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 Stuten- und Wallachkoppeln

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Lawrence McKinley
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BEITRÄGE : 989
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 6 Jan 2014 - 19:10

Nicht weit von den Hengstkoppeln entfernt, liegen die Wallach- und Stutenkoppeln. Auch hier verbringen die Pferde, insbesondere im Sommer einen Großteil des Tages. Wer sein Pferd jedoch lieber aus Verletzungs- oder Krankheitsgründen im Stall behält, kann dies aber natürlich auch anordnen.
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Sa 8 März 2014 - 14:42


PLOT 3

Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Es ist so weit! Nachdem das erste Quartal des Ausbildungsjahres für die Azubis geschafft ist, steht nun das erste große Turnier an. Hier werden erstmals die Leistungen der Auszubildenden von international anerkannten Richtern beurteilt und bewertet. Dass das relativ bekannte Drei-tägige-Februar-Turnier dieses Jahr auf den Heaven Meadows Anwesen ausgetragen wird, gibt natürlich einen zusätzlichen Push, lastet jetzt auch noch der Druck der Erwartungen der Hofleitung auf den jungen Menschen.
Die Reitlehrer sind dennoch zuversichtlich, dass ihre Schützlinge gut abschneiden werden, obwohl die Konkurrenz groß ist. Aus der gesamten Umgebung und auch aus anderen Teilen des Landes, kommen viele Reiter an die Westküste nach Kalifornien, um sich hier unter Beweis zu stellen. Dabei sind ebenso nationale wie auch internationale Reiter vertreten, wenn Letztere sicherlich auch in der Unterzahl sind, so verfolgen sie doch alle dasselbe Ziel: in der gewählten Disziplin den begehrten Siegerpokal abzuräumen.

Während nun also erfahrene Hasen des Sportgeschäfts das Ganze relativ gelassen angehen, weil sie den Stress und die Hektik eines solchen Turniers gewohnt sind, ist besonders für die Neueinsteiger und die unerfahrenen Turnierreiter die Aufregung groß.
Wenige Minuten vor dem ersten Start liegen die Nerven blank, die Pferde sind auf Hochglanz poliert, einige tummeln sich schon auf dem Aufwärmplatz, andere kontrollieren noch ein letztes mal nervös, ob die Kleidung auch ja sauber und das Pferd richtig eingeflochten ist. Niemand will hier enttäuschen oder gar versagen, fließt die Bewertung der Jury heute ja auch mit in die Endjahrespunktzahl der Azubis ein.
Auf dem ganzen Hof herrscht reges Treiben, Reiter in schwarzen Jacket und weißer Turnierhose schreiten den Parcour ab, das Orga-Team wuselt über die Plätze, damit beim Start auch alles in Ordnung ist. Die Tierärzte kontrollieren bereits einige Pferde auf Doping - und die Azubis?
Für die ist es nun erstmals an der Zeit, dass sie ihre reiterlichen Fähigkeiten vor Publikum unter Beweis stellen müssen. Am heutigen Tag finden vormittags die Springen in den Klassen E-S und nachmittags die Dressur E-M statt. Am darauffolgenden Tag kommt es dann morgens zum Gallopprennen über 3400m, mittags findet der Distanzritt statt und ab 15.00 Uhr beginnen die Reiterspiele an denen jeder Azubi VERPFLICHTEND mit dem jeweiligen Pflegepferd teilnimmt. Am letzten Turniertag findet um 10.00 Uhr das Westernturnier und ab 16 Uhr sind dann alle herzlich zur Siegerehrung eingeladen.
Es stehen also drei aufregende Tage bevor. Für den gesamten Hof. Also, worauf wartet ihr noch? Letzter Kontrollcheck und dann rauf aufs Pferd oder die Tribüne. Lasset die Spiele beginnen!

> Mittwoch, 24. Februar
> Vormittags, 9.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 11°
> es wird jedoch langsam wärmer und verspricht ein angenehmer Tag mit vereinzeltem Sonnenschein zu werden

ALLE, DIE AM SPRINGEN teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz; in einer halben Stunde beginnt das Springen! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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Darian O´Donneil

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ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Di 27 Mai 2014 - 20:31

Cf: Round-Pen

Es war kein langer Weg vom Round-Pen bis zu den Koppeln und doch genoss er die stille und dehnte beim Laufen seinen Nacken. Seine geschenkte Paint Horse Stute Sheitona lief mit leicht gesenktem Kopf neben ihm her. Es war üblich das sie schon fast wie ein Hund neben ihm her lief und dieses Bild entlockte dem sonst so streng drein Blickende Cowboy ein leichtes schmunzeln, doch so schnell wie es gekommen war, war es auch wieder verschwunden. Während er so neben seiner Stute her lief, ließ er die letzten Stunden Revue passieren und er mochte Freja immer mehr. Sie war nicht so wie andere Schüler. Auch wenn sie eher schüchtern ist so schien sie doch ganz schön auf zu blühen, wenn sie jemandem vertraute und jemanden näher kennen lernte. Für sie war es bestimmt nicht einfach, vor allem mit einer Zimmergenossin wie Shana, aber das war wohl nicht seine Sache. Er konnte ihr nur zeigen, dass es durchaus Menschen gab, die einem Sicherheit vermittelten und mit denen man sich gut unterhalten konnte.

Während er so in seine Gedanken vertieft war, war er bei den Koppeln an gekommen. Tony stupste ihn leicht von der Seite an und er tauchte aus seinen Gedanken auf. Die Stute sah ihn abschätzend an „Ja ich weiß. Viel zu nachdenklich“ meinte er mit einem leichten lachen zu seiner Stute, ehe er ihr einen Leckerbissen gab und dann das Gatter der Koppel öffnete. Er ging voran durch das Gatter und blieb dann nach einigen schritten wieder stehen um ihr den Führstrick ab zu nehmen und dann mit einem leichten Klaps auf die Hinterhand zu entlassen. Er drehte sich mit einer geschmeidigen Bewegung um und verließ die Koppel, schloss das Gatter hinter sich.

Die Arme gekreuzt, ruhten sie auf der Obersten Sprosse des Gatters, ein Bein hatte er auf gestellt, das andere ruhte mit festem Stand auf der Erde. So beobachtete er die Pferde, schien wie zu einer Salzsäure erstarrt. Der Wind zauste die wenigen Haare, die unter dem Cowboyhut hervor lugten, die stahlgrauen Augen konzentriert auf die grasenden Pferde gerichtet. Ein Friedlichens Bild, welches er leider viel zu selten beobachten konnte, doch er genoss nun die Zeit, da er es konnte und auch wenn es ihn unter den Fingernägeln juckte an seiner Maschine zu schrauben, so blieb er doch stehen, denn er hatte noch eine Verabredung mit der jungen Schwedin namens Freja und was er versprach das hielt er auch.


[kommt vom Round Penn | Bringt Sheitona auf Koppel | beobachtete die Pferde | wartet auf Freja]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 30 Mai 2014 - 16:49

»Komm heraus, mein schöner Prinz. Dann werd ich dich auch küssen, fest versprochen.« Mit lockender Stimme lief die Neunzehnjährige nun vom Stall allmählich zu den Weiden, denn meist fand sie ihren Wallach bei Artgenossen oder dort, wo es Futter gab. Da sie bereits die Futterkammer besucht hatte und noch alles an Ort und Stelle stand, vermutete Abigail, dass Faun vorerst gen Weiden getrottet war, stets in der Annahme, irgendwann und irgendwo auf ihr Pferd zu treffen. Diesbezüglich hatte sie kaum noch Sorge, denn der Vierzehnjährige verstand sich vorzüglich darauf, sich aus gefährlichen Situationen herauszuhalten. Eine Art Frühwarnsystem, wie die Brünette insgeheim glaubte.

Weiter mit weicher Stimme lockend, näherte sie sich den Weisen und - siehe da! - entdeckte tatsächlich eine Silhouette, die bei näherer Betrachtung allerdings wenig mit einem Pferd gemein hatte. Viel eher wirkte es wie ihr Westernausbilder, Darian O'Donneil. Abigail schluckte kurz. Irgendwie behagte es ihr nicht, ausgerechnet unter dem Blick ihres strengen Lehrers ihr wieder einmal entrissenes Pferd einzusammeln, das ein wenig abseits bereits grasend stand und auf sie wartete. Rasch steuerte die Dunkelhaarige auf das wild gezeichnete Pferd zu, griff in dessen Halfter und hakte den Führstrick mit einem erleichterten Seufzen ein.
»Hab ich dich. Dafür küsse ich dich aber nicht mehr, hörst du?!« Schnaubend hob der Roan Blanket seinen Kopf, sah ihr aus treuherzigen Augen entgegen und blähte interessiert die Nüstern, als er den Duft von Sheitona und anderen Pferden aufnahm. Mit einem Lächeln klopfte Abigail ihrem Wallach den muskulösen Hals, prüfte nochmals seine gesundheitliche Verfassung - hatte er sich auf seiner Tour etwas verletzt? - und führte ihn schließlich zur Weide. Nachdem der Appaloosamischling mit stolz gehobenem Kopf antrabte, hielt er kurz inne und sprengte überraschend nach rechts, ohne klares Ziel, bis er wieder in einen ruhigen Trab verfiel. Kopfschüttelnd ließ sich die Neunzehnjährige neben O'Donneil auf dem Zaun nieder, lächelte scheu und begrüßte ihren Lehrer höflich.
»Guten Tag, Mr O'Donneil. Wie geht es Ihnen?« Eigentlich hatte sie lediglich Faun einfangen und zur Weide bringen wollen, jetzt erschien es ihr mit einem Mal jedoch unhöflich, sich sang- und klanglos von ihrem Lehrer zu verabschieden. Ein wenig Smalltalk hatte bisher niemanden umgebracht. Freundlich und ehrlich sah Abigail aus großen, blauen Augen zu Darian O'Donneil auf.



[Auf der Suche - Faun - Weide - Darian - Smalltalk]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Sa 31 Mai 2014 - 11:52

Es war ein ruhiger Tag und auch wenn er eigentlich zum Turnier gehen wollte um zu schauen wie die Haven Meadows Stable sich schlugen, aber irgendwie gefiel es ihm hier viel besser. Ohne Trubel und das ganze Turniergewusel. Er musste sich schließlich noch früh genug damit auseinander setzten Schließlich hatte er sich für das Westernreitturnier mit Tony und Zerb angemeldet. Er fuhr sich leicht über das wettergegerbte Gesicht und beobachtete weiter die Pferde. Aus dem Augenwinkel nahm er eine Bewegung war. Ein grasendes Pferd, außerhalb der Koppel, nicht weit von ihm entfernt, jedoch machte er sich nicht weiter Gedanken darüber. Der Besitzer würde wahrscheinlich gleich kommen und sein Pferd auflesen. Dachte er bei sich und siehe da, seine Prophezeiung erfüllte sich und die Besitzerin erschien nach einigen Minuten auf der Bildfläche.

Es war seine junge Schülerin Abigail mit ihrem Appaloosa Wallach Faun. Viel wusste er über die beiden noch nicht und auch über ihr zweites Pferd wusste er kaum etwas. Aber er wusste, dass sie schon früh mit dem Westernreiten an gefangen hatte und sie hatte gute Ambitionen. Auch wenn sie ein ein zurückhaltendes und schüchtern wirkendes Mädchen war, so ging sie doch sehr behutsam und liebevoll mit den Pferden um, was der Cowboy sehr bewundernswert fand. Auch wenn er in seine eigenen Gedanken verstrick war so schreckte er doch keinesfalls aus seinen Gedanken hoch, als sie von Abigail angesprochen wurde. Seine stahlblauen Augen richteten sich auf das junge Mädchen. Soweit er wusste, war sie die jüngste auf dem Hof, jedoch schob er dies erst einmal bei Seite. „Guten Tag auch Abigail. Ja mir geht es gut, ich hoffe dir auch“ meinte er zu ihr, ehe er seine Augen wieder der Koppel zu wandte. Er wusste, dass sie nicht gern mit ihm sprach, war er im Unterricht doch ziemlich streng, aber das musste er auch sein, schließlich vermittelte er wissen und ein wenig Strenge war wohl nie verkehrt. Dachte er bei sich, auch wenn man bei manchen Menschen etwas Sanftmut an den Tag legen sollte, jedoch war das für einen ruppigen Cowboy wie ihn nicht so einfach. Wies dem auch sei, es war nun einmal so und im alter war es schwerer sich noch zu ändern.


[beobachtete die Pferde | bemerkt Abigail und Faun | Smalltalk]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 1 Jun 2014 - 1:07

Der Westernlehrer grüßte sie ebenfalls, was ihr ein Lächeln auf die Lippen trieb. Abigail mochte keine Frau von Welt sein, doch waren es ohnehin die kleinsten Dinge im Leben der Neunzehnjährige, die sie wirklich wertschätzte. Wie eben beispielsweise ein direkter Blick und eine höfliche Erwiderung. Vergnügt ließ die Brünette ihre Beine leicht baumeln, genoss das milde Wetter und schloss für einen Augenblick die Augen, während sie zufrieden seufzend auf die Gegenfrage ihres Lehrers reagierte.
»Ach, der Tag läuft super, danke.« Ein kurzer, unsicherer Blick in Richtung des Cowboys - war sie zu weit gegangen? - ehe sie nochmals kurz auflachte. Ihr Wesen war fröhlich und herzlich, da ließ sich vermutlich auch in Zukunft nichts machen. »Naja, Faun ist wieder einmal ausgebrochen - aber irgendwie finden wir uns eigentlich immer.« Vergnügt lachte sie der Sonne entgegen, ließ ihren Blick über die Weide gleiten und letztlich liebevoll auf ihrem Wallach ruhen.
Ja, Faun war ihr ganzer Stolz, ohne Frage und wäre er nur halb so clever würde sie ihn vermutlich trotzdem lieben, aber nicht s intensiv. Seine 'Reiselust' und der Schabernack, den er trieb, machten ihn erst zu einem einzigartigen Charakter für sie, der sie immer wieder auf ein Neues überraschen konnte. Schmunzelnd beobachtete er die trägen Bewegungen ihres Pferdes. Den BLick auf die Weiden gerichtet, fragte sie neugierig: »Ich hab gesehen, dass Sie auch an den Westernturnieren teilnehmen, in zwei Tagen.« Unsicher, wie sie ihn nun darauf ansprechen sollte, platzte sie schlichtweg damit heraus: »Haben Sie von Anfang an gewusst, dass ihre Pferde zum Westernreiten fähig sind?«

Seit einiger Zeit schon spielte nämlich Gladiator, das Pferd ihrer verstorbenen Schwester, vollkommen verrückt. Natürlich wusste Abigail, dass sie dagegen am ehesten etwas unternehmen konnte und deshalb keimte allmählich der Plan in ihr, den feurigen Araberhengst ebenfalls in die Westernausbildung zu schicken. Dafür müsste sie nur eben endlich in den Sattel des Fuches steigen, ihre irrationale Angst bezwingen. Nervös knetete die Neunzehnjährige ihre Finger, aus Angst, O'Donneil könnte ihr diese Ängste an der Nasenspitze ablesen. Ihr Mienenspiel verbarg selten, was sie dachte oder fühlte, in der Hinsicht war die Auszubildende vermutlich ein offenes Buch für Jeden.
»Woher ... woher wissen Sie, dass ein Pferd garantiert für den Westernberitt geeignet ist? Dass es das Zeug dazu hat?« Noch immer plagten die Zweifel sie, Abigail würde sie auch so schnell nicht abschütteln können, doch für ihre beiden Pferde wollte sie es zumindest versuchen.



[Weide - Darian - Gespräch - Nervös]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 1 Jun 2014 - 11:35

cf. Stuten- und Wallachstall

Recht direkt hinter den Stallungen lagen die Koppeln idyllisch da. Friedlich grasend standen die Pferde über die Grünfläche verteilt, manche enger beisammen als andere, aber insgesamt stelten sie ein Bild von tiefer Zufriedenheit dar.
Sogar Sleipner hob kurz den Kopf, als sie in Sichtweite der Weiden kamen, schüttelte diesen leicht, als wolle er sein mal wieder viel zu langes, zotteliges Stirnhaar zur Seite streichen, um besser sehen zu können. Sein helles, sandfarbenes Fell glänzte, als einige Sonnenstrahlen darauf fielen, und schimmerte einen Moment lang fast golden. Wie passend, denn der Wallach war eben auch ein Goldstück, eine Konstante in ihrem Leben und dabei so genügsam, wie es nur ein Tier sein konnte.
Freja widerstand der Versuchung, dem Tier einen Arm um den Hals zu legen und es zu herzen. Zum einen machte sich das beim Laufen nicht besonders gut, zum anderen wäre es ihr auch übertrieben vorgekommen. Stattdessen begnügte sie sich damit, dem Pferd das letzte Stück Möhre, das noch in ihrer Jackentasche schlummerte, zwischen die Lippen zu schieben, und wusste, dass das den Verfressenen wahrscheinlich mehr als spontane Umarmungen freute.
Während Sleipner zufrieden kaute, kamen sie den Koppeln immer näher. Ein herrlich buntes Pferd hob den Kopf, als sie sich näherten. Diese Fellzeichnung würde Freja wohl ebenso unter tausenden erkennen, wie sie ihren Faulpelz erkannte. Faun schien jedoch nicht gewillt zu sein, seinen Weide- und Ausrittsfreund persönlich zu begrüßen. Statt sich dem Gatter zu nähern, versenkte er seine Nase nur wieder im Grün der Wiese.
„Herzlose Freunde hast du hier, Sleipner“, meinte Freja zu ihrem Gefährten, bevor ihre Augen suchend über das Gatter glitten. Ein Stück vom Tor entfernt, sah sie schließlich zwei Gestalten stehen beziehungsweise sitzen. Darians Hut war ebenso unverkennbar wie Abbys Silhouette, die einfach auf dem Gatter saß. Typisch, dass die Neunzehnjährige keinerlei Hemmungen hatte und es sie störte, dass das Holz schrecklich unbequem war. Freja musste lächeln, während sie das Gatter öffnete, Sleipner hindurchbeförderte und es wieder schloss, bevor sie den Führstrick aushakte und darauf wartete, dass sich der Falbe gemächlich von ihr entfernte. Bloß keine Hektik, das schien seine Devise an diesem Morgen zu sein.
Ebenso gemächlich verließ seine Besitzerin die Koppel wieder. Hier schien das Turnier meilenweit entfernt zu sein, fast so, als fände es auf einem anderen Hof statt. Ihre Lust, zu den Tribünen zu gehen, schwand allmählich. Anders als die meisten anderen hier, war sie nicht dafür geschaffen. So sehr im Mittelpunkt zu stehen, behagte ihr nicht. Viel schöner war es da doch, sich im Hintergrund aufhalten zu können oder bei den Vorbereitungen dabei zu sein. Als fertig ausgebildeter Tierarzt würde sie zwar auch mitten im Geschehen sein, aber auf eine andere Art.
Bevor es jedoch soweit war, würde sie den Tag genießen. Und wie ließe sich das besser tun als mit Freunden? Nachdem sich die Rothaarige nochmals vergewissert hatte, dass das Gatter fest verschlossen war, stiefelte sie zu den beiden Westernreitern, blieb aber noch auf Abstand. Abby schien sich gerade um Kopf und Kragen zu reden, was recht untypisch für die Träumerin war, mit der sich Freja überraschenderweise ausgezeichnet verstand. Der Altersunterschied hatte sie anfangs etwas skeptisch gemacht, doch schnell war klar gewesen, dass dieser kein k.o.-Kriterium für eine Freundschaft darstellte.
Abigail redete immer noch, als Freja zu den beiden trat, sich still ans Gatter lehnte und Darian lediglich mit einer kurz zum Gruß erhobenen Hand auf sich aufmerksam machte. Abby saß mit dem Rücken zu ihr und sie musste der Versuchung widerstehen, ihrer Freundin mit zwei Fingern in die Seiten zu piksen, um sich bemerkbar zu machen. Das jedoch würde sie allein aus Rücksicht auf die grasenden Pferde unterlassen. So ganz sicher, wie das Mädchen darauf reagieren würde, war sie schließlich nicht, sodass die Schwedin sich damit begnügte, abzuwarten, bis einer der beiden sie bemerkte, oder irgendetwas anderes Interessantes geschah.


[Weg zur Koppel / Sleipner / Darian & Abigail im Gespräch / Abwarten]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 2 Jun 2014 - 9:10

Die Sonne schien leicht auf das Gesicht des Cowboys, welches er gehen Sonne gerichtete hatte um die milden Sonnenstrahlen zu begrüßen, die sich am Himmel zeigten, nachdem sich der Winter zurückgezogen hatte. Auch wenn er vermutlich etwas verträumt wirkte, so war er dies doch nicht, er lauschte Abigails Worten aufmerksam. „Nun, bei Zerberus musste ich erst das Vertrauen in Menschen wieder herstellen, bevor ich überhaupt mit ihm arbeiten konnte und da ich mit beiden von Anfang an Western geritten bin, zeigte es sich durch die Arbeit auf der Ranch recht schnell, das die beiden für den Westernreitsport gut geeignet sind.“ meinte er und sah Abigail lange an „Im Großen und Ganzen habe ich es schon beim Kauf der beiden gewusst, dass sie gute Westernveranlagungen haben.“ Fügte er dann noch an. Er wusste um die Schwierigkeit zwischen ihr und ihrem Araber. „Vielleicht solltet ihr zuerst etwas Bodenarbeit machen um das Vertrauen zwischen euch beiden zu festigen und kann ich ihn mir mal anschauen und dir sagen ob er die Veranlagung dazu hat“ meinte er und ash Abigail aufmunternd an. Der jungen Frau sah man jede Gefühlsregung sofort an. Jeder würde dies wohl als Schwäche sehen doch Darian fand das ganz und gar nicht schlimm. Aufmunternd sah er die junge Frau an. „Nun ich höre mir erst die Geschichte der Pferde an. Von wem sie abstammen und ob in den Genen schon eine gute Veranlagung liegt. Dann gehe ich mit ihnen in den Round-Pen und sehe mir an, wie sie so laufen und meist kann ich es dann schon sagen ob sie für den Westernsport geeignet sind oder nicht“ erkläret er Abigail. Er hoffte, dass er ihr so weiter helfen konnte. Aufmunternd lächelte er der jungen Frau an und ließ den Blick dann wieder zu den Pferden schweifen.

Aus dem Augenwinkel bemerkte der 30 jährige eine Bewegung. Freja brachte gerade ihren Wallach auf die Koppel und so gemächlich wie dieser war trottete dieser auf die Weide und Freja schloss hinter diesem das Tor, ehe sie zu den beiden herüber gestiefelt kam und sich mit einem kurzen Gruß bemerkbar machte. Darian neigte leicht den Kopf und begrüßte die junge Schwedin mit einem schlichten „Hey“ ehe er kurz zu Abigail blickte und dann den Blick wieder gehen Koppel richtete. Es war nun einmal seine Natur die Pferde zu beobachten, denn man konnte auch aus weiter Ferne so viel bei ihnen Lesen, was er sehr Faszinierend fand.


[Spricht mit Abigail | beobachtete Pferde | bemerkt Freja | begrüßt | beobachtete Pferde]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 2 Jun 2014 - 14:02

Abigail biss sich auf die Lippen, spielte nachdenklich mit ihren schmalen Fingern und blickte ihrem Ausbilder am Ende doch wieder in das Gesicht. Er schien bereits ihre Schwierigkeiten mit Gladiator bemerkt zu haben, ob er auch wusste, dass sie noch nie in seine Sattel gesessen hatte? Allein der Gedanke daran ließ sie erneut nervös werden, denn anders als ihre Schwester hatte sie einen großen Respekt vor diesem Tier. Ganz besonders vor diesem Tier.
»Mhm« machte sie unverbindlich, gedanklich bereits bei einem Durchlauf mit dem Fuchshengst. In erster Linie, das wusste Abbie sehr genau, müsste sie ganz einfach erst einmal in den Sattel steigen, aber seit dem Tod ihrer Schwester ... nun, sie hatte noch keinen sonderlich guten Draht zu Gee und darum tat es ihr leid. Aber er war und blieb in erster Linie das Pferd ihrer Schwester. Sie wollte sich gar nicht erst ausmalen, wenn er sich verletzte oder stürzte ...

Während O'Donneil ihr erklärte, dass er sich zu Anfang erst einmal die Abstammung eines jeden Pferdes ansah, rutschte ihr das Herz bereits in die Hose, denn Gladiator besaß einen tadellosen Stammbaum - nur eben war keines davon wirklich je zu einem Westernpferd ausgebildet worden. Zweifelnd hob sie den Blick, folgte dem Beispiel ihres Lehrers und beobachtete die Pferde, die friedlich nebeneinander grasten.
Eine sehr vertraut schimmernde Silhouette näherte sich den grasenden Pferden und da hob Faun auch bereits seinen Kopf, blähte die Nüstern und rief fordernd nach seinem Freund. Irritiert sah Abbie sich um, bemerkte da erst Freja, die eben von Darian begrüßt wurde.
Verwirrung zeichnete sich deutlich auf dem Gesicht der Neunzehnjährigen ab, ehe sie fast schon suchend um sich blickte, um die Schwedin schließlich verwundert zu fragen: »Wo kommst du denn auf einmal her, Freja? Hat dich der Boden ausgespuckt oder wie?«
Abigail lachte herzhaft, lehnte sich dabei ein wenig auf dem Zaun zurück und sah der Freundin grinsend entgegen. Manchmal war es eine Wohltat für die Brünette, die Sorgen von jetzt auf gleich verdrängen zu können, sie nicht wahrnehmen zu müssen. Und als würde das alles erklären - was es im Prinzip eigentlich auch tat - erklärte Abigail ihr Hiersein mit einem Fingerzeig zu Faun, der sich Sleipner jetzt in gemäßigtem Tempo näherte. »Mein Hexenschreck ist wieder mal ausgebrochen.« Ein weiteres Lachen folgte. Vermutlich kannte inzwischen jeder Stallarbeiter, jeder Ladenbesitzer und jeder Azubi Faun vom Hörensagen, vielleicht sogar vom Sehen, stromerte der Mischling häufiger umher. Eher aus Instinkt als aus Neugier wandte Abigail ihren Blick besagtem Hexenschreck zu und runzelte die Stirn, als dieser sich auffällig unauffällig dem Gatter näherte. Ein wenig abgelenkt blinzelte sie die Schwedin aus dem Augenwinkel heraus an, frage: »Musstest du heute schon die ersten Patienten begrüßen?«
Soweit die Neunzehnjährige wusste, liefen bereits die ersten Springen, darunter auch einige Pferde und Reiter von den Heaven Meadows.



[Weide - Darian - Überlegungen - Freja]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 2 Jun 2014 - 17:54

Die Versuchung, Abbie doch noch in die Seiten zu piksen, da diese sich erst einmal suchend umsah, satt Freja direkt zu bemerken, wurde übermäßig groß, aber die Schwedin hielt sich tapfer zurück, packte nur die obere Latte des Zauns, um Halt zu haben und sich ein bisschen zurücklehnen zu können. Letztlich wurde sie ja doch entdeckt und quittierte den Kommentar und das herzhafte Lachen mit einem Grinsen.
„Ja klar. Ich hab 'nen Maulwurfstunnel bis vor deine Füße gegraben“, antwortete sie ähnlich unbeschwert wie Abigail. Die junge Frau hatte zuvor noch nervös und unangenehm bedrückt gewirkt, doch diese Stimmung schien von ihr abzufallen wie Blätter von einem Baum im Herbst. Unerklärlicherweise beruhigte Freja das. Ohne feste Beweise dafür zu haben, ging sie einfach davon aus, dass es ein Problem sein musste, das sich aus der Welt schaffen ließ, wenn man so plötzlich davon abkam. Andererseits, dessen war sich zumindest ein kleiner, selten zu Wort kommender Teil in der Schwedin bewusst, konnte es natürlich auch sein, dass sie, Freja, einfach eine willkommene Abwechslung zum Nachdenken darstellte.
Auch der Blick der Rothaarigen folgte nun ihren beiden Pferden, doch statt eines Lachens brachte sie nur ein Stirnrunzeln zusammen.
„Ist bei ihm denn alles okay? Grade bei den vielen Leuten hier, kann das ja ein bisschen schwierig werden...“, erwiderte sie und musste dann doch schmunzeln, dass sich die Tierärztin in gerade wieder hervorgewagt hatte, um frische Luft zu schnappen und kritisch zu kommentieren. Das Schmunzeln verschwand jedoch genauso plötzlich, wie es gekommen war, als sich das Gespräch ihren Patienten zuwandte. „Ich war bei Shanas Dressurpferd, der letzte Woche gelahmt hat, jetzt aber wieder okay zu sein scheint“, erklärte sie in möglichst neutralem Tonfall, obwohl ihre Finger dabei das Holz fester umklammerten, sodass sie sich schließlich doch gerade hinstellte. „Und dann hätte ich beinahe noch einen ganzen Haufen anderer Patienten verursacht, als Emil meinte, mich vor einer überschwappenden Flasche Cola beschützen zu müssen“, fasste die Schwedin die Ereignisse des Morgens knapp zusammen. Der Reiter der HMS kam ihr wieder in den Sinn und auf ihren Wangen breitete sich ein intensiver Rotton aus, der sich fürchterlich mit ihrem Haar biss. Wie er wohl abgeschnitten hatte? Oder war er noch gar nicht angetreten? Wenn sie jetzt zurück zu den Tribünen ging, könnte sie ihn vielleicht noch beobachten... dann jedoch schalt sie sich eine Närrin. Wie klischeehaft war es denn bitte, zu glauben, dass er sich überhaupt noch an sie erinnerte oder sie überhaupt wiedererkannte, ohne Emil.
Langsam drehte Freja der Koppel den Rücken zu, ließ den Blick, der mehr einem unbestimmten Gefühl entsprang als einer Ahnung, über die von hier aus einsehbaren Teile der Ranch gleiten und sah, dass sich ein Reiter mit einem Pferd dem Round-Pen näherte. Aus der Entfernung heraus waren es nur kleine Punkte, denen sie zunächst wenig Beachtung schenkte. Stattdessen erkundigte sie sich freundlich: „Worüber habt ihr denn gesprochen, bevor ich euch unterbrochen hab?“


[Gespräch mit Abbie / Gedanken / Erkundigung nach Faun / Antwortet / Fragt]
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Darian O´Donneil

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Di 3 Jun 2014 - 9:11

Darian war es nicht unangenehm den beiden jungen Frauen zu zuhören, schließlich verschaffte die gute Laune anderer einem selbst gute Laune und so huschte hier und da ein leichtes lächeln über die Lippen doch seine größte Aufmerksamkeit galt den Pferden. Er hielt sich erst einmal zurück und ließ den beiden Frauen ihren Freiraum um sich herzlich zu begrüßen und schallend lachen in ein kurzes Gespräch zu vertiefen. Darian hatte wohl gemerkt, dass es Abigail unangenehm war über ihr zweites Pferd zu reden. Er wusste nicht, was zwischen den beiden vor gefallen war, aber er war so höflich, nicht nach zu hacken, wenn es nicht nötig war. „Vielleicht können wir uns mal im Round-Pen treffen und dann schau ich mir Gladiator mal an. Dann kann ich dir mehr sagen“ meinte er mit einem aufmunternden lächeln zu der 19 jährigen und legte ihr kurz eine Hand auf die Schulter.

Eine seiner Augenbraue erhob sich träge weiter zu seiner Stirn und er sah Freja kurz an „Über das Westernreiten, worüber den sonst“ meinte er, auf seinen Lippen zeigte sich jedoch ein schmales lächeln. Doch dann zog er sich wieder zurück und ließ seinen Blick wieder über die Weide schweifen. Sein blick blieb an seiner Paint Horse Stute hängen, die sich dazu entschlossen hatte sich zu Abigails und Frejas Wallach zu gesellen. Ein leichtes lächeln überzog wieder seine Züge, den er mochte die Stute, da sie, im Gegensatz zu Zerb eine sehr gesellige und lernwillige Stute war. Seine Beine Ruhten auf eine der unteren Sprosse des Koppelzauns, seine Hände ruhten auf der Sprosse auf der er saß.


[beobachtete Freja und Abigail | äußert sich | beobachtete Pferde]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Di 3 Jun 2014 - 21:37

Fast, als nehme die Neunzehnjährige die Worte der Freundin tatsächlich ernst, senkte sie ihren Blick schlagartig auf den Boden vor ihren baumelnden Füßen. Natürlich befand sich dort weder ein Loch, geschweige denn ein Hügel, der auch nur Aufschluss auf Maulwürfe zugelassen hätte. »Scheinst ja eine der flinken Sorte zu sein« lachte sie über ihre eigenen Gedanken belustigt und sah aus blitzenden Augen zu der Rothaarigen auf. Sie waren einander von Anfang an sympathisch gewesen, hatten gewissermaßen „einen guten Draht“ zueinander gefunden und beibehalten. Auch störte Abigail der Unterschied in Alter und Nation keinesfalls, es schien ihr sogar durchaus ganz sympathisch zu sein. »Ach, dem geht's gut« winkte Abbie schließlich gutmütig ab. »Der findet den Weg doch nur zur Futterkammer oder zur Weide. Da ist heute nicht ganz so viel Betrieb.«
Glücklicherweise, denn niemand konnte ahnen, wie die Besucher auf ein wild umherlaufendes Pferd wie Faun reagieren würden, der frech genug war, quer durch die Massen zu laufen und aufdringlich genug, um sich das Essen zu ergaunern. Nein, am Ende war alles gut gelaufen.

Ein wenig in Gedanken versunken reagierte die Brünette etwas verspätet auf die bewusst neutral gehaltenen Worte der Anderen. »Shana? Oh, Shana Nur vage erinnerte sich die Neunzehnjährige an die Auszubildende, hatte sie mit ihr bisher so gut wie nichts zu tun gehabt. Allerdings schien sie sich ausgesprochen gut mit ihrem Ausbilder und Mariza zu verstehen, im Gegensatz zum restlichen Hof. Bisweilen allerdings überhörte Abbie die zuweilen recht boshaften Kommentare über die Reiterin, sodass sie sich schulterzuckend einem interessanterem Thema widmete. Verblüfft zogen sich die dunklen Brauen Abigails nach oben, als sie sich an den weißen Schäferhund Emil erinnerte. »Na, er scheint dich jedenfalls erfolgreich gerettet zu haben. Nirgendwo eine Colaflasche weit und breit. Auftrag erfüllt.« Grinsend lauschte sie den kurzen Worten ihres Lehrers, während das Grinsen allmählich verblasste und der gewohnten Ernsthaftigkeit Platz machte, die mit Gladiator als Gesprächsthema einherging. Dankbar nickte sie, mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend, denn der Gedanke, mit Gladiator in die „Arena“ zu steigen, ließ die altbekannte Angst wieder aufkommen. Die schwere, warme Hand O'Donneils beruhigte sie aber ein wenig, gab ihr die Bodenständigkeit zurück.

„Über das Westernreiten, worüber den sonst“ Ihrem unvorsichtigen Naturell entsprechend gluckste Abigail, während sich auf den Lippen des Lehrers ein kleines Lächeln zeigte. Mochte er als Ausbilder auch hart und sehr genau sein, als Mensch war er trotz allem sympathisch. Die Neunzehnjährige empfand es, nicht wie zu Beginn, als sie Darian O'Donneil erstmals kennenlernen durfte, als Vorteil, ihn ihren Ausbilder nennen zu dürfen. Er war kompetent und schweigsam, zwei Dinge, die bei einer zerstreuten Chaotin wie Abigail immer gut Punkte schreiben konnten. Grinsend wies sie zu Sleipner, Sheitona und Faun.
»Du solltest es mal ausprobieren, Freja. Es ist phantastisch, atemberaubend, einfach unbeschreiblich. Vielleicht schlummert in Sleipner ein unbemerkter Westernprofi.«
Langsam schlenderte ihr Wallach die Weide entlang, blickte mal hierhin und mal dorthin, schnupperte interessiert an Sheitonas Kruppe und rieb seinen Kopf am Vorderbein, ehe er sich zielstrebig aufmachte, sich Sleipner zu widmen. Der Appaloosawallach schien einen Narren an dem Fjordpferd gefressen zu haben, was wiederum Abigail erleichterte. Es hielt ihn ein wenig von weiteren Dummheiten ab.



[Weide - Darian & Freja - Westernreiten]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mi 4 Jun 2014 - 20:45

„Schwedischer Rennmaulwurf“, zwinkerte Freja vergnügt. „Die schnellsten der Welt. Aber lassen wir das Thema.“

Wie gut es war, einfach entspannt ein wenig plaudern und scherzen zu können. Das war einer der Gründe gewesen, warum sie Abbie recht direkt ins Herz geschlossen hatte. Anders als Shana oder ihr Ausbilder machte die Brünette keinen Unterschied zwischen den elterlichen Gehaltsklassen. Sie strahlte eine gewisse Unbeschwertheit aus, um die Schwedin sie regelrecht beneidete, auch wenn sie manchmal nur den Kopf darüber schütteln musste, wie leichtsinnig sie sein konnte. Vielleicht machte aber gerade das sie zu einer so guten Westernreiterin. Auch wenn Freja von diesem Sport nur wenig verstand, wie sich in dem vorherigen Gespräch mit Darian wieder einmal gezeigt hatte, so wusste sie doch genug, um sagen zu können, dass die Disziplinen teilweise ziemlich schnell und waghalsig aussahen. Irgendwie passte das zu der jungen Amerikanerin, der Freja übermorgen ganz fest die Daumen drücken würde.

„Dann ist ja gut. Sonst hätte ich meinen freien Tag ja auch noch für dich opfern müssen, was ich allerdings viel, viel, viel lieber täte, als mich nochmals mit Shana rumzuschlagen... und jaaaa, Shana. Ich wünsche ja niemandem Schlechtes, aber so eine Stange oder zwei darf sie gleich schon reißen...“, grummelte die Rothaarige nach einem ausgesuchten Anfall von Sarkasmus mit anschließender Erklärung.
Abbie war für die feinen Schwankungen von Stimmlagen wenig empfänglich, sodass Freja sich nie wirklich sicher war, wie ihr Sarkasmus aufgenommen wurde. Doch diese Schwierigkeit war eine Eigenschaft, die man einfach ignorieren konnte. Sie wurde erfolgreich davon überdeckt von dem Talent, einfach alles positiv sehen zu können. Selbst die unfassbar peinliche Situation mit Emil wurde einfach leicht genommen, während Freja noch immer daran herumknabberte. Das jedoch erinnerte sie daran, dass sie noch immer den Wohnungsschlüssel des Westernreitlehrers in der Hosentasche hatte. Um ihn ihm gleich wiedergeben zu können, steckte sie die Hand in die Tasche und umschloss das kleine Metallstück fest. Doch zu der Emil-Episode enthielt sich die Schwedin eines Kommentares lachte nur ebenfalls, ein bisschen schüchterner allerdings, bevor auch sie den Worten Darians lauschte. Anscheinend war es um Abbies zweites Pferd gegangen, den hübschen Araber, den sie aber – anders als Faun – selten ritt. Es interessierte Freja brennend, was da los war, doch sah sie an dem ernsten Gesichtsausdruck ihrer Freundin, dass das kein Thema war, das sie gern anschnitt. Außerdem war das eine Unterhaltung zwischen Lehrer und Schüler, die sie nicht stören wollte.

Stattdessen beobachtete sie weiterhin die Pferde, ihr friedliches Zusammensein und wandte sich auch nicht von ihnen ab, als Abbie mutmaßte, dass Sleipner unbekannte Qualitäten besitzen könnte.
„Ich bezweifle, dass in ihm etwas Anderes steckt als eine Schlaftablette“, grinste sie leicht hin und zog dann den Schlüssel des Cowboys aus der Hosentasche. „Hier, ich hab Baskets Wassernapf aufgefüllt und selbstverständlich wieder abgeschlossen.“
Damit Abbie nichts falsch verstand, erklärte sie hastig: „Ich hab unsere Hunde in die jeweiligen Wohnungen gebracht, damit nichts passiert, wenn wir nachher dem Turnier zusehen... also keine erneute Szene. Deshalb hatte ich seine Schlüssel.“
Um Kopf und Kragen geredet..., schoss ihr durch den Kopf, ehe sie diesen schüttelte.

„Apropos Turnier... ich glaube, ich mach mich wieder auf den Weg, ein bisschen Erfahrungen sammeln. Und ich glaube...“ Freja zögerte ein wenig, unsicher, ob sie dieser plötzlichen Eingebung, wie sie die nächste Zeit verbringen sollte, überhaupt nachgeben würde. Aber was sprach denn dagegen? Sie wollte dem Springen zu sehen oder irgendeinem anderen Reiter. Außerdem lockte sie der Round-Pen und der Unbekannte, den sie vermeintlich dort hinein hatte gehen sehen. Irgendwie schien dieser Teil des Trainingsgeländes am heutigen Tag zu ihrem Dreh- und Angelpunkt zu werden. „ich geh nochmals am Round-Pen vorbei, bevor ich zu den Tribünen geh. Irgendwie bin ich heute rastlos... nun ja. Vielleicht komm ich nachher nochmal hier vorbei.“
Mit diesen Worten verabschiedete sie sich lächelnd, pikste Abbie dann doch in die Seite, breit grinsend natürlich, und machte sich etwas besser gelaunt, zurück aufs Hauptgelände der Ranch.

TBC Round-Pen


[Gespräch mit Abbie / Gedanken / entscheidet sich, nicht nach Gladiator zu fragen / gibt Darian Schlüssel zurück / Entschluss / Verabschiedung / Abgang]
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ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mi 11 Jun 2014 - 17:45

Darian fand es ganz entspannend den beiden Mädchen zu lauschen, auch wenn sie definitiv einen geringen Altersunterschied aufwiesen, so schien sie das doch nicht zu stören. Darian beobachtete weiterhin die Pferde, sowohl seine Stute, als auch die beiden Wallache von Freja und Abigail. Ein leichtes schmunzeln schien auf seinen Lippen hängen geblieben zu sein, doch er merkte Abigails Ernsthaftigkeit als er wieder von ihrem zweiten Pferd anfing, aber irgendwann mussten die beiden zu einander finden, da führte wohl oder übel kein Weg dran vorbei, dachte Darian bei sich und sah Abigail lange an. „Ich wird mir Gladiator mal an schauen und etwas mit ihm arbeiten und du kannst erst einmal zu schauen. Aber irgendwann musst du selbst mit ihm Üben“ meinte er, zwar etwas streng aber immer noch mit einem milden Lächeln. Er musste ihr die Wahrheit sagen, sonst brachte alles nichts und es schien wohl eher mit einer Erinnerung als mit dem Pferd selbst zu tun zu haben, aber jeder negative Gedanke würde das Training stören und das wäre für die beiden nur hinderlich. „Ich stehe jeder Zeit zur Verfügung wegen Gladiator, also lass dir Zeit, aber bitte nicht zu viel“ meinte er mit einem milden Lächeln. Er wollte Abigail ja nicht drängen. Denn obwohl er ein strenger Lehrer war, so ging er dennoch immer auf seine Schützlinge ein und was Abigail und Gladiator anging würde er wohl seine ganze Sanftheit aufbringen müssen um die beiden zusammen zu führen.

Er war für eine Weile in seine eigenen Gedanken versunken und hörte den beiden nur mit halbem Ohr zu, doch er überhörte nicht, dass sich Freja dann doch verabschiedete. „Man sieht sich bestimmt wieder“ meinte er zum Abschied, ob kurz die Hand, ließ sie dann aber wieder auf die Sprosse des Kopelzauns sinken. Die Sonne schien nun mehr milde vom Himmel, die Pferde grasten friedliche auf der Weide und alles schien sehr Idyllisch zu sein, doch der Schein trog öfter als man dachte, das hatte Darian in den letzten Jahren am eigenen Leib erfahren, doch das hatte seinem Lehrersein nichts ab gebrochen. Manche Dinge in seinem Leben, hatten ihn nur stärker gemacht und er war froh, dass er seine treuen Vierbeiner hatte, sonst wäre wohl vieles anders gekommen, als es jetzt war. Hin und wieder sah er zu Abigail. Er würde es ihr nicht verdenken, wenn sie gehen würde, es wäre für ihn nicht schlimm, er würde es aber genauso wenig schlimm finden, wenn sie neben ihm sitzen bleiben würde, wie sie sich auch entscheiden würde, er würde es nicht missbilligen.


[redet mit Abigail | lauscht Gespräch | Tagträume]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 13 Jun 2014 - 21:35

Leise kichernd schlossen sich die funkelnden, blauen Puppenaugen, kleine Lachfältchen bildeten sich um die Augen und ließen die Neunzehnjährige gewohnt ausgelassen und heiter wirken. Es gab wohl kaum ein Bild, welches nicht vertrauter gewesen wäre, als eine fröhliche Abigail Bridget - vielleicht lediglich die verblüfft schnaubende Abbie, die ihrem entlaufenen Pferd Faun hinterher starrte. Vermutlich würde sie sein Training wieder ein wenig umstellen, ihn etwas mehr fordern, damit sein wacher Verstand wieder ein wenig mehr zum Arbeiten bekam. Bei Zeiten würde sie Patrick oder sogar O'Donneil fragen, ob diese noch Anregungen für die Neunzehnjährige hätten. Es war immerhin recht anstrengend, sich ständig neue Tricks auszudenken, die das Pferd nicht über-, aber auch nicht unterforderten. Nachdenklich knabberte Abbie an ihrer Unterlippe, den Blick auf ihre Schuhe gesenkt und die Stirn gerunzelt, vollkommen in die eigenen Gedanken vertieft.

Das Turnier. Erst Frejas Worte bezüglich einer Reiterin entlockten der Brünetten wieder eine Reaktion, die nicht einmal mehr genau wusste, um wen sich das Gespräch im Augenblick handelte. Da die Stimmlage für Abbie auch selten viel Aufschluss gab, vermochte die brünette Reiterin nicht Näheres zu erraten. Eigentlich war es ihr auch egal, wem Freja dort einen Abwurf wünschte, solange dabei niemand zu Schaden kam. Nachdenklich neigte Abbie den Kopf, betrachtete die rothaarige Schwedin kurz eingehend und schüttelte ihr langes Haar lächelnd zurück über die Schultern, warf einen prüfenden Blick auf die Pferde, besonders auf Faun. Der graste, den zweifarbigen Schweif immer mal wieder hebend, geruhsam neben Sleipner und schien jeden Gedanken an Schabernack vorerst aufgegeben zu haben.
Ein Schlüsselbund klirrte, Abbie sah irritiert auf. Weniger dem Offensichtlichen wegen, dass eine Auzibine den Schlüssel zum Cottage eines Lehrers besaß, als viel mehr dem Geräusch wegen, welches ihre wild wirbelnden Gedanken unterbrochen hatte.
»Das ist nett von dir« stellte Abbie nüchtern, aber lächelnd fest. Es war weder eine Wertung, noch eine Verurteilung, war die Neunzehnjährige zu keinem von beidem wirklich fähig. Womöglich würde sie ihre spitze Zunge als Werkzeug nie gebrauchen. »Basket?« Neugierig, ein wenig irritiert, blinzelte die Westenreiterin zwischen Darian und Freja umher, wieder einmal etwas schwer von Begriff. Allerdings meinte sie sich an einen Hund zu erinnern, der dem Westernlehrer wie ein Schatten folgte. Hieß er Basket? Möglich wäre es.

»Schwedische Wühlmaus eben« erwiderte Abbie lachend auf die Worte der Freundin, ein wenig rastlos zu sein, nickte aber, als Zeichen, dass sie es verstand. Später würde sie, wenn sich die erste Aufregung gelegt hatte, eventuell auch noch einen Abstecher zum Turnierplatz machen. Soweit sie wusste, traten auch einige Reiter von den Heaven Meadows an, ein wenig Motivation würde sie also spenden gehen.
Die Worte ihres Lehrers lenkten die Aufmerksamkeit der Neunzehnjährigen wieder in eine höchst unangenehme Richtung und kaum, dass er ausgesprochen hatte, biss sie sich erneut auf die Lippen. Unangenehm heftig klopfte ihr das Herz in der Brust, schnürte ihr die Kehle zu und ließ die gewohnte Angst wie einen dunklen Schatten über ihr aufziehen. Gladiator zu reiten würde zwangsläufig bedeuten, auch Alexa zu verleugnen; sie zu verraten. Das könnte und wollte Abbie nicht, also nickte sie lediglich betretend, den Blick auf ihre abgespreizten Beine gerichtet. Ob sie womöglich mal wieder Liam anrief?
Es waren bereits wieder Monate vergangen, in denen das Training mit Faun sie vollständig eingenommen hatte, seit sie ihren großen Bruder gesehen hatte, geschweige denn gehört. Allerdings hatte er vermutlich sowieso keine Zeit für seine kleine Schwester, dachte Abigail betrübt und betrachtete gedankenverloren die Pferde. Neben ihrem Lehrer ließ sich die Stille ganz besonders gut genießen, wie sie inzwischen festgestellt hatte.



[Weide - Gedanken - Freja - Darian - Überlegungen]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Di 17 Jun 2014 - 20:44

Darian hatte gemerkt, dass das Thema Gladiator ein wirklich heißes Eisen war und Abigail nicht gerne darüber redete, geschweige denn nach dachte. Der Cowboy wusste nicht, was zwischen den beiden war und eigentlich ging ihn das auch gar nichts an. Aber wenn sie seine Hilfe in Anspruch nehmen wollte und Gladiator zu einem Westernpferd ausbilden wollte, so musste sie ihm irgendwann erzählen, was diese Spannungen zwischen ihnen zu bedeuten hatten. Er schob sich den Hut vom Kopf und fuhr sich dann durch die langen dunkelbraunen Haare.

Darian sah Abigails verwundertes Gesicht, als von seinem Rüden die Rede war. Ein feines Lächeln umspielte seine Lippen. „Basket ist mein Australien Shepherd Rüde“ meinte er dann zu Abigail, ehe sein Blick wieder zu den Pferden wanderte. Eigentlich sollte er sich aufraffen und auch mal beim Turnier vorbei zu schauen, doch irgendwie war der ganze Trubel nicht so ganz seine Welt. Wahrscheinlich würde er sich Basket Schnappen und entweder noch etwas mit Zerberus oder Sheitona trainieren, oder etwas an seiner Maschine herum schrauben. Es würde wahrscheinlich eh noch etwas Zeit brauchen, bis er sich Gladiator anschauen würde. Er wollte Abigail so viel Zeit wie möglich lassen.

Nach etlichen Minuten des Schweigens streckte sich der Cowboy und man hörte die Wirbel in seinem Rücken knacken, doch darüber machte er sich schon lange keine Gedanken mehr. Er stieg vom Zaun, lehnte sich dann aber dagegen und stellte einen Fuß auf die unterste Sprosse. Die Arme auf der Oberen verschränkt. „Nun, ich denke ich werde mal nach Basket sehen und dann noch etwas Trainieren oder an meinem Motorrad schrauben“ meinte er beiläufig und Abigail, aber eigentlich sprach er sie direkt an „Natürlich nur, wenn du nicht noch etwas auf dem Herzen hast oder noch irgendetwas Wissen willst“ fügte er dann noch an. Den Schlüssen, den er von Freja erhalten hatte, war schon lange in der Tasche seiner Bluejeans verschwunden.


[Weide | Gedanken | spricht Abigail an]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 19 Jun 2014 - 17:32

Ruhig lagen die Weiden und Wiesen vor ihnen, erstreckten sich in ihrer wundervollen, grünen Pracht vor dem Auge des Betrachters und schienen geradewegs um Aufmerksamkeit zu buhlen. Es war eine gute, saftige Jahreszeit, das Gras spross und die Pferde genossen es sichtlich; Faun wälzte sich - sehr zum Erstaunen seines eher trägen Gemüts - durch den Rasen. Abbie allerdings nahm diese landschaftliche Schönheit nur bedingt war, denn obgleich sie durchaus etwas für die Natur übrig hatte, hingen im Augenblick zu dunkle Wolken über ihren Gedanken, als dass sie unbeschwert über die Schönheit hätte staunen können.
Allerdings beschäftigte sich die Neunzehnjährige auch nicht mit diesem emotionalen Ballast, schob ihn weit von sich - aus den Gedanken, aus dem Sinn, so ungefähr. Verdrängung hatte bisher stets sehr gut funktioniert. Darian O'Donneil, der ebenfalls schweigend neben ihr auf dem Zaun saß, bestätigte die Vermutung der Reiterin, dass besagter „Basket“ schlicht ein Hund war, schlichter der Hund von ihrem Lehrer. Dankend lächelte sie zu ihm auf, als er erklärte, um wen es sich handelte, aber ihre Gedanken kreisten ohnehin schon wieder um ein ganz anderes Thema.

Es war der Westernlehrer O'Donneil, der sich schließlich vom Zaun hievte, streckte und sie unter seinem Hut ansah. Die Botschaft schien deutlich, doch Abigail runzelte irritiert die Stirn, ehe sich allmählich das Begreifen auf ihren Gesichtszügen abzeichnete. Solche Dinge begriff sie vermutlich immer langsamer als Andere, weil sie gedanklich viel zu weit weg war. Euphorischer, als es angebracht wäre, nickte die Brünette, erleichtert, dem unvermeidlichen Thema „Gladiator“ vorerst entkommen zu sein.
Doch der Blick ihres Lehrers sprach Bände - für Abbie waren es eigentlich mehr seine Worte, die ihr begreiflich machten, dass sie in Darian womöglich den Dämonenvertreiber gefunden hatte. Aber ob sie dafür wirklich bereit war? Die Zweifel nagten an ihr, hatten tiefe Spuren hinterlassen und ausgefräst, die jetzt zu stopfen Zeit benötigen würden.
»Ich denke, ich werde mir die letzten Durchläufe noch ansehen.« überlegte sie laut, schüttelte ihre braunen Locken aber vehement, als er einwandte, dass sie bei Fragen natrlich jederzeit - auch jetzt - fragen könnte. »Nein, nein, gehen sie ruhig an ihrem Motorrad trainieren und mit Basket schrauben ... äh, oder so ähnlich.«
Der irritierte Gesichtsausdruck der Neunzehnjährigen war drollig genug, um ihr die meisten Ungeschicklichkeiten zu verzeihen, letztlich ignorierte sie ihre verworrenen Worte - die Pläne ihres Lehrers hatten sie gedanklich noch mehr durcheinander gebracht, als ohnehin schon - und beschloss, es ihrem Lehrer gleich zu tun und aufzubrechen. Nach einem letzten Blick zu Faun - und der Gewissheit, ihn heute nicht das letzte Mal gesehen zu haben - glitt sievom Zaun, neben Darian.
Lächelnd verabschiedete sie sich höflich, ging einige Schritte und winkte, ehe sie mit großen Sprüngen wie ein junges Reh davonhüpfte. Der Blick ihres Wallachs folgte ihr für einen Augenblick.



[Weide - Gedanken - Darian - Abgang]

» tbc. Springplatz
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ALTER : Mit 35 Jahren zählt man noch nicht zum alten Eisen. Jedoch fühle ich mich manchmal viel älter.
HERKUNFT : Einer der letzten echten Cowboys. Glaub mir Partner, in meiner Heimat Nevada gibt es noch einige von meiner Sorte.
BERUF : Früher Besitzer einer stolzen Ranch, die mir manchmal fehlt. Heute hüte ich einen Sack Flöhe als Westernlehrer und versuche, ihnen etwas bei zu bringen.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Do 19 Jun 2014 - 18:58

Darian schüttelte leicht den Kopf über seine junge Schülerin, er war wohl leicht geschlagen mit seinen beiden Schülern, doch was sollte er machen, er hatte sich dafür entschieden und jetzt musste er wohl oder übel mit den Konsequenzen leben. Er Atmete tief durch und sah dann zu der Koppel. Ein schnalzen kam über seine Lippen und Tony hob leicht den Kopf. Die Mähne flog und landete geordnet wieder an ihrem Hals, ehe sie ein feines Wiehern ausstieß und sich einmal tänzelnd im Kreis drehte. Ein schmunzeln überflog die Lippen des Cowboys, ehe auch er sich zum gehen Wand. Etwas irritiert war er schon über ihre Aussagen gewesen, aber er hatte sich damit ab gefunden, das sie junge Frau oft etwas zerstreut war, aber irgendwie brachte es ihm immer ein feines Lächeln ein und es verjüngte ihn auch ein wenig. Manchmal waren junge Menschen eine wohltat, aber am liebsten umgab er sich doch immer noch mi den Pferden, weshalb er noch eine Weile Blieb und diese wunderschönen Tiere beobachtete.

Irgendwann wandte er sich dann noch ab, vergrub die Hände in den Taschen seiner Bluejeans und neigte leicht den Kopf. Gedankenverloren ging er zurück zum Hof, überquerte diesen und wollte eigentlich zu seiner Wohnung, doch er überlegte es sich anders und machte einen Abstecher zu den Hengstweiden um nach seinem Hengst Zerberus zu sehen. Im Allgemeinen war auf dem Hof momentan wenig los, da alle beim Turnier zu seinen schienen, was ihm herzlich wenig aus machte. Er Atmete tief durch und ein kurzer Pfiff durchschnitt die Stille. Ein cremefarbener Hengst ob den Kopf und den Schweif um leicht tänzelnd auf ihn zu zukommen, drehte doch vorher ab und entfernte sich dann wieder buckelnd von seinem Halter. Ein leichtes Schmunzeln überzog die Lippen des Cowboy´s. Leicht schüttelte er den Kopf und ließ den Hengst allein, den er fühlte sich wohl, dort wo er war.

Nach etlichen Minuten, so schien es zumindest, kam er bei seiner Wohnung an, schloss diese auf und trat herein. Der Australien Shepherd Rüde hob nur leicht denn Kopf, ehe er ihn wieder zwischen die Pfoten fallen lief. Darian musste schmunzeln, er wusste, dass sein Rüde heute nirgends mehr hin gehen würde und so war es wohl auch besser, denn dann konnte er in Ruhe an seiner Maschine herum schrauben, was er denn auch tat, nachdem er sein Zimmer wieder verlassen hatte.


[verlässt die Weiden | sieht nach Zerberus | Abstecher Zimmer | Motorrad schrauberrei]
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 15 Aug 2014 - 23:44

PLOT 3
Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Schneller als gedacht, verging der Vormittag mit einem rasanten, packenden Springen, das sicherlich Höhen und Tiefen hatte. Es war ein spannender Wettkampf mit manchmal haarscharfen Entscheidungen und einer Menge Adrenalinkicks - nicht nur für die Reiter auf ihren Pferden.
Der erste Turniertag ist in vollem Gange und scheint schon jetzt ein voller Erfolg für die Heaven Meadows Stables zu sein. Die Starter des Gastgeberstalls konnten allesamt mehr als zufrieden stellende Ergebnisse in der ersten Disziplin des Turniers verzeichnen. Einzig und allein der Sturz von Juliena Grossworth sorgte für einige Schrecksekunden, doch sowohl Pferd, als auch Reiterin scheinen mit einem Schreck davongekommen zu sein. Aufgrund von jeweils einem Abwurf konnten leider weder Lillian Adams noch Callum Moreno die vorderen Plätze belegen, haben mit ihren jungen, unerfahrenen Pferden aber zweifelsfrei eine super Leistung gezeigt. In den zwei höchsten Klassen konnten dann sogar zwei Siege für die HMS eingefahren werden. Der erfahrene Vielseitigkeitslehrer Daniel McHale entschied mit seinem Heart-shaped Gun das Rennen ebenso für sich, wie der erfolgsverwöhnte Isaac Haber auf der alternden Cloud Atlas Sextet. Ebenso zeigten Shana McCormick und Rebecca Lacroix eine fehlerfreie Leistung und konnten sich damit im S-Springen die vorderen Plätze sichern.
Nach der Auswertung des Springens und einer kurzen Siegerehrung mit Ehrenrunde, gab es eine kurze Pause, in der alle einmal durchschnaufen und die Pferde zurück in die Box, oder sogar auf die Weide bringen konnten. Als nächstes steht nun die Dressur auf dem Plan, die ebenfalls nicht gerade wenige Gäste anlockt. Während sich die Springreiter also zurücklehnen und erstmal eine Stärkung brauchen, kommt nun langsam Aufregung bei den Dressurreitern auf und die ersten machen sich daran, die Pferde fertig zu machen, bevor es ins Viereck zum "tanzen" gehen kann.

> Mittwoch, 24. Februar
> Nachmittags, 15.15 Uhr
> sanfter Sonnenschein, ca. 18°

ALLE, DIE AN DER DRESSUR teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz(Springplatz); in einer 3/4 Stunde beginnt die Dressur für die ersten HMS-Starter! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 14 Sep 2014 - 13:45

  
Nachdem auch der letzte Springreiter vom Platz geritten war, hatte A.J. sich bereits halb umgewandt, die Leine energischer gepackt und war vorausgegangen, hatte der jungen Frau mehr oder minder mittels seines großen Körpers eine leichte Schneise geschlagen. Einem Mann wie Aléjandro wollte ohnehin niemand im Wege stehen, sein stets ernst wirkender, blauer Blick tat das Seine dazu. Dass der Hufschmied keineswegs menschenunfreundlich war, als viel mehr schweigsam, schien dabei nicht von Bedeutung zu sein. Eventuell war es den Menschen auch schlicht zu anstrengend, tiefer in die Hintergründe des Spaniers vorzudringen, Gedanken und Sorgen in diesen ruhigen Mann zu investieren.
Er hingegen sorgte sich zum wiederholten Male - um Jolly und dessen Asthma, welches wieder ein wenig stärker geworden war; um Veronique und deren Familie; um seine Mutter; selbst um die Gläubiger, die schon seit Jahren nicht mehr an ihn herangetreten waren. Da war die kurze Ablenkung durch Jolly, Castor und Sophie durchaus angenehm, wenngleich die Sorgen dadurch nur in den Hintergrund traten, statt vollkommen zu verschwinden.

Aléjandro nahm den Weg zu den Stuten- und Wallachweiden mit schlafwandlerischer Sicherheit, sah allerdings erst auf, als sich die staubige Enge des Hofes allmählich mit der grünen Pracht der Weiden ablöste. Beinahe erleichtert richtete der Hufschmied sich ein wenig auf, lächelte kurz zu Sophie hinab und löste schließlich die Leine vom Halsband seines Hundes, der bereits nervös mit den Pfoten zuckte. Kaum, dass er die neu gewonnene Freiheit spürte, streckte sich der eindrucksvolle Leib des beigefarbenen Rüden, der zielgenau auf eines der grasenden Pferde zujagte. Stirnrunzelnd verfolgte A.J., wie sich das massige Pferd kurz erschrak und den Kopf hob, ehe es den Rüden erkannte und den Schluss daraus zog, auch Aléjandro zu treffen. Unverzüglich machte sich der anhängliche Wallach auf, begleitet von einem beinahe treibenden Castor, Aléjandro und dessen blonde Begleiterin zu begrüßen.

«Das war ein guter Ritt für die Heaven Meadows» resümierte er Shanas Ritt, den er lediglich zur Hälfte hatte verfolgen können, weil Castor sich bereits wieder hatte selbstständig machen wollen. Dieser schnappte nun nach den breiten Fesseln des Kaltblutes, welches kurz die Ohren anlegte und nach links auswich, einen großen Bogen machte und letztlich auf Aléjandros rechter Seite erschien. Sophie, die links vom Hufschmied stand, beäugte Jumper vorsichtig, während er sanft mit den Nüstern nach Aléjandro tastete.
Dieser strich leise lächelnd über die weichen Nüstern des Wallachs, rieb beruhigend den muskulösen Hals und sprach leise auf Spanisch mit dem sensiblen Tier. Jolly Jumper tat sich noch immer schwer mit neuen Dingen, hielt sich lieber an Aléjandro und wäre diesem vermutlich überall hin gefolgt, wenn er denn gekonnt hätte. Castor unterdessen trieb einige der anderen Weidegänger penibel zusammen und hütete diese wie eine Herde Schafe. A.J. ließ ihn gewähren, solange sich die Aggressivität seines Rüden in Grenzen hielt.
«Nun, Jolly Jumper, dies ist Sophie. Sophie, Jolly Jumper.» Liebevoll fuhr die große Hand des Schmieds über die unregelmäßige Blesse des Kaltbluts, welches dunkel grummelte und genüsslich ausatmete. Dabei entging dem Spanier allerdings auch das leise Nebengeräusch nicht. Er würde demnächst einmal mit dem Tierarzt sprechen, das Asthma mochte Jumper nicht weiter beeinträchtigen, aber besorgt war Aléjandro dennoch.
«Wir sind eher im Gelände zur Entspannen. No es así, mi amigo?» Der große Wallach spitzte die Ohren, grummelte zufrieden und genoss es, von A.J. zart gekrault zu werden. Obgleich Jumper ein wahrhafter Koloss an Muskelkraft war, so genoss er doch die sanften Liebkosungen weit mehr als derbes Klopfen oder Putzen.

[-> cf Springplatz # Weiden # Jumper, Castor & Sophie]  
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Fr 2 Jan 2015 - 18:54


PLOT 4

Von Überfliegern, Möchtegernen und Kindheitshelden

Der erste Turniertag hatte voll eingeschlagen. Die Heaven Meadows waren besser besucht gewesen, als alle vermutet hatten und so erhofft man sich vom zweiten Turniertag Ähnliches, zumal dieser mit seinem Programm den größten Unterhaltungswert bieten dürfte.
Nicht ganz so früh wie noch am ersten Tag geht es am 25. Februar los, doch schon um 10.00 wird der Startschuss zum Auftaktrennen fallen, das auf der Rennbahn ausgetragen wird.
Während die meisten Azubis erst am Nachmittag wieder an den Start gehen, heißt es für einige wenige, aufstehen und Pferde fertig machen. Das Adrenalin schießt schon jetzt so manchem Rennpaar durch die Adern und die edlen Vollblüter tänzeln nervös über den Hof. Obwohl am zuvorigen Tag noch mildes Wetter geherrscht hatte, zeigt sich an diesem Donnerstag bereits früh morgends die Sonne mit den ersten Strahlen und verspricht ein lauwarmer Tag zu werden.

Frühzeitig trudeln nun die Besucher ein und suchen sich die besten Plätze auf der Tribüne, versorgen sich mit einem zweiten Frühstück an den Imbissbuden oder sehen sich den Hof an. Viele waren schon am Vortag hier und sind nun gespannt, was das Turnier noch so zu bieten hat. Neben der Bahn wurde ein kleiner Stand aufgebaut, an dem man wie bei einem richtigen Rennen auf die einzelnen Starter wetten kann. Auch diese Möglichkeit wird zahlreich wahr genommen und auch der ein oder andere vom Hof hat bereits seinen Tipp abgegeben. Angeboten wird die Platzierungswette (Tippen der Reihenfolge ins Ziel), die Triplewette (Tippen Belegung von den ersten drei Plätzen) und die Siegeswette (wer wird Sieger), wobei Letztere mit dem höchsten Gewinn versehen ist. Insbesondere bei den jüngeren Besuchern kommt dieses Glücksspiel gut an, doch auch viele Erwachsene erfreuen sich am Tippen. Bis das Hoffen losgeht, dauert es nun nur noch wenige Minuten, sodass sich langsam aber sich fast alle auf den Tribünen eingefunden haben und nun zusehen wie die Jockeys mit ihrern Pferden das zweite Mal nach ihrer Vorstellung den Platz betreten und in die Startboxen geführt werden. Einige Pferde scheuen angesichts der Enge in den Boxen, manche geben sich wie die großen Profis und gehen selbstsicher hinein. Der Countdown läuft und nun kann es jeden Moment losgehen in dem sich die Türen öffnen, die Pferde herauspreschen und erneut alles auf Sieg gesetzt wird.

> Donnerstag, 25. Februar
> Vormittags, 10.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 15°
> es wird jedoch langsam wärmer und die Sonne kämpft sich ihren Weg durch die Wolkendecke frei

Wie schon am zuvorigen Tag, ist die Teilhabe am Turnier für niemanden Pflicht. Jedoch gilt weiterhin die Regel, dass keine großartigen Aktionen wie Ausritte oder intensive Springtrainings vollzogen werden. Wer sich mit den Pferden beschäftigen möchte, kann dies gerne bei der Fellpflege, einem Koppelbesuch o.ä. tun.
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Lawrence McKinley
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ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
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BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   So 1 März 2015 - 17:50


PLOT 5

Zeit für die große Pause

Endlich ist sie da, die ersehnte Auszeit! Semesterferien. Gibt es etwas Schöneres als das? Für die Auszubildenden der Heaven Meadows Stable wohl kaum nach den anstrengenden Trainingswochen und dem Turnier, das trotz der angenehmen Abwechslung doch für alle Beteiligten Anstrengend war. Obwohl die Azubis und Ausbilder viele Schleifen hatten einfahren können, waren diese Leistungen schnell wieder vergessen. Nachdem die letzten Zelte und Stände abgebaut waren, der Müll beseitigt und wieder allgemein Ruhe eingekehrt war, hatte der Alltag wieder begonnen. Und das hieß Training, Training, Training. Sich nebenbei noch um das eigene oder das Pflegepferd kümmern und das andere liebe Vieh, sofern vorhanden. Viel Zeit für Partys oder Freizeitaktivitäten blieb da nicht wirklich. Wenn man es mal schaffte sich am Wochenende mit Freunden zu treffen, grenzte es ja schon fast an ein Wunder.
Doch diese Zeit ist nun vorbei – zumindest für einen Monat. Nun können die Azubis sich ihre Trainingszeiten selbst einteilen, das offizielle Training mit den Ausbildern ist für diese Zeit ausgesetzt. Das bietet natürlich neue Freiheiten und Zeit, die für Ausritte oder anderweitige Ausflüge genutzt werden kann. Seit langer Zeit ist man am Abend nicht mehr vollkommen geschlaucht und kann auf Partys gehen. Und das sonnige kalifornische Wetter lädt geradezu dazu ein, schon einmal zu testen, wie warm der Pazifik eigentlich im April ist. So angenehm wie es sein könnte, sollten sich die Azubis ihre freie Zeit aber nicht machen, denn nach den Ferien warten die wichtigen Prüfungen für die es noch viel zu trainieren gibt. Vier Wochen auf der faulen Haut liegen wäre ja auch wirklich zu schön. Für außerplanmäßige Trainingseinheiten stehen natürlich die Ausbilder trotzdem bereit und geben gern Reitstunden oder auch nur Hilfestellungen in einem lockeren Rahmen. Was sonst etwas unorthodox ist, ist in den Ferien durchaus auch mal möglich – der Kreativität, was Trainingseinheiten angeht, sind keine Grenzen gesetzt.


> Samstag, 4. April
> Nachmittags, 14.00 Uhr
> Sonnenschein, 20°C
> das Wetter verspricht weiterhin so zu bleiben und kündigt einen milden Abend an

Es ist freigestellt, was ihr macht, doch beachtet, dass das Mittagessen bereits geschehen ist und nun am Nachmittag entweder etwas in der Stadt oder auch auf dem Hof mit den Pferden gemacht werden kann. Trainingseinheiten mit den jeweiligen Ausbildern sind möglich, ebenso wie Ausritte oder Shoppingausflüge in die Stadt.
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Rebecca McKinley

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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Sa 23 Mai 2015 - 20:25

cf. Büro

Rebecca hatte sich bei Lawrence eingehängt, nachdem sie ihre Handtasche, die sie immer mit sich führte, umgehängt hatte und die Computer ausgeschaltet waren. Sie genoss das Gefühl ihres besten Freundes an ihrer Seite und des Windes in ihrem Haar. Für wahr, es war ein wunderschöner Tag und es war auch höchste Zeit, dass sie aus dem Büro herauskamen. Vielleicht würde sie sich, wenn sie schon bei den Weiden waren, Wizard schnappen und ein wenig spazieren gehen. Vielleicht würden Lewis und Butterfly sie auch begleiten, doch zuvor musste die Arbeit erledigt sein. Sie konnte stolz auf ihre Azubinen sein, fand Becca. Miranda hatte sowohl mit ihrem eigenen als auch mit ihrem Pflegepferd gut gearbeitet und Ava hatte sich als beinahe zu beharrlich entpuppt, doch so gut waren ihre beiden Pflegepferde nicht gewesen, als die Amerikanerin sie übernommen hatte. Ja, sie war stolz auf die beiden und ausgesprochen neugierig, wie sie mit der Herausforderung neuer Pferde umgehen würden.
Auf dem Hof war es still. Scheinbar waren die anderen Azubis und Lehrer unterwegs. Wer konnte es ihnen verübeln? Immerhin hatten sich die beiden Hofleiter bisher auch nicht blicken lassen.
Ein Schmunzeln glitt über Rebeccas Gesicht, als sie sich an Lewis' Aufgreifen ihrer feixenden Bemerkung über besondere Männer erinnerte. Ganz unrecht hatte er nicht damit gehabt, dass sie es auf ihn bezogen hatte. Er war ein besonderer Mann, obwohl er es manchmal zu vergessen schien. Was er hier aufgebaut hatte – ungeachtet ihrer Hilfe – war großartig. Sie sah es an den Azubis, hatte es im Gespräch mit Gönnern auf dem Turnier gemerkt und in der Zeitung gelesen. Die Ranch lief, die Ausbildung war hochwertig und sie sehnte den Tag herbei, wenn sie davon hörte, dass ihre Azubis die großen Preise abgeräumt haben würden. Das Zeug dazu würden sie haben, sobald sie ihre Zeugnisse in Händen hielten.

Vor ihnen tauchten die Koppeln auf und zu ihrer Zufriedenheit stellte Rebecca fest, dass sich die Schulpferde in der Nähe des Zauns aufhielten, an den sich Lewis auch direkt lehnte. Vor einigen Jahren hätte sie sich einfach auf den weißen Zaun gesetzt und die Beine baumeln lassen; heute stellte sie sich lediglich neben den Dressurlehrer und lauschte seinen Worten aufmerksam. Als habe der hübsche Schecke verstanden, dass über ihn gesprochen wird, hob er den Kopf, was Rebecca zum Lächeln brachte. Charming Boy war natürlich auch eine Geschichte für sich, doch gerade mit Mister Johnson hatte sie Pläne. „Ich denke, Ava könnte ihn gut fordern. Sie ist ehrgeizig und fast übermotiviert. Da kann ich sicher sein, dass sie täglich mit ihm arbeitet.“ Ihr Blick glitt weiter zu einem der Rappen. Godspeed, auf den sie dann auch deutete. „Wie wäre es mit Godspeed für deinen William?“


[Weg zur Weide / Pferdewahl]
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 25 Mai 2015 - 15:42

Trotz der bevorstehenden alles entscheidenden Prüfungen gönnten sich heute offenbar einige, oder vielmehr die meisten, einen freien Tag und waren nicht auf dem Hof unterwegs. Lawrence konnte es nachvollziehen, denn nur drinnen über dem Papier zu brüten, war ja auch nicht seins, wie man soeben eindrucksvoll gesehen hatte. Er brauchte zwischendurch auch immer eine ordentliche Portion Bewegung, um sich wieder konzentrieren zu können und so verübelte er es auch weder Schülern noch Kollegen, wenn sie einen Tag blau machten. Sie alle hatten ohnehin freie Hand bei der Zeiteinteilung und Lewis war niemand, der irgendwen auf Schritt und Tritt verfolgte und kontrollierte. Solange am Ende die Ergebnisse stimmten, war es ihm egal, wann wo und wie gelernt wurde, solange es mit rechten Dingen zuging. Denn er war ein entschiedener Gegner von Unterschleif und konnte diesbezüglich gnadenlos sein. Wer mit falschen Mitteln spielte, konnte damit rechnen, dass dies vom Hofleiter geahndet wurde.
Ebenso ruhig wie schon auf dem Hof, war auch die Atmosphäre bei den Koppeln. Friedlich grasten die Pferde einträchtig beieinander und wenn man die weitläufigen Wiesen so betrachtete, konnte man fats ins Träumen geraten. Gegenüber der Wallach- und Stutenschulpferdkoppel lag die der Hengste, auf der sich eine weitaus kleinere Anzahl an Pferden tummelte. Inzwischen kamen die ganzen Kerle erstaunlich gut miteinander klar, was am Anfang schier nicht zu erdenken gewesen war.
"Bei Ava dachte ich eventuell auch an Dan Roy. Er ist jetzt ein Jahr lang unter Fabbri nur freizeitmäßig gegangen und könnte mal wieder etwas ernsthaftes Training gebrauchen denke ich." Der falbfarbene Mustang war einer der Blickfänge in der Herde, weil er so gar nicht ins Bild passen mochte. Doch Roy war ein Pferd, das die Nähe der Menschen suchte und hervorragende Springambitionen besaß. Zudem war er ein kleiner Teufelskerl und würde Ava sicherlich so manches Mal an ihre physischen und nervlichen Grenzen bringen. "Aber ohnehin gibt es da mehr oder weniger ein kleines Problem bezüglich Ms Reed. Wir haben ihr ja E.G. nach Prüfungsschluss zum Kauf angeboten. Nun kann sie sich ein eigenes Pferd jedoch nicht leisten und Raven Blackwater möchte ihr deswegen eiens kaufen. Allerdings wünscht er ausdrücklich Thunderbird zum Verkauf. So recht will ich mich noch nicht mit dem Gedanken anfreunden den Burschen zu verkaufen, nachdem er sich jetzt so toll im Reitschulbetrieb macht. Was meinst du?" Einigen ausgewählten Schülern war in diesen Wochen mitgeteilt worden, dass eines ihrer diesjährigen Pflegepferden ausschließlich ihnen zum Verkauf angeboten wurde. Dieses Angebot galt nur bis zu Beginn des neuen Lehrjahres und schloss lediglich ein einziges Pferd ein. Ravens Forderung nach Thunderbird hatte Lawrence ebenso überrumpelt wie verwirrt, sodass er Beccas Rat wollte, um keine falsche Entscheidung zu treffen. Sie kannte Ava besser, doch hatten sie sich zuvor gemeinsam darauf geeignet, dass E.G. und nicht Thunderbird zum Verkauf stand.
"Der Umstieg von Lewandje auf Godspeed wäre ein ziemlich krasser. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, aber vielleicht braucht William nach diesem unruhigen Pferd im ersten Jahr ein etwas verlässlicheres im zweiten. Defintiv keine schlechte Idee, aber mir kam ebenso Prince Korbinian für ihn in den Sinn." Der Anfang der Pferdeverteilung war immer das schwierigste. Irgendwo einen Beginn finden, das erste vermittelte Pferd festsetzen war gar nicht so leicht, weil jeder Schüler und jedes Pferd so unterschiedlich waren, dass es eine Monsteraufgabe war, die richtigen Paare zuzuordnen. "Wirklich schwer fällt es mir bei Patrick ihm neue Pferde zu geben. Amy und Cowboy haben sich so gut mit ihm entwickelt, sagt auch Darian. Meinst du man kann es riskieren ihm die beiden ein weiteres Jahr zu geben, oder würde das zu viel Protest und Neid der anderen mit sich bringen? Was ich allerdings auf jeden Fall durchbringen möchte ist, dass Willow an Emma Carter vermittelt wird. Ich habe mit Isaac gesprochen und auch er wünscht, die beiden als Team. Ich denke sie hätten gute Chancen zusammen und vielleicht schafft ja Willow es, die leidenschaftliche Reiterin in Emma zu wecken. Was meinst du?"
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BeitragThema: Re: Stuten- und Wallachkoppeln   Mo 25 Mai 2015 - 16:44

Das Verteilen der Pferde war unvergleichlich schwierig. Schon vor Beginn dieses Lehrjahres war es Becca wie ein Kampf vorgekommen, zumal sie damals nur die Bewertungen der vorherigen Trainer und Lehrer und die Bewerbungen der Schüler hatten. Eigentlich sollte es nun leichter sein, zu entscheiden, wem man welches Tier zu- und anvertrauen konnte, doch dem war nicht so. Selbst bei ihren eigenen Schülerinnen war es eine Herausforderung, obwohl sie beide eigentlich schon lange genug kennen sollte. Insgeheim tat sie das ja auch. Trotzdem war es schwierig. Es gab keine schlechten Pferde auf dem Hof und auch keine schlechten Reiter. Sie alle hatten Talent und sollten in der ein oder anderen Art gefördert werden . Nur wer konnte das mit wem am besten?
Dazu kam das Angebot für den Pferdekauf, das ihr Lawrence nun wieder ins Gedächtnis rief. Nur wenigen war dieses Privileg zu Teil geworden (out: oder?!) und die Konstellation Ava Reed und Raven Blackwater war eine, die Rebecca zu denken gab. Sie hatte Raven als bedachten Menschen kennengelernt, der Thunderbird für Ava sicherlich nicht grundlos forderte. Aber – das musste Becca in einem Anfall von Strenge sagen – traf nicht er die Entscheidungen. Thunderbird war ein verlässliches, fleißiges Pferd, das sie auch Reitern an die Hand geben konnten, die mit E.G. noch überfordert wären. Daher schüttelte sie bedächtig den Kopf, sodass ihr eine Locke in die Stirn fiel, die sogleich weggestrichen wurde.
„Wir bitten die beiden zum Gespräch. Ich weiß nicht genau, warum Raven“ Becca hasste es, ihre Schüler außerdem offizieller Gespräche beim Nachnamen zu nennen. Sie waren zu wenige, um so distanziert miteinander umgehen zu müssen. Oder sie sah die Bande als manchmal höchst anstrengenden Kinderersatz an. Darüber war sie sich manchmal nicht so sicher. „auf Thunderbird besteht. Nein, reden wir mit beiden und behalten Dan Roy und Mister Johnson für Ava im Hinterkopf, falls uns auch E.G. als Reitschulpferd erhalten bleiben sollte“, entschied sich die Dunkelhaarige für den Mittelweg. Sie wünschte es sich für ihre junge Azubine, dass sie wieder ein Pferd ihr Eigen nennen und dann auch noch wirklich reiten konnte, deshalb wollte sie diesen höchst spendablen Kauf nicht kategorisch ablehnen, doch sie wollte das beste für Hof und Reiter, sodass sie einfach mit den beiden Reitern reden würde.

Rebecca drehte sich etwas seitlich, um Pferde und Lawrence im Blick haben zu können. „Vom Pferd, für das man die ruhigsten Beine braucht, zu dem mit dem empfindlichen Maul... Es würde ihn auf jeden Fall in einem anderen Maß fordern als mit Godspeed, das stimmt. Aber vielleicht würde es ihm helfen, noch mehr Vertrauen zu fassen, wenn er ein Pferd bekommt, das sich sofort auf ihn einlässt. Eine Vorbildfunktion quasi. Obwohl sein eigenes Pferd ja auch nicht gerade schwierig ist... Dein Schüler, deine Entscheidung?“, zwinkerte sie ihm zu und konnte darauf vertrauen, dass er den Scherz verstehen würde. Natürlich kannte Lewis den jungen Briten besser als Rebecca, aber er konnte auch darauf vertrauen, dass sie ihn bei der Entscheidung nicht allein lassen würde. Es dauerte eben seine Zeit, wenn viele Argumente auf dem Tisch lagen. Eines nach dem anderen wollte gegeneinander abgewogen werden, damit weder Pferd, Reiter noch Trainer unglücklich waren.
Bei den Westernpferden war es umso schwieriger. Gerade Patrick Murrays Geschichte hatte Rebeccas Herz zum Schmelzen gebracht und stolz hatte sie gesehen, dass sich der scheinbar so ambitionslose Mann auf dem Turnier so weit nach vorn hatte arbeiten können. Das dauerhafte Dreiergespann fiel auf dem Hof auf und man musste nur in den Stall gehen, um den Iren mit den Pferden zusammen zu sehen, seine Engelsgeduld und seine Liebe für die beiden. Sie verstand, warum es Lawrence schwer fiel und ihr Blick verdüsterte sich etwas. Hing ein anderer Azubi so sehr an den Rössern? Mit Sicherheit, aber die meisten hatten noch einen eigenen, dauerhaften Begleiter, was dem Westernreiter nicht vergönnt war. Einfach war es dagegen, Habers ehemaliges Pferd von einer Hand in die nächste zu geben.
„Was die leidenschaftliche Reiterin in Emma betrifft... nun ja. Aber Willow hat bisher ja vieles geschafft, also trauen wir ihm auch das zu. Wen nehmen wir für Ciara? Wieder ein Westernpferd? Was die Wahl für Patrick wiederum einschränken würde... es tut mir irrsinnig leid, aber wir können eigentlich keine Ausnahmen machen. Hidalgo und Capt'n Jack wären meine Vorschläge für ihn gewesen, aber ich fürchte, dass er trotzdem die meiste Zeit vor den Boxen oder der Weide bei Cowboy und Cote d'Amor sein wird...“ Sie seufzte und schüttelte den Kopf. Wenn es etwas mit dem Herzen zu tun hatte, wurden Verstandsentscheidungen beinahe unmöglich. Sie wusste, dass es richtig wäre, ihm die beiden Wallache zu geben, aber gefallen wollte es ihr nicht.


[Pferde für Ava, William, Emma, (Ciara), Patrick]
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