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 Stuten- und Wallachkoppeln

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Damian Masen

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BEITRÄGE : 438
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Sa 15 Aug 2015 - 20:50

Mit Abraxxas an der Hand, den er eigentlich nicht führen musste, der Rappe folgte unaufgefordert und Nanuk beifuß, der brav seinen Ball trug, verließ Damian geflogt von Maili und ihren Pferden die Stallungen.
"Keine Sorge, solang ich ein Pferd an der Hand habe, werf ich ihm sicher nicht den Ball.", grinste Damian und dachte über ihre Worte nach.
"Das tut mir Leid. Ich bin froh das es bei Braxxi nur eine Sehnenüberdehnung war und das lediglich ein Geländetick zurück geblieben ist, den wir hoffentlich noch in den Griff bekommen!"
Das eigene Pferd leiden zu sehen war immer schlimm, doch der kleine Rappe schien gerade recht munter zu sein. Schwer krank sah er zum Glück nicht aus.
Beim raus gehen nickte er noch schnell Finnian zu. Der Neuseeländer hatte Fakir als Pflegepferd bekommen. Eigentlich schade, Damian hätte gerne öfters die Gelegenheit bekommen den Fuchs zu reiten. Er bot ihm ähnliche Herausforderungen wie sein Nachwuchspferd Diamant und er hatte den Ritt heute sehr genossen, aber so war das eben.

Als er raus auf den Hof trat blinzelte er kurz gegen die Sonne und zuckte dann die Schultern. Dann eben kein Ausritt, sondern doch arbeiten in den Halle.
"Sehr großzügig die Dame!", lachte er, als Maili ihm anbot die Halle zu teilen. Zu Zweit machte es eben doch mehr Spaß zu reiten, wie alleine und mit Diamant war ein Geländegang immer etwas Waghalsig, wenn es nicht ums Springen ging, da wollte Damian, zumindest solange er sich noch nicht so gut auskannte doch nicht ganz alleine raus gehen.
An den Koppeln angekommen schien dort schon einiges los zu sein. Er runzelte leicht die Stirn, als er Willow mit zwei Azubis wahrnahm, die genau vor dem Gatter standen. Doch Daniel, der vor ihm hoch zu Ross saß, schien dies bereits angesprochen zu haben.
Er brachte Abraxxas zum stehen und lehnte sich entspannt an dessen Flanke und beobachtete das Schauspiel. Kurz grüßte er Daniel und Josephiene, ehe er zu Maili sah.
"Nach dem Abendessen willst du erst trainieren?", fragte er und sah auf seine Uhr. Hunger hatte er noch keinen, aber so wie er seinen Hengst kannte, sah der mal wieder aus wie ein kleines Schwein und er würde ewig dauern, bis der Apfelschimmel wieder etwas von seiner eigentlichen Fellfarbe hatte. Er hasste Sommermonate, wo der Hengst ohne Decke im Stall stand, aber das war eben so, wenn man sich einen Schimmel zulegte.
Er war sich also sicher, das er die Zeit, in der Maili etwas essen würde, mit putzen und richten seines Pferdes verbringen würde.
"He Daniel, kann ich dich nachher mal sprechen?", sprach er den Vielseitigkeitslehrer an. Vielleicht hätte dieser einen Tipp, wie er mit Abraxxas an dessen Scheu vor dem Gelände arbeiten konnte, denn er war inzwischen mit seinem Latein am Ende und vermutete sogar, dass die Furcht des Rappen mit ihm; Damian, zu tun hatte, weil er ihn mit dem Sturz in Verbinsung brachte.
Fragend sah er zu seinem Kollegen rüber, ehe er wieder zu Maili und deren Pferden sah.


(Kommen vom Stall/Begrüßt Daniel und Josie/ Fragt Daniel um Hilfe)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr
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ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 16 Aug 2015 - 21:33

Und vernünftig schien er dann auch noch zu sein! Mai-Lins Lippen hoben sich ganz automatisch ein wenig an und sie nickte auf seine Versicherung hin, während sie Herby links und Charming Boy rechts führte. Der Größere blickte sich neugierig um, als habe er den Hof noch nie zuvor gesehen. Auf einem wirklichen Turnier würde das lustig werden. Vielleicht konnten ihn aktuell schon kleine Kinder völlig aus dem Konzept bringen. Wahrscheinlich wäre das ein Grund, um mit der Tochter ihres Hofarztes zu üben, doch das wollte Maili erst wagen, wenn sie den Wallach besser kannte. Vorläufig war es viel interessanter, sich auf Damian zu konzentrieren. Schwer fiel ihr das wirklich nicht. Er sah gut aus, hatte mindestens ein wunderschönes Pferd und schien sympathisch. Okay, sie hatte seine Funktion hier noch nicht ganz durchschaut, aber vorläufig war ihr das auch vollkommen egal. Einem großen Teil von ihr war es egal. Den anderen brachte sie zum Schweigen, indem sie ihn einfach erfolgreich ignorierte.
„Was ist denn passiert?“, fragte sie gerade heraus und betrachtete den wunderschönen Rappen ein wenig eingehender. Er war bestimmt ein gutes Sportpferd, daher wäre es umso schlimmer, wenn er einen bleibenden Schaden davontragen würde. So eine Verschwendung! „In welche Richtung gehst du denn mit ihm?“
Die anderen im Stall ignorierte Mai-Lin kurzentschlossen. Der Neue hatte eine seltsame Art an sich und sie hatte ihn auf der Hochzeit der McKinleys mit einem Kreuzworträtsel oder ähnlichem sitzen gesehen. Wer tat denn so etwas? Das war absolut gegen jeden Anstand, sich so auf einer Party zu benehmen. Nun ja. Aber Stil war ja sowieso nicht jeder Manns Sache.

Im Licht der Nachmittagssonne musste Mai-Lin kurz niesen. Typisch für plötzliche Sonnenstrahlen auf ihrer immer hellen Nase. Charming zuckte kurz zurück, was sie jedoch ignorierte. Besser, er bildete sich erst gar nicht ein, sie würde auf alles eingehen. Außerdem stand der Herbst vor der Tür. Da sollte er sich besser an verschnupfte Nasen gewöhnen.
Damians Lachen war kurz aber warm. Mit einem kleinen Kichern stimmte Maili darin ein, ehe sie erwiderte: „Manchmal schon. Zu besonderen Gelegenheiten.“
Das stimmte nicht ganz, erschien ihr aber besser als das So bin ich eben, das ihr als erste Antwort durch den Kopf gegangen war. Großzügig, schön und talentiert. Sie hatte jedoch die Erfahrung gemacht, dass man mit dem Auflisten offensichtlicher Tatsachen vielen eher gegen den Kopf stieß als irgendetwas zu bezwecken.
Seite an Seite schritten sie zu den Koppeln, genossen die Sonnenstrahlen und die Wärme der Natur und der Pferde. Selbst Charming blickte sich nicht mehr nach jedem Busch um. Dann jedoch spannte er sich wieder an, als er die Versammlung von Reitern und Azubis bemerkte. Klar. Der irrsinnige Westernazubi und die andere Eroberung von Noah standen im Weg herum. Dazu kam... oh! Da hatte ihr Gruß ja doch zugetroffen. Daniel und Bernard waren auch in der Runde. Sie verspürte das dringende Bedürfnis, mit ihrem Ausbilder zu reden, weil sie diesen Wunsch einfach immer hatte, wenn er einen Raum betrat. Doch er war beschäftigt, weit weg, in Gesellschaft, die sie nicht mochte, und Damian richtete einen Frage an sie.
„Ich brauche eine kleine Pause nach der Unterrichtsstunde. Außerdem ist Alkestis, meine Stute, ziemlich anspruchsvoll. Mangelnde Konzentration bestraft sie augenblicklich“, erklärte Mai-Lin, nachdem auch sie mit Charming und Herby ebenfalls angehalten hatte. „Ist dir das zu spät?“
Die Schwarzhaarige lehnte sich schließlich auf Herbyse Rücken, während sie wartete und Damian sich an Daniel wandte. Die beiden Männer zu vergleichen, gelang ihr einfach nicht ausreichend. Daniel kannte sie länger, doch mit ihm war sie nie so leicht ins Gespräch gekommen wie mit dem Schwarzhaarigen, der ihren Ausbilder nun ansprach. Und konnten Miss Australien und Mister Mir-ist-nichts-peinlich endlich mal Isaacs ehemaligen wahnsinnigen Paint wegbringen?


[Damian / Weg zur Koppel / Treffen auf Daniel, Josephine, Emma und Patrick]
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Emma Carter
1. Lehrjahr
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ALTER : Alt ist man mit 19 wohl noch lange nicht.
HERKUNFT : Sonst reist jeder nach Australien, aber eher selten nach Bunbury.
AUSBILDUNG : Viel mehr ist der Beruf der Tierärztin der Wunsch meiner Eltern, als mein eigener.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 17 Aug 2015 - 14:19

Geduld war eine Tugend, die nur wenigen vergönnt war und eine der am häufigsten genannten Schwächen bei Vorstellungsgesprächen darstellte. Und auch, wenn es so aussah, als würde niemand Geduld besitzen, so sagten viele dies lediglich, um "dazu zu gehören". Emma konnte sich selbst in dieser Hinsicht nicht wirklich einschätzen, ob sie nun geduldig war oder nicht, hing doch hauptsächlich ohnehin von der Situation ab. Bei Willow hatte sie sich immer in Geduld geübt und zeitweise war ihr das auch gelungen, aber inzwischen wurde ihr schon etwas unwohl, wenn die tägliche Arbeit mit dem Paint bevorstand. Zwar wusste sie, dass man im Umgang mit Tieren, gerade bei so sensiblen wie Pferden, besonders viel Geduld und noch mehr Aufmerksamkeit brauchte, aber dennoch frustrierte es sie schlichtweg, dass sie eigentlich nie ein Erfolgserlebnis hatten. Während andere ihre Pferde schon im Stall hatten, putzten und aufzäumten, war sie noch damit beschäftigt, Willow zu verklickern, dass lediglich seine Hufe die Geräusche auf dem Asphalt erzeugten und nicht irgendein unsichtbares Monster, das ihn jeden Moment anfallen wollte. Tja, und wie sprach man überhaupt mit einem Wesen, das eine vollkommen andere Sprache sprach? Bei all diesen Gedanken konnte sie ein resigniertes Seufzen nicht zurückhalten und bemerkte den ankommenden Trupp Hofbewohner erst, als Patrick aufsprang und einige Schritte zur Seite machte.
Daniel McHale war es schließlich, der das Wort ergriff und sie bat, einige Schritte zur Seite zu machen, damit er seinen Wallach auf die angrenzende Koppel von Privatpferden stellen konnte. Willow blockierte die nebeneinanderliegenden Gatter, während er davor seelenruhig Grashalme rupfte. Die Rotblonde nickte zustimmend und zupfte leicht am Führstrick, woraufhin Willow's Kopf augenblicklich in die Höhe schoss und er angespannt stehenblieb, als hätte er einen Schuss gehört. Dabei hatte die Azubine nicht einmal wirklichen Druck auf den Strick und damit auf sein Halfter ausgeübt. Ein nervöses Prusten entrang dem Wallach, als die anderen Pferde in sein Sichtfeld kamen. Behutsam versuchte Emma ihn zum Gehen zu mobilisieren, doch dem Schecken waren zu viele ungewohnte Gesichter in der Nähe, die auf ihm ruhten und der Ansturm von Mensch und Pferd machte ihm sichtlich zu schaffen. Er wurde immer unruhiger, machte einige Schritte rückwärts und Emma hatte Mühe ihn von den Strombändern fernzuhalten, die zwischen den Holzlatten gezogen worden waren. Die Nervosität Willow's erlangte allmählich immer größeres Ausmaß, sodass man sich fragte, wie lange Emma ihn würde halten können. Mit ruhiger Stimme sprach sie zu ihm, doch er beruhigte sich kaum. Das Gatter zu der Koppel der Privatpferde hatte er zwar inzwischen freigemacht, doch seine Hinterhand befand sich noch immer gefährlich nah am Zaun der Reitschulpferde. Bernard die dort hoch oben auf ihrem Ross thronte erntete von Emma nur einen missbilligenden Blick. Wie sollte sie Willow hier überhaupt vorbeiführen, wenn die Gruppe aus Masen, Mai-Lin und Bernard ihr den Weg versperrte? "Tut mir Leid, Mister McHale, aber ich kann Willow leider nicht weiter führen, wenn mir der Weg versperrt wird." Die Koppeln von Hengsten und Wallachen und Stuten lagen schließlich direkt gegenüber und der Gang dazwischen, auf dem sie sich momentan befanden, war gerade einmal breit für drei Pferde. Momentan tummelten sich sechs dieser Tiere auf einem Fleck, einer unter ihnen mit erheblichen Berührungsängsten. Noch immer tänzelte Willow nervös umher, die Nüstern gebläht, die Augen geweitet. Die ganze Situation überforderte ihn und langsam auch Emma, die kaum noch einen Ausweg sah. Eigentlich hätte sie ihn ein Stück führen müssen, damit er sich beruhigte, doch der einzige Weg, dne sie momentan nehmen konnte, war der in entgegesetzte Richtung, die sie weit vom Hof fort führen würde. Etwas hilfesuchend sah sie zu Patrick, doch der wusste wohl auch nicht recht wie ihm geschah. Somit blieb sie auf sich allein gestellt, mit Willow, der jeden Augenblick die panische Flucht ergreifen wollte.


{Willow | Daniel | aufkommende Panik Willow's}
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Patrick Murray
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ALTER : 25 und trotzdem noch ein Azubi.
HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 17 Aug 2015 - 20:03

Selbstverständlich löste sich die Situation von zwei Reitern, einem pferdigen Angsthasen, einem ehemals völlig entspannten Azubi und einer demotivierten Veterinärmedizinstudentin binnen weniger Minuten auf, indem kleine grüne Kobolde Willow über die anderen Pferde hinwegschweben ließen. Klar. Und morgen kam der Weihnachtsmann.

Patrick hatte sich bisher eher im Hintergrund gehalten und die Situation beobachtet. Doch allein an seiner Haltung konnte jemand, der ihn kannte, ablesen, dass er alles andere als entspannt und unbeteiligt war. Seine Hände lagen an seinen Seiten, statt in den Taschen seiner Jeans zu stecken und zwischen den strahlend blauen Augen hatte sich eine kleine Falte gebildet, die sich nicht glätten ließ. Erst recht nicht, als dann auch noch zwei Leute mit drei Pferden auftauchten. Patrick erkannte Mai-Lin, die im gleichen Lehrjahr wie er war und die er nicht einmal leiden konnte. Wahrscheinlich sah sie es als ihr göttliches Recht an, hier zu sein, egal wie nahe Willows bunter Pferdehintern dem Elektrozaun kam. Denn genau dorthin wollte der scheue Wallach mit einem steigenden Anflug von Panik in den Augen. McHale und Bernard konnten auch schlecht abdrehen, weil die beiden Dunkelhaarigen ihnen den Rückweg blockierten. An Willow kamen sie aber auch nicht vorbei, da dieser sich inzwischen zu drehen begann und nervös auf der Stelle trat – zeigten sich da Tendenzen zum Dressurpferd? Auch Emma sah inzwischen nicht mehr wirklich ruhig aus. Wenigstens war sie selbst weder laut geworden noch panisch. Überraschenderweise waren ihre Worte an McHale noch ruhig gewesen, doch da sah die Situation noch nicht ganz so zugespitzt aus, wie sie allmählich wurde.

Patrick versuchte tief ein- und auszuatmen, dann legte er Emma eine Hand auf die Schulter. Dabei sah er Willow nicht an, um ihn nicht weiter zu verunsichern. Die Schultern der jungen Frau waren vollkommen verkrampft, so sehr sie sich auch bemühte. Aus dem Augenwinkel heraus sah Paddy die Augen des Paints Richtung Wald huschen, er wiederum auf der Stelle trat. „Atme. Ganz ruhig“, sagte er zu beiden mit einer tieferen Stimme als gewöhnlich. Pferde waren in dieser Hinsicht anders als Hunde, was bei Reitbegleithunden zu beachten war. Hohe Töne brachten die Huftiere viel eher aus dem Konzept.
Der Ire hatte keine Ahnung, ob er das Richtige tat. Doch Emma kam ganz eindeutig nicht mit dem Wallach klar – es war schlimmer als sie ihm beschrieben hatte, wobei das mit Sicherheit an der aktuellen Situation lag – und irgendwas mussten sie tun, sonst könnten sie einen aufgebrachten, überängstlichen Herrn im Wald suchen gehen. Darauf hatte er wirklich, wirklich keine Lust. Wenn sie Pech hätten, würde auch noch das Wetter umschlagen und im Regen durch den Wald zu latschen, war echt nicht sein Ding. Deshalb müssten sie die Situation jetzt irgendwie lösen. Von Mai-Lin und ihrem Begleiter erwartete er sich keine Hilfe. Von McHale könnte sie vielleicht kommen, immerhin kannte er zumindest Isaac und daher vielleicht auch Willow, doch saß er selbst noch auf einem Pferde, das sich zum Glück nicht ganz von der Nervosität des Schecken anstecken ließ. Zwei rebellierende Tiere wären auch definitiv zwei zu viel gewesen!

„Gehen wir in Richtung Wald. Vielleicht kommt er mit, wenn er sieht, dass er nicht zu den anderen Pferden und Menschen muss. Wenn du nervös bist, gib mir den Strick“, schlug der Ire betont ruhig vor und tat die ersten Schritte von den anderen Reitern weg. Es gab die Möglichkeit, außen an de Koppeln vorbei zu gehen und dann wieder an den Hof zu kommen. Das dauerte zwar erheblich länger, aber irgendwie mussten sie Willow sowieso erst beruhigen, bevor sie mit der Arbeit beginnen konnten.
„Wenn wir ihn hier wegbekommen“, wandte sich Paddy leise an McHale und Bernard. „geben Sie uns bitte etwas Vorsprung.“ Er bemühte sich um ein Grinsen, was ihm ziemlich schief und wenig überzeugend geriet. In solchen Momenten wurde ihm erst bewusst, was er für ein Glück mit Amy und Cowboy hatte. Die beiden waren zwar wie Siamesische Zwillinge, aber immerhin weniger verstört als dieses seelische Wrack an Emmas Führstrick. Er konnte nur beten, dass seine Idee klappte. Und wie gut sein Draht zu Gott war, konnte er inzwischen wirklich nicht mehr einschätzen.


[Panik Willows | wendet sich an Emma | Bitte an McHale und Bernard]
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Josephine Bernard

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ALTER : Nicht mehr die Jüngste, aber manchmal führe ich mich nicht wie 34 Jahre auf.
HERKUNFT : Geboren im schönen Städtchen Stillwater in Oklahoma wurde ich geboren und bin somit eine Waschechte Amerikanerin.
BERUF : Als leidenschaftliche Tierärztin hab ich alle Hände voll zu tun. Nicht nur mit den Tieren, sondern auch mit meinen Studenten.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Di 18 Aug 2015 - 8:18

Normalerweise war bei den Koppeln nicht so viel los, aber es war wohl zu erwarten gewesen, das sie meisten ihre Pferde nach der Stunde etwas laufen lassen wollten, jedoch war es schon ein ziemlicher Tumult und bei einem unsicheren Pferd konnte wer weiß was passieren. Sie wusste, das Willow nicht der nervenstärkste Charakter war und Emma war, so viel sie wusste nicht die Pferdenärrin und sie konnte nicht einschätzen wie sie mit Willow umgehen würde, wenn dieser eine Kriese bekam und sich einfach nicht mehr weiter bewegen würde. Sie sah Daniel kurz an „Wobei ich ja meine, das sich Eltern bei der Wahl des Berufes ihrer Kinder am besten raushalten sollten“ meinte Josy auf Daniels Aussage hin. „Habt ihr beiden die Situation im Griff oder kann man euch helfen?“ die Frage ging an Patrick und Emma, welche sie vorher mit einem kurzen Hallo begrüßt hatte. Manchmal wäre eine Einlass und Auslassregelung wohl das Beste. „Wir sollten warten bis Emma Willow heraus geführt hat“ meinte Josy kurz zu Daniel, ehe sie Cup leicht antrieb um sie vom Koppeleingang weg zu bewegen. Die Stute spielte leicht mit den Ohren, ging aber gemächlich weiter, auch wenn sie lieber die Koppel unsicher machen würde. Vorsichtshalber stieg Josy ab und lies Cup grasen, falls doch irgendein Unfall passieren sollte, war sie darauf vorbereitet und konnte einschreiten. Schließlich war sie hier die Tierärztin und vielleicht würde etwas ruhige Energie den unruhigen Paint etwas beruhigen. Josy warf nochmals einen Blick zu ihrer Stute und trat dann in die Nähe von Emma und Willow.

Josy sah schon ein ziemlich schlimmes Szenario vor sich, doch sie schob die Bilder bei Seite. Es würde nicht viel bringen, wenn sie jetzt auch noch an fing auf den Wallach ein zu reden, der sichtlich angespannt war und den Streifen Elektrozaun gefährlich nahe kam. Wenn er sich darin verheddern würde, wäre dies ein weiteres Traum für den Wallach und ein ziemlicher Knacks in der Vertrauensbasis zwischen Emma und Willow. Sie würde es wohl als unverantwortlich ansehen einer unerfahrenen jungen Frau ein Pferd wie Willow anzuvertrauen, doch sie wusste, das Lewis und Becca einen Grund dafür hatten, warum sie Emma dieses Pferd an vertrauten, auch wenn sie nicht so ganz wusste, was das ganze eigentlich sollte. Josy Atmete tief durch und versuchte so viel positive und ruhige Energie wie nur irgendwie möglich zu Emma und Willow zu schicken. Sie konnte sie nur ermahnen ja ruhig zu bleiben und keine plötzlichen Bewegungen zu machen.

Der Wallach spielte nerv ös mit den Ohren und auch der Schweif peitschte durch die Lust. Zwei weitere Gesichter erschienen auf der Bildfläche, was Willow nicht gerade ruhiger machte. Es war Daniels Azubine Mai-Lin die aus irgendeinem Grund etwas gegen sie hatte, doch das störte sie momentan nicht im Mindesten. Sie musste die Situation im Auge behalten und zur Not einschreiten, sollte es brenzlich werden. Mit einem knappen Nicken grüßte sie die Neuankömmlinge. Mit den Gedanken war sie ganz bei Emma und Willow, versuchte ihr gut zu zureden und sie zu unterstützen so gut es ging. Sie schickte ein Stoßgebet gehen Himmel, das alles gut ausgehen würde, ein verletztes Pferd ist das letzte was sie brauchen konnte doch damit musste sie momentan rechnen, wenn die Situation eskalieren würde und das konnte, bei einem Pferd wie Willow durchaus passieren.

[Gespräch mit Daniel | treibt Cub bei Seite und steigt ab | tritt zu Emma und Willow | behält Situation im Auge]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mi 19 Aug 2015 - 12:14

“Solange sie ihre Kinder in ihren Wünschen unterstützen, fände ich es ja noch in Ordnung. Aber die eigenen Kinder zu ihrem Glück zwingen zu wollen, ist wohl der falsche Ansatz.“, wandte Daniel sich noch an seine Kollegin, ehe er sich den beiden Azubis zuwandte.
Emma warf ihrer Ausbilderin einen Blick zu, der deutlich machte, wie ungern sie hier war und diese Ausbildung machte. Und die Worte, die sie an ihn richtete, waren auch nicht gerade die freundlichsten, doch Daniel war definitiv nicht der Typ, der sich über so etwas aufregte. Gut, er war ja auch nicht der Typ, der sich über irgendwas groß aufregte. Und genau deshalb, weil er stets eine ruhige Ausstrahlung hatte, benahmen sich seine Pferde entsprechend. Selbst Sally, die noch sehr jung war, ließ sich nicht von der Panik des Schecken anstecken und sah sich entspannt um. Ein leichtes Brummeln stieg in ihrer Kehle empor, als sie ein paar Weidegenossen entdeckte, doch diese beachteten sie gar nicht. Und Gun war sowieso nach der Trainingseinheit die Gelassenheit in Pferdeform. Einzig die ankommenden Pferde veranlassten ihn dazu, seinen Kopf leicht zu drehen. Mai-Lin und Damian brachten ihre Pferde zur Koppel und Letzterer sprach ihn auch gleich an. “Klar, ich bin gleich erstmal eine Runde mit Sal auf dem Springplatz, aber dann hab ich soweit frei.“, informierte er den Pferdetrainer freundlich über seine weitere Tagesplanung. Zwar hätte es ihm auch keine Probleme bereitet, wenn er gleich zum Springplatz mitkäme und ihm seine Probleme schilderte, doch er hatte das Gefühl, dass Maili ihn noch etwas beanspruchen würde. Ein bisschen Kontakt zu „normalen“ Leuten würde ihr vielleicht gut tun. Er hatte nichts gegen Shana, keineswegs, doch Damian war ein schöner Kontrast zu der etwas abgehobenen McCormick-Tochter. Ihr Vater war ein guter Züchter mit wunderbaren Pferden, von denen leider noch keines wirklich zu ihm gepasst hatte, doch in Sachen Erziehung hatte er vielleicht teilweise ein kleines bisschen versagt. Aber wie schon gesagt, Dan hatte ja keine Ahnung, welche Art Vater er wäre – also lieber nicht über andere urteilen…
“Ihr macht das schon. Bleibt ganz ruhig, es kann nichts passieren. Dieses Teufelspferd würde zur Not auch ohne euch zum Hof zurückfinden.“ Ein gutes Zureden mit einem freundlichen Lächeln hatte noch nie geschadet und eine Bestärkung der eigenen Fähigkeiten half doch manchmal immens, wenn es um junge Menschen ging. Wie oft hatte er selbst an seinen Fähigkeiten gezweifelt und war von seinen Trainern und Freunden immer wieder zurück in den Sattel gesetzt worden – sowohl sprichwörtlich als auch wortwörtlich. Und tun konnte er mit zwei Pferden an der Hand sowieso nichts für die beiden, zumal er so überhaupt keinen Draht zu dem Paint hatte. “Und nimm dir das nächste Mal vielleicht ein paar Handschuhe mit, falls er dir den Strick durch die Hand zieht können die ganz praktisch sein.“, wandte er sich noch einmal an Emma. Sie konnte es auffassen, wie sie wollte. Ob nun als besserwisserischen oder nett gemeinten Ratschlag. Der Brite hatte sicher nicht vor, jemanden vorzuführen, doch er konnte nicht einschätzen, wie die junge Frau tickte. Das wichtigste war, dass sie den Ratschlag beherzigte und nicht mit Verbrennungen an beiden Händen beim Doc endete.

Nach kurzer Zeit hatten es die beiden Azubis dann doch geschafft, den aufgeregten Wallach weiter Richtung Wald und weg von den vielen Pferden und Menschen zu bringen. Erst, als sie in sicherer Entfernung waren bugsierte Daniel seine beiden Pferde zum Tor, löste den Strick von Guns Halfter und öffnete das Tor. Es gab nichts, das verlockender gewesen wäre, als die Weide, weshalb zu keiner Zeit die Gefahr bestand, dass es sich der Braune anders überlegte und hinter Willow her rannte. Zwar wollten auch noch andere ihre Pferde gern auf die Weide lassen, doch Dan machte lieber Platz mit seinem zweiten Pferd und schloss das Tor, bevor sich noch irgendwer in die Haare bekam. So nett und freundlich Sal war, sie war doch eine Stute.
“Und damit ist das Tor wieder frei. Bis nachher, Damian.“, verabschiedete sich der Vielseitigkeitslehrer vorerst, während er kurz nachgurtete und sich wieder in den Sattel schwang. “Wir sehen uns dann morgen, wegen der Uhrzeit schreibe ich dir noch, wenn ich das mit Rebecca abgesprochen habe.“ Kurz wandte er sich noch an seine Azubine, dann trieb er seine Stute voran – zurück zum Hof und zum Springplatz.

Josy Gespräch xx Emma&Patrick&Willow xx redet gut zu xx Gun -> Weide xx Abschied
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Emma Carter
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mi 19 Aug 2015 - 13:45

Nervosität ging von jeder einzelnen Faser des gefleckten Pferdekörpers aus, der weiterhin gefährlich nahe am Stromverlauf herumtänzelte, als wolle er sich selbst eine Piaffe beibringen. Emma hatte wirklich alle Mühe sich zu beherrschen und nicht einfach ruckartig am Strick zu ziehen, um ihm deutlich zu machen, dass er sich gefälligst nicht mehr so anstellen sollte. Aber sie besaß doch genug Pferdekenntnis, um diesem Drang zu widerstehen. Gewalt brachte bei Pferden nichts und auch wenn es ihr ein wenig zuwider war, so wollte sie doch Willoes Vertrauen erlangen, denn irgendwie mochte sie ihn ja doch, diesen bekloppten Schecken, der sich jedes Mal vor Angst in die nicht vorhandene Hose machte. Hatte Isaac ihn vielleicht deshalb damals gekauft, weil er Ähnliches in der Nähe des Paint gespürt hatte? Zweifelsfrei hatte er gewusst, welche Arbeit dort auf ihn zukam, wenn er den Wallach kaufte, aber da eben dieser so aus dem Schema von den sonstigen Haber-pferden viel, musste es etwas Besonderes gewesen sein, das ihn dazu veranlasst hatte, Willow zu kaufen. In den letzten Tagen, in denen Emma oft am Weidezaun oder am Sandplatz gesessen und einfach nur Willow beobachtet hatte, war sie zwar niedergeschlagen gewesen, weil sie keine Fortschritte machten, aber niemals hatte sie sich unwohl gefühlt. Willow war eine schweigsame Gesellschaft und vermutlich auch keine sehr verlässliche, aber sie könnte schwören, dass er sensibler war, als jedes andere Pferd. Es war, als habe er einen sechsten Sinn. Wie aus heiterem Himmel war plötzlich unmittelbar neben ihr gestanden, als sie der Kummer über Noah und diese Ausbildung hier zu erdrücken schien. Seine blauen Augen hatten sie in diesem Augenblick nicht angeschaut, aber er schien gewusst zu haben, dass sie jeden Moment hätte losweinen können. War es diese Angewohnheit, die Isaac damals bei Willow erkannt hatte? Die ihn dazu veranlasst hatte, ihn zu kaufen? Vermutlich würde sie es nie erfahren.

Auch jetzt sahen die blauen Augen die Rotblonde nicht an und sie sah nicht in sie hinein, um ihm nicht noch mehr Angst zu machen. Stattdessen war sie froh, dass Patrick nun neben ihr stand und ihr einen Vorschlag unterbreitete. Sie nickte und versuchte dann langsam in die entgegengesetzte Richtung zu gehen; dabei ließ sie den Strick ein wenig länger, auch wenn dies das Risiko mit sich trug, dass Willow erst recht in den Zaun krachte, wenn er einen weiteren Schritt rückwärts machte. Emma wandte sich von dem Paint ab und lief einfach los. Sichtlich verwirrt blieb Willow zurück, unentschlossen, was er tun sollte und noch immer ein wenig panisch. Letztlich entschloss er sich dann aber doch, dem Menschen am anderen Ende des Stricks zu folgen und fiel augenblicklich in einen aufgeregten Trab, der erst endete, als er gleichauf mit Emma war. Diese blickte sich noch einmal um und wandte sich an McHale. "Ja, das werde ich tun. Vielen Dank." Als die Anspannung nach ließ, konnte sie auch wieder freundlich sein.
Seite an Seite schlenderte die Australierin mit Patrick und Willow den Grasweg entlang, betrachtete die Pferde, die auf den Koppeln standen, entdeckte aber nicht jene braune Rennstute, die zu niemand geringerem als dem Jockeyazubi gehörte. Offenbar kamen Rennpferde nicht in den Genuss des Weidegangs. Außer Dancing with Sharks, der aufgedreht wie immer über die Wiese düste, als wäre er wochenlang nicht bewegt worden. Und das, obwohl Salas ihn täglich trainierte. Man konnte wohl nur den Kopf schütteln über die Eigenarten der Pferde hier und mit einem Seitenblick auf Willow fühlte sich Emma in dieser These bestätigt. Inzwischen war der Paint wieder ruhiger, seine Ohren spielten zwar noch immer umher, doch er prustete nicht mehr und wirkte für seine Verhältnisse relativ entspannt, sodass sie sich getrost an Paddy wenden konnte. "Danke dir. War wirklich eine gute Idee, auch wenn wir jetzt einen riesen Umweg laufen. Besser als ein traumatisierender Kontakt mit dem Strom."


{Willow | geht mit Patrick los | McHale | Willow&Patrick}
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Damian Masen

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BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mi 19 Aug 2015 - 19:29

"Gesundheit!", lachte er, als er das süße Niesen hinter sich vernahm. Aus den Augenwinkeln nahm er wahr, das Charming selbst darauf reagierte. Mit dem Pferd musste definitiv gearbeitet werden, sonst hätte Maili spätestens am Turnier wirklich Probleme mit ihm.
Als sie dann nach Abraxxas fragte verdüsterten sich kurz seine Gesichtszüge. "Vielseitigkeit. Ich hab Abraxxas ausgebildet und mit ihm meine größten Erfolge gefeiert. Aber dann sind wir gestürzt und er hat mich hinter sich her gezogen. Mein Sprunggelenk ist zwar noch nicht in Ordnung, aber ich kann wieder reiten, aber er hat seit dem ein Problem im Gelände.", erzählte der Halbspanier kurz und knapp und spielte mit der Mähne des Rappen.
Es hatte in vielen Zeitungen gestanden und war sogar in den Nachrichten gekommen. Immerhin hatte das Turnier unterbrochen werden müssen und er war damals mit dem Hubschrauber ins nahe gelegene Klinikum geflogen worden.
Damians Blick ging wieder zu Willow, dessen Hintern dem Elektrozaun immer näher kam. Mit einer kurzen Handbewegung legte er Nanuk ins Platz und sah zu Charming rüber. Jedoch standen Herby und Braxxi dem Falben im Weg, so das er abgeschiermt genug sein müsste, um sich nicht anstecken zu lassen.
Daniel und Josy gaben der überforderten jungen Frau Ratschläge genug, so das er sich entspannt zurück hielt und lieber Abraxxas kraulte, der seinen Kopf entspannt hängen ließ und dies genoss.
Hier war der Wallach die Ruhe selbst und schien sich für das durchgeknallte Pferd vor ihm nicht zu interessieren. Damian seufzte leise. Hoffetlich bekam er das in den Griff.

Endlich hatte Patrick eine gute Idee und langsam schien sich der Knoten zu lösen und Willow folgte den beiden Azubis in Richtung Wald und machte damit das Gatter frei.
Auf Daniels Worte hin nickte Damian und sah zu ihm rüber.
"Klasse, ich trainer nachher noch mit Diamant, ich denke danach sieht man sich sicher noch im Stall. Dauert auch nicht lange.", grinste er den Lehrer an.
Bereits nach der kurzen Zeit hier im Stall hatte Damian Daniel schätzen gelernt. Der Lehrer hatte ein Händchen für Pferde, war ein ausgezeichneter Lehrer und reiten konnte er auch noch.
Vielleicht wusste Daniel ja Rat oder hatte eine Idee, was man mit Braxxi am besten machen könnte, den aufgeben würde Damian den Wallach, mit dem er bereits so viel erlebt hatte niemals.
Er hob die Hand zum Gruß, als Daniel sich verabschiedete und nachdem auch die Tierärztin ihr Pferd weg gebracht hatte, kam Abraxxas dran.
Kaum merkte der Wallach das er frei war, drehte er um und raste davon. Bockend und springend fetzte er über die Koppel und riss einige der anderen Pferde mit sich. Wenn man ihn so beobachtete, konnte man glatt meinen, der Wallach wäre ein Jungtier.
Damian lachte und sah seinem Pferd nach, bis es sich beruhigt hatte und zum wälzen hinlegte.
"Bekloppter Gaul!", grinste Damian nur und wand sich wieder an Maili.
"Ne zu spät ist mir das nicht. Ich brauch sicher ewig, bis Diamant in einem ansehlichen Zustand ist. Der war heute morgen recht früh auf der Koppel und sieht bestimmt dementsprechend aus." Ein Seufzen, gefolgt von einem Grinsen verließ seine Lippen.
"Ja, dann passen die Beiden ja gut zusammen. Diamant nutzt nämlich auch jede unachtsamkeit scharmlos aus."

(Willow/ Daniel /Pferde auf die Koppel/ Maili)
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Patrick Murray
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BEITRÄGE : 355
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HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 20 Aug 2015 - 16:36

Herzlich Willkommen bei 1001 guter Ratschlag, der Show zur vermeintlichen Beruhigung nervöser Pflegepferde. Halb rechnete Patrick damit, dass auch von dem schwarzhaarigen Pferdepfleger, dessen Namen er vergessen hatte (Daniel? Demian? Damian? Egal. Irgendwas mit D auf jeden Fall), irgendein Tipp kommen würde, um Willow zu beruhigen. Dabei lag es wohl oder übel an dem großen Haufen von Pferden und Menschen, die zusammen wohl so etwas wie ein Heer bildeten, das Willow wohl kaum größere Angst hätte machen können, wenn es tatsächlich Tanker gewesen wären. Nun, vielleicht nicht ganz. Auf jeden Fall konnte der Ire sich nicht vorstellen, dass es unfassbar hilfreich war, wenn sie alle auf Emma und damit auch auf den Wallach einredeten und sie indirekt auch anstarrten, darauf lauernd, dass irgendetwas passierte. Gut, darauf wartete er innerlich ja auch, aber das war etwas ganz anderes. Emma war eine Freundin und er hatte den Vorschlag gemacht, mit ihrem Pflegepferd zu arbeiten. Also hatte er eindeutig die Poleposition inne bei 1001 guter Ratschlag! Daniels Worte fand er noch mit am sinnvollsten, auch wenn er sich darüber wunderte, wie Emma auf die Idee mit den Handschuhen reagieren würde. War es einfach nur eine Gelegenheit, um nett und hilfreich zu sein, oder ein Zeichen chronischer Besserwisserei?
Innerlich zuckte Patrick mit den Schultern. Egal was, es ging ihn nichts an. Immerhin konnte man Hände ja auf öffnen, wenn ein Pferd lospreschte – halten würde Emma den Wallach eh nicht mehr, sollte der sich zur Flucht entscheiden. Dazu waren die Urinstinkte, die den Pferden das Überleben sichern sollten, zu ausgeprägt und dazu war ein Pferd auch einfach zu stark.

Doch Pferde waren auch auf eine sehr liebenswürdige Art ihren Instinkten ausgesetzt. Den Kampf 'Menschen, die ich tatsächlich kenne und die auch noch weniger sind als die anderen' versus 'Viele, viele Menschen mit noch mehr Pferden und einem engen Durchgang' verloren letztere. Emma hatte den Strick länger gelassen und marschierte an Patricks Seite Richtung Wald.
Der Ire gönnte sich einen Moment des Zurückblickens. Willow war sichtlich hin und hergerissen, entschloss sich dann aber in einem hibbeligen Trab, der einem Westernpferd einfach nicht würdig war, zu ihnen aufzuschließen. Emma bedankte sich noch für den Handschuh-Tipp, was Patrick in dem freundlichen Ton nicht direkt erwartet hätte, und so ließen sie die anderen Reiter hinter sich. Beinahe Augenblicklich fiel die ganze Anspannung von dem jungen Mann ab, obwohl er nicht einmal wirklich gewusst hatte, wie sehr ihn die Situation als bloßen Zuschauer überfordert hatte. Wie hätte er reagiert, wenn Willow – was durchaus passieren konnte – sein Pflegepferd wäre? Wäre ihm der Umweg direk in den Sinn gekommen oder hätte auch er zuerst das Zupfen am Zügel versucht? Tja. Wenn du in den Genuss dieses irren Pferdes kommst, weißt du immerhin ein bisschen, wie er tickt...., riet ihm eine sehr leise Stimme der Vernunft und er musste ihr recht geben. Emmas Worte vor der Kulisse ihrer aller Schritte und dem sanften Rascheln des Grases, rissen ihn wieder ins Hier und Jetzt zurück.
Ein leises Lachen drang aus seiner Kehle, ehe er den Kopf schüttelte. „Scheiße, ja. Kein Thema.“ Der zusammenhängendste Satz des Tages. „Rechne das ruhig als Trainingszeit an. Im Moment wirkt er ja recht ruhig.“
Eigentlich hätte er ihr gern in die Seite geknufft, um ihr die folgenden Worte zu sagen, doch er unterließ das in Gegenwart des Schecken lieber. „Außerdem ist er mit dir gekommen, statt sich loszureißen. Ganz fruchtlos sind deine Bemühungen also nicht gewesen.“
Patrick schenkte ihr ein aufmunterndes Lächeln und vergrub die Hände in seinen Hosentaschen, während auch sein Blick über die Koppeln glitt, aber seine beiden Schützlinge waren nicht mehr zusehen. Wen wunderte es auch? Amy und Cowboy mochten ihn, aber sie hingen nicht an ihm wie Hunde. Sobald er sie auf die Koppel entließ, war er vergessen, bis es wieder an die Arbeit ging. Stehenbleiben und kraulen lassen oder Leckerlis erbetteln, kannte er von ihnen einfach nicht.


[Willow | Aufbruch | Emma | Gedanken]
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Mai-Lin Cheng
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 21 Aug 2015 - 15:07

„Verdammt!“, entfuhr es Mai-Lin leise, als sie Damians Erzählung lauschte, und die Information, dass sie die gleiche reiterliche Richtung eingeschlagen hatten, überhörte sie bei der Tragweite seiner Begründung. Das Risiko eines Sturzes ging ein Reiter tagtäglich ein, auch wenn es nicht so hoch war, wie überfürsorgliche Eltern oft dachten. Doch gerade im Gelände und bei den festen Hindernissen im Vielseitigkeitsparcours war die Gefahr, sich sogar tödlich zu verletzten riesig. Jedes Mal, wenn eine dieser Schocknachrichten durch die Medien geisterte, beschleunigte sich Mailis Herzschlag. Es war nicht so, dass sie noch nie vom Pferd gefallen war – Alkestis war während des letzten Jahres zur Expertin für enge Kurven und plötzliche Stopps geworden. Aber die Zahl der Stürze im Gelände war erfreulich gering und bei Turnieren war sie zum Glück noch nie abgesetzt worden.
Die Schwarzhaarige warf Pferd und Reiter einen prüfenden Blick zu. Der Rappe schien eigentlich ziemlich entspannt zu sein. Doch sie wusste ja, wie sehr das täuschen konnte. Nicht nur Menschen wurden traumatisiert, auch Vierbeiner konnte das widerfahren und es war weder für den einen noch für den anderen wirklich schön.
„Du könntest Daniel McHale um Rat fragen“, überlegte die Auszubildene schließlich laut. Es war ihr fremd, jemanden zu bemitleiden, den sie kaum kannte und in ihrer Familie war es üblicher, Probleme direkt mit Lösungen anzugehen. Mitleidsbekundungen beliefen sich normalerweise auf ein kurzes 'Das tut mir leid' und all dessen Variationen. Zudem war es passend, Daniel zu fragen. Immerhin war er ein hervorragender, bewundernswerter Mann... ähm Reiter, der ihr ja auch mit Alkestis soweit hatte helfen können, dass sie ernsthaft überlegte, im Frühjahr die ersten Turniere anzugehen. Das wäre ohne sein Fachwissen und seine Ruhe kaum möglich gewesen.
Erst Damians Seufzen riss Mai-Lin aus ihren Gedanken. Sie schenkte dem Mann ein kleines Lächeln. „Das wird schon wieder!“, versuchte sie ihn aufzubauen.

Eigentlich mochte Maili die McKinleys. Doch die Wahl von Willow für die Australierin, die so peinlich kindisch an Noah hing, ließ die Amerikanerin am Verstand der Hofleitung zweifeln und ihrer besten Freundin recht geben. Wahrscheinlich würde es wirklich dauern, bis sie ihre Pferde auf die Koppel bringen konnten, so wie Emma sich hier abmühte. Also wirklich, wahrscheinlich käme es noch so weit, dass Willow Charming Boy nervös machte und darauf konnte sie wirklich verzichten. Doch ihr Pflegewallach hatte Herby und Abraxxas vor Augen. Beziehungsweise deren Beine, da sein Maul im Gras, das unterhalb des Zauns wuchs. Als er schließlich die Stimme von McHale hörte, hob er kurz den Kopf, doch das war schon alles. Herbsttänzer war sowieso die Ruhe selbst. Nur die Ohren verrieten, dass er die Gebaren des anderen Tieres durchaus wahrnahm. Sie interessierten ihn nur kein bisschen.
Ein bissiger Kommentar lag auf Mailis Zunge, als sich der Schecke und die beiden Westernreiter entfernten, und ihre Vorurteile gegenüber dieses Reitstils schienen sich bewahrheiten zu können.

Daniel war der erste, der sein Pferd auf die Weide brachte und Gun nutzte die neugewonnene Freiheit augenblicklich und ihr Ausbilder machte den Weg wieder frei, ehe er sich ihr kurz zuwandte. Leider waren seine Worte gewohnt geschäftsmäßig, statt dass er sie zu einem romantischen Dinner oder wenigstens der Vorstufe, einem Kaffee einladen würde. Nein, die Hoffnung wurde einmal öfter enttäuscht und durch den Ausblick auf seinen hübschen Hintern beim Aufsteigen wurde sie immerhin wieder etwas versöhnt. An manchen Sachen sah man sich einfach nie satt.
„Alles klar! Freu mich schon!“, grinste sie dem Briten hinterher und verfluchte sich dafür, dass sie in seiner Gegenwart nicht etwas eloquenter auftreten konnte. Zum Verzweifeln war das, dass ihre Schwärmerei genau das bleiben würde; eine Schwärmerei. Doch sie konnte mit mangelndem Interesse für sie nicht umgehen. Beziehungen anfangen oder nur etwas flirten war okay, solange der andere spüren ließ, dass er ebenfalls daran interessiert war. Sonst – Fehlanzeige.

Während Abraxxas davon galoppierte, ließ sie auch Herby vom Strick, der dem anderen Rappen in im Trab folgte, bis er die Gruppe der anderen Privatpferde erreicht hatte. Charming Boy war deutlich anzumerken, dass er den beiden Dunklen am liebsten direkt gefolgt wäre, doch Mai-Lin hielt ihn zurück, wartete, bis Damian so freundlich war, das Gatter wieder zu schließen und öffnete dann den Zugang zur Schulpferdekoppel, wo sie den jungen Achal Tekkiner etwas weniger lässig seinem Feierabend überließ als sie es bei Herby getan hatte. Wie er auf der Koppel reagierte, wusste sie schließlich noch nicht. Doch die Vorsicht war unbegründet gewesen. Charm blieb noch einen Moment am Gatter stehen, beäugte Maili, ehe auch er losgaloppierte und zu buckeln begann.
„Die beiden Verrückten würden sich sicherlich gut verstehen“, schmunzelte sie an Damian gewandt, bevor sie nickte. „Dann wird die Trainingsstunde sicherlich interessant. Ich hoffe nur, meine Dame blamiert mich nicht vor einem erfahrenen Kollegen“, zwinkerte sie entspannt, als sie den Pferden einen letzten Blick zuwarf und sich wieder dem Stall zuwandte.


[ Damian | Willow | Daniel | Pferde auf Koppel | tbc. Innenhof ]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 21 Aug 2015 - 20:57

Damian beobachtete die Pferde noch eine Weile und hing seinen Gedanken nach. Er vermisste die Ausritte und Geländegänge mit dem Rappen, aber momentan waren diese einfach sehr unentspannt und er wollte nicht gleich am Anfang seines neuen Jobs wegen eines gebrochenen Handgelenkes oder schlimmerem ausfalle.
Als auch Maili ihre Pferde auf die Koppeln entlassen hatte, nahm er Nanuk den Ball ab und warf ihn. Augenblicklich flitzte der Hund los um den Ball zu seinem Herrchen zurück zu bringen.
"Genau das habe ich vor. Daniel scheint wirklich ein Händchen für Pferde zu haben und ich möchte gerne mal wissen, ob Braxxi nur bei mir so nervös ist. Vielleicht liegt das Problem ja auch eher bei mir wie bei ihm. Wir werden sehen, was dein Lehrer dazu sagt!", grinste er sie von der Seite an und warf den Ball erneut, da Nanuk inzwischen wieder zurück gekommen war.
Als sie versuchte ihn aufzubauen sah er sie nachdenklich an. "Mir würde es schon reichen, wenn wir wieder entspannt ausreiten könnten. Springen und Dressur geht er ja nach wie vor wunderbar. Nur eben das Gelände macht Probleme. Ich will Braxxi nicht ersetzen, aber mit Diamant hab ich ein klasse Nachwuchspferd und ich hoffe im Frühjahr mit ihm richtig durchstarten zu können.", erzählte er.
Ja, der Apfelschimmel war ein absoluter Glücksgriff gewesen. Er war trittsicher, sprang für sein Leben gerne und gut und dazu hatte er traumhafte Gänge, was ihn besonders in der Dressur hervorstehcen ließ. Und das obwohl genau die Disziplin war, ein der der Halbspanier seine Schwächen hatte. Er war eben mehr der Springer.
Damian glaubte nicht wirklich daran, mit abraxxas nochmals groß ins Turniergeschehen eingreifen zu können, aber Wunder geschehen ja immer wieder und vielleicht, aber nur vielleicht lag es ja wirkllich an Damian und nicht an dem Rappen. Genau das hoffte er jedenfalls.

Damian fiel sehr wohl auf, das Mailis gesamte Körpersprache sich änderte, als der Vielseitigkeitslehrer sie ansprach. Sie schien kurzzeitig sogar recht kindisch, irgendwie... der Spanier legte leicht den Kopf schräg...verliebt. Konnte es etwa sein, das die schöne Asiatin neben ihm mehr für ihren Ausbilder empfand.
Kurzzeitig machte sich fast etwas wie Enttäuschung in ihm breit, doch das Gefühl verdrängte er schnell. Dann wusste er wenigstens, dass er sich hier keine Hoffnungen machen musste, aber schade war es trotzdem. Maili war ihm sympathisch, auch wenn sie etwas überheblich rüberkam. Man merkte eben, dass sie aus besserem Hause kam wie er, das störte ihn jedoch nicht. Vielleicht würde sich das ja auch noch legen, wenn man sich besser kannte.
Traineren konnte man ja trotzdem zusammen, denn er glaubte nicht, dass sie so viel jünger war wie er und wer weiß.. vielleicht konnnte er ja auch von der Auszubildenden noch etwas lernen.

Die Hände des schwarzhaarigen verschwanden in seinen Hosentaschen und er nickte.
"Sicher, vielleicht tut Abraxxas ihm auch gut. Er ist sebst auf Turnieren die Ruhe selbst, zumindest solange bis es an den Start geht, dann puscht er sich hoch. Vielleicht kann Charming sich von ihm was abschauen."
Damian lachte, Abraxxas war schon eine Nummer für sich. Auf dem Abreiteplatz stehts tiefenentspannt, fast schon träge gewesen. Gesprungen nur das nötigste und gerade so hoch, dass die Stange nicht fiel, aber sobald es an den Start ging, schien da ein anderes Pferd zu stehen.
Ein Gähnen verließ die Lippen des jungen Mannes und er streckte sich genüsslich, ehe er zu lachen anfing.
"Erfahrener Kollege?? Ich kann mich glücklich schätzen, wenn Diamant mich nicht in den Sand setzt. Ich bin zwar schon ausgelernt, aber ich denke du stehst mir da nicht wirklich nach. Wer weiß, vielleicht gibst du mir ja nachher Tipps!"
Nanuk trottete inzwischen mit dem Ball im Maul neben den beiden Menschen her, die inzwischen den Stall erreichten.


(Maili/ zurück zum Stall)
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Josephine Bernard

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ALTER : Nicht mehr die Jüngste, aber manchmal führe ich mich nicht wie 34 Jahre auf.
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 27 Aug 2015 - 11:10

Josy war beruhigt, das nicht mehr passiert war, doch sie wurde das Gefühl nicht los, das Emma ihr noch ziemliche Schwierigkeiten machen würde. Aber was konnte sie dafür, wenn sie ein Studium machte, dass ihr eigentlich gar nicht gefiel. Josy konnte das wirklich nicht verstehen, wie jemand diese stolzen Geschöpfe nicht lieben konnte. Die Tierärztin ging zurück zu ihrer Stute und klopfte ihr den Hals und beobachtete für einen Moment die Pferde auf der Weide. Sie hob kurz den Kopf und ließ sich Daniels Worte durch den Kopf gehen, ehe sie ihm zustimmte. Sie sah Patrick und Emma noch eine Weile hinterher, ehe sie sich wieder in Cups Sattel schwang. Sie nahm die Zügel auf, wartete doch noch, bis auch die anderen Pferde auf der Weide waren und sich der Pulk aufgelöst hatte. Josy hoffte wirklich, das sich Emmas Verhalten gegenüber den Pferden vielleicht doch noch ändern würde und es Willow schaffen würde, ihr zu Zeigen was ein Pferd alles bedeuten konnte.

Sie hatte den Gesprächen gelauscht, doch nach dem Vorfall war sie für ihre Verhältnisse sehr schweigsam, was wohl eher zu den seltenen anblicken auf dem Hof zählten. Immer noch spielten sich schlimme Szenarien in ihrem Kopf ab, die sie einfach nicht abstellen konnte. Sie fragte sich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, Emma ein Pferd wie Willow an zu vertrauen. Sie schnaubte resigniert und versuchte die Bilder aus ihrem Kopf zu vertreiben. Sie musste sich beruhigen, wenn sie mit Cup noch Springen wollte. Cup schnaubte leicht und schlug mit dem Schweif, die Stute merkte, dass mit ihrer Reiterin etwas nicht stimmte. „Schon okay meine süße, alles okay“ meinte sie beschwichtigend und hoffte, das würde sie auch beruhigen. Sie würde wohl einen kleinen Umweg zum Springplatz nehmen. Einfach um wieder etwas runter zu kommen. Sie sah Daniel an „Ich nehm einen kleinen Umweg zum Springplatz, wenn das für dich okay ist?“ meinte Josy, ehe sie die Zügel endgültig aufnahm und der Stute mit leichtem Schenkeldruck zu verstehen gab, das es losgehen würde „Wir treffen uns dann beim Springplatz“ meinte Josy und damit verließ sie die Koppeln.

[Gespräch mit Daniel | Gedanken | -->Springplatz]
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Emma Carter
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 3 Sep 2015 - 15:11

Mit einem Hund war das Leben nicht nur leichter, weil er kein Fluchttier war, sondern auch, weil er weitaus freundlicher und angenehmer war als ein Pferd. Wenngleich Emma nicht sagen würde, dass Pferde unangenehme Zeitgenossen waren. man konnte prima mit ihnen Langeweile vertreiben und sie einfach nur beobachten, aber als einen richtigen Partner sah sie doch eher einen Hund an. Ein Seitenblick auf Willow bezeugte, dass er noch immer da war und keinerlei Anzeichen mehr zeigte, die Flucht zu ergreifen. Dann war ja alles noch einmal gut gegangen und die Australierin war wahrlich froh, den neugierigen, gaffenden Blicken der herumstehenden Personen entgangen zu sein. Abgesehen von McHale und Patrick hatte ja auch keiner Anstalten gemacht, ihr irgendwie zu helfen. Gut, von Mai-Lin hatte sie das ohnehin nicht erwartet, aber das selbst ihre Lehrerin Bernard keinen Rat gewusst hatte, machte die Rotblonde schon ein wenig stutzig. Aber sie hatte ohnehin gespürt, dass sie nicht in der Gunst der Tierärztin stand, ganz im Gegenteil zu Carolin. Die Zeiten änderten sich eben auch hier in Amerika nicht und die Lehrer standen weiterhin auf Streber. Umso besser war es da, wenn man sich auf Freunde verlassen konnte. Wie zum Beispiel Patrick, dessen Idee wahrscheinlich noch die Beste gewesen war, mal abgesehen davon, dass ihr selbst in jener Situation ohnehin keine sinnvolle Lösung eingefallen war.
Der Grasweg stieg leicht an und führte auf den Hügel hinauf, an dem Mr McKinley seiner neuen Frau einen Heiratsantrag gemacht hatte, wie die Brünette an der Hochzeit glücklich erzählt hatte. Die beiden waren wirklich ein Traumpaar und mit der Erinnerung an ihre fröhliche Hochzeit, kamen auch die Gedanken an Noah wieder auf. Mit ihm würde sie wohl niemals glücklich sein. Schon gar nicht so wie die McKinleys und das erfüllte sie fast ein wenig mit Neid auf die Hofleiter. Allerdings war an diesem Hochzeitsabend noch mehr passiert als nur die anzügliche Erscheinung Noahs. Patrick war sie ebenfalls näher gekommen und diese eine Nacht würde wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben. Leicht musste Emma schmunzeln, als sie daran zurückdachte und zugleich erfüllte es sie mit Wärme. Wie immer, wenn sie in Paddys Nähe war oder nur an eine Unternehmung mit ihm dachte. Er war ihr in der kurzen Zeit so vertraut geworden, dass sie sich bei ihm so wohl und verstanden fühlte wie sonst nur zuhause. Wahrscheinlich war er sogar ihr bester Freund in Zeiten wie diesen und sie wollte ihn für nichts auf der Welt eintauschen. "Ok, ok, Herr Lehrer!" Unter einem Lachen leuchteten ihre haselnussbraunen Augen den Iren an, der sichtlich schockiert über ihren Dank war. Freundschaftlich knuffte sie ihn in die Seite.
"Meinst du? Ich bin mir da nicht so sicher. Wahrscheinlich hat er nur entschieden, dass dort hinten das Gras noch schmackhafter ist. Ich fürchte er wird noch zur Graskugel in diesem Jahr." Auch wenn Willow regelmäßig bewegt wurde, sah man dem Paint doch ein wenig an, dass er zugenommen hatte. Sein stählerne Figur, die er einst besessen hatte, war einer eher pummligen gewichen, die ihn aber keineswegs weniger liebenswert erscheinen ließ. Im Gegenteil.
Aber was wenn Patrick recht hatte? Wenn Willow doch wegen ihr mitgekommen war... Wenn er ein ebenso netter Kerl war wie der Ire... Warum verliebte sie sich bloß immer in die falschen Typen?


{Spaziergang | Patrick | Gedanken | Gespräch}
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Patrick Murray
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Di 8 Sep 2015 - 21:25

Sobald sie die anderen Reiter hinter sich gelassen hatten, spürte Patrick sowohl sich als auch Emma als auch Willow – und auf letzteren kam es ja definitiv an – ruhiger werden. Eine leichte Brise flüsterte in den Bäumen, während sie die kleine Anhöhe hinaufstiegen, auf der der McKinley-Heiratsantrag stattgefunden haben musste, wie die Hofleiter bei der Verkündung ihrer Hochzeit erzählt hatten. Ein bisschen verstand es Patrick, dass sie diesen Flecken Erde ausgewählt hatten. Von hier aus hatte man einen sehr guten Blick auf die Gebäude des Hofes, also praktisch auf das Lebenswerk der beiden Ausbilder. Es musste wunderschön sein, etwas zu haben, auf das man stolz sein konnte; sehen zu können, dass man im Leben etwas erreicht hatte, was für etliche Azubis eher ihr zu Hause war als die Wohnungen ihrer Eltern.
Was hätte Patrick gemacht, wenn er nicht hierher gekommen wäre und wenn es McKinley nicht egal gewesen wäre, dass sein Lebenslauf bunter war als ein amerikanisches Haus in der Weihnachtszeit? Hätte er weiter Burger gewendet und am Fließband gestanden? Immerhin hatte er zwischen seinem Studienabbruch und dem Beginn hier irgendwie Miete und Lebensmittel zahlen müssen. Und er hatte nichts Sinnvolles gelernt. Mit Bibelzitaten, die er nicht einmal wirklich beherrschte, und der Fähigkeit, Statistiken zu erheben, verdiente sich ziemlich schlecht etwas. Und als Betreuer hätte er nicht arbeiten können. Allein der Gedanke daran trieb ihm auch jetzt noch Übelkeit in den Magen. Es ging nicht. Er konnte das nicht. Und wenn er sich betrachtete, wie wenig Joana von ihren Dämonen der Vergangenheit hatte loslassen können, konnte er sich nicht vorstellen, dass er jemals ganz vergessen könnte. Aber er war sich inzwischen sicher, dass er ein besseres Leben als seine Mutter führen würde. Er konnte es schaffen und er würde die Zeit hier genießen, so gut es ging.

Emmas Zweifel in der Idylle kommentierte er mit einer hochgezogenen Augenbraue. „Glaube ich kaum. Du musst Vertrauen in dich haben, dann kannst du ihn auch reiten. Haber hatte ihn ja auf einem guten Stand und selbst Ciara kam mit ihm zurecht.“ Er zuckte mit den Achseln. „Warum solltet ihr nicht auch zusammen finden? Du hast ein Händchen für Tiere, die nicht mal ein Viertel seiner Größe haben, kannst einfühlsam sein und... an Ausdauer fehlt es dir ja auch nicht.“ Auf letzteres folgte ein Grinsen und Zwinkern. Patrick wollte die kleine Australierin aufmuntern, nicht nur, weil er generell keine Menschen traurig sehen wollte, nachdem er so lange von Traurigkeit umgeben gewesen war. Nein, bei Emma spürte er, dass sie eigentlich ein lebensfroher Mensch war. Nur merkte man davon nicht viel. Sollte er nachfragen?
In der Hinsicht war Patrick sich unsicher. Eigentlich war es okay, dass er inzwischen Menschen an sich herangelassen hatte – vor allem allerdings Frauen. War das Misstrauen wegen seiner sogenannten besten Freunde, die ihn so schrecklich enttäuscht hatten, so tief verwurzelt, dass er nun nicht mehr jedem trauen konnte? Oder musste er differenzieren zwischen Ava und Emma? Immerhin hatte er mit Ava nicht geschlafen und würde es wohl auch nie tun, weil er Raven nicht verletzen wollte und konnte. Er wusste es nicht und er hatte aktuell auch keine Lust, darüber nachzudenken. Ein Gähnen entwich ihm und er hielt sich verspätet die Hand vor den Mund.


[Gedanken | Emma]
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Emma Carter
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Sa 19 Sep 2015 - 16:27

Irgendetwas mussten sich die McKinleys ja dabei gedacht haben, als sie Willow Emma als Pflegepferd zugeteilt hatten und nicht einem weitaus erfahreneren Reiter, den der Paint doch eigentlich brauchte. Zudem lag die Vermutung nahe, dass sie sich mit Haber abgesprochen hatten, an wen sien ehemaliger Schützling in diesem Jahr gehen sollte, nachdem er ein knappes halbes Jahr unter Ciara gelaufen war und sich so an anderen Reiter hatte gewöhnen können. Nun war er hier, lief neben der Australierin her und spielte das Unschuldslamm, dass natürlich niemals ein Angsthase sien könnte. Irgendwie war er ja schon ganz niedlich, musste Emma zugeben und zeitweise konnte sie sein Gesicht ebenso entzückend finden wie das eines Hundes oder eines Meerschweinchens. Es war ein wenig komisch mit Willow. Ihn um sich zu haben, war Fluch in Segen zugleich, weil er ihr Ruhe und Zweifel zugleich vermittelete. Weil er so sanft und zugleich so scheu war. Weil er irgendwie schwer zu begreifen war. War es das, was die Hofleiter wollten? Ihren Schülern Pferde an die Hand geben, die komplexer waren, als sie selbst? Ihnen zeigen, dass es Ziele im Leben gab, wie das Vertrauen eines solchen Tieres zu erlangen? Man musste sich doch nur Patrick ansehen. Er war vielleicht kein Profireiter und würde es nie werden, aber er hatte das Vertrauen eines unglaublichen Liebesprächens gewonnen, das ihn bedingungslos als drittes Glied in ihrem Gespann akzeptierte. Höchstwahrscheinlich hatte er keine schöne Vergangenheitsgeschichte und möglicherweise war auch sein Führungszeugnis nicht tadellos, genau wusste es Emma nicht, aber sie vermutete es, denn so wie sich Patrick gab, war er niemand, der behütet aufgewachsen war. Aber dennoch hatten die Pferde ihn reifen lassen und das war eventuell auch der Grund, warum er versuchte Emma die großen Vierbeiner so schmackhaft zu machen. Es brachte sie ein wenig zum schmunzeln, denn es war schon recht süß von ihm, dass er sich so um sie und Willow bemühte. Vermutlich gehörte sich das aber für Freunde. Und als solche würde sie sich und ihn schon längst bezeichnen.
"Halt den Mund, Murray!" Sie konnte nicht mehr an sich halten, denn Patrick hatte es tatsächlich geschafft, ihr die schlechte Laune und für einen Augenblick auch die Zweifel zu nehmen. Sie rempelte ihn spaßhaft an, woraufhin Willow die Schritte verkürzte und verdutzt und erschreckt zugleich dreinscheute, dann aber nur seine Mähne schüttelte, als würde er sich über die beiden herumalbernden Zweibeiner amüsieren und folgte weiterhin brav. Ob er doch soetwas wie Vertrauen in Emma hatte? Ob er ihr doch schon mehr vertraute, als sie glaubte? Auf dem kompletten Weg zurück zum Hof blieb er jedenfalls ruhig, schnoberte nur hier und da, oder guckte einmal aufgescheucht drein, aber kein Vogelschrei konnte ihn wirklich in Aufruhr versetzen. "Ich sehe schon ein, dass ich gegen ihre geballte Überzeugungskraft, die sie mit Ausdauer ausleben - wie so einige Dinge - nicht den Hauch einer Chance habe." Wieder lachte sie ihr unbefangenes Lachen, ehe sie gemeinsam den Hof betraten, die Hufe auf dem Asphalt zu klappern begannen und sie in Richtung Round-Pen liefen. Ob Patrick schon eine Idee hatte, was sie mit dem Paint anstellten? Wahrscheinlich. Er hatte doch immer eine Idee. Dieser verrückte Ire. Wieder musste Emma schmunzeln.


{mit Patrick und Willow unterwegs | zurück am Hof | ->ROUND-PEN}
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Mai-Lin Cheng
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 8 Okt 2015 - 20:13

„Ja, vielleicht bin ich das – und noch ganz anderes“, rief sie ihm scherzend hinterher, als er in Richtung Hengststall marschierte, während sie mit Alkestis in den Trakt für Stuten und Wallache schritt. Auch im Inneren des Stalles merkte man, dass sich am Himmel etwas anbahnte. Insgesamt wirkte die Stimmung nervös und angespannt, sodass auch die Ohren ihrer Stute nervös hin- und herzuckten und sie mehrmals die Mähne schüttelte. Leise sprach Mai-Lin auf sie ein, streichelte ihr den Hals, während sie sie abtrenste und anschließend absattelte. Darauf, sie auch nach dem Reiten noch abzubürsten, würde die Amerikanerin verzichten müssen, wenn sie Herby rechtzeitig von der Koppel haben wollte, ehe das große Gewitter losging. Trotzdem nahm sie sich die Zeit, ihr wenigstens die Hufe auszukratzen und Sattel und Trense ordentlich zu verstauen. Damian hatte sich während dieses Tages – unglaublich! Sie hatten tatsächlich den halben Tag zusammen verbracht, ohne einander überdrüssig zu werden. Das war wahrlich etwas, das Maili bisher nur mit sehr wenigen auf dem Hof hatte teilen können. Nicht einmal mit Shanas Freund hatte sie länger in einem Raum sitzen können, ohne dass sie sich irgendwann gegenseitig auf die Nerven gegangen wären, was sie sehr viel besser hatte verbergen können als Isaac – als überaus netter Mitarbeiter dargestellt, doch für einige andere im Stall galt das schlicht und einfach nicht. Die Gelegenheiten, zu denen sie diesem steifen Briten über den Weg gelaufen war, waren zum Glück rar und sie hatte keine Lust darauf, dass er ihr in dieser ekelhaft arroganten Art zu verstehen gab, dass sie ihre Sachen wegräumen sollte. Und Brody, der Stallmeister, war zwar angenehmer, aber trotzdem nicht ihr Fall. Nein, für das Equiment ihrer Pferde war sie dann doch lieber selbst verantwortlich als es jemand anderem anzuvertrauen!
Nachdem sie Alkestis noch eine Hand voll Leckerli in den Futtertrog geworfen und Herbys Führstrick vom Haken neben dessen Box genommen hatte, marschierte sie aus dem Stall, ohne zu bemerken, dass sie auch den Strick ihrer Stute noch in der Hand hielt. Am Himmel waren inzwischen weitere dunkle Wolken aufgezogen und die junge Frau fröstelte bei der nächsten Windböe, die auch den Anblick von Damian mit sich brachte.

„Sieht ganz so aus!“, stimmte sie ihm zu und rieb sich die bloßen Arme beim Gedanken daran, dass ein Regenschauer nicht mehr weit entfernt war. Sie hasste das. Schwimmen, baden, duschen, Wasserhindernisse im Gelände – kein Problem, aber sie gehörte letztlich trotzdem zu den Menschen, die keine drei Schritte durch Regen machen wollten.
Erst Damians nächste Worte rissen sie von den Befürchtungen einer unfreiwilligen Dusche weg. Charming! Verdammt! Wahrscheinlich würde der durchdrehen, wenn Blitz und Donner über den Himmel zuckten.
„Den hätte ich total vergessen!“, entfuhr es ihr und sie schüttelte den Kopf: unkonzentriert beim Training, Pferde vergessen.... würde sie zur Hypochondrie neigen, würde sie erste Anzeichen von Alzheimer vermuten. Dabei war bis zum Nachmittag noch alles normal gewesen. Bevor sie auf Damian getroffen war... „Ja. Den sammeln wir dann auch noch ein.“
Noch fielen keine Tropfen, als sie die Gatter erreichten, bei denen die Australierin am Nachmittag nicht mehr mit ihrem Pferd zurecht gekommen war. Sogleich preschte der schwarze Abraxxas auf sie zu und kam erst kurz vorm Tor zum Stehen. Ein kleiner Stich der Eifersucht durchzuckte Mai-Lin. Keines ihrer Pferde hatte sich je so beeilt, zu ihr zu kommen, obwohl auch Herby auf das Tor zu trottete, als sie seinen Namen gerufen hatte. Das Grummeln des kleinen Pferdes ließ das Gefühl der Eifersucht schwinden. Er war und blieb eine treue Seele.
Schnell war der Strick eingehakt, doch in dem Moment landete der erste Tropfen auf Mailis Nacken. Sie schauderte und rümpfte die Nase. „Es scheint loszugehen. Kannst du Herby halten, dann hole ich Charming.“

Nach Damians Zustimmung überließ sie ihren Kleinen vertrauensvoll ihm und schloss das Tor der Privatpferde hinter sich. Wenigstens lagen die Koppeln direkt nebeneinander, sodass sie sich einen langen Umweg sparen konnte. Trotzdem machte es sie nervös, dass der Regen zunahm und sie den großen Falben nicht entdecken konnte. Die Nachmittagshitze hatte sich zwar abgekühlt, doch nun mischten sich ihre Nachwirkungen mit dem Regen, ließen die Luft zu einer schwülen Suppe werden, durch die sie sich schier durchkämpfen musste. Der Regen machte es nicht besser, taugte er doch dazu, das trockene Gras zu Schlamm zu verwandeln. Daraus konnte jederzeit die reinste Rutschpartie werden.
„Charming!“, flötete Mai-Lin, als sie den großen Achal Tekkiner in einer Traube von anderen Schulpferden entdeckte. Langsam näherte sie sich ihnen, raschelte verheißungsvoll in ihren Taschen herum. Ein wenig staksend und sichtlich unruhig näherte sich Charming Boy schließlich und sie beeilte sich, den Panikhaken zu schließen. Wiederum redete sie leise auf ihn ein, doch die Anspannung, die ob des ersten Grollens über den Wald in den Knochen des Falben steckte, war überwältigend. Es war als halte ihn nur wenig zurück, sich vor der vermeintlichen Gefahr in Sicherheit zu bringen. Immer wieder sprach sie unsinniges Zeug auf ihn ein, bemühte sich um eine tiefe Stimme und darum, dass sie selbst mehr Zuversicht ausstrahlte als ihr bei dem nassen Wetter zu Mute war. Eine Strähne klebte ihr unangenehm im Gesicht.
Weitere Leute strömten auf die Koppeln zu, doch die Schwarzhaarige war zu sehr damit beschäftigt, den Wallach zu beruhigen, als dass sie ihnen hätte Aufmerksamkeit schenken können. Erst die schwarzen Silhouetten im Regen ließen sie aufsehen. Irgendwie schaffte sie es, Charming von der Koppel zu bringen und das Gatter wieder zu schließen, als der erste Blitz am Himmel aufleuchtete...


[cf. Dressurplatz | Alkestis in Stall | zur Koppel | Regen | holt Charming | zurück zu Damian | Blitz]
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Damian Masen

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 8 Okt 2015 - 20:34

Abraxxas war schnell eingefangen und von der Koppel geholt. Zwar zuckten seine Ohren nervös hin und her, doch ansonsten stand er ruhig neben seinem Besitzer. Der Rappe war Gewitter gewöhnt und wusste, das sein Reiter ihn sicher in die warme, trockene Box bringen würde.
Als Maili ihm Herbys Strick in die Hand drückte, sah er ihr nach und folgte ihr langsam zur Koppel der Schulpferde. Inzwischen regnete es und Damians Shirt klebte an seinem Körper. Sehnsuchtsvoll sah er zum Stall, ehe er wieder zu Maili sah, die es inzwischen geschafft hatte Charming einzufangen.
Andere tauchten auf um ihre Vierbeiner ins trockene zu bringen und sie vor dem drohendem Unwetter zu schützen.
Beruhigend streichelte er Herby, dem das ganze nicht zu behagen schien und redete leise auf ihn ein. Sein Blick folgte Maili und dem nervösem Falben. Enldich hatte sie es geschafft und war von der Koppel runter. Das Gatter schloss sie und kurz darauf zuckte ein Blitz über die Koppeln und das Gut der HMS. Damians Blick fuhr sofort zum Falben und als dieser zu steigen begann, ließ er die Stricke der beiden Rappen los und griff ins Halfter des durchgehenden Pferdes.
Er nahm Maili den Strick aus der Hand und legte ihn schnell über die Nase des Falben.
"Nimm Herby und Abraxxas!", wies er sie an. Er hatte dann doch etwas mehr kraft um das übernervöse Pferd zu bändigen, wie die zierliche Amerikanerin neben ihm.
Charming tänzelte neben ihm und er konzentrierte sich ganz auf das Pferd, sprach beruhigend mit ihm und führte es kurz im Kreis, damit Charming nicht auf die Idee kam in den Zaun zu springen und damit die restliche Fassung zu verlieren, die noch übrig war.
"Geh vor. Braxxi beruhigt Herby ja auch soweit. Der Herdentrieb bringt Charming in den Stall!", richtete er sein Wort ruhig an Maili und als diese Tat was er wollte, folgte Damian den dreien, immer noch auf Charming einredend. Er war nicht das erste Pferd, das kurz vorm durchdrehen war und welches er führen musste und trotzdem schmerzten seine Hände schon jetzt.
Der Wallach würde jede Chance zur Flucht nutzen, sollte Damian nur leicht locker lassen und dann würde ihn auch der Strick über der Nase nicht halten.
Als der erste Donner krachend über die HMS rollte, rammte Charming alle vier Hufe in den Boden und setzte sich bei dem versuch rückwärts zu laufen schier auf den Hintern, als Damian den Strick locker ließ und weiter beruhigend auf ihn einsprach.
"Komm Junge, ich bring dich ins trockene!", murmelte er dem Pferd zu, in dessen Augen man inzwischen nur noch das weiße sah.
Schweiß vermischte sich bei Mensch und Pferd mit dem Regen und Damian zwang sich zur Ruhe.
Endlich rührte auch Charming sich wieder und folgte dem dunkelhaarigen langsam Richtung Stall.


(Cf. Dressurplatz/ Abraxxas und Herby von der Koppel/ Übernimmt durchgehenden Charming)
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Mai-Lin Cheng
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 11 Okt 2015 - 19:03

Mai-Lin hatte sich nie für einen ängstlichen Menschen gehalten. Natürlich fürchtete sie sich davor, ihren Vater zu enttäuschen, Geld zu verlieren oder von ihren Freunden wegen irgendetwas geschnitten zu werden. Aber sie war niemand, der Risiken generell und in jeder Form mied oder der schnell befürchtete, dass etwas Schlimmes geschehen würde. Doch in diesem Moment, da der Blitz über den Himmel zuckte und sich die Vorderhufe ihres Pflegepferdes hoben, durchfuhr es sie eiskalt. Er würde durchgehen, sie niedertrampeln, Herby mitreißen, Abraxxas verrückt machen und es wäre ihre Schuld, weil sie nicht auf den Wetterwechsel geachtet hatte und ihre Stute hatte trainieren müssen. Weil sie geglaubt hatte, dass ein drittes Pferd gut für sie wäre, und nicht mit ihm zurecht kam – egal, was das nachmittäglich Training im Gelände gezeigt hatte.
Nun schlug ihr das Herz bis zum Hals. Der Strick ruckte durch ihre behandschuhten Hände, die sich automatisch schlossen. Aber was hatte sie Fliegengewicht gegen ein Pferd auszurichten, das so groß und stark war wie Charming?
„Ruhig, ruhig“, versuchte sie ihn noch zu beruhigen und wäre die Situation nicht so absurd gewesen, hätte sie vielleicht gelacht, weil ihre Worte so vollkommen lächerlich klangen.
Dann jedoch schob sich ein Arm in ihr Sichtfeld und sie spürte einen warmen Körper neben sich. Damian. Beherzt griff er in Charmings Halfter, schaffte es, ihn am durchgehen zu hindern. Eine Woge der Erleichterung durchlief Maili, obwohl sie wusste, dass damit nur das schlimmste verhindert war. Vorläufig. Trotzdem trieb es ihr Tränen in die Augen, die sie nicht wegzublinzeln versuchte. Der Regen würde sie verdecken.
Seine Anweisung befolgte sie mit einem Nicken, packte die beiden Rappen und redete ihrerseits leise auf sie ein und wusste, dass sie später nicht mehr wissen würde, was sie gesagt hatte. Es war belanglos. Langsam ging Mai-Lin los, warf aber immer wieder Blicke über die Schulter, um zu sehen, ob Damian mit Charming zurecht kam. Es war ein Kampf, der ihren Magen in einen schmerzenden Knoten verwandelte. Scheiße. Scheiße. Scheiße. Sie hätte fluchen oder weinen können. Keine dieser Reaktionen kannte sie von sich. Doch sie spürte förmlich, wie sich die Panik des Falben mit ihrer Angst mischte und beides nicht vom Regen weggewaschen werden konnte.
Mai-Lin zitterte, als die Gebäude endlich durch den Regenschleier zu erkennen waren und aus dem matschigen Feldweg Pflaster wurde. Sie beschleunigte ihre Schritte. Einfach in den Stall. Ins Trockene, wo die Geräusche gedämpft waren. Wo Menschen waren, die ihnen helfen konnten.
Die Reiterin spürte, dass die Anspannung von ihr abfiel, dass sie beinahe schon die beruhigende Kulisse des Stalls spüren konnte und wie sie allein bei dem Gedanken ein Zittern überlief.
Dann jedoch grollte wieder der Donner, näher diesmal, lauter. Im nächsten Moment spürte sie ein Beben durch die beiden Rappen gehen und hörte einen unterdrückten Fluch, ehe sie das Klappern von Hufen vernahm und einen goldenen Schatten an ihnen vorbeipreschen sah.


[Charming | Rückweg von Koppeln | fast an Stall | Donner | Charming geht durch]
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Damian Masen

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 11 Okt 2015 - 19:22

Sie hatten fast den befestigten Weg erreicht. Maili führte die Beiden Rappen bereits über das Pflaster, als ein Donner über sie hinweg zog und Charming endgültig durchdrehte. Er sprang quasie mit allen vieren gleichzeitig in die Luft, rempelte Damian derart an, dass dieser auf dem inzwischen aufgeweichtem Boden weg rutschte und riss ihm den Strick aus den Händen.
Bäuchlings lag Damian im DReck und sah dem durchgehendem Pferd nach, ehe er sich aufrappelte und leise fluchte.
Langsam öffnete er die bis dahin noch geschlossene Faust und unterdrückte ein aufstöhnen. Handschhuhe hatte er keine angehabt und Charming hatte ihm das Fleisch von den Händen gezogen, als er ihm den Strick aus der Hand riss.
Daian biss die Zähne zusammen und sah zu Maili, die erschrocken stehen geblieben war. Abraxxas tänzelte zwar leicht, machte jedoch keine Anstalten dem Falben nachzueifern.
Langsam lief Damian zu Maili rüber.
"Wir bringen die Beiden in den Stall und suchen dann nach Charming, vielleicht ist er auch bereits im Stall!", meinte er, verbarg jedoch seine Hände vor Maili.
Wie Feuer brannten diese, dazu war er nass bis auf die Unterhose und dreckig noch dazu. So ein Mist.
Die Flüche, die ihm auf der Zunge lagen unterdrückend, stapfte er zusammen mit Maili in den Stall.
Als sie endlich im trockenem waren, die beiden Rappen in ihren Boxen standen und auch Charming trotz Panik den Weg in seine Box gefunden hatte, wo er zitternd stehen geblieben war, atmete Damian durch und ging zu dem Falben.
Leise auf ihn einredent, untersuchte er ihn und sah dann Maili an.
"Er hat ncihts abbekommen, außer einem Schrecken!", meinte er und besah sich wieder seine Hand.
Seufzed ging er in die Sattelkammer, um sich zumindest mal den Dreck aus der Wunde zu waschen. Als das Wasser die offenen Stellen berührte zog Damian leicht zischend die Luft ein, wusch den Dreck jedoch aus und besah sich dann genauer das Schlamassel. ZUm Glück war die Verletzung nicht tief, aber die Hand war erstmal nicht zu gebrauchend. Seufzend sah er in den Spiegel über dem Waschbecken, ehe er sich auch den schlamm aus dem Gesicht wusch.


(Durchgehender Charming/ Schürft sich die Hände auf/ Pferde wieder im Stall)
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Isaac Haber

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 15 Okt 2015 - 17:17

Donner grollten am Himmel und die ersten Blitze schossen über das Land, sodass Isaac und Wakiza das Tempo noch einmal beschleunigten, bis endlich die Koppeln in Sicht kamen. Der Boden war inzwischen schon weich geworden, sodass Isaac bei jedem Schritt ein wenig einsank. Die Schuhe und Beine waren über und über mit Grashalmen und Erde bespritzt, aber darauf nahm das sonst so eitle Model jetzt keine Rücksicht mehr.
Bei den Koppeln angekommen, stellte der Brite jedoch fest, dass es schlichtweg zu viele Pferde waren, als dass man sie rechtzeitig vor dem ultimativen Ausbruch des Gewitters in den Stall hätte bringen können. Schnell ging er alle Tiere durch, die teilweise schon am Gatter standen und aufgebracht darauf warteten. Auf einigen Teilkoppeln wurde wild galloppiert, weil die Pferde von den Blitzen aufgeschreckt worden waren. Isaac hoffte, dass eric sich beeilte und bald kam, möglicherweise auch mit Verstärkung, damit die Tiere in den Stall kamen und sich nicht noch sonst was brachen. Es blieb ihm jedoch nicht viel Zeit zum handeln, denn jede Sekunde, die er nur rumstand, war verlorene Zeit, als steuerte er zielsicher zu den Rennpferden, die zweifelsohne am schreckhaftesten waren. Er lief quer über die Koppel, fing Battle Admiral und Dancing with Sharks ein, ehe er sich bei den Wallachen noch schnell Amadeus und Wasabi schnappten, die von allen den lädiertesten Eindruck machten. Bei seinem braunen Wallach stellte er fest, dass dieser an der Hufkrone blutete und stöhnte innerlich auf. Verletzungen hatten gerade noch gefehlt. Die genauere Betrachtung der anderen drei ergab glücklicherweise, dass niemand weitere äußere Verletzungen besaß, dies sagte auf den ersten Blick jedoch nichts über Sehnen und verstauchte Gelenke aus.
Weit hinten bei den Hengstkoppeln sah er Darian und Rebecca stehen und hätte - wenn er denn so viele Emotionen besessen hätte - einen Freudenschrei ausstoßen können. "Hey, O'Donneil, McKinley! Die Pferde müssen rein. Nehmt als nächstes auf jeden Fall Chilli, E.G., Shawty, Firesky und Phantom." Dann setzte er sich mit den vier unruhigen Pferden an der Hand in Bewegung. Es war riskant, das wusste er, aber die Pferde mussten schnellstmöglich zurück in den Stall und deswegen würde er es mit den viern versuchen und auf das Glück und Gottes Gnade vertrauen.
Auf dem Weg zurück in den Stall kam ihm dann Eric entgegen. "Ethalon und Gunshot solltest du auch sofort mit reinnehmen, sie bleiben nicht mehr sehr lange ruhig." Dann spurtete er weiter, die Pferde trabten ohnehin schon. Irgendwo donnerte es wieder und Amadeus wieherte schrill. Mehr als ein kurzes ""Schhtt" brachte Isaac nicht über die Lippen, hatte Mühe Admiral zu halten, schaffte es dann aber die vier weiterzuziehen.
Der Stall kam in Sicht und erleichtert atmete er auf, gleich war der erste Gang geschafft. An der Stalltür angekommen, stürmte das Gespann regelrecht nach innen. "Noah, Luke, Mai-Lin! Bringt die vier in die Boxen und schaut nach ob sie Verletzungen haben." Dann drehte er sich wieder um. Der Regen klatschte ihm ins Gesicht, aber da konnte er keine Rücksicht drauf nehmen. Inzwischen waren sowieso auch seine Schuhe durchnässt. Viel war nicht mehr zu retten. Aber wo war überhaupt Wakiza?


{<-BOXEN | joggt | Koppeln | nimmt Pferde | ruft Rebecca und Darian | begegnet Eric | gibt Anweisungen am Stall | zurück zu den Koppeln}
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Emma Carter
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 23 Okt 2015 - 15:38

Am Ende wusste Emma selbst nicht mehr so ganz, wo oben und unten war und wie es überhaupt zu dem ganzen Chaos gekommen war. Sie hastete gerade durch die Halle, als man die Geräusche in den Stallungen lauter wurden. Pferde wieherten, schlugen gegen Boxenwände, Türen wurden auf- und zugezogen, Hufe klapperten, Stricke wurden ein- und ausgehakt, Paddocktüren wurden geschlossen. Als sie mit Willow die Stallgasse betrat, herrschte dort reges Treiben und ein eigentümliches Gewusel. Patrick wühlte sich schon durch die Leiber von Menschen und Pferden, um möglichst schnell hinaus zu seinen beiden Schützlingen zu kommen. Derweil versuchte Emma Willow so weit ruhig zu halten, dass sie ihn seine Boxe bringen konnte, deren Paddocktür Noah gerade schloss. Kurzzeitig machte ihr Herz einen Satz und ihr Puls beschleunigte sich, aber der Jockeazubi bemerkte sie gar nicht und machte sich schon an den nächsten Türen zu schaffen. Also führte sie Willow nur schnell ins trockene Stroh, legte ihm ein paar Möhren in den Trog und nahm ihm das Halfter ab. Sie warf einen letzten prüfenden Blick auf den Paint, der sich wahrscheinlich weitaus schlimmer hätte verhalten können und beschloss ihm doch noch lobend den Hals zu klopfen. Die Fischaugen blickten sie beinahe ein wenig irritiert an und plötzlich überkam sie das Bedürfnis, sich einfach nur in Willows Mähne zu verkrümeln. Die Rothaarige drückte ihr Gesicht in seine zweifarbigen Haare und sog seinen Geruch ein. Irgendwie liebte sie ihn. Warum nur? Noah war doch so ein Arschloch! Warum verdammt kam sie von ihm nicht los? Er beachtete sie nicht einmal mehr! Er war wie Willow. Ignorant. Er vertraute nicht. Niemals. Und doch war er immer da. Unter einem Schniefen hob sie den Kopf und blickte in Willows vorwiegend weißes Gesicht, das sie nahezu mitfühlend ansah, dass es ihr die Tränen in die Augen trieb. Sie strich ihm über den Nasenrücken und hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn. "Ich sollte mehr an dich glauben oder?" Mit einem Lächeln verabschiedete sie sich von dem Pflegepferd, das ihr noch kurz nachsah und dann an seinem Heu rupfte. Vielleicht war Willow gar nicht so übel. Wie Noah.

Ihr Top klebte am Leib, die kurz Shorts schützte ihre Beine weder durch Kratzer von hervorstehenden Büschen noch vor dem Regen. Das Wasser lief ihr den Rücken hinunter und sie hatte fast die Koppeln erreicht, als Patrick ihr auch schon entgegenkam und ihr rasch Cowboys Strick in die Hand drückte. Wieder einmal fand sie sich eher ungewollt an der Seite eines Pferdes wieder, das sie kaum kannte und das sie dennoch irgendwie mochte. Cowboy war ein Gentleman und weitaus besonnener als Willow. Allerdings nur solange seine Amy in der Nähe war. Deswegen bemühte sich Emma redlich, dass der Abstand zwischen den beiden Pferde, die zwar ebenso durchnässt waren wie sie, aber keineswegs so aufgebracht umherhüpften wie Willow, nicht zu groß wurde.
Hörte dieses scheußliche Wetter auch irgendwann mal wieder auf? Cowboy strauchelte einmal kurz, als er in dem zu Matsch aufgeweichten Boden keinen Halt mehr fand und gab ein recht mitleiderregendes Geräusch von sich. Mehr aus Reflex griff Emma rasch den Strick nach und zog seinen Kopf ungewollt ruckartig nach oben, aber so verhinderte sie immerhin, dass der Fuchs fiel. Sie gab ihm Gelegenheit, seine Beine wieder zu ordnen, war er doch auch nicht mehr der Jüngste und versuchte dann zu Patrick und Amy aufzuschließen, die den Hof schon fast wieder erreicht hatten. Dannach brauchte sie definitiv eine Dusche. Oder ein Bad. Und heißen Kakao. Allmählich fröstelte es sie schon sehr auch wenn die Luft eher schwül als frisch war.


{<-ROUND-PEN | Stallungen | Willow in Box | Gedanken | Verabschiedung | zu den Koppeln | Cowboy}
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Patrick Murray
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HERKUNFT : Geboren in Irland, aufgewachsen im irgendwie irischen Teil von Bosten, USA, fühle ich mich der irischen Nation doch ziemlich zugetan, auch wenn auf meinem Pass "Amerikaner" steht.
AUSBILDUNG : Westernreitlehrer werde ich in rund einem Jahr sein. Falls mich O'Donneil nicht vorher doch erschlagen hat.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 25 Okt 2015 - 16:01

Verdammtes Scheißwetter! Bereits jetzt war Patrick vollkommen durchnässt, verdreckt – und es war die letzte saubere Jeans, in der er bequem reiten konnte – und ein wenig genervt. Wie konnte es denn sein, dass dieses Gewitter so plötzlich aufgetaucht war? Dass er und Emma das nicht bemerkt hatten, war nicht wirklich verwunderlich, immerhin hatten sie sich um Habers ehemaligen, verrückten Wallach gekümmert. Ganz verstand der Ire es immer noch nicht, dass man ihr den Paint anvertraut hatte, obwohl man spürte, dass irgendetwas zwischen den beiden war. Emma müsste sich nur mehr trauen, mehr Selbstvertrauen in sich haben, dann würden sie sich bestimmt irgendwie zusammenraufen können. Was war überhaupt mit ihrem anderen Pferd? Pretty Box hatte sie bisher nicht einmal erwähnt. Auf der Koppel hatte er ihn aber auch nicht gesehen, vielleicht war er gar nicht draußen gewesen, oder aber jemand anderes hatte ihn bereits reingeholt.
Wenigstens müssten sie dann nicht noch einmal gehen, denn es war wirklich Emma, die vollkommen durchnässt und dann auch noch in kurzen Hosen auf ihn zukam. Mit einem schiefen Grinsen drückte er ihr Cowboy in die Hand und ging mit Amy voraus. Solange die beiden Pferde beieinander waren, würden sie nicht durchgehen, da war er sich sicher.
Amy trug ihren Kopf ein wenig höher als gewöhnlich, doch das war noch immer kein Vergleich zu der Hysterie, die Willow ausgestrahlt hatte. Ihre Ohren drehten sich immer wieder hin und her, aber sie tänzelte nicht und auch ihr Atem ging noch recht ruhig.
„Du bist meine tapfere Herzdame, nicht wahr? Die mutigste Dame im ganzen Stall. So ein kleines Gewitter bringt dich doch nicht aus der Fassung“, sprach er ihr zu und streichelte ihren Hals – ein recht schwieriges Unterfangen, wenn man bedachte, dass sie sich gleichzeitig durch den Schlamm kämpften. Die Hufe der Schimmelstute verursachten schmatzende Geräusche. „Damals beim Turnier war es doch unangenehmer, als du Cowboy nicht sehen...“ Patrick konnte den Satz nicht beenden.
Hinter ihm ertönte ein mitleidserregendes Quietschen. Alarmiert ruckte er an Amys Strick, damit sie stehen blieb, und drehte sich um. Cowboy strauchelte, versuchte irgendwie seine Beine zu ordnen. Patricks Herz raste, bis der Fuchs wieder einigermaßen sicher stand und zu ihnen aufschließen konnte. „Geht es euch beiden gut?“, fragte er sorgenvoll, als die Stallgebäude wieder in Sicht kamen. Seine Hände zitterten, obwohl er sich einredete, dass es Cowboy gut gehen würde. Immerhin war er ein Westernpferd! Schlittern gehörte zu seinen Aufgaben beim Reining. Allerdings wurde er dort darauf vorbereitet, hier nicht.
Noch wenige Meter, dann würde der scheußliche Regen aufhören. Patrick fixierte das große Gebäude, versuchte alles andere auszublenden, als käme er so schneller in den Stall. Und schließlich traten sie durch die offenen Tore, der Regen klang schwächer, wurde aber wohl nur durch Dach, Wände und die natürlichen Geräusche des Stalls gedämpft, die für Patrick ein Leben lang Heimat bedeuten würden.

Er schüttelte das nasse Haar wie ein Hund, ehe er merkte, dass es vollkommen sinnlos war. Eine Dusche! Ein Königreich für eine Dusche – zumindest heute, sonst bevorzugte er ja diesen Spruch mit dem Pferd. Amys und Cowboys Hufe klapperten in der Stallgasse, als sie beide zu ihren Boxen führten. Seine Schimmeldame war schnell abgetastet und bedankte sich bei ihm dafür, indem sie seinen Rücken entlang schnobberte und ihm schließlich das Shirt mit den Lippen hochzog, als er sich nach ihren Vorderbeinen bückte. „Cote d'Amor! Du ungezogenes Mädchen“, lachte er, kraulte ihr noch einen Moment lang die Stirn, ehe er sie wieder verließ, um sich Cowboy anzusehen.
„Ist bei ihm alles okay, Frau Tierärztin?“, fragte er Emma und ging zu seinem Wallach. Patrick zog ein Leckerchen aus seiner Hosentasche und schob es zwischen die samtigen Pferdelippen. Es gab eine Stelle am Halsansatz Cowboys, an der er besonders gern gekrault wurde. Dieser widmete sich der Ire nun, während er die rothaarige Australiern ansah. Sie sah aus wie ein begossener Pudel. „Eine Dusche wäre jetzt was. Du könntest mir da auch gern Gesellschaft leisten“, erwiderte er mit einem breiten Grinsen. Natürlich wäre er dem nicht abgeneigt, doch war es eigentlich nicht seine Absicht. Ja, er wollte ihr mit Willow helfen und auch damit, dass sie glücklicher wurde. Aber Patrick war klar, dass es Emma eben nicht helfen würde, wenn sie ernsthaft etwas miteinander anfingen.
[Koppeln & Gedanken | Cowboy & Emma | Stall | Pferdeversorgung | vllt cf Cottage (je nach Antwort von Emma) ]
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 10 Jan 2016 - 21:35


PLOT 7

Kommt Zeit, kommt Rat…?!

Kaum dagewesen sind sie nun auch schon wieder vorbei. Die Weihnachtstage, die Silvesterfeiern und die Neujahrsspringen. Stattdessen ist wieder einmal die Zeit der Lernphase angebrochen und so rauchen in jedem auffindbaren Azubicottage die Köpfe über den theoretischen Aufzeichnungen. Die Tage sind vollgepackt mit Lernen und man weiß kaum noch, wie man regelmäßig die Pferde versorgen soll, ohne die wichtige Lernzeit zu verlieren. Wie üblich gibt es auch auf den HMS Frühstarter und Spätbeginner. Somit können manche entspannt der Prüfungsphase entgegensehen, während sich andere in drückender Zeitnot wiederfinden und die Nächte durchpauken.
Das praktische Training ist offiziell seit einem Tag beendet und die Azubis müssen ihre Trainer nun direkt um zusätzliche Trainingseinheiten bitten, wenn sie welche haben möchten. Doch auch die haben nicht den ganzen Tag Zeit und da nach den theoretischen Prüfungen eine einzige praktische Durchlässigkeitsprüfung zur Zwischenbilanz ansteht, entsteht im Prüfungsstress auch noch eine Kabbelei um Trainingseinheiten. Passend zur Stimmung ist auch das Wetter, das ganz in grau gekleidet jegliche gute Stimmung zu unterbinden versucht. Einzig und allein der vor zwei Tagen gefallene Schnee, der über Nacht durch Neuschnee aufgefrischt wurde, lädt zum ausgelassenen Herumtoben ein. Aber wer hat dafür schon Zeit, wenn die Arbeit ruft? Einige versuchen sich mühsam ihren Frohsinn zu bewahren, während andere in eine kleine Winterdepression verfallen, doch mit der Zeit sollte auch Rat kommen oder? Und eigentlich ist doch immer jemand da, der einem irgendwie weiterhelfen kann. Sei es nur mit einer Tasse Kakao und einem offenen Ohr.

> Donnerstag, 04. Februar
> nach dem Mittagessen, ca. 13.30
> kalter Tag, ca. -7°
> gute 20cm Schnee auf ungeräumten Strecken, stellenweise Glätte, grauer Himmel

Der Tagesplan ist euch freigestellt. Die Straßen sind geräumt, sodass eure Charaktere problemlos in die Stadt gelangen können, nur auf dem Hof sind ausschließlich die Hauptwege geräumt, sodass sich an einigen Stellen Eis gebildet hat.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 20 Nov 2016 - 16:32


Plot 8
Spaß ist der wichtigste Baustein des Lebens



Was wir mal wieder brauchen ist ein bisschen Party.
Nach den Prüfungen ist bekanntlich vor den Prüfungen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der wird vorerst etwas versüßt. Und zwar durch ein hofinternes Frühlingsfest. Die Sorgen der letzten Wochen und Tage fallen am Tag der Ergebnisbekanntgabe von den Schultern aller. Niemand ist in den theoretischen Prüfungen durchgefallen und sieht die Vollendung des Lehrjahres gefährdet. Somit gibt es einen Anlass zum Feiern, denn auch die Lehrer sind erleichtert, dass ihre Schützlinge eine weitere Etappe in ihrer Laufbahn genommen haben. Deswegen hat die Hofleitung in dem letzten Monat beinahe Tag und Nacht an ihrerm Vorhaben gefeilt, ein Fest auszurichten, bei dem jeder mit anpacken kann. Es soll allen Voran Spaß bringen und jedem ist es freigestellt, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Doch was wäre so ein Fest ohne engagierte Leute? Bei zahlreichen Mitmach-Aktionen kommt jeder auf seine Kosten und kann die Gedanken an die Ausbildung und den Leistungsdruck getrost von sich schieben.
Auf den weitläufigen Wiesen, die direkt hinter dem Hauptgebäude der HMS angrenzen, sind Bierbänke und Tische aufgestellt, es gibt einen Grillstand, sowie eine Kuchenausgabe mit angrenzendem Beilagenbuffet und "alkoholfreier" Bowle (in die irgendwie doch ein ordentlicher Schuss gelangt ist) und eine Tombola mit allerhand reiterlichem und fußballerischem Equipment als Gewinn. Auf dem Fußballplatz wird ein kleines Turnier ausgetragen bei dem es heißt: Lehrer gegen Azubis. Und auf dem großen Reitplatz ist ein kleiner Trailpark für Ponyspiele aufgebaut. Es wird also allerhand geboten, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist und der Spaß nicht zu kurz kommt.

> Samstag, 26. April
> Startzeit: 18.00
> ca. 20°
> ein kalifornischer Frühlingsabend mit einem wundervollen Sonnenuntergang


Tragt euch bitte für die entsprechenden Aktivitäten im dafür vorgesehenen Thread ein.
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