen Frau in ein scheinbar ernstes Gespräch vertieft waren lies er die Beiden in Ruhe und lehnte sich entspannt gegen einen der Tische auf denen die Preise ausgelegt waren und lauschte dem beginnendem Konzert.
Es war nicht unbedingt sein Musikgeschmack, doch nach wie vor faszinierte es ihm, dass der Arzt des Gestüts so gut singen konnte. Die dazu passende Musik wurde von dem Orchester gespendet, welches auch nicht schlecht war und besonders gefiel ihm natürlich das Klavierspiel seiner Freundin, die sich kein einzges mal verspielte.
Genau wie die Anderen klatschte er Applaus als die Musik verstummte und griff dann nach einer Bierflasch und nahm einen Schluck davon.
Nachdenklich sah er kurz zum leitenden ehepaar rüber, welches nach wie vor angespannt wirkte, zuckte dann jedoch mit den Schultern.
Das war Gott sei Dank nicht sein Problem und er würde sich hüten und nachfragen ob er helfen konnte.
Seine aufgabe bestand darin Lose zu verkaufen, doch bisher schien dies keinen zu interessieren. Gelangweilt ließ er seinen Blick über die ausgelegten Preise schweifen. Es gab viel Auswahl: Halfter und Stricke, Bürsten, Hufkratzer, Mähnegummis, Fliegenspray und und und. aber alles Dinge, die die Schüler und auch die Ausbilder selber in Mengen hatten. Klar würde sich keiner über ein neues Halfter beschweren, aber die Preise waren leider auch nicht so, dass man zweimal hinsah.
Er rieb sich leicht über das Gesicht und sah dann auf seine Uhr. Die Zeit die er sich hier die Beine in den Bauch stand konnte er definitiv besser verbringen.
Schlafen, die nächste Unterrichtseinheit vorbereiten, sich mit Maili durch die Laken wühlen... das Letzte gefiel ihm definiti am besten und er lies seinen Blick über die Wiese gleiten. Wo war Maili überhaupt?


(Gedanken Tombola / sucht Maili)
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Dylan McGath

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BEITRÄGE : 82
ALTER : 32 Jahre alt
HERKUNFT : Australier
BERUF : Hufschmied

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 7 Mai 2018 - 23:02

Dylan grinste verschmitzt und kraulte Ace, der sich neben ihn gelegt und sogleich auf den Rücken gedreht hatte, den Bauch.
"Ich war außwärts unterwegs. Musste noch ein paar Jungpferden den ersten Beschlag verpassen!", berichtete er und verzog leicht das Gesicht. So sehr er seine Arbeit liebte, der Erstbeschlag war selten Spaßig. Die Pferde kannten weder ihn noch die Geräusche oder gar die Gerüche. Nicht selten scheuten sie, traten nach ihm oder entrissen ihm ihr Bein und setzten es seltens behutsam auf seinen Füßen auf. So auch heute. Von den vier Jungpferden war gerade mal eines händebar gewesen und selten hatte der Hufschied derart schwitzen müssen beim beschlagen wie heute. Zumal es wichtig war, dass die Pferde das beschlagen nicht all zu negativ auffassten, denn ansonsten könnten sie geprägt fürs Leben sein und das war ganz sicher nicht das Ziel des Australiers.
Er musterte Jeremy. "Hm, vielleicht sollte ich dir einen GPS-sender verpassen, dann weiß ich immer wo ich dich finden kann!", er konnte bei sowas nicht ernst bleiben und lachte. "Nein, ich bin erst kurz vor Beginn des Festes zurück gekommen. Nicht mal beim Aufbau hab ich geholfen. Dafür pack ich morgen mit an. Bist du mitgeritten?"
Er erinnerte sich nur zu kurz, wie er Jeremy immer wieder gesagt hatte, dass sein Pferd etwas zu dick sei und er trainieren müsste und das hatte der jüngere auch getan. Inzwischen war dessen Pferd wieder in Form und er hätte sicher am Ritt teilnehmen können. Doch Dylan hatte bereits mitbekommen das Chiara den Ritt gewonnen hatte. Trotzdem hieß das ja nicht das Jem nicht mitgeritten war.
Der australier genoss das Gespräch mit Jeremy. Egal was es zu bedeuten hatte, er genoss die Nähe des Anderen. Mochte es wenn dieser Lachte und mit ihm scherzte. Lieber noch wenn sie beide alleine waren wie in einer Gruppe.
Innerlich wusste Dylan was dies bedeutete, doch so ganz konnte er sich noch nicht dazu überwinden es wirklich zu zu geben. Klar mochte er Jem, doch ob das mehr wie nur Freundschaft war?
Wenn man Dylan bisher gefragt hatte ob er auf Frauen oder auf Männer stand, so hätte er voller Überzeugung Frauen gesagt, doch seit dem Ritt hatte sich da etwas verändert.
Ganz langsam, wie eine Flamme die nur sehr langsam größer wurde hatte sich etwas entwickelt. Unbewusst suchte er immer wieder die Nähe des Anderen, das Gespräch,, musste sich vergewissern das es Jeremy gut ging, das er fröhlich war und was zum lachen hatte. Doch nicht nur das, auch ernstere Gespräche führte er lieber mit dem Dunkelhaarigen wie mit sonst jemanden aus dem Stall. Außerdem schlich er sich immer wieder in die Gedanken des Hufschmieds und das machte diesen schier verrückt.
Nachdenklich ließ er erneut den Kopf in den Nacken Fallen und starrte in den klaren Nachthimmel.
Sie saßen etwas Abseits der Anderen, leicht im dunklen verborgen, für sich und Dylan war die Nähe des Anderen mehr wie bewusst, doch wusste er nicht so wirklich wie er damit umgehen sollte.



( Gespräch Jeremy)
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Luke Colins
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 114
ALTER : Ich bin noch junge 24 Jahre alt
HERKUNFT : Durch und durch ein Amerikaner
AUSBILDUNG : Ich bin der Capitan des Fußballteams der HMS

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 8 Mai 2018 - 16:17

Luke war mit dem Ausgang des Spiels alles Andere als Begeistert. Ein Unentschieden war nichts halbes und nichts ganzes, so fand er und auch wenn s nur ein Hobbyspiel gewesen war, so war Luke doch keiner der gerne verlor.
Leicht gefrustet hatte er das Spielfeld verlassen und war duschen gewesen. Lediglich mit einer Sporthose am Körper war er rüber in sein Zimmer gestapft und hatte sich dort umgezogen.
Jetzt trug er eine Beigefarbene Hose und dazu ein schlichtes schwarzes Shirt, die hellgraue Strickjacke lag neben ihm auf der Bank.
Zuvor hatte er noch kurz mit seinen Teamkollegen gesprochen und sich etwas zu Essen geholt, ehe er sich etwas zurück zog.
Etwas Abseits vom Trubel verputzte er jetzt sein Steakbrötchen und dachte über das Spiel nach. Weder Noah noch Kristina waren schlecht gewesen und auch Sophia hatte sich gut angestellt. Er hatte nicht unbedingt damit gerechnet, das Noah solch ein Talent am Ball zeigen konnte und die Ungarin schien nicht zum erste mal auf dem Platz gestanden zu sein.
Anfangs beachtete er seinen Sitznachbarn nicht, als dieser sich neben ihm auf der Bank nieder ließ, er hing weiter seinen Gedanken nach.
Sein Vorschlag das Kristina ins Team kam und damit Camille überstützen sollte war Ernst gemeint gewesen.
Langsam wanderte sein Blick über die Wiesen, blieb bei seiner Mannschaftskollegin hängen. Sie waren wie Pech und Schwefel, sie konnten nicht ohne aber auch nicht wirklich miteinander. Ständig kabbelten sie sich wegen Kleinigkeiten und brachten sich damit gegenseitig auf die Palme und doch wollte Luke Camilles ehrgeiz im Team nicht missen.
War er Anfangs wirklich gegen gemischte Mannschaften gewesen, so hatte die junge Frau ihm und auch den restlichen Jungs im Team gezeigt, dass sie ihnen zwar körperlich unterlegen war, sich jedoch anders durchsetzen konnte und dies auch tat.
Erst jetzt löste Luke den Blick von Mille und besah sich seinen Sitznachbarn. Kristina starrte auf den Boden zu ihren Füßen und vermied den Blickkontakt. Als Schüchtern und zurückhaltend hatte er sie auf dem Platz nicht eingeschätzt.
Er schluckte den letzten Bssen runter und wand sich der jungen Frau neben ihm zu.
"Ich wusste gar nicht dass du kicken kannst.", begann er möglichst locker ein Gespräch und spielte nebenher mit dem Etikett seiner Cola Flasche.
"Warum spielst du nicht im Team?", fragte er ehrlich interessiert nach. Kristian schien einen Blick fürs Spiel zu haben und das konnte das Team der HMS gut gebrauchen.

(Kristina)
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Dr. Christian Ackles

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BEITRÄGE : 95
ALTER : Die ersten leichten grauen Haare zeigen sich bei dem 37 Jährigen
HERKUNFT : Trotz multikulturellen Eltern ist er ein waschechter Amerikaner
BERUF : Chris ist der Arzt an der HMS und mit Leib und Seele Vater

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 8 Mai 2018 - 19:02

Der Plan war es gewesen sich direkt nach dem Spiel mit Lawrence ein paar Bier zu gönnen, doch vom Schulleiter war beim Spiel weit und breit nichts zu sehen gewesen. So hatte Chris sich ein Bier besorgt und war in aller Ruhe duschen gewesen. Die dunkle Jeans und das weiße T-shirt hatte er sich bereits mit in die Umkleide genommen. Dazu passend weiße Sneaker und etwas Gel für die Haare und fertig war das Outfit für den Abend. So sah das zumindest der Arzt der HMS.
Nachdem Schweiß und Dreck vom Spiel vom Körper gewaschen waren und noch hier und da das ein oder andere Wort gewechselt worden war wollte Chris eigentlich nach Isaac sehen. Trotz das seine Aufmerksamkeit dem spiel gegollten hatte, so war ihm doch aufgefallen, dass der Bereiter lahm ging. Luke war ein durchtrainerter Sportler, der Tag ein Tag aus in Zweikämpfe ging und dessen Muskeln gerade in den Beinen besonders ausgerägt waren. Isaac dagegen war eher der Sehnige Typ. Zwar war auch er sehr druchtrainert, doch neben Luke sah er doch eher schmächtig aus und es hatte ordentlich gerummst zwischen den Beiden.
Isaach jedoch hatte sich direkt vom spielfeld aus verzogen und bis jetzt hatte Chris ihn auch noch nicht zu fassen bekommen.
Da er mit auf die Bühne musste, musste der Bereiter noch etwas warten, auch wenn CHris bereits ein paar Schmerzmittel in seiner Hosentasche mit sich durch die Gegend trug.
Trotz das die Band nicht all zu lange vor dem Fest geprobt hatte verlief alles nach Plan, keiner verspielte sich und den Zuschauern schien es zu gefallen.
Zufrieden mit dem Abend schlenderte Chris über den Festplatz, besorgte sich etwas zu essen und fand dann endlich Isaac, der mit Noah zusammen auf einer Bank saß und sich unterhielt.
Gemütlich steuerte der arzt auf die beiden Brüder zu.
Das Noah solch ein Talent am Ball zeigte hatte Chris nicht gewusst, aber auch über Isaacs Zusage zum Spiel hatte er sich gewundet. Beide hatten Können gezeigt und ordentlich gekämpft. Naja zumindest bis zum Zusammenprall.
Noah stichelte gerade was Isaacs Knochen anging und Chris konnte dem nur zustimmen, doch wusste er wie Stur Isaac sein konnte und so reichte er ihm einfach nur die Tabletten.
"Die Lockern die Muskeln und helfen gegen die Schmerzen. Wenn du nachher in deiner Bude ist kühl das Bein etwas. Sollte es morgen blau und dick sein würde ich trotzdem gerne einen Blick drauf werfen. Mit Bandverletzungen am Knie wird es schwer für dich zu Springen!"
Vielleicht konnte er nur an die Vernuft des dunkelhaarigen appelieren, wenn es um seinen Sportlichen Werdegang ging.


(Rückblick / Noah und Isaac)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 689
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 9 Mai 2018 - 10:41

Du wirst dich nicht verspielen, hatte Damian Mai-Lin prophezeit und genauso war es gekommen. Wahrscheinlich lag das nicht nur daran, dass sie in ihrer Jugend nicht nur die besten Reitlehrer, sondern auch die besten Klavierlehrer gehabt hatte. Sie hatte sich bei dem Auftritt der Band tiefen entspannt an das Keyboard setzen können. Selbst ein olympischer Parcours hätte ihr heute keine Angst mehr gemacht, weil die Sache mit Damian endlich, endlich, endlich im Reinen war. Nichts konnte sie aufhalten. Auch nicht die Blicke, die sie ab und an von den Noten ins Publikum hinein wandte, um Damian zuzulächeln.
Eigentlich hätte sie nach dem Auftritt gern mit Shana gesprochen, ihr von der Eskapade im Heu berichtet, obwohl die Erinnerung daran immer noch eine zarte, verwegen Röte in ihre Wangen zauberte, und ihr gesagt, wie unfassbar froh sie war, endlich Mut bewiesen zu haben. Vielleicht sollte sie öfter über ihren Schatten springen, sich öfter von ihrem Vater und seiner Meinung zu distanzieren versuchen – sich wirklich ein eigenes Leben aufbauen. Teile dieses Gedankens verwarf sie jedoch schnell wieder. Sie kannte das Leben der Mittelklasse nicht, hatte zwar durch Damian erfahren, dass es gar nicht so furchtbar war, wie ihre Schulfreundinnen ihr immer wieder weismachen wollte, aber es erfüllte sie trotzdem mit Unbehagen, wenn sie daran dachte, dass es eine Zeit ohne teure Abendroben, Handtaschen, Restaurants und einfach Möglichkeiten mit der Distanz zu ihren Eltern kommen könnte. Nein, dazu war sie noch nicht stark genug.
Nachdem die letzten Töne des letzten Liedes in die Abendluft davon schwebten, sich die Band verbeugt hatte und der Applaus auch langsam abebbte, beschloss Mai-Lin, einen kurzen Abstecher in ihr Cottage zu machen, um sich ein wenig frisch zu machen. Erst danach schlenderte sie zurück zum Geschehen auf der Wiese und zum Stand der Tombola, wo Damian sicherlich auf sie wartete. Im Gegensatz zum Grill und den Getränken, war es um die Tombola herum nahe zu ausgestorben. Klar, die Preise waren jetzt nicht wirklich… ansprechend. Der Losverkäufer hingegen schon.
„Hey“, flötete sie und musste grinsen. „Wirst du den ganzen Abend hier festgehalten?“

[cf. Stallungen | Auftritt der Band | geht zu DAMIAN]
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James Barnes

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BEITRÄGE : 266
ALTER : 34 Jahre sind es nun, die ich mich auf dieser Welt herumschlage.
HERKUNFT : Brite. Ein wahrer Brite mit Benehmen und passendem Humor.
BERUF : Obwohl ich eigentlich mindestens Profidressurreiter sein sollte, schlage ich mich als Pferdepfleger durch. Aber das mache ich verdammt gut.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 16 Mai 2018 - 16:50

James hatte es im ersten Augenblick nicht bemerkt, doch jene Frage, die er eigentlich harmlos gestellt hatte, um mehr über sein Gegenüber zu erfahren, könnte gleichzeitig ein Schritt in Richtung Goldie sein. Die Stute faszinierte ihn, seit er sie zum ersten Mal im Stall gesehen hatte und seit er wusste, dass Dean sie als Freizeitpferd nutzte (noch vor einem Monat hätte James wohl von misshandeln gesprochen, doch mit der wachsenden Freundschaft hatten sich manche Züge in seinem Denken gewandelt), war die Sehnsucht danach, ein so fantastisch ausgebildetes Pferd auf Turnieren vorstellen zu können, statt sich mit seinem eigenwilligen Barockpferd zu begnügen, unvorstellbar groß geworden. James wollte das Pferd, noch bevor er die Anziehungskraft zwischen sich und Dean gespürt hatte. Die Freundschaft zu dem Pferdetrainer war ein Mittel zum Zweck gewesen und noch nie hatte er so kurz davor gestanden, dass dieses erste Ziel Wirklichkeit werden könnte. Der Gedanke jagte ein Kribbeln durch James’ gesamten Körper.
Aber konnte er das denn noch? Konnte er seinen Freund, seinen trotz noch fehlender Körperlichkeit vielleicht sogar bald festen Freund, so hintergehen?

Das Problem mit James war, dass die Antwort darauf ein klares „Ja“ war. So sehr er sich in diesem Moment einbilden mochte, dass der andere Gefühle für ihn hatte, so sicher er sich dessen war, genauso sehr wusste er, dass Gefühle flüchtig waren. Sie hatten sich ja noch nicht einmal geküsst, es gab noch keine wirklichen Bande. Hätte ein körperlicher Kontakt alles leichter gemacht? Hätte James Dean dann einfacher an sich binden können und so auch ein Band zu jener Stute schaffen können? Der Schwarzhaarige wusste, dass ihm das schon einmal gelungen war und je mehr sein Gegenüber ihm vertraute, desto mehr würde er gegen ihn in der Hand haben, falls sich die Zuneigung verflüchtigen würde.

Und trotz all dieser Berechnung spürte der Brite ehrliches Interesse, was die Antwort des Blonden betraf. Verdammt, er wollte, dass es anders zwischen ihnen enden würde. Er wollte jetzt in diesem Moment wirklich wissen, was Dean sich wünschte und er hoffte tatsächlich, dass es etwas geben würde, was er erfüllen könnte. Das war schlecht. Es war vollkommen falsch. Es setzte ihn selbst einer Gefahr aus, die er nicht kalkulieren konnte. Hatte er sein Herz nicht längst verloren? Er würde Zeit brauchen, um über alles nachzudenken, doch die hatte er nicht mehr, als Dean zu sprechen begann und eine zarte Röte seine Wangen zu überziehen anfing. Er war schön. So jung, so verletzlich. Er hatte so viel mehr verdient als James ihm je geben könnte.
„Aber hat dein Vater nicht schon Macht über dich verloren?“, fragte er mit ehrlichem Interesse. „Du bist hier in Amerika, viel weiter weg von deinen Eltern wäre nur Neuseeland gewesen. Und finanziell unabhängig kannst du auch sein.“ Er musste daran denken, dass er nie auch nur einen Cent von seinem Ziehvater gesehen hatte. Wäre es anders gewesen, wenn seine Mutter ihn nicht im Dreck liegen gelassen hätte? Könnte er Deans Bedenken besser verstehen, wenn er eine wirkliche Familie kennengelernt hätte? „Was den Mut betrifft, stehe ich dir gern zur Verfügung“, erwiderte er rauer, schloss dann jedoch die Augen, um Dean nicht (schon wieder) zu sehr zu drängen.
„Geld? Erfolg bei Turnieren... aber vor allem ein Pferd, das ich ganz nach meinen Ansprüchen vorstellen und trainieren kann, ohne dass es mir anschließend von seinem Besitzer wieder weggenommen wird... es gab auch noch einen anderen Wunsch, den ich mir zu erfüllen versucht habe, aber das ist lange her“, antwortete er schließlich und beim letzten Satz froh darüber, dass er den anderen nicht ansehen musste.


[Gespräch mit Dean]
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Isaac Haber

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BEITRÄGE : 775
ALTER :
JUNG GENUG, UM WIE 26 AUSZUSEHEN.

HERKUNFT : DAS, WAS EINER HEIMAT AM NÄHSTEN KÄME, IST UND BLEIBT LONDON IM LAND DER QUEEN.
BERUF : ALS BEREITER NEIGT MAN BEINAHE DAZU, GRAUE HAARE ZU BEKOMMEN.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 17 Mai 2018 - 21:50

Während der Körper heilte, brauchte die Seele oft Jahre, um wieder einigermaßen zusammenzuwachsen. Es war kein einfacher Prozess und noch dazu ein sehr schleichender. Jeder Fortschritt konnte immer auch einen Rückschritt bedeuten und wirklich sicher, dass es überstanden war, konnte man sich ohnehin nie sein. Isaac hätte nie von sich behauptet, dass sein Herz gebrochen worden war und zusammengeflickt werden musste. Dafür war er dann doch zu rational und zu sehr Realist. Depressionen waren absolut nicht sein Ding und auch wenn es ignorant klingen mochte, hatte er bis dato wenig Verständnis für psychische Krankheiten, die nicht im Handumdrehen erklärt werden konnten. Magersucht verstand er auch nur bei Models, bei denen es zum Beruf gehörte. Jeder, der diesem Trend nacheiferte, aus welchen Gründen auch immer, war ihm suspekt.
Dies mochte eine grundlegende Ablehnung Isaacs sein, die er der Psyche entgegenbrachte. Es war alles so vage und zeugte von Eventualitäten. Ein kaputtes Knie dagegen, konnte man Schwarz auf Weiß dokumentieren und gegebenenfalls auch kurieren. Er verdrehte die Augen, als Noah trocken auflachte, über seinen - zugegeben - nicht gerade guten Witz. Nach einem Nippen an der Bierflasche wandte er den Blick wieder seinem jüngeren Bruder zu, der den Ball heute wohl nicht nur an den Fuß, sondern auch an den Kopf bekommen hatte, denn er faselte irgendetwas von Frührente. Isaac schnaubte verächtlich. Warum machte sein kleiner Bruder so einen Wirbel? Er hatte schon weitaus schlimmere Verletzungen durchgestanden und das schmerzhafte Auftreten würde sich schon nach ein paar Tagen legen. Es standen zwei Wochen Unterrichtspause vor der Tür, natürlich hatte sich Isaac Haber eine Menge Turniere in diese vierzehn Tage gelegt. Da konnte er jetzt nicht mal eben verletzt seinen Start absagen. "Mach dir bloß keine Hoffnungen, Bruderherz." Er zog das 'Bruderherz' bewusst in die Länge und legte eine bedeutungsschwangere Stimme auf. Noah war sein Bruder, ja. Aber er war auch sein kleiner Bruder und er hatte nicht das Recht ihn zu tadeln oder besserwisserisch herumzumauscheln. Auch wenn er sich dieses Recht einfach genommen hatte.

Bevor der Bereiter den Rennsportler weiter in seine Schranken weisen konnte, tauchte die Gestalt von Ackles auf seiner Bildfläche auf. Das hatte ihm gerade noch gefehlt! Er hatte sich bewusst schnell geduscht und umgezogen, damit er ja nicht mehr auf den Arzt traf. Eine Ahnung hatte ihm dazu geraten, denn bekanntlich war Christian sehr fürsorglich. Seit seine Frau und Tochter den Hof verlassen hatten, mehr denn je. Eigentlich kam Isaac gut mit dem Humanmediziner zurecht, aber er konnte jetzt absolut keine Krankschreibung gebrauchen oder einen Arzt, der auf Teufel kommr aus an ihm herumdoktern wollte. Selbst wenn ihm sein Unterbewusstsein sagte, dass dies besser war und Christian es ohnehin nur gut meinte. Und meistens Recht hatte.
Anstatt einer Predigt drückte ihm der Doc aber nur eine Schachtel Tabletten in die Hand und gab Anweisungen zur Einnahme. Etwas irrtiert, ob dieser unerwarteten Geste, betrachtete Isaac die Schachtel mit starrem Blick. Erst als Christian geendet hatte und die Umgebungsgeräusche wieder lauter an Isaacs Ohr drangen, hob er den Kopf. "Ja, sicher doch." Es war unklar, ob diese Worte sarkastisch oder ernst gemeint waren, aber der Brite steckte die Tabletten ohne Widerworte ein. Mit ein paar Pillen konnte er leben, die halfen in der Regel, um ihn fit für die nächste Prüfung zu machen. Hauptsache sie enthielten keine Dopingstoffe... "Dopingfrei hoffe ich - ?!" Wenn Chris nun schon da war, konnte er ihm auch diese Frage beantworten - und dann konnte Isaac immer noch entscheiden, ob er die Dinger nahm oder einfach die Zeit abwartete und das Knie die nächsten Tage etwas kühlte. Manchmal wuchs ihm der Ehrgeiz eben doch über den Kopf.

{Noah | Chris}
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Lawrence McKinley
Admin
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BEITRÄGE : 1042
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 17 Mai 2018 - 22:07

Der Hofleiter fuhr sich durch die zuvor noch akribisch gestylten Haare. Er war eigentlich kein Freund von sämtlichen Kosmetikprodukten und trug meistens die Haare so, wie sie eben fielen, mit ein wenig Haarspray fixiert. Aber heute hatte er sich Mühe für eine Struktur und Form gegeben, doch in diesem Augenblick stand das hintenan. Er war doch eigentlich ein so gestandener und gefasster Mann, den nichts aus der Ruhe brachte, der immer einen Plan B hatte. Doch so sehr er sich auch mit Rebecca darauf freute, eine neue Chance für eine Adoption zu bekommen, so schreckte er auch vor der Ungewissheit zurück. Sie waren sich einig gewesen, kein Kind aufzunehmen, das älter als 3 Jahre war. Aus genau dem Grund, dass sie befürchteten, es könnte bereits zu sehr von seiner Vergangenheit geprägt worden sein. Bei Samuel war genau das der Fall. Mit ihm bekamen sie einen Jungen, der Zeit seines Lebens nur in der Stadt gewohnt hatte, zwar nicht verwöhnt war, aber von dem sie zugleich so gut wie gar nichts wussten, was seine Vorlieben anbelangten. Vielleicht mochte er wie alle Jungs in seinem Alter Autos und Football, aber was wenn nicht? Sie würden so oder so von 0 anfangen müssen und wahrscheinlich war es das Beste, nicht länger darüber zu grübeln.
Lewis legte einen Arm um seine Frau, zog sie neben sich, sodass sich ihre Hüften berührten und drückte seine Wange gegen ihr Haar. "Damit hast du sehr recht." Er seuftzte tief, doch es half nun einmal nichts. Sie würden Samuel demnächst besuchen, gemeinsam mit dem Jugendamt. Dann würde er vor die vollendete Tatsache gestellt, dass er ein neues Zuhause bekam. Lewis konnte sich vorstellen, wie das auf ein Kind wirken mochte, das gerade noch den Tod seiner Mutter verarbeitete. Doch die Ämter drängten wie immer.
"Nun, vielleicht sollten wir anstoßen, aber ich glaube, das wäre angesichts der Umstände nicht ganz angemessen. Vielleicht sollten wir uns also nur einfach etwas zu essen holen - was meinst du - worauf hast du Lust? Ich glaube Alex und Darian wollen ihre Sachen loswerden, bevor sie selbst dick und rund werden." Er lächelte Becca an. Sie mussten optimistisch bleiben und abwarten, was die Zeit ihnen brachte. Manche Dinge konnte man nur auf sich zukommen lassen, selbst wenn das Warten die schwierigste Aufgabe von allen sein mochte.
{Becca}
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Rebecca McKinley

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ALTER : Ich kann auf 45 Jahre Lebenserfahrung zurückblicken und eben die weitergeben.
HERKUNFT : Die Stadt, die niemals schläft hat mich geprägt, aber nicht zu einer typischen New Yorkerin gemacht.
BERUF : Zusammen mit Lawrence leite ich den Hof als Stellvertretende Hofleiterin, davon abgesehen lehre ich Springreiten.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 18 Mai 2018 - 15:19

Am liebsten hätte Becca die Hände ihres Mannes festgehalten, als dieser sich die ausnahmsweise gestylten Haare zerzauste. Zärtlich natürlich, aber bestimmt, weil sie diese Geste der Verzweiflung nicht sehen wollte. Sie durften sich jetzt beide nicht so sehr gehen lassen, sich nicht diesem Chaos aus Hoffnung, Vorsicht und der Angst vor noch stärkerer Zurückweisung hingeben. Nein, sie würden beide stark bleiben müssen und sie würden das schaffen, so wie sie bisher jede Lebenslage gemeistert hatten. Natürlich wusste die Hofleiterin, dass sie ihre Gefühle nicht abschalten konnten, aber es würde einen Weg geben, um sich auch nicht von ihnen beherrschen zu lassen.
Lawrences Nähe half ihr dabei. Die vertraute Wärme und Stärke seines Körpers, die Geste, mit der er ihr immer zur Seite stand, wenn sie etwas bedrückte. Leise seufzend legte sie einen Arm um die schmale Taille ihres Mannes, schmiegte sich etwas enger an ihn. Dann stellte sie sich auf die Zehen und küsste ihn kurz. Die Zeit würde zeigen, wie es mit Samuel und allem anderen weiterging. Immerhin war es ja auch die Zeit gewesen, die sie zueinander gebracht hatte.
Über seinen Kommentar zu den beiden Grillmeistern musste sie lachen. „Wir würden den beiden schon wieder zu ihrer alten Figur helfen… zusätzliches Misten oder so hat noch keinem geschadet“, grinste sie. „Besonders Alex könnte Ciara ja bald zur Hand gehen.“ Sie schob die Gedanken, was es für den Hof bedeuten würde, wenn das Kind der Pferdepflegerin geboren würde, rasch beiseite. Noch hatten sie alle Monate Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ein Säugling auf dem Hof wäre. Heute Abend hatte sie sich weiß Gott genug Sorgen um Kinder gemacht.
„Eine Wust und etwas Salat klingen verlockend. Und für dich wahrscheinlich Fleisch, habe ich recht?“, antwortete sie auf die Frage, ergriff Lawrences Hand und schlenderte gemeinsam mit ihm zu den beiden Herren am Grill.


[Lawrence | zum Grill]
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Emma Carter
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HERKUNFT : Sonst reist jeder nach Australien, aber eher selten nach Bunbury.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 23 Mai 2018 - 15:32

Warum musste alles so schwierig sein? Das Studium, die Arbeit mit den Pferden und dann auch noch die zwischenmenschlichen Beziehungen. Emma war immer eine Frohnatur gewesen, die das Leben liebet, gerne feiern ging und in den Tag hineinlebte. Aber obwohl die Heaven Meadows sie in diesem Lebensgefühl hatten bestätigen sollen, fühlte sie sich, seitdem sie hier war, als würde sie alles erdrücken. Sie sehnte sich nach zu Hause und wusste zugleich nicht einmal, was ihr zu Hause war. Würden ihre Eltern sie überhaupt wieder bei sich aufnehmen, wenn sie ohne Abschluss zurückkam? Ihre Familie hatte nicht viel und der Platz hier auf dem Hof war für sie wie ein Segen erschienen.
Nein, sie konnte hier nicht einfach weggehen. So gerne sie es auch wolle. Sie wollte diesem Chaos entfliehen, das seit Monaten in ihrem Inneren herrschte und nicht besser wurde, obwohl sie es sich inständig wünschte. Sie wusste, dass man für seine Ziele und Träume arbeiten musste, dass einem nicht alles in den Schoß flog. Aber wie sollte sie dafür arbeiten, sich zwischen zwei Jungs zu entscheiden, die sie beide nicht verlieren wollte? Die drauf und dran waren, sich jederzeit die Köpfe einzuschlagen. Sie seuftzte an Patricks Brust, sog seinen Geruch ein und dann - fiel sie.

Es fühlte sich wie fallen an, als Patrick sie von sich wegschob. Auf eine bestimmte Art und Weise, die keine erneute Nähe zuließ. Verzweifelt blinzelte Emma gegen die Tränen an. Es war so weit. Sie hatte es an die Wand gefahren, alle Hoffnungen, die sie noch gehabt hatte, erlischten. Sie konnte ihm kaum in die Augen sehen, stand stattdessen einfach nur vor ihm, den Blick abgewandt. Hatte sie das wirklich gewollt? Nein, schrie alles in ihr. Und hätte sie stattdessen lieber Noah verloren? Immerhin war sie sich hier nicht sicher. Es war keine Liebe mehr, die sie mit ihrem vermeintlichen Landsmann verband wie sie feststellte. Aber doch eine innige Freundschaft und Zuneigung. Noah hatte lange Zeit mit ihr gemacht, was sie wollte, hatte sich nie um sie gekümmert, immer nur um sich selbst. Irgendwann musste ein Teil von ihr begonnen haben, ihm nur noch mit Mitgefühl zu begegnen, aber nicht mehr mit Leidenschaft.
Erstaunt über diese Erkenntnis hob sie den Blick. Noch immer mit schockiertem Ausdruck in den braunen Augen. Jetzt aber nicht mehr nur aus Angst vor dem, was kommen würde, sondern auch vor Verwunderung über sich selbst. Warum hatte sie das nicht früher bemerkt?
Die Vernunft in ihr rief ihr zu, dass Patrick recht hatte. Aber sie glaubte nicht, dass Noah ein gewalttätiger Vergewaltiger war. Er war nur eben - Noah. Er war kompliziert, aber er hatte gute Tage. Sie hatte schon genug Stunden mit ihm verbracht, in denen sie einfach nur gelästert, Filme geschaut und über die Welt geredet hatten und es war nichts geschehen. Für sie beide war das okay gewesen. Vermutlich würde Patrick nur niemals verstehen, was ihre Beziehung zu Noah ausmachte, also schwieg Emma.
Am liebsten hätte sie ihn gepackt, angeschrien und geschüttelt, dass er das nicht tun sollte. Dass er sie eben nicht gehen lassen sollte. Dass sie es nicht wollte. Aber sie sah ihn nur mit ungläubigem Blick an. War das sein Ernst? Wollte er nun wirklich alles hinfortwerfen, was sie in den letzten Monaten so mühsam aufgebaut hatten? Emma glaubte nicht, dass sie mit Patrick einfach nur befreundet sein konnte. Noch weniger als mit Noah. Aber der Gedanke, sich von nun an von ihm fernhalten zu müssen, nicht mehr zu sein, als zwei Menschen, die im selben Haus wohnten - das waren grausige Aussichten. Erneut flimmerten die Tränen in ihren Augen, deren Schleier sie erneut heftig wegblinzelte.
"Ich will das nicht." Mehr brachte sie nicht zustande. Am liebsten wäre sie einfach fortgelaufen. Nach Australien. Zu Willow. Oder einfach nur in ihr Zimmer, wo sie sich in Ruhe ausheulen konnte. Wer hatte noch einmal behauptet, dass der Kummer irgendwann vorübergehen würde?

{Patrick}
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Finnian McAllen
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Beruflich habe ich mit 23 noch einiges vor.

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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 23 Mai 2018 - 21:32

Die Umarmung hallte noch in ihm nach und hinterließ ein merkwürdiges Gefühl - wie so oft, wenn er in Isabels Nähe war. Irgendetwas an ihr war so anders als bei den vielen anderen Studenten und Azubis hier und doch vermochte er nicht zu bennenen, was es war. Sein Blick hatte sich über Isabels Schulter hinweggerichtet, fokussierte nichts bestimmtes, sondern sah einfach nur voraus. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. Dieser Abend hatte ihm schon so viel gebracht, vor allem aber hatte er ihn in Isabels Nähe gebracht und das war mit Abstand das Einprägendste bisher. Sie war ihm immerhin regelrecht um den Hals gefallen und er konnte nicht sagen, ob das noch die Wirkung der Musik war. Er hatte oft genug erlebt, dass viele Menschen nicht dasselbe bei Musik empfanden wie er. Dass sie nicht so mitgerissen wurden, dass sie sich selbst verloren. War Isabel so jemand, der vollkommen in Musik aufging? Er glaubte es eigentlich nicht, denn dafür war sie viel zu gefasst. Finnian stritt nicht ab, dass die Dunkelhaarige womöglich innig ihre Leidenschaften pflegte, immerhin ritt sie seit einigen Jahren und tat dies offensichtlich nicht aus Zwang, sondern aus Freude, aber er konnte nicht einschätzen wie es da um andere Sachen bestand. Sicherlich hörte jeder Musik, aber nicht jedem gefiel das Gleiche. Es war also gut möglich, dass gar nicht die Musik Isabel fortgerissen hatte, sondern etwas anderes. Gefühle? Die nichts mit Musik zu tun hatten, sondern mit - Zuneigung? War es das? Hatte ihm Camille das nicht einmal erzählt, dass sich Freunde zur Begrüßung umarmten? War Isabel seine Freundin? Was bedeutete überhaupt Freundin? Wann war jemand eine Freundin und wann eine Freundin? Die Fragen und Gedanken wirbelten nur so durch seinen Kopf, dass er keine wirklich klar fassen und zu Ende denken konnte. Die Muskeln hinter seinen Brauen zuckten, doch Isabels Stimme riss ihn schließlich aus seiner Anspannung und holten ihn auf das Fest zurück.
Er versuchte sich an einem ehrlichen Lächeln, das er auf seine Lippen legte, während sie ihm zu dem Auftritt gratulierte. Es war doch eigentlich nichts Besonderes gewesen. Ein kleines Spiel unter Bekannten. Sie hatten keine Oper aufgeführt oder neue Kreationene vorgestellt. Konnte das jemandem wirklich so gut gefallen haben, dass er so überschwänglich reagierte wie Isabel? Finnian war von seinen Eltern in seinem musikalischen und rechnerischen Tun zwar immer bestätigt worden, aber mit der Zeit war das Lob schwächer geworden und auch bei Freunden und Bekannten hatte sich immer mehr ein skeptischer Unterton beigemischt, wenn er ein neues hochkomplexes Lied schrieb oder eine verschachtelte Gleichung löste. Also hatte er begonnen nicht mehr auf Lob zu bauen, sondern auf Erfolg. Bei der Musik stand dieser jedoch im Hintergrund. Komplexe Songs spielte er schon längst nur noch für sich. Manchmal auch für Finnick, wenn niemand sonst mehr im Stall war.

Glücklicherweise wechselte das Gesprächsthema schließlich zum Essen, was Finnian gar nicht mal so unrecht war, immerhin hatte er seit 11:00 nichts mehr zu sich genommen. Es wurde also Zeit. Er galt zwar als das verschrobene Genie, aber damit sein Hirn und Körper arbeiteten musste er ihnen eben doch Energie zuführen. Auch wenn sein schmächtiger Körperbau das nicht unbedingt vermuten ließ. Finnian befand sich niemals auf Diät. Eher im Gegenteil: Er verputzte gerne mal mehr, als man es ihm zutraute. Zum Glück hatte er einen guten Stoffwechsel.
"Oh Kuchen! Wunderbar!", der entzückte Ausruf kam direkt nachdem Isabel gesagt hatte, dass es Kuchen gab. Finnians blaue Augen leuchteten voller Vorfreude auf. Er war ein wirklicher Kuchenjunkie. Mit nichts konnte man ihn besser aus seinem Verschlag locken. Es gab nichts, was Kuchen nicht schon wieder halbwegs in Ordnung gebracht hatte. Eine zwei in Mathe, die Hänseleien in der Schule, ein Streit mit seinem Bruder... Kuchen war tröstlich.
"Aber davor werde ich mir etwas Herzhaftes holen. Ich werde mal zum Grillstand gehen? Hast du schon gegessen oder holst du dir auch noch etwas?" Er ging direkt los in Richtung der Wiesen, wo ihm der Grill- und Biergeruch in die Nase strömte. Vom Alkohol würde er jedoch seine Finger lassen, das hatte bisher nie gut geendet und bekanntlich verlor man dadurch auch nur unnötig graue Zellen. Zellen, die er noch brauchte - auch wenn der Lernstoff hier nicht allzu anspruchsvoll war. "Nein, nein, den nehme ich mit. Ich muss mir doch noch Kuchen sichern. Sonst ist alles weg, wenn ich wiederkomme." Er versuchte sich an seinem Grinsen. Es wirkte bemüht, aber ehrlich. Finnian war wirklich ganz gut aufgelegt und die Aussicht auf etwas leckeres zu essen lockte ihn umso mehr. Mit dem Geigenkoffer in der Hand näherte er sich dem Grillstand, wo bereits eine Azubine mit ihrem Hund stand, der in eine Diskussion mit Darians Basket verwickelt war. Der Neuseeländer wartete, bis Alex ihm seine Aufmerksamkeit schenkte und holte sich dann ein Steak im Brötchen mit Ketchup. Mayo konnte er auf den Tod nicht ausstehen. Dazu nahm er noch ein sprudliges Wasser und sie konnten sich gemeinsam einen Platz suchen. Während alle um sie herum Bier tranken, war es für Finnian keineswegs unnormal, sich an Wasser zu halten. Das löschte ohnehin besser den Durst und hatte weniger Kalorien. Erst jetzt nach dem KOnzert merkte er, wie durstig er eigentlich war und nach dem ersten Bissen auch wie hungrig. Beinahe hätte er darüberhinweg Isabels Anwesenheit vergessen.

{Finnian}
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 24 Mai 2018 - 10:15

Wenn sie es sich recht überlegte, war es manchmal wirklich tragisch, dass Alex gebunden war. Er sah wirklich gut aus, hatte so ein Model-Gesicht. Nicht ganz perfekt, aber markant und schön genug, um einen ganz eigenen Touch zu haben. Allerdings war Lucy ja auch nicht hier, um irgendwelche Kerle aufzureißen, obwohl das eines ihrer liebsten Hobbys war, sondern um eine ausgebildete Jockette zu werden. Gegen Alex sah Darian aus wie ein Bauerntrampel… Gut, wahrscheinlich entsprach das auch der Wirklichkeit. Er war eben Cowboy durch und durch. Außerdem war er ihr auch ein bisschen alt.
Aber wie gesagt: Männergeschichten standen hinten an.
“Ich glaube, zwei reichen. Anderthalb für den Hund und der Rest für mich.“ Schmunzelnd blickte sie auf ihren bettelnden Hund herunter. Es war wirklich erstaunlich wie groß seine Augen werden konnten, wenn er etwas zu essen wollte. “Wenn’s geht irgendwas nicht so krass gewürztes, sonst säuft er die ganze Nacht.“
Den Hund des Westernausbilders beachtete Muffin mal so gar nicht. Wahrscheinlich wusste er genauso gut wie seine Besitzerin, dass die halbe Portion keine große Konkurrenz war. Der Rottweiler neigte zwar nicht dazu, böswillig auf andere Hunde zu reagieren, doch er wusste sich zu verteidigen und beschützte seine Besitzerin, wenn es nötig war. Gegenüber Fremden konnte er schon mal die Zähne zeigen, wenn sie zu nah an Lucía heran kamen.
Den bissigen Kommentar zu Darians Worten über seinen Hinweis, das Steak für den Hund erst abkühlen zu lassen, verkniff sie sich. Sie hatte keine Lust auf Schelte ihres Ausbilders und wollte auch ausnahmsweise keinen Streit vom Zaun brechen. Obwohl es ihr gegen den Strich ging, so bevormundet zu werden. Sie war ja bloß mit Pferden, Hunden, Katzen, Ratten und sonst was für Viehzeug aufgewachsen. Natürlich verfütterte sie kochend heiße Steaks an ihr Haustier… So viel Verantwortungsbewusstsein hätte man sogar ihr zutrauen können.
“Das Bier lehne ich dankend ab. Hat mir zu viele Kalorien.“, sagte sie lächelnd, aber mit leicht schnippischem Unterton. Die Ergänzung Wenn schon Alkohol, dann muss er auch knallen. ließ sie lieber weg. So viel Nachsicht war sie von sich selbst fast nicht gewohnt, aber heute hatte sie wohl einen guten Tag.
Um weiterer unangenehmer und gezwungener Gespräche vorzubeugen, schnappte sie sich die Steaks, sobald sie auf dem Teller lagen und zog mit einem “Chao!*“ ab.

Alex & Darian xx Abgang xx anspielbar

*Tschüss
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 24 Mai 2018 - 22:06

Zugegeben, Krisztina war etwas überrumpelt von den Worten, die Luke soeben gesprochen hatte. Waren das etwa Komplimente? Ihrer guten Laune zuliebe wollte die Ungarin es so auffassen, und sie spürte, wie sich ein Lächeln auf ihre Lippen schlich. Ja, Fußball zu spielen, in einer Mannschaft, als Team gemeinsam gegen alle - sie vermisste das unglaublich. Auch wenn das Reiten der Sport war, der schon immer ihr "Ding" gewesen war, so musste sie zugeben, dass "The beautiful game" in ihrem Herzen einen riesengroßen Platz eingenommen hatte. Letzten Endes hatte sie damals ja auch recht hoch gespielt, und auch wenn sie nach ihrer Verletzung oft darüber nachgedacht hatte, wieder einzusteigen, so beschloss sie doch immer wieder aufs Neue, dass der Pferdesport und ihre Ausbildung an erster Stelle stand.
Außerdem..."Ich habe früher recht hoch gespielt, und ich würde es auch immer noch gerne tun," entgegnete sie, die braunen Augen auf Luke gerichtet, "aber ich glaube, mir fehlt einfach die Zeit dazu. Meine Ausbildung, mein Pferd - beide Pferde, Balaton und Platinum - stehen momentan an erster Stelle. Ich kann nicht beides tun, da ich eines definitiv vernachlässigen werde."
Krisztina seufzte. Sie konnte nicht abstreiten, dass ihr der Fußball beinahe genauso lieb war, wie das Reiten, doch sie hatte sich nun einmal für diesen Weg entschlossen; den Weg, den sie im Leben gehen möchte, für den sie sich immer mit Herzblut einsetzen würde. Wenn sie am Ball Talent hatte, dann war sie zum Reiten geboren, als ob die Pferde ein Teil ihrer selbst wären. Es fiel ihr so unglaublich leicht, zu diesen prachtvollen Tieren ein Band zu knüpfen, dass es beinahe schon unheimlich war. Balaton und sie verstanden sich blind, als ob die beiden die Gedanken des jeweils anderen lesen konnten. Und selbst Platinum, der ihr als speziell und nicht einfach vorgestellt worden war, hatte sich ihr geöffnet. Und diese Momente waren es, die ihr zeigten, dass sie den richtigen Weg eingeschlagen hatte, dass das, was sie tat, das Richtige war.
Pferde waren ihre Berufung, und sie würde das niemals aufgeben, auch nicht für den Fußball.
{bei Luke # spricht # in Gedanken}
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 24 Mai 2018 - 22:23

Mit einer gehobenen Augenbraue lauschte sie Camilles Antworten und war erstaunt, dass der Stachel, den das Ergebnis verursacht hatte, noch tief saß. Einerseits konnte Lucy es ihr nicht übel nehmen: Camille hatte eine Siegermentalität, genauso wie sie selbst. Solche Personen regten sich sogar noch über ein verdientes Unentschieden auf - eigentlich über alles, was kein Sieg war.
Die Schottin grunzte und schüttelte den Kopf. Bei einem wichtigen Rundenspiel hätte sie die Ärgernis ihrer Teamkameradin noch nachvollziehen können, aber sich über eine Spaßpartie aufzuregen? Nun gut, Liusaidh musste zugeben, dass es tatsächlich etwas heftig war, gegen eine Mannschaft zu verlieren, die hauptsächlich aus Sonntagskickern bestand. Aber auch so etwas musste man hinnehmen - obwohl Lucy wusste, dass sie wohl genauso reagieren würde, hätte sie an der Partie teilgenommen.
"Weißt du was, Mille, das ganze ist es doch gar nicht wert, sich darüber aufzuregen. Schnapp dir ein, zwei Bier, oder was härteres - das werde ich ich mir jetzt nämlich holen, hab gehört, die Bowle soll ein wenig mehr Alkohol drin haben, als ursprünglich erlaubt war - und dann entspannst du dich mal ein bisschen, ja? Wir haben eine komplette Saison vor uns, da musst du dich nicht über ein paar Schönwetterfußballer aufregen. Zugegeben, ich hätte ein paar von denen hüfthoch umgegrätscht, aber wir wissen ja beide, wer von uns die grazilere Spielerin ist." Kumpelhaft klopfte Liusaidh ihrer Teamkollegin auf den Rücken und stand dann auf, natürlich nicht, ohne Camille hinter sich herzuziehen. Haggis, der eben noch zu ihren Füßen gelegen hatte, sprang erschrocken jaulend auf.
Kurz hielt die Schottin so inne, ließ ihren Augen durch die Menge wandern - aha! Da war ja ihre verschollene Freundin! Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und begann, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, zu winken. "Lucia! Komm", rief sie und wandte sich schließlich an Camille, der Liusaidh eigentlich gar keine andere Wahl ließ, als ihr zu folgen. Mit Haggis und dem Mädchen im Schlepptau. machte sie sich auf den Weg durch das dichte Treiben, um Lucy und Muffin entgegenzulaufen.
{bei Camille # antwortet # sieht LUCIA und geht auf sie zu}
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Lillian Adams
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ALTER : Die "Kleine" ist schon stolze, mutige 22 Jahre alt - wie die Zeit rast!
HERKUNFT : California girls are undeniable ...
AUSBILDUNG : Lillian hat es zwar schon geschafft, sich als Reiterin in der Branche einen Namen zu machen, doch jetzt will sie auch die Ausbildung zur Vielseitigkeitstrainerin hinter sich bringen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 25 Mai 2018 - 15:46

Die Freude darüber, dass Lillys beste Freundin den Weg auf die Heaven Meadows gefunden hatte, war riesig. Einen Moment lang bildete sich Lilly ein, dass es sein würde wie früher auf dem Internat: sie waren eine eingeschweißte Clique gewesen, unzertrennlich, und hatten mehr Abenteuer in den vier Jahren zusammen erlebt, als in der gesamten restlichen Zeit von Lillys Jugend - es war die beste Zeit ihres Lebens gewesen. Penny war immer der einzige Mensch gewesen, der sie verstanden hatte: sie wusste, wie Leon tickte, und konnte ihr damit helfen; sie half Lilly über den Verlust ier Mutter hinweg; und sie waren sich gerade ähnlich genug, um einfach an allem gemeinsam Spaß zu haben. Es würde einfach eine tolle Zeit werden, mit den beiden Jungs und den beiden Mädels...
Und da offenbahrte sich Lilly das Problem: Johnny war auch hier. Johnny würde sie sogar von hier sehen können, und auch wenn Penny kürzere Haare hatte und sich deutlich verändert hatte - sie waren so lange zusammen gewesen, Johnny würde sie überall erkennen. Und das war ein Problem. Lilly hatte halt nunmal beide Seiten mit anhören dürfen, und sie wusste, wie scheiße das alles gelaufen war. Die Trennung war in einem Rosenkrieg geendet, und sie wollte sich gar nicht erst vorstellen, in was für einem Chaos das enden würde. Wer sich einmal geliebt hatte, und sich dann so schlecht getrennt hatte, der konnte nicht vernünftig miteinander umgehen. Sie hatte es mit ihrem Ex gesehen, Anfang des Halbjahres. Es würde also mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im Krieg enden.

Aber darüber wollte sich Lilly keine Gedanken machen. Erstmal musste sie sich ausgiebig darüber freuen, dass Penny wieder da war - und sich über diesen zuckersüßen Hund freuen, der sie begleitete. Penny stellte ihn als Sherlock vor, während Lilly quasi auf die Knie sank, um dieses wunderschöne Tier erstmal ausgiebig zu kraulen, jetzt wo sie schwanzwedelnd und schlobberig begrüßt wurde. "Das kann ich verstehen! Er ist ja wirklich zuckersüß. Und dann hast du ihn Sherlock genannt! Mein Herz geht auf, oh mein Gott!" Sie kraulte ihm noch einmal die Schlappohren, dann richtete sie sich wieder auf. Sherlock war schon eher ihr Typ Hund - flauschig, etwas größer, und treudoof. Natürlich liebte sie Bella wie ihren eigenen Hund, doch die kleine Chihuahuadame war ihr zu klein und zu zickig manchmal, wenn sie ganz ehrlich war. Nochmal würde sie nicht so einen Hund besitzen wollen.
Doch ihre Gedanken wurden von Penny abgelenkt, die wissen wollte, was es über die Leute auf dem Hof zu wissen gab. Das war wieder typisch Penny - sie war eine kleine Tratschtante, wenn sie sein wollte. Und sie wollte immer wissen, was um sie herum passierte. Die Frage brachte Lilly zum Lächeln. "Es gibt viel. Emma, die, die gerade bei mir war, kann sich nicht zwischen zwei Jungs entscheiden - der eine ist ein mysteriöser Cowboy, der andere ein arroganter Jockey.. der arrogante Jockey hat hier übrigens seinen leiblichen Bruder wiedergefunden. Die beiden da drüben sind das. Der Bruder ist Isaac Haber, der berühmte Reiter slash Model. Naja, und eigentlich gibt es hier eigentlich so viel Drama, dass Leon und ich aussehen wie ein perfektes Pärchen. Schon seltsam!" Sie lachte, und ihr Blick wich zu Leon und Johnny, bevor er zu Penny zurückkehrte. "Komm, wir müssen dich erstmal mit was zu Trinken versorgen! Und hast du Hunger? Die Würstchen sind fantastisch!"


{ Gespräch mit Penny }
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Camille Breaker
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ALTER : Ich zähle die Jahre, seit ich auf der Erde wandle, bis jetzt sind es 23 Jahre.
HERKUNFT : Geboren und Aufgewachsen im schönen Long Beach in LA, in den schönen USA.
AUSBILDUNG : Man glaubt es kaum und im Fußball muss man sich gegen ziemlich viele Vorurteile der männlichen Kameraden wehren.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 1 Jun 2018 - 13:02

Mille hatte immer noch schlechte Laune, aß jedoch ihr Essen auf und sah dann zu Loo-Sai. Mille hob eine Augenbraue. Irgendwie hatte sie in den letzten Wochen dauernd schlechte Laune und sie konnte sich wirklich nicht erklären woran das lag. Nicht dass es sie so langsam echt an nervte, dass sie mit Luke immer noch nicht weiter war, als gut mit ihm befreundet zu sein, war sie mit Cham sehr zufrieden. Die Stute war zwar klein und kompakt, doch Mille machte es Spaß Bodenarbeit mit ihr zu machen und sie zu Longieren, natürlich fand sie lange Ausritte mit der Stute herrlich entspannend.

Ein leichtes Lächeln erschien auf den Lippen der Azubine und sie sah Loo-Sai dankbar an. Etwas Ablenkung würde ihr sicher mehr als gut tun und in Gesellschaft trank es sich eh besser, als alleine, ging es ihr durch den Kopf. „Ich denke unsere Tierärztin hat ein bisschen lockeres Handgelenk habe ich gehört.“ Meinte Mille mit einem grinsen auf den Lippen. Sie merkte schon, dass sich ihre Laune etwas hob. „du hast recht. Lass uns Spaß haben und das ganze vergessen. Und in den nächsten Tagen werden wir richtig hart für die nächste Saison trainieren.“ Meinte Mille und legte den Arm um ihre Teamkollegin.

Mille hatte kein Problem damit, dass Loo-Sai einfach aufsprang und durch die Menge einer Freundin zuwinkte, so wie Mille dies interpretieren konnte. Ein leichtes schmunzeln lag auf ihren Lippen. Mille schob ihren Teller von sich und stand ebenfalls auf. Sie schloss sich den beiden Mädels an und war schon gespannt, wie sich der Abend noch so entwickeln würde.

[essen | Gespräch mit Loo-Sai | begleitet sie zu ihrer Freundin]
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Damian Masen

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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 1 Jun 2018 - 17:21

Damians Miene verfinsterte sich als die McKinleys den Stand verließen und er damit alleine zurück blieb. Alleine mit der Kasse, den dämlichen Preisen und den Losen, die hier eh keinen interessierten.
Frustriert knirschte er mit den Zähnen und leerte die Hälfte seiner Bierflasche in einem Zug wärend er am Stand lehnte und dem Treiben auf der Wiese zusah.
Als Maili endlich wieder auftauchte und auf ihn zu kam zog er sie sogleich an sich und vergrub seine Nase in ihrem Haar und schnupperte daran.
"Du riechst himmlisch!", murmelte er ihr ins Ohr ehe er sanft rein biss und dann seufzte.
"Ich befürchte wenn du mir nicht alle Lose abkaufst werde ich hier verrotten. Die Chefs haben sich auch gerade verkrümelt."
Damian hatte keine Lust mehr. Wollte sich nicht mehr die Beine in den Bauch stehen und war sichtlich frustriert. Das seine beiden Mitsrreiter sich ohne ein weiteres Wort zum Grill verabschiedeten missfiel ihm. Zwar war auch er vorher kurz verschwunden. Allerdings war dies wärend der Reiterspiele und vor dem Fusßballspiel gewesen, wo alle anderweitig beschäftigt gewesen waren.
"Ich glaube drei Stunden ohne einen einzigen Verkauf sind genug verschwendete Zeit!", sagte er zu Maili, ergriff die Lose und die Metallkassette, in der das Wechselgeld für die Lose war und legte einen Arm um sie.
Kurz vor dem Grill ließ er Maili kurz los nur um auf Lewis zu zu gehen und ihm die Gelddose samt Lostopf in die Hand zu drücken.
"Sry Boss, aber ich glaube das war ein Reinfall. Ich will nur nicht dass das Geld weg kommt.", meinte er und sah kurz zum Stad. Er ging nicht davon aus, dass sich an den Preisen irgend wer an der HMS gütlich tun würde.
Und er wollte auch noch etwas von dem Abend haben und besorgte sich und Maili deshalb noch was zu Essen und etwas von der Bowle, ehe er sie etwas abseits des Geschehens mit ihr nieder ließ und das Steakbrötchen verspeiste.
"Die Band war klasse!", sagte er nachdem er den letzten Bissen runter geschluckt hatte und sah ihr in die Augen.
"Besonders du! Ich wusste zwar dass du spielst aber nicht dass du so gut spielst!", grinste er.


( Maili/ bringt Lewis Lostopf und Geld/ Essen/ Gespräch mit Maili)
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Luke Colins
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AUSBILDUNG : Ich bin der Capitan des Fußballteams der HMS

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 1 Jun 2018 - 21:06

Luke ließ seinen Blick über die Wiesen wandern. Kurz blieb er bei Camille und Lucie hängen. Zweitere hatte auch nicht am Spiel teil genommen und war noch nicht ganz so lange ein Teil des Teams. Doch bekam Camille durch sie die benötigte Unterstützung und Luke durch die beiden Weiber noch graue Haare. Er grinste.
Versuchte er gerade tatsächlich noch ein drittes Mädchen ins Team zu holen. Über sich selbst verwundert schüttelte er leicht den Kopf ehe sein Blick wieder zu Krisztina wanderte.
Aufmerksam hörte er ihr zu ehe er nickte.
"Kann ich verstehen.", meinte er. Konnte er wirklich. Fußball konnte für junge Männer der Traum vom großen Geld werden, von Erfolg, Reichtung und Bekanntheit. Sie konnten ganze Stadien füllen. Für Frauen sah das leider anders aus. Da konnte man mit einem Pferd unter sich sicher besser verdienen als mit einem Ball am Fuß.
"Trotzdem kannst du ja, wenn du Zeit und Lust hast mit trainieren. Uns schadet es nicht ab und an mal etwas frischen Wind ins Team zu bekommen und die Mädels würde sich auch freuen etwas mehr unterstützung zu haben.", wieder sah er ihr in die Augen.
Hatte er sich jemals, abgesehen von heute, mit der Ungarin unterhalten?
Sie war hübsch, hatte eine angenehme Stimme, auch wenn der Akzent deutlich zu hören war und sie schien nicht auf den Kopf gefallen zu sein.
Luke wurde bewusst wie wenig er eigentlich über seine Mitausbilder wusste. Er kannte das Team und darüber hinaus? Hier und da mal die eine oder andere Unterhaltung, aber ansonsten war er eher für sich. Ins Gelände ging er mit seiner Stute meistens alleine und auch auf dem Platz konzentrierte er sich voll und ganz auf sich. Die anderen Pferde im Stall kannte er nicht mal wirklich mit Namen. Auch die Namen der Pferde die sie nannte konnte er keinem der Pferde zu ordnen. Eigentlich peinlich.
Miit der leeren Flasche in der Hand spielend dachte er nach.
"Magst du was trinken?", fragte er dann. Er hatte eine Entschdieung getroffen. Er würde Krisztina kennen lernen, ob diese wollte oder nicht.
Sie selbst schien eher etwas schüchtern und zurück haltend zu sein und grenzte sich selber aus. Das würde Luke ändern.


(Krisztina/ Gedanken)
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Alex Salas

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BEITRÄGE : 373
ALTER : Wer hat mit 29 denn noch Angst vorm schwarzen Mann?
HERKUNFT : In KENTUCKY | USA hat der Rennsport einen seiner größten Standorte.
BERUF : Warum bin ich nochmal JOCKEYTRAINER geworden? Mir ist es glatt entfallen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 6 Jun 2018 - 14:46

Weil er sich ein Lachen verkniff, musste Alex breit schmunzeln, als Darians belehrende Worte erklangen, die Lucia ermahnten, keine zu heißen Steaks zu verfüttern. Er sah seiner Azubine deutlich an, dass sie sich zusammenreißen musste, um keinen schnippischen Kommentar abzulassen und sichtlich mit sich rang. Darian hatte es gewiss nur gut gemeint in seiner Cowboymarnier. Hunde lagen ihm nun einmal am Herzen, da wollte er sicherlich nicht, dass irgendeinem Vierbeiner Schaden zugefügt wurde. Schon gar nicht durch soetwas Vermeidbares wie ein zu heißes Steak. Aber manchmal vergaß er über seine Fürsorge hinweg offenbar, dass auf diesem Hof fast ausschließlich Menschen lebten, denen das Tierwohl sehr wichtig war. Und auch wenn sie noch jung waren, so waren sie keineswegs verantwortungslos, sondern sehr auf ihre Vierbeiner bedacht. Bei Lucia war das immerhin nicht anders. Etwas, das Darian bei Lucia zwar nicht wissen, aber zumindest hätte denken können. Dennoch unterließ es Alex ihn zurechtzuweisen. Dafür war Darian nun wirklich zu alt und ein zu guter Kumpel, als dass ihm sein Fauxpas nicht selbst einleuchten würde.
Zum Abschied hob Alex nur die Hand und nickte kurz mit dem Kopf, während die dunkelhaarige Azubine und ihr Rottweiler auch schon abzogen. Manchmal hatte Alex das Gefühl, Lucia sah ihn einen Augenblick länger als nötig an, aber vielleicht war das auch nur Einbildung und eine Art Tick von ihr? Im Training konnte sie immerhin auch gewaltig aufmüpfig werden, wenn sie anderer Meinung war als er. Aber mit impulsiven, besserwisserischen Azubis hatte er nicht zuletzt dank Isaacs reizendem Bruder Übung. Zu schade, dass Sophie nicht mehr da war: Sie hatte jeden Tipp immer begierig und mit einem Lächeln aufgenommen. Am Ende war es lediglich an ihrer eigenen Leistung gescheitert, dass sie nicht durch die letzten Prüfungen gekommen war. So war nun einmal der Lauf der Dinge.
"Und hast du heute Abend noch irgendetwas vor?", fragte er an Darian gewandt. Der Westernausbilder war nicht zwingend der geselligste Typ, aber er hatte inzwischen auch hier auf dem Hof einen kleinen Freundeskreis aufgebaut, zu dem auch Alex gehörte. Dennoch vebrachten sie ihre Zeit eher selten abends miteinander, was nicht zuletzt dem Umstand geschuldet war, dass Ciara in diesen Stunden Anspruch auf Alex' Anwesenheit erhob.


{Lucia | Darian}
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Mai-Lin Cheng
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ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 12 Jun 2018 - 21:41

Das Gefühl der starken Arme um sie herum ließ Mai-Lin wohlig seufzen. Es war, als verließe sie diese Welt für einen Moment und kehrte in eine perfekte ein. Nirgends fühlte sie sich wohler, nicht einmal auf dem Rücken eines Pferdes nach einem gewonnenen Turnier. Noch ein bisschen besser war das Gefühl der Hitzewelle, die durch ihren Bauch stob, als Damian an ihrem Ohr knabberte. Ihr Herzschlag stockte kurz und am liebsten hätte sie ihn wieder in die nächste Box gezogen. Sanft löste sie sich von ihm, nicht jedoch, ohne ihm einen weiteren Kuss zu stehlen.
„Können wir einrichten, allerdings nur, wenn ich nichts von diesem Plunder nehmen muss“, erwiderte sie gutgelaunt und selbstbewusst. Tatsächlich wäre es überhaupt kein Problem gewesen, die Lose zu erwerben, aber sie konnte sich wirklich nicht vorstellen, dann den ganzen Stand in ihrem Spint verstauen zu müssen. Oder in ihrem Zimmer. Gleichzeitig war es aber auch ein wenig schade um die Sachen. Ein kleiner Teil in Maili wusste, dass es Menschen gab, die sich vielleicht wirklich darüber gefreut hätten, wenn sie hier etwas gewinnen würden – Kinder oder Reitanfänger beispielsweise. Aber jeder einzelne auf diesem Hof, selbst solche Exemplare wie Ciara, besaßen mehr Mähnengummis und Halfter als sie Pferde hatten. Damian war offenbar zu dem gleichen Schluss gekommen, da er sich kurzer Hand Kasse, Lose und sie schnappte. Einen Moment lang war Maili ein wenig verwirrt – wozu das Ganze? – dann jedoch begriff sie und folgte ihrem Freund mit langen Schritten zu den McKinleys. Wie auch zuvor hielt sie sich etwas abseits von ihnen und überließ dem Lehrer das reden. Irgendwie wirkten die beiden Hofleiter heute vollkommen neben der Spur. Sonst war vor allem Rebecca McKinley die organisierteste Person, die die Schwarzhaarige kannte. Heute jedoch musste irgendetwas passiert sein, das zweifellos demnächst Hofklatsch werden würde. Daher hatte es die Azubine auch nicht eilig, den Grund für die Zerstreutheit der Älteren zu erfahren.
Gemeinsam mit Damian genehmigte sie sich schließlich die erste Stärkung des Abends und biss genüsslich in das Wurstbrötchen, ehe sie ihren Kopf an Damians Schulter legte. Über sein Kompliment musste sie lächeln und küsste kurz seine Schulter.
„Danke, eines meiner vielen Talente“, witzelte sie verschmitzt. „Ich hoffe, dass dein Abend nicht allzu langweilig war.“


[Damian]
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Patrick Murray
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ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 12 Jun 2018 - 22:03

Patrick wusste nicht mehr, was er fühlen sollte. Wusste nicht, wie es jetzt weitergehen würde. Wie sie sich im Cottage über den Weg laufen sollten oder beim Frühstück oder im Stall, wenn er sie jetzt gehen lassen würde. Aber was sollte er tun? Er wusste nur, dass er nicht mehr so weitermachen würde. Über seine nächsten Schritte hatte er noch nicht nachgedacht – wie auch, da er sich so viel anderes für diesen Abend erhofft hatte. Niemals hätte er sich zu träumen gewagt, dass Emma Noah erwähnen würde, wenn er ihr seine Liebe gestand. Aber es war so gekommen und seine Welt war untergegangen.
Nun stand er vor ihr, sah, wie sich ihre Augen mit Tränen füllten und spürte, wie etwas Feuchtes, Salziges auch über seine Wange lief. Er durfte nicht auch weinen. Das würde alles nur noch schlimmer machen. Aber er kannte sich mit solchen Situationen nicht aus. Als Jo damals mit ihm Schluss gemacht hatte, war er ins nächste Pub gefahren und hatte sich betrunken. Am nächsten Tag war er ihr nicht mehr begegnet, war mit Amy und Cowboy so lange im Gelände gewesen, bis er wusste, dass er den Moment, an dem sie mit gepackten Koffern in den Bus zum Bahnhof steigen würde, lange hinter sich gelassen hatte. Dann war Jo weg gewesen, er hatte Ava ihre Nummer löschen lassen und sich an drei weiteren Abenden betrunken. Der Schmerz war so erträglich geworden und die Distanz zu Jo hatte geholfen, sie zu vergessen. Bei Emma würde er die Chance nur haben, wenn er den Hof verließ. Aber allein der Gedanke brachte ihn um. Einmal in seinem Leben müsste er etwas beenden. Er war fünfundzwanzig und nicht bereit, wieder bei McDonalds zu jobben, um leben zu können. Er brauchte diese Ausbildung, um wenigstens einen Traum erfüllen zu können, wenn der Traum, mit Emma zusammen zu sein, schon gescheitert war.

Ihre Worte versetzten ihm den letzten Stoß über den Abgrund. Abrupt wandte er sich ab, fuhr sich übers Gesicht, damit sie nicht sah, wie nahe es ihm ging. Fuhr sich durch die Haare, über den Bart. Es half alles nichts. Selbst wenn er nun kilometerweit rennen würde und sich bis zur Erschöpfung verausgaben, wusste er, dass er nicht ins Hier und Jetzt zurückkehren könnte. Sollte er doch kämpfen? Hatte er noch Kräfte, die er mobilisieren konnte, um Emma voll und ganz für sich zu gewinnen? Er wusste es nicht. Hatte keine Ahnung. Patrick fühlte sich hilflos.
„Scheiße, Emma, denkst du ich?!“, brauste er schließlich auf und fuhr zu ihr herum, Tränen in Augen und auf den Wangen, die Stimme heiser. „Denkst du, ich will das? Denkst du wirklich, mir fällt das leicht? Ich liebe dich, okay. Ich will einmal Glück haben und ich würde für dich die verdammte, beschissene Welt umrunden, wenn es dich glücklich macht. Aber ich kann nicht mehr nur mit dir Zeit verbringen und gleichzeitig nicht wissen, was da mit dem Jockeyidioten ist. Ich… ich kann auch nicht mehr, Emma.“


[Emma]
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Emma Carter
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ALTER : Alt ist man mit 19 wohl noch lange nicht.
HERKUNFT : Sonst reist jeder nach Australien, aber eher selten nach Bunbury.
AUSBILDUNG : Viel mehr ist der Beruf der Tierärztin der Wunsch meiner Eltern, als mein eigener.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 13 Jun 2018 - 14:55

Verzweiflung. Überall in ihr drin war nur Verzweiflung. Hatte sie sich schon jemals so verzweifelt, so endgültig verloren gefühlt? Die letzten Monate waren ein Witz gegen das, was Emma nun empfand. Sie wusste nicht, wohin mit sich, wohin mit ihren Händen, ihren Armen, ihrem Blick. Was sollte sie tun oder sagen? Die Australierin nahm kaum noch war, dass sie begonnen hatte am ganzen Körper zu zittern, obwohl es gar nicht so kalt war. Verkrampft hielt sie ihre dünne Strickjacke um sich gewickelt, bemüht, nicht die Behrrschung zu verlieren, auf den Boden zu sinken und einfach dort liegen zu bleiben. Als Patrick den Blick abwandte, hätte er ihr stattdessen auch ins Gesicht schlagen können. Was hatte sie nur angerichtet? Sie hatte ihm so viel Kummer bereitet. Ihm, der doch eigentlich etwas anderes verdient hatte. Etwas besseres.
Als er sie wieder ansah, liefen auch ihm die Tränen über die Wangen. Ihre eigenen hatte Emma schon vor Minuten nicht mehr zurückhalten können. Doch seine heisere Stimme drohte ihr den Boden unter den Füßen wegzuziehen und sie glaubte, dass jeden Moment ihre Knie unter ihr nachgeben würden. In ihrem Kopf toste es nur so von Vorwürfen, Selbstbeschuldigungen und - Verzweiflung. Am liebsten wollte sie Patrick an sich ziehen, ihm sagen, dass alles gut werden würde, dass sie für immer bei ihm blieb. Doch stattdessen machte sie nur einen zögerlichen, unsicheren Schritt auf ihn zu, der das Mädchen zum Vorschein brachte, das sie war. 19 Jahre alt, in einem völlig fremden Land, hin und her gerissen zwischen dem was richtig und was falsch war. Langsam hob sie zitternd ihre Hand, strich damit über Patricks Wange, wischte mit dem Daumen die Träne hinfort, die sich aus seinem Auge löste. Schließlich nahm sie sein Gesicht in ihre beiden Hände, sah ihn durch die tränendurchnässten Wimpern an. "Da ist nichts, Patrick. Da bist nur du." Ihre Stimme war leise und zerbrechlich, weil ihr ein dicker Kloß im Hals steckte, den sie nicht hinunterschlucken konnte. Aber es stimmte. Noah war ein Freund, vielleicht immer gewesen. Die Schwämerei eines Mädchens, das sich nach Abenteuer sehnte. Aber er hatte sich nicht als ihr Prinz auf weißem Ross entpuppt. "Es tut mir alles so leid, was ich dir angetan habe. Du hast alles Glück der Welt verdient..." Langsam ließ sie ihre Hände sinken und ebenso ihren Blick. Was hatte sie nur zerstört? Patrick war immer so hingebungsvoll gewesen und - hatte sie es ihm nicht genug gewürdigt? Vorsichtig nahm sie seine Hand und verschränkte ihre Finger mit den seinen. "Bitte bleib bei mir. Lass mich nciht allein." Es war nur noch ein Murmeln, das der Wind dahintrug, als er an ihrer Strickjacke zog, auf die unablässig die Tränen tropften. Sie war am Ende ihres Lateins und ihrer Kräfte, doch sie wusste, dass sie ohne Patrick keinen weiteren Schritt würde gehen können.

{Patrick}
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Isabel Preston
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ALTER : SEIT KURZEM ERST 24 JAHRE ALT, ÄNDERTE SICH IHR ALTER AM 02.02.
HERKUNFT : GEBOREN IN KANADA, VERBRACHTE SIE DIE ERSTEN JAHRE IN QUÉBEC UND SPRICHT FLIESSEND FRANZÖSISCH.
AUSBILDUNG : SEIT LANGEM SCHON STREBTE SIE DIE AUSBILDUNG ZUR TIERÄRZTIN AN UND HAT DIES IN DIE TAT UMGESETZT.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 14 Jun 2018 - 15:32

Es ließ sich nicht leugnen – diese gesamte Situation war absurd. Nicht abstrakt genug, als dass Finnian oder Isabel selbst bereits wieder Reißaus genommen hätten, eher jene Art von suspekt, in welchem sich beide Beteiligten unschlüssig waren wie es nun weiterzugehen hatte. Ob es diese Fragestellung überhaupt gab.
Beinahe hätte die junge Kanadiern den Kopf über sich selbst geschüttelt, spürte sie noch immer das Adrenalin, welches ihr Blut überschwemmt hatte und sie zu dieser zugegeben etwas sehr spontanen Aktion hatte hinreißen lassen. Üblicherweise wusste Isabel gut einzuschätzen ob sie ihrem gegenüber ein solches Gebaren zumuten konnte oder eben nicht. Der blonde Azubi ihr gegenüber war einer jener Menschen, die sie tatsächlich einmal nicht von Beginn an gegen den Kopf stoßen wollte, sodass seine perplexe, starrte Schockhaltung sie unangenehm daran erinnerte. Gewissermaßen war Finnian im Umgang eines der sensibleren Pferde, welches bereits auf jede feinste Veränderung reagierte und agierte. Es bedurfte Fingerspitzengefühl und Sensibilität, um dieses Tier für sich zu gewinnen und der Neuseeländer stand dem in nichts nach. Ebenso scharf wie sein Verstand war, ebenso sehr schien ihn das Sozialleben auf dem Hof zu verwirren und anzustrengen. Innerlich verwünschte sich die Dunkelhaarige bereits, als sie den düsteren Zug um die hellen Augenbrauen des Pferdepflegers bemerkte, seufzte stumm und beschloss, sich in Zukunft ein wenig mehr zurückzuhalten.
Denn auf eine sehr abstrakte Art und Weise hatte sie Finnian liebgewonnen, obgleich sie einander erst seit gut einem halben Tag richtig kennenlernten. Dem kleinen Wettkampf zwischen seinem Vielseitigkeitspferd und ihrem Achal Tekkiner fieberte sie bereits jetzt mit wachsender Euphorie entgegen, sodass sie sich selbst ermahnte nicht wieder über das Ziel hinauszuschießen. Sie war ehrgeizig – mitunter manchmal ein wenig zu verbissen – doch wollte sie das nicht zulasten der langsam keimenden Freundschaft ausleben.

Schließlich glitt ein zarter Wandel über sein gebräuntes Gesicht und ein zaghaftes Lächeln erschien, welches Isabel mit damenhafter Zurückhaltung erwiderte. Es schien ihm viel zu bedeuten Geige spielen zu können und instinktiv erahnte die Kanadierin, dass er auch dahingehend ein verborgenes Talent besaß, welches er nur niemandem offenbarte. Allmählich wich die Anspannung aus ihrer beiden Leiber und erleichtert atmete Isabel ein, nahm einen Hauch von den Menschen um sie herum wahr und konzentrierte sich wieder auf Finnian.
Dessen entzückter Ausruf bezüglich des Kuchenbuffets ließ die Dunkelhaarige kurz erstaunt zu ihm blicken, ehe sie sachte grinste und nickte. „Da gibt es einiges an Auswahl.“ Ein interessanter Aspekt, den immerhin sah der Blonde keineswegs wie der übliche Kuchenliebhaber aus, doch hinsichtlich des Neuseeländers irrten ja ohnehin die Meisten Vorurteile ganz gewaltig. Voller Begeisterung leuchteten die blauen Augen des Blonden, sodass Isabel nicht umhin kam und sich an der so offen zur Schau gestellten Freude zu erfreuten. Ein sanftes Lächeln zupfte in ihren Mundwinkeln, ehe sie sich beeilte Finnian zu folgen, setzte dieser bereits im Reden dazu an, besagten Grillstand aufzusuchen. Isabel schüttelte auf seine Frage hin den Kopf.
„Danke, ich hatte schon. Aber ich kann den Nachtisch organisieren, während du isst. Dann verpasst du auch garantiert nichts vom Kuchen.“ Sie zwinkerte ihm entspannt entgegen und hob den Blick, um zu sortieren, wo genau sich das aufgebaute Kuchenbuffet befand. Ihre Worte waren auch seinem letzten Satz geschuldet, wollte er seinen Geigenkoffer vorläufig mitnehmen, um später noch ausreichend Kuchen zu haben. Während er sich an einem etwas angespannt wirkendem Grinsen versuchte, spürte Isabel erneut ihr Herz aufgehen. Obgleich er zu einem der klügsten Köpfe des Hofes gehörte, benahm er sich manchmal noch ein wenig unbeholfen wie ein kleiner Junge, dem das alles noch etwas viel war. Allerdings machte eben dieser abstrakte Unterschied den Charme von Finnian aus, wie Isabel fand.

Während der Neuseeländer sich also anstellte, suchte Isabel ein geeignetes Plätzchen für sie beide und winkte ihm schließlich, als er mit einem Steak und Wasser wieder kehrt machte. Amüsiert beobachtete sie seinen Appetit, beschloss dann aber, dass es unangenehm werden konnte jemandem beim Essen zuzuschauen und wies in die ungefähre Richtung, in der sie den Kuchen vermutete. „Iss’ du mal in Ruhe dein Fleisch, ich besorg dir Kuchen. Irgendwelche Vorlieben?“ Sie wartete seine Antwort noch kurz ab, erhob sich dann in einer fließenden Bewegung und kehrte schließlich mit einem gut gefüllten Teller mit diversesten Kuchensorten zurück. Finnian hatte die freie Wahl. „Das geht da ja zu wie im Tollhaus!“
Kopfschüttelnd lachte sie und stellte den voll befüllten Teller zwischen ihnen ab, wies einladend auf den Kuchen und nickte knapp. Sie selbst hatte bereits ein wenig am Buffet genascht, einem schlichten Streuselkuchen konnte Isabel noch selten widerstehen.

{Finnian | Bühne | Grill | Kuchen}
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