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 Sattelkammer

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Lawrence McKinley
Admin


BEITRÄGE : 924
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
HERKUNFT : Als Heimatliebhaber habe ich Kalifornien immer die Treue gehalten.
BERUF : Der Verantwortung als Hofleiter und Dressurlehrer kann und sollte man sich nicht entziehen.

BeitragThema: Sattelkammer   Mo 30 Dez 2013 - 17:51



In der Sattelkammer hat jedes Pferd einen eigenen Schrank. Sowohl die Privatpferde, als auch die Reitschulpferde. Dementsprechend groß ist somit die komplette Sattelkammer, die durch große Fenster am oberen Teil der Wand erleuchtet wird. In den Schränken befinden sich die kompletten Utensilien für das Pferd.
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Lawrence McKinley
Admin


BEITRÄGE : 924
ALTER : Die Zeit ist das Kostbarste, was wir haben, deswegen achte ich auch nach 52 Jahren noch sehr genau auf sie.
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Sa 8 März 2014 - 14:38


PLOT 3

Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Es ist so weit! Nachdem das erste Quartal des Ausbildungsjahres für die Azubis geschafft ist, steht nun das erste große Turnier an. Hier werden erstmals die Leistungen der Auszubildenden von international anerkannten Richtern beurteilt und bewertet. Dass das relativ bekannte Drei-tägige-Februar-Turnier dieses Jahr auf den Heaven Meadows Anwesen ausgetragen wird, gibt natürlich einen zusätzlichen Push, lastet jetzt auch noch der Druck der Erwartungen der Hofleitung auf den jungen Menschen.
Die Reitlehrer sind dennoch zuversichtlich, dass ihre Schützlinge gut abschneiden werden, obwohl die Konkurrenz groß ist. Aus der gesamten Umgebung und auch aus anderen Teilen des Landes, kommen viele Reiter an die Westküste nach Kalifornien, um sich hier unter Beweis zu stellen. Dabei sind ebenso nationale wie auch internationale Reiter vertreten, wenn Letztere sicherlich auch in der Unterzahl sind, so verfolgen sie doch alle dasselbe Ziel: in der gewählten Disziplin den begehrten Siegerpokal abzuräumen.

Während nun also erfahrene Hasen des Sportgeschäfts das Ganze relativ gelassen angehen, weil sie den Stress und die Hektik eines solchen Turniers gewohnt sind, ist besonders für die Neueinsteiger und die unerfahrenen Turnierreiter die Aufregung groß.
Wenige Minuten vor dem ersten Start liegen die Nerven blank, die Pferde sind auf Hochglanz poliert, einige tummeln sich schon auf dem Aufwärmplatz, andere kontrollieren noch ein letztes mal nervös, ob die Kleidung auch ja sauber und das Pferd richtig eingeflochten ist. Niemand will hier enttäuschen oder gar versagen, fließt die Bewertung der Jury heute ja auch mit in die Endjahrespunktzahl der Azubis ein.
Auf dem ganzen Hof herrscht reges Treiben, Reiter in schwarzen Jacket und weißer Turnierhose schreiten den Parcour ab, das Orga-Team wuselt über die Plätze, damit beim Start auch alles in Ordnung ist. Die Tierärzte kontrollieren bereits einige Pferde auf Doping - und die Azubis?
Für die ist es nun erstmals an der Zeit, dass sie ihre reiterlichen Fähigkeiten vor Publikum unter Beweis stellen müssen. Am heutigen Tag finden vormittags die Springen in den Klassen E-S und nachmittags die Dressur E-M statt. Am darauffolgenden Tag kommt es dann morgens zum Gallopprennen über 3400m, mittags findet der Distanzritt statt und ab 15.00 Uhr beginnen die Reiterspiele an denen jeder Azubi VERPFLICHTEND mit dem jeweiligen Pflegepferd teilnimmt. Am letzten Turniertag findet um 10.00 Uhr das Westernturnier und ab 16 Uhr sind dann alle herzlich zur Siegerehrung eingeladen.
Es stehen also drei aufregende Tage bevor. Für den gesamten Hof. Also, worauf wartet ihr noch? Letzter Kontrollcheck und dann rauf aufs Pferd oder die Tribüne. Lasset die Spiele beginnen!

> Mittwoch, 24. Februar
> Vormittags, 9.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 11°
> es wird jedoch langsam wärmer und verspricht ein angenehmer Tag mit vereinzeltem Sonnenschein zu werden

ALLE, DIE AM SPRINGEN teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz; in einer halben Stunde beginnt das Springen! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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Shana McCormick
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 859
ALTER : Ich bin mittlerweile schon 23 Jahre alt, doch das heißt nicht, dass ich mich auch unbedingt immer so verhalte.
HERKUNFT : Meine Heimat liegt in Schottland. Genauer auf einem Gestüt in der Nähe von Glasgow.
AUSBILDUNG : Ich lasse mich zur Bereiterin in der englischen Reitweise ausbilden. Die einzig vernünftige Entscheidung, wenn man sein Leben lang mit jungen Pferden zu tun hatte.

BeitragThema: Re: Sattelkammer   So 11 Mai 2014 - 17:39

cf "Stuten- und Wallachstall"


Mit einem leisen Seufzen verstaute sie alle Sachen in Mercys Schrank. Sie musste hier wirklich mal wieder ein wenig aufräumen und das Sattelzeug der Ponystute konnte auch mal wieder geputzt werden. Drei Pferde konnten verdammt viel Arbeit machen, aber das war eben so, wenn man sich unbedingt schon zwei hatte anlachen müssen. Doch keinen von beiden hätte sie zuhause lassen können, niemals. Royal war ihre Stärke und Phantom war ihre Abwechslung und Herausforderung, immer wieder auf’s neue. Nun hieß es allerdings sich wieder mit den Launen des Wallachs auseinanderzusetzen. Sie hatte nur kurz bei ihm reingeschaut, er wirkte eigentlich ziemlich ausgeglichen heute. Das würde alles andere etwas leichter machen.
Nun schloss Shana den Schrank, hängte das Vorhängeschloss vor und zog den Schlüssel ab. Nicht alle Schränke waren mit Schlössern gesichert, aber es war einfach eine Sache der Vorsicht bei ihr und sie hatte auch keine Lust, dass es dann irgendwann hieß: Der und der haben sich was ausgeliehen und es nicht zurückgebracht. Da „verlieh“ sie dann lieber gar nichts und wurde als misstrauisch abgestempelt. Die Schlüssel hingen alle an einem Schlüsselring, der immer in ihrer Reithosentasche aufbewahrt wurde. Nun schloss sie noch einmal kurz Phantoms Schrank auf, um sich gleich noch eine Karotte für ihn mitzunehmen. Wenn er vorgetrabt war, hatte er sich erst einmal ein Leckerchen verdient – vielleicht stimmte ihn das für später auch noch einmal etwas besser.
Mercys Schrank xx Abschließen xx Karotten mitgenommen

Tbc in „Stuten- und Wallachstall“
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Gast
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Fr 6 Jun 2014 - 19:34

>> Cf “Dressurplatz”



Daniel schaute noch zu, wie Callum einige Sprünge nahm und war mit seiner Leistung soweit zufrieden. Er und Blue gaben ein gutes Paar ab und würden wohl nicht allzu schlecht abschneiden. Als nun also die Prüfung der Klasse L eingeläutet wurde, war das auch der Startschuss für den Vielseitigkeitslehrer, sein Pferd zu satteln und warmzureiten. Doch erst als Callum den Platz verließ, sich bei ihm bedankte und der Brite ihm noch einmal viel Glück gewünscht hatte, verließen auch er und Gin den Dressurplatz in Richtung der Ställe. Hier war ein ganz schöner Auflauf, es hatte sich sogar ein kleines Grüppchen am Ende der Stallgasse gebildet, doch dieses erreichte er schon gar nicht mehr. Er verschwand vorerst in der Sattelkammer und öffnete den Schrank seines Hannoveranerwallachs.
Der Schrank war definitiv voll. Nicht so voll wie andere Schränke, aber doch schon voller als der anderer Pferde. Das lag unter anderem an den tatsächlich drei Sätteln, die eben jeweils für eine der drei Disziplinen der Vielseitigkeit waren, wobei der Vielseitigkeitssattel nur für Ausritte oder leichtes Training benutzt wurde und für manchen Reiter wohl überflüssig wäre. Aber dafür, dass er so voll war, war alles gut sortiert und so brauchte der 30-jährige nicht lange, bis er alles Sachen zusammen hatte. Da Gun dazu neigte, sich selbst auf die Ballen zu treten, ergänzte er die Gamaschen und Streichkappen durch Hufglocken. Damit, dem Putzkasten, sowie Springsattel und Trense verließ er nun – gefolgt von Gin, der ihn ruhig beobachtet hatte – die Sattelkammer und machte sich auf den Weg zu seinem Wallach, der jetzt fix gesattelt und getrenst würde, damit sie sich ans Warmreiten machen konnten.

holt Sachen aus dem Schrank xx

Tbc „Wallach- und Stutenstall“ >>
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Lawrence McKinley
Admin


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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Fr 15 Aug 2014 - 23:43

PLOT 3
Von Siegern, Stress und Prüfungsangst

Schneller als gedacht, verging der Vormittag mit einem rasanten, packenden Springen, das sicherlich Höhen und Tiefen hatte. Es war ein spannender Wettkampf mit manchmal haarscharfen Entscheidungen und einer Menge Adrenalinkicks - nicht nur für die Reiter auf ihren Pferden.
Der erste Turniertag ist in vollem Gange und scheint schon jetzt ein voller Erfolg für die Heaven Meadows Stables zu sein. Die Starter des Gastgeberstalls konnten allesamt mehr als zufrieden stellende Ergebnisse in der ersten Disziplin des Turniers verzeichnen. Einzig und allein der Sturz von Juliena Grossworth sorgte für einige Schrecksekunden, doch sowohl Pferd, als auch Reiterin scheinen mit einem Schreck davongekommen zu sein. Aufgrund von jeweils einem Abwurf konnten leider weder Lillian Adams noch Callum Moreno die vorderen Plätze belegen, haben mit ihren jungen, unerfahrenen Pferden aber zweifelsfrei eine super Leistung gezeigt. In den zwei höchsten Klassen konnten dann sogar zwei Siege für die HMS eingefahren werden. Der erfahrene Vielseitigkeitslehrer Daniel McHale entschied mit seinem Heart-shaped Gun das Rennen ebenso für sich, wie der erfolgsverwöhnte Isaac Haber auf der alternden Cloud Atlas Sextet. Ebenso zeigten Shana McCormick und Rebecca Lacroix eine fehlerfreie Leistung und konnten sich damit im S-Springen die vorderen Plätze sichern.
Nach der Auswertung des Springens und einer kurzen Siegerehrung mit Ehrenrunde, gab es eine kurze Pause, in der alle einmal durchschnaufen und die Pferde zurück in die Box, oder sogar auf die Weide bringen konnten. Als nächstes steht nun die Dressur auf dem Plan, die ebenfalls nicht gerade wenige Gäste anlockt. Während sich die Springreiter also zurücklehnen und erstmal eine Stärkung brauchen, kommt nun langsam Aufregung bei den Dressurreitern auf und die ersten machen sich daran, die Pferde fertig zu machen, bevor es ins Viereck zum "tanzen" gehen kann.

> Mittwoch, 24. Februar
> Nachmittags, 15.15 Uhr
> sanfter Sonnenschein, ca. 18°

ALLE, DIE AN DER DRESSUR teilnehmen machen nun ihre Pferde fertig und begeben sich auf den Aufwärmplatz(Springplatz); in einer 3/4 Stunde beginnt die Dressur für die ersten HMS-Starter! ALLEN ANDEREN ist es freigestellt wo sie posten, allerdings solltet ihr euch an den natürlichen Turnierflair halten, d.h. startet jetzt keinen Ausritt o.Ä. Nehmt z.B. Plätze auf der Tribüne ein etc.
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Fr 2 Jan 2015 - 18:52


PLOT 4

Von Überfliegern, Möchtegernen und Kindheitshelden

Der erste Turniertag hatte voll eingeschlagen. Die Heaven Meadows waren besser besucht gewesen, als alle vermutet hatten und so erhofft man sich vom zweiten Turniertag Ähnliches, zumal dieser mit seinem Programm den größten Unterhaltungswert bieten dürfte.
Nicht ganz so früh wie noch am ersten Tag geht es am 25. Februar los, doch schon um 10.00 wird der Startschuss zum Auftaktrennen fallen, das auf der Rennbahn ausgetragen wird.
Während die meisten Azubis erst am Nachmittag wieder an den Start gehen, heißt es für einige wenige, aufstehen und Pferde fertig machen. Das Adrenalin schießt schon jetzt so manchem Rennpaar durch die Adern und die edlen Vollblüter tänzeln nervös über den Hof. Obwohl am zuvorigen Tag noch mildes Wetter geherrscht hatte, zeigt sich an diesem Donnerstag bereits früh morgends die Sonne mit den ersten Strahlen und verspricht ein lauwarmer Tag zu werden.

Frühzeitig trudeln nun die Besucher ein und suchen sich die besten Plätze auf der Tribüne, versorgen sich mit einem zweiten Frühstück an den Imbissbuden oder sehen sich den Hof an. Viele waren schon am Vortag hier und sind nun gespannt, was das Turnier noch so zu bieten hat. Neben der Bahn wurde ein kleiner Stand aufgebaut, an dem man wie bei einem richtigen Rennen auf die einzelnen Starter wetten kann. Auch diese Möglichkeit wird zahlreich wahr genommen und auch der ein oder andere vom Hof hat bereits seinen Tipp abgegeben. Angeboten wird die Platzierungswette (Tippen der Reihenfolge ins Ziel), die Triplewette (Tippen Belegung von den ersten drei Plätzen) und die Siegeswette (wer wird Sieger), wobei Letztere mit dem höchsten Gewinn versehen ist. Insbesondere bei den jüngeren Besuchern kommt dieses Glücksspiel gut an, doch auch viele Erwachsene erfreuen sich am Tippen. Bis das Hoffen losgeht, dauert es nun nur noch wenige Minuten, sodass sich langsam aber sich fast alle auf den Tribünen eingefunden haben und nun zusehen wie die Jockeys mit ihrern Pferden das zweite Mal nach ihrer Vorstellung den Platz betreten und in die Startboxen geführt werden. Einige Pferde scheuen angesichts der Enge in den Boxen, manche geben sich wie die großen Profis und gehen selbstsicher hinein. Der Countdown läuft und nun kann es jeden Moment losgehen in dem sich die Türen öffnen, die Pferde herauspreschen und erneut alles auf Sieg gesetzt wird.

> Donnerstag, 25. Februar
> Vormittags, 10.00 Uhr
> milder Morgen, ca. 15°
> es wird jedoch langsam wärmer und die Sonne kämpft sich ihren Weg durch die Wolkendecke frei

Wie schon am zuvorigen Tag, ist die Teilhabe am Turnier für niemanden Pflicht. Jedoch gilt weiterhin die Regel, dass keine großartigen Aktionen wie Ausritte oder intensive Springtrainings vollzogen werden. Wer sich mit den Pferden beschäftigen möchte, kann dies gerne bei der Fellpflege, einem Koppelbesuch o.ä. tun.
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Lawrence McKinley
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   So 1 März 2015 - 17:47


PLOT 5

Zeit für die große Pause

Endlich ist sie da, die ersehnte Auszeit! Semesterferien. Gibt es etwas Schöneres als das? Für die Auszubildenden der Heaven Meadows Stable wohl kaum nach den anstrengenden Trainingswochen und dem Turnier, das trotz der angenehmen Abwechslung doch für alle Beteiligten Anstrengend war. Obwohl die Azubis und Ausbilder viele Schleifen hatten einfahren können, waren diese Leistungen schnell wieder vergessen. Nachdem die letzten Zelte und Stände abgebaut waren, der Müll beseitigt und wieder allgemein Ruhe eingekehrt war, hatte der Alltag wieder begonnen. Und das hieß Training, Training, Training. Sich nebenbei noch um das eigene oder das Pflegepferd kümmern und das andere liebe Vieh, sofern vorhanden. Viel Zeit für Partys oder Freizeitaktivitäten blieb da nicht wirklich. Wenn man es mal schaffte sich am Wochenende mit Freunden zu treffen, grenzte es ja schon fast an ein Wunder.
Doch diese Zeit ist nun vorbei – zumindest für einen Monat. Nun können die Azubis sich ihre Trainingszeiten selbst einteilen, das offizielle Training mit den Ausbildern ist für diese Zeit ausgesetzt. Das bietet natürlich neue Freiheiten und Zeit, die für Ausritte oder anderweitige Ausflüge genutzt werden kann. Seit langer Zeit ist man am Abend nicht mehr vollkommen geschlaucht und kann auf Partys gehen. Und das sonnige kalifornische Wetter lädt geradezu dazu ein, schon einmal zu testen, wie warm der Pazifik eigentlich im April ist. So angenehm wie es sein könnte, sollten sich die Azubis ihre freie Zeit aber nicht machen, denn nach den Ferien warten die wichtigen Prüfungen für die es noch viel zu trainieren gibt. Vier Wochen auf der faulen Haut liegen wäre ja auch wirklich zu schön. Für außerplanmäßige Trainingseinheiten stehen natürlich die Ausbilder trotzdem bereit und geben gern Reitstunden oder auch nur Hilfestellungen in einem lockeren Rahmen. Was sonst etwas unorthodox ist, ist in den Ferien durchaus auch mal möglich – der Kreativität, was Trainingseinheiten angeht, sind keine Grenzen gesetzt.


> Samstag, 4. April
> Nachmittags, 14.00 Uhr
> Sonnenschein, 20°C
> das Wetter verspricht weiterhin so zu bleiben und kündigt einen milden Abend an

Es ist freigestellt, was ihr macht, doch beachtet, dass das Mittagessen bereits geschehen ist und nun am Nachmittag entweder etwas in der Stadt oder auch auf dem Hof mit den Pferden gemacht werden kann. Trainingseinheiten mit den jeweiligen Ausbildern sind möglich, ebenso wie Ausritte oder Shoppingausflüge in die Stadt.
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Di 2 Jun 2015 - 17:51


PLOT 6

Neues Jahr, neues Glück

1 ½ Monate der freien, unbeschwingten Zeit liegt hinter Lehrern, Schülern und Pferden. Wochen, in denen die Tiere die Freiheit auf den Wiesen genossen und nur die Privatpferde bewegt wurden. Wochen, in denen kein Schüler zu den Büchern greifen und sich dahinter verstecken musste. Wochen, in denen keine Trainingsstunde geplant und Leistungsschreiben angefertigt werden mussten. Allen hatte diese Zeit gut getan. Viele haben sie für einen Urlaub genutzt. Entweder in der Heimat oder fern ab an einem anderen schönen Landstrich dieser Erde.
Pünktlich, zwei Wochen bevor das neue Lehrjahr startet, sind dann alle wieder zurück auf dem Hof. In den ersten beiden Augustwochen sind schon die neuen Azubis auf dem Hof eingezogen und mit ihnen neue Privat- und auch das ein oder andere Reitschulpferd. Für besonderes Aufsehen sorgte zweifelsohne die Hochzeit von Lawrence McKinley und Rebecca Lacroix, die eine großartige Feier auf dem Hof war. Doch auch dieses Fest ist vorbei und so begann einige Tage später, am 01. September, auch schon wieder das neue Lehrjahr. Für die einen geht es in die zweite Runde, für die anderen ist es das erste Jahr auf dem Hof und ganz gespannt sind alle natürlich nur auf eins: die neuen Pflegepferde. Wer wird in diesem Jahr ihr vierbeiniger Begleiter durch dick und dünn? An wen wurde das Lieblingstier verteilt? Und hat man selbst vielleicht den geheimen Wunschkandidaten zugeteilt bekommen? Nun endlich hat das Warten ein Ende. Und nach einer Woche Theorieunterricht startet schließlich am 09. September der praktische Teil der Ausbildung in Form der ersten Stunde auf den neuen Pflegepferden. Für alle Beteiligten ist es eine aufregende Sache, denn sowohl die Pferde bekommen neue Reiter, als auch die Azubis, die neuen Partner bekommen und die Lehrer, die sich auf die neuen Paare einstellen müssen.
Inzwischen ist die erste Stunde in vollem Gang und das erste Betasten ist größtenteils überstanden. Die Unterrichtseinheit geht schon in die Schlusseinheiten und danach wartet dann doch ein wenig freie Zeit bis es ins Bett geht.

> Mittwoch, 09. September (->Geburtstagsliste)
> Nachmittags, 15.10 Uhr
> ein noch relativ warmer Tag, sonnig, ca. 25°
> ein paar Wolken zeigen sich schon am Himmel und lassen auf ein abendliches Sommergewitter schließen

Da wir mit der ersten Unterrichtseinheit beginnen, sind die Postingpartner schon festgelegt. Es findet Gruppenunterricht statt. Dabei erfolgt die Verteilung auf das Gelände folgendermaßen:

Dressurreiter (Dressurplatz)
Lawrence McKinley – William Cavanaugh
Guillén Jozé – Raven Blackwater&Joana Collins
Springreiter (Springplatz)
Rebecca Lacroix – Ava Reed&Miranda Gillingham
Vielseitigkeitsreiter (Vielseitigkeitsstrecke)
Daniel McHale – Mai-Lin Cheng&Lillian Adams
Jockeys (Rennbahn)
Alex Salas – Sophie Ferall&Noah Shoemaker
Westernreiter (Reitplatz)
Darian O’Donneil – Patrick Murray
Bereiter (Reithalle)
Isaac Haber – Shana McCormick&Noriko Cromwyll&Aaron Harris
Pferdepfleger (Hengststall)
Ciara Rothwood – Dorothea Kaiser
Tierärzte (Stuten-&Wallachstall)
Josephine Bernard – Emma Carter&Carolin von Meeden

Nach dem Unterricht steht die restliche Zeit des Tages allen frei zur Verfügung und neue Postingpaare können gebildet werden.
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Sattelkammer   Sa 17 Okt 2015 - 15:37

In der Sattelkammer war vom Treiben in der Stallgasse nichts mehr zu hören und nur das Geräusche der dicken Tropfen und ihrem wilden Staccato an den Fensterscheiben erinnerte noch daran, dass draußen ein Gewitter tobte. Abgesehen natürlich von der Tatsache, dass sie immer noch nicht trocken genug waren, um keine Pfützen auf dem Boden zu hinterlassen. Doch es war wenigstens nicht zu kalt, obwohl es trotzdem ein gewisses Risiko einer Erkältung barg, sich nicht umzuziehen oder zu duschen. Mai-Lin konnte sich keine Erkältung leisten, nicht jetzt zum Semesterstart. Allerdings ernährte sie sich gesund und trieb Sport. Sie würde schon nicht krank werden. Trotzdem war es unangenehm, so vollkommen durchnässt zu sein.
Erst, als sie die Tür hinter sich geschlossen hatten, ließ Maili den Ellenbogen des Pferdetrainers los. Sie hatte es durchaus bemerkt, dass er hatte protestieren wollen, doch darauf konnte und wollte sie keine Rücksichtnehmen. Damian mochte es vielleicht so sehen, dass er nicht verletzt war, aber sie empfand Blut nicht als 'nicht verletzt'. Es war eher das Gegenteil, ein sehr großes, schmieriges Gegenteil, das hässliche Flecken hinterlassen konnte und einfach nichts außerhalb der Haut zu suchen hatte!
„Du musst Diamant wirklich nicht versorgen. Das bekomme ich gerade noch hin. Zur Not auch einhändig!“, sagte Damian, was Mai-Lin zu einem schnellen Kopfschütteln brachte. Männer! Wenn sie einen Schnupfen hatten, taten sie, als seien sie kurz davor, zu sterben. Bei wirklichen Verletzungen markierten sie den Helden. Unfassbar!
„Nein. Es ist nicht so, dass ich es dir nicht zutraue, aber es wäre einfach eine Dummheit“, erwiderte sie daher schlicht, bevor sie den Erste-Hilfe-Koffer nahm, der neben dem Waschbecken stand. Sie hatte noch nie eine wirkliche Wunde verbunden. Stets war irgendjemand da gewesen, der gewusst hatte, was zu tun war. Sie schluckte leicht und trug das Köfferchen dann zum Tisch. Damian war inzwischen aufgestanden und hatte ein Handtuch in Händen.
Ein wohlig warmes Kribbeln breitete sich in ihrem Körper aus und sie lächelte dankend, obwohl es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein war. Sie öffnete ihren Zopf und rubbelte sich die langen Haare durch, rieb sich schließlich auch Gesicht und Hals ab. „Danke.“ Das Handtuch landete ebenfalls auf dem großen Tisch in der Mitte, bevor sie ihre eignen Hände gründlich wusch und Damian bedeutete, die Wunde ebenfalls wieder mit Wasser auszuspülen.
Das Wasser, das sich im Waschbecken sammelte, war rötlich und Mai-Lin biss sich bei dem Anblick auf die Innenseite ihrer Wangen. Sie stand nahe hinter Damian, spürte die Wärme seines Körpers und auch dessen Nässe, beobachtete, wie er die Hände vorsichtig wusch, sich die langen, kräftigen Finger bewegten. Ein innerer Drang hätte sie beinahe dazu gebracht, eine Wange an seine Schulter zu legen, kurz die Augen zu schließen. Doch sie widerstand dem, trat stattdessen zurück und suchte im Erste-Hilfe-Koffer nach einem Desinfektionsmittel.
Sie hatte das Gefühl, Damian viel länger zu kennen als erste einen halben Tag. Als hätte sie dieses Gewitter zusammengeschweißt, einander vertraut gemacht, obwohl sie nichts voneinander wussten, als das wenige, das sie einander gesagt hatten. Konnte sie ihrem Eindruck von ihm trauen? Oder verzerrten die Ereignisse ihren Eindruck?
Ihre suchenden Finger fanden schließlich ein Spray und eine sterile Wundauflage, sowie eine Mullbinde. „Komm, setz dich“, forderte sie Damian schließlich auf. Nachdem er sich wieder gesetzt hatte, ging sie in die Hocke, ergriff seine Hand und nahm das Spray. „Es kann wehtun.“
Mai-Lin versuchte sich zu beeilen und trotzdem gründlich zu arbeiten. Doch das Gefühl der warmen Haut unter ihren Fingern, der Geruch, der ihr am Nachmittag schon aufgefallen war, diese Mischung aus Damian selbst, Pferd und nun Nässe, lullte sie ein, obwohl sie immer geglaubt hatte, ihr gefielen saubere, nach Aftershave duftende Männer besser. Vorsichtig verknotete sie das Ende des Verbands auf seinem Handrücken, ließ die Hand aber dennoch nicht los.


[Handtuch | Gedanken | Verband für Damian]
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Sattelkammer   So 18 Okt 2015 - 12:03

Kaum war die Tür hinter Maili und Damian ins Schloss gefallen, war eigentlich nur noch das Trommeln der Regentropfen gegen das Fenster der Sattekammer und die Atemzüge der beiden Menschen zu hören. Ab und an war noch ein gedämpftes grummeln zu hören, aber ansonsten wirkte das anfangs so bedrohliche Unwetter auf den Halbspanier beruhigend. Jetzt eine heiße Dusche und danach gemütlich aufs Sofa, das wäre es jetzt... doch solange zwei Pferde und womöglich auch zwei Menschen vermisst wurden, war daran nicht mal zu denken.
Wärend Mai-Lin den Verbandskasten holte, ging Damian zu Elvis Spint und schaute hinein.
"Elvis Sachen sind weg... die scheinen wirklich noch bei dem Wetter im Gelände zu sein...!"; murmelte er mehr zu sich selbst wie zu Maili und schloss den Schrank wieder.
Sollte wirklich der Arzt mit dem Hofleiter unterwegs sein, hoffte er nur das Elvis und BUtterfly ruhig blieben, denn soweit er wusste, konnte Chrsitian Ackles zwar Reiten, tat dies jedoch nur gelegentlich und Hobbymäßig. Ob er ein durchgehendes Pferd im Glände bändigen konnte, bezweifelte er... zumal der Falbe nicht unbedingt ein Pferd war, welches Stress vertrug.

Maili war also der Meinung es wäre eine Dummheit? Damian biss sich Leicht auf die Backe um nicht los zu lachen. Seine Hand war aufgeschürft und ja es blutete etwas und brannte, aber er war durchaus in der Lage seinen Pferd die Bandagen abzuwickeln und ihn überzuputzen, doch so wie er Mai-Lin einschätzte, brauchte er mit ihr gar nicht erst zu diskutieren.
Er folgte ihr mit seinem Blick als sie zum Waschbecken ging und wusch sich dann anschließend selber die Hände.
"Ich mach das schon richtig!"; neckte er sie, als sie hinter ihm stehen blieb und ihm über die Schulter sah. Irgendwie richtig süß...
Auf ihre Aufforderung hin setzte er sich auf den Stuhl und überließ ihr seine Hand.
Wärend Maili diese desinfizierte und schließlich mit Kompresse und Mullbinde verband, sah er sie die ganze Zeit an.
Trotz Regen und leicht verschmierten Make up strahlte sie etwas aus... Ihre Gesichtszüge waren fein gezeichnet, ihre ganze Art zeigte schon, dass sie aus besseren Verrhältnissen kam. Damian hatte viel mit Frauen zu tun gehabt, die den ganzen Tag im Stall schufteten und die fast schon etwas männliches an sich hatten. Mai-Lin dagegen wirkte in allem was sie tat sehr elegant und überlegt. Edel eben. Leicht grinste er und sah erst wieeder auf seine Hand, als die Asiatin den Verband festzog.
das sie seine Hand nicht los ließ störte ihn nicht im geringsten. den ganzen Tag über, seit er mit ihr unterwegs war, fühlte er sich sehr wohl. Sanft drückte er ihre Hand und sah ihr in die Augen.
"Danke!",meinte er leise und schenkte ihr ein sanftes Lächeln.


(cf. Stuten-und Wallachstall/ schaut nach Elvis sachen/ Wäscht sich die Hände/ lässt sich von Maili verarzten)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
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AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Sattelkammer   Mo 19 Okt 2015 - 19:07

"Ich mach das schon richtig!", neckte Damian sie und Mai-Lin fühlte sich seltsam ertappt. Seltsam? Nein, das war das falsche Wort. Eine kurze, unangenehme Hitzewelle fuhr ihr in die Wangen, ließ ihren Nacken kribbeln. Dabei musste sie sich für nichts schämen! Er wusch seine Hände! Hände! Sonst nichts. Trotzdem veranlasste dieser wahrscheinlich gar nicht böse Satz sie wirklich dazu, zurückzutreten. Sollte sie das einfach so auf sich sitzen lassen? Eigentlich nicht, nur musste ihr irgendetwas einfallen, das sie darauf erwidern könnte. Sonst war sie doch auch nicht um Worte verlegen!
„Und wenn ich dir zusehen wollte?“, entgegnete sie leise und mit einer Stimme, die schwer einzuschätzen war – ein wenig herausfordernd, ein wenig schmeichelnd – bevor sie sich dem Inhalt des Köfferchens zuwandte.

Mai-Lin spürte seinen Blick auf sich, war sich sicher, dass sie, hätte sie die Augen von ihrer Arbeit abgewandt, Wohlwollen finden würde. Im Augenblick sah sie wohl mehr als schlecht aus, so zerzaust und nass wie sie war, doch sie war sich trotzdem bewusst, dass sie attraktiv war. Ihre Gesichtsform konnte sie mit Make-Up und einer entsprechenden Frisur perfekter zur Geltung bringen, doch selbst ohne diese Hilfsmittelchen war sie schön, besaß ein Gesicht, das gern fotografiert wurde, gern betrachtet wurde. Zum einen mochte das an den asiatischen Zügen liegen, doch das war nicht alles. Man hatte ihr letztlich beigebracht, wie man sich bewegte, wie man Menschen behandelte, auch wenn 'Menschen' generell in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Solche, die auf ihrer Ebene standen und die, die es nicht taten. Zu welcher Gruppe gehörte Damian also? Sollte das überhaupt wichtig sein? War ihr das wichtig? Sie wusste es nicht und eigentlich wollte sie sich damit auch nicht befassen, wenn es so gut tat, ihn in ihrer Nähe zu spüren und ihm wenigstens ein wenig helfen zu können. Das zog ihre Lippen auch zu einem feinen Lächeln nach oben, als sie die ihre Arbeit beendete.

Mai-Lin sah auf, begegnete Damians Blick. Einen Augenblick lang glaubte sie, sein Dank ginge ihm plötzlichen Rauschen des Blutes und einem wilden Tanz ihrer Gedanken unter. Wie konnten Augen so braun sein? So weich und das Lächeln so sanft? Die junge Frau schluckte, wollte den Blick abwenden, irgendetwas tun, weil es nicht richtig wäre, sich so kurz nach Noah und so sehr während ihrer Schwärmerei für ihren Ausbilder nochmals gehen zu lassen. Doch eine kleine Stimme in ihrem Kopf trällerte verstörend klar: Du könntest ihn küssen. Worauf wartest du? Ihre Fingerspitzen malten einen kleinen Kreis auf den Handrücken, der nicht vom Verband verborgen war. Dann hörte sie von draußen ein Pferd mit dem Huf gegen seine Boxentür treten. Als hätte ein schriller Wecker geklingelt, ließ sie Damians Hand wieder los, strich sich eine Strähne hinters Ohr und erhob sich aus ihrer hockenden Position.
„Ich sollte Diamant nicht noch länger warten lassen“, murmelte sie und räusperte sich.
[Damian | evtl tbc Hengststall]
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Sattelkammer   Di 20 Okt 2015 - 20:13

"Und wenn ich dir zusehen wollte?", etwas überrascht hob Damian seinen Blick. Was war das denn jetzt? Flirtete Mai-Lin wirklich mit ihm oder bildete er sich das nur ein? Gerade der Profi für so etwas war er ja nicht gerade, dank seiner Vergangenheit. Das er allgemein so offen und locker mit der Amerikanerin sprach war schon sehr ungewöhnlich.
Doch ihre Nähe fehlte ihm plötzlich. Ihr Körper hatte eine angenehme Wärme ausgestrahlt und es hatte sich gut angefühlt.
"Wenn du das willst, dann werde ich dich nicht davon abhalten!", antworetete er.
Mai-Lin gefiel ihm und warrum sollte nciht auch mal ein Damian Masen über seinen eigenen Schatten springen und in die Offensive gehen. Viel zu oft hatte er gemerkt, dass wenn er zurück steckte, er auch den kürzeren zog und war er nicht an die HMS gekommen um ein neues Leben anzufangen?
Klar, err kannte Maili erst seit ein paar Stunden, aber selten hatte er sich so wohl und sicher bei jemanden gefühlt, wie bei ihr.

Das leichte Lächeln, welches sich gegen Ende ihrer arbeit auf ihren Lippen bildete machte sie noch bezaubernder, als sie eh schon war.
Damian unterdrückte ein Seufzen. Spielte er überhaupt in ihrer Liga? Sie hatte ihm vorhin erzählt wer ihr Vater war... hatte sie das mit Absicht getan um ihm gleich klar zu machen, das er für sie nicht in Frage kam?
Der Halbspanier nagte sicher nicht am Hungerstuch, trug zwar nicht gerade die Nobelmarken am Körper, trotzem bevorzugte auch er eher Hilfiger und Levis wie H&M. Trotzdem wusste er genau, dass er preislich auf keinen Fall bei der Familie Cheng mithalten konnte.
Als er ihre Finger auf seiner Haut spürte, sah wie sie einen kleinen Kreis malten, machte sich ein wohliges Gefühl in seinem Bauch breit.
Küss sie einfach... mehr als dir klar zu sagen dass du einen an der Waffel hast kann sie eh nicht... vielleicht knallt sie dir noch eine oder vielleicht... vielleicht erwidert sie den Kuss[/i, meldete sich eine Stimme in seinem Kopf, doch kaum war diese Stimme verstummt, ließ Maili seine Hand los und stand ruckartig auf.
Fast wäre Damian vorne über gekipppt, als er ihr Räuspern und ihre Worte vernahm.
[i]Junge... sie will dein Pferd versorgen, weil du dich verletzte hast! Mach was!
, schrie die Stimme ihn schon fast an und im nächsten Moment hatte Damian mit seiner Gesunden Hand eine von Mailis gepackt, zog sie zu sich und schon saß sie auf seinem Schoß.
Kurz sah er ihr in die verwirrten Augen, ehe er einfach über seinen Schatten sprang und seine Lippen auf Mailis legte.
Ihre Lippen waren der wahnsinn, weich und sanft. Durch den durchtrainierten Körper des Spaniers lief ein kribbeln. So richtig konnte er den Kuss nicht genießen, rechnete er doch jeden Moment damit eine schallende Ohrfeige zu bekommen.


(Maili/ KUSS)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


BEITRÄGE : 561
ALTER : 23 Jahre jung
HERKUNFT : Auch wenn man es mir nicht direkt ansieht, so bin ich doch Amerikanerin, geboren in der Stadt der Stars und Sternchen, L.A..
AUSBILDUNG : In eineinhalb Jahren werde ich professionelle Vielseitigkeitsreiterin sein.

BeitragThema: Re: Sattelkammer   Di 20 Okt 2015 - 21:00

Sie sollte gehen, jetzt sofort. An der gegenüberliegenden Wand waren die Schränke der Hengste, es würde nur einen Moment dauern, bis sie Diamants Sachen gefunden hätte. Dann würde sie aus der Sattelkammer gehen, hinein in den wohl immer noch regen Betrieb in der Stallgasse und könnte sich dann einer Arbeit zuwenden, bei der sie sich immer am besten hatte ablenken können. Was also hielt sie zurück? Sollte sie zuerst den Erste-Hilfe-Koffer einräumen? Nein, das wäre unnötig, sie käme ja bald wieder. Trotzdem blieb sie einen Herzschlag länger stehen als nötig.
Gerade, als sie sich dann wirklich umwenden wollte, packte eine Hand ihr Handgelenk und zog sie in einem Ruck zu sich herum. Ihr Herz stolperte, ihren Lippen entkam ein überraschter, leiser Aufschrei. Sie verlor das Gleichgewicht, sah sich schon schmerzhaft gegen etwas prallen – die Wald, einen der Schränke, das Waschbecken. Reflexartig schlossen sich ihre Augen, die Hände gingen vor, doch noch immer lag Damians Hand um ihr Gelenk. Damian!
Plötzlich fand sie sich auf seinem Schoß wieder. Der Stuhl kippte ein wenig zurück, scheinbar mindestens ebenso überrascht über das zusätzliche Gewicht wie sie über ihre neue Position. Mit weit aufgerissenen Augen blickte sie in die Schokoladenaugen von Damian, versank in den leicht geweiteten Pupillen wie in einem dunklen Meer. Er wird mich küssen!, schoss es ihr in den Kopf und genau in diesem Moment wurde ihr klar, wie absurd die Situation war. Durch die nassen Kleider spürte sie seinen Körper noch deutlicher, war sich nicht sicher, ob es unangenehm oder nur aufregend war. Doch ihr Herz hämmerte, Blut rauschte durch ihre Ohren.
Und dann legten sich seine Lippen tatsächlich auf ihre. Eine Hitzewelle schoss ihr durch den Körper und im ersten Moment wollte sie ihn wegschieben. Doch seine Lippen waren weich, sanft, nicht zu fordernd, aber auch unsicher. Mai-Lin schloss die Augen, erwiderte den Kuss vorsichtig. Dann jedoch löste sie sich von ihm, kletterte von seinem Schoß. Das war falsch. Es war so falsch. Sie hatte das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, aber es hatte sich so richtig angefühlt. Aufregend. Gut. Und trotzdem wusste sie nun nicht, was sie tun sollte.


[Damian | Kuss]
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Damian Masen



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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Di 20 Okt 2015 - 21:18

Mailis Hände legten sich auf seine Brust, als wolle sie ihn weg stoßen, doch zeitgleich erwiderte sie seinen Kuss. Ihre Lippen schmiegten sich perfekt an seine und in seinen Ohren rauschte es.
Sie hatte ihm keine geknallt, sie erwiderte den Kuss. Damians innere Stimme tanzte in seinem Kopf. Doch genauso schnell wie das ganze begonnen hatte, war es auch schon wieder vorbei.
Sanft aber bestimmt löste sie sich von ihm und stand auf. Ohne ein Wort zu sagen. Sie stand einfach da, mit dem Rücken zu Damian.
Dieser fuhr sich nervös durch die Haare, seufzte dann und erhob sich schließlich.
"Maili ich... es tut mir Leid!"; murmelte er entschuldigend und sah sie zerknirscht an. Was dachte er sich denn auch... sie kannten sich gerade mal ein paar Stunden, sie war jung... was wollte sie schon mit einem 7 Jahre älterem Kerl...
Er hätte sich Ohrfeigen könne, statt dessen stellte er den Stuhl an den Tisch und ging zu Diamants Schrank, aus dem er sich dessen Putzsachen und die Decke nahm.
"Du musst ihn nicht versorgen! Trotzdem Danke, auch für den netten Tag!"; sagte er noch und verschloß die Schranktür.
Abwartend, das Maili wenigstens etwas sagen würde, blieb er stehen, trat nervös von einem Fuß auf den Anderen. Das sie gar nichts sagte machte ihn nur noch mehr verrückt. Es hatte sich so gut, so richtig angefühlt, doch warum fühlte es sich dann jetzt so beschissen an?
Ein richtiger Klumpen bildete sich in seinen Magen. Warum sagte sie nichts? Warum hat sie den Kuss überhaupt erwidert, wenn sie es nicht wollte? Im Kopf des Halbspaniers herrschte Chaos.
Herzlichen Glückwunsch Masen, du hast es wieder mal versaut! Neustart?? Misslungen du Ochse!, schallte er sich selbst im Kopf. Hatte er ihre Zeichen wirklich so falsch verstanden? Sie hatte doch seine Hand gehaltenn, diese nicht los gelassen, sich um ihn gekümmert... das war doch zum Mäusemelken.
Verloren und unsicher stand der Dunkelhaarige in der Sattelkammer, Diamants Zeug in der Hand und wartete immer noch darauf, das Maili irgendetwas von sich gab. Selbst wenn sie ihn anschreien würde, käme er besser damit klar, wie dieses Schweigen.


(Maili/ Kuss/ macht sich Gedanken)
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Mai-Lin Cheng
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Fr 23 Okt 2015 - 15:28

Sag was! Du musst etwas sagen!, schrie sie sich an, doch sie brachte nicht einen Ton heraus, schaffte es noch nicht einmal Damian anzusehen, obwohl er es nicht verdient hatte, dass sie ihn anschwieg. Himmel, sie hatte den Kuss doch genossen! Was also hielt sie nun davon ab, ihm das zu sagen? Oder sich umzudrehen?
Nein, das waren keine Fragen, die nicht zu beantworten waren. Es ging zu schnell. Auf der Hochzeit hatte sie sich noch wie im Himmel gefühlt, weil Daniel mit ihr getanzt hatte, abends, als die Lichterketten die Tanzfläche erhellt hatten und ihnen wohl allen Sekt, Hitze und zu viel zu gutes Essen in den Kopf gestiegen waren, hatte geglaubt, dass er nun mehr in ihr sehen würde als nur seine Auszubildende mit dem schwierigen Pferd und den ehrgeizigen Plänen, die dem Vergleich mit Lillian Adams doch nie standhalten konnte. Dann Noah, der sie erregt hatte, mit dem sie sich wieder hatte fühlen können wie in der Zeit, als sie durch die Clubs von L.A. gezogen und in Roben von Dior und Dolce und Gabbana zu den ganz großen Partys geladen worden war. Wie damals, als ein Abend selten damit geendet hatte, dass sie allein in ihre eigene Limousine gestiegen war. Es war bedeutungsloser, guter Sex gewesen, mit dem sie das Jahr der Langeweile und der Jockey was-auch-immer kompensiert hatte. Doch der war nicht lange genug her gewesen, um ihn völlig vergessen zu haben und auch mit Daniel konnte sie nicht binnen weniger Stunden abschließen. Es war nicht fair.
Hinter ihr stand ein gutaussehender Mann, zu dem sie sich hingezogen fühlte, der bodenständig war, ohne verstockt zu sein, der jetzt stammelte und sich letztlich dafür entschuldigte, dass er einen Schritt gewagt hatte, den sie sich nur kurz vorgestellt hatte.
Mai-Lin spürte einen riesigen Klos in ihrem Hals, schluckte krampfhaft und fragte sich, ob sie ihr früheres, kokettes Ich, das ihn vielleicht angelacht hätte und ihm nun gesagt hätte, dass eine Entschuldigung nur selten attraktiv wirkte, wenn sie so zerknirscht klang, nur in einem anderen Outfit oder doch in Los Angeles gelassen hatte.
Sie fuhr sich durch die Haare, versuchte die Schultern zu straffen, ließ es aber, auch ein Lächeln zu probieren. Stattdessen drehte sie sich langsam um, verfolgte, wie Damian nun doch selbst zum Schrank seines Apfelschimmels trat, um dessen Sachen herauszunehmen.
Schließlich sah sie ihn an, setzte zum Sprechen an, schloss den Mund wieder und schüttelte den Kopf. Lächerlich! Und Damian hatte das nicht verdient! Aber wie kam sie aus diesem Dilemma heraus?
„Es... gibt keinen Grund für eine Entschuldigung“, begann sie stockend und trat einen Schritt auf ihn zu. „Nur ist jetzt der falsche Zeitpunkt, um irgendetwas zu überstürzen. Lass uns, sobald sich dieser...“ Sie suchte nach dem passenden Wort, das das Chaos im Stall und ihre Bedanken, ihre Verwirrung ausdrücken konnte, fand aber keines. „... sobald sich alles hier wieder beruhigt hat, einfach ausgehen. Klassisch. Ohne Schlamm, durchgehende Pferde und Schürfwunden.“ Jetzt schaffte sie ein Lächeln und spürte, wie groß die Hoffnung war, dass er dem zustimmte.


[Gedanken | Vorschlag]
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Damian Masen



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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Fr 23 Okt 2015 - 21:03

Damian wollte gerade einfach den Raum verlassen. Weg von dieser mehr als peinlichen Situation, da Maili ja scheinbar nicht mehr mit ihm reden wollte, da drehte sich die Amerikanerin doch um.
Fragend hob er eine Augenbraue, als Mai-Lin den Mund öffnete und dann wieder schloss, ohne das auch nur ein Ton diesen verlassen hatte und schließlich den Kopf schüttelte.
Dann endlich begann sie doch zu sprechen.
"Gibt es nicht?", fragte er und sah sie nachdenklich an.
Ihre Reaktion hatte er sehr wohl so verstanden, dass da eine Entschuldigung fällig war. Ruhig hörte er ihr zu und fuhr sich dann durch das noch immer nasse Haar.
Falscher Zeitpunkt? Wie konnte es für so etwas den falschen Zeitpunkt... natürlich, vorhin auf der Koppel... Daniel. Innerlich stöhnte Damian auf. Wie konnte er nur so blöd sein. Es war der falsche Zeitpunkt, weil Mai-Lin schlicht und ergreifend in ihren Ausbilder verknallt war. Wie hatte er vergessen können, was er vorhin auf der Koppel doch schon festgestellt hatte.
Er hatte nicht wirklich Lust drauf nur Lückebüßer zu sein. Er brauchte eine Weile bis er auf ihren Vorschlag reagieren konnte. Leicht räusperte er sich.
"Ich... Mai-Lin... ich weiß nicht...!", begann er stockend, ehe er tief durchatmete und sie ansah.
"Wenn das für dich der falsche Zeitpunkt ist, weil dir noch andere Dinge oder Männer im Kopf rum gehen dann lassen wir das besser.", sagte er und straffte die Schultern.
Zu oft hatte er auf sich rum trampeln lassen und das würde ihm hier ganz sicher nicht nochmal passieren.
Mai-Lin würde sich sicher sein müssen, wenn sie mit ihm ausgehen wollte. Ansonsten würde für ihn lediglich eine Freundschaft in Frage kommen.
"Wenn du dir sicher bist, dass da nichts anderes in deinem Kopf ist und der Zeitpunkt besser ist wie jetzt, dann würde ich gerne auf deinen Vorschlag zurück kommen.", fügte er noch hinzu und sah ihr in die Augen.
Er hoffte einfach nur das sie verstand was er meinte und das sie das nicht falsch verstand. Aber er würde keiner Frau hinter her rennen, die ihn nicht wollte.


(Gespräch mit Mai-Lin)
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Mai-Lin Cheng
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Fr 23 Okt 2015 - 21:52

Sie starrte ihn an, spürte, wie ein Zittern über ihren Rücken lief, als spüre sie jetzt erst die Kälte. Doch es war nicht die Nässe auf ihrer Haut, sondern seine Worte, die sie frösteln ließen. Was sollte das? Was ging in diesem Dickschädel denn bitte vor?! Wies er sie gerade wirklich ab? Er... tat es tatsächlich. Sie, Mai-Lin Cheng, die seit dem zweiten Jahr auf der Highschool von niemandem mehr abgewiesen worden war, wenn sie eine direkte Aufforderung aussprach, wurde abgewiesen. Sie bekam einen Korb. Was erlaubte er sich?!
Ihr wäre beinahe der Mund aufgeklappt, doch sie beherrschte sich. Das letzte, was sie sich nun erlauben wollte, wäre es, Schwäche zu zeigen. War es nicht Damian, der sich gerade auf sie gestürzt hatte? Sie war immerhin aufgestanden, bevor sie etwas Dummes hatte tun können, hatte sich zusammengerissen und war auf Abstand gegangen. Warf er ihr jetzt vor, dass sie einen Fehler gemacht hatte? Ihr? Ernsthaft!
Mai-Lin war sprachlos. Sprachlos, verletzt und deshalb wütend. Man lehnte sie nicht ab, man schob sie nicht auf die Ersatzbank und man tat jetzt auch nicht so verdammt großzügig, ihr zu dem Zeitpunkt, wenn sie keine anderen Männer mehr im Kopf hatte – allein diese Unterstellung, so wahr sie auch sein mochte, war jenseits der feinen englischen Art!
Wie von selbst ballte sich ihre Hand zu einer Faust und Tränen traten in ihre Augen, die sie nun wirklich nicht haben wollte. Wäre ja noch schöner, wenn sie jetzt heulen würde wie ein Schulmädchen! Maili suchte nach ihrer Maske, der kühlen, geschäftsmäßigen für aufdringliche Möchte-Gern-Casanovas. Und wurde bei der Suche schneidend unterbrochen:
„Wenn du dir sicher bist, dass da nichts anderes in deinem Kopf ist und der Zeitpunkt besser ist wie jetzt, dann würde ich gerne auf deinen Vorschlag zurück kommen.“
Ach, diese Erkenntnis kam ja schnell. Doch sie würde jetzt garantiert nicht einknicken und sich entschuldigen. Sie brauchte Damian Masen nicht zu ihrem Glück. Und trotzdem musste sie sich nun zusammenreißen, um ruhig und gefasst zu sprechen, aber es gelang ihr, von den leicht zusammengekniffenen Augen und der nur mühsam gelockerten Hand abgesehen. Sie schaffte es sogar seinen Blick zu erwidern.
„Oh ja, wir kennen uns offenbar wirklich gut genug, dass du wissen kannst, was mir im Kopf herumgeht. Hast du mal überlegt, dass ich einfach nicht nass, stinkend und verwirrt irgendetwas überstürzen möchte, weil ich das sonst immer so mache?“, fragte sie ihn kühl, mit erhobenen Augenbrauen. Mai-Lin fixierte seinen Blick, schaffte es gerade so, nicht die Arme zu verschränken. Erst dann wurde ihr bewusst, was sie eigentlich gesagt hatte und, dass es nicht mal in Ansätzen das gewesen war, was sie hatte sagen wollen. Hatte sie jetzt noch die Kraft, sich mit ihm zu streiten, wenn sie nur noch in die Badewanne und dann in ihr Bett wollte, um diesen schrecklichen Tag aus ihrem Gedächtnis zu streichen? Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass sie jetzt nicht hier stehen und streiten wollte. Dass sie nicht mit Damian streiten wollte. „Seit heute Mittag ist einfach alles schief gelaufen... und... das war einfach zu überstürzt, okay?“ Schön, aber zu früh. Du verdammter Idiot, fügte sie im Stillen hinzu und hätte wirklich heulen können. Schon wieder entglitt ihr die Kontrolle, machte sie hilflos. Zu einem Blatt, in einer Regenrinne, unsicher, ob sie in die Kanalisation fließen oder vorher von einem Windstoß davor bewahrt zu werden.


[Damian | Gefühlschaos & Antwort]
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Damian Masen



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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Sa 24 Okt 2015 - 11:07

Ohoh! schoß es dem Halbspanier durch den Kopf, als er sah, dass sich Tränen in Mai-Lins Augen sammelten. Wie schlimm konnte diese Situation denn noch werden? Er wollte sie nicht abweisen, er wollte nur nicht die zweite Geige spielen... hatte er das mit dem Zeitpunkt etwa falsch verstanden und es ging dabei wirklich nur um den jetzigen Zustand, in dem sie sich befanden und nicht um was anderes? Damian biss sich auf die Zunge.
Im nächsten Moment jedoch war sein schlechtes Gewissen wie weg geblasen und eine leichtes Zornesfalte bildete sich auf seiner Stirn. Was erlaubte sie sich da gerade? So hatte er lange genug mit sich reden lassen und sowas würde er sich ganz sicher nicht von einer sieben Jahre jüngeren, verwöhnten Frau sagen lassen.
Er schnaubte. "Oh ja, du hast sowas von Recht! Ich scheine in dein gestammel Daniel gegenüber etwas völlig falsches interpretiert zu haben. Entschuldigung Prinzessin!", genau das waren die Worte die er sich im Kopf bereits zurecht gelegt hatte, als Mai-Lin gerade so nochmal die Kurve bekam und sich fast schon für ihren vorherigen Satz entschuldigte. Trotzdem verschränkte Damian die Arme vor der Brust, doch er wäre nicht er selbst gewesen, wenn der Zorn nicht ebenso schnell wieder verraucht wäre, die noch nicht ausgesprochenen Wort geschluckt und die Falten geglättet. Er entspannte sich wieder und nickte.
"Ich habe deine Aussage mit dem Zeitpunkt wohl einfach falsch verstanden!", brummte er und sah sie an.
Dann holte er tief Luft. "Okay, was hälst du davon wenn wir... sagen wir ab dem Zeitpunkt wo ich im Matsch lande, den Tag streichen und dann einfach da weiter machen, wo wir auf dem Platz aufgehört haben!", schlug er ihr vor, denn schief gelaufen war in den letzten Stunden einiges.
"Ich mag dich und ich würde dich wirklich gerne näher kennen lernen!", gestand er ihr dann und das war für den Halspanier wirklich ein großer Schritt gewesen. Fast noch größer, wie sie zu küssen und vielleicht... vielleicht würde die reiche Amerikanerin vor ihm trotz dem eine Chance geben, sie wirklich kennen zu lernen und das ganze wieder gut zu machen. Wobei es, zuindest was den Kuss anging, laut ihr ja nichts wieder gut zu machen gab.
Ein erneutes Donnergrollen ließ Damian zum Fenster blicken und sein Blick verfinsterte sich wieder. McKinley und der Arzt waren noch immer nicht aufgetaucht und vielleicht sollte man langsam doch mal nach den Beiden suchen.
"Du solltest duschen gehen, bevor du noch krank wirst!", grinste er Maili an und trat einen Schritt Richtung Tür. "Ich mach Diamant fertig und wenn der Hofleiter bis dahin nicht aufgetaucht ist, werden wir die Beiden wohl suchen müssen!"; seufzte er.


(Gespräch/ Überlegung/ Vorschlag)
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Mai-Lin Cheng
2. Lehrjahr


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BeitragThema: Re: Sattelkammer   So 25 Okt 2015 - 21:07

Noch während sie und Damian sich anstarrten, wusste Mai-Lin, dass sie an einem Scheideweg standen. In der einen Richtung lag ein Streit, der lächerlich wäre, absolut erbärmlich und ihr gerade sehr viel wahrscheinlicher schien, wenn sie sich die Zornesfalte in seinen Augen ansah und ihre eigene Wut spürte, die neben so vielen anderen Gefühlen in ihrem Magen zu einer Übelkeit verursachenden Kugel geballt hatte. Die andere Richtung führte auf einen ungewissen Weg, dessen Ende entweder in ein wunderschönes Schloss mit goldenen Zinnen führen könnte oder in einen tiefen Graben, ein Moor, in dem man versinken musste und wo es ungewiss war, ob man wieder herausfand. Doch um diesen Weg zu gehen, müsste einer von ihnen nachgeben. Aber wer sollte das sein? Maili gab nicht nach. Sie bekam, was sie wollte. Würde Damian einlenken? Würden sie vielleicht einen Kompromiss finden, der für sie beide erträglich wäre?
Als er zu brummeln begann, war sie sich immer noch nicht sicher, was folgen würde. Es machte sie wahnsinnig, dass sie auch nun keine Kontrolle hatte! Natürlich würde sie die wieder erlangen, wenn sie nachgäbe, aber das stand hier außer Frage. Mai-Lin nestelte unwillkürlich an einer der Gürtelschlaufen ihrer Jeansreithose. So war sie doch sonst nicht! Was tat dieser Mann nur mit ihr?
„Okay, was hältst du davon wenn wir... sagen wir ab dem Zeitpunkt, wo ich im Matsch lande, den Tag streichen und dann einfach da weiter machen, wo wir auf dem Platz aufgehört haben!“
Mai-Lin atmete aus. Sie hatte nicht bemerkt, dass sie zuvor die Luft angehalten hatte, aber offensichtlich war dem so gewesen. Der Vorschlag war wohl das einzig Vernünftige, was sie tun konnten. Dieser Tag war so verrückt gewesen! So unvorhersehbar und so schrecklich nervenaufreibend gewesen. Wahrscheinlich erhielt sie davon nicht mehr als eine Schnupfnase und im schlimmsten Fall wirklich ein schlechtes Gewissen, wenn ihr ihre Reaktionen während des Tages klar wurden, was vielleicht nicht passieren würde. Ereignisreiche Tage hatten es so an sich, dass sie sich oft nicht an jedes einzelne Detail erinnern konnte.
Doch an die Erleichterung, die sie nun fühlte, an die würde sie sich erinnern können, denn es war als falle ein Gebirge von ihrem Herzen. Sie wollte schon zustimmen, als Damian weitersprach und somit ihr Herz in lange nicht mehr gekannte Höhen steigen ließ. Wow.
Mai-Lin trat einen weiteren Schritt auf ihn zu, legte ihm eine Hand auf den Unterarm. „Dann tun wir das doch. Vergessen wir das Unwetter und alles, was danach passiert ist. Du bist interessant. Mir... mir würde wohl etwas entgehen, wenn wir jetzt im Streit auseinander gingen.“ Sie lächelte und in den braunen Augen lag eine Wärme, wie geschmolzene Schokolade. Und so war es ihr auch. Warm, wohlig, aufgeregt. Was für ein Tag! Sie drückte seinen Arm nur kurz, zog sich dann wieder zurück. Erneut grollte der Donner. Hoffentlich waren sie inzwischen alle wieder im Stall...
Damian schien ihre Gedanken aufgegriffen zu haben und sie war ihm dankbar, dass er sich trotz der Wunde um sein Pferd kümmern wollte. Für ein Bad hätte sie sonst noch gemordet.
„Wenn sie noch nicht da sind, kommen sie bestimmt jeden Augenblick“, antwortete sie mit weniger Zuversicht, als sie spürte. „Wir sehen uns wahrscheinlich morgen im Stall, falls Mrs McKinley und Mrs Ackles nicht jeden für den Suchtrupp rekrutieren – wozu es nicht kommen wird!“ Wieder schenkte sie ihm ein Lächeln, wandte sich dann zur Tür und ging durch die Stallgasse, wo sie jedem ihrer Pferde noch ein bisschen Aufmerksamkeit schenkte, ehe sie wieder in den Regen sah und dann losrannte, hinaus in die Kälte und Nässe und sich doch so frei fühlte, dass sie ein leises Lachen nicht unterdrücken konnte, als sie die Tür ihres Cottages erreichte und den Schlüssel aus der Hosentasche zog. Unbeschreiblich! Und sie würde Damian wiedersehen und das auf einer Basis, die mehr als vielversprechend war.


[Damian | verlässt Stall | tbc. Cottage]
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Mo 9 Nov 2015 - 21:12


So plötzlich wie sich Leben änderten, so plötzlich änderte sich das Wetter – oder anders herum. Es machte ja kaum einen Unterschied. Eigentlich hatte Dan eine entspannte Trainingseinheit angedacht, doch Regen, aufkommender Wind und schließlich ein unheilverheißendes Grollen hatten ihn dazu bewogen, den Springplatz mit seiner unruhigen Stute zu räumen. Sally war ein wahres Vielseitigkeitspferd, aber selbst so ein Pferd musste nicht unbedingt gewitterfest sein. Die junge Stute tippelte panisch hinter ihm her, als sie schon nass geregnet Richtung Stall gingen. Er hatte in aller Hektik nur schnell Sattel und Trense entfernt, die Braune in die Box gestellt und dann geholfen, den Rest der Pferde von den Weiden zu holen. Das ein oder andere Mal hatte er gerade noch den Stiefel wegziehen können, sonst wäre ihm eines der unruhigen Tiere auf den Fuß gesprungen. Allein die Ruhe selbst – zumindest verhältnismäßig – war Gun gewesen, der zwar flott, aber keineswegs panisch hinter ihm hermarschiert war. Dieses Pferd hätte ihn auch bei diesem Wetter noch durch einen Drei-Sterne-Geländeparcours getragen, da war Daniel sich verdammt sicher.

Nachdem auch sein Stütchen ihre Gamaschen und Streichkappen losgeworden war, die er in der Eile noch an ihren Beinen gelassen hatte, und alle Pferde in ihren Boxen standen, nutzte er den kurzen Moment zum Durchatmen. Seufzend fuhr er sich durch die klitschnassen dunklen Haare und sah kurz an sich herunter. Sein weißes Tshirt war mittlerweile komplett durchnässt und wurde ein wenig mehr als leicht durchsichtig. Außerdem wurde es doch etwas frisch, nun da die Sonne und somit auch die Wärme komplett gewichen waren. In einer stillen Hoffnung, dass in einem seiner Schränke noch irgendeine Jacke lag, wandte sich der Brite nun Richtung Sattelkammer. Aus der Ferne sah er noch Mai-Lin herauskommen, die ihn nicht bemerkte. Einige Momente nach ihr trat er in die Kammer und stolperte praktisch über Damian.
“Tolles Wetter, nicht wahr?“, begrüßte er seinen Kollegen in aller Klischeehaftigkeit und zeigte ein leicht müdes Lächeln, bevor er zu seinen Schränken trat und kurz hineinsah. Er war eigentlich auf der Suche nach einer vergessenen Jacke, einem Pulli oder seinetwegen auch trockenem Tshirt. Aber: Fehlanzeige! Toll, dann konnte er also so gleich über den Hof laufen.

Zwischenzeit (Gewitter etc.) xx Stall xx Sattelkammer xx Damian
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Mi 11 Nov 2015 - 15:39

Damian war froh das Mai-Lin ebenfalls einlenkte. Die Auszubildende schien wirklich mitgenommen zu sein und freute sich sichtbar darüber, das er den Hengts selber versorgen konnte und sie ihr Bandezimmer aufsuchen konnte. Als diese sich verabschiedete nickte er und sah ihr noch eine Weile nach.
Nachdenklich starrte der Halbspanier vor sich hin und dachte über das heute erlebte nach. Wenn jetzt jemand rein kam, dann würde man sich wundern. Damian stand, seinen Gedanken nachhängend, mitten in der Sattelkammer und starrte vor sich hin. Diamants Decke übern Arm und dessen Putzbox in der Hand haltend.
Nach einer Gefühlten Ewigkeit erwachte der Pferdetrainer aus seiner Trance und wollte sich gerade auf den Weg zu seinem Hengts machen, als Daniel in die Sattelkammer gestolpert kam.
Grinsend musterte Damian den Lehrer. "Na du bist ja wenigstens passend angezogen!"; lachte er, denn Daniels weißes Shirt war quasie gar nicht mehr vorhanden und der durchtrainerte Körper des Vielseitigkeitslehrers war deutlich zu sehen.
Damian legte Diamants Decke auf den Tisch und trat an seinen Spind, wo er noch eine Jacke drin hatte, die er seinem Kollegen reichte. Immerhin wusste er ja, das Daniel der eher etwas zurückhaltende war, außerdem brauchte Damian die Jacke selber nicht. Sein Shirt selber war voller Schlamm und stand quasie vor Dreck.
"Wenn ich dich jetzt eh schon hier habe... hättest du die Tage mal Zeit dir Abraxxas anzuschauen? Seit dem Unfall hab ich einige Probleme mit ihm und weiß langsam nicht mehr weiter, vielleicht hast du ja eine Idee!", sprach er das kleine Problem, welches er mit seinem Spitzenpferd hatte, an.
Er hielt viel von dem Vielseitigkeitslehrer und hoffte wirklich, dass dieser ihm helfen konnte.


(Mailin/ Gedanken/ Daniel)
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Di 17 Nov 2015 - 9:08

Ein leises Auflachen konnte sich Daniel aufgrund der Worte seines Kollegen und Freundes nicht verkneifen. Er hatte ja nicht ahnen können, dass es an diesem schönen Tag noch regnen würde, sonst hätte er wahrscheinlich eher zu einem anderen T-shirt gegriffen. Vielleicht hätte das Hören des Wetterberichts auch schon weitergeholfen, aber es war ja scheinbar niemand wirklich auf diesen Wetterumschwung vorbereitet gewesen.
Und wie sich herausstellte hatte Damian nicht nur dumme Sprüche für ihn über, sondern auch eine Jacke. Das würde ihn dafür bewahren weiter halb nackt – zumindest gefühlt – durch den Stall und über den Hof rennen zu müssen. “Danke.“, sagte er mit einem milden Lächeln, als er die Jacke entgegennahm und an zog. Dann blickte er einmal an seinem Gegenüber hinunter. “Aber was hast du eigentlich gemacht? Missglücktes Ganzkörper-Schlammpeeling?“ Tja, vermutlich war er einfach beim Pferde reinholen dabei gewesen, aus dem sich Dan ja geschickt herausgezogen hatte, weil er seine nicht gerade ruhige Stute erst in den Stall und dann in die Box hatte befördern müssen. Und als er das dann geschafft hatte, waren auch schon so gut wie alle Pferde im Stall gewesen. Es hatten ja zum Glück alle mitgeholfen, die gerade verfügbar gewesen waren. So funktionierte eben eine eingeschworene Stallgemeinschaft, obwohl es hier teilweise doch nicht ganz so eingeschworen war, wie er oder McKinley sich das wünschen würden.
Im ersten Moment war Daniel doch tatsächlich überrascht, dass Damian ihn um Hilfe bat. Im zweiten wunderte es ihn dann doch wieder nicht. Sie waren schließlich beide alte Vielseitigkeitsreiter und wenn der eine nicht mehr weiter wusste, blieb ja nur der andere. Und einen besseren Experten für das Gelände fand man nun einmal im Umkreis nicht, ohne jetzt eingebildet klingen zu wollen. Jeder, der auch nur halbwegs etwas davon verstand, würde das wohl bestätigen.
Der Brite hatte schon länger ein Auge auf Abraxxas und Damian. Er kannte beide nicht so gut, wie zum Beispiel seine Schüler, und doch bemerkte er ein leichtes Misstrauen, eine gewisse Disharmonie. Er konnte sich schon vorstellen, wo bei den beiden die Probleme lagen und diese waren ihm auch nicht gerade unbekannt. Er hatte schon mit vielen Paaren an genau so etwas gearbeitet und selbst kannte er dieses Problem auch. Er hatte schon einmal mit einem seiner eigenen Turnierpferde an soetwas arbeiten müssen, Abraxxas war nur ein weiterer Fall, den sie zusammen in den Griff kriegen würden. “Natürlich, ich muss nachher mal in meinen Terminkalender sehen. Und die Geländestrecke sollte ein wenig durchtrocknen, aber dann gern. Vielleicht passt es dir ja auch am Wochenende? Da habe ich noch keine Trainingseinheiten angesetzt, also den ganzen Tag frei eigentlich.“, antwortete er hilfsbereit.

Damian xx Unterhaltung
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Damian Masen



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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Mi 18 Nov 2015 - 17:40

Das Gespräch mit Daniel brachte Damian auf andere Gedanken. Für kurze Zeit zumindest war das reiche Mädchen und das gerade passierte aus seinen Gedanken verschwunden. Ein lecihtes Grinsen legte sich auf seine Lippen, als Daniel leise auflachte. Auf dessen "Danke!", nickte der Halbspanier nur und sah dann an sich hinunter.
"So in etwa... als ich Charming rein bringen wollte, hat der gescheut und mich umgesprungen...!", seufzte Damian. Er war ja nur froh, dass dem Wallach nichts passiert war. Das hätte ihm gerade noch gefehlt.
Als Daniel sofort seine HIlfe anbot, keimte Hoffnung in Damian auf. Vielleicht würde er tatsächlich nochmal seinen Rappen ins Gelände bekommen. Der Vorschlag mit der Geländestrecke allerdings...
"Dan, ich bekomm Abraxxas nicht mal zu Fuß auch nur in die Nähe der Geländestrecke, geschweigedenn wenn ich auf ihm drauf sitze... das ist ja das Problem.", seufzte Damian und sah dem Lehrer in die Augen.
"Seit dem Unfall weigert Braxxis sich verhemmt mit mir ins Gelände zu gehen. Nicht mal ausreiten können wir, vom Springen im Gelände mal ganz abgesehen und der Wassergraben ist eh ein rotes Tuch!", klärte Damian seinen Freund über das Problem auf. "Dressur und Springen in der Halle oder auf dem Außenplatz sind kein Problem!"
Gespannt sah der schwarzhaarige seinen Gegenüber an. Hatte Daiel dafür auch eine Idee.
"Aber das Wochenende passt mir ansonsten sehr gut. Ich hab da auch noch nichts vor.", fügte er schnell hinzu, denn die Chance würde er sich sicher nicht entgehen lassen.
Abraxxas war ja ansonsten sein Traumpferd, wenn das mit dem Gelände nicht wäre...


Daniel
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BeitragThema: Re: Sattelkammer   Mo 30 Nov 2015 - 20:32

Ehm, ja, manchmal hatte auch der geordnetste Mensch seine weniger lichten Momente. Und da Daniel eigentlich gar nicht einmal so geordnet war… kam das leider öfter vor. Eigentlich hatte er das Gedächtnis eines Elefanten, wenn es um Trainingsstände von Pferden ging. Er hatte alles brav abgespeichert, zumindest bei Pferden, mit denen er auch wirklich zu tun hatte. Abraxxas sah er aber nun einmal nicht ganz so häufig in seinen Trainings – nein, eigentlich nie, da Damian nun einmal selbst ein guter Reiter war. Und in letzter Zeit waren die Baustellen auch bei anderen Pferden anderer Reiter gewesen. Er hatte seine Azubinen, dann hatte er zeitweise mit Isaac und Wasabi im Gelände gearbeitet und seine eigenen Pferde gab es ja auch noch. Deshalb war ihm auch nicht ganz klar, dass es mit dem Pferd des Pferdetrainers so schlimm war, dass sie nicht einmal bis zur Strecke kamen.
“Oh, das ist natürlich…“ Entschuldigend sah Dan seinen Kollegen an und strich sich dann über seinen Etwas-mehr-als-drei-Tage-Bart. “Dann fangen wir natürlich anders an. Bist du denn sicher, dass Abraxxas das Problem ist? Oder eher das alleinige Problem?“ Es kam eben nicht selten vor, dass sich das Pferd gegen etwas sperrte, das der Reiter insgeheim nicht wollte. Aber dieser Frage würde er am Wochenende auf den Grund gehen. Wenn es so sein sollte, so würde er vielleicht mal nachfragen, ob er sich auf den Araber setzen durfte, um ihn wenigstens mal eine Runde Schritt über die Geländestrecke zu reiten. Ansonsten konnte er sich immer noch etwas anderes überlegen. Denn was das anging, hatte er einige Erfahrung und Ideen zur Lösung von allen möglichen Problemen.
Nachdem er das nun mit sich selbst und mit Damian geklärt hatte, fiel ihm wieder die Geschichte hinter dem Aussehen des anderen ein. Charming… Der hätte doch eigentlich von Mai-Lin reingeholt werden sollen, sie war schließlich eigentlich für ihn zuständig. “Warum hat Mai-Lin ihn denn nicht reingeholt? Ich hätte angenommen, sie würde sich um ihr zugewiesenes Pflegepferd kümmern.“ Den letzten Satz sagte er mehr zu sich als zu ihm. Natürlich war es wahrscheinlich ein einziges Chaos gewesen beim Reinholen der Pferde und jedes Pferd verdiente es natürlich, so schnell wie möglich reingebracht zu werden, doch der junge Wallach hätte ihr vielleicht doch etwas mehr vertraut als Damian, den er gar nicht kannte. Wie auch immer, was geschehen war, war eh geschehen.

Damian
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Damian Masen



BEITRÄGE : 377
ALTER : 31 Jahre alt
HERKUNFT : Amerikaner, jedoch mit Spanischen Wurzeln
BERUF : Pferdetrainer

BeitragThema: Re: Sattelkammer   Mi 2 Dez 2015 - 20:03

Der Halbspanier unterdrückte ein grinsen, als sein Gegenüber so leicht ins Stottern geriet. Das Daniel manchmal etwas verstreut war, machte den Lehrer nur noch sympatischer, als er eh schon war und verübeln konnte Damian ihm das ganze auch nicht.
Nur zu gerne würde er mal gegen Daniel antreten, mal sehen was der Lehrer wirklich konnte und wissen, ob er bei ihm mithalten konnte, doch dazu musste er erstmal die Sache mit seinem Rappen in den Griff bekommen und dann, ja vielleicht würde man dann ja mal die Möglichkeit finden.
Daniel hatte sicher nicht die meiste Zeit, immerhin hatte er zwei Azubinen, die seine Aufmerksamkut regelmäßig in Anspruch nahmen und auch Damian hatte auf dem Hof genug zu tun und wenn die Arbeit getan war, dann waren da ja immer noch seine beiden Pferde, die ihr tägliches Training brauchten.

Auf die Frage von Daniel hin zuckte Damian mit den Schultern.
"Ich weiß es nicht... vom Gefühl her würde ich nicht sagen, dass ich Angst habe wieder mit ihm ins Gelände zu gehen. Mit Diamant geh ich ja auch raus und der ist weiß Gott um einiges impulsiver wie Braxxi je war, aber ich hab den Schwatten auch noch keinem Anderen anvertraut.", gestand er und sah Daniel an.
"Es wäre ein Versuch wert.. wenn er mit dir gehen würde, dann wissen wir, dass ich das Problem bin. Ob Braxxi dann aber mit mir den Sturz in Verbindung bringt glaub ich nicht. In der Halle springt und geht er ja ganz normal.", erklärte er weiter.
Trotzdem wäre es ein Versuch wert, wenn der Lehrer sich mal auf den Rappen setzen würde. Er wusste nicht, wie Abraxxas sich momentan im Gelände verhielt und wusste auch nicht wie übel der Sturz damals gewesen war.
Vielleicht kamen sie so ja an die Lösung des Problems.
Dann wechselte das Thema zu Damians unfreiwilligen Bauchlandung.
"Ja, wollte sie schon. Aber Herbsttänzer und Abraxxas standen auch draußen. Wir sind gemeinsam zur Koppel, als es los ging. Braxxis lässt sich davon in der Regel nicht aus der Ruhe bringen. Die Rappen hatten wir schnell, aber Charming ist völlig ausgeflippt.", erklärte der Pferdetrainer.
"Als er gestiegen ist und Mai-Lin sich vollkommen verkrampft hat, hab ich ihr Abraxxas und Herbsttänzer gegeben und Charming übernommen... was ja auch nicht sonderlich viel mehr gebracht hat!", fügte er kleinlaut hinzu.
Er war ja nur froh, das Isaac und James seine Bauchlandung nicht gesehen hatten. Vor Maili war das peinlich genug gewesen.


Daniel
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