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 Wiesen und Felder

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Lawrence McKinley
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BEITRÄGE : 959
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Wiesen und Felder   Mo 6 Jan 2014 - 19:14

Auf den Wiesen und Feldern in der Nähe des Hofes kann man die Pferde bei einem Spaziergang grasen lassen, aber auch Geländereiter nutzen die offenen Flächen gernen, um eine Galloppstrecke in den Ausritt einzubauen. Doch bei den Feldern ist Vorsicht gefragt, denn bevor diese nicht zu Stoppelfelder abgemäht wurden, oder brach liegen, sehen es die Bauern gar nicht gerne, wenn man darüber hinwegfegt.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Sa 8 März 2014 - 14:42


PLOT 3

Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Es ist so weit! Nachdem das erste Quartal des Ausbildungsjahres für die Azubis geschafft ist, steht nun das erste große Turnier an. Hier werden erstmals die Leistungen der Auszubildenden von international anerkannten Richtern beurteilt und bewertet. Dass das relativ bekannte Drei-tägige-Februar-Turnier dieses Jahr auf den Heaven Meadows Anwesen ausgetragen wird, gibt natürlich einen zusätzlichen Push, lastet jetzt auch noch der Druck der Erwartungen der Hofleitung auf den jungen Menschen.
Die Reitlehrer sind dennoch zuversichtlich, dass ihre Schützlinge gut abschneiden werden, obwohl die Konkurrenz groß ist. Aus der gesamten Umgebung und auch aus anderen Teilen des Landes, kommen viele Reiter an die Westküste nach Kalifornien, um sich hier unter Beweis zu stellen. Dabei sind ebenso nationale wie auch internationale Reiter vertreten, wenn Letztere sicherlich auch in der Unterzahl sind, so verfolgen sie doch alle dasselbe Ziel: in der gewählten Disziplin den begehrten Siegerpokal abzuräumen.

Während nun also erfahrene Hasen des Sportgeschäfts das Ganze relativ gelassen angehen, weil sie den Stress und die Hektik eines solchen Turniers gewohnt sind, ist besonders für die Neueinsteiger und die unerfahrenen Turnierreiter die Aufregung groß.
Wenige Minuten vor dem ersten Start liegen die Nerven blank, die Pferde sind auf Hochglanz poliert, einige tummeln sich schon auf dem Aufwärmplatz, andere kontrollieren noch ein letztes mal nervös, ob die Kleidung auch ja sauber und das Pferd richtig eingeflochten ist. Niemand will hier enttäuschen oder gar versagen, fließt die Bewertung der Jury heute ja auch mit in die Endjahrespunktzahl der Azubis ein.
Auf dem ganzen Hof herrscht reges Treiben, Reiter in schwarzen Jacket und weißer Turnierhose schreiten den Parcour ab, das Orga-Team wuselt über die Plätze, damit beim Start auch alles in Ordnung ist. Die Tierärzte kontrollieren bereits einige Pferde auf Doping - und die Azubis?
Für die ist es nun erstmals an der Zeit, dass sie ihre reiterlichen Fähigkeiten vor Publikum unter Beweis stellen müssen. Am heutigen Tag finden vormittags die Springen in den Klassen E-S und nachmittags die Dressur E-M statt. Am darauffolgenden Tag kommt es dann morgens zum Gallopprennen über 3400m, mittags findet der Distanzritt statt und ab 15.00 Uhr beginnen die Reiterspiele an denen jeder Azubi VERPFLICHTEND mit dem jeweiligen Pflegepferd teilnimmt. Am letzten Turniertag findet um 10.00 Uhr das Westernturnier und ab 16 Uhr sind dann alle herzlich zur Siegerehrung eingeladen.
Es stehen also drei aufregende Tage bevor. Für den gesamten Hof. Also, worauf wartet ihr noch? Letzter Kontrollcheck und dann rauf aufs Pferd oder die Tribüne. Lasset die Spiele beginnen!

> Mittwoch, 24. Februar
> Vormittags, 9.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 11°
> es wird jedoch langsam wärmer und verspricht ein angenehmer Tag mit vereinzeltem Sonnenschein zu werden

ALLE, DIE AM SPRINGEN teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz; in einer halben Stunde beginnt das Springen! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 15 Aug 2014 - 23:45

PLOT 3
Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Schneller als gedacht, verging der Vormittag mit einem rasanten, packenden Springen, das sicherlich Höhen und Tiefen hatte. Es war ein spannender Wettkampf mit manchmal haarscharfen Entscheidungen und einer Menge Adrenalinkicks - nicht nur für die Reiter auf ihren Pferden.
Der erste Turniertag ist in vollem Gange und scheint schon jetzt ein voller Erfolg für die Heaven Meadows Stables zu sein. Die Starter des Gastgeberstalls konnten allesamt mehr als zufrieden stellende Ergebnisse in der ersten Disziplin des Turniers verzeichnen. Einzig und allein der Sturz von Juliena Grossworth sorgte für einige Schrecksekunden, doch sowohl Pferd, als auch Reiterin scheinen mit einem Schreck davongekommen zu sein. Aufgrund von jeweils einem Abwurf konnten leider weder Lillian Adams noch Callum Moreno die vorderen Plätze belegen, haben mit ihren jungen, unerfahrenen Pferden aber zweifelsfrei eine super Leistung gezeigt. In den zwei höchsten Klassen konnten dann sogar zwei Siege für die HMS eingefahren werden. Der erfahrene Vielseitigkeitslehrer Daniel McHale entschied mit seinem Heart-shaped Gun das Rennen ebenso für sich, wie der erfolgsverwöhnte Isaac Haber auf der alternden Cloud Atlas Sextet. Ebenso zeigten Shana McCormick und Rebecca Lacroix eine fehlerfreie Leistung und konnten sich damit im S-Springen die vorderen Plätze sichern.
Nach der Auswertung des Springens und einer kurzen Siegerehrung mit Ehrenrunde, gab es eine kurze Pause, in der alle einmal durchschnaufen und die Pferde zurück in die Box, oder sogar auf die Weide bringen konnten. Als nächstes steht nun die Dressur auf dem Plan, die ebenfalls nicht gerade wenige Gäste anlockt. Während sich die Springreiter also zurücklehnen und erstmal eine Stärkung brauchen, kommt nun langsam Aufregung bei den Dressurreitern auf und die ersten machen sich daran, die Pferde fertig zu machen, bevor es ins Viereck zum "tanzen" gehen kann.

> Mittwoch, 24. Februar
> Nachmittags, 15.15 Uhr
> sanfter Sonnenschein, ca. 18°

ALLE, DIE AN DER DRESSUR teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz(Springplatz); in einer 3/4 Stunde beginnt die Dressur für die ersten HMS-Starter! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 2 Jan 2015 - 18:54


PLOT 4

Von Überfliegern, Möchtegernen und Kindheitshelden

Der erste Turniertag hatte voll eingeschlagen. Die Heaven Meadows waren besser besucht gewesen, als alle vermutet hatten und so erhofft man sich vom zweiten Turniertag Ähnliches, zumal dieser mit seinem Programm den größten Unterhaltungswert bieten dürfte.
Nicht ganz so früh wie noch am ersten Tag geht es am 25. Februar los, doch schon um 10.00 wird der Startschuss zum Auftaktrennen fallen, das auf der Rennbahn ausgetragen wird.
Während die meisten Azubis erst am Nachmittag wieder an den Start gehen, heißt es für einige wenige, aufstehen und Pferde fertig machen. Das Adrenalin schießt schon jetzt so manchem Rennpaar durch die Adern und die edlen Vollblüter tänzeln nervös über den Hof. Obwohl am zuvorigen Tag noch mildes Wetter geherrscht hatte, zeigt sich an diesem Donnerstag bereits früh morgends die Sonne mit den ersten Strahlen und verspricht ein lauwarmer Tag zu werden.

Frühzeitig trudeln nun die Besucher ein und suchen sich die besten Plätze auf der Tribüne, versorgen sich mit einem zweiten Frühstück an den Imbissbuden oder sehen sich den Hof an. Viele waren schon am Vortag hier und sind nun gespannt, was das Turnier noch so zu bieten hat. Neben der Bahn wurde ein kleiner Stand aufgebaut, an dem man wie bei einem richtigen Rennen auf die einzelnen Starter wetten kann. Auch diese Möglichkeit wird zahlreich wahr genommen und auch der ein oder andere vom Hof hat bereits seinen Tipp abgegeben. Angeboten wird die Platzierungswette (Tippen der Reihenfolge ins Ziel), die Triplewette (Tippen Belegung von den ersten drei Plätzen) und die Siegeswette (wer wird Sieger), wobei Letztere mit dem höchsten Gewinn versehen ist. Insbesondere bei den jüngeren Besuchern kommt dieses Glücksspiel gut an, doch auch viele Erwachsene erfreuen sich am Tippen. Bis das Hoffen losgeht, dauert es nun nur noch wenige Minuten, sodass sich langsam aber sich fast alle auf den Tribünen eingefunden haben und nun zusehen wie die Jockeys mit ihrern Pferden das zweite Mal nach ihrer Vorstellung den Platz betreten und in die Startboxen geführt werden. Einige Pferde scheuen angesichts der Enge in den Boxen, manche geben sich wie die großen Profis und gehen selbstsicher hinein. Der Countdown läuft und nun kann es jeden Moment losgehen in dem sich die Türen öffnen, die Pferde herauspreschen und erneut alles auf Sieg gesetzt wird.

> Donnerstag, 25. Februar
> Vormittags, 10.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 15°
> es wird jedoch langsam wärmer und die Sonne kämpft sich ihren Weg durch die Wolkendecke frei

Wie schon am zuvorigen Tag, ist die Teilhabe am Turnier für niemanden Pflicht. Jedoch gilt weiterhin die Regel, dass keine großartigen Aktionen wie Ausritte oder intensive Springtrainings vollzogen werden. Wer sich mit den Pferden beschäftigen möchte, kann dies gerne bei der Fellpflege, einem Koppelbesuch o.ä. tun.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 26 Jan 2015 - 21:56

11:30 - GELÄNDERITT
   __________________________________________________________________

   1# Karin Tesslo (auswärtig)
   2# Shane Rose (auswärtig)
   3# Selma Anders (auswärtig)
   4# Shana McCormick  (HMS)
   5# Freja Fuellgraebe (auswärtig)
   6# Catherine Hampson (auswärtig)
7# Antonius Zodopulous
   8# Marc Felling (auswärtig)


Strecke: http://abload.de/img/kartedistanzrittj1snc.png
Legende: http://abload.de/img/kartedistanzrittlegen5wuik.png
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Shana McCormick
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 876
ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 12 Feb 2015 - 18:44

<- Stuten- und Wallachstall
Nachdem sie sich warmgemacht hatten und es Zeit für ihren Start war, ritt Shana zur Startlinie. Royal schnaubte unruhig, er wusste, was gleich passieren würde und dass er alles geben musste. Nunja, eigentlich machten sie diese Geschichte ja nur deshalb mit, weil es Spaß machte, doch gewinnen wollten sie trotzdem. Oder am besten sollte man sagen: Gewinnen wäre toll, aber es musste nicht sein.
In Gedanken versunken übersah die Dunkelhaarige beinahe das Startsignal, doch blitzschnell hatte sie die Zügel noch einmal nachgefasst und gab ihrem Wallach die Hilfe zum Trab, denn nun ging es erst einmal ein kurzes Stück durch den Wald bis sie dann quer über die Felder Gas geben konnten. Denn Shana ritt ganz nach der Taktik „Was man vorne verschenkte, konnte man später auch nicht mehr aufholen.“. Noch fand ihr Wallach das Ganze unheimlich interessant, hob angeregt den Kopf bei Traben und blähte die Nüstern. Doch er würde auch noch bemerken, dass er heute gefordert würde. Als sie endlich das Feld erreichten, auf dessen anderen Seite eine rote Fahne zur Wegmarkierung stand, gab sie endlich die Ersehnte Galopphilfe. Zunächst galoppierte ihr Wallach etwas verhalten, doch sobald sie ihm die Zügel vorgab und ein wenig mehr nachtrieb, nahm er an Fahrt auf, sodass ihr der Wind Tränen in die Augen trieb. Eifrig galoppierte Royal, seine Sprünge schienen zu einem gemeinsamem Herzschlag zu werden. Doch Shana wusste, wie schnell das Herz ihres Pferdes wirklich schlug. Und sie wusste auch, dass sie nach diesem Galopp eine kleine Trabpause einlegen musste, damit es sich wieder beruhigte.

Das letzte Stück der Strecke führte noch einmal an der Rennbahn vorbei, wo sogar einige Leute an der Strecke standen und auf die Reiter warteten, die ins Ziel kamen. Obwohl Royal schon recht erschöpft war, trieb ihn sein arabisches Blut noch einmal an und er legte noch einmal alle Kraft in einen letzten Galopp. Noch einmal um die Biegung und sie hatten das Ziel erreicht.
Kaum waren sie über die Ziellinie parierte Shana ihren schwitzenden Wallach durch, winkte irgendeinen Helfer heran und verlangte nach einer Abschwitzdecke. Kaum war dieser verschwunden, um sie zu holen, fiel sie ihrem Pferd um den Hals und verschränkte sie Finger vor seinem Hals. “Gut gemacht, Kleiner. Dafür hast du morgen erstmal frei und darfst ausgiebig auf der Weide entspannen.“, flüsterte sie ihm zu, sodass nur jemand, der nah bei ihnen stünde, es hören könnte. Doch in einem Umkreis von drei Metern befand sich niemand, sodass diese Worte allein ihr und Royal zu Ohren kamen. Sein rechtes Ohr zuckte leicht nach hinten, dann schnaubte er ausgiebig und schüttelte den Hals, sodass seine Reiterin auch gleich mit durchgeschüttelt wurde. Als nun der Helfer mit der Abschwitzdecke kam, schwang sie sich vom Pferd, nahm sie dem jungen Mann, den sie noch nie zuvor gesehen hatte, ab. Ein kühles „Danke.“ war alles, was er noch von ihr bekam, nicht einmal einen Blick schenkte sie ihm noch. Vorsichtig legte sie die Decke nun über den Rücken ihres Pferdes, nahm die Zügel von seinem Hals und klopfte ihm lobend den Hals.

Distanzritt xx Ankunft
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   So 1 März 2015 - 17:49


PLOT 5

Zeit für die große Pause

Endlich ist sie da, die ersehnte Auszeit! Semesterferien. Gibt es etwas Schöneres als das? Für die Auszubildenden der Heaven Meadows Stable wohl kaum nach den anstrengenden Trainingswochen und dem Turnier, das trotz der angenehmen Abwechslung doch für alle Beteiligten Anstrengend war. Obwohl die Azubis und Ausbilder viele Schleifen hatten einfahren können, waren diese Leistungen schnell wieder vergessen. Nachdem die letzten Zelte und Stände abgebaut waren, der Müll beseitigt und wieder allgemein Ruhe eingekehrt war, hatte der Alltag wieder begonnen. Und das hieß Training, Training, Training. Sich nebenbei noch um das eigene oder das Pflegepferd kümmern und das andere liebe Vieh, sofern vorhanden. Viel Zeit für Partys oder Freizeitaktivitäten blieb da nicht wirklich. Wenn man es mal schaffte sich am Wochenende mit Freunden zu treffen, grenzte es ja schon fast an ein Wunder.
Doch diese Zeit ist nun vorbei – zumindest für einen Monat. Nun können die Azubis sich ihre Trainingszeiten selbst einteilen, das offizielle Training mit den Ausbildern ist für diese Zeit ausgesetzt. Das bietet natürlich neue Freiheiten und Zeit, die für Ausritte oder anderweitige Ausflüge genutzt werden kann. Seit langer Zeit ist man am Abend nicht mehr vollkommen geschlaucht und kann auf Partys gehen. Und das sonnige kalifornische Wetter lädt geradezu dazu ein, schon einmal zu testen, wie warm der Pazifik eigentlich im April ist. So angenehm wie es sein könnte, sollten sich die Azubis ihre freie Zeit aber nicht machen, denn nach den Ferien warten die wichtigen Prüfungen für die es noch viel zu trainieren gibt. Vier Wochen auf der faulen Haut liegen wäre ja auch wirklich zu schön. Für außerplanmäßige Trainingseinheiten stehen natürlich die Ausbilder trotzdem bereit und geben gern Reitstunden oder auch nur Hilfestellungen in einem lockeren Rahmen. Was sonst etwas unorthodox ist, ist in den Ferien durchaus auch mal möglich – der Kreativität, was Trainingseinheiten angeht, sind keine Grenzen gesetzt.


> Samstag, 4. April
> Nachmittags, 14.00 Uhr
> Sonnenschein, 20°C
> das Wetter verspricht weiterhin so zu bleiben und kündigt einen milden Abend an

Es ist freigestellt, was ihr macht, doch beachtet, dass das Mittagessen bereits geschehen ist und nun am Nachmittag entweder etwas in der Stadt oder auch auf dem Hof mit den Pferden gemacht werden kann. Trainingseinheiten mit den jeweiligen Ausbildern sind möglich, ebenso wie Ausritte oder Shoppingausflüge in die Stadt.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mo 2 März 2015 - 22:07

<- Innenhof
Es war schon interessant, wenn man das größte Pferd einer Gruppe ritt. Mustangs und Quarter Horse waren eben nicht gerade für ihre Größe bekannt und so überragte Thunderbird alle anderen Pferde um gute 10 Zentimeter. Ava störte das eigentlich nicht weiter, sie genoss es eigentlich beinahe, konnte sie doch Patrick damit durchaus noch aufziehen. Er würde es schon verkraften. Camille konnte sie etwas schlechter einschätzen, doch auch sie würde es wohl locker nehmen, wenn sie sie damit aufzog, wie klein ihr Pferd im Gegensatz zu ihrem war. Wäre der Braune deutlich kleiner, so würde sie ihn aber wahrscheinlich auch nicht reiten. Natürlich gab es Ausnahmepferde, die Hindernisse mit Leichtigkeit übersprangen, die deutlich höher als ihr Stockmaß waren, doch bei seiner etwas forschen Herangehensweise an Hindernisse, hätte er es mit weniger Größe wohl niemals so weit geschafft. Und ein weniger ausgebildetes Pferd konnte sich eine Profispringreiterin in Ausbildung nicht leisten und vermutlich auch nicht reiten, egal wie gut sein Charakter war. Und Birdy hatte Charakter, einen tollen sogar, der nur zu gern nicht richtig erkannt wurde. Nach nun fast einem dreiviertel Jahr hatte die Kalifornierin ihren Wallach allerdings gut kennengelernt. Sie kannte nahezu jeden Makel, aber auch alles, was ihn so strahlen ließ, den kleinen Makeln zum Trotz. Und so hart sie ihn auch manchmal im Training arbeiten ließ, fand sie doch, dass er auch ein wenig Glück gehabt hatte. Das war keineswegs selbstverliebt, nur glaubte die Blondine einfach, dass es nicht viele gab, die sich in dieses Pferd hineinfühlen konnten und sich auf ihn einließen. Er war eines der Exemplare, das noch geschliffen werden musste, bevor er ein schillernder Diamant wurde, doch dass das leichter war, als es manchmal schien, fand man erst heraus, wenn man sich mit ihm eingehend befasste. Denn er war nicht faul, sondern brauchte eine kleine Extraportion Motivation, was seinem Talent aber keinem Abbruch tat.

Nun trottete der Braune allerdings ganz ruhig und entspannt den beiden Quarter Horse hinterher. Ava ließ die Zügel lang und reckte das Gesicht in die Sonne. Auf einen Helm hatte sie heute mal verzichtet. Sie vertraute sowohl dem Pferd, als auch darauf, dass er nicht besonders viel Lust haben würde, sie abzuwerfen, nachdem sie die letzten Tage so hart gearbeitet hatten. Und ein Helm war nur zu warm und würde ihre Haare nur wieder platt drücken. Gut, das war vermutlich ein ziemlich schlechtes Argument, doch es stimmte trotzdem. In diesem Tempo, mit einem ruhigen Pferd empfand sie es allerdings für in Ordnung mal keinen Helm aufzuhaben. Schließlich wollten sie dem Geländeparcours auch keinen kurzfristigen Besuch abstatten – schließlich war sie vermutlich auch die einzige, die ihr Pferd über die Hindernisse bekommen würde und sich gleichzeitig halten konnte. Aber wie schon gesagt – keine Experimente und keine großartige Anstrengung heute.
Wie der Ire vorgeschlagen hatte, nahmen sie den Weg in Richtung der Wiesen. Alles schien so friedlich und entspannt, jetzt wo die Ferien begonnen hatten. Es war verrückt, dass sie sich sonst immer sicherer gefühlt hatte, wenn sie einen komplett verplanten Tag hatte. Vielleicht konnte sie sich ja doch noch mit den Ferien anfreunden. Doch als Paddy nun fragte, ob sie irgendetwas vorhatten, kehrte die alte Angst wieder, die Angst davor, wieder in ihre alten Züge zu verfallen. “Weitermachen wie bisher, schätze ich. Training mit den Pferden, vielleicht kann ich mich ja sogar dazu aufraffen, mal allein was für meine Fitness zu tun. Und du?“, antwortete sie deshalb schnell, vielleicht sogar etwas zu schnell. Doch das Lächeln auf ihrem Gesicht wurde davon nicht beeinflusst, es bleib so makellos wie eh und je.

Thunderbird xx Camille&Patrick xx Ferienplanung
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Camille Breaker
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ALTER : Ich zähle die Jahre, seit ich auf der Erde wandle, bis jetzt sind es 23 Jahre.
HERKUNFT : Geboren und Aufgewachsen im schönen Long Beach in LA, in den schönen USA.
AUSBILDUNG : Man glaubt es kaum und im Fußball muss man sich gegen ziemlich viele Vorurteile der männlichen Kameraden wehren.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 3 März 2015 - 16:40

<-- Innenhof

Camille genoss den ritt. Da diesmal niemand dabei war, der sie  groß Kritisierte. So wie gewisse andere Leute, die hier auf dem Hof so ritten und sich ziemlich was auf ihr reiterliches können einbildeten und meinten, jeder müsse so gut Reiten können wie sie, anderweitig waren sie nichts wert, dass machte sie echt rasend. Gold schnaubte und spannte leicht die Muskeln an. Die beiden ritten schon eine Weile zusammen und der Lichtfuchs mochte es gar nicht, wenn Mille ihren Gedanken nach hing und sich nicht aufs Reiten konzentrierte. Ein Lächeln umspielte die Züge der jungen Frau und sie klopfte Gold den Hals, dieser entspannte sich darauf hin und schritt gemütlich weiter. Sie war wirklich froh darüber, dass sie Gold bekommen hatte. Auch wenn sie eine passable Reiterin war, so wurde es ihr vom dem Wallach schnell verziehen, wenn sie ihm mal ein falsches Kommando sagte und ihre Gewichtverteilung ihm falsche Signale sendete. Sie hatten sich gut auf einander ein geschossen und sie genoss die Ausritte mit ihm. Sie ließ den Blick schweifen und hörte nur mit halben Ohr hin, was die beiden mit einander zu bereden hatten, doch sie wusste, dass sie Frage nach den Ferienplänen an sie beide und nicht nur an Ava gerichtet war. Mille wusste nicht, wie sie die junge Reiterin einschätzen sollte. Viel wusste sie von ihr eh nicht, nur das sie im Springreiten ausgebildet wurde und sich oft zurück zog um zu lesen. Mit Paddy verstand sich irgendwie jeder am Hof. Wie auch nicht, er war ein lustiger kleiner Zeitgenosse, zumindest schloss sie das aus dem, was sie so auf schnappte. Die meiste Zeit verbrachte sie entweder auf dem Fußballplatz oder im Stall oder in ihrem Cottage. Wieder wurden ihre Lippen von einem schmunzeln umspielt und sie trieb Gold zu einem kurzen Galoppstück an, wobei sie aufjauchzte. Ja, manchmal war sie wirklich verrückt, aber das machte ihr herzlich wenig.

„Also ich werde vorwiegen die Nacht zum Tag machen und den halben Tag verschlafen“ meinte Mille zu den beiden, als sie wieder auf einer Höhe ritten. „Ich finde, dass ich in den letzten Wochen genug gelernt und Trainiert habe und ich denke, ich hab mir eine kleine Auszeit verdient“ sprach sie munter weiter. Sie genoss die Sonne auf ihrer Haut. *Paddy hatte wirklich eine gute Strecke gewählt, das musste man ihm schon lassen* dachte sie im Stillen bei sich und sah dann kurz zu Ava. „Wobei das ja meist nicht so einfach ist, sich alleine auf zu raffen, etwas für sie Fitness zu tun“ meinte Mille leicht nachdenklich. Sie würde sich niemandem auf zwingen, aber der ein oder andere hatte schon mal gemeint, das sie eine Klasse Partnerin war um Sport zu treiben, weil sie einem den Anreiz dazu gab immer 200 % zu geben. Jedoch hatte sie noch nie viel darauf gegeben, was sie anderen so über sie dachten. Aber sie fand es schön, hin und wieder mal ein Kompliment zu bekommen.


[Goldfever jr. Starter | kurzer Galopp | Gespräch | Patrik & Ava]
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Patrick Murray
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ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 4 März 2015 - 13:29

„So weitermachen wie bisher? Wirklich?“, entfuhr es Patrick an Ava gewandt, nachdem die beiden seine kleine Frage beantwortet hatten. Zu viel mehr als Smalltalk waren sie bisher nie gekommen, aber vielleicht würde sich das ja bald ändern. Er brauchte zwar kein so tiefgründiges Gespräch wie er es im Winter mit Will geführt hatte oder eine der zahlreichen Kabbeleien mit Joana, aber ein bisschen mehr als ein freundlicher Meinungsaustausch war ja doch auch ganz nett. Allerdings scheinen sich die beiden sich so sehr vom strahlenden Wetter und der ganz neu gewonnenen Freiheit einnehmen zu lassen, dass bisher wenig Eigeninitiative gekommen war. Aber was nicht war, konnte ja noch werden. Das war ja bislang bei allem so gewesen.
„Deine Pläne klingen da schon viel entspannter!“, grinste er Camille an und legte den Kopf kurz in den Nacken, wobei er aber darauf achten musste, dass Cowboy das nicht als Wink verstand, langsamer zu werden oder anzuhalten, weil er unbewusst sein Gewicht zu weit nach hinten verlagert hatte. Sein feinfühliges Pferdchen! Sachte schnalzte er ihm zu, sodass er sich nach einem kurzen Zögern wieder zügiger in Bewegung setzte. Das leichte Schnauben hätte man durchaus als Seufzen bezeichnen können. „So ähnlich wird es bei mir wahrscheinlich auch aussehen. Lange Schlafen, mal wieder länger im Pub bleiben... und ohne Druck trainieren. Wenn du Nachhilfe im Ausspannen brauchst, kannst du dich gern an mich wenden, Ava-Dear.“

Ja, das schien ein perfekter Plan für die Ferien zu sein. Er verstand es einfach nicht, dass man sich bei diesem Wetter – und der Wetterbericht versprach, dass es noch eine Zeit lang so bleiben würde – nur darauf konzentrierte, Defizite aufzuholen oder die Pferde wettkampfmäßig zu trainieren. Es war schon ein elender Stress gewesen, für das Februarturnier zu arbeiten, zumal der verdammt kalte Winter ihm jede Lust am draußen Sein verdorben hatte. Wahrscheinlich wäre es auch sinnvoll gewesen, im Schlussverkauf in eine preisgünstige richtig warme Jacke zu investieren, aber das hatte der Ire natürlich vergessen. Oder war das Geld mal wieder knapp geworden? Irgendwas in diese Richtung war es auf jeden Fall gewesen. Oder eine Mischung aus beidem. Wie auch immer, er sollte sich einen Kalendereintrag machen, damit er von der Kälte nicht wieder überrascht wurde. Doch diese schien gerade jetzt meilenweit weg zu sein, während er sein Gesicht den Sonnenstrahlen entgegenstreckte. Würde Jo Interesse an einem Picknick haben? So richtig klassisch-romantisch mit Teelichtern und Kerzen und dem Blick auf ein mondbeschienenes Meer. Wahrscheinlich würde das die Wogen glätten, die immer wieder aufgebraust waren. Joana war wahrlich eine schwierige Frau und sobald Patrick gedacht hatte, dass ihre Beziehung endlich so weit war, dass er nicht irgendwann rausgeworfen wurde, waren ihre beiden Hengste plötzlich wichtiger geworden. Er war sich sicher, dass es ihm nicht nur so vorkam! Aber darüber würde er wohl kaum mit den beiden Azubinen an seiner Seite reden können. Obwohl sie als weibliche Wesen vielleicht Rat gewusst hätten... andererseits kannte keiner außer ihm Joana wirklich gut. Mit einem Seufzen vertrieb er die dunklen Gedanken, die zuvor seine Stirn umwölkt hatten.


[Gespräch / Gedanken]
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 15 Mai 2015 - 13:27


Wenn es etwas gab, das sie nicht ausstehen konnte, dann fehlende Disziplin und Kritik an ihrem Handeln – nun gut, an ihrem jetzigen Handeln. Es war für sie nicht nachzuvollziehen, wie man denken konnte, es wäre in Ordnung, jetzt einfach Pause zu machen. Natürlich war Camille nur für ihren eigenen Körper zuständig, sie musste sich selbst fit halten. Die Schwierigkeit für die Reiter bestand allerdings darin, selbst in den Ferien, den Trainingsstand ihrer Pferde aufrecht zu erhalten. Pferde kannten keine Ferien. Als Reiter musste man diszipliniert sein, wenn man es erreichen wollte. Und so kurz vor den Prüfungen alles schleifen zu lassen, war das dümmste, das man machen konnte. Wie es bei Patrick aussah, wusste sie zwar nicht so wirklich, da sie sich im Westernbereich nicht auskannte, doch sie zweifelte daran, dass seine Pferde, die bereits gut trainiert gewesen waren, als er sie übernommen hatte, so schnell in ihrer Leistung abfallen würden. Doch das, was sie mit Thunder und E.G. erreicht hatte, würde sie definitiv nicht wieder mit ein paar freien Tagen zerstören. Nur über ihre Leiche. Es mochte verbissen klingen, doch ein Aussetzen des Trainings brachte nur wieder noch mehr Arbeit und schlechtere Abschlussprüfungen mit sich.
Obwohl sie innerlich darüber verärgert war, blieb das Lächeln bestehen. Einzig eine leichte Kälte legte sich in ihre Stimme, als sie nun beide ihrer Mitreiter ansah und zu einer Antwort ansetzte. “Es freut mich für dich, Camille, wenn du es dir erlauben kannst. Aber du hast schließlich nicht das Problem, dass du auch noch zwei andere Körper trainieren und anleiten musst.“ Kaum milderte sich ihr freundliches Lächeln, als sie antwortete. Sacht strich sie währenddessen über den starken Hals ihres Pferdes, das entspannt unter ihr dahinlief. Sogar Thunder wäre verwirrt, wenn sie nicht so weitermachen würden wie sie es die letzten Monate getan hatten. Über Weihnachten hatten sie eine kurze Pause gehabt, als Ava ihre Eltern besucht hatte, doch den Rest des Schuljahres waren sie stets im Training gewesen. Sie hatten so viel aufgebaut, das durften sie nicht einfach verlieren. Natürlich brauchte jedes Pferd Pausen, doch diese würden sie über den Sommer haben. Eigentlich ziemlich antizyklisch, wenn man bedachte, dass normale Turnierpferde im Winter ihre Pausen einlegten, da im Sommer die Turniersaison ihren Höhepunkt feierte. Doch nach diesem Sommer würden beide Pferde nicht mehr zu ihr gehören. Dann erntete ein anderer Reiter die Früchte ihrer harten Arbeit des Vorjahres.
“Ausspannen war so ziemlich das einzige, was ich die letzten Jahre gemacht habe. Und das ist definitiv nicht mein nächstes Ziel. Also ja, weitermachen wie bisher. Das erspart mir nur Arbeit in der finalen Vorbereitung.“ Erfolgsorientiert, so würde sich die Blondine in diesem Moment beschreiben. Die beiden anderen mochten es als zu ehrgeizig ansehen, doch das war ihr ziemlich egal. Sie war kein Workaholic, das definitiv nicht. Sie lebte einfach das aus, was sie schon immer gewollt hatte, obwohl sie es zwischenzeitlich ein wenig aus den Augen verloren hatte. Sie trainierte ihre Pferde, lernte ein wenig für Prüfungen und las Romane – daraus bestand ihr Leben nun und das war auch gut so. Wenn man so lange keiner richtigen Beschäftigung nachgegangen war, war es nun beinahe entspannend, etwas zu haben, für das sich die Arbeit lohnte. Ava tat es liebend gern, wieso sahen das die anderen bloß nicht? Lebten sie nicht alle ihre Leidenschaft? Wie konnte man einfach eine Auszeit von dem nehmen, das man liebte? Und gerade jetzt, jetzt da es auf das Ende des Jahres zuging.

“Die Eröffnung des paisley’s lasse ich mir allerdings nicht entgehen. Da könntest du mich in die Kunst des Ausspannens einweihen, Paddy. Also, wollen wir zusammen hingehen? Als Freunde natürlich, ganz unspektakulär.“, wagte sich Ava nun einer spontanen Eingebung folgend vor. Sie konnte ja schlecht den Eindruck hinterlassen, überhaupt keinen Sinn für Partys zu haben. Das entsprach erstens nicht der Wahrheit und zweitens wirkte es langweilig – und langweilig wollte sie wirklich nicht sein. Zwar hing der Ire meist mit Joana rum, doch die Kalifornierin bezweifelte, dass diese Party etwas für die Jüngere war. Dazu war sie wirklich nicht der Typ und Paddy war nicht der Typ, der sich eine Party deshalb entgehen lassen würde. Aber so ganz ohne Begleitung wollte sie ihn dann nicht gehen lassen.

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Camille Breaker
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ALTER : Ich zähle die Jahre, seit ich auf der Erde wandle, bis jetzt sind es 23 Jahre.
HERKUNFT : Geboren und Aufgewachsen im schönen Long Beach in LA, in den schönen USA.
AUSBILDUNG : Man glaubt es kaum und im Fußball muss man sich gegen ziemlich viele Vorurteile der männlichen Kameraden wehren.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 19 Mai 2015 - 22:47

Und wieder hatte sie das Gefühl, das sich die Reiter etwas viel auf sich einbildeten. Sie hatte das Gefühl, das Avas Antwort etwas arg von oben herab klang, von wegen nur einen Körper den sie Trainieren musste. Als wenn Fußballspielen so einfach wären. Innerlich brodelte der kleine Sonnenschein gerade, doch sie konzentrierte sich auf Gold um Ava nicht irgendetwas an den Kopf zu schmeißen. Es war manchmal einfach Demütigend, wie die Leute über Fußballer dachten. Schließlich war es nicht immer leicht, den Versuchung zu wiederstehen und sich ganz auf das Training zu Konzentrieren. Gerade ging ihr kurz durch den Kopf, das sie nach den Ferien neue Pferde bekommen würden, was sie etwas traurig stimmte, doch von neuen Pferden konnte man auch neues lernen. Sie Atmete tief durch und klopfte Gold den Hals, während sie Paddys und Avas Worten lauschte. „Vielleicht können wir ja mal zusammen etwas trinken gehen“ meinte Mille nebenbei zu Paddy. Irgendwie wurde sie das Gefühl nicht los, das Ava sie außen vor ließ. Doch sie wollte Urteilsfrei bleiben und einfach nur den schönen Ausritt und die freie Zeit genießen. Vielleicht hatte sie ja auch etwas Zeit, sich noch etwas mit Gold zu beschäftigen, so lang sie ihn noch hatte. Neben dem vielen lernen und trainieren, war der Wallach hin und wieder etwas arg zu kurz gekommen. „Naja, jeder hat wohl andere Prioritäten“ meinte Mille eher zu sich als zu den anderen beiden. Sie wurde das Gefühl nicht los, das dritte Rad am Fahrrad zu sein, was ihrer Stimmung einen kleinen Knick versetzte. Das kam ihr in letzter Zeit öfter vor. Was wohl damit zusammen hing, das sie kaum jemanden wirklich zu ihren Freunden zählte. Eigentlich machte das ihrer starken Persönlichkeit keinen Abbruch, aber es war doch schon etwas deprimierend, wenn alle so viel Spaß mit seinen Freunden hatte, sie jedoch kaum Freunde hatte. Der einzige der sie bedingungslos liebte, war der Lichtfuchswallach. Ein leichtes Schmunzeln umspielte ihre Lippen, während sie so ihren Gedanken nach hing.

Die Eröffnung des Paisleys wollte sie sich jedoch nicht entgehen lassen. Sie würde einfach hin gehen um etwas zu tanzen und vielleicht das ein oder andere Getränk zu trinken. „Vielleicht läuft man sich ja dort über den Weg“ meinte sie ganz ungezwungen und schenkte ihren beiden Mitreitern ein fröhliches Lächeln. Wobei sie nicht wirklich glaubte, dass sie in der Masse wirklich herausstechen würde, da sie sich nie sonderlich auftarckelte. „Es ist ja schon schade, aber irgendwie auch aufregend, dass wir im zweiten Jahr neue Pferde zu geteilt bekommen“ meinte die Fußballazubine leicht nachdenklich.

[Gedanken | Gespräch | Patrick & Ava]
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Patrick Murray
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AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 21 Mai 2015 - 22:12

Oha. Avas Worte waren nicht wirklich pampig oder gefaucht gewesen, aber die Kälte hätte Raureif über die Wiese am Wegrand ziehen können. Das war nicht Sinn der Unterhaltung gewesen, auch wenn die Springreiterin vielleicht sogar recht hatte. Aber wirklich nur vielleicht. Patrick hatte keine Ahnung von Fußball. Gar keine. Weniger als gar keine. Ein Haufen Typen oder Frauen in komischen Klamotten rannten einem Ball hinterher, um den in ein Tor zu bekommen. Wow, Applaus. Das war so notwendig und sinnvoll wie Herpes. Eine Tatsache, die er Camille natürlich nie ins Gesicht sagen würde und auch Leon nicht. Aber für Paddy gab es eben nur einen Sport und dem ging er im Moment nach und den würde er vor allem auch nie wirklich als Sport ansehen. Es war Leben, Liebe und Leidenschaft. Sobald er mit Zwang verbunden wurde, verlor er etwas sehr Wichtiges, das hatte er vorm Turnier bemerkt. Aber er war gut, seine Pferde waren halbe Vollprofis und er kein Turnierreiter. Er wollte seine Fähigkeit zu unterrichten schulen und reiten. Dazu musste er aber kein Stunden langes Training mit den beiden durchgehen. Gerade der Trail hatte ja den Sinn, dass man im Gelände so wenig wie möglich absteigen musste und mit den verschiedenen Anforderungen klarkam. Ergo: Ausritte waren die perfekte Leistungsüberprüfung für das Gelernte und Erarbeitete. Im Prinzip arbeiteten Patrick, Amy und Cowboy also gerade. Schöne Sache!
„Soooooo strebsam, Ava!“, erwiderte Patrick mit einem Grinsen, um die Stimmung, die zugegeben etwas angespannter geworden war, wieder zu lockern. Cowboy schnaubte unter ihm inzwischen ab und Amy wirkte sowieso so, als hebe sie nur aus Routine die Hufe. Es war aber auch ein zu schöner Tag, um sich von irgendetwas aus der Ruhe bringen zu lassen. Von zwei so überengagierten Damen sowieso nicht. Allerdings machte es ihm doch etwas aus, dass Camilles Miene sich gerade etwas verdüstert hatte.
Jo wird das wohl nicht mögen, wenn ich mit einer anderen was trinken gehe, schoss es Patrick durch den Kopf, als er Milles Vorschlag hörte. Kümmert ihn das? Ja, zu seinem großen Leidwesen schon. Aber Jo war jung, verdammt jung, sodass Kneipenbesuche mit ihr einfach nicht drin waren.... „Klar. Ich bekomm' im Pub inzwischen wahrscheinlich schon Rabatt“, erwiderte er trotzdem, fügte aber hinzu: „Ava, du auch? Leon würde sicherlich auch mitkommen und ein paar andere.“ Das zog sicherlich. Ach was, auf jeden Fall! Dass die beiden jungen Frauen dem Fußballer zu Füßen lagen, war mehr als offensichtlich, obwohl sie es gut zu verbergen wussten. Aber Paddy hatte Erfahrung mit Menschen und er wusste Gesichtsausdrücke zu deuten, auch wenn er eigentlich nur zu den Mahlzeiten auf die anderen achten konnte und im Stall. Also den ganzen Tag über. „In größeren Gruppen macht Pub am meisten Spaß.“

Avas nächste Frage oder eher die Erwähnung, ließ Patrick zögern. Jo würde ihn erneut umbringen, aber er wusste, dass sie kein Interesse an dem lauten, schicken Club hatte. Darüber hatten sie sich wenigstens unterhalten können. Aber... was Jo nicht wusste.... Dann jedoch besah er sich Ava und er wusste, dass es noch vor Monaten höllisch gefährlich gewesen wäre, mit der einen Frau eine Beziehung zu haben und mit einer wie Ava Reed auszugehen. In einen Schuppen mit Alkohol. Man sollte ehrlich sein; die Reiterin war scharf und in seinem Alter. Jo würde ihn definitiv umbringen oder wenigstens anschreien, wenn sie auch nur von dem Gedanken wüsste, obwohl sie wusste, dass er vor ihr umtriebig gewesen war. Auf Geschrei oder einen abgeschlagenen Kopf hatte er keine Lust. Trotzdem würde er sich den Abend, für den er keinen Eintritt zahlen musste, nicht entgehen lassen. Auf keinen Fall! Joana musste davon nichts wissen und Ava würde sich nicht darum kümmern, weil Paddy seine Beziehung noch nicht an die große Glocke gehangen hatte. So würde es gehen und im Lügen hatte er Erfahrung.
„Klar, gern. Aber ich warne dich. Wahrscheinlich flüchte ich nach 'ner halben Stunde vor der Musik.“
Zu Milles Kommentar nickte er nur. War das... war das ein schlechtes Gewissen? Ernsthaft? Patrick schüttelte über sich den Kopf. So tief war er also gesunken.

Seiner grüblerischen Stimmung tat es dann auch nicht gut, dass Camille das Thema auf die Pflegepferde lenkte. „Zum Kotzen ist das!“, erwiderte er nur bitter und meinte es so. Er hing an seinem unzertrennlichen Traumpaar und das, obwohl er sich nie an jemanden hatte binden wollen. Egal, ob Pferd oder Mensch. Aber er hatte seine beiden ins Herz geschlossen. Sie waren sein Anker, sein Zuhause, sein Glaube, dass die Welt doch gut werden konnte. Sein Schlüssel zu Joana waren sie auch gewesen und – ach, wem machte er da etwas vor? - das Mädchen bedeutete ihm eben auch etwas! Wahrscheinlich hätte er sie angemacht, einen Korb kassiert und nicht mehr wirklich mit ihr geredet, hätten seine Pferde nicht sein Herz erweicht. Gut, so schlimm war es nicht und er erinnerte sich deutlich an Joanas Überredungskünste am ersten Turniertag, aber... nein, er wollte die Pferde nicht tauschen, aber er wusste, dass er darüber keine Macht hatte.


[Training / Pub / Party / Pflegepferde – alles im Gespräch mit Ava und Camille]
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Isaac Haber

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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   So 24 Mai 2015 - 14:49

Ausreiten war jetzt nicht so unbedingt Isaacs Lieblingsbeschäftigung, da er meist den sportlichen Erfolg in den Vordergrund rückte und ohnehin ein paar - nun ja - Disparitäten mit dem Gelände selbst hatte. Doch seitdem Wasabi bei ihm eingezogen und er die ersten Male mit ihm in der Natur unterwegs gewesen war, hatte sich seine eigene Scheu ein wenig gelegt, sodass er inzwischen sogar selbst wieder mit dem Gedanken spielte, in die Vielseitigkeit, sein ursprüngliches Terrain, zurückzukehren. Zwar hatte er nicht die Absicht, den Springsport hinter sich zu lassen, denn dafür lebte er nach wie vor und er war nicht bereit, das aufzugeben, was ihn groß gemacht hatte. Das sah man ja an Cloud Atlas Sextet, die noch immer an seiner Seite war, obwohl sie längst keine Topleistungen mehr erbrachte und allmählich von den Jungspunden des Sports aus dem Rampenlicht vertrieben wurde. Dennoch war die Stute gefragt wie eh und je, für Modelkampanien o.ä. Sie war ein Kultobjekt und schon jetzt eine kleine Legende, an der niemand vorbeikam, der sich auch nur annäherungsweise für den Springsport interessierte. Wasabi war da das Gegenteil. Er war jung und unerfahren, im Gegensatz zu Cloud, ein Diamant, den man erst noch schleifen musste, aber er versprühte Sicherheit im Gelände und diese Sicherheit brauchte Isaac, um sich überhaupt raus in die Natur zu trauen, die ihm so fremd war. Inzwischen war er aber oft genug mit dem Württemberger unterwegs gewesen, sodass er einige gute Strecken kannte und auch jetzt schon in den Trab wechselte, bei dem Willow noch mit dem Warmblut mithalten konnte.
"Oh, er ist schon lange kein Hengst mehr. Es war ein harter Schlag seine Männlichkeit hinter sich zu lassen, da kann ich sehr gut mit ihm fühlen. Es muss grausam sein, diese Erfahrung machen zu müssen, aber es war nun einmal unvermeidbar." Leicht ironisch sprach Isaac schon udn es wunderte ihn auch ein wenig, dass Ciara sich nicht ganz im Klaren über Wasabi's "Männlichkeit" war. Schließlich war er schon ein Wallach, seitdem er auf dem Hof stand.
Nach einer Weile kam dann endlich die Galloppstrecke in Sicht, die einen Hügel hinauf und an einem Maisfeld entlangführte. Den Boden hatte der bereiter shcon beim vorangegangenen Trab für gut befunden, da er weder zu weich und rutschig, noch zu hart für die empfindlichen Pferdebeine war. Wobei die Beine ihrer beiden Rösser wahrscheinlich nicht so empfindlich waren wie die einer Oxygen oder eines Phantom. "Als ob ich mich überschätzen würde. Ciara - zweifelst du etwa an meinen Fähigkeiten?" Gespielt schockiert warf er ihr noch einen Blick zu, ehe er noch kurz abwartete, dass auch sie mit Willow auf die Galoppstrecke gebogen war und gab Wasabi dann die Gallopphilfe. Nahezu aus dem tänzelnden Stand, da er sofort hatte lospreschen wollen, startete der Braune und sprintete los. Er war wahrlich unglaublich schnell und konnte es augenscheinlich mit so manchem Rennpferd aufnehmen. Die Hufe trommelten über den Boden und Isaac drückte sich flach im leichten Sitz an den Körper seines Pferdes. Wie oft lieferte er sich doch so mit Shana und Royal Wettrennen, die immer unterschiedlich ausgingen. Aber Willow hatte aufgrund der physischen Voraussetzungen keinerlei Chancen gegen den windshcnittigeren Warmblüter, der ihn locker abhängte.
Oberhalb des Hügels ging die Galloppstrecke noch ein ganzes Stück auf gerader Ebene weiter, ehe Isaac den schnaufenden Wasabi, der sichtlicht vor Adrenalin sprühte, durchparierte und auf Ciara und Willow wartete, die etwas gemächlicher hinter ihnen hergehechtet kamen. Ein seichtes Lächeln lag auf Isaacs Lippen, als er die fliegende zweifarbige Mähne und die Fischaugen seines einstigen Pferdes sah. Zu gut kannte er das Gefühl, im gestreckten Gallopp auf Willows Rücken dahinzuschunkeln und dabei die Zeit vergessen zu können. "Nur fliegen ist schöner was?"


{<-REITPLATZ | Gespräch | Galloppstrecke}
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 2 Jun 2015 - 17:57


PLOT 6

Neues Jahr, neues Glück

1 ½ Monate der freien, unbeschwingten Zeit liegt hinter Lehrern, Schülern und Pferden. Wochen, in denen die Tiere die Freiheit auf den Wiesen genossen und nur die Privatpferde bewegt wurden. Wochen, in denen kein Schüler zu den Büchern greifen und sich dahinter verstecken musste. Wochen, in denen keine Trainingsstunde geplant und Leistungsschreiben angefertigt werden mussten. Allen hatte diese Zeit gut getan. Viele haben sie für einen Urlaub genutzt. Entweder in der Heimat oder fern ab an einem anderen schönen Landstrich dieser Erde.
Pünktlich, zwei Wochen bevor das neue Lehrjahr startet, sind dann alle wieder zurück auf dem Hof. In den ersten beiden Augustwochen sind schon die neuen Azubis auf dem Hof eingezogen und mit ihnen neue Privat- und auch das ein oder andere Reitschulpferd. Für besonderes Aufsehen sorgte zweifelsohne die Hochzeit von Lawrence McKinley und Rebecca Lacroix, die eine großartige Feier auf dem Hof war. Doch auch dieses Fest ist vorbei und so begann einige Tage später, am 01. September, auch schon wieder das neue Lehrjahr. Für die einen geht es in die zweite Runde, für die anderen ist es das erste Jahr auf dem Hof und ganz gespannt sind alle natürlich nur auf eins: die neuen Pflegepferde. Wer wird in diesem Jahr ihr vierbeiniger Begleiter durch dick und dünn? An wen wurde das Lieblingstier verteilt? Und hat man selbst vielleicht den geheimen Wunschkandidaten zugeteilt bekommen? Nun endlich hat das Warten ein Ende. Und nach einer Woche Theorieunterricht startet schließlich am 09. September der praktische Teil der Ausbildung in Form der ersten Stunde auf den neuen Pflegepferden. Für alle Beteiligten ist es eine aufregende Sache, denn sowohl die Pferde bekommen neue Reiter, als auch die Azubis, die neuen Partner bekommen und die Lehrer, die sich auf die neuen Paare einstellen müssen.
Inzwischen ist die erste Stunde in vollem Gang und das erste Betasten ist größtenteils überstanden. Die Unterrichtseinheit geht schon in die Schlusseinheiten und danach wartet dann doch ein wenig freie Zeit bis es ins Bett geht.

> Mittwoch, 09. September (->Geburtstagsliste)
> Nachmittags, 15.10 Uhr
> ein noch relativ warmer Tag, sonnig, ca. 25°
> ein paar Wolken zeigen sich schon am Himmel und lassen auf ein abendliches Sommergewitter schließen

Da wir mit der ersten Unterrichtseinheit beginnen, sind die Postingpartner schon festgelegt. Es findet Gruppenunterricht statt. Dabei erfolgt die Verteilung auf das Gelände folgendermaßen:

Dressurreiter (Dressurplatz)
Lawrence McKinley – William Cavanaugh
Guillén Jozé – Raven Blackwater&Joana Collins
Springreiter (Springplatz)
Rebecca Lacroix – Ava Reed&Miranda Gillingham
Vielseitigkeitsreiter (Vielseitigkeitsstrecke)
Daniel McHale – Mai-Lin Cheng&Lillian Adams
Jockeys (Rennbahn)
Alex Salas – Sophie Ferall&Noah Shoemaker
Westernreiter (Reitplatz)
Darian O’Donneil – Patrick Murray
Bereiter (Reithalle)
Isaac Haber – Shana McCormick&Noriko Cromwyll&Aaron Harris
Pferdepfleger (Hengststall)
Ciara Rothwood – Dorothea Kaiser
Tierärzte (Stuten-&Wallachstall)
Josephine Bernard – Emma Carter&Carolin von Meeden

Nach dem Unterricht steht die restliche Zeit des Tages allen frei zur Verfügung und neue Postingpaare können gebildet werden.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   So 10 Jan 2016 - 21:34


PLOT 7

Kommt Zeit, kommt Rat…?!

Kaum dagewesen sind sie nun auch schon wieder vorbei. Die Weihnachtstage, die Silvesterfeiern und die Neujahrsspringen. Stattdessen ist wieder einmal die Zeit der Lernphase angebrochen und so rauchen in jedem auffindbaren Azubicottage die Köpfe über den theoretischen Aufzeichnungen. Die Tage sind vollgepackt mit Lernen und man weiß kaum noch, wie man regelmäßig die Pferde versorgen soll, ohne die wichtige Lernzeit zu verlieren. Wie üblich gibt es auch auf den HMS Frühstarter und Spätbeginner. Somit können manche entspannt der Prüfungsphase entgegensehen, während sich andere in drückender Zeitnot wiederfinden und die Nächte durchpauken.
Das praktische Training ist offiziell seit einem Tag beendet und die Azubis müssen ihre Trainer nun direkt um zusätzliche Trainingseinheiten bitten, wenn sie welche haben möchten. Doch auch die haben nicht den ganzen Tag Zeit und da nach den theoretischen Prüfungen eine einzige praktische Durchlässigkeitsprüfung zur Zwischenbilanz ansteht, entsteht im Prüfungsstress auch noch eine Kabbelei um Trainingseinheiten. Passend zur Stimmung ist auch das Wetter, das ganz in grau gekleidet jegliche gute Stimmung zu unterbinden versucht. Einzig und allein der vor zwei Tagen gefallene Schnee, der über Nacht durch Neuschnee aufgefrischt wurde, lädt zum ausgelassenen Herumtoben ein. Aber wer hat dafür schon Zeit, wenn die Arbeit ruft? Einige versuchen sich mühsam ihren Frohsinn zu bewahren, während andere in eine kleine Winterdepression verfallen, doch mit der Zeit sollte auch Rat kommen oder? Und eigentlich ist doch immer jemand da, der einem irgendwie weiterhelfen kann. Sei es nur mit einer Tasse Kakao und einem offenen Ohr.

> Donnerstag, 04. Februar
> nach dem Mittagessen, ca. 13.30
> kalter Tag, ca. -7°
> gute 20cm Schnee auf ungeräumten Strecken, stellenweise Glätte, grauer Himmel

Der Tagesplan ist euch freigestellt. Die Straßen sind geräumt, sodass eure Charaktere problemlos in die Stadt gelangen können, nur auf dem Hof sind ausschließlich die Hauptwege geräumt, sodass sich an einigen Stellen Eis gebildet hat.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   So 20 Nov 2016 - 16:31


Plot 8
Spaß ist der wichtigste Baustein des Lebens



Was wir mal wieder brauchen ist ein bisschen Party.
Nach den Prüfungen ist bekanntlich vor den Prüfungen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der wird vorerst etwas versüßt. Und zwar durch ein hofinternes Frühlingsfest. Die Sorgen der letzten Wochen und Tage fallen am Tag der Ergebnisbekanntgabe von den Schultern aller. Niemand ist in den theoretischen Prüfungen durchgefallen und sieht die Vollendung des Lehrjahres gefährdet. Somit gibt es einen Anlass zum Feiern, denn auch die Lehrer sind erleichtert, dass ihre Schützlinge eine weitere Etappe in ihrer Laufbahn genommen haben. Deswegen hat die Hofleitung in dem letzten Monat beinahe Tag und Nacht an ihrerm Vorhaben gefeilt, ein Fest auszurichten, bei dem jeder mit anpacken kann. Es soll allen Voran Spaß bringen und jedem ist es freigestellt, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Doch was wäre so ein Fest ohne engagierte Leute? Bei zahlreichen Mitmach-Aktionen kommt jeder auf seine Kosten und kann die Gedanken an die Ausbildung und den Leistungsdruck getrost von sich schieben.
Auf den weitläufigen Wiesen, die direkt hinter dem Hauptgebäude der HMS angrenzen, sind Bierbänke und Tische aufgestellt, es gibt einen Grillstand, sowie eine Kuchenausgabe mit angrenzendem Beilagenbuffet und "alkoholfreier" Bowle (in die irgendwie doch ein ordentlicher Schuss gelangt ist) und eine Tombola mit allerhand reiterlichem und fußballerischem Equipment als Gewinn. Auf dem Fußballplatz wird ein kleines Turnier ausgetragen bei dem es heißt: Lehrer gegen Azubis. Und auf dem großen Reitplatz ist ein kleiner Trailpark für Ponyspiele aufgebaut. Es wird also allerhand geboten, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist und der Spaß nicht zu kurz kommt.

> Samstag, 26. April
> Startzeit: 18.00
> ca. 20°
> ein kalifornischer Frühlingsabend mit einem wundervollen Sonnenuntergang


Tragt euch bitte für die entsprechenden Aktivitäten im dafür vorgesehenen Thread ein.
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Do 24 Nov 2016 - 23:48

Es war wohl die allgemeine Stimmung der Erleichterung, die den HMS nach Beendigung der Prüfungen erreicht hatte und gleich darauf wohl die Vorfreude auf das Frühlingsfest, wo eben jener Stress von den Prüflingen und Lehrern abfallen sollte und sie sich nach Herzenslust vergnügen durften. Blair war deutlich nervöser gewesen, als bei allen Prüfungen, die sie damals in ihrer Studienzeit absolvieren musste, gemeinsam, denn sie war erst seit so kurzer Zeit hier im Heaven Meadows Stable und hatte sich vorher nicht unbedingt auf wettbewerbsreifer Basis mit Pferden beschäftigt. Doch Shadow und Estelle hatten sie nicht hängen lassen und so war es nun auch an der gebürtigen New Yorkerin, sich an dem heutigen Abend zu vergnügen. Wenngleich sie bereits beim Aussuchen der passenden Garderobe schon wieder fast verzweifelte und sich fragte, was sie nur geritten haben musste, dass sie sich freiwillig als Sängerin für die Band eingetragen hatte. Seit der Abschlussprüfung ihres Gesangstudiums hatte sie nicht mehr öffentlich gesungen und hatte die Tätigkeit des Reitens auch praktisch als Flucht davor benutzt. Es war wohl ein Anflug von musikalischer Unausgelassenheit, verbunden mit der Euphorie über die bestandenen Prüfungen, die sie zu dieser leichtsinnigen Idee gebracht hatte. Doch nun gab es kein zurück mehr, schließlich wollte sie auch nicht als diejenige gelten, die kurzfristig absagte, weil sie Schiss davor hatte, das zu tun, was eigentlich ihr Hauptberuf hätte werden sollen. Also entschied sie sich für ein beiges Sommerkleid, das ungefähr bis zu den Knien reichte und mit einem braunen Gürtel um die Taille geschmückt war. Dazu braune Sandalen mit Keilabsatz und für den Abend eine ebenfalls braune Lederjacke, damit sie nicht zu frieren brauchte. Die kastanienbraunen Haare ließ sie in ihren leichten Naturwellen über ihre Schultern fallen und nutzte lediglich ein paar Haarspangen und die vordere Strähnenpartie aus ihrer Sicht zu entfernen. An Make-Up fand sich heute ein natürlich schimmernder Lidschatten auf ihren Lidern, eine dunkle Mascara und ein dunkelroter Lippenstift. Dies war für die Vierundzwanzigjährige verhältnismäßig viel Farbe in ihrem Gesicht, doch sie hatte in ihrem Studium gelernt, dass bei Auftritten die richtige Betonung von Augen und Lippen das Um und Auf sei. Auch wenn es an diesem Abend keine riesige Bühne sein würde, auf der die Band spielte, doch es war immerhin ein Fest, also sah Blair es auch als angemessen, sich ein wenig in Schale zu werfen.

Um kurz nach 18 Uhr erschien die Dressurazubi also auf der Wiese und bewunderte die schön angerichtete Dekoration, die Bänke und das Buffett. Erst jetzt überkam sie ganz deutlich das Gefühl, dass dieser Abend eine Belohnung für sie alle sein würde, denn die letzten Wochen hatten es durchaus in sich gehabt. Nachdem Blair sich einen Becher von der Bowle geholt hatte - welche irgendwie nicht ganz so alkoholfrei schmeckte, wie angegeben - spazierte sie zu der kleinen Bühne, die für die Band hergerichtet worden war und spürte wieder, wie die leise Nervosität in ihr aufkroch. Es würde sie viel Überwindung kosten, wieder vor Publikum zu singen, doch vielleicht war es langsam an der Zeit, ihren eigentlichen Traum wieder aufleben zu lassen. Und während sie da so stand und mit sich selbst rang, bemerkte sie aus dem Augenwinkel einen jungen Mann mit einem Geigenkoffer, der gerade ankam. Vom Sehen kam er ihr bekannt vor, doch sie glaubte nicht, dass sie jemals ein Wort mit ihm gesprochen hatte. Doch da sie wohl gemeinsam musizieren würden, wäre es wohl nicht dumm, zumindest seinen Namen zu wissen, nicht wahr? Mit diesem Gedanken im Kopf, trank Blair noch einen Schluck und ging dann langsam auf den Geigenspieler zu. „Kleiner Tipp: Vor dem Spielen sparsam mit der Bowle umgehen, sonst hältst du deinen Bogen noch verkehrt herum.“ Ein Lächeln begleitete die scherzhaften Worte, welche sie eigentlich nur gewählt hatte, um den Anderen vor der nicht ganz so jugendfreien Bowle zu warnen und gleichzeitig ein etwas authentischeres Gesprächsthema zu haben, als einfach nur: „Hi“... Gleich nachdem sie geendet hatte, bereute sie das Gesprochene allerdings wieder, denn wer wusste schon, mit welcher Art von Humor der Andere ausgestattet war. Vielleicht wäre es doch besser gewesen, als vollkommen Fremde miteinander zu musizieren, als sich bei dem ersten Kollegen schon unbeliebt zu machen... Nunja, nun konnte sie das Gesagte auch schlecht wieder zurück nehmen, also blieb ihr nichts anderes übrig, als ihm ein etwas scheues Lächeln entgegen zu bringen und unsicher auf seine Reaktion zu warten.



{Kleiderauswahl | Ankunft am Fest | Bowle | spricht Finn bei der Bühne an}
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Finnian McAllen
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Beruflich habe ich mit 23 noch einiges vor.

HERKUNFT : Mein Ursprung liegt in den unberührten Weiten NEUSEELANDS, dort wo Natur noch Natur ist.
AUSBILDUNG : Wahrscheinlich ist PFERDEPFLEGER nicht mein endgültiger Beruf, aber er ist eine Bereicherung.

BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 25 Nov 2016 - 17:50

Das Bedürfnis in Gesellschaft zu sein, resultierte weniger aus der menschlichen Hormonwelt, sondern viel eher aus den Urinstinkten, die dem Homo Sapiens Sapiens noch immer zueigen waren. Menschen waren nicht gerne alleine, denn das erhöhte die Wahrscheinlichkeit Depressionen zu bekommen. Aber auch lag es schlichtweg daran, dass ihre Vorfahren - die Affen - ebenfalls in großen Gruppen lebten und ungern alleine umherstriffen. Wenngleich es hier Arten gab, wo viele Genossen Einzelgänger waren. Vielleicht konnte es auch so begründet werden, warum sich unter der so weit entwickelten Menschenrasse noch immer Einzelläufer befanden, die einfach nicht ins Schema passten. So wie Finnian. Er hatte sich daran gewöhnt, dass man ihn kritisch beäugte und nichts mit ihm anzufangen wusste. Die meisten hielten sich lieber von ihm fern, nachdem sie erkannt hatten, dass seine äußerliche Erscheinung keineswegs ihr Versprechen nach einem kommunikativen Charakter hielt. Im Gegenteil. Kommunikation mit Finnian war etwas, das nicht vielen gelang und bis heute erstaunte es ihn selbst, wie viele Hofbewohner inzwischen in eine Art Friendzone bei ihm gelangt waren. Wo er doch sonst nie Freunde gehabt hatte. Aber Camille war irgendwie so herrlich unkonventionell und mit ihrer direkten Art vielleicht genau das, was der Blonde regelmäßig brauchte. Jemanden, der ihn einfach aus der Fassung brachte und damit dazu animierte, ein wenig mehr auf die Menschheit mit einem gewöhnlichen IQ einzugehen. Abgesehen von der Fußballazubine waren da noch Sophie und Paddy, die inzwischen ein relativ ansprechendes Verhältnis zu ihm aufgebaut hatten. Und das war ebenfalls erstaunlich, denn auch sie waren keine überdurchschnittlichen Wissenschaftler. Wenn sie überhaupt wissenschaftliche Facetten besaßen. Abgesehen von diesen wenigen Personen, die man sicherlich an einer Hand abzählen konnte - was für Finnian dennoch eine erstaunliche Menge war - hatte er für die anderen Hofbewohner kaum Sympaathiepunkte übrig. Die meisten waren doch zu primitiv in ihren Interessen, die sich insbesondere über Dinge wie die zerbrochene Beziehung von Brad Pitt und Angelina Jolie drehten. Eben Dinge mit denen Finnian nichts anfangen konnte.
Warum er sich also dazu hinreißen hatte lassen, am anstehenden Frühlingsfest in der Band zu spielen, wusste er selbst nicht. Vielleicht weil Shana auf ihn eingeredet hatte, sie nicht alleine mit all diesen übermotivierten Hofbewohnern zu lassen. Dabei wusste Finnian nicht einmal wirklich, wer überhaupt ebenfalls spielte. Jedenfalls solange bis sie sich vor einigen Tagen zum Proben getroffen hatten. Definitiv eine interessante Truppe, die sich dort zusammengefunden hatte, doch mit Menschen wie Ciara Rothwood konnte er einfach nichts anfangen. Dr Ackles dagegen war schon mehr nach seinem Geschmack, immerhin wusste er so vieles über den menschlichen Körper. Und dann war da noch die Brünette gewesen, die ebenfalls mit ihm dieses Lehrjahr begonnen hatte. Blair Connelly. Sie waren kaum in Kontakt miteinander gekommen, irgendwie war es dafür zu durcheinander gewesen. Nicht, dass Finnian Kontakt zu jedem Hofbewohner brauchte. Dennoch fand er es ganz nett, wenn man zumindest wusste, mit wem man es zu tun hatte.
Gekleidet in ein schwarzes Hemd, dunkle Jeans und schwarze Vans schlenderte er seines Weges, mit dem Geigenkoffer in der Hand, und hielt erst einige Bänke vor der Bühne an, wo er den Koffer auf einen Tisch legte und gerade einen kontrollierenden Blick hineinwerfen wollte, als eine Stimme ertönte. Erstaunt drehte sich der Neuseeländer zur Seite und betrachtete die Sängerin der Band, die heute Abend hier spielen sollte. Warum er jedoch seinen Bogen falsch herum halten sollte und was das mit der Bohle auf sich hatte, verstand er nicht recht und zog die Stirn kraus. "Blair richtig? Blair Connelly. Leider verstehe ich nicht ganz, was du mir damit mitteilen möchtest. Du musst also leider konkreter werden, was die Bowle und mein Geigenbogen miteinanderzutun haben sollten." Wie immer war es Finnians trockene, sachliche Art mit der er jede Unterhaltung führte. Diese schreckte die meisten ab, doch diejenigen, die ihn kannten, gewöhnten sich daran. Und alle anderen zwangweise auch, wenn sie ihn nicht von da an penibel mieden. Doch Blair schien Kontakt zu suchen, wenngleich dem Blonden schleierhaft war wieso. Es bestand doch kein Anlass dafür - oder?
{Gedanken | Bühne | Blair}
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Fr 25 Nov 2016 - 23:33

Die haselnussbraunen Augen waren aufmerksam auf das Gegenüber gerichtet, während Blair sich allerlei mögliche Reaktionen auf ihre etwas unbeholfenen ersten Worte in diesem Gespräch ausdachte. Nunja, vielleicht war jene Unterhaltung auch gleich wieder vorbei, bevor sie angefangen hatte, schließlich wäre es wohl unter Umständen sogar möglich, dass der Geigenspieler ihren Scherz als Beleidigung auffassen könnte. Frei nach dem Motto, was sie sich eigentlich einbildete zu vermuten, dass seine musikalischen Begabungen auch nur annähernd mit seinem Alkoholspiegel zusammen hängen könnten. Vielleicht ging diese Befürchtung auch ein wenig zu weit, doch wie gesagt hatte die angehende Dressurreiterin keinerlei Anhaltspunkt über den Charakter oder Humor des Anderen. Bei den Proben für den heutigen Auftritt waren sie sich natürlich flüchtig begegnet, doch zu einem verbalen Austausch war es bisher nie gekommen. Und als Blair weiterhin ihre Erinnerungen an die Probezeit durchforstete, bot sich ihr doch ein kleiner Lichtblick, da sie sich mit einem Mal an seinen Namen erinnerte. Finnian McAllen. Ein wirklich schöner Name. Nicht, dass es ihr sonderlich viel darüber verriet, wer denn nun wirklich vor ihr stand und welche Charakterzüge er verbarg, doch zumindest wusste sie schon einmal, wie sie ihn ansprechen sollte, was ja selbst im Anbetracht dessen ein Vorteil war, dass es immer noch zu keiner länger andauernden Unterhaltung kommen könnte, da sie dies mit ihren ersten Worten eventuell besiegelt haben könnte. Schließlich wurden die nun schon etwas wirr gewordenen Gedankengänge durch seine Antwort unterbrochen, welche Blair zunächst einmal einen etwas überraschten Ausdruck auf dem Gesicht hervorrief. Sie hatte wahrlich nicht damit gerechnet, dass er ihren Namen kannte, was ihr gleich darauf eine gewisse Erleichterung darüber hervorrief, dass sie sich glücklicherweise doch noch daran erinnert hatte, wie er anzusprechen war. Finnian sprach jedoch gleich weiter und machte sie darauf aufmerksam, dass er den Zusammenhang zwischen der Bowle und seinem Geigenbogen nicht wirklich verstehen konnte, was Blair nun sogar etwas zum schmunzeln brachte. Sie hatte mit einigen Reaktionen gerechnet, doch keine davon hatte miteinbezogen, dass er vielleicht gar nicht begreifen würde, was sie hatte sagen wollen. Tja, so konnte man sich wohl täuschen.
„Ach, ich meinte nur, weil die Bowle anscheinend nicht ganz so alkoholfrei ist, wie vermutet und man da wohl aufpassen muss, dass man keinen Schwips bekommt... Betrunken wird es sich vielleicht nicht so einfach spielen lassen, oder?“, redete sie drauf los und versuchte, ihre vorherigen Worte zu erklären. Und noch während sie sprach, hatte sie das Gefühl, dass weder der ursprüngliche Scherz sonderlich charmant war, noch die etwas unbeholfene Art und Weise, wie sie ihn zu erklären versuchte. Es folgte also eine kurzzeitige Pause, in der sie es sich nur mit Mühe verkneifen konnte, sich mit der flachen Hand gegen die Stirn zu klatschen, ehe sie rasch den Kopf schüttelte. „Mh... weißt du was, vergiss es. Ich bin sicher, du wirst keine Probleme beim Spielen haben.“, versuchte sie dann, sich aus der Peinlichkeit herauszuwinden und überlegte, ob es nicht klüger wäre, die Sache mit diesen Worten auf sich beruhen zu lassen und zumindest einen halbwegs würdevollen Abgang zu machen, wobei Finnian sich vermutlich jetzt schon fragen musste, was bei ihr wohl verkehrt lief.
„Du bist Finnian McAllen, richtig? Wie lange spielst du schon Geige?“ Vielleicht rettete ja ein taktvoller Themenwechsel den etwas verkorksten Beginn des Gesprächs. Musik war schließlich sozusagen ihr Fachgebiet, also konnte man mit einem Plausch darüber wohl auch nicht so viel falsch machen, oder? Blair hoffte jedenfalls das Beste, während sie noch einen Schluck von der Bowle machte. In dem Moment war es ihr sogar ein wenig willkommen, dass das Getränk nicht gänzlich alkoholfrei war. Sie hatte sonst nicht unbedingt große Probleme damit, ein Gespräch mit Fremden zu führen, doch wenn es darum ging, jene Unterhaltung selbst in die Wege zu leiten und dies auch noch halbwegs originell über die Bühne zu bekommen, war sie wohl offensichtlich keine sonderlich gute Ansprechpartnerin. Aber da sie auch keinerlei Begleitung für das Fest hatte und auch sonst noch kaum jemand Bekanntes erkennen konnte, kam sie sich auch gänzlich alleine auf einer der Bänke nur mit einem Becher Bowle in den Händen etwas verloren vor. Abgesehen davon war doch ein Gespräch die beste Möglichkeit sich von der Nervosität bezüglich des Auftritts ein wenig abzulenken.



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Finnian McAllen
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Sa 26 Nov 2016 - 17:47

Früher hatte man ihm gesagt, es würde nur eine Frage der Zeit sein, bis er die Menschen und ihre Eigenarten vollends verstehen würde. Dass besagte "Zeit" aber mehrere Jahrzehnte umfasste, hatte man ihm nicht gesagt und auch 20 Jahre später war es Finnian schleierhaft, was genau die Menschen so oft von ihm wollten. Meistens fingen sie doch wahllos Gespräche an, ganz so, als wollten sie einfach nur Reden um des Redens Willen. Man konnte nicht behaupten, dass der Neuseeländer auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften allzu bewandelt war, er kannte lediglich hier und da de Grundzüge, doch Sprachen hatten ihm nie ein Problem bereitet, im Gegensatz zu sprachlichen Äußerungen, die ins Nichts verliefen. Und meistens waren es eben genau diese, die die Menschheit an den Tag legte und ihn damit überhäufte. Wie man aktuell ziemlich gut an Blair beobachten konnte. Warum sie seine Gesellschaft gescht hatte, war ihm noch nicht ganz schlüssig, vermutlich beruhte sie aber auf seiner Theorie, des Nicht-Allein-Sein-Wollens. Gut, diese Theorie war eigentlich nicht von ihm, sondern ein biologisch zu erklärender Prozess. Aber dennoch. Finnian war kein Autist oder dergleichen: er erkannte Gefühlsregungen sehr gut und konnte - wenn es denn nötig war - auch einfühlsam sein. Aber mit Smalltalk hatte er eben ein Problem. Genauso mit schlechten Witzen, die Blair wohl ganz gern zu machen schien, so unbeholfen sie nun versuchte, ihre zuvorige Aussage zu erklären. Skeptisch betrachtete der Blonde sein Gegenüber, dass irgendwie versuchte, sich aus der Sache herauszureden, dann aber aufgab. Beschwichtigend winkte er ab, als sie begann sich zu entschuldigen. Menschen neigten dazu, aus Nichtigkeiten eine große Sache zu machen, weswegen er bereitwillig auf ihr neues Gesprächsthema, die Musik, einging. Weniger, weil er mehr über sie erfahren wollte, sondern eher, weil er diese Anspielung mit der Bowle möglichst schnell übergehen wollte. Er war nicht der Typ für Alkohol, war es nie gewesen und sein Bruder hatte ihn oft damit aufgezogen. Aber Finnian war nunmal nicht der Rebell der Familie, der den Wissenschaften entsagt und sich selbst auf Partys hatte gehen lassen. Er steckte die Nase noch immer lieber in ein Buch, anstatt in einem Glas zu versinken. Aber das musste Blair nicht wissen. Sie kannten sich doch gar nicht.
Obwohl es sonst nicht seine Art war, offene Fragen zu übergehen, beantwortete er ihre Frage mit dem Geigespielen trotz Bowle nicht. Es war ihm irgendwie - zuwider. Stattdessen aber ergriff er das Wort, als sie nach seinen Geigenkenntnissen fragte. "Richtig. Ich spiele seit 16 Jahren, aber mit unterschiedlicher Intensität. Die letzten Jahre haben mir nicht so viel Raum für musikalische Entfaltung gelassen - ich war mir anderen Dingen beschäftigt." Verdammt, er wurde redselig. Das lag sicher an Camille. Sie brachte ihn dazu, immer so viel zu quatschen, obwohl er gar nicht wollte. Er sollte sich zügeln. Zudem konnten seine letzten Worte so doppeldeutig sein. Da sein Äußeres nicht ganz unansehnlich war, konnte man sicherlich auch Falsches denken: dass er sich die letzten Jahre nur vergnügt hatte - in fremden Betten und sonst wo. Aber jeder der Finnian kannte, würde genau das nicht vermuten. Man wusste ja nichtmal, ob er überhaupt schon einmal eine Freundin gehabt hatte. Doch der Neuseeländer behielt gerne seine Geheimnisse und unterdrückte auch jetzt den Drang, das Kreuzworträtsel aus der Hosentasche zu ziehen und sich damit die Zeit bis zum Konzertbeginn zu vertreiben. Wenngleich er dafür wohl keine zehn Minuten brauchte. Also musste er wohl doch mit Blair vorlieb nehmen, aber was fragen? "Und du - spielst du ein Instrument oder singst du nur?" Das war doch passabel. Es passte zu Thema und war keine vollkommen unintersssante Frage. Denn Musik konnte den Blonden schließlich begeistern, vielleicht hatte Blair ja die ein oder andere Geschichte auf Lager.

{Blair}
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   So 27 Nov 2016 - 23:17

Erleichtert bemerkte Blair, dass ihr Gegenüber es wohl nicht für notwendig hielt, auf ihr wirres Gerede auch nur in irgendeiner Form einzugehen. Finn winkte lediglich ab, als sie schließlich selbst zu dem Schluss kam, dass es besser gewesen wäre, nicht mit einem schlecht ausgedachten Scherz anzufangen, weswegen sie ihm dankbar zulächelte. Der eigentliche Grund, weshalb sie ein Gespräch mit ihm angefangen hatte, wäre wohl eine Frage, auf die es tatsächlich keine eindeutige Antwort gab. Irgendwie stimmte es schließlich wirklich, dass Menschen sich oft einfach nur so in Gespräche mit vollkommen Fremden verwickelten... Sei es aus Einsamkeit, Langeweile oder die Flucht vor den eigenen Gedanken. Bei Blair wäre es wohl letzteres, wenn sie denn tatsächlich einen Grund nennen müsste. Immerhin musste sie sich doch ein wenig von ihrer Nervosität ablenken und noch dazu von den alltäglichen Gedanken und Erinnerungen, die sie jedes Mal heimsuchten, wenn sie ein paar Minuten still saß. Seit sie im Heaven Meadows Stable war, war es zwar schon viel besser geworden, doch natürlich wischte ein Orts- und Lebenswechsel nicht alles was vorher war weg. Sollte es ja auch nicht, doch Blair wäre schon dankbar darüber, wenn sie sich aussuchen könnte, wann ihr bestimmte Dinge in den Sinn kamen. Doch dafür würde sie wohl noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen und wenn sie es dann auch noch schaffte, sich in der Zwischenzeit nicht vollkommen lächerlich zu machen, würde das sogar halbwegs erfolgsversprechend sein. Da Finn ihr den Themenwechsel nun so bereitwillig abgenommen hatte, nahm Blair dies als eine Chance, sich als diejenige zu zeigen, die sie eigentlich war. Wahllos schlechte Scherze um sich zu werfen war nämlich sonst keine ihrer typischen Eigenschaften und darüber war die Vierundzwanzigjährige auch sehr froh. Doch aus dem Nichts eine Unterhaltung anzufangen war für manch einen auch nicht so einfach und sie hatte sich nicht wirklich besser zu helfen gewusst. Aber Finn schien trotzdem freundlich, auch wenn Blair hoffte, dass er nicht innerlich bereits die Augen über sie verdrehte und nur hoffte, dass sie bald wieder abzog. Doch vielleicht konnte sie ihren ersten Eindruck - der wohl nicht unbedingt berauschend gewesen sein musste - noch etwas korrigieren.
Ihr Gegenüber beantwortete also ihre Frage und Blair schenkte ihm daraufhin ein beeindrucktes Lächeln. Sechzehn Jahre waren schon eine lange Zeit, auch wenn sie wohl auf eine ähnliche Summe an Jahren kommen würde, wenn sie ihre musikalische Karriere zurückdachte. Das erste Mal hatte sie im Alter von sechs Jahren eine Gitarre in den Händen gehalten.
„Wow, das ist toll! Das wichtige ist doch, dass du nie vollkommen aufgehört hast, da kann die Intensität schon mal nachlassen.“, fand sie. Über seine Bemerkung bezüglich der anderen Dinge, mit denen er beschäftigt gewesen war, wunderte sich die Sängerin kaum. Sie wusste selbst, dass einem viele Dinge im Leben in bestimmte Hobbys reinpfuschen konnten, also gäbe es dafür wohl weit mehr Erklärungen als die simple Vermutung, dass Finn sich mit Frauen mehr beschäftigt hatte, als mit Musik. Und selbst wenn dies der Grund für die fehlende Intensität seines Geigenspiels gewesen war, würde Blair bestimmt nicht darüber urteilen. Zum Einen ging es sie ja mal überhaupt nichts an, mit wem er sein Bett teilte und wie oft und zum Anderen war er doch wirklich sehr gutaussehend, also wieso sollte er dies nicht ein wenig ausnutzen? Blair selbst hielt ja wenig davon, sich auf diese Weise zu vergnügen und die Partner wie Socken zu wechseln, doch das musste ja nicht für jeden gelten. Und um deutlich zu machen, dass sie sich nur wegen dieser Aussage kein Urteil über ihn zu bilden, sagte sie gar nichts weiter dazu, sondern zeigte eher ihre Begeisterung über seine Musikalität. Nach einer kurzen Pause, in der Blair sich nicht ganz sicher war, ob Finn noch etwas zu sagen hatte oder nicht, stellte er schließlich eine Gegenfrage, was ihre Hoffnung darauf, dass er vielleicht doch noch nicht darauf wartete, bis sie abzog, ein wenig bestärkte. „Ich spiele noch Klavier und Gitarre. Beides habe ich aber nur autodidaktisch gelernt und spiele jetzt wohl auch schon seit ungefähr 16-18 Jahren. Auch mit unterschiedlicher Intensität.“, erzählte sie schließlich und zwinkerte ihm zu. Die letzte Aussage sollte wohl ihre vorherigen Worte bestärken, dass es letztendlich nur darauf ankam, dass sie beide nie gänzlich zu Musizieren aufgehört hatten und dass sie keineswegs schlecht von ihm dachte, nur weil es eben auch andere Dinge in seinem Leben gegeben hatte, mit denen er sich mehr beschäftigt hatte, als mit seinem Instrument.



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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Di 29 Nov 2016 - 22:35

Ein halber Steinbruch war von Darians Herz gefallen, als er erfahren hatte, dass Paddy die Prüfung bestanden hatte. Manchmal bekam er wegen dem Iren noch graue Haare, es faszinierte ihn immer wieder, dass der junge Mann jede Prüfung bestand. Aber Darian hatte, was Pünktlichkeit und harte Arbeit anging spezielle Anforderungen an seinen Azubi und daher rührten auch ihre kleinen Differenzen, da Paddy von frühem aufstehen genauso wenig hielt, wie von der schweren Arbeit, jedoch waren Cowboy und Amy seit er sie hatte aufgeblüht. Mittlerweile war es kein großes Ding mehr die beiden für einige Stunden zu trennen. Als Darian nun über die Wiesen lief schüttelte er leicht den Kopf. Sein Ziel war der Grill, den er auf der Wiese aufgebaut hatte. Er wollte die Kohle im Blick haben, schließlich konnte man nie früh genug damit anfangen die Kohle anzufachen, ging es dem Cowboy durch den Kopf. Seine Erscheinung war heute eher Festlich. Unter seiner schwarzen Jeans guckten die schwarzen Spitzen seiner guten Boots hervor und auf seinem schwarzen Hemd glitzerten silberne Verzierungen, dazu passend saß auf seinem dunklen Haar ein schwarzer Cowboyhut.

Die Glut glomm fröhlich vor sich hin und Darian konnte getrost einen Abstecher über die Wiesen machen. Alles war festlich her gerichtet. Auch der Platz war schon für die Reiterspiele gerichtet. Darian konnte sich in Ruhe alles ansehen, da er erst um 20 Uhr am Grill stehen musste, außerdem bekam er noch nette Unterstützung. Ging es ihm durch den Kopf, als er an den Jockeyausbilder Alex Salas, den Pferdepflegerausbilder Jeremy Henderson und den Pferdepfleger James Barnes denken musste. Auch wenn er sie nicht alle wirklich kannte, so kannte er den jeweiligen Ruf, doch er wollte sich eine gute Stimmung nicht ruinieren. Er schob die Gedanken bei Seite und wanderte weiter über die Wiesen und grüßte hier und da einige bekannte Gesichter.


[Gedanken über Patrik | Schaut nach dem Grill | Wandert über die Wiese]
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 30 Nov 2016 - 13:12

Alle hatten die Prüfungen mehr oder weniger gut hinter sich gebracht und auch der Wanderritt war vorbei. Das eine oder andere "blaue Auge" hatte es jedoch gegeben. Der Cowboy hatte es jedoch sehr gut hinter sich gebracht und auch Bandit hatte sich von seiner besten Seite gezeigt. Inzwischen lag aber auch dieser Ritt schon wieder eine Weile hinter sich und heute würden sie das Ende der Prüfungszeit und auch den Ende des Winters mit einem wunderschönen Fest feiern.
Mit Ace im Schlepptau schlenderte er über die Wiese und sah sich zufrieden um. Er war gespannt wie dieses Fest bei den Azubis und sonstiges Hofbewohnern ankommen würde. Da er bis gerade eben noch arbeiten war, hatte er gestern bereits beim Aufbau geholfen und würde auch am nächsten Tag beim Abbau hefen, hatte sich jedoch zu keierlei Aktivitäten und Diensten eingeteilt. Eigentlich wollte er auch noch mit Bandit trainieren, doch das hatte er auf morgen verschoben. Der Tag war recht anstrengend gewesen, hatte er heute fünf Jungpferden den ersten Beschlag verpassen müssen und drei von denen waren alles andere als glücklich darüber gewesen. So war err heute erneut mehr als froh über die Stahlkappen in seinen Arbeitsschuhen, die seine Füße vor einem Besuch beim Doc bewahrt hatten.
Nass geschwitzt war er schnell duschen gewesen und lief jetzt, in dunkelblauen Jeans, seinen geliebten braunen Stiefeln, einem Hellblauem Hemd und seinem schwarzem Hut über die Wiese. Der Geruch von Kohle stieg ihm in die Nase und er sah zum Grill rüber, bei dem er kurz Darain erblickte, der jedoch in die andere Richtung davon stiefelte. Langsam folgte er dem anderem Cowboy. Ace folgte seinem Besitzer ohne zu murren, lief jedoch als er ebenfalls Darian erblickte und ein okay von Dylan bekam zu diesen um ihn zu begrüßen.
"Hey Darian, nah alles vorbereitet für heute Abend?", fragte er seinen Gegenüber und ließ seinen Blick ebenfalls über die bereits aufgebauten Reiterspiele gleiten.
"Der Chef hat mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut was?", grinste er und lehnte sich an einen der Pfosten an.


(Rückblick/ darian)
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Finnian McAllen
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BeitragThema: Re: Wiesen und Felder   Mi 7 Dez 2016 - 17:00

Als Wissenschaftler war eine Leidenschaft für die Musik nicht unbedingt das naheliegendste, denn immerhin hätte Finnian genauso gut einfach in einen zweiten Forschungsbereich einsteigen oder irgendwelchen hochdotierten Sport machen können. Aber er konnte Golf und Schach nicht viel abgewinnen, wenngleich ihm insbesondere Schach durchaus lag. Stattdessen hatte er sich lieber dem Reitsport zugewandt, der auch heute noch dank zahlreicher Vorurteile als Sport der "Gebildeten" galt. Doch von einem Akademikerstatus ließ sich wohl wenig auf dessen Vorlieben und Abneigungen schließen, wenn man von der Abneigung gegen Dummheit absah. Somit war es auch bei dem Neuseeländer etwas beinahe Gewöhnliches, dass er ein Faible für die Musik hatte, die er gerne ebenso innig studierte wie diverse mathematische Formeln. Natürlich spielte er am liebsten selbst komponierte Stücke, deren Melodien ihm irgendwann mitten in der Nacht kam, wenn er einmal nicht schlafen konnte. Überhaupt schien Finnian nicht viel Schlaf zu brauchen, denn er war definitiv ein Morgenmensch, der zu jeder Tageszeit ansprechbar war. Sofern er eben den Sinn einer Unterhaltung verstand. Diese hier kam langsam ins Rollen und doch kam er nicht umhin, ein kurzes Stirnrunzeln zu unterdrücken, weil ein Teil von ihm noch immer rätselte, warum Blair ausgerechnet seine Gesellschaft gesucht hatte. Das war etwas, was er noch immer nicht verstanden hatte: Warum Menschen meistens auf diejenigen zugingen, die in ihrer unmittelbaren Nähe waren, anstatt sich an die zu halten, die ihnen vertraut waren. Hatte es etwas mit der Neugierde auf Neues zu tun? Bei Blair konnte dies durchaus zutreffen, so erfreut wie sie auf eine Erwiderung nun reagierte. Finnian nickte nur bedächtig, während er weiter darüber grübelte, was wohl Blairs Beweggründe sein konnten. Je länger er jedoch darüber nachdachte, desto erstaunter stellte er fest, dass ihre Gesellschaft ihm gar nicht so unangenehm war. Immerhin war sie eine der wenigen, die sofort Interesse für das Geigenspiel zeigte und nicht im ersten Impuls die Miene wegen der quietschenden Töne, die das Instrument von sich gab wenn man es erlernte, verzog. Vielleicht sollte er also über seinen Schatten springen und seine Hemmungen beiseite schieben. Wie oft hatte er das in den letzten Monaten eigentlich shcon getan? Er hatte hier in einem halben Jahr mehr Leute kennengelernt als in zwölf Jahren Schullaufbahn und das wollte etwas heißen.
"Und - was spielst du so?" Die wenigsten standen auf Klassik und doch waren Klavier und Gitarre Instrumente, die dieses Genre nicht vollends ausschlossen. Was Finnian insgeheim Hoffnung machte, doch er wollte sich nicht zu sehr darauf fixieren. Oft hatte er enttäuscht feststellen müssen, dass seine Mitmenschen erstaunlich wenig mit klassischer Musik und ihrer Vielzahl an Tonkombinationen und Akkorden anfangen konnten. Sie wendeten sich meisten dem viel primitiveren Pop zu, wo jedes Lied auf derselben Akkordbasis bestand. Eine sehr ernüchternde Erkenntnis, die Finnian nur mehr in seinem Glauben bestätigte, dass der Mensch doch gar nicht mal so schlau war, wie er vorgab zu sein.
Blair wirkte dagegen wie jemand, der alles spielen konnte. Vielleicht nicht unbedingt Heavy Metal oder Gothic. Nach HipHop sah sie auch nicht unbedingt aus, ebenso wenig nach Rap. Vermutlich war es doch ein "klassisches" Genre, dem ihre Vorliebe zu eigen war. Rock, Pop, Alternative - Klassik? Es wäre zu schön gewesen, sich über dieselben Stücke austauschen zu können und nicht immer nur über reiterliche Erfolge reden zu müssen. Etwas, das scheinbar jeder andere hier auf dem Hof am liebsten tat. Und Finnian damit gehörig auf den Keks ging.

{Blair}
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