THESE ARE THE GLORY DAYS FROM NOW UNTIL FOREVER WE'VE COME ALONG WAY AND THE ROAD IS CLEAR FOR ANOTHER HUNDRED YEARS
 
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 Wiesen und Felder

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AutorNachricht
Darian O´Donneil

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BEITRÄGE : 727
ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Sa 20 Jan 2018 - 23:23

Darian stand eine ganze Weile alleine neben dem Grill. Beobachtete das restliche Grillgut und das die Kohlen genug Hitze abgaben. Ein tiefer Atemzug erfüllte seine Lungen, nicht nur mit frischer Luft, sondern auch mit dem Geruch von gegrilltem Fleisch und Kohle. Mal wieder war er in seine eigenen Gedanken verstrickt. Gedanken über sich und das Leben und über seine Vergangenheit. Klar war für ihn immer gewesen, dass er ein gutes Leben geführt hatte, auch wenn es hier und da ein paar tiefen gab. Gedankenverloren nahm er einen tiefen Schluck aus seiner Bierflasche, hatte schon lange aufgehört zu zählen, die wie vielte es nun schon war. Etwas Melancholie schlich sich in seine Stimmung. Er versuchte sie erst gar nicht zu vertreiben, denn er wusste, dass dies nicht funktionieren würde.

Auch wenn er das Fußballspiel nicht Life verfolgt hatte, da er mit dem Grill und den Kohlen beschäftigt war und in ein Gespräch vertieft gewesen war. Jedoch, dank der Lautsprecher, hatte er durchaus das Ergebnis mit bekommen und er wusste, dass dieses Ergebnis für die Fußballer des Hofes kein glückliches Ergebnis gewesen war. Ein schmunzeln lag auf Darians Lippen, eher er noch einen Schluck von seinem Bier nahm und ein paar Kohlen nach legte.

Nun, nachdem das Fußballspiel beendet war und die Band die Bühne in Beschlag nahm und die ersten Töne erklangen, füllte sich die Wiesen wieder und hier und da kamen einige um sich etwas zu essen zu holen. Immer noch lag ein Schmunzeln auf seinen Lippen und er lauschte den Klängen der Band, hier und da wendete er das Fleisch, die Würstchen oder das Gemüse. Auch ein paar Folienkartoffeln lagen in der Glut und kochten vor sich hin. Es war ein guter Abschluss nach einem ereignisreichen Tag. Ein leichtes Schmunzeln lag auf Darians Lippen, während er den Blick schweifen ließ.

Ein Ruck ging durch Darian, ehe er den Blick zu der Person wanderte, die ihn Angesprochen hatte. Er hatte gar nicht gemerkt, wie er in die Vergangenheit abgedriftet war. Nun musste er ein paar Mal blinzeln, damit seine Augen wieder Fokussierten. Er sah in Alex´s dunkle Augen und musste sich kurz Räuspern, ehe er mit bekam, dass die Band zu Ende Gespielt hatte „Ja, es war wirklich gut.“ Meinte er auf Alex Frage. Auch wenn er nicht viel mitbekommen hatte, doch das, was er mitbekommen hatte, fand er wirklich gut. Auch wenn es nicht seine Musikrichtung war, ging es ihm kurz durch den Kopf „Und bei dir ist sonst alles okay?“ fragend sah er Alex an. Er konnte sich gut vorstellen, das einen schwangere Ciara noch anstrengender war als die normale Ciara, ging es ihm kurz durch den Kopf, ehe er Alex zuprostete und sich wieder dem Grill zu wandte, damit auch ja nichts anbrannte.

[Ergebis vom Spiel | Gedanken | Grill | Gespräch mit Alex]
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Lillian Adams
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 453
ALTER : Die "Kleine" ist schon stolze, mutige 22 Jahre alt - wie die Zeit rast!
HERKUNFT : California girls are undeniable ...
AUSBILDUNG : Lillian hat es zwar schon geschafft, sich als Reiterin in der Branche einen Namen zu machen, doch jetzt will sie auch die Ausbildung zur Vielseitigkeitstrainerin hinter sich bringen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   So 21 Jan 2018 - 9:08

Emma war wirklich eine Geschichte für sich. Lilly wusste nicht, wie es war, sich zwischen Männern hin und her gerissen zu fühlen - es hatte immer nur einzelne für sie gegeben, und die meiste Zeit war das dann auch noch Leon gewesen, sodass die Sache halt eh schnell klar gewesen war. Für Leon hätte sie alles getan. Sie wünschte Emma, dass sich die Frage klären würde; aber sie glaubte nicht, dass das an dem Mädchen lag. Vielmehr war es jetzt an den Jungs; Paddy und Noah würden sich beweisen müssen, und einer von ihnen würde sich als der Bessere herauskristallisieren. Patrick war sicherlich rein objektiv die klügere Entscheidung: immerhin war er verlässlich und freundlich, ein guter Mann; Noah dagegen war ein Wirbelwind von Geheimnissen und Emotionen - Lilly brauchte kein Psychologe sein, um zu sehen, dass der Jockey kaputter war als die meisten anderen auf diesem Hof, und sie war sich sicher, dass Emma daran zu knacken haben würde, wenn sie versuchte, ihn zu retten. Konnte man Noah überhaupt noch retten?
Sie wusste auch, dass sie Emma deswegen auch mit ihrer Geschichte nicht hatte helfen können - sie sah es in ihrem Blick, brauchte dafür keine Worte. Dennoch hatte sich durch die Erinnerungen ein warmes Gefühl in Lillys Bauch ausgebreitet, und ihr Blick flog, wie Emmas zuvor, zu Leon, der mit Johnny etwas abseits stand und sich unterhielt. Sie hatte mit ihm alles richtig gemacht, da war sie sich sicher. Leon mochte sie vielleicht regelmäßig in den Wahnsinn treiben, und er war auch nicht immer einfach; aber sie würde für ihn kämpfen, und wenn sie sich den Rest ihres Lebens aufopferte. Natürlich war es ein bisschen früh, um über Familie und Ruhestand nachzudenken (das hatte ja auch die Sache mit der vermuteten Schwangerschaft gezeigt), aber es stand nicht zur Frage, dass das auch irgendwann für das Paar auf dem Programm stand.
"Geh du mal!", sagte Lilly, und beobachtete, wie die Rothaarige herüberging zu dem jungen Westernreiter, der einen Teil ihres Herzens geklaut hatte. Sie beobachtete, wie er nervös von einem Fuß auf den anderen trat - irgendwas wichtiges würde da passieren. Lilly schüttelte den Kopf, seufzte, und trank ihr Bier in einem langen Zug aus; da würde sie bestimmt dran bleiben müssen, und es würde bestimmt noch einige Tage wie heute gebrauchen, bis Emma sich der Sache endlich sicher war. Wahrscheinlich hatte Patrick doch nicht die Eier in die Hose, um -

Noch bevor sie diesen Gedanken zu Ende denken konnte, noch bevor sie selber wusste, worauf sie mit diesem Gedanken hinaus wollte, wurde sie jäh aus ihren Gedanken gerissen, als sich von hinten ein Gewicht auf ihre Schultern und ihren Rücken legte. Sie brauchte noch nichtmal Pennys Stimme hören, bevor sie wusste, wer sie da umarmt hatte, und das breite Grinsen lag schon auf ihren Zügen, bevor Penny um die Bank herumgetreten war. "Penny!" Lilly lachte, stand auf, und schlang die Arme um ihre beste Freundin, die sie ohne zu Zögern als Schwester bezeichnet hätte. "Oh mein Gott, was machst du hier?! Warum hast du nichts gesagt?", fragte sie eindringlich, die Begeisterung offensichtlich in ihrer Stimme. Penny war da! Lilly hatte Penny seit einer Ewigkeit nicht gesehen, und so nahm sie erstmal das Bild, das sich ihr bot, in sich auf - Penny hatte sich verändert. Sie hatte ein erwachseneres Auftreten, irgendwie, und ihre Haare waren kürzer; aber in ihren Augen schimmerte immer noch der gleiche Ausdruck, den sie von früher kannte.
"Du siehst gut aus!" Dann erst bemerkte sie den Hund, der sie mit großen, dunklen Augen ansah, offensichtlich nach Aufmerksamkeit bettelnd. Mit einem Lächeln bot Lilly ihm ihre Hand an. "Und wen hast du hier mitgebracht? Von dem kleinen Schatz hast du mir ja noch gar nicht erzählt!"


{ Gedanken | Emma | Penny }
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Penelopé Russo
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 10
ALTER : Wenn ich darüber nachdenke, muss ich immer wieder feststellen, dass ich mich noch lange nicht wie 23 Jahre fühle
HERKUNFT : Wem das noch nicht aufgefallen ist, dem sei gesagt, dass ich eine waschechte Italienerin bin. Mein Heimatort ist Livorno in der Toskana.
AUSBILDUNG : Obwohl ich früher auch leidenschaftlich Western geritten bin, wenn auch mehr schlecht als recht, so hat die Dressur schon immer eine große Faszination auf mich ausgeübt.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 23 Jan 2018 - 16:41

Es war ein schier unbeschreibliches Gefühl, wenn man die beste Freundin nach so langer Zeit endlich einmal wiedersah. Eigentlich ließ es sich gar nicht richtig beschreiben, wie sich das anfühlte, so vereinnahmend war es. Penny glaubte, dass jeden Moment ihr Herz aus ihrer Brust sprang, oder, dass Lilly es schlagen hörte, so laut klopfte es. Die Aufregung pumpte Adrenalin durch ihre Adern und sie konnte nicht mehr aufhören zu grinsen. Was würde Lilly wohl sagen? Seitdem sie wusste, dass sie einen Platz an der HMS bekommen hatte, hatte sie sich Lillys Gesicht ausgemalt, wenn sie sie das erste Mal sah. Aber niemals hatte sie darüber nachgedacht, was Lilly wohl sagen würde. Da war immer nur dieser herrlich perplexe Gesichtsausdruck, dem sich die Überraschung eingeschrieben hatte.
Dann drehte sich Lilly um und anstatt des erhofften, perplexen Gesichtsausdrucks grinste sie breit und schloss Penny in eine Umarmung, die diese bereitwillig erwiderte. Es tat so gut, sich endlich wieder in den Arm nehmen zu können. Sie hatten es im vergangenen Jahr nicht wirklich geschafft, einander zu besuchen und so war es jetzt umso schöner. Der musternde Blick aus den blauen Augen legte sich auf sie und Penny verspürte das Bedürfnis, sich einmal um sich selbst zu drehen. Dabei trug sie nicht mal ein Kleid, dass ihren Körper hätte umschmeicheln können. Keck grinste sie Lilly zurück an, die ihre äußerliche Veränderung in sich aufnahm. Die kurzen Haare hatte sich Penny erst vor einigen Monaten schneiden lassen und seitdem penibel auf Skypekontakt verzichtet. Es hatte sich gelohnt, denn Lilly schien ersteinmal baff zu sein. Die Lilly, die sonst so viel redete und nie den Faden verlor. Aber neben Penny hätte wohl jede Quasselstrippe alt ausgesehen.
Bevor Lilly und Penny sich in ein Gespräch vertiefen konnten, drängte sich Sherlock dazwischen, dem Lilly bereitwillig ihre Hand hinhielt. Er schnüffelte ausgiebig, als wolle er sie dem ultimativen Geruchstest unterziehen, doch vermutlich klebte noch ein Hauch von Bella an ihrer Hand, deren Fährte der Rüde nun aufnahm. So mit Sherlock beschäftigt, ließ Penny sich Zeit mit der Beantwortung von Lillys ganzen Fragen. Beinahe jede Äußerung ihrerseits war ja eine Frage gewesen und hatte Penny nur noch breiter grinsen lassen. Ein Indiz, dass diese Überraschung gelungen war.
„Was ich hier mache? Ich wollte einmal wieder das heißeste Paar der Welt persönlich mit meiner Anwesenheit beehren.“ Sie lachte kurz auf, wobei ihre Augen leuchteten. „Nein, ich hab tatsächlich jetzt auch einen Ausbildungsplatz hier, als Dressurreiterin. Ich habe nämlich tatsächlich ein Pferd aus Indien mitgebracht.“ Schulterzuckend hob sie abwehrend die Achseln, ehe Lilly sie tadeln konnte, dass sie ihr nichts von ihrem Pferdekauf erzählt hatte. Die ambitionierte Vielseitigkeitsreiterin hätte es Penny vermutlich ohnehin ausgeredet, ein solch verwahrlostes Tier bei sich aufzunehmen. Aber was sich die Italierin einmal in den Kopf gesetzt hatte, das zog sie auch durch. „Und ich habe nichts gesagt, damit es die ultimative Überraschung für dich und deinen Lieblingsrömer wird.“ „Und für einen gewissen Halbbrasilianer…“, setzte sie in Gedanken mit einem inneren Murren hinzu. Gott sei Dank war sie Jonathan bisher nicht über den Weg gelaufen. Aber das würde sich angesichts ihrer neuen Wohnsituation sicherlich nicht mehr lange vermeiden lassen.
„Das ist Sherlock, er ist erst seit zwei Monaten bei mir. Eine Bekannte in Mailand hatte eine Hündin, auf die ich früher öfter aufgepasst habe und die hat nun Junge bekommen. Nachdem auch Odie gestorben ist, wollte ich ja erstmal keinen Hund mehr, aber dann war da dieser kleine, rote Fellball und ist mir nicht mehr von der Seite gewichen. Ich musste ihn einfach zu mir nehmen.“ Der plötzliche Tod ihrer geliebten Doggendame hatte Penny schwer getroffen und es hatte einige tränenreiche Telefonate mit Lilly gegeben, ohne dass dieser Schmerz wirklich gelindert worden wäre. Penny hatte ihre beiden Hunde über alles geliebt und sich nach Balous Tod verzweifelt an Odie geklammert. Aber nichts war für die Ewigkeit und in dem neugierigen Sherlock schien sie nun ein neues Energiebündel gefunden zu haben. „Und jetzt erzähl du: Was habe ich alles verpasst? Von wem hält man sich hier besser fern und wen sollte man mal genauer unter die Lupe nehmen?“ Sie setzte sich auf die Bank, auf der zuvor Lilly gesessen hatte und ließ den Blick schweifen. Die Lampignons erleuchteten die weitläufigen Wiesen und das warme Licht strahlte in die Nacht hinaus. Aus den Stallungen drang das Schnauben der Pferde und irgendwo knisterte ein Lagerfeuer. Penny konnte verstehen, warum Lilly diesen Ort so sehr ins Herz geschlossen hatte. Er war schon im Dunkeln wundervoll, wie mochte er da erst bei Tag sein?

{Lilly}
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Emma Carter
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 272
ALTER : Alt ist man mit 19 wohl noch lange nicht.
HERKUNFT : Sonst reist jeder nach Australien, aber eher selten nach Bunbury.
AUSBILDUNG : Viel mehr ist der Beruf der Tierärztin der Wunsch meiner Eltern, als mein eigener.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 23 Jan 2018 - 16:57

Man musste kein Menschenkenner sein, um zu bemerken, dass etwas nicht stimmte. Dafür verhielt sich Patrick einfach zu auffällig. Emma wickelte ihren Cardigan enger um sich und sah den Westernazubi abwartend und fragend zugleich an. Was war nur los mit ihm? Normalerweise war Patrick nicht um Worte verlegen, wenngleich sich von ihm nicht behaupten ließ, dass er ein Plappermaul war. Er fand normalerweise stets die richtigen Worte und die angemessene Länge, aber in dieser Situation wollte ihm das offenbar nicht recht gelingen. Dabei hatte Emma immer geglaubt, er schaffe soetwas im Schlaf…
Schließlich brachte der Ire doch noch einen Satz zustande, den Emma beinahe mit einem schnippischen „Ach wirklich?“ kommentiert hätte. Aber sie biss sich auf die Lippe und hielt sich zurück, denn ihre innere Aufgewühltheit sollte sie wohl nicht an Patrick auslassen. Auch wenn er ihr dafür gerade recht kam. Und anschließend hätte sie zu Noah gehen und ihn gegen die Wand reden sollen. Aber man konnte jemandem für empfundene Liebe wohl kaum einen Vorwurf machen.
Langsam folgte sie Patrick, der sich von dem Fest abwandte, bis sie das Geschehen hinter sich gelassen hatten, die Musik nur noch sehr leise an ihr Ohr drang und die Gespräche zu einem Hintergrundraunen verschwommen waren. Aus dem Augenwinkel hatte sie noch gesehen, wie sich ein ihr unbekanntes Mädchen Lilly genähert und sie schließlich umarmt hatte. Sie hatte die Dunkelhaarige noch nie zuvor auf dem Hof gesehen, aber Lilly schien sie zu kennen. Allerdings kam die Australierin nicht dazu, ihre Beobachtungen näher zu überdenken, denn Paddy war stehengeblieben und sie beinahe in ihn hineingerannt. „Hoppla!“, entfuhr es ihr und sie hob schützend die Arme, doch der erwartete Aufprall blieb aus. Also bemühte sie sich wieder um Fassung und beobachtete ihr Gegenüber. Der junge Mann rang sichtlich mit sich und schien nach den richtigen Worten zu suchen. Was um aller Welt bedrückte ihn denn? Wollte er den Hof verlassen? Ihretwegen? Und überlegte nun, wie er ihr das möglichst schonungslos beibrachte? Beinahe hätte sie ihn bei den Schultern gepackt und ihm gesagt, er solle endlich erzählen, was los war, doch da ergriff Patrick schon das Wort. Es war nur ihr Name und doch lief Emma ein Schauer über den Rücken, als wäre er ein Vorbote für das anstehende Gespräch. Ein mulmiges Gefühl legte sich auf sie und unwillkürlich umwickelte sie sich mit dem Cardigan fester.

Die folgenden Worte drangen wie durch eine Blase an Emmas Ohr. Sie hörte und hörte auch wieder nicht. Ihr Blick aus den Rehaugen war starr auf Patrick gerichtet, der nun betreten fortsah, ehe seine Augen sie um eine Antwort baten. Prince Charming. Nein, das war er wirklich nicht. Aber wer war das hier schon? Noah etwa, gewiss nicht. Warum dachte sie ausgerechnet jetzt an Noah?
Er hatte sich in sie verliebt – und er hatte es ihr gesagt. Hätte sie ihm um den Hals fallen sollen? Es dauerte, bis sich die Rotblonde aus ihrer Starre lösen konnte. „Ich habe mich auch in dich verliebt, Paddy.“ Ihre Stimme war nicht mehr als ein Flüstern, das der Wind liebend gern davontrug. Aber sie war da. Wie die Tatsache, dass Emma wirklich so empfand, wie sie nun endgültig feststellte. Da war Patrick – er war immer dort gewesen. Und sie hatte das offensichtlichste nicht erkannt. Selbst überwältigt von ihren Worten, war sie noch immer nicht fähig sich zu rühren. Blickte stattdessen Paddy an – abwartend, suchend. Was würde das für ihre Zukunft bedeuten?

{Patrick}
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Leonardo Fabbri
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ALTER : IN DER BLÜTE DES LEBENS IST MAN DOCH MIT 24
HERKUNFT : DIE MENSCHHEIT HAT NUR EINEN URSPRUNG, DAS IST KLAR. DER LIEGT IN ROM AUCH DAS IST WAHR.
BERUF : VON UNTEN NACH GANZ OBEN: ALS PROFIFUSSBALLER LÄSST ES SICH DURCHAUS LEBEN.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 23 Jan 2018 - 17:19

Zu behaupten, dass Leon und Johnny Tratschtanten – oder ihrem Fall –onkel – waren, war eine glatte Übertreibung. Natürlich amüsierten sie sich gerne gemeinsam darüber, was die Boulevardblätter so über Leon schrieben, oder unterhielten sich manchmal auch darüber, wer gerade mit wem ging, aber mehr auch nicht. Dennoch erzählten sie einander von ihren Beziehungen und davon, dass es Probleme gab. Auch wenn es nur halbwegs offiziell gewesen war, hatte Leon von Anfang an von Johnnys und Sophies Verhältnis gewusst und er sah seinem besten Freund nun an, dass ihn der Abschied von der Blondine mehr mitnahm, als er zugeben wollte. Mit den Jahren lernte man die Menschen eben zu lesen und Johnny war für Leon langsam wie ein offenes Buch. Sie konnte gegenseitig ihre Masken durchschauen und würden es vermutlich noch für den Rest ihres Lebens können. Hieß es nicht, dass die Freundschaften, die man im Studentenalter pflegte, ein Leben lang hielten? Bei Johnny hatte Leon da wenig Zweifel. Sie hatten bereits mehrmals bewiesen, dass ihre Freundschaft sowohl räumliche, als auch persönliche Differenzen überstehen konnte.
Umso mehr war Leon nun bemüht, seinen besten Freund vom Trübsal blasen abzuhalten, auch wenn dem Halbbrasilianer das sichtlich nicht leicht fiel. Hatte er etwa begonnen mehr für Sophie zu empfinden? Der Römer ahnte, dass dies nicht der geeignete Zeitpunkt war, um eine solche Frage zu stellen und ließ es so auch bleiben. Manches besprach man besser in aller Ruhe. Zuvor schien das Fußballspiel am Abend ohnehin ein besseres Ablenkungsmanöver zu sein, denn Johnny zog Leon mindestens so gerne auf wie dieser ihn. Mit einem Schluck Bier und einem Lächeln tat Leon die Blamage des Endergebnisses ab. „Bei einem Team voller Luschen ja, aber nicht mit einem Team voller Luschen. Ich kann nicht die ganze Arbeit alleine machen, dafür bin ich nun wirklich zu alt und weise.“ Er zwinkerte dem Dunkelhaarigen mit schalkhaften Augen zu. Auch wenn er aktuell sportlich nicht in seiner Topform war, war er von Altersschwäche noch meilenweit entfernt. Genauso von Weisheit – stoische Geduldsamkeit war bei Weitem keine von Leons Stärken. Sein Freund würde diese Anspielung sicher entlarven. Genauso wie Lilly. Kurz schwiff sein Blick zurück zu der Kalifornierin, die er mit Emma bei den Bierbänken gelassen hatte. Doch statt der rotblonden Australierin stand dort nun jemand anderes. Eine ihm wohlbekannte Silhouette. Penny? War das möglich? Irritiert blinzelte er, einmal, zweimal, dann drehte sich die kleine Frau um und Leon erkannte, die Italierin, die dort in Gelächter ausbrach. „Was um alles in der Welt-?“, rasch drehte er sich wieder zu Johnny. Er musste seinen besten Freund nun beschäftigen, ablenken, irgendwas. Wenn Johnny und Penny einander erkannten, dann war es wohl vorbei mit dem entspannten Abend. Andererseits befürchtete Leon fast, dass Penny bei ihnen einziehen würde, nachdem Ava vor einigen Wochen ihr Zimmer geräumt hatte. Und Lilly würde es sicherlich nicht zulassen, dass ihre einstige Zimmergenossin nun in ein anderes Cottage zog. Das Drama würde also perfekt sein!
„Immerhin stand ich nicht den ganzen Abend tatenlos herum.“, entgegnete er Jonathan – wahnsinnig einfallsreich. Und sicherlich auch nicht die beste Methode, um den besten Kumpel von einer verflossenen Affäre abzulenken. Sie hatte ja noch an diesem Abend ihre Sachen gepackt, unnötig rumgestanden hatte Johnny bestimmt nicht. Aber Pennys plötzliches Auftauchen hatte tatsächlich auch den Römer aus der Fassung gebracht. Warum hatte sie sich auch nicht ankündigen können? Dann hätte er Johnny darauf vorbereitet. So würde alles noch in einem Desaster enden!

{Jonathan}
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Patrick Murray
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 366
ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 23 Jan 2018 - 22:01

Im ersten Moment war sich Patrick nicht sicher, ob Emma tatsächlich das gesagt hatte, was er glaubte zu hören. Sein Herz trommelte in seinen Ohren, schneller und lauter als je zuvor und seine Hände waren kalt und feucht wie die eines Schuljungen, der zum ersten Mal Händchen halten wollte. Wahrscheinlich hatte er sich verhört – er musste sich einfach verhört haben, es konnte nicht sein, unmöglich. Er hatte nicht so viel Glück. Das passte nicht zu seinem Leben.
Und doch schlich sich mit einem Mal ein Lächeln in sein Gesicht, überzog es von einer Seite bis zur anderen und die Wärme, fast Hitze, die sich nun in seinem Körper ausbreitete, war überwältigend. Sie drängte sogar die leise Stimme zurück, die sich flüsternd meldete und sagte, dass sie nicht gesagt hatte, dass sie nur in ihn verliebt war. Er hatte ihr offenbart, dass es im Moment und vielleicht auch für die nächste Zeit keine andere geben würde. Sie hingegen hatte dieses Geständnis nicht gemacht. Doch in diesem Moment wollte er nicht darüber nachdenken. In seinem Kopf war kein Platz für diese Gedanken, weil er Emma ansehen und anlächeln musste. Verliebt sein und Dummheit gingen wahrlich Hand in Hand.
Zärtlich hob er seine Hand und strich Emma eine Haarsträhne aus der Stirn, überbrückte die Distanz zu ihr mit einem kleinen Schritt. Sie war wunderschön, selbst so überrascht und so verletzlich. Es war, als müsse er sie beschützen, als könne er, wenn er bei ihr alles richtig machen würde, alles wieder gut machen, was er zuvor falsch gemacht hatte. Und er wollte alles richtig machen
Sanft fuhr sein von der Stallarbeit rauer Daumen über ihre Wange. Er hätte sie am liebsten geküsst, doch dann wären sie nur wieder an dem Punkt, an dem sie zuvor gewesen waren. Doch wie konnte er ihr sagen, dass er eine Beziehung wollte, ohne dass er klang wie der berühmte Zettel mit den drei Kästchen?
„Ich möchte mehr sein, als nur ein guter Freund sein. Mehr als nur ein Liebhaber. Und ich hoffe so sehr, dass du das gleiche willst“, flüsterte er, die Stimme noch immer rau.


[Emma]
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Camille Breaker
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 652
ALTER : Ich zähle die Jahre, seit ich auf der Erde wandle, bis jetzt sind es 23 Jahre.
HERKUNFT : Geboren und Aufgewachsen im schönen Long Beach in LA, in den schönen USA.
AUSBILDUNG : Man glaubt es kaum und im Fußball muss man sich gegen ziemlich viele Vorurteile der männlichen Kameraden wehren.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 31 Jan 2018 - 19:48

Nachdem das Turnier beendet war, hatte sich Mille kurz in ihre Cottage zurück gezogen. Sie hatte sich kurz geduscht und etwas anderes Angezogen. Nun trug sie nicht mehr ihre übliche Fußball-Outfit sondern eine lässige Stoffhose, was normaler weiße nicht ihr Style war, dazu trug sie ein Top und eine lockere Mintfarbene Tunika. Für die Milden Temperaturen fand sie dieses Outfit durchaus passend. Sie trug ganz normale schlichte Turnschuhe dazu. Sie beäugte sich nochmals kurz im Spiegel und verließ das Cottage dann wieder.

Sie Atmete tief durch und sah sich dann kurz um, ehe sie sich zum Kuchen und Bowle stand durchschlug. Sie nahm gleich zwei Gläser. Das eine trank sie gleich in einem Zug lehr, das andere wollte sie mit an den Biertisch nehmen wo sie erst einmal in Ruhe essen wollte. Sie begrüßte Josy, die Tierärztin auf dem Hof und besah sich dann die Kuchenauswahl. Sie nahm sich eine Donauwelle, ein Stück Apfelkuchen und zwei Muffins. Josy sagte nichts dazu, nickte dann nur anerkennend. Mille war das ganz recht, nachdem Fußballspiel war sie irgendwie schlecht gelaunt. Sie bedankte sich bei der Tierärztin und suchte sich dann einen freien Platz an der Biergarnitur.

Mille brauchte nicht lange, um einen Platz zu finden. Sie ließ sich auf ihren freien Platz plumpsen und war froh, erst mal nicht von irgendwem angequatscht zu werden. In Ruhe aß sie ihre Kuchen und die Muffins und genehmigte sich noch ein paar Gläser Bowle.  Leicht begann sich ihr der Kopf zu drehen und sie wurde das Gefühl nicht los, das Josy irgendwas nicht ganz Legales in die Bowle getan hatte. Mille schüttelte leicht den Kopf und ließ den Blick etwas schweifen. Auch wenn sie hier und da bekannte Gesichter war nahm und diese auch grüßte, bekam sie nicht wirklich etwas von ihrer Umgebung mit.

[zieht sich um | Kuchen & Bowle | Gedanken]
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Lucía Gonzales
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 19
ALTER : Ich bin 22 Jahre alt und habe am 01. Juni Geburtstag.
HERKUNFT : Mexiko ist mein Heimatland und mein Leben habe ich bis jetzt in der Nähe von Tijuana verbracht.
AUSBILDUNG : Da mein Vater schon Jockey war, lasse ich mich hier zur Jockette ausbilden.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 13 Feb 2018 - 18:04


Etwas orientierungslos bewegte sich Lucía über die Wiese, Muffin trottete wie der entspannteste Hunde der Welt an der Leine hinter ihr her. Ab und an hörte man mal ein dumpfes Wuffen des Hundes, wenn ihm irgendwas nicht passte. Vielleicht wollte er sich aber auch einfach nur mitteilen. Die Mexikanerin war sich da häufig nicht so wirklich sicher, vielleicht vermenschlichte sie den Rüden aber auch einfach nur.
Lucy hatte sie irgendwie bei dem Versuch vom Fußballplatz zur Wiese zu kommen, in den Menge verloren. Zuschauer und Fußballspieler waren wie eine unkoordinierte Herde ohne Führung in der Gegend rum gelaufen - und schwupp, weg war sie gewesen. Aber die Latina hoffte darauf, ihre Freundin demnächst irgendwo wieder zu finden, wo es Alkohol gab.

Ein Ruck an ihrer Hand brachte sie zum Stehen. "Muffin, was machst du da?!" Genervt drehte sie sich zu ihrem Hund um. Der starrte mit hocherhobener Nase in Richtung Grill... War ja klar. Verfressenes Vieh!
"Na gut, ab zum Grill..., murmelte Lucía und folgte dem zerrenden Hund zu dem, was er so begehrte. Ihr Ausbilder Alex Salas und der Westernausbilder - wie auch immer sein Name - war, standen dort herum und unterhielten sich. Ob sie das unterbrechen sollte? Naja, es ging schließlich um einen Notfall. Ein fetter Rottweiler drohte zu verhungern!
"Hi, mein Hund sagt, hier gibt es gut riechende Steaks. Sind die schon so weit? Ich will dann auch nicht weiter stören.", blubberte es so aus ihr heraus. Sogar erstaunlich freundlich und zurückhaltend. Gelegentlich war es ihr schlichtweg egal, ob jemand sie für unhöflich hielt. Wahrscheinlich lag es mit daran, dass sie mit ihrem Ausbilder noch eine ganze Weile klarkommen musste.

Wiese xx Muffin xx Grill xx sorry, fürs einfach so anspielen Wink
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Liùsaidh Drummond
1. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 20
ALTER : I am only 18 years of age, but in my head I am much older than that.
HERKUNFT : Born and raised in Thurso, I am a true Scottish Highlander.
AUSBILDUNG : I am to be taught in the arts of football to hopefully become a professional one day.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 13 Feb 2018 - 22:12

Liusaidh war bei weitem kein antisozialer Mensch, eher im Gegenteil: keine Menschenmenge war ihr zu groß, und für sie gab es nie zu viel Trubel. Natürlich war sie eine Festivalgängerin - wenn es das Geld einmal zuließe - und auch sonst liebte sie Orte wie Marktplätze, auf denen es nur so von anderen Leuten wimmelte. Doch selbst diese Liebe konnte in einer Überdosis enden.
So war es heute: den ganzen Tag Programm und Friede-Freude-Eierkuchen, dass einem völlig übel wurde. Klar, man führte solche Veranstaltungen nicht allein wegen der Bespaßung der Hofbewohner durch, es ging um noch mehr als das. Wertschätzung? Nein, das wohl nicht - okay, vielleicht auch, aber eher unterbewusst. Manche dachten wohl, es würde der Gemeinschaft gut tun, der Atmosphäre und dem Zusammenhalt der Hofbewohner.
Zumindest konnten sich alle ausnahmsweise für einen Tag so verhalten, als verstünden sie sich blendend. In der Regel war das natürlich eine Utopie, das Wunschdenken der Lehrerschaft. Aber wer war Lucy, sich dauerhaft darüber aufzuregen, letzten Endes hatte es ohnehin keinen Sinn. Also musste sie sich einblenden und das ganze so hinnehmen, wie es nun einmal war.
So kam es, dass sie, Haggis im Schlepptau, über die Wiesen schlenderte, auf der die gesamte Bevölkerung der Heaven Meadows Stables versammelt hatte. Die meisten Gesichter kannte Liusaidh, konnte ihnen allerdings keinen Namen zuordnen. Deshalb marschierte sie geradewegs auf eine der wenigen Personen zu, die ihr vertraut waren: Camille. Die beiden verstanden sich gut, vielleicht auch nur, weil sie mussten, schließlich waren sie in einer Mannschaft, doch dass aus den beiden jemals eine enge Freundschaft enstehen könnte, war unwahrscheinlich.
Liusaidh setzte sich also mit ihrer Coladose in der Hand - Himmel, wieso hatte sie sich nichts alkoholisches geholt? Stimmt, amerikanische Gesetze - auf den leeren Platz neben ihrer Mannschaftskameradin. Direkt begann Liusaidh zu sprechen, denn sie hasste Schweigen.
"Hey, na, wie war das Spiel gegen die vermeintlichen Fußballstars?", fragte die Schottin neckisch und schelmisch grinsend. Nie im Leben hätte sie sich dazu überwunden, dort mitzuspielen. Sie wäre wohl vollständig eskaliert.
Während sie einen Schluck aus ihrer Dose nahm, legte sich Haggis zu ihren Füßen hin und winselte gelangweilt. Lucy bückte sich zu ihm hinunter und strich ihm einmal über das lange, seidige Fell, bevor sie die Coladose vollständig entleerte und neben sich auf die Bank stellte. Abwesend betrachtete sie nun das Treiben um sie herum.
{läuft über Wiesen # CAMILLE}
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Isaac Haber

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BEITRÄGE : 731
ALTER :
JUNG GENUG, UM WIE 26 AUSZUSEHEN.

HERKUNFT : DAS, WAS EINER HEIMAT AM NÄHSTEN KÄME, IST UND BLEIBT LONDON IM LAND DER QUEEN.
BERUF : ALS BEREITER NEIGT MAN BEINAHE DAZU, GRAUE HAARE ZU BEKOMMEN.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 15 Feb 2018 - 20:23

Ärzte hatten es nicht leicht mit Sportlern, die so erfolgsbesessen waren, das sie nicht mehr auf die Signale ihres eigenen Körpers hörten. Isaac hatte schon vor vielen Jahren begonnen, nichts mehr auf ein Ziehen zu geben, sich keine Gedanken mehr um Krämpfe gemacht und akzeptiert, dass Blessuren eben zum Sport dazugehörten. Wenn man ihn richtig betrieb. Ja, eigentlich war er sogar der Meinung, dass man einen Sport nur dann richtig ausübte, wenn man regelmäßig Schmerzen davon hatte. Sei dies nun Muskelkater oder etwas anderes. Demzufolge war auch sein lädiertes Knie nur das Ergebnis eines sportlichen Abends, bei dem er sich doch mehr reingehängt hatte, als er eigentlich gewollt hatte. Aber so war das nunmal auf einem Hof wie diesem, wo eben nicht jeder sein Ding machte, sondern man irgendwie noch mit den anderen leben und auskommen musste. Vor allem mit seinen Chefs, die nahezu rund um die Uhr zur Stelle waren, wenn auch nicht immer unmittelbar. Aber theoretisch. Im Nachhinein war das Fußballspiel vielleicht nicht die beste Idee gewesen, aber das lag auch nur an Ackles und seiner Unkoordiniertheit. Andererseits machte Isaac dem Doktor aber auch keinen großen Vorwurf. Es war einfach irgendwie blöd gelaufen und Christian war eigentlich auch ok. Er hatte ihm schon oft genug die ein oder andere Blockade gelöst.
Das Bier in seiner Hand war schon fast leer und er spürte das Pochen im Knie immer noch. Warum betäubte der Alkohol das nicht langsam mal? Vermutlich weil die Amis noch harmloseres Bier brauten als die Briten... Er seuftzte und rieb sich über das Knie, doch das Pochen wollte nicht aufhören. Als sich Noah zu ihm setzte, zog er schnell die Hand von der schmerzenden Stelle und war froh, sich mit seinem kleinen Bruder ablenken zu können.
Inzwischen hatte Isaac sich daran gewöhnt, dass Noah nun irgendwie sein Bruder war. Das Wort kam ihm zwar noch nicht über die Lippen, aber er hatte es akzeptiert. Schließlich hätte es ihn auch schlimmer treffen können und sein vermeintlicher Bruder wäre ein hässlicher, fettleibiger Arbeitsloser ohne Modebewusstsein gewesen. Doch dem war glücklicherweise nicht so. Bevor er aber mit seinem eigentlichen Interessensgegenstand, was da nun eigentlich zwischen Noah und Emma lief, weiter in die Tiefe gehen konnte, blockte dieser schon ab und lenkte das Gespräch auf sein Knie. Isaac rollte die Augen und nahm einen Schuck Bier. War es heutzutage peinlich seinem großen Bruder von Frauen zu erzählen? Der Bereiter wollte nicht weiter darüber nachdenken, sah den Jockeyazubi aber tadelnd mit hochgezogener Augenbraue an, als dieser ihn auf sein Knie ansprach. "Komm runter, Kleiner, mir geht's bestens. Weiß gar nicht, warum alle tun, als wäre ich Kriegsveteran." Eine glatte Lüge. Wenn er jetzt sein Bein durchstreckte, würde es vermutlich richtig brennen. Aber vorerst musste er sich auch nicht von dieser Bank wegbewegen, also konnte er sich nachher noch Gedanken machen, wie er heute ins Bett kam. Shana hatte er seit dem Spiel nicht mehr gesehen und ihr bestürztes Gesicht wollte er eigentlich auch nicht wieder tagelang ertragen, so wie nach seinem Sturz von Willow vor - vor viel zu langer Zeit.
Er prostete Noah zu, blickte aus dem Augenwinkel immer wieder zu dem Jüngeren. So gut konnte der gebürtiges Portugiese seine Neugierde dann doch nicht verbergen. Aber er hielt immerhin 'den rand' wie Noah es ausgedrückt hatte. Auch wenn es ihm sichtlich schwerfiel. Offenbar hatte das Modelbusiness und sein Hang zu Tratschgeschichten den Älteren doch mehr beeinflusst als er zugeben würde.
{Noah}
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Shana McCormick
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ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 16 Feb 2018 - 14:50

Zum Glück war diese Farce beendet. Shana wusset selbst nicht genau, warum sie sich dazu bereit erklärt hatte, bei dieser Band mitzumachen. Vielleicht hatte sie nicht sowieso schon genug mit 3 Pferden, einem Hund und einem geheimen festen Freund zu tun – ja, das musste es sein. Na, aber wenigstens war das jetzt Geschichte. Ihre Geige war sowieso selten zum Einsatz gekommen und so hatte sie sich schon etwas früher davonstehlen können. Nachdem sie Chenoa aus dem Cottage geholt hatte und sich ein kühles Getränk besorgt hatte, stand sie etwas orientierungslos auf der großen Wiese.
Sie entdeckte Isaac bei Noah… Die Sache mit Noah hatte für ganz schön viel Wirbel gesorgt. Sie wusste um Isaacs Kindheit und dass er sehr früh sehr viel herumgereicht wurde bis er zu den Habers kam. Aber nie hätte sie damit gerechnet, dass irgendwann sein Bruder aufkreuzte. Geschweige denn, ausgerechnet hier. Sie wusste auch nicht genau, ob sie das störte oder nicht. Manchmal hatte sie das Gefühl, das ganze lenkte ihn ab. Nie hatte sie ihn darauf angesprochen, vielleicht irrte sie ja auch. Aber einem teil von ihr passte es eben nicht, wenn er sich nicht voll und ganz ihr widmete, wenn sie denn mal Zeit zu zweit verbrachten. Es war natürlich auch gut möglich, dass eins seiner Pferde ihm Gedanken machte. Zu gern würde sie manchmal einfach in seinen Kopf blicken können. Aber wenn sie eins mit den Jahren gelernt hatte: Es lohnte sich nicht, irgendetwas aus Isaac herausquetschen zu wollen. Generell war es nicht die beste Idee, ihm irgendwas aufzwingen zu wollen. Und eigentlich war es ihr auch nicht wichtig genug. Wenn er wollte, sollte er es ihr erzählen. Wenn nicht, gab sie ihm die Freiheit, es nicht zu tun. Das war genau das, was sie von ihm auch erwarten würde.

Gedankenverloren schlenderte sie zu einem etwas abgelegenen Tisch mit Bänken. Ihre Malamuthündin dackelte artig hinter ihr her, steckte ab und an mal die Nase ins Gras und sah sich um. Die Schottin stellte ihr Getränk ab und setzte, dass sie das gesamte Gelände noch überblicken könnte und den Tisch im Rücken hätte. Sanfte Sonnenstrahlen beleuchteten alles und fielen spielerisch auf ihre helle Haut, die auch im Sommer einfach nicht wirklich dunkler werden wollte. Kurz schloss sie die Augen. Frühling in Kalifornien war so anders als in Schottland. Und trotzdem war es eine der schönsten Jahreszeiten, wenn alles zu neuem Leben erwachte nach einem langen, oder hier eher kurzen Winterschlaf.

Band spielt zuende xx Gedanken xx Bank
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Krisztiná Rádvanyi
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ALTER : Mit gerade mal 21 Jahren stehe ich noch am Anfang meiner Ausbildung.
HERKUNFT : Ich bin ein waschechtes Pferdemädchen aus der ungarischen Puszta.
AUSBILDUNG : Ich befinde mich zurzeit in einer Ausbildung zur Bereiterin in den englischen Disziplinen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Sa 17 Feb 2018 - 0:04

Ihr Haar war noch etwas durchnässt, als sie sich wieder auf den Weg zurück zu den anderen machte. Mit ihren Händen drückte sie noch einmal das überschüssige Wasser heraus, ehe sie ihre Frisur am Ansatz etwas auflockerte. Ein Seufzen entwich der Ungarin, während sie über den Hof schritt. Ehrlich gesagt wusste sie nicht, was sie von solchen Gemeinschaftsveranstaltungen halten sollte. Krisztina war kein Mensch, der von Grund auf antisozial war und die Anwesenheit anderer Menschen generell verabscheute. Die Sache war die: Ihr fiel es schwer, sich in Gruppen zu integrieren. Oder eher, andere integrierten sie nicht unbedingt. Sie war freundlich und zuvorkommend wie hilfsbereit, trotzdem hatte sie nicht das Gefühl, dass sich irgendwer sonderlich darum bemühte, mit ihr Kontakt aufzubauen oder gar Freundschaft zu knüpfen. War sie nicht 'cool' genug? Musste sie beginnen, sich in Alkohol zu ertränken oder sich regelmäßig in die nächstbeste Romanze zu stürzen? Das war nicht sie.
Kurz gesagt, sie fühlte sich einsam; beinahe schon dauerhaft. Als Borderliner vermochte sie auch nicht unbedingt, damit umzugehen, nein, sie verschloss sich - was natürlich in noch mehr Einsamkeit resultierte.
Zum ersten Mal seit einer Weile war ihr überhaupt nicht nach Tagträumen zumute und Krisztina wusste, sie müsste ihrem Therapeuten bald wieder einen Besuch abstatten. Und das, obwohl sie eigentlich dachte, hier unter all den anderen Pferdemenschen Anschluss zu finden. Wunschdenken.

Krisztina zögerte, als sie an der großen Wiese stand. Überall hatten sich Grüppchen gebildet - die üblichen, natürlich - und das ganze wirkte eher abweisend auf sie als alles andere. Kurz dachte sie darüber nach, umzudrehen und in den Stall zu gehen, doch sie konnte sich nicht einfach verziehen, immerhin war dies eine Pflichtveranstaltung. Also stapfte sie missmutig ins Getümmel.
Schon bald fand sie eine freie Bank, oder besser gesagt eine, auf der eine einzige Person saß. Krisztina erkannte Luke, der zuvor beim Fußballspiel in ihrem Team gewesen war. Erleichtert über die Bekanntheit des männlichen Gesichtes, ließ sie sich in einigem Abstand neben ihm nieder. Sollte sie eine Unterhaltung starten? Über was sollten sie reden? Himmel, sie konnten sich doch nicht nur über Fußball unterhalten. Gott, sie war wahnsinnig schlecht darin, Gespräche zu beginnen. Mit zusammengpressten Lippen saß sie also neben Luke und wartete darauf, bis er die Initiative ergriff, sich mit ihr zu unterhalten.
{auf dem Weg zur Wiese # findet LUKE # traut sich nicht, Konversation zu beginnen}
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Nancy McReynolds
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ALTER : The young Mistress is 19 years old right now, but has yet to live her whole life.
HERKUNFT : Born and raised in the scottish Highlands, the young lady is a nature-loving person.
AUSBILDUNG : She's trained to be a professional dressage rider to fill in her sister's footsteps.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Sa 17 Feb 2018 - 0:26

Reiterspiele, Fußballspiele, Bands - Gott, was war nur in die McKinleys gefahren? Wieso mussten sie immer und immer wieder versuchen, das absolut nicht vorhandene Gemeinschaftsgefühl ihrer Auszubildenden zu stärken? Die Kluften zwischen ihnen hätten kaum größer sein können. Grüppchen hatten sich schließlich bereits gebildet, und zugegebenermaßen war Nancy froh, keiner von ihnen anzugehören. Treue war eine Tugend, die heutzutage wohl überbewertet wurde - nicht nur in Beziehungen, auch in Freundschaften! Leider wusste Nancy ganz genau, wie sich der Schmerz des Vertrauensbruches anfühlte, hatten ihr ihre früheren Freunde doch aus unerklärlichen Gründen den Rücken gekehrt. Anfangs war die Schottin zutiefst verletzt und fühlte sich einsam und verlassen. Doch schon bald merkte sie, dass sie gar keine Zeit für solche Dinge hatte, oder keinen Nerv.
Seit sie hier bei den Heaven Meadows Stables war, hatte sie diese Gedanken wieder und wieder in ihrem Kopf abgespielt. Nach einer Wiele war sie zu dem Entschluss gekommen, dass diese Aussagen ein Hirngespinst ihrer Eltern waren, das sie Geschickt in Nancys Kopf implantiert hatten. Wenn sie darüber nachdachte, stellte sie auch fest, wie viel Druck ihre Eltern auf sie ausgeübt hatten und auch, wie sehr sie von ihnen manipuliert worden war. Sie musste so gut werden wie ihre Schwester; etwas, das angesichts der Weltrangliste nur sehr schwer zu übertreffen war. Felicity einzuholen war schier unmöglich; auch wenn Nancy mehr als nur ein wenig talentiert war - ihre Schwester hatte eine verdammte Gabe. Die Gabe, das Pferd zu lesen und mit ihm unsichtbar zu kommunizieren. Dazu war sie natürlich auch eine wahnsinnig gute Reiterin, doch diese Bindung zu ihrem Pferd war das, was sie schier unschlagbar und unantastbar machte.
Nancy war selbstverständlich auch eine überdurchschnittlich talentierte Reiterin. Doch für den Erfolg fehlte ihr die Einfühlsamkeit ihrer Schwester, und die junge Schottin wurde den Gedanken nicht los, dass sie auch das ihren Eltern zu verdanken hatte. Unter all dem Druck drohte sie schließlich, einzubrechen, doch das durfte sie sich niemals anmerken lassen. Schwäche sahen ihre Eltern nicht gerne.

Doch ihre Eltern waren nicht hier. Nancy war ihren eigenen Weg gegangen, hatte die Entscheidung, eine Ausbildung bei den Heaven Meadows Stables zu beginnen, selbst getroffen. Und auch wenn es manchmal nicht so schien, sie war mehr als nur glücklich über diese Entscheidung.
Außer an Tagen wie diesen. Mit ihrer Limoflasche in der Hand wich sie den anderen Auszubildenden aus, während sie nach einem freien Platz suchte. Diesen fand sie auch recht schnell - neben Shana McCormick. Ihre Landsfrau war ein ähnlich harter und unnahbarer Brocken wie Nancy selbst, stoisch und wortgewandt wie wahre Schotten. Eigentlich hätte Nancy die Anwesenheit der Bereiterazubine am liebsten gemieden, doch angesichts der anderen Optionen, die sie hatte, wie stundenlang orientierungslos über die Wiese manövrieren, war Shana das kleinere übel. So ließ sich die zierliche Schottin neben dem Glasgower Mädchen nieder.
In Gedanken an die vorangegangenen Stunden ließ Nancy es sich natürlich nicht entgehen, einen neckenden Kommentar im Bezug auf Shanas Teilnahme am Spaßprogramm abzugeben. "Glückwunsch zu deinem dritten Platz bei den Reiterspielen." Die Konkurrenz war auch wahnsinnig hart. Innerlich musste Nancy ein wenig lachen. Ciara hatte das Ding gewonnen, und Shanas osteuropäische Mitazubine hatte sie wegen zwei Sekunden geschlagen.
Persönlich hielt Nancy wenig von diesen sogenannten Reiterspielen. Es erinnerte sie ein wenig an ihre Kindheit in Fort William, wo sie mit ihrem kleinen Highland Pony an Gymkhanaspielen teilgenommen hatte. Wie gesagt, KINDHEIT. Das war mindestens neun Jahre her. Aus dem Alter, sich in lächerlichen Geschicklichkeitsparcours mit anderen messen zu müssen, war sie bereits lange heraus. Reiter mit Niveau taten dies schließlich im Dressurviereck.
{In Gedanken # SHANA # gibt Kommentar ab}
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Dean Morris

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ALTER : He's young and pretty 28 YEARS OLD.

HERKUNFT : Dean's a BRITON through and through.

BERUF : He's to become the HORSE COACH of the HMS.


BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 19 Feb 2018 - 8:11

Manchmal ertappte Dean sich dabei, dass er versuchte, die Gefühle zu unterdrücken, die in ihm hochkamen, wenn er James ansah. Er musste sich ermahnen, dass das nicht okay war, und sich daran erinnern, dass er hier fernab von seiner Familie war, damit er endlich er selbst sein konnte, und eben nicht mehr seine Gefühle verstecken musste. Doch das war leichter gesagt als getan: alte Muster waren schwer in den Sand zu setzen, und Deans übliches Muster war zuvor stets die Heteronormativität gewesen. Es war schwierig, dem zu entkommen, ganz egal, wie sehr er es wollte; es spielte auch keine Rolle, dass er wusste, dass es hier niemanden geben würde, der ihn für seine Sexualität verurteilte, zumindest nicht nach außen hin - und erstrecht würde niemand ihn dafür vermöbeln. Wahrscheinlich.
Dieses Wahrscheinlich würde vermutlich für immer bei ihm bleiben.
Doch Dean sollte da nicht zu viel drüber nachdenken, vor allem nicht jetzt - er wollte immerhin keine schlechte Laune verbreiten, sondern den Abend mit James genießen. James hatte mittlerweile wieder etwas Farbe im Gesicht, und auch, wenn Dean ihm immernoch am Liebsten eine Hühnerbrühe kochen würde (was er definitiv nur aus der Tüte konnte), schien es ihm wieder deutlich besser zu gehen. Und dieses Lächeln, welches er Dean schenkte? Dafür würde er womöglich alles tun. Der Blonde konnte nicht anders, als zurückzulächeln, und wie immer hing er an den Lippen des Älteren, sog jede Reaktion in sich auf wie ein Schwamm; von James konnte er nicht genug bekommen.

James' Vorschlag brachte Dean jedoch ein wenig aus dem Konzept - auf eine gute Art. James schien sich von der Masse abkapseln zu wollen; warum nur? Die Bilder, die in Dean aufkamen, hätten ihn wohl unter anderen Umständen unsicher werden lassen, aber heute war er vollgefuttert und nach dem "Nickerchen" am frühen Abend selbstbewusst und seiner Sache sicher. So wurde aus seinem freundlichen Lächeln schnell ein schiefes Grinsen, das den Schalk nicht verstecken konnte, der Dean so eben geritten hatte.
"Willst du mich ganz für dich allein, he?", fragte er, mit einem offensichtlichen Lachen in der Stimme. "Was hast du nur wieder vor?" Im gleichen Moment drehte er sich aber auch Richtung Getränkestand, lud James ein, mit ihm zu kommen - denn ganz egal, wie willensstark er war, er konnte und wollte James gar nicht widerstehen.


{ Gespräch mit James }
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Shana McCormick
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ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 19 Feb 2018 - 19:37

Der Blick der hellblauen Augen wanderte über die Wiese, glitt über die vielen bekannten Gesichter. Viele von ihnen konnte sie nicht besonders gut ausstehen, nur wenige respektierte sie für das, was sie waren, wie sie waren und was sie erreicht hatten. Und noch weniger mochte sie wirklich. Eine Person, der Kategorie 2 marschierte geradewegs in ihre Richtung. Chenoa sprang schwanzwedelnd auf und stemmte sich in die Leine. Dieser Hund war das komplette Gegenteil von ihr, freute sich wirklich über jeden.
Doch Nancy konnte sie zumindest tolerieren. Sie war schließlich auch Schottin, da musste man allein der Herkunft wegen zusammen halten. Außerdem war sie so ziemlich genauso unausstehlich und abweisend wie Shana selbst – das machte sie fast sympathisch. Nur, dass Shana sie für die Kategorie Dressurreiter hielt, die zu stolz für jegliche andere Arbeit mit Pferden war. So wie diese Reiterspiele, die ihr, so musste sie zugeben, tatsächlich ein wenig Spaß gemacht hatten. Ein wenig Kind gestand sie sich eben immer noch zu, auch mit Anfang Zwanzig noch. Ganz früher hatte sie das ab und an mit ihrem Pony machen dürfen, doch nachdem sie auf die größeren Pferde und schließlich auf ihre jetzigen Beiden umgesattelt war, war ihr dieser Spaß verwehrt geblieben.
“Ich will nicht sagen, dass ich damit zufrieden bin, aber es war ok. Außerdem kann ja nicht jeder so ein stoisch gelassenes Vieh haben wie Ciara. Ich habe auch noch anderes zu tun, als mich auf sowas vorzubereiten.“, antwortete sie, wobei der Ton als sie auf Ciara zu sprechen kam, eine gehässige Note bekam. Sie mochte Ciara nicht nur nicht, sie konnte sie auf den Tod nicht ausstehen. Isaac verstand sich aus unerfindlichen Gründen ziemlich gut mit ihr, was ihr ein Dorn im Auge war. Wie jemand wie Alex mit so einer auch noch ein Kind zeugen konnte, war ihr absolut unerklärlich.
“Deine fehlende Konkurrenz war wohl deiner Schulpferdelosigkeit geschuldet? Oder hattest du Angst, dass du dich über den Cavaletti nicht halten kannst?“ Wie du mir, so ich dir… Es war wohl die ewige Neckerei der Dressurreiter. Damit musste man eben rechnen, aber Shana war sich sicher, dass Nancy damit umgehen konnte. Wirklich ernst meinte sie es schließlich auch nicht. Sie traute der Schottin schon mehr zu als nur ein bisschen schön im Kreis reiten. Aber möglicherweise war sie einfach zu stolz für solche Kinderreien. Als Dressurreiter hatte man es wahrscheinlich schon schwer genug, ernstgenommen zu werden… Wobei es Westernreiter definitiv schwerer hatten. Dieses durch die Gegendjuckeln konnte wirklich niemand ernst nehmen, der etwas von klassischer Reiterei verstand.
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Camille Breaker
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ALTER : Ich zähle die Jahre, seit ich auf der Erde wandle, bis jetzt sind es 23 Jahre.
HERKUNFT : Geboren und Aufgewachsen im schönen Long Beach in LA, in den schönen USA.
AUSBILDUNG : Man glaubt es kaum und im Fußball muss man sich gegen ziemlich viele Vorurteile der männlichen Kameraden wehren.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Gestern um 23:34

Man könnte meinen, das Mille immer Glücklich war und ein Lächeln auf den Lippen hatte, doch heute war bei ihr echt die Luft raus. Sie wollte eigentlich nur noch unter eine Dusche und dann in ihr Bett. Auch wenn sie Fußball als Ausbildungsrichtung gewählt hatte, so war das heute doch Anstrengender als alles was sie zuvor erlebt hatte. Es war nicht das Spiel an sich, es waren eher die Reiterspiele und die langen Wartezeiten. Man konnte wohl sagen, dass die 23 Jährige etwas angepisst war vom Spielergebnis. Ein unentschieden, das konnte nun wirklich nicht wahr sein, ging es ihr immer und immer wieder durch den Kopf. Sie schüttelte diesen leicht doch sie bekam diesen Gedanken einfach nicht aus dem Kopf. Hätten sie nicht noch ein Tor machen können, sie hatten doch wirklich zwei gute Spieler. Das hatte sie sich jetzt auch schon mehrfach durch den Kopf gehen lassen und schlussendlich waren da auch noch die Selbstvorwürfe, hätte sie doch nur etwas härter gespielt, oder war es, wie Luke ihr die ganze Zeit gesagt hatte, das Frauen einfach nicht auf den Fußballplatz gehörten fragte sie sich selbst in Gedanken „Jetzt reicht es aber wirklich“ rief sie sich selbst zur Ordnung und hielt sich die Ohren zu. Sie hoffte wirklich, das sie niemandem in diesem Verstörenden zustand sehen würde. Das hoffte sie wirklich

Dadurch das sie sich ihre Ohren zugehalten hatte, hatte sie wohl auch nicht bemerkt, das sich jemand neben sie gesetzt hatte und sie nun angesprochen hatte. „Oh Entschuldigung. Ich war gerade in ein paar, Selbstgeißelungen vertieft“ meinte sie und kratzte sich leicht am Hinterkopf. Natürlich hatte sie die Frage mit bekommen die ihre Teamkammeradin ihr gestellt hatte. Sie wusste das Liùsaidh noch nicht so lange da war. „Ehrlich gesagt, bin ich mit dem Ergebnis ganz und gar nicht zufrieden“ meinte Mille frei heraus und sah die Schottin lange an. Ihren Namen konnte sie sich immer noch nicht merken, geschweigenden Aussprechen, was ihr natürlich mehr als peinlich war. „Ein Unentschieden kann man nun wirklich nicht als Sieg verbuchen, wobei es auch nicht wirklich eine Niederlage war. Trotzdem fühlt es sich irgendwie bescheiden an. Wir Azubis haben weder gewonnen noch verloren und ich glaube unsere Tierärztin hat den Schuss absichtlich verhauen“ das war allerdings nur Milles Meinung, weil sie immer noch Sauer mit dem Ergebnis war.

Jetzt musste Mille doch etwas grinsen „Ich glaube der angebliche Fußballgott hat sich nicht so angestrengt wie bei einem richtigen Spiel“ ein breites Schmunzeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Sie musste wohl nicht erwähnen das sie über Leon sprach. Eine Ikone im Spitzensport und mit ein Grund warum sie hier war. Jedoch hatte sie schnell heraus gefunden, dass er nicht ganz so toll war wie sie geglaubt hatte und, wie sie fand, ganz schön hochnäsig war. Mille fasste ihre Haare zu einem Lockeren Pferdeschwanz, ehe sie diese wieder los ließ und sie etwas ausschüttelte „Sorry, ich bin wohl etwas fahrig, momentan.“ Meinte sie Entschuldigen zu Liùsaidh Kann doch nicht sein, das einem ein Ergebnis so lange in den Knochen und dem Kopf hängen Blieb. Ging es der 23 jährigen immer noch durch den Kopf.

[Selbstgeiselung | Gedanken | Liùsaidh]
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