THESE ARE THE GLORY DAYS FROM NOW UNTIL FOREVER WE'VE COME ALONG WAY AND THE ROAD IS CLEAR FOR ANOTHER HUNDRED YEARS
 
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 Shoppingmeile

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Lawrence McKinley
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BEITRÄGE : 989
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Shoppingmeile   Mo 6 Jan 2014 - 19:03

Natürlich gibt es auch einige Einkaufsstraßen in der Innenstadt, wo es sich gut Geld ausgeben lässt. Sowohl "normale" Läden, wie Douglas, H&M, New Yorker und Zara, tummeln sich hier, aber auch eine Straße weiter, Läden der Luxusmarken Armani, Gucci und Prada. Ebenso gibt es ein Einkaufszentrum mit vielen kleinen Geschäften, in dem es sich auch an Regentagen shoppen lässt.
Viele kleine Restaurants tummeln sich insbesondere an der Strandpromenade, die nur wenige Schritte von der Innenstadt entfernt ist.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Sa 8 März 2014 - 14:43


PLOT 3

Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Es ist so weit! Nachdem das erste Quartal des Ausbildungsjahres für die Azubis geschafft ist, steht nun das erste große Turnier an. Hier werden erstmals die Leistungen der Auszubildenden von international anerkannten Richtern beurteilt und bewertet. Dass das relativ bekannte Drei-tägige-Februar-Turnier dieses Jahr auf den Heaven Meadows Anwesen ausgetragen wird, gibt natürlich einen zusätzlichen Push, lastet jetzt auch noch der Druck der Erwartungen der Hofleitung auf den jungen Menschen.
Die Reitlehrer sind dennoch zuversichtlich, dass ihre Schützlinge gut abschneiden werden, obwohl die Konkurrenz groß ist. Aus der gesamten Umgebung und auch aus anderen Teilen des Landes, kommen viele Reiter an die Westküste nach Kalifornien, um sich hier unter Beweis zu stellen. Dabei sind ebenso nationale wie auch internationale Reiter vertreten, wenn Letztere sicherlich auch in der Unterzahl sind, so verfolgen sie doch alle dasselbe Ziel: in der gewählten Disziplin den begehrten Siegerpokal abzuräumen.

Während nun also erfahrene Hasen des Sportgeschäfts das Ganze relativ gelassen angehen, weil sie den Stress und die Hektik eines solchen Turniers gewohnt sind, ist besonders für die Neueinsteiger und die unerfahrenen Turnierreiter die Aufregung groß.
Wenige Minuten vor dem ersten Start liegen die Nerven blank, die Pferde sind auf Hochglanz poliert, einige tummeln sich schon auf dem Aufwärmplatz, andere kontrollieren noch ein letztes mal nervös, ob die Kleidung auch ja sauber und das Pferd richtig eingeflochten ist. Niemand will hier enttäuschen oder gar versagen, fließt die Bewertung der Jury heute ja auch mit in die Endjahrespunktzahl der Azubis ein.
Auf dem ganzen Hof herrscht reges Treiben, Reiter in schwarzen Jacket und weißer Turnierhose schreiten den Parcour ab, das Orga-Team wuselt über die Plätze, damit beim Start auch alles in Ordnung ist. Die Tierärzte kontrollieren bereits einige Pferde auf Doping - und die Azubis?
Für die ist es nun erstmals an der Zeit, dass sie ihre reiterlichen Fähigkeiten vor Publikum unter Beweis stellen müssen. Am heutigen Tag finden vormittags die Springen in den Klassen E-S und nachmittags die Dressur E-M statt. Am darauffolgenden Tag kommt es dann morgens zum Gallopprennen über 3400m, mittags findet der Distanzritt statt und ab 15.00 Uhr beginnen die Reiterspiele an denen jeder Azubi VERPFLICHTEND mit dem jeweiligen Pflegepferd teilnimmt. Am letzten Turniertag findet um 10.00 Uhr das Westernturnier und ab 16 Uhr sind dann alle herzlich zur Siegerehrung eingeladen.
Es stehen also drei aufregende Tage bevor. Für den gesamten Hof. Also, worauf wartet ihr noch? Letzter Kontrollcheck und dann rauf aufs Pferd oder die Tribüne. Lasset die Spiele beginnen!

> Mittwoch, 24. Februar
> Vormittags, 9.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 11°
> es wird jedoch langsam wärmer und verspricht ein angenehmer Tag mit vereinzeltem Sonnenschein zu werden

ALLE, DIE AM SPRINGEN teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz; in einer halben Stunde beginnt das Springen! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Fr 15 Aug 2014 - 23:46

PLOT 3
Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Schneller als gedacht, verging der Vormittag mit einem rasanten, packenden Springen, das sicherlich Höhen und Tiefen hatte. Es war ein spannender Wettkampf mit manchmal haarscharfen Entscheidungen und einer Menge Adrenalinkicks - nicht nur für die Reiter auf ihren Pferden.
Der erste Turniertag ist in vollem Gange und scheint schon jetzt ein voller Erfolg für die Heaven Meadows Stables zu sein. Die Starter des Gastgeberstalls konnten allesamt mehr als zufrieden stellende Ergebnisse in der ersten Disziplin des Turniers verzeichnen. Einzig und allein der Sturz von Juliena Grossworth sorgte für einige Schrecksekunden, doch sowohl Pferd, als auch Reiterin scheinen mit einem Schreck davongekommen zu sein. Aufgrund von jeweils einem Abwurf konnten leider weder Lillian Adams noch Callum Moreno die vorderen Plätze belegen, haben mit ihren jungen, unerfahrenen Pferden aber zweifelsfrei eine super Leistung gezeigt. In den zwei höchsten Klassen konnten dann sogar zwei Siege für die HMS eingefahren werden. Der erfahrene Vielseitigkeitslehrer Daniel McHale entschied mit seinem Heart-shaped Gun das Rennen ebenso für sich, wie der erfolgsverwöhnte Isaac Haber auf der alternden Cloud Atlas Sextet. Ebenso zeigten Shana McCormick und Rebecca Lacroix eine fehlerfreie Leistung und konnten sich damit im S-Springen die vorderen Plätze sichern.
Nach der Auswertung des Springens und einer kurzen Siegerehrung mit Ehrenrunde, gab es eine kurze Pause, in der alle einmal durchschnaufen und die Pferde zurück in die Box, oder sogar auf die Weide bringen konnten. Als nächstes steht nun die Dressur auf dem Plan, die ebenfalls nicht gerade wenige Gäste anlockt. Während sich die Springreiter also zurücklehnen und erstmal eine Stärkung brauchen, kommt nun langsam Aufregung bei den Dressurreitern auf und die ersten machen sich daran, die Pferde fertig zu machen, bevor es ins Viereck zum "tanzen" gehen kann.

> Mittwoch, 24. Februar
> Nachmittags, 15.15 Uhr
> sanfter Sonnenschein, ca. 18°

ALLE, DIE AN DER DRESSUR teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz(Springplatz); in einer 3/4 Stunde beginnt die Dressur für die ersten HMS-Starter! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Fr 2 Jan 2015 - 18:49


PLOT 4

Von Überfliegern, Möchtegernen und Kindheitshelden

Der erste Turniertag hatte voll eingeschlagen. Die Heaven Meadows waren besser besucht gewesen, als alle vermutet hatten und so erhofft man sich vom zweiten Turniertag Ähnliches, zumal dieser mit seinem Programm den größten Unterhaltungswert bieten dürfte.
Nicht ganz so früh wie noch am ersten Tag geht es am 25. Februar los, doch schon um 10.00 wird der Startschuss zum Auftaktrennen fallen, das auf der Rennbahn ausgetragen wird.
Während die meisten Azubis erst am Nachmittag wieder an den Start gehen, heißt es für einige wenige, aufstehen und Pferde fertig machen. Das Adrenalin schießt schon jetzt so manchem Rennpaar durch die Adern und die edlen Vollblüter tänzeln nervös über den Hof. Obwohl am zuvorigen Tag noch mildes Wetter geherrscht hatte, zeigt sich an diesem Donnerstag bereits früh morgends die Sonne mit den ersten Strahlen und verspricht ein lauwarmer Tag zu werden.

Frühzeitig trudeln nun die Besucher ein und suchen sich die besten Plätze auf der Tribüne, versorgen sich mit einem zweiten Frühstück an den Imbissbuden oder sehen sich den Hof an. Viele waren schon am Vortag hier und sind nun gespannt, was das Turnier noch so zu bieten hat. Neben der Bahn wurde ein kleiner Stand aufgebaut, an dem man wie bei einem richtigen Rennen auf die einzelnen Starter wetten kann. Auch diese Möglichkeit wird zahlreich wahr genommen und auch der ein oder andere vom Hof hat bereits seinen Tipp abgegeben. Angeboten wird die Platzierungswette (Tippen der Reihenfolge ins Ziel), die Triplewette (Tippen Belegung von den ersten drei Plätzen) und die Siegeswette (wer wird Sieger), wobei Letztere mit dem höchsten Gewinn versehen ist. Insbesondere bei den jüngeren Besuchern kommt dieses Glücksspiel gut an, doch auch viele Erwachsene erfreuen sich am Tippen. Bis das Hoffen losgeht, dauert es nun nur noch wenige Minuten, sodass sich langsam aber sich fast alle auf den Tribünen eingefunden haben und nun zusehen wie die Jockeys mit ihrern Pferden das zweite Mal nach ihrer Vorstellung den Platz betreten und in die Startboxen geführt werden. Einige Pferde scheuen angesichts der Enge in den Boxen, manche geben sich wie die großen Profis und gehen selbstsicher hinein. Der Countdown läuft und nun kann es jeden Moment losgehen in dem sich die Türen öffnen, die Pferde herauspreschen und erneut alles auf Sieg gesetzt wird.

> Donnerstag, 25. Februar
> Vormittags, 10.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 15°
> es wird jedoch langsam wärmer und die Sonne kämpft sich ihren Weg durch die Wolkendecke frei

Wie schon am zuvorigen Tag, ist die Teilhabe am Turnier für niemanden Pflicht. Jedoch gilt weiterhin die Regel, dass keine großartigen Aktionen wie Ausritte oder intensive Springtrainings vollzogen werden. Wer sich mit den Pferden beschäftigen möchte, kann dies gerne bei der Fellpflege, einem Koppelbesuch o.ä. tun.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   So 1 März 2015 - 17:50


PLOT 5

Zeit für die große Pause

Endlich ist sie da, die ersehnte Auszeit! Semesterferien. Gibt es etwas Schöneres als das? Für die Auszubildenden der Heaven Meadows Stable wohl kaum nach den anstrengenden Trainingswochen und dem Turnier, das trotz der angenehmen Abwechslung doch für alle Beteiligten Anstrengend war. Obwohl die Azubis und Ausbilder viele Schleifen hatten einfahren können, waren diese Leistungen schnell wieder vergessen. Nachdem die letzten Zelte und Stände abgebaut waren, der Müll beseitigt und wieder allgemein Ruhe eingekehrt war, hatte der Alltag wieder begonnen. Und das hieß Training, Training, Training. Sich nebenbei noch um das eigene oder das Pflegepferd kümmern und das andere liebe Vieh, sofern vorhanden. Viel Zeit für Partys oder Freizeitaktivitäten blieb da nicht wirklich. Wenn man es mal schaffte sich am Wochenende mit Freunden zu treffen, grenzte es ja schon fast an ein Wunder.
Doch diese Zeit ist nun vorbei – zumindest für einen Monat. Nun können die Azubis sich ihre Trainingszeiten selbst einteilen, das offizielle Training mit den Ausbildern ist für diese Zeit ausgesetzt. Das bietet natürlich neue Freiheiten und Zeit, die für Ausritte oder anderweitige Ausflüge genutzt werden kann. Seit langer Zeit ist man am Abend nicht mehr vollkommen geschlaucht und kann auf Partys gehen. Und das sonnige kalifornische Wetter lädt geradezu dazu ein, schon einmal zu testen, wie warm der Pazifik eigentlich im April ist. So angenehm wie es sein könnte, sollten sich die Azubis ihre freie Zeit aber nicht machen, denn nach den Ferien warten die wichtigen Prüfungen für die es noch viel zu trainieren gibt. Vier Wochen auf der faulen Haut liegen wäre ja auch wirklich zu schön. Für außerplanmäßige Trainingseinheiten stehen natürlich die Ausbilder trotzdem bereit und geben gern Reitstunden oder auch nur Hilfestellungen in einem lockeren Rahmen. Was sonst etwas unorthodox ist, ist in den Ferien durchaus auch mal möglich – der Kreativität, was Trainingseinheiten angeht, sind keine Grenzen gesetzt.


> Samstag, 4. April
> Nachmittags, 14.00 Uhr
> Sonnenschein, 20°C
> das Wetter verspricht weiterhin so zu bleiben und kündigt einen milden Abend an

Es ist freigestellt, was ihr macht, doch beachtet, dass das Mittagessen bereits geschehen ist und nun am Nachmittag entweder etwas in der Stadt oder auch auf dem Hof mit den Pferden gemacht werden kann. Trainingseinheiten mit den jeweiligen Ausbildern sind möglich, ebenso wie Ausritte oder Shoppingausflüge in die Stadt.
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Leonardo Fabbri
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BEITRÄGE : 919
ALTER : IN DER BLÜTE DES LEBENS IST MAN DOCH MIT 24
HERKUNFT : DIE MENSCHHEIT HAT NUR EINEN URSPRUNG, DAS IST KLAR. DER LIEGT IN ROM AUCH DAS IST WAHR.
BERUF : VON UNTEN NACH GANZ OBEN: ALS PROFIFUSSBALLER LÄSST ES SICH DURCHAUS LEBEN.

BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Di 3 März 2015 - 20:59

Zeitweise war es schon sehr komisch, sich ständig zwischen Lernenden zu bewegen, die den Kopf in Bücher steckten oder auf dem Pferderücken verbrachten. Es war nicht immer leicht, damit klar zu kommen, wenn man selbst diesem Alter längst entwachsen war, wobei es sicherlich kein Verhalten war, dass sich an einer bestimmten Altergruppe festmachen ließ. Trotzdem war es für den Fußballprofi schon eine ganze Weile her, dass er selbst ein Lehrbuch in der Hand gehalten und sich mit trockener Theorie beschäftigt hatte. Er war ohnehin nicht der große Leser, aber trotzdem standen in seinem Regal einige Bücher über die Lehre des Fußballs. Die meisten von den großen Fußballmeistern der letzten Jahrzehnte. Es waren allerdings auch die einzigen Bücher, die Leonardo Fabbri mal freiwillig in die Hand nahm, wenn man von seiner Neigung für altlateinische Werke absah. Wahrscheinlich passte es auch einfach nicht zu ihm und seinem Image, wenn er tagtäglich nur über Büchern hängen würde, zumal er gar nicht die Geduld besaß, sich länger als nötig mit ihnen zu befasse. In seiner Schulzeit hatte dies ein großes Problem dargestellt, hatte er viel lieber in der Praxis gelernt, anstatt sich die Theorie einzuverleiben. Erst in seiner fußballerischen Profiausbildung hatte er dann gelernt und begriffen, wie wichtig es war auch über die rein formellen Abläufe informiert zu sein. Jetzt war er einfach nur froh, das Gröbste hinter sich zu haben und seine Weiterbildung auf knapp ein uch von maximal 100 Seiten pro Jahr zu beschränken. Das war der Vorteil, wenn man schon relativ weit oben auf der Karriereleiter stand.
Vor wenigen Tagen waren die Semesterferien angebrochen und passend dazu hatte der Himmel an der kalifornischen Küste beschlossen, aufzureißen und die Sonne hindurchzulassen. Die Sonne hatte seit jeher positive Wirkung auf den Römer gehabt, der mit ihr aufgewachsen war. Sie war zwar noch nicht annähernd so warm wie im Sommer, aber auch diese 20°Grad waren durchaus angenehm. Er war mit Shana McCormick auf einem Shopping-Trip durch die Innenstadt und zu ihrer beider Überraschung hatten sie feststellen müssen, dass jetzt, wo der Frühling kam, sich einige ansehnliche neue Modegeschäfte der höheren Klasse niedergelassen hatten. Ebenso wie die Schottin hatte auch der Südländer eine Vorliebe für die teuren Klamotten, besaß er doch immerhin ein eigenes Modelabel, dessen Preise sicherlich nicht für den Otto-Normal-Verbraucher gemacht waren. 24/7 war in den USA und Europa schon flächendeckend bekannt und hatte bereits zahlreiche Fans gesammelt. Hier in Crescent Bay gab es jedoch noch keine Filiale.
Möglicherweise fand es der ein oder andere komisch, dass Shana und Leon zusammen einkaufen gingen, wo sie doch gar kein Paar waren und Leon eine Freundin hatten. Doch sie verstanden sich schlichtweg gut und in dem dreiviertel Jahr auf den HMS hatte sich daraus eine Freundschaft entwickelt, die zwar nicht ganz so eng war, wie mit der vertrauten Clique, aber dennoch auf einer gemeinsamen Wellenlänge fußte. Ganz im Gegenteil zu seinem Verhältnis mit Isaac. Leonardo verstand keineswegs, wie Shana es mit ihrem Ausbilder so gut aushielt. Auf ihn wirkte er schlichtweg unausstehlich, nicht zuletzt, weil er einfach jeden grundlegend mit Herablassung behandelte. Zwar war Leon selbst niemand, der sonderlich offen und freundlich erscheinen mochte, doch schreckte ihn Isaacs Art dann doch noch mehr ab. Der Bereiter war einfach zu jeder Tages- und Jahreszeit kühl und distanziert und egal, was irgendwer zu ihm sagte, es schien immer das Falsche zu sein. Er war die Art Model, der diesem Beruf seinen arroganten, besserwisserischen und kaltblütigen Ruf eingebracht hatte und Leon konnte diese Menschen nicht ausstehen.
"Und wo geht es als nächstes hin?" Ausnahmsweise war Bella heute mal angeleint, was die Chihuahuadame natürlich gar nicht so toll fand. Zwar trug sie ihr Lederhalsband eigentlich immer, doch dass es heute an einer Leine in demselben Lederton befestigt war, gefiel ihr gar nicht. Inzwischen schien sie sich jedoch damit abgefunden zu haben und lief neben den zwei Menschen her, die die Läden unsicher machen. Erstaunlicherweise war die schokoladenfarbene Hündin ein Hund, der es offenbar mochte in Geschäfte zu gehen. Sie benahm sich stets zurückhaltend, reckte nur ab und an die Nase und hielt sich immer an ihren Besitzer. Nicht selten brachte das erstaunte Blicke der Verkäuferinnen ein, die dem Römer natürlich nicht verboten, seinen Hund mit hineinzunehmen (wer konnte ihm schon eine Absage erteilen?), aber doch blieben sie skeptisch, wie sich die kleine Dame benehmen würde. Jetzt schlenderten sie außen durch die Sonne und langsam wurde auch dem so hitzeresistenten Blonden in seiner Jeansjacke, die er über das enge, graue Shirt geworfen hatte, warm. Mit einem Blick durch die Gläser der Sonnebrille, die seine bernsteinfarbenen Augen verbarg, sah er Shana an. Er war wohl einer der wenigen Kerle, die tatsächlich aktiv shoppen konnte, ohne gelangweilt das Gesicht zu verziehen; was wohl daran lag, dass er auch selbst modelte. Aber nun wollte er der Schottin die Richtung überlassen, denn er selbst hatte kein bestimmtes Ziel.


{Lernen | Shoppen | Bella | Shana}
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Shana McCormick
2. Lehrjahr
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BEITRÄGE : 897
ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Do 7 Mai 2015 - 17:48

Normalerweise war Shoppen sehr entspannend, zumindest für Shana. Viele Männer würden das ja anzweifeln, doch das lag auch wieder daran, dass mit Männern einkaufen meistens sehr einseitig war. Deshalb hatte sie Leon dabei. Der Italiener war im Gegensatz zu den meisten anderen angehörigen seines Geschlechts ziemlich modeinteressiert und es hatte sich angeboten. Außerdem musste sie ja ein paar mehr soziale Kontakte pflegen, denn wenn sie nur noch mit ihren Pferden, Isaac und Mai-Lin herumhing würde sie irgendwann noch vereinsamen. Und obwohl die Freundschaft zwischen ihr und dem Fußballer nicht so eng war, wie die zu ihrer besten Freundin, so waren sie doch irgendwie auf einer Wellenlänge und konnten auch normal miteinander umgehen, weil sie einen ähnlichen Lebensstil besaßen. Keiner von ihnen würde sich dazu herablassen, No-name-Kleidung zu tragen oder viel mehr als nötig mit denen zu reden, die es taten.
Doch was es heute weniger entspannend machte, war die Tatsache, dass sie ein kleines flauschiges Etwas mit sich schleppte – auch Welpe oder, noch persönlicher, Chenoa genannt. Die drei Monate alte Hündin tapste nun schon die ganze Shoppingtour schwanzwedelnd hinter ihrer Besitzerin her. Sie genoss den Bummel tatsächlich, denn hier gab es viel zu sehen und viele Menschen, die sie noch nicht kannte. Allerdings sahen einen die Angestellten in den Läden doch etwas komisch an, wenn sie nicht gerade vollkommen entzückt von dem Welpen waren. Denn bezaubernd war sie in jedem Fall mit ihrem flauschigen braun-grauem Fell und dem einen, noch halb herabhängendem Ohr. Dagegen kam dann auch Bella nicht an, die Leon schon vor dem Riesenbaby hatte beschützen müssen, denn obwohl Bella weitaus älter war, war Noa deutlich größer als die Chihuahuadame. Wakiza machte das alles ja wenig aus, aber Shana wollte nicht riskieren, dass noch ein Hund zu Schaden kam, wenn ihr Welpe ihre fünf Minuten bekam. Deshalb ging der Malamut auch auf der Leon abgewandten Seite, möglichst weit weg von der kleinen braunen Hündin.
Auf die Frage Leons musste Shana erst einmal überlegen. Sie hatte heute noch nicht viel gekauft, was daran lag, dass sie mit Chenoa sehr beschäftigt war und ihr das, was sie gesehen hatte, nicht wirklich zusagte. Aber sie konnte ja schlecht mit leeren Händen nach Hause kommen, das war definitiv nicht ihr Stil. Also mussten sie an einen Ort, an dem sie wirklich immer etwas fand. Und wenn man sich Shanas Zimmer und ihren Kleiderschrank mal so ansah, dann erkannte man, welcher Ort das war.
“Lass uns noch nach Schuhen gucken. Vielleicht finde ich ein Paar, um meine Sammlung an Chucks oder Vans zu erweitern.“, schlug sie also vor und musste über sich selbst ein wenig schmunzeln. Was das betraf, entsprach sie einfach voll und ganz dem Klischee. Frauen und Schuhe – eine ewige Liebe. Und obwohl man sie nicht dafür halten mochte, so hatte sie doch eine Vorliebe für Chucks, Vans und Markensportschuhe. Entweder in ausgefallenen Designs, die sie eher selten trug – eigentlich eine totale Verschwendung – oder in den normalen Farben, die sie meistens im Stall anhatte, wenn sie nicht gerade auf dem Pferd saß. Reitstiefel waren einfach nicht zum Spazierengehen gemacht, die schonte sie lieber und setzte dann eher auf Sneakers.
Also machte sich die Schottin auf in Richtung Schuhgeschäft, allerdings eins mit Klasse und nicht so eins, das auch Schuhe von Marken führte, die noch kein Mensch gehört hatte. Chenoa hopste aufgedreht neben ihrer „Mami“ her und wedelte fröhlich mit der Rute.

Leon & Bella & Chenoa xx Überlegungen xx ab zum Schuhladen!
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Leonardo Fabbri
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Mo 11 Mai 2015 - 10:56

Glücklicherweise gab es auf dem Anwesen der Heaven Meadows Stable noch durchaus Menschen mit Modegeschmack und Stilbewusstsein, was leider Gottes einigen der Bewohner abhanden gekommen war. Als Römer konnte man dies nicht billigen, denn neben Mailand und Paris war Rom eine der Modestädte schlechthin. Zudem hatte das römische Volk unter den italienischen Einheimischen nicht umsonst den Ruf, penibel auf sein Äußeres zu achten und sich niemals ungestylt auf die Straße zu begeben. Tatsächlich war es genau so, dass man vermutlich keinen Römer, der gerade erst aufgestanden war, jemals mit zerzausten Haar auf die Straße würde treten sehen. Und wenn doch, dann handelte es sich dabei entweder nicht um einen waschechten Römer oder um eine, der zu viel getrunken hatte. Es war also nicht ganz so fern liegend, dass auch Leonardo Fabbri schon von Kindesbeinen an mit einem gewissen Modebewusstsein aufgewachsen war. Vermittelt hatte er es aber nicht nur von den Frauen in der Familie bekommen, sondern auch von Vater und Onkel, die aber weniger für die Freizeitkleidung als vielmehr für die Sportbekleidung zuständig gewesen waren. Fußball war schließlich auch in Rom Nationalsport und die Kleinsten wurden bei ihrem Hobby in der Regel finanzkräftig unterstützt.
Leon hatte es klamottentechnisch nie an irgendetwas gemangelt, auch nicht, als sein Vater den Job verloren hatte und sie nach Amerika gezogen waren. Hier in den Staaten vermisste er zwar noch oft genug dieses gewisse Shoppingflair, das man in der italienischen Hauptstadt verspürte, aber das bedeutete nicht, dass er eine Shoppingtour in einer amerikanischen Stadt verschmähen würde, noch dazu, wenn man eine gute Freundin zur Gesellschaft hatte. Shana war eine der wenigen auf den HMS, die selbst bei ihrer Reitkleidung auf einen gewissen Stil achteten. So war es nicht verwunderlich gewesen, dass sie auch bei ihrer alltagskleidung nur ungern an irgendetwas sparte und genau diese Tatsache war es auch gewesen, die Leon dazu veranlasst hatte, auf ihren Vorschlag einer Shoppingtour einzugehen. Grundlegend fand er shoppen ja nicht uninteresannt, eher im Gegenteil, aber bei einer Frau lief man(n) eben doch öfter Mal Gefahr in einem Taschenladen zu landen und das waren mit Abstand die unspektakulärsten Läden für den Blonden.
Die Konstellation aus Schottin und Römer wurde nur durch ihre Hunde noch etwas exotischer. Ein Malamut und ein Chihuahua waren vermutlich nicht unbedingt die Hunde, die man den beiden sofort zugeordnet hätte. Bella war der riesige Fellball zeitweise noch recht suspekt, sodass sie stets etwas auf Abstand blieb, was aber wohl nicht ausschließlich an Chenoas Größe, sondern vielmehr an ihrer ungestümen Art lag, die Bella nicht so ganz zusagte. Sie war eine Lady und benahm sich auch gerne so und die jugendliche Moral mit den fehlenden Marnieren wurde von ihr dann doch etwas kritisch beäugt. Aber die schokoladenfarbene Hündin konnte sich glücklicherweise mit allem und jedem irgendwie arrangieren, sodass sie Noas Näherungsversuche irgendwann einfach gelassen hinnahm, manchmal sogar vorsichtig darauf einging, die meiste Zeit aber dankbar für den Abstand war, den Leon und Shana zwischen sie und den anderen Hund brachten.
"Warum die Sammlung erweitern, anstatt etwas Neues auszuprobieren?" Die Bernsteinaugen blitzten Shana etwas herausfordernd an und in diesem Moment mochte der Blonde ungewollt an Isaac erinnern, der es ebenso immer verstand, Shana aufs Korn zu nehmen. Leon selbst war ein Kerl, der eine ausschweifende Schuhsammlung hatte, über die Lilly nicht selten fluchte, weil er sie im ganzen Cottage verteilte und liegen ließ. Die Hälfte waren davon natürlich Fußballschuhe von denen wiederum die meisten maßgefertigt waren. Der Rest bestand dann aus diversen Sneakern aller erdenklichen Marken, sodass man - würde Leon sie einmal aufreihen und sortieren - sich wie in einem eigenen Schuhladen fühlen konnte.
Es dauerte nicht lange, da hatten die beiden einen Laden gefunden, der ihrer beider Vorstellung entsprach und traten ein. Zum Glück war relativ wenig los, sodass sie nicht Gefahr liefen, irgendwie vom Schuhkauf abgehalten zu werden. Bei dem Sneakerregal blieb Leon schließlich stehen, drehte sich mit ausgebreitete Armen zu Shana um und fragte wie ein professioneller Verkäufer: "Kann man Ihnen helfen?"


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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Di 2 Jun 2015 - 17:45


PLOT 6

Neues Jahr, neues Glück

1 ½ Monate der freien, unbeschwingten Zeit liegt hinter Lehrern, Schülern und Pferden. Wochen, in denen die Tiere die Freiheit auf den Wiesen genossen und nur die Privatpferde bewegt wurden. Wochen, in denen kein Schüler zu den Büchern greifen und sich dahinter verstecken musste. Wochen, in denen keine Trainingsstunde geplant und Leistungsschreiben angefertigt werden mussten. Allen hatte diese Zeit gut getan. Viele haben sie für einen Urlaub genutzt. Entweder in der Heimat oder fern ab an einem anderen schönen Landstrich dieser Erde.
Pünktlich, zwei Wochen bevor das neue Lehrjahr startet, sind dann alle wieder zurück auf dem Hof. In den ersten beiden Augustwochen sind schon die neuen Azubis auf dem Hof eingezogen und mit ihnen neue Privat- und auch das ein oder andere Reitschulpferd. Für besonderes Aufsehen sorgte zweifelsohne die Hochzeit von Lawrence McKinley und Rebecca Lacroix, die eine großartige Feier auf dem Hof war. Doch auch dieses Fest ist vorbei und so begann einige Tage später, am 01. September, auch schon wieder das neue Lehrjahr. Für die einen geht es in die zweite Runde, für die anderen ist es das erste Jahr auf dem Hof und ganz gespannt sind alle natürlich nur auf eins: die neuen Pflegepferde. Wer wird in diesem Jahr ihr vierbeiniger Begleiter durch dick und dünn? An wen wurde das Lieblingstier verteilt? Und hat man selbst vielleicht den geheimen Wunschkandidaten zugeteilt bekommen? Nun endlich hat das Warten ein Ende. Und nach einer Woche Theorieunterricht startet schließlich am 09. September der praktische Teil der Ausbildung in Form der ersten Stunde auf den neuen Pflegepferden. Für alle Beteiligten ist es eine aufregende Sache, denn sowohl die Pferde bekommen neue Reiter, als auch die Azubis, die neuen Partner bekommen und die Lehrer, die sich auf die neuen Paare einstellen müssen.
Inzwischen ist die erste Stunde in vollem Gang und das erste Betasten ist größtenteils überstanden. Die Unterrichtseinheit geht schon in die Schlusseinheiten und danach wartet dann doch ein wenig freie Zeit bis es ins Bett geht.

> Mittwoch, 09. September (->Geburtstagsliste)
> Nachmittags, 15.10 Uhr
> ein noch relativ warmer Tag, sonnig, ca. 25°
> ein paar Wolken zeigen sich schon am Himmel und lassen auf ein abendliches Sommergewitter schließen

Da wir mit der ersten Unterrichtseinheit beginnen, sind die Postingpartner schon festgelegt. Es findet Gruppenunterricht statt. Dabei erfolgt die Verteilung auf das Gelände folgendermaßen:

Dressurreiter (Dressurplatz)
Lawrence McKinley – William Cavanaugh
Guillén Jozé – Raven Blackwater&Joana Collins
Springreiter (Springplatz)
Rebecca Lacroix – Ava Reed&Miranda Gillingham
Vielseitigkeitsreiter (Vielseitigkeitsstrecke)
Daniel McHale – Mai-Lin Cheng&Lillian Adams
Jockeys (Rennbahn)
Alex Salas – Sophie Ferall&Noah Shoemaker
Westernreiter (Reitplatz)
Darian O’Donneil – Patrick Murray
Bereiter (Reithalle)
Isaac Haber – Shana McCormick&Noriko Cromwyll&Aaron Harris
Pferdepfleger (Hengststall)
Ciara Rothwood – Dorothea Kaiser
Tierärzte (Stuten-&Wallachstall)
Josephine Bernard – Emma Carter&Carolin von Meeden

Nach dem Unterricht steht die restliche Zeit des Tages allen frei zur Verfügung und neue Postingpaare können gebildet werden.
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   So 10 Jan 2016 - 21:36


PLOT 7

Kommt Zeit, kommt Rat…?!

Kaum dagewesen sind sie nun auch schon wieder vorbei. Die Weihnachtstage, die Silvesterfeiern und die Neujahrsspringen. Stattdessen ist wieder einmal die Zeit der Lernphase angebrochen und so rauchen in jedem auffindbaren Azubicottage die Köpfe über den theoretischen Aufzeichnungen. Die Tage sind vollgepackt mit Lernen und man weiß kaum noch, wie man regelmäßig die Pferde versorgen soll, ohne die wichtige Lernzeit zu verlieren. Wie üblich gibt es auch auf den HMS Frühstarter und Spätbeginner. Somit können manche entspannt der Prüfungsphase entgegensehen, während sich andere in drückender Zeitnot wiederfinden und die Nächte durchpauken.
Das praktische Training ist offiziell seit einem Tag beendet und die Azubis müssen ihre Trainer nun direkt um zusätzliche Trainingseinheiten bitten, wenn sie welche haben möchten. Doch auch die haben nicht den ganzen Tag Zeit und da nach den theoretischen Prüfungen eine einzige praktische Durchlässigkeitsprüfung zur Zwischenbilanz ansteht, entsteht im Prüfungsstress auch noch eine Kabbelei um Trainingseinheiten. Passend zur Stimmung ist auch das Wetter, das ganz in grau gekleidet jegliche gute Stimmung zu unterbinden versucht. Einzig und allein der vor zwei Tagen gefallene Schnee, der über Nacht durch Neuschnee aufgefrischt wurde, lädt zum ausgelassenen Herumtoben ein. Aber wer hat dafür schon Zeit, wenn die Arbeit ruft? Einige versuchen sich mühsam ihren Frohsinn zu bewahren, während andere in eine kleine Winterdepression verfallen, doch mit der Zeit sollte auch Rat kommen oder? Und eigentlich ist doch immer jemand da, der einem irgendwie weiterhelfen kann. Sei es nur mit einer Tasse Kakao und einem offenen Ohr.

> Donnerstag, 04. Februar
> nach dem Mittagessen, ca. 13.30
> kalter Tag, ca. -7°
> gute 20cm Schnee auf ungeräumten Strecken, stellenweise Glätte, grauer Himmel

Der Tagesplan ist euch freigestellt. Die Straßen sind geräumt, sodass eure Charaktere problemlos in die Stadt gelangen können, nur auf dem Hof sind ausschließlich die Hauptwege geräumt, sodass sich an einigen Stellen Eis gebildet hat.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Mi 8 Jun 2016 - 18:17

Dick eingepackt verließen die beiden Männer das Cottage und schlenderten mehr eilig als gemütlich über den Hof hinüber zum Parkplatz. Man(n) wollte ja nicht unbedingt von frau entdeckt werden. Dabei kam Lewis gerade in dem Augenblick in den Sinn, dass auch Becca heute einen Ausflug in die Stadt hatte machen wollen. Na hauptsache sie erwischte ihn dort nicht, dass er sich vor der Papierarbeit drückte. Allerdings war Crescent Bay eigentlich auch groß genug, dass man sich nicht sofort über den Weg lief, wenngleich dies kein Ding der Unmöglichkeit war. So wie Lawrence sein Glück kannte, würde er wahrscheinlich im nächstbesten Augenblick auf seine Frau treffen, aber das sollte jetzt ersteinmal nebensächlich sein. Darüber würde er sich Gedanken machen, sollte es tatsächlich so weit sein. Jetzt hieß es ersteinmal 'rein in den Wagen und ab die Post'.
Während Chris sich auf den Beifahrersitz schob, setzte sich der Hofleiter hinters Steuer und startete den Motor, als sich der große SUV auch schon in Bewegung setzte und vom Hof rollte. Kaum auf der Straße angekommen, verstärkte sich der Schneefall und machte der winterlichen Stimmung im Land wieder einmal alle Ehre. Aber noch waren sie im Trockenen und Lewis betete für Frau Holle, dass sie aufhörte ihre Laken zu schütteln, sobald sie die Stadt erreicht hatten. Zuvor galt es jedoch nocht seinem Freund ein offenes Ohr zu geben, denn dieser hatte offenbar das ein oder andere Problem(chen) in seiner sonst so glücklichen Ehe. "Das sind in der Tat keine guten Neuigkeiten. Hast du einmal versucht mit Dana über eure Situation zu sprechen? Ich kann zwar ihre Arbeitszeiten auf dem Hof nicht kürzen, denn sie hat diesen Vertrag da unterschrieben, da sind mir die Hände gebunden. Allerdings ließe sich über die Anfangs- und Endzeiten bestimmt reden, zumal sie sicherlich auch einige Schichten mit Masen tauschen könnte..." Natürlich war es nur ein schwaches Angebot, aber Lewis wusste auch nicht sehr viel mehr Rat für seinen jüngeren Freund, obwohl er weitaus mehr Lebenserfahrung hatte. Frauen waren eine Sache für sich und kein Mann der Welt würde sie jemals vollends verstehen können. Das einzige, was wohl half, war reden, das taten Frauen ohnehin gerne. "Warum streitet ihr denn so oft, wenn ich fragen darf?", fragte er vorsichtig und sah zu Chris hinüber, ehe er den Blick wieder auf die Straße richtete. Crescent Bay war nun in Sicht und bald befanden sie sich auch auf dem örtlichen Parkplatz, wo Lewis rasch ein Ticket löste und dann gemeinsam mit Chris in Richtung Innenstadt schlenderte. "Was schlägst du vor, wo soll es hingehen?" Die etwas kleingeratene Großsstadtt an der kalifornischen Küste hatte so einige gute Lokale zu bieten, bei denen die Auswahl schwer fiel. Ein weiterer Grund, die Entscheidung der Begleitung zu überlassen.


{<-COTTAGE 2 | Parkplatz | Fahrt nach Crescent Bay | Chris}
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Leonardo Fabbri
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Fr 2 Sep 2016 - 11:30

Wie oft waren solche Situationen in den letzten Jahren vorgekommen? Wie oft hatte er Anrufe erhalten - nachts um drei Uhr - in denen ihm offenbahrt wurde, er würde Vater werden? Wie oft hatte er alles von sich gewiesen! Wie oft alles geleugnet! Sich jeder Verantwortung entzogen. Einer Verantwortung, die er einfach nicht tragen wollte, nicht tragen konnte. Normalerweise war es immer auch nur heiße Luft verzweifelter Verflossener gewesen, die sich noch immer an ihn klammerten, weil ihnen ihr verkorkstes Leben in der Vorstadt auf den Keks ging. Niemals war Leon bereit gewesen für eine dieser Frauen auch nur einen Cent abzudrücken, einer von ihnen wieder auf die Füße zu helfen, oder sich ihrer Sorgen anzunehmen. Er war das kaltherzige Arschloch gewesen, das inzwischen jeder in ihm sah und das die Medien so beharrlich zeigten. Sein Interesse an Kindern ging gen Null, seine Leidenschaft blieb der Fußball und in seinem Leben war kein Platz für Windeln und Milchflaschen. Es war eine Verantwortung, die er nicht haben wollte, die er niemals haben wollte, weil sie ihn zerstören würde und weil er kein guter Vater sein würde.
Der eigene Vater war ihm alles gewesen, außer ein Vorbild. In schweren Stunden hatte er ihn dumpf auf den Boden fallen lassen, seine Fehler mit Ohrfeigen und Schreien bestraft und ihn niemals gelehrt, was Respekt vor dem eigenen Vater war. Natürlich - Leon hatte sich anderswo Vaterbilder gesucht, insbesondere im Sport, in seinen Trainern und auch in seinem Großvater, der letztlich mit dem Leben dafür bezahlte. Es waren Dinge, die der Römer verdrängte, die ihm aber jetzt wieder deutlich vor Augen kamen, als er schweigend ins Auto stieg und dann mit Lilly in die Stadt fuhr. Sie verloren kaum ein Wort, denn keiner von ihnen schien die richtigen Worte zu finden, um sich irgendwie Hoffnung machen zu können. Sie beide wussten, was auf dem Spiel stand, und die Anspannung war deutlich zu spüren. Ein Kind würde sie beide ruinieren und Leon wusste nicht, was er im Affekt tun würde, sofern seine größte Befürchtung tatsächlich wahr werden sollte. Er wäre gefangen in einem lebendigen Alptraum.

Der Ferrari wurde auf dem nahegelegenen Parkplatz bei der Stadt geparkt und das junge Paar stieg aus. Noch immer schweigend. Der Blonde wusste, dass Lilly seine Angst und Anspannung spürte, das hatte ihr Blick im Cottage deutlich gezeigt. Sie hatte ihn geküsst, als wollte sie ihnen beiden Mut machen, doch wirklich geglückt war das nicht. Vielleicht wollte Lilly Kinder - irgendwann. Aber wohl kaum jetzt, auch sie hatte noch etwas vor mit ihrem Leben, als dass sie es jetzt wegschmeißen konnte. Aber Leon hatte das Gefühl, als würde er niemals bereit für Kinder sein - auch nicht mit Lillian. Hunde, Pferde, das war etwas anderes. Es waren Tiere, keine Menschen. Tiere waren - einfacher. Irgendwie.
Er reichte der Dunkelhaarigen seine Hand und so gingen sie die Fußgängerzone entlang, bis schließlich eine der Apotheken in Sicht kam. Als wollte er das Unvermeidliche hinauszögern, wurden Leons Schritte immer langsamer, bis sie schließlich doch vor dem Geschäft standen. Er holte tief Luft. "Willst du - soll ich mit rein?" Es war nichts, was er unbedingt tun wollte, aber konnte er es ihr abschlagen, wenn sie ihn darum bat? Es war Lilly, sie bedeutete ihm doch etwas. Auch wenn sie schwanger sein sollte. Schwanger von ihm. Es war alles ein böser Traum, von dem er endlich aufwachen wollte. Aber Gott hatte offenbar noch keine Gnade mit ihm.


{<- COTTAGE | fahren in die Stadt | Apotheke | Lillian }
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Lillian Adams
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Sa 24 Sep 2016 - 11:28

Lilly fragte sich immer noch verzweifelt, wie das Ganze hatte passieren können. Sie nahm die Pille, und das schon seit Jahren - sie war vollkommen zufrieden damit, und sie hatte noch nie irgendwelche Probleme gehab. Und davon abgesehen waren Lilly und Leon nicht dumm genug zu denken, dass ein Verhütungsmittel genug war; die Pille war zwar sicher, und ab und zu wurde das Kondom auch schonmal links liegen lassen - aber das war auch nur dann der Fall, wenn sie sich ganz sicher waren, dass die Pille wirksam war. Wenn sie die Pille mal unregelmäßiger nahm, oder durch eventuelle Krankheiten oder Medikamente die Pillenwirkung abgeschwächt sein könnte, dann taten sie das nicht. Niemals. Wie also hätte da irgendwas zu so etwas geführt haben können? Das war bei aller Liebe unmöglich.
Und trotzdem wiesen alle Zeichen darauf hin. Das ging doch gar nicht.

Die Fahrt in die Stadt war still, obwohl Leon und Lilly eigentlich immer irgendwas zu sagen hatten. Jeder wusste, dass irgendwas ganz definitiv hatte schief laufen müssen, damit eine derartige Stille zwischen dem Paar zustande kommen konnte. Lillian betete nur, dass niemandem das auffiel - und vor allem, dass sie niemandem begegneten, der seine Schlüsse würde ziehen können. Das wäre eine absolute himmelhohe Katastrophe. Sie brauchte jetzt nicht noch ein Gerücht über sie. Leon würde ausrasten. Er wäre absolut überfordert damit - so wie sie. Sie wussten ja jetzt schon nicht mehr, wie es weiter gehen sollte, weil sie beide mit dem Schlimmsten rechneten. Vielleicht sollten sie nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Verhindern konnte Lilly das jedoch nicht.
Der Ferrari war bei aller Liebe nicht gerade das sicherste Auto in so einem Schneechaos, und doch schafften sie es sicher in die Stadt. Dort angekommen machten sie sich sofort dahin auf, wo sie hinwollten - zur Apotheke. Um einen Schwangerschaftstest zu kaufen. Als sie darüber nachdachte, wurde ihr schlecht, und sie war ziemlich froh, Leon an ihrer Seite zu haben - alleine würde sie das nie und nimmer überleben. Sie klammerte sich förmlich an seiner Hand fest; um sie herum schien alles irgendwie zu verschwimmen und nicht mehr wahrnehmbar zu sein. Außer Leon: Leon war neben ihr, hielt sie fest, stand an ihrer Seite. Das würde sie ihm nie vergessen.
Dann kamen sie an. Wie Leon auch war Lilly nicht bereit in den Laden zu gehen, passte sich seinem Tempo an, und ihr Herz klopfte jetzt schon wie wild. Sie wünschte, sie könnte mit ihrer Mutter darüber reden. Sie war sich ganz sicher, dass sie ihr keinen Vorwurf daraus basteln, sondern ihr mit Rat und Tat zur Seite stehen würde. Doch ihre Mutter war nicht da. Ihre Mutter würde nie da sein. Und sollte sie tatsächlich schwanger sein, würde das Kind seine Großmutter nie kennenlernen.

"Bitte", antwortete Lillian nur kleinlaut, als Leon sie fragte, ob er mit reinkommen sollte. "Ich will da nicht alleine rein." Die Tatsache, dass sie es auch nicht alleine schaffen würde, schwang in ihrem Ton mit. Und so gingen die beiden gemeinsam in die Apotheke - wo sie vor der nächsten Aufgabe standen. Lilly hatte absolut keine Ahnung, wo sie die Schwangerschaftstests finden würde. Waren die frei verkäuflich? Klar. Aber das hieß noch lange nicht, dass sie in irgendeinem Regal herumlagen und sie sich einfach einen nehmen konnte. Und sie war sich nicht sicher, ob sie es schaffen würde, bei der Apothekarin nach einem zu fragen.
Unschlüsig schaute sie an den Wandregalen lang, während sie zögerlich ein paar Schritte in den Laden machte. "Siehst du sie?"


{ cf.: Cottage | Fahrt in die Stadt | Sorgen | LEON | Apotheke }
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Mi 5 Okt 2016 - 15:44

Es war zum Haare ausreißen. Die ganze Sache lief noch aus dem Ruder, wenn sie nicht aufpassten. Und wenn Leon nicht bald begann, sich auf das Schlimmste einzustellen, würde er im Fall der Fälle an die Decke gehen. Wenn er ehrlich war, würde er das so oder so, weil er schlichtweg überfordert war. Lilly bedeutete ihm etwas, die Beziehung bedeutete ihm etwas, aber er wollte - bei Gott - kein Kind. Nicht hier, nicht jetzt und sonst eigentlich auch nicht. An eine böse Absicht von Lillys Seite aus glaubte er nicht. Das war vielleicht bei vielen anderen Frauen vor ihr der Fall gewesen, aber nicht bei der Kalifornierin selbst. Gerade suchte ihr verzweifelter Blick den Seinen, doch der Römer fühlte sich nicht wirklich imstande, seine Freundin aufzubauen. Chris, der hätte das gekonnt. Nachdem er einen mindestens vierzig Minuten andauernden "Oh-my-god.how-f'ckin'-amazin'"-Anfall überwunden hatte. Manchmal wünschte sich Leon wirklich sehnlichst seine Freunde auf den Hof - die hätte ihm so vieles erleichtern können. Selbst Jonnys Anwesenheit wäre ein Geschenk gewesen, wenngleich sein südländischer, bester Freund wahrscheinlich jetzt ohne die braislianische Hautfarbe kreidebleich neben ihm gestanden hätte.
Der Blonde sog tief die kalte Luft ein, die in seinen Brustkorb strömte und sich dort eisig und frostig ausbreitete, obwohl sie schon beim Einatmen hätte angewärmt werden müssen. Doch die Kälte wollte langsam auf ihn übergreifen und vermutlich war auch dies ein Grund, warum der sonnenverwöhnte Römer sich irgendwie dazu hinreißen ließ, mit Lilly in die Apotheke zu schlurfen. Dort hielt er sich jedoch betont ihm Hintergrund, zog sich den Mantelkragen bis unters Kinn und die Strickütze etwas tiefer in die Stirn, während er es vermied, mit der Apothekarin Blickkontakt aufzunehmen, wenngleich sie ihn auch immer wieder neugierig ansah. Wenigstens war derzeit niemand anderes im Laden, der seine Tarnung aufdecken könnte.
So bemüht darum, nicht erkannt zu werden, achtete Leon nicht wirklich auf irgendwelche Packungen mit der Aufschrift 'Schwangerschaftstests', weswegen er wie aus Gedanken gerissen hastig den Kopf schüttelte, als Lilly ihn fragte. "Frag' doch sie. Je schneller wir einen haben, desto eher können wir hier wieder raus." Mit einem Kopfnicken deutete er auf die noch immer freundlich lächelnde Frau hinter dem Thresen, deren neugierige Blicke ihm langsam mehr und mehr auf den Senkel gingen. Er wollte hier einfach nur raus und um alles in der Welt nicht seinen Ruf und seine Karriere ruinieren oder ihr gar einen Dämpfer versetzen, indem eine klatschwütige Apothekarin zur Presse ging und das Tratschen begann.


{Apotheke | Lilly}
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Do 20 Okt 2016 - 8:07

Lillians Herz schlug ihr bis zum Hals, als sie in der Apotheke stand und sich umblickte. Ihr war kalt, und trotzdem fühlte sie den Schweiß, der ihren Nacken hinablief. In einer fahrigen Bewegung wischte sie ihn ab, doch das verbesserte die Situation auch nicht. Sie wollte Gewissheit haben - sie und Leon, beide. Sie wollte nicht mehr hin und her überlegen und sich unsicher sein, was als nächstes passieren würde. Sie war sich ziemlich sicher, dass sogar eine sichere Schwangerschaft ein besseres Gefühl war als diese ätzende Unsicherheit. Sie wusste nicht, ob sie es wirklich über sich bringen würde, das Kind abzutreiben. Früher hatte sie das immer so leicht vor sich hin gesagt. Aber könnte sie das wirklich? Das, was sie abtrieb, würde zu einem lebendigen Wesen werden - zu ihrem Kind. Nein, sie war sich ziemlich sicher, dass sie sich lieber aufopfern würde, als ihrem eigenen Kind das Leben zu verwehren.
Leons Antwort auf ihre Frage riss sie aus ihren Gedanken. Mit dieser Fremden reden? Über das Geheimnis, das Leon mit ins Grab nehmen würde, und sie auch, wenn sie die Möglichkeit hätten? Sie war sich nicht sicher, ob sie das könnte. Nein - sie war sich ziemlich sicher, dass sie kein Wort raus bekommen würde. Aber das war Leon egal; er wollte damit nur nicht in Verbindung kommen. Sie verstand das. Obwohl sie beide erfolgreich im Sport unterwegs waren, war es bei ihm anders - er als Fußballer war viel weiter bekannt, sogar in so einem Pferdekaff wie hier. "Okay", murmelte sie also, wünschte sich aber, er würde mitkommen, oder es sogar übernehmen. Dieser Wunsch würde ihr allerdings verwehrt werden.
Lillian redete kurz mit dieser freundlichen Lady, bezahlte happige 15 Dollars pro Stück für diese dämlichen Pinkelstäbchen - sie holte gleich drei, dann konnten sie sich wirklich sicher sein. Die Apothekarin war zuvorkommend und lächelte, als freute sie sich schon darauf, dass Lilly schwanger war. Dabei stand das noch in den Sternen, und davon abgesehen war es ja auch nicht das, was Leon und sie wollten. Aber das wusste niemand - und vielleicht war das auch nicht so schlimm. Selbst wenn es das hieß, würde es vielleicht nur eine Schlagzeile geben, dass der große Playboy sich niederlassen wollte? Allerdings musste sogar Lilly drei Mal hingucken, und Leon unter dem ihr wohlbekannten Mantel zu erkennen, also würde das für Fremde noch schwerer werden.
"Dann wollen wir mal!", sagte sie betont fröhlich, und zeigte Leon nochmal die unauffällige Papiertüte, bevor sie sich mit ihm wieder zurück auf den Weg zum Auto machte - nichts wie nach Hause.


{ Sorge | Gespräch mit der Apothekarin | tbc: Cottage }
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   Do 27 Okt 2016 - 12:26

Schnell wurde es im Wagen warm und Chris entspannte sich etwas. Vielleicht war dieser Ausflug und die Gelegenheit ganz in Ruhe mit seinem Freund zu sprechen ja doch nicht ganz so verkehrt. Das taten sie in letzter Zeit eh zu wenig.
Als Lewis das Thema aufgriff seufzte der Doktor nur und nickte. „Klar, mehrfach, aber sie weicht aus. Genau genommen habe ich sogar kaum Möglichkeiten so etwas anzusprechen, denn wenn sie Abends rein kommt ist sie meisten zu müde für alles... es ist ja nicht nur so das die Kleine auf der Strecke bleibt. Momentan bleibt alles auf der Strecke. Es ist als würde ich mit einer Fremden zusammen leben.“, schüttete er dem Rektor sein Herz aus.
„Ich glaube nicht das es etwas bringt, wenn sie mit Damian eine Schicht tauscht. Ich hab so langsam das Gefühl, dass sie mir aus dem Weg gehen will und das ändert ein Schichtwechsel auch nichts dran.“
Selbst im Stall, wenn er denn mal da war, hatte er das Gefühl das seine Frau ihm aus dem Weg ging. Dabei war im Sommer an der Hochzeit des Rektors und seiner Becca noch alles perfekt gewesen. Chris verschränkte die Arme.
„Angefangen hat es eigentlich damit, das ich in den Raum geworfen habe, das ich gerne noch ein zweites Kind hätte... Junge Junge, da war mal kurz Polen offen. Ob mir eigentlich klar wäre, was sie damals auf sich genommen hat. Ob ich der Meinung wäre sie würde nochmals wegen MIR aufs Reiten verzichten. Ob ich auch mal an SIE denken würde. Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Und jetzt... jedes mal wenn ich versuche das Thema nochmal anzusprechen, dann geht sie hoch wie ein HB-Männchen.!“, erläuterte er Lewis das Problem. Dieser war zwar auch der gemeinsame Chef, aber eben auch sein bester Freund und heute eben auch Kummerkasten.

Auf dem Parkplatz angekommen zog er den Reisverschluss seiner Jacke richtig hoch und überlegte.
„Wie wäre es mit dem Louuitaq? Da können wir gemütlich sitzen, was Essen und Trinken und dann können wir ja weiter Entscheiden wos noch hingehen soll!“, schlug Chris vor und öffnete die Beifahrertür. Eisiger Wind schlug ihm entgegen.
„Sch... warum nochmal bin ich hier her gezogen?“, fragte er sich selber, setzte die Kapuze auf und stapfte neben seinem Kumpel her ins Shoppingcenter.


[Fahrt/ Gespräch mit Lewis/ Betreten das Einkaufszentrum]
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BeitragThema: Re: Shoppingmeile   So 20 Nov 2016 - 16:21


Plot 8
Spaß ist der wichtigste Baustein des Lebens



Was wir mal wieder brauchen ist ein bisschen Party.
Nach den Prüfungen ist bekanntlich vor den Prüfungen. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und der wird vorerst etwas versüßt. Und zwar durch ein hofinternes Frühlingsfest. Die Sorgen der letzten Wochen und Tage fallen am Tag der Ergebnisbekanntgabe von den Schultern aller. Niemand ist in den theoretischen Prüfungen durchgefallen und sieht die Vollendung des Lehrjahres gefährdet. Somit gibt es einen Anlass zum Feiern, denn auch die Lehrer sind erleichtert, dass ihre Schützlinge eine weitere Etappe in ihrer Laufbahn genommen haben. Deswegen hat die Hofleitung in dem letzten Monat beinahe Tag und Nacht an ihrerm Vorhaben gefeilt, ein Fest auszurichten, bei dem jeder mit anpacken kann. Es soll allen Voran Spaß bringen und jedem ist es freigestellt, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Doch was wäre so ein Fest ohne engagierte Leute? Bei zahlreichen Mitmach-Aktionen kommt jeder auf seine Kosten und kann die Gedanken an die Ausbildung und den Leistungsdruck getrost von sich schieben.
Auf den weitläufigen Wiesen, die direkt hinter dem Hauptgebäude der HMS angrenzen, sind Bierbänke und Tische aufgestellt, es gibt einen Grillstand, sowie eine Kuchenausgabe mit angrenzendem Beilagenbuffet und "alkoholfreier" Bowle (in die irgendwie doch ein ordentlicher Schuss gelangt ist) und eine Tombola mit allerhand reiterlichem und fußballerischem Equipment als Gewinn. Auf dem Fußballplatz wird ein kleines Turnier ausgetragen bei dem es heißt: Lehrer gegen Azubis. Und auf dem großen Reitplatz ist ein kleiner Trailpark für Ponyspiele aufgebaut. Es wird also allerhand geboten, sodass sicherlich für jeden etwas dabei ist und der Spaß nicht zu kurz kommt.

> Samstag, 26. April
> Startzeit: 18.00
> ca. 20°
> ein kalifornischer Frühlingsabend mit einem wundervollen Sonnenuntergang


Tragt euch bitte für die entsprechenden Aktivitäten im dafür vorgesehenen Thread ein.
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Shoppingmeile
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