THESE ARE THE GLORY DAYS FROM NOW UNTIL FOREVER WE'VE COME ALONG WAY AND THE ROAD IS CLEAR FOR ANOTHER HUNDRED YEARS
 
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 Wiesen und Felder

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AutorNachricht
Patrick Murray
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 374
ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 27 Apr 2018 - 17:25

Patrick hasste es, wenn ein Buch oder ein Film traurig endete. Er hasste es, wenn ein Protagonist starb oder unglücklich auf der letzten Seite zurückblieb. Wahrscheinlich lag es daran, dass er keinen Teil seiner eigenen Geschichte wirklich glücklich hatte abschließen können. Seine Kindheit war mit einem brutalen Schlag vorbei gewesen, als die Polizisten an seiner Tür geklingelt hatten und er plötzlich allein war, ohne Mutter, ohne Vater und ohne irgendjemanden, zu dem er hätte gehen können. Seine Pubertät war geprägt gewesen von unsäglicher, unnötiger Wut, bis er zum ersten Mal geritten war. Das war der Moment gewesen, an dem alles so ausgesehen hatte, als könnte er ein Happy End bekommen. Als würde sich alles zum Guten wenden. Dann war jene Nacht im Studium gekommen, die immer noch die schlimmste in seinem Leben war – auch wenn es sich gerade jetzt in diesem Moment, in dem Emma zögerte und dann von Noah sprach, so anfühlte, als könne sie ernsthaft Konkurrenz bekommen – und dann wieder ein Lichtblick, nämlich dieser Hof. Er hatte Joana getroffen, er hatte die erste wirklich ernsthafte Beziehung führen wollen, seit er zwanzig war. Joana war gegangen. Emma war gekommen und mit ihr all die Wünsche, vor denen er sich so lange versperrt hatte. Verdammt, er war noch nie so verliebt gewesen. Und dann musste es sich als verdammte Dreiecksbeziehung entpuppen, die dazu verdammt war, ihnen allen jegliche Freude zu nehmen. Bei Noah war ihm das sogar noch egal, aber bei sich und Emma doch nicht. Patrick wollte doch einfach nur glücklich werden. Er wollte nichts mehr. Keinen Reichtum, nicht einmal viel Besitz. Nur einmal im Leben von sich behaupten zu können, wirklich glücklich zu sein.

Doch mit jedem Wort, das Emma sagte, zerbrach für ihn ein Teil dieser Chance. Er hatte geglaubt, dass er das Richtige tat, wenn er ihr heute Abend sagte, dass er sie liebte. Und bis gerade eben hatte es doch noch so gut ausgesehen. Sie wollte seine Freundin sein. Sie hatte gesagt, dass sie sich in ihn verliebt hatte. Doch das reichte nicht. Natürlich nicht.
Bitterkeit mischte sich in sein Inneres und mit einem Mal brannten seine Augen verräterisch. Wenn er jetzt zu heulen anfing, würde er sich im See ertränken. Oder in Whiskey. Vielleicht auch in beidem, in variabler Reihenfolge. Er könnte weglaufen. Und Emma in ihr Verderben laufen lassen, denn genau das war es, was sie ihm beschrieb. In Patricks Innerem tobten die Gefühle durcheinander, ergriffen nacheinander die Herrschaft und konnten sich doch nicht für einen Anführer entscheiden. Da war Wut, Traurigkeit, Verzweiflung, immer noch der Wunsch, Emma zu beschützen – jetzt vor sich selbst. Man konnte keine zwei Menschen auf einmal lieben, egal was die Polyamoristen sagen mochten. Und das, was sie über Noah sagte, war keine Liebe. Das war maximal ein Stockholmsyndrom.
Patrick stand ganz still da, nur seine Augenbrauen zogen sich zusammen und gemeinsam mit Emma blickte er kurz zur Festwiese, konnte jedoch keine einzelnen Personen erkennen. Er presste seine Kiefermuskeln zusammen, wusste nicht, ob er das, was ihm unzusammenhängend durch den Kopf schoss sagen sollte. Emma anzusehen, schaffte er nicht. Als könne er Noah durch bloßes Starren auf das Fest ausfindig machen und durch einen Gedanken zum Abhauen bringen, starrte er auf die Feiernden, sah doch nichts. Wieder brannten seine Augen. Ihm war schlecht.
Und dann war da ein Körper, der ihm so viel vertrauter schien als sein eigener, an seiner Brust.
Sein erster Impuls war es, die Arme um Emma zu schlingen und sie zu halten, sich zu sagen, dass es egal war, wie ihre Beziehung hieß, solange es Momente gab, in denen nur sie beide zählten. Dass er eben die Stelle einer Affäre einnehmen würde, wenn er sie dafür nur hatte. Aber es ging nicht. Nicht mehr. Sie war ehrlich zu ihm gewesen. Dann konnte er sich und sie nicht länger belügen, indem er diese Geschichte in ihrer aktuellen Art beibehielt.
Sanft drückte er Emma von sich, obwohl ihn allein diese Geste schmerzte.
„Ich…“ Seine Stimme klang rau und belegt, gar nicht nach ihm. Am Telefon würde er sich selbst nicht erkennen. „danke dir für deine Ehrlichkeit. Aber… was du von ihm sagst, wird dich unglücklich machen. Ich weiß das, Emma. Glaub mir. Bevor ich vom College gegangen bin, war ich in einem Heim im Praktikum, in dem Frauen waren, die von ihren Scheißkerlen genau das gleiche gesagt haben. ‚Ich kann ihn nicht verlassen, obwohl er mich geschlagen hat, weil er sich sonst was antut‘. Originalton. Mach nicht den gleichen Fehler. Du… bist nicht für ihn verantwortlich. Was er dann braucht, ist einen guten Psychologen.“ Patrick legte ihr den rauen Daumen unters Kinn, sah ihr in die braunen Augen. Die nächsten Worte fühlten sich an wie Eiswasser in seinem Magen und er stolperte über den Anfang und setzte erneut an. „Versprich mir, dass du nicht den Fehler machst. Ich… lass dich gehen, Emma. Du musst dich nicht entscheiden. Aber bitte, mach nicht diesen Fehler. Mach dich nicht für Dinge verantwortlich, für die du nicht verantwortlich bist. Das wird dich kaputt machen.“


[Emma]
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Leonardo Fabbri
Admin
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BEITRÄGE : 937
ALTER : IN DER BLÜTE DES LEBENS IST MAN DOCH MIT 24
HERKUNFT : DIE MENSCHHEIT HAT NUR EINEN URSPRUNG, DAS IST KLAR. DER LIEGT IN ROM AUCH DAS IST WAHR.
BERUF : VON UNTEN NACH GANZ OBEN: ALS PROFIFUSSBALLER LÄSST ES SICH DURCHAUS LEBEN.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 2 Mai 2018 - 14:26

Ob sie jemals ganz ernsthaft sein würden? Sich unterhalten wir Erwachsene und dabei jeder in seiner Sphäre bleiben? Leon glaubte nicht, dass das möglich war und da sprach sicherlich nicht das Kind in ihm, sondern eher der Teil, der Jonathan als Bruder ansah. Sie hatten mehr gemeinsam durchlebt, als sie in Worte fassen konnten, hatte Orte besucht, an die sie gar nicht gewollt hatten, hatten Frauen geliebt, an die sie sich nicht mehr erinnerten, hatten Menschen verletzt und es danach nicht bedauert, hatten um sich geschlagen, ohne Rücksicht zu nehmen und waren am Ende doch immer lebendig davongekommen. Sie mit Bonnie und Clyde zu vergleichen würde zumindest ihren Zusammenhalt beschreiben, denn bevor einer in den Knast ging, gingen sie wohl eher zusammen. Sie konnten sich monatelang nicht sehen und wenn sie sich dann trafen war alles wie immer. Vielleicht war genau dieses Verhältnis für sie beide das einzig Konstante in ihrem Leben.
Verächtlich schnaubte Leon als Johnny ihm Weisheit ab-, aber Alterserscheinungen zusprach. Natürlich war das nicht ernst gemeint, aber sie würden sich nun einmal nicht wie Erwachsene unterhalten, ganz gleich was die Zahl in ihrem Ausweis per Definition besagte. Hinter das Fußballspiel würde Leon einen Haken machen müssen – es hatte keinen Sinn sich darüber zu echauffieren. Immerhin war es nur irgendein unbedeutendes Spiel einer schlechten Dorfmannschaft, die nur eine minimale Idee von dem wirklichen Fußballbusiness hatten. Doch das Erschreckende war, dass je länger Leon auf diesem Hof und bei Lilly verweilte, desto mehr fragte er sich, wie es einmal mit ihm weitergehen sollte. Er hatte keine zweite Ausbildung, kein Studium – er konnte lediglich Fußball spielen. Doch wenn er zurückging nach Francisco, dann ließ er auch all das hier zurück. Dass Johnny blieb, daran zweifelte er nicht. Sie hatten Schlimmeres überstanden. Aber Lilly? Mit ihr eine Fernbeziehung führen – würde das funktionieren, wenn sie beide so beschäftigt waren?
„Es ist ein Wunder, dass du das geschafft hast. Grenzt ja fast an Überarbeitung.“ Er rollte die Augen und warf Johnny einen vielsagenden Seitenblick zu. Sarkasmus konnte er auch, doch mit einem Schmunzeln musste er dann doch mit seinem Kumpel anstoßen. Nein, sie würden niemals erwachsen miteinander umgehen.

Offenbar war Jonathan Leons Reaktion auf Pennys Ankunft nicht entgangen und wie es seine Art war, fragte er direkt nach. Hatte er wohl nicht schnell genug reagiert und den Blick abgewandt, aber wer konnte auch ahnen, dass die Italienerin hier urplötzlich auftauchte. Vielleicht würde er mal ein Wort mit Lilly reden, sie hätte ihn zumindest vorwarnen können, damit er Johnny irgendwie darauf vorbereitete. Aber Frauen liebten ja bekanntlich Überraschungen, wobei er sich fragte, ob diese hier so positiv war.
Was sollte er Johnny nun sagen? Abstreiten konnte er es nicht, dass hatte der Halbbrasilianer mehr als betont. Rasch suchte sein Blick die Wiese ab, um irgendetwas zu finden, dass er Johnny aufbinden konnte. Aber nichts war glaubhaft. Sein bester Kumpel kannte ihn und würde es ihm nicht abkaufen, dass ein heruntergefallenes Bratwurstbrötchen solche Reaktionen in ihm hervorrief. Ein neuer Hund war auch keine Erklärung, denn es waren keine neuen Azubis angekommen, sodass irgendjemand einen neuen Hund mitbringen konnte. Außer eben solche, die mitten im Jahr so hereinplatzten. „Das  -wird dir nicht gefallen, aber – wir haben unverhofft Besuch bekommen.“ Insgeheim zu Gott und Mutter Maria betend (an die er beide nicht glaubte, seine Oma würde ihn rügen) hoffte er, dass Jonathan nicht ausflippen würde, als er mit einer Kopfbewegung in Lillys und Pennys Richtung deutete. Wenn es einen Gott gab, war das der geeignete Zeitpunkt ihm beizustehen.
{Jonathan}
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Damian Masen

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BEITRÄGE : 441
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 7 Mai 2018 - 22:37

cf Stallungen - Boxen

Absolut befriedigt und zufrieden, einen Arm locker um die Hüften seiner Freundin gelegt, kehrte Damian mit Maili zurück auf den Festplatz.
Nach einem letzten liebevollen Kuss entließ er sie, damit sie sich auf ihren Auftritt vorbereiten konnte.
"Du wirst dich nicht verspielen!", murmelte er ihr leise ins Ohr, bevor er sie los ließ und sich zurück zum Stand der Tombola begab.
Tja Mailis Frage war berechtigt gewesen, doch da sein Chef und dessen Frau in ein scheinbar ernstes Gespräch vertieft waren lies er die Beiden in Ruhe und lehnte sich entspannt gegen einen der Tische auf denen die Preise ausgelegt waren und lauschte dem beginnendem Konzert.
Es war nicht unbedingt sein Musikgeschmack, doch nach wie vor faszinierte es ihm, dass der Arzt des Gestüts so gut singen konnte. Die dazu passende Musik wurde von dem Orchester gespendet, welches auch nicht schlecht war und besonders gefiel ihm natürlich das Klavierspiel seiner Freundin, die sich kein einzges mal verspielte.
Genau wie die Anderen klatschte er Applaus als die Musik verstummte und griff dann nach einer Bierflasch und nahm einen Schluck davon.
Nachdenklich sah er kurz zum leitenden ehepaar rüber, welches nach wie vor angespannt wirkte, zuckte dann jedoch mit den Schultern.
Das war Gott sei Dank nicht sein Problem und er würde sich hüten und nachfragen ob er helfen konnte.
Seine aufgabe bestand darin Lose zu verkaufen, doch bisher schien dies keinen zu interessieren. Gelangweilt ließ er seinen Blick über die ausgelegten Preise schweifen. Es gab viel Auswahl: Halfter und Stricke, Bürsten, Hufkratzer, Mähnegummis, Fliegenspray und und und. aber alles Dinge, die die Schüler und auch die Ausbilder selber in Mengen hatten. Klar würde sich keiner über ein neues Halfter beschweren, aber die Preise waren leider auch nicht so, dass man zweimal hinsah.
Er rieb sich leicht über das Gesicht und sah dann auf seine Uhr. Die Zeit die er sich hier die Beine in den Bauch stand konnte er definitiv besser verbringen.
Schlafen, die nächste Unterrichtseinheit vorbereiten, sich mit Maili durch die Laken wühlen... das Letzte gefiel ihm definiti am besten und er lies seinen Blick über die Wiese gleiten. Wo war Maili überhaupt?


(Gedanken Tombola / sucht Maili)
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Dylan McGath

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BEITRÄGE : 69
ALTER : 32 Jahre alt
HERKUNFT : Australier
BERUF : Hufschmied

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 7 Mai 2018 - 23:02

Dylan grinste verschmitzt und kraulte Ace, der sich neben ihn gelegt und sogleich auf den Rücken gedreht hatte, den Bauch.
"Ich war außwärts unterwegs. Musste noch ein paar Jungpferden den ersten Beschlag verpassen!", berichtete er und verzog leicht das Gesicht. So sehr er seine Arbeit liebte, der Erstbeschlag war selten Spaßig. Die Pferde kannten weder ihn noch die Geräusche oder gar die Gerüche. Nicht selten scheuten sie, traten nach ihm oder entrissen ihm ihr Bein und setzten es seltens behutsam auf seinen Füßen auf. So auch heute. Von den vier Jungpferden war gerade mal eines händebar gewesen und selten hatte der Hufschied derart schwitzen müssen beim beschlagen wie heute. Zumal es wichtig war, dass die Pferde das beschlagen nicht all zu negativ auffassten, denn ansonsten könnten sie geprägt fürs Leben sein und das war ganz sicher nicht das Ziel des Australiers.
Er musterte Jeremy. "Hm, vielleicht sollte ich dir einen GPS-sender verpassen, dann weiß ich immer wo ich dich finden kann!", er konnte bei sowas nicht ernst bleiben und lachte. "Nein, ich bin erst kurz vor Beginn des Festes zurück gekommen. Nicht mal beim Aufbau hab ich geholfen. Dafür pack ich morgen mit an. Bist du mitgeritten?"
Er erinnerte sich nur zu kurz, wie er Jeremy immer wieder gesagt hatte, dass sein Pferd etwas zu dick sei und er trainieren müsste und das hatte der jüngere auch getan. Inzwischen war dessen Pferd wieder in Form und er hätte sicher am Ritt teilnehmen können. Doch Dylan hatte bereits mitbekommen das Chiara den Ritt gewonnen hatte. Trotzdem hieß das ja nicht das Jem nicht mitgeritten war.
Der australier genoss das Gespräch mit Jeremy. Egal was es zu bedeuten hatte, er genoss die Nähe des Anderen. Mochte es wenn dieser Lachte und mit ihm scherzte. Lieber noch wenn sie beide alleine waren wie in einer Gruppe.
Innerlich wusste Dylan was dies bedeutete, doch so ganz konnte er sich noch nicht dazu überwinden es wirklich zu zu geben. Klar mochte er Jem, doch ob das mehr wie nur Freundschaft war?
Wenn man Dylan bisher gefragt hatte ob er auf Frauen oder auf Männer stand, so hätte er voller Überzeugung Frauen gesagt, doch seit dem Ritt hatte sich da etwas verändert.
Ganz langsam, wie eine Flamme die nur sehr langsam größer wurde hatte sich etwas entwickelt. Unbewusst suchte er immer wieder die Nähe des Anderen, das Gespräch,, musste sich vergewissern das es Jeremy gut ging, das er fröhlich war und was zum lachen hatte. Doch nicht nur das, auch ernstere Gespräche führte er lieber mit dem Dunkelhaarigen wie mit sonst jemanden aus dem Stall. Außerdem schlich er sich immer wieder in die Gedanken des Hufschmieds und das machte diesen schier verrückt.
Nachdenklich ließ er erneut den Kopf in den Nacken Fallen und starrte in den klaren Nachthimmel.
Sie saßen etwas Abseits der Anderen, leicht im dunklen verborgen, für sich und Dylan war die Nähe des Anderen mehr wie bewusst, doch wusste er nicht so wirklich wie er damit umgehen sollte.



( Gespräch Jeremy)
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Luke Colins
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 110
ALTER : Ich bin noch junge 24 Jahre alt
HERKUNFT : Durch und durch ein Amerikaner
AUSBILDUNG : Ich bin der Capitan des Fußballteams der HMS

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 8 Mai 2018 - 16:17

Luke war mit dem Ausgang des Spiels alles Andere als Begeistert. Ein Unentschieden war nichts halbes und nichts ganzes, so fand er und auch wenn s nur ein Hobbyspiel gewesen war, so war Luke doch keiner der gerne verlor.
Leicht gefrustet hatte er das Spielfeld verlassen und war duschen gewesen. Lediglich mit einer Sporthose am Körper war er rüber in sein Zimmer gestapft und hatte sich dort umgezogen.
Jetzt trug er eine Beigefarbene Hose und dazu ein schlichtes schwarzes Shirt, die hellgraue Strickjacke lag neben ihm auf der Bank.
Zuvor hatte er noch kurz mit seinen Teamkollegen gesprochen und sich etwas zu Essen geholt, ehe er sich etwas zurück zog.
Etwas Abseits vom Trubel verputzte er jetzt sein Steakbrötchen und dachte über das Spiel nach. Weder Noah noch Kristina waren schlecht gewesen und auch Sophia hatte sich gut angestellt. Er hatte nicht unbedingt damit gerechnet, das Noah solch ein Talent am Ball zeigen konnte und die Ungarin schien nicht zum erste mal auf dem Platz gestanden zu sein.
Anfangs beachtete er seinen Sitznachbarn nicht, als dieser sich neben ihm auf der Bank nieder ließ, er hing weiter seinen Gedanken nach.
Sein Vorschlag das Kristina ins Team kam und damit Camille überstützen sollte war Ernst gemeint gewesen.
Langsam wanderte sein Blick über die Wiesen, blieb bei seiner Mannschaftskollegin hängen. Sie waren wie Pech und Schwefel, sie konnten nicht ohne aber auch nicht wirklich miteinander. Ständig kabbelten sie sich wegen Kleinigkeiten und brachten sich damit gegenseitig auf die Palme und doch wollte Luke Camilles ehrgeiz im Team nicht missen.
War er Anfangs wirklich gegen gemischte Mannschaften gewesen, so hatte die junge Frau ihm und auch den restlichen Jungs im Team gezeigt, dass sie ihnen zwar körperlich unterlegen war, sich jedoch anders durchsetzen konnte und dies auch tat.
Erst jetzt löste Luke den Blick von Mille und besah sich seinen Sitznachbarn. Kristina starrte auf den Boden zu ihren Füßen und vermied den Blickkontakt. Als Schüchtern und zurückhaltend hatte er sie auf dem Platz nicht eingeschätzt.
Er schluckte den letzten Bssen runter und wand sich der jungen Frau neben ihm zu.
"Ich wusste gar nicht dass du kicken kannst.", begann er möglichst locker ein Gespräch und spielte nebenher mit dem Etikett seiner Cola Flasche.
"Warum spielst du nicht im Team?", fragte er ehrlich interessiert nach. Kristian schien einen Blick fürs Spiel zu haben und das konnte das Team der HMS gut gebrauchen.

(Kristina)
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Dr. Christian Ackles

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BEITRÄGE : 92
ALTER : Die ersten leichten grauen Haare zeigen sich bei dem 37 Jährigen
HERKUNFT : Trotz multikulturellen Eltern ist er ein waschechter Amerikaner
BERUF : Chris ist der Arzt an der HMS und mit Leib und Seele Vater

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 8 Mai 2018 - 19:02

Der Plan war es gewesen sich direkt nach dem Spiel mit Lawrence ein paar Bier zu gönnen, doch vom Schulleiter war beim Spiel weit und breit nichts zu sehen gewesen. So hatte Chris sich ein Bier besorgt und war in aller Ruhe duschen gewesen. Die dunkle Jeans und das weiße T-shirt hatte er sich bereits mit in die Umkleide genommen. Dazu passend weiße Sneaker und etwas Gel für die Haare und fertig war das Outfit für den Abend. So sah das zumindest der Arzt der HMS.
Nachdem Schweiß und Dreck vom Spiel vom Körper gewaschen waren und noch hier und da das ein oder andere Wort gewechselt worden war wollte Chris eigentlich nach Isaac sehen. Trotz das seine Aufmerksamkeit dem spiel gegollten hatte, so war ihm doch aufgefallen, dass der Bereiter lahm ging. Luke war ein durchtrainerter Sportler, der Tag ein Tag aus in Zweikämpfe ging und dessen Muskeln gerade in den Beinen besonders ausgerägt waren. Isaac dagegen war eher der Sehnige Typ. Zwar war auch er sehr druchtrainert, doch neben Luke sah er doch eher schmächtig aus und es hatte ordentlich gerummst zwischen den Beiden.
Isaach jedoch hatte sich direkt vom spielfeld aus verzogen und bis jetzt hatte Chris ihn auch noch nicht zu fassen bekommen.
Da er mit auf die Bühne musste, musste der Bereiter noch etwas warten, auch wenn CHris bereits ein paar Schmerzmittel in seiner Hosentasche mit sich durch die Gegend trug.
Trotz das die Band nicht all zu lange vor dem Fest geprobt hatte verlief alles nach Plan, keiner verspielte sich und den Zuschauern schien es zu gefallen.
Zufrieden mit dem Abend schlenderte Chris über den Festplatz, besorgte sich etwas zu essen und fand dann endlich Isaac, der mit Noah zusammen auf einer Bank saß und sich unterhielt.
Gemütlich steuerte der arzt auf die beiden Brüder zu.
Das Noah solch ein Talent am Ball zeigte hatte Chris nicht gewusst, aber auch über Isaacs Zusage zum Spiel hatte er sich gewundet. Beide hatten Können gezeigt und ordentlich gekämpft. Naja zumindest bis zum Zusammenprall.
Noah stichelte gerade was Isaacs Knochen anging und Chris konnte dem nur zustimmen, doch wusste er wie Stur Isaac sein konnte und so reichte er ihm einfach nur die Tabletten.
"Die Lockern die Muskeln und helfen gegen die Schmerzen. Wenn du nachher in deiner Bude ist kühl das Bein etwas. Sollte es morgen blau und dick sein würde ich trotzdem gerne einen Blick drauf werfen. Mit Bandverletzungen am Knie wird es schwer für dich zu Springen!"
Vielleicht konnte er nur an die Vernuft des dunkelhaarigen appelieren, wenn es um seinen Sportlichen Werdegang ging.


(Rückblick / Noah und Isaac)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 678
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 9 Mai 2018 - 10:41

Du wirst dich nicht verspielen, hatte Damian Mai-Lin prophezeit und genauso war es gekommen. Wahrscheinlich lag das nicht nur daran, dass sie in ihrer Jugend nicht nur die besten Reitlehrer, sondern auch die besten Klavierlehrer gehabt hatte. Sie hatte sich bei dem Auftritt der Band tiefen entspannt an das Keyboard setzen können. Selbst ein olympischer Parcours hätte ihr heute keine Angst mehr gemacht, weil die Sache mit Damian endlich, endlich, endlich im Reinen war. Nichts konnte sie aufhalten. Auch nicht die Blicke, die sie ab und an von den Noten ins Publikum hinein wandte, um Damian zuzulächeln.
Eigentlich hätte sie nach dem Auftritt gern mit Shana gesprochen, ihr von der Eskapade im Heu berichtet, obwohl die Erinnerung daran immer noch eine zarte, verwegen Röte in ihre Wangen zauberte, und ihr gesagt, wie unfassbar froh sie war, endlich Mut bewiesen zu haben. Vielleicht sollte sie öfter über ihren Schatten springen, sich öfter von ihrem Vater und seiner Meinung zu distanzieren versuchen – sich wirklich ein eigenes Leben aufbauen. Teile dieses Gedankens verwarf sie jedoch schnell wieder. Sie kannte das Leben der Mittelklasse nicht, hatte zwar durch Damian erfahren, dass es gar nicht so furchtbar war, wie ihre Schulfreundinnen ihr immer wieder weismachen wollte, aber es erfüllte sie trotzdem mit Unbehagen, wenn sie daran dachte, dass es eine Zeit ohne teure Abendroben, Handtaschen, Restaurants und einfach Möglichkeiten mit der Distanz zu ihren Eltern kommen könnte. Nein, dazu war sie noch nicht stark genug.
Nachdem die letzten Töne des letzten Liedes in die Abendluft davon schwebten, sich die Band verbeugt hatte und der Applaus auch langsam abebbte, beschloss Mai-Lin, einen kurzen Abstecher in ihr Cottage zu machen, um sich ein wenig frisch zu machen. Erst danach schlenderte sie zurück zum Geschehen auf der Wiese und zum Stand der Tombola, wo Damian sicherlich auf sie wartete. Im Gegensatz zum Grill und den Getränken, war es um die Tombola herum nahe zu ausgestorben. Klar, die Preise waren jetzt nicht wirklich… ansprechend. Der Losverkäufer hingegen schon.
„Hey“, flötete sie und musste grinsen. „Wirst du den ganzen Abend hier festgehalten?“

[cf. Stallungen | Auftritt der Band | geht zu DAMIAN]
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James Barnes

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BEITRÄGE : 259
ALTER : 34 Jahre sind es nun, die ich mich auf dieser Welt herumschlage.
HERKUNFT : Brite. Ein wahrer Brite mit Benehmen und passendem Humor.
BERUF : Obwohl ich eigentlich mindestens Profidressurreiter sein sollte, schlage ich mich als Pferdepfleger durch. Aber das mache ich verdammt gut.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 16 Mai 2018 - 16:50

James hatte es im ersten Augenblick nicht bemerkt, doch jene Frage, die er eigentlich harmlos gestellt hatte, um mehr über sein Gegenüber zu erfahren, könnte gleichzeitig ein Schritt in Richtung Goldie sein. Die Stute faszinierte ihn, seit er sie zum ersten Mal im Stall gesehen hatte und seit er wusste, dass Dean sie als Freizeitpferd nutzte (noch vor einem Monat hätte James wohl von misshandeln gesprochen, doch mit der wachsenden Freundschaft hatten sich manche Züge in seinem Denken gewandelt), war die Sehnsucht danach, ein so fantastisch ausgebildetes Pferd auf Turnieren vorstellen zu können, statt sich mit seinem eigenwilligen Barockpferd zu begnügen, unvorstellbar groß geworden. James wollte das Pferd, noch bevor er die Anziehungskraft zwischen sich und Dean gespürt hatte. Die Freundschaft zu dem Pferdetrainer war ein Mittel zum Zweck gewesen und noch nie hatte er so kurz davor gestanden, dass dieses erste Ziel Wirklichkeit werden könnte. Der Gedanke jagte ein Kribbeln durch James’ gesamten Körper.
Aber konnte er das denn noch? Konnte er seinen Freund, seinen trotz noch fehlender Körperlichkeit vielleicht sogar bald festen Freund, so hintergehen?

Das Problem mit James war, dass die Antwort darauf ein klares „Ja“ war. So sehr er sich in diesem Moment einbilden mochte, dass der andere Gefühle für ihn hatte, so sicher er sich dessen war, genauso sehr wusste er, dass Gefühle flüchtig waren. Sie hatten sich ja noch nicht einmal geküsst, es gab noch keine wirklichen Bande. Hätte ein körperlicher Kontakt alles leichter gemacht? Hätte James Dean dann einfacher an sich binden können und so auch ein Band zu jener Stute schaffen können? Der Schwarzhaarige wusste, dass ihm das schon einmal gelungen war und je mehr sein Gegenüber ihm vertraute, desto mehr würde er gegen ihn in der Hand haben, falls sich die Zuneigung verflüchtigen würde.

Und trotz all dieser Berechnung spürte der Brite ehrliches Interesse, was die Antwort des Blonden betraf. Verdammt, er wollte, dass es anders zwischen ihnen enden würde. Er wollte jetzt in diesem Moment wirklich wissen, was Dean sich wünschte und er hoffte tatsächlich, dass es etwas geben würde, was er erfüllen könnte. Das war schlecht. Es war vollkommen falsch. Es setzte ihn selbst einer Gefahr aus, die er nicht kalkulieren konnte. Hatte er sein Herz nicht längst verloren? Er würde Zeit brauchen, um über alles nachzudenken, doch die hatte er nicht mehr, als Dean zu sprechen begann und eine zarte Röte seine Wangen zu überziehen anfing. Er war schön. So jung, so verletzlich. Er hatte so viel mehr verdient als James ihm je geben könnte.
„Aber hat dein Vater nicht schon Macht über dich verloren?“, fragte er mit ehrlichem Interesse. „Du bist hier in Amerika, viel weiter weg von deinen Eltern wäre nur Neuseeland gewesen. Und finanziell unabhängig kannst du auch sein.“ Er musste daran denken, dass er nie auch nur einen Cent von seinem Ziehvater gesehen hatte. Wäre es anders gewesen, wenn seine Mutter ihn nicht im Dreck liegen gelassen hätte? Könnte er Deans Bedenken besser verstehen, wenn er eine wirkliche Familie kennengelernt hätte? „Was den Mut betrifft, stehe ich dir gern zur Verfügung“, erwiderte er rauer, schloss dann jedoch die Augen, um Dean nicht (schon wieder) zu sehr zu drängen.
„Geld? Erfolg bei Turnieren... aber vor allem ein Pferd, das ich ganz nach meinen Ansprüchen vorstellen und trainieren kann, ohne dass es mir anschließend von seinem Besitzer wieder weggenommen wird... es gab auch noch einen anderen Wunsch, den ich mir zu erfüllen versucht habe, aber das ist lange her“, antwortete er schließlich und beim letzten Satz froh darüber, dass er den anderen nicht ansehen musste.


[Gespräch mit Dean]
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Isaac Haber

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BEITRÄGE : 754
ALTER :
JUNG GENUG, UM WIE 26 AUSZUSEHEN.

HERKUNFT : DAS, WAS EINER HEIMAT AM NÄHSTEN KÄME, IST UND BLEIBT LONDON IM LAND DER QUEEN.
BERUF : ALS BEREITER NEIGT MAN BEINAHE DAZU, GRAUE HAARE ZU BEKOMMEN.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 17 Mai 2018 - 21:50

Während der Körper heilte, brauchte die Seele oft Jahre, um wieder einigermaßen zusammenzuwachsen. Es war kein einfacher Prozess und noch dazu ein sehr schleichender. Jeder Fortschritt konnte immer auch einen Rückschritt bedeuten und wirklich sicher, dass es überstanden war, konnte man sich ohnehin nie sein. Isaac hätte nie von sich behauptet, dass sein Herz gebrochen worden war und zusammengeflickt werden musste. Dafür war er dann doch zu rational und zu sehr Realist. Depressionen waren absolut nicht sein Ding und auch wenn es ignorant klingen mochte, hatte er bis dato wenig Verständnis für psychische Krankheiten, die nicht im Handumdrehen erklärt werden konnten. Magersucht verstand er auch nur bei Models, bei denen es zum Beruf gehörte. Jeder, der diesem Trend nacheiferte, aus welchen Gründen auch immer, war ihm suspekt.
Dies mochte eine grundlegende Ablehnung Isaacs sein, die er der Psyche entgegenbrachte. Es war alles so vage und zeugte von Eventualitäten. Ein kaputtes Knie dagegen, konnte man Schwarz auf Weiß dokumentieren und gegebenenfalls auch kurieren. Er verdrehte die Augen, als Noah trocken auflachte, über seinen - zugegeben - nicht gerade guten Witz. Nach einem Nippen an der Bierflasche wandte er den Blick wieder seinem jüngeren Bruder zu, der den Ball heute wohl nicht nur an den Fuß, sondern auch an den Kopf bekommen hatte, denn er faselte irgendetwas von Frührente. Isaac schnaubte verächtlich. Warum machte sein kleiner Bruder so einen Wirbel? Er hatte schon weitaus schlimmere Verletzungen durchgestanden und das schmerzhafte Auftreten würde sich schon nach ein paar Tagen legen. Es standen zwei Wochen Unterrichtspause vor der Tür, natürlich hatte sich Isaac Haber eine Menge Turniere in diese vierzehn Tage gelegt. Da konnte er jetzt nicht mal eben verletzt seinen Start absagen. "Mach dir bloß keine Hoffnungen, Bruderherz." Er zog das 'Bruderherz' bewusst in die Länge und legte eine bedeutungsschwangere Stimme auf. Noah war sein Bruder, ja. Aber er war auch sein kleiner Bruder und er hatte nicht das Recht ihn zu tadeln oder besserwisserisch herumzumauscheln. Auch wenn er sich dieses Recht einfach genommen hatte.

Bevor der Bereiter den Rennsportler weiter in seine Schranken weisen konnte, tauchte die Gestalt von Ackles auf seiner Bildfläche auf. Das hatte ihm gerade noch gefehlt! Er hatte sich bewusst schnell geduscht und umgezogen, damit er ja nicht mehr auf den Arzt traf. Eine Ahnung hatte ihm dazu geraten, denn bekanntlich war Christian sehr fürsorglich. Seit seine Frau und Tochter den Hof verlassen hatten, mehr denn je. Eigentlich kam Isaac gut mit dem Humanmediziner zurecht, aber er konnte jetzt absolut keine Krankschreibung gebrauchen oder einen Arzt, der auf Teufel kommr aus an ihm herumdoktern wollte. Selbst wenn ihm sein Unterbewusstsein sagte, dass dies besser war und Christian es ohnehin nur gut meinte. Und meistens Recht hatte.
Anstatt einer Predigt drückte ihm der Doc aber nur eine Schachtel Tabletten in die Hand und gab Anweisungen zur Einnahme. Etwas irrtiert, ob dieser unerwarteten Geste, betrachtete Isaac die Schachtel mit starrem Blick. Erst als Christian geendet hatte und die Umgebungsgeräusche wieder lauter an Isaacs Ohr drangen, hob er den Kopf. "Ja, sicher doch." Es war unklar, ob diese Worte sarkastisch oder ernst gemeint waren, aber der Brite steckte die Tabletten ohne Widerworte ein. Mit ein paar Pillen konnte er leben, die halfen in der Regel, um ihn fit für die nächste Prüfung zu machen. Hauptsache sie enthielten keine Dopingstoffe... "Dopingfrei hoffe ich - ?!" Wenn Chris nun schon da war, konnte er ihm auch diese Frage beantworten - und dann konnte Isaac immer noch entscheiden, ob er die Dinger nahm oder einfach die Zeit abwartete und das Knie die nächsten Tage etwas kühlte. Manchmal wuchs ihm der Ehrgeiz eben doch über den Kopf.

{Noah | Chris}
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Lawrence McKinley
Admin
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BEITRÄGE : 996
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 17 Mai 2018 - 22:07

Der Hofleiter fuhr sich durch die zuvor noch akribisch gestylten Haare. Er war eigentlich kein Freund von sämtlichen Kosmetikprodukten und trug meistens die Haare so, wie sie eben fielen, mit ein wenig Haarspray fixiert. Aber heute hatte er sich Mühe für eine Struktur und Form gegeben, doch in diesem Augenblick stand das hintenan. Er war doch eigentlich ein so gestandener und gefasster Mann, den nichts aus der Ruhe brachte, der immer einen Plan B hatte. Doch so sehr er sich auch mit Rebecca darauf freute, eine neue Chance für eine Adoption zu bekommen, so schreckte er auch vor der Ungewissheit zurück. Sie waren sich einig gewesen, kein Kind aufzunehmen, das älter als 3 Jahre war. Aus genau dem Grund, dass sie befürchteten, es könnte bereits zu sehr von seiner Vergangenheit geprägt worden sein. Bei Samuel war genau das der Fall. Mit ihm bekamen sie einen Jungen, der Zeit seines Lebens nur in der Stadt gewohnt hatte, zwar nicht verwöhnt war, aber von dem sie zugleich so gut wie gar nichts wussten, was seine Vorlieben anbelangten. Vielleicht mochte er wie alle Jungs in seinem Alter Autos und Football, aber was wenn nicht? Sie würden so oder so von 0 anfangen müssen und wahrscheinlich war es das Beste, nicht länger darüber zu grübeln.
Lewis legte einen Arm um seine Frau, zog sie neben sich, sodass sich ihre Hüften berührten und drückte seine Wange gegen ihr Haar. "Damit hast du sehr recht." Er seuftzte tief, doch es half nun einmal nichts. Sie würden Samuel demnächst besuchen, gemeinsam mit dem Jugendamt. Dann würde er vor die vollendete Tatsache gestellt, dass er ein neues Zuhause bekam. Lewis konnte sich vorstellen, wie das auf ein Kind wirken mochte, das gerade noch den Tod seiner Mutter verarbeitete. Doch die Ämter drängten wie immer.
"Nun, vielleicht sollten wir anstoßen, aber ich glaube, das wäre angesichts der Umstände nicht ganz angemessen. Vielleicht sollten wir uns also nur einfach etwas zu essen holen - was meinst du - worauf hast du Lust? Ich glaube Alex und Darian wollen ihre Sachen loswerden, bevor sie selbst dick und rund werden." Er lächelte Becca an. Sie mussten optimistisch bleiben und abwarten, was die Zeit ihnen brachte. Manche Dinge konnte man nur auf sich zukommen lassen, selbst wenn das Warten die schwierigste Aufgabe von allen sein mochte.
{Becca}
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Rebecca McKinley

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BEITRÄGE : 203
ALTER : Ich kann auf 45 Jahre Lebenserfahrung zurückblicken und eben die weitergeben.
HERKUNFT : Die Stadt, die niemals schläft hat mich geprägt, aber nicht zu einer typischen New Yorkerin gemacht.
BERUF : Zusammen mit Lawrence leite ich den Hof als Stellvertretende Hofleiterin, davon abgesehen lehre ich Springreiten.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 18 Mai 2018 - 15:19

Am liebsten hätte Becca die Hände ihres Mannes festgehalten, als dieser sich die ausnahmsweise gestylten Haare zerzauste. Zärtlich natürlich, aber bestimmt, weil sie diese Geste der Verzweiflung nicht sehen wollte. Sie durften sich jetzt beide nicht so sehr gehen lassen, sich nicht diesem Chaos aus Hoffnung, Vorsicht und der Angst vor noch stärkerer Zurückweisung hingeben. Nein, sie würden beide stark bleiben müssen und sie würden das schaffen, so wie sie bisher jede Lebenslage gemeistert hatten. Natürlich wusste die Hofleiterin, dass sie ihre Gefühle nicht abschalten konnten, aber es würde einen Weg geben, um sich auch nicht von ihnen beherrschen zu lassen.
Lawrences Nähe half ihr dabei. Die vertraute Wärme und Stärke seines Körpers, die Geste, mit der er ihr immer zur Seite stand, wenn sie etwas bedrückte. Leise seufzend legte sie einen Arm um die schmale Taille ihres Mannes, schmiegte sich etwas enger an ihn. Dann stellte sie sich auf die Zehen und küsste ihn kurz. Die Zeit würde zeigen, wie es mit Samuel und allem anderen weiterging. Immerhin war es ja auch die Zeit gewesen, die sie zueinander gebracht hatte.
Über seinen Kommentar zu den beiden Grillmeistern musste sie lachen. „Wir würden den beiden schon wieder zu ihrer alten Figur helfen… zusätzliches Misten oder so hat noch keinem geschadet“, grinste sie. „Besonders Alex könnte Ciara ja bald zur Hand gehen.“ Sie schob die Gedanken, was es für den Hof bedeuten würde, wenn das Kind der Pferdepflegerin geboren würde, rasch beiseite. Noch hatten sie alle Monate Zeit, um sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass ein Säugling auf dem Hof wäre. Heute Abend hatte sie sich weiß Gott genug Sorgen um Kinder gemacht.
„Eine Wust und etwas Salat klingen verlockend. Und für dich wahrscheinlich Fleisch, habe ich recht?“, antwortete sie auf die Frage, ergriff Lawrences Hand und schlenderte gemeinsam mit ihm zu den beiden Herren am Grill.


[Lawrence | zum Grill]
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